Stephan Sarek Das Truthuhnparadies

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Inhaltsangabe zu „Das Truthuhnparadies“ von Stephan Sarek

Endlich raus aus Paderborn! Maria ist frisch in Berlin. Als erstes stößt sie auf ihren neuen Nachbarn Björn, der sich unter dem Joch eines selbstauferlegten Zölibats quält und der Rettung der Truthühner verschrieben hat. Er hält die Tiere für Außerirdische, die im Auftrag der Regierung zu Hackfleischbällchen verarbeitet werden, damit in der Bevölkerung keine Panik ausbricht. Als Björn die Aliens aus einer Farm in Niedersachsen befreien will, überschla­gen sich die Ereignisse. Maria hört im Radio, daß Heer­scharen von Truthühnern die niedersächsischen Auto­bahnen blockieren. Da gibt es für sie kein Halten mehr: Sie reist Björn nach. »Stephan Sarek hat Fantasie, verwebt Skurriles mit Fantastischem, fügt Alltägliches bei, würzt mit Satire und bekennt sich zu einer ›gewissen Naivität‹.« Frankfurter Rundschau).

Ein skurriles Truthuhn-Abenteuer für Tierschützer, Verschwörungstheoretiker oder Selbstzweifler – oder einfach für Zwischendurch.

— ewigewelten
ewigewelten

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Geschichte mit skurrilen Charakteren, die sich gut liest und insgesamt unterhaltsam ist, das Lesen der Vorbänder allerdings voraussetzt

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  • Außerirdische und penetrante Tierschützer

    Das Truthuhnparadies
    ewigewelten

    ewigewelten

    30. June 2014 um 11:04

    Eigentlich klingt die Geschichte alltäglich: Maria zieht aus dem langweiligen Paderborn in die Metropole Berlin, um sich von ihren Eltern zu lösen und auf eigenen Füßen zu stehen. Dort angekommen, versucht sie, ihren Alltag zu bewältigen und trifft ab und an auf seltsame Menschen. Alles völlig normal – nur eben erzählt von Stephan Sarek. Maria stolpert mehr chaotisch ihren Weg in die Unabhängigkeit entlang, ihre ländliche Naivität kompensiert sie dabei mit ausgeprägter Selbstironie. »Es war die perfekte Ausgabe eines Tante-Emma-Ladens und bis ins kleinste Detail originalgetreu. An alles hatte man gedacht, sogar an die zwei Frauen, die mit Einkaufstaschen in der Hand im Eingang standen, um sich über irgendein Thema auszulästern. Sie rückten kaum beiseite, als ich den Laden betrat.« Sareks lebendige Charaktere und sein erfrischender Humor halten den Leser bei Laune, auch wenn der lange nicht merkt, worum es in der Geschichte eigentlich geht. Marias verrückter Nachbar Björn hat Angst vor Frauen und glaubt, dass Truthühner Außerirdische sind, die im Auftrag der Regierung gefoltert werden. In seinen Wahnvorstellungen, an denen er bisweilen selbst zu zweifeln beginnt, erscheint er Maria zuerst bemitleidenswert. Doch die Entwicklung der Figuren ist gelungen: Sie wachsen dem Leser ans Herz und in der Geschichte über sich hinaus. Und Maria und Björn wachsen über einen Banküberfall und eine wahnwitzige Truthuhn-Rettungsaktion schließlich immer mehr zusammen. Neben einem ausgefeilten Spannungsbogen – der obgleich nicht gerade Weltbewegendes zu thematisieren scheint, zumindest nichts, was die Welt der Leser bewegen sollte – bietet Sarek niveauvolle Unterhaltung durch eine erfrischende Sprache in bildhaftem Stil. »Die Fassades des Hauses hielt sich tapfer an den Steinen der Wand. Wie ein fauler Zahn ragte sie in einer Reihe anderer fauler Zähne mit ihren Balkons in die Straße hinein.« Vielleicht ist das Buch eine verrückte Liebesgeschichte mit einigen unglaublichen Umwegen, auf jeden Fall aber ein skurriles Truthuhn-Abenteuer für Tierschützer, Verschwörungstheoretiker oder Selbstzweifler – oder einfach für Zwischendurch. »Björns Wohnung lag verlassen unter meiner. Seine Uhren würden wohl nach und nach ihren Geist aufgeben. Mehr als einmal malte ich mir das apokalyptische Bild aus, dass, wenn die letzte Uhr aufhören würde zu ticken, sein Schicksal besiegelt wäre. Mehr als einmal verwarf ich den Gedanken, in seine Wohnung einzubrechen, um die Uhren aufzuziehen.« Wahrscheinlich das Relevanteste, das man aus Nonsense machen kann!

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. December 2012 um 20:37

    Maria ist von der spießbürgerlichen Kleinstadt Paderborn in die pulsierende Großstadt Berlin gezogen. Sie hofft, dass sich aus dem Umzug neue Impulse für ihr Leben hergeben. Ein solcher Impuls ist Björn, der etwas andere Nachbar sicherlich. Björn hat neben seinem freiwilligen Zölibat, es sich auf die Fahne geschrieben, die Truthühner, welche Außerirdische seien, zu befreien, bevor die Regierung sie zur Schlachtung in die Finger bekommt. Doch das kostet Geld… Ein Bankraub scheint die Lösung zu sein. Die Flucht mit einem klapprigen Transporter, eine zunächst überfüllte Truthuhnfarm und vieles mehr versprechen Abenteuer pur! Eine sehr skurrile Geschichte mit vielen Lachern, wenn man den Stil mag. Selbst die irrsinnigsten Aktionen haben ihre Berechtigung und kennt man in abgeschwächter, eher „normaler“ Form im normalen Leben. Lustig und skurril, aber trotzdem nicht zu abgedreht wird die Kritik an der Massentierhaltung gut in Szene gesetzt. Etwas Abzug gibt es für die ausgelassenen Möglichkeiten in Sachen Humor und die etwas überzeichneten Protagonisten Insgesamt freue mich aber auf Teil 2!.

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  • Leserunde zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    fhl_verlag_leipzig

    fhl_verlag_leipzig

    Jetzt mal keinen Krimi, keine Erzählung, nun etwas aus unserer Unterhaltungs-Ecke! Wer hat mal Lust auf was Lustiges? Wer möchte lachen? Oder liebt Unterhaltung, genau das richtige wenn es im Sommer regnet! Dann bewerbt euch um eins der 12 Leseexemplare vom ›Das Truthuhnparadies‹. Stephan Sareks Roman ›Das Truthuhnparadies‹ sprüht vor Witz, und in der Situationskomik sucht er seinen Meister.  Immer wieder bildet der Handlungsfluß Wirbel und Strudel, die die Leser in ihren Sog ziehen und ein Lachen herauskitzeln, das den Atem nimmt. Inhalt zum Buch: Endlich raus aus Paderborn! Maria ist frisch in Berlin. Als erstes stößt sie auf ihren neuen Nachbarn Björn, der sich unter dem Joch eines selbstauferlegten Zölibats quält und der Rettung der Truthühner verschrieben hat. Er hält die Tiere für Außerirdische, die im Auftrag der Regierung zu Hackfleischbällchen verarbeitet werden, damit in der Bevölkerung keine Panik ausbricht. Als Björn die Aliens aus einer Farm in Niedersachsen befreien will, überschlagen sich die Ereignisse. Maria hört im Radio, dass Heerscharen von Truthühnern die niedersächsischen Autobahnen blockieren. Da gibt es für sie kein Halten mehr: Sie reist Björn nach. »Stephan Sarek hat Fantasie, verwebt Skurriles mit Fantastischem, fügt Alltägliches bei, würzt mit Satire und bekennt sich zu einer ›gewissen Naivität‹.« (Frankfurter Rundschau) Und die 12 Testleser ... Wer gern dabei sein möchte, kann sich im Unterthema ›Bewerbung‹ bis zum 29. August um ein Leseexemplar bewerben. Aber bitte nur, wer Humor liebt! (es ist kein Alien-Buch, kein Liebes-Buch, und für Vegetarier geeignet!)

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    ferkel

    ferkel

    15. October 2012 um 11:37

    Die 22-jährige Maria ist endlich ihrer spießigen Heimat Paderborn entflohen und angekommen in ihrem neuen, aufregenden Leben in Berlin, der Hauptstadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Hier wohnt sie im gleichen Haus wie Björn, der von der Idee besessen ist, dass Truthühner eigentlich Außerirdische sind, die von der Regierung gefoltert werden. Für die beiden wird die Truthuhnbefreiung zu einem ungeahnten Abenteuer, nicht zuletzt weil Maria - die Lesbe - und Björn - der sich selbst das Zölibat auferlegt hat - ihre Lebenseinstellungen dabei mächtig hinterfragen müssen. „Das Truthuhnparadies“ ist eine spaßige Geschichte, die sich und ihre Protagonisten nicht allzu ernst nimmt. Der Klamauk ist so mit der Realität verwoben, dass man manchmal meint, genau so könnte es sein, und manchmal alles völlig abwegig scheint. Stephan Sarek schafft es allerdings sehr gut, die Handlung nicht gnadenlos übersteuern zu lassen. Auch das Skurrile hat seine Grenzen und findet sie hier unter anderem in gut platzierter Kritik der Massentierhaltung. Ich hatte mir allerdings mehr Lacher versprochen. Die Witze sind oftmals recht platt und aus der Situationskomik hätte man mehr herausholen können. Dass der Autor scheinbar das dringende Bedürfnis hatte, das Thema Schwangerschaft mehrmals im Roman unterzubringen, hat mich - auch vom Humor her - überhaupt nicht angesprochen. Die Charaktere sind so beschrieben, wie sich die Provinzler eben die durchgedrehten Großstädtler vorstellen. Trotzdem sind sie für meinen Geschmack überzeichnet und nicht unbedingt sympathisch. Etwas mehr ehrliche Tiefe statt oberflächlicher Humor hätte nicht geschadet. Oder noch mehr oberflächlicher Humor und weniger ehrliche Tiefe. Denn im Grunde ist mir dieses verrückte Buch zu wenig verrückt, um wirklich sehr gut sein zu können (wenn schon übertreiben, dann bitte richtig ohne zu viel Realitätsbezug!). Es ist zu normal in vielerlei Gesichtspunkten und bekommt von mir daher nur drei Sterne. Naja, in jedem Fall ist „Das Truthuhnparadies“ ein schräger Roman, der den Leser schmunzeln lässt.

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    LeseJulia

    LeseJulia

    14. October 2012 um 10:24

    Einfach anders...ein skurriles Buch Maria ist neu in Berlin. Der Provinzstadt Paderborn entflohen, erhofft sie sich in Berlin neue Impulse für ihr Leben... Diesen Impuls liefert Björn, der schräge Nachbar, der eine geheimnisvolle Mission hat. Er meint, Truthühner seien Außerirdische, die zur Vertuschung von der Regierung eingefangen und geschlachtet werden. Diese gilt es zu befreien. Doch für seine Mission braucht Björn Geld. Ein Bankraub, eine Flucht, eine holperige Fahrt mit einem Transporter, ein tierlieber Wachmann, eine übervolle Truthuhnfarm...diese Dinge sind nun Teil von Björns Leben. Und natürlich das selbstauferlegte Zölibat... Doch Maria bringt Björn aus dem Konzept und so kommt alles ein bissel anders als gedacht. Fazit Wer schräge Geschichten mag, ist hier goldrichtig. Als Leser muss man schmunzeln und ganz oft mit dem Kopf nicken...denn obwohl vieles total abwägig ist, steckt doch überall ein Fünkchen Realität drin. Wer sich auf diese abgefahrene Geschichte einlässt, der wird mit einem satirischen Kurzroman belohnt. Es war anders als ich erwartet habe und daher mal eine gelungen Abwechslung... Und wer wissen will, wie es mit Björn, Maria und den Truthühnern weitergeht, der sollte "African Tango" lesen.

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    anja_bauer

    anja_bauer

    18. September 2012 um 15:05

    Maria ist neu in Berlin, da sie der Provinzstadt Paderborn entflohen ist. In Berlin gefällt es ihr, alles ist anders und so neu. Dann lernt sie ihren Nachbarn Björn kennen. Er ist ein ganz abgedrehter und denkt Truthühner sind Auserirdische. Und diese will er vor der Hackfleischbällchenverarbeitung retten. Dafür würde er alles tun. Also überlegt er sich, eine Bank zu überfallen. Maria macht damit und geht in die Bank. Allerdings nicht um diese zu überfallen, sondern um ihr gespartes zu plündern. Dummerweise wird da die Bank tatsächlich überfallen und Maria als Geisel genommen. Doch die Bankräuber sind nicht gerade helle und lassen sie später einfach gehen. Dann ist es soweit und Björn ist auf dem Weg nach Niedersachsen. Dort passiert ihm ein Fehler und die Truthühner kommen wirklich frei. Als dann Maria im Radio hört, das Truthühner auf der Autobahn sind, reist sie Björn nach…. Dieser Roman ist skurril, er hat ein wenig Humor und ist überdreht. Aber das macht den Roman aus. Die Figuren kommen irgendwo gut rüber, denn ich glaube, in Berlin gibt es viele durchgedrehte Leute (und das nicht nur in Berlin). Aber auch Maria und der Wachmann Frank, der sich für einen ganz harten Burschen hält, sind gut beschrieben und dargestellt. Aber auch das Problem mit der Massen Tier Haltung wird hier gut beschrieben. Der Schreibstil ist schon manchmal etwas verworren und man muss genau lesen, um damit zu kommen. FAZIT. Wer auf skurrile Geschichten steht, ist hier genau richtig. Dadurch wird dieser Roman schon symphytisch. Vor alle, wie die Regierung mit dem Ausbruch von 25.000 Truthühnern umgeht, ist wie im wahren Leben. Erst mal verleugnen und dann sagen, es wird schon von ganz allein alles gut. Ich persönlich war nicht so begeistert von diesem Roman, da mir ein bisschen zu skurril war und mir etwas der Humor gefehlt hat. Oder ich habe ihn nicht verstanden. Mein Lieblingssatz in diesem Roman war: „Na, dann noch einen guten Trut“

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    18. September 2012 um 12:03

    Ein nicht ganz alltägliches Buch – diesen Eindruck hat man bereits schon, wenn man den ersten Blick auf das Buch wirft – nicht nur das Cover fällt auf, auch der Titel sticht aus der Masse der anderen Bücher hervor. Wer jetzt hinter dem Buch DAS TRUTHUHNPARADIES einen landwirtschaftlichen Ratgeber über die ökologische Haltung von Puten erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden. Wer jedoch ein außergewöhnliches (oder außerirdisches?) Buch sucht, sollte dieses literarische Werk genauer unter die Lupe nehmen. Das Cover: Das Titelfoto dieses Romans zeigt eine junge, blonde Frau von hinten, die ein T-Shirt und einen Minirock trägt, und die neben der Bretterwand einer Scheune stehend, die sie mit der Hand berührt, in den Abendhimmel (?) blickt. Doch am auffälligsten ist der Kopf einer Pute, der sich im Vordergrund befindet. Alles in allem wirkt das Gesamtbild sehr idyllisch und friedlich und passt hervorragend zur Thematik des Buches. Die Handlung: Maria Thanner, eine junge Frau Anfang Zwanzig ist gerade erst aus Paderborn nach Berlin gezogen. Kaum angekommen lernt sie ihren Nachbarn Björn Hook kennen. Björn macht auf Maria einen etwas sonderbaren Eindruck, glaubt er doch, dass Truthühner in Wirklichkeit Außerirdische seien, deren Existenz seitens der Regierung geheimgehalten werden soll, um eine Panik unter der Bevölkerung zu verhindern. Deshalb werden die Truthühner in Fabriken zu Hackfleischbällchen verarbeitet. Aber auch sonst wirkt Björn etwas seltsam auf Maria, hat der Vegetarier sich doch selbst ein Zölibat auferlegt. Doch glücklicherweise ist Maria lesbisch, so dass sie sich deshalb keine Gedanken machen muss. Eines Tages verschwindet Björn Richtung Niedersachsen, um die vermeintlichen „Außerirdischen“ zu befreien. Und kurz darauf folgt Maria Björn, dem selbsternannten Truthuhnbeauftragten, nach Niedersachsen... Meine Meinung: Die Handlung des Buches ist so richtig schön durchgeknallt, verrückt, skurril – wie immer man dies nennen möchte. Björn wirkt weltfremd und etwas chaotisch. So meint er doch tatsächlich, die seiner Meinung nach überschaubare Anzahl der Truthühner wären mittels eines gemieteten Kleintransporters zu befreien. Doch statt der fünfundsiebzig erwarteten „Aliens“ sind da plötzlich gleich ca. fünfundzwanzigtausend dieser Wesen. Maria fand ich ebenfalls etwas sonderbar, leicht hypochondrisch veranlagt, die hinter jedem Unwohlsein gleich eine (schlimme) Krankheit vermutet. Ihre Heimatstadt Paderborn hält sie eher für hinterwäldlerisch und so wirkt sie auf mich auch etwas naiv und wie ein „Landei“. Die „unbefleckte Empfängnis Marias“ gefiel mir sehr gut, bot sie doch viel Platz für Spekulationen und von der Thematik allemal passend für ein solches Buch. Die Wachmänner der Geflügelfarm fand ich sehr interessant dargestellt. Frank, einer der beiden, macht auf mich einen etwas überheblichen Eindruck. Er ist von sich und seinem Können völlig überzeugt, und wirkt aufgrund seiner Aufmachung etwas wie ein amerikanischer Cop. Der andere namens Gernot ist nicht besonders intelligent, aber doch mit dem Herzen am rechten Fleck, denn für die Truthühner empfindet er doch eine gehörige Portion Mitleid. Die Befreiungsaktion selbst fand ich sehr amüsant und gut beschrieben, ich hatte die Handlung so richtig vor Augen. Gefallen hat mir auch die Szene in der Pension. Hier gefiel mir vor allem die Art der Rezeptionistin Hanah. Eine meiner absoluten Lieblingsszenen jedoch ist der Banküberfall, bei dem ich so richtig lachen konnte, was zum einen an Marias Pippi-Langstrumpf-Verkleidung lag, zum anderen an der stümperhaften Tatausführung der echten Bankräuber. Nicht so toll fand ich die Afrika-Szene, die war einfach nicht so ganz mein Fall. Das Ende hätte meiner Meinung nach etwas ausführlicher sein können und es blieben einige Fragen, die ich mir als Leser gestellt hatte, offen. Da es allerdings eine Buchfortsetzung gibt, werden diese Dinge sicherlich im Folgeband geklärt werden, weshalb der Autor vielleicht einfach nicht zuviel über den Fortlauf der Handlung verraten wollte. Der Zeitpunkt der Handlung liegt wohl in den Neunzigern, aber ebenso könnte die Handlung auch in der Gegenwart spielen. Lediglich die Währung der DM verrät, dass die Handlung in der Vergangenheit stattfindet. Heutzutage würde Björn vielleicht doch eher das Internet zu Rate ziehen, damals war dies eben nicht der Fall, weshalb Björn auch etwas uninformiert wirkt, so z.B. bei der Anzahl der Truthühner. Wer ein etwas ungewöhnliches Buch sucht, das witzig, satirisch und skurril ist, dem empfehle ich dieses Buch. Leider ist es mit dem Preis von 11,95 Euro für ca. 180 Seiten nicht ganz günstig, dennoch empfehle ich dieses Buch gerne weiter. Meine Wertung für dieses unterhaltsame Buch, das leider einige wenige Schwächen aufwies: gute vier Sterne.

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    Jasmin88

    Jasmin88

    15. September 2012 um 12:59

    Covergestaltung: Das Cover spricht mich jetzt nicht übermäßig an. Ist für meinen Geschmack nichts Besonderes! In einer Buchhandlung würde es mir vermutlich nicht ins Auge stechen… Meine Meinung: Ein sehr ausgefallener Titel und eine total skurrile Story! Dieses Buch hat mich wirklich verwirrt. Ich war mir die ganze Zeit nicht sicher, ob es mir gefällt oder nicht. Einige Passagen, dieses doch recht kurzen Romans, ziehen sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge. Auch wenn es einige lustige Szenen in diesem Roman gibt, ist mir das unterm Strich einfach zu viel „Truthuhn“! Ich dachte mir häufig beim Lesen: dies ist einfach zu viel des Guten und daher verliert es leider an Witz. Außerdem kommt mir die Beziehung der zwei Protagonisten eindeutig zu kurz. Manche Passagen des Buches haben mir gefallen, andere hingegen fand ich einfach nur doof. Und das Ende hat mich einfach nur enttäuscht. Die Geschichte endet sehr abrupt, was ich schade finde. Allerdings muss man in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass es eine Fortsetzung gibt, die den Titel „African Tango – Das Truthuhnparadies Vol. 2“ trägt. Ob ich diese einmal lesen werde, steht jedoch noch nicht fest. Ich habe mir lange Gedanken über die Bewertung gemacht. Ich glaube, dass es sich um ein Buch handelt, welches sehr ungewöhnlich ist und daher polarisiert. Es ist mir persönlich nicht „Mainstream“ genug. Es ist ein Buch, das wahrscheinlich nur eine bestimmte Leserschaft anspricht, diese vermutlich aber sehr begeistern kann. Da es von meiner Seite doch einige Kritikpunkte gibt und mich der Roman durch das abrupte Ende leider nicht überzeugen konnte, vergebe ich nur 2 Sternchen!

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    PMelittaM

    PMelittaM

    15. September 2012 um 12:42

    Maria entflieht ihrem spießigen Elternhaus in der Provinz nach Berlin. Kaum in Berlin angekommen, lernt sie ihren Nachbarn Björn kennen. Björn ist der Meinung, dass Truthühner ,so hässlich wie sie sind, nur Außerirdische sein können. Als er von einer großen Truthuhnfarm in Norddeutschland hört, will er die Tiere/Außerirdischen dort unbedingt befreien. Und dann sind auf einmal 25.000 Truthühner unterwegs und sowohl die Politik als auch die Forschung haben so ihre Probleme damit. Die Geschichte wird abwechselnd (in jeweils einem langen und einem sehr kurzen Kapitel) aus zwei Perspektiven erzählt, aus der Marias in Ich-Form und aus der Björns in der dritten Person. Mir gefällt dabei erstere besser, denn während Björn einfach nur abgehoben ist, ist Maria vor allem naiv und gerade daraus ergeben sich mehr humorvolle Momente. Außerdem hat Björns langes Kapitel doch so einige Längen. Die Charaktere sind allesamt recht skurril und teilweise herrlich überzeichnet. Besonders gut haben mir die Politiker (sitzen wir es aus) und die Forscher (wir müssen eine Erklärung finden) gefallen. Björn blieb mir bis zum Schluss allerdings ziemlich blass, sein Denken und Handeln konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Das Ende kommt dann schnell und überraschend und lässt die eine oder andere Frage offen, die aber wohl im Folgeband „African Tango“ beantwortet werden. Insgesamt eine nette außergewöhnliche Geschichte mit skurrilen Gestalten, einigen humorvollen Momenten aber doch auch einigen Längen. Mich konnte die Geschichte nicht ganz überzeugen.

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    dorli

    dorli

    12. September 2012 um 13:43

    Kaum in Berlin angekommen, macht Maria Bekanntschaft mit ihrem Nachbarn Björn. Björn hat eine Mission: es gilt, als Truthühner getarnte Außerirdische zu befreien… Die ganze Geschichte wirkt auf den ersten Blick durch die wilden Aktionen und deren tollpatschige Ausführungen, den merkwürdigen Zufällen und vor allem durch die geballte Ladung komischer Gestalten recht übertrieben und verrückt. Trotzdem hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass mir der ein oder andere mit seinen zwar seltsamen, aber dennoch irgendwie liebenswerten Eigenarten in der Realität schon einmal begegnet wäre. Es hat mir großen Spaß gemacht, Maria und Björn bei ihren abenteuerlichen Unternehmungen zu begleiten. Von dem kuriosen Banküberfall über die erfolgreiche, wenn auch etwas anders als geplant verlaufende Befreiung der Truthühner bis hin zu den im Baum sitzenden Forschern und ihrer Entdeckung des „Über-Huhns“ hat mich die sonderbare Verkettung der Ereignisse mehr als einmal fasziniert. In diesem Buch steckt genau der skurrile Humor, den ich erwartet habe. Einfach herrlich. Mit seiner lockeren Schreibweise und den sympathischen Figuren bietet Stephan Sarek mit „Das Truthuhnparadies“ alle Voraussetzungen für einen amüsanten, kurzweiligen Lesenachmittag.

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    Linny

    Linny

    10. September 2012 um 09:15

    Das Truthuhnparadies Maria hat die Nase voll von Paderborn. Ab in die Großstadt, Berlin hier bin ich. Doch weit gefehlt. Marie muss erkennen Berlin hat nicht auf sie gewartet. Aber sie läst sich nicht unterkriegen. Sie lernt Björn kennen ihren Nachbarn. Auf den ersten Blick ganz nett, aber irgendwie auch ein wenig abgedreht. Björn steht auf Truthühner und ihre Rettung. Marie wird in so manche unfreiwillige Situation hinein gezogen. Ein heitere Roman der das Großstadtleben nicht ganz so ernst nimmt und eine Tierliebe mit komischen Momenten.

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    CarmenM

    CarmenM

    09. September 2012 um 13:02

    Maria zieht von ihrem Elternhaus in Paderborn in ihre eigene Wohnung nach Berlin. Björn wohnt über ihr und scheint etwas durchgeknallt zu sein. Er denkt, dass Truthühner Außerirdische sind, welche die Regierung zu Fleisch verarbeiten läßt. Er sieht es als seine Pflicht , die Truthühner zu retten und Maria schlittert in alle Aktionen mit hinein. Man muss schon einen Sinn für schrägen Humor haben, um das Buch zu mögen. Obwohl einiges sehr realistisch beschrieben ist, ist es doch zu fantastisch und skuril um es ernst zu nehmen. Ich fand die ganze Geschichte sehr lustig und habe mich besonders über die Naivität der Charaktere sehr amüsiert. Teilweise habe ich geschwankt zwischen geniale Idee und einfach nur doof. Tatsache ist, wenn man sich so ein häßliches Truthuhn mal ansieht, könnte man es wirklich für einen Außerirdischen halten. :)

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    Solifera

    Solifera

    08. September 2012 um 17:57

    Truthuhnparadies ... komischer Titel? Und eine noch komischere und skurilerer Geschichte, als man sich vorstellen kann. Maria ist jung und gerade von Paderborn in die Weltstadt Berlin gezogen. Sie ist noch dabei, sich zurecht zu finden und einzuleben, da lernt sie Björn kennen. Ein seltsamer Kauz, mit selbst auferlegtem Zölibat, der Truthühner für Außerirdische hält. Die beiden sind sich dennoch sympathisch. Und das obwohl Maria sich ja eigentlich nur für Frauen interessiert. Naja eigentlich ist relativ. Schließlich stellt ihr Arzt bei einer Untersuchung fest: Sie ist schwanger. ... Obs am Namen liegt? Unbefleckte Empfängnis und so? Björn wird die Nummer mit Maria zu heiß, er flüchtet. Will auf einer Farm eine Truthuhnbefreiungsaktion starten. Maria bleibt traurig in Berlin zurück.v Wie wird das ganze ausgehen? Ein irrer Roadtrip mit - meines Erachtens - komplett durchgeknallten, aber liebenswerten Charakteren nimmt seinen Lauf... und es gibt sogar noch eine Fortsetzung (erscheint im Oktober 2012). Ein lockerleichter Roman , der sehr abgedreht ist, aber total Spaß machen kann ,wenn man sich drauf einlässt. Mir hat es gefallen!

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    Kiwi-Lena

    Kiwi-Lena

    07. September 2012 um 07:58

    Aneinander vorbei und doch nicht ohne einander. Maria ist soeben erst nach Berlin in ihre erste eigene Wohnung gezogen. Doch schon scheint es ihr im Zölibat lebender Nachbar Björn auf sie abgesehen zu haben. Jedenfalls wartet er im Hausflur verschwörerisch auf sie und überfällt sie mit absurden Theorien zu Truthühnern, die in Wahrheit Außerirdische wären. Als hätte Marias Mutter sie vor ihrer Abreise aus Paderborn nicht vor den Verrücktheiten der Großstadt gewarnt. Nichtsdestotrotz lässt sich Maria auf Björns Gespinste ein, denn schnell merkt sie, dass er ein verträumter Tierschützer ist. Doch weshalb möchte er dann eine Bank überfallen? Und was hat es mit der dieser geplanten Befreiungsaktion von 75 Truthühnern auf sich? Als hätte Maria selbst nicht ein eigenes Problem, für das dringend eine Erklärung und Lösung her müssen. "DasTruthuhnparadies" ist ein Roman, der sich durch Kuriosität, Witz und charmantes Chaos auszeichnet und dabei die ernsthafte Problematik der Massentierhaltung zur Nahrungsmittelerzeugung tangiert. Liebenswürdig verschroben gestaltete Charaktere treffen aufeinander. Stephan Sarek kombiniert auf gelungene Weise ehrliche Ambitionen, neue Perspektiven und spontane Bauchentscheidungen miteinander, woraus ein vielschichtiges und vor allem amüsantes Potpourri aus Anekdoten entsteht. Akzentuiert werden Politik und Tierschutz, Pseudowissenschaft und Großstadtflair mit dem gewissen Augenzwinkern zu einer dynamischen Handlung verwoben. Der lockere Sprachstil, die Gutgläubigkeit und Ahnungslosigkeit der Figuren sowie eine ausgeprägte Situationskomik sorgen für beste Unterhaltung beim Lesen. Alles in allem ein Buch, das die Liebe zu Truthühnern auf eine besonders spritzige Weise hervorhebt und durch liebenswerte Charaktere glänzt.

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  • Rezension zu "Das Truthuhnparadies" von Stephan Sarek

    Das Truthuhnparadies
    sofie

    sofie

    06. September 2012 um 18:14

    Maria will raus aus der Provinz und rein in die Großstadt und zieht deswegen von Paderborn nach Berlin. Was sie dort will, weiß sie selbst noch nicht so richtig, auf jeden Fall irgendetwas Aufregendes und Verrücktes erleben. Da passt es großartig, dass ihr Nachbar, Björn, der Meinung ist, Truthühner wären eigentlich Außerirdische, die von der Regierung verheimlicht werden. Als er zwanzigtausend von ihnen mitten in Niedersachsen freilässt, gibt es für Maria kein Halten mehr – sie reist ihm nach und das Abenteuer beginnt. Der Roman ist äußerst skurril, aber auf eine gute Art und Weise. Er lebt von seinen überspitzten, aber liebenswürdigen Figuren. Allen voran natürlich der naive Björn, der genau wie Maria versucht der Provinz zu entfliehen. Daneben gibt es unter anderen noch den Wachmann Frank, der sich für einen amerikanischen Cop hält, den Wirtschaftsminister Pfefferberg, der mit einem grünen Politiker niemals gemeinsam Leberwurstsemmel isst und Hanah, eine Feministin und Tierschützerin, die in einer Jugendherberge arbeitet. Alles in allem eine sehr lustige Kombination. Die Erzählperspektive wechselt zwischen der Sicht Marias und einem Erzähler, was etwas merkwürdig ist. Schöner wäre gewesen, wenn eine einheitliche Erzählsicht beibehalten worden wäre, besonders da sie nur für ein Kapitel wechselt. Das Ende kam dann auch ein bisschen abrupt, auch das hätte meiner Meinung nach gern noch etwas länger sein können. So bleiben doch einige Sachen offen, die aber vielleicht im zweiten Teil geklärt werden. Insgesamt ist „Das Truthuhnparadies“ eine nette Lektüre für zwischendurch und schon allein deshalb witzig, weil Truthühner einfach lustige Tiere sind. Zum Abschluss noch mein Lieblingszitat: „Vielleicht sollten wir den Bundeskanzler informieren.“

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