Stephan Schuhmacher

 3.8 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Das Tibetische Totenbuch, Zen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Stephan Schuhmacher

Stephan Schuhmacher studierte Soziologie, Psychologie, Japanologie und Sinologie. Er wurde 20 Jahre im Zen geschult, darunter fünf Jahre in Kamakura, Japan. Nach seiner Arbeit als Lektor und Programmleiter zog er nach Südwestfrankreich und gründete das Redaktionsbüro und internationale Netzwerk ENSO Publishing. Er ist als Verlagsberater, Herausgeber sowie Übersetzer und Autor tätig.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Stephan Schuhmacher

Cover des Buches Das Tibetische Totenbuch (ISBN:9783442337743)

Das Tibetische Totenbuch

 (7)
Erschienen am 29.09.2008
Cover des Buches Zen (ISBN:9783720521925)

Zen

 (5)
Erschienen am 01.03.2001
Cover des Buches Chinesische Weisheiten (ISBN:9783423341240)

Chinesische Weisheiten

 (0)
Erschienen am 01.09.2004
Cover des Buches Zen (ISBN:9783466346165)

Zen

 (0)
Erschienen am 27.07.2015

Neue Rezensionen zu Stephan Schuhmacher

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Rezension zu "Zen" von Stephan Schuhmacher

Es gibt nichts, das zu übermitteln wäre. Oder doch?
R_Mantheyvor 4 Jahren

Dieses unscheinbare kleine Büchlein erzählt und erläutert uns in lockerem Stil die Geschichte des Chan-Buddhismus von seiner Entstehung bis zu seiner Blütezeit. Deshalb müsste es eigentlich "Chan" heißen, aber dann würde es wahrscheinlich keiner kaufen. Für uns ist (das japanische) Zen der mystische Begriff, hinter dem wir Antworten auf uns quälende Fragen nach dem Sinn des Lebens, innerem Frieden und wahrem Glück vermuten. Niemand kann uns befriedigend erklären, was Zen eigentlich ist. Und wenn wir einem Zen-Meister unsere Sinn-Fragen stellen würden, dann erhielten wir wahrscheinlich gar keine oder verwirrende Antworten. Finden wir Antworten in diesem Buch? Natürlich nicht, denn schon Meister Huineng sprach: "Es gibt nichts, das zu übermitteln wäre. Es kommt nur auf die Einsicht in das eigene Wesen an."

Aber wir können durch das Lesen und Überdenken des Textes eine Menge lernen. Zum Beispiel, was Chan-Buddhismus ist. Ziel aller Jünger dieser Schule ist die (plötzliche) Erleuchtung, das Loslösen vom "Jedermanns-Bewußtsein" mit seiner dualistischen Denkweise. Weiter kann man diesen Vorgang nicht erklären, denn wir befinden uns in einer paradoxen Lage. Das Loslösen von der Welt der einschränkenden Begriffe und Kategorien und das Verstehen, dass dies intellektuelle Erfindungen sind, die die Wirklichkeit nur sehr bedingt reflektieren, kann nicht durch eine Sprache erläutert werden, die auf der dualistischen (gegenüberstellenden) Sicht der Welt beruht. "Das Unnennbare ist das ewig Wirkliche. Das Benennen ist der Ursprung aller Einzeldinge.", schreibt Laotse im ersten Vers des Tao Te King. Und so kommt es, dass man auf dem Weg zur Erleuchtung sein will, das Ziel aber erst verstehen kann, wenn man es erreicht hat. Vielleicht macht das aber gerade die Attraktivität des Zen insbesondere für die Menschen des Westen aus. Man kann fröhlich in sein Zen hineinprojezieren, was man sich darunter vorstellt.

Nach der hervorragend geschriebenen und ebenso gut kommentierten Geschichte des Chan-Buddhismus kommt der Autor im letzten Kapitel ("Nachspiel oder Zen im Westen") treffsicher auf genau diesen Punkt. Er schreibt: "So gibt es denn heute Business-Zen, Therapie-Zen, Krieger-Zen, Wellness-Zen, christliches Zen, sozial engagiertes Zen, Ökologie-Zen, feministisches Zen, Schwulen-Zen, Lesben-Zen, Street-Zen, Gefängnis-Zen, Konzentrationslager-Zen, Dies-und-Das-Zen und alle möglichen >Zen-Künste<. Nur das >Zen in der Kunst des Nasenbohrens< hat bisher noch niemand propagiert."

Viele von uns verbinden Zen mit irgendwelchen Sekundärzielen, zum Beispiel "einer gute Sache" oder einem beruflichen oder privatem Ziel. Dazu schreibt der Autor: "Das Engagement für eine >gute Sache< kann sich ... zu einem der geschicktesten Schachzüge unseres gefährlichsten Gegners - unserer selbst - werden und uns erlauben, dem letzten, dem entscheidenden Opfer (nämlich uns selbst) aus dem Weg zu gehen, weil wir doch meinen, schon längst ein sooo spirituelles Leben zu führen."

Ich habe durch dieses dünne Büchlein mehr gelernt als durch alle Zen-Bücher, die ich zuvor gelesen habe. Es ist eben wie mit der Erleuchtung - es trifft einen unerwartet und schon gar nicht da, wo wir es vermutet hatten.

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Rezension zu "Das Tibetische Totenbuch" von Stephan Schuhmacher

Rezension zu "Das Tibetische Totenbuch" von Graham Coleman
Petra44vor 9 Jahren

In diesem Buch wird der Sterbevorgang und das Leben zwischen Tod und Wiedergeburt aus der Sicht des Buddhismus erklärt und weitläufig geschildert. Das "Totenbuch" ist anders als man es erwartet, wenn man den Titel liest. Es ist ein Ratgeber für das Leben. In Tibet hat man seit vielen Jahrhunderten erforscht, wie die Art und Weise, in der uns die Wirklichkeit erscheint, von unserem eigenen Denken und Fühlen abhängig ist. Weil man dabei ohne irgendwelche Voraussetzungen vorgegangen ist, können wir auch heute etwas mit den Ergebnissen anfangen. Es ist eine hervorragende Einführung in den tibetischen Buddhismus.

Das ist ein Buch für Menschen, die den richtigen Weg finden wollen!
Es gibt eine klare Antwort auf die Fragen des Lebens!
Es beschreibt die 5 Formen des Daseins!
dieses Buch ist ein muß für alle, die sich mit den Fragen des Lebens beschäftigen! Einfach Spitze!!!!!

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