Stephan Serin Föhn mich nicht zu

(93)

Lovelybooks Bewertung

  • 83 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 3 Leser
  • 17 Rezensionen
(9)
(21)
(41)
(14)
(8)

Inhaltsangabe zu „Föhn mich nicht zu“ von Stephan Serin

Die Leiden eines jungen Lehrers-Intelligent, ironisch, witzig!

'Um permanentes Chaos im Klassenraum zu vermeiden, muss den Schülern von der ersten Minute an klar sein, wer im Unterricht der Boss ist. In meiner siebten Klasse war das Murat. Aber danach kam gleich ich, denn ich war mit Murat befreundet.'

Liebevoll mal als 'Bonsai', mal als 'Nabelküsser' bezeichnet, versucht Stephan Serin vor seiner Klasse zu bestehen. In amüsanten Geschichten erzählt er von den täglichen Windmühlenkämpfen, seinen Schülern etwas beizubringen, und beschreibt den ganz normalen Wahnsinn in deutschen Klassenzimmern - mit viel Sprachwitz und Selbstironie.

ein Flop....

— KleinerVampir

Ein weiteres witzloses Buch über den Schulalltag eines völlig überforderten Lehrers, der lieber gar kein Lehrer wäre.

— Nine_im_Wahn

Der Lehrer wird als unsicher, der Schüler als dumm und faul hingestellt - eine Verallgemeinerung die ich nicht teilen kann und will!

— dieFlo

Stöbern in Humor

Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag!

Wer ein kurzweiliges, amüsantes Buch über die Spezies 'Helikopter-Eltern' sucht, ist hier genau richtig! Sehr witzig!

portobello13

Traumprinz

Wer leichte Kost, nette Unterhaltung, Witz, Liebe und ein HappyEnd sucht, ist hier genau richtig. Ich fand es super!

ErleseneBuecher

Sei ein Einhorn!

Ein gute Laune Buch, welches zum Verschenken optimal geeignet ist. Gerne vergebe ich eine Kaufempfehlung!

MelE

Manche mögen's steil

Schöne Geschichte, aber mit nerviger Protagonistin!

Tine_1980

Die unterschätzte Kunst des Scheiterns und weitere Mysterien im Leben von Menschen und anderen Kleintieren

Teils amüsante Fabeln, die zum Nachdenken anregen. Besonders gefallen hat mir die letzte Kurzgeschichte ;-)

katthi

Pinguine sind kitzlig, Bienen schlafen nie, und keiner schwimmt so langsam wie das Seepferdchen

Sehr süße Illustrationen mit durchaus interessanten Fun Facts. Gut geeignet als Geschenk.

Narr

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • der Titel ist Programm

    Föhn mich nicht zu

    itwt69

    25. March 2017 um 13:31

    Das Buch sollte wohl eine witzige Aufarbeitung der Referendarzeit des Verfassers sein - für mich fern jeglicher Realität. Wenn es sich tatsächlich um Fakten handelt sollte, dann scheint mir wirklich alles zu spät in unserem Bildungssystem. Oder wie kann man sich erklären, dass es Jugendliche, die "weder richtig lesen noch schreiben können" es bis in die Klassenstufen 8-11 schaffen, und das an einem Gymnasium (!!!) ? Die Verhaltensweisen mancher Referendare oder gar Lehrer lassen einem die Haare zu Berge stehen. Selbst wenn es sich um einen Roman handeln sollte, bewerte ich das Ganze mit Thema verfehlt - 6. Die wenigen interessanten Informationen über den steinigen Weg in das Lehramt bewahren mich davor, noch mehr Sterne abzuziehen - dennoch: verlorene Lesezeit.

    Mehr
  • Föhn mich nicht zu

    Föhn mich nicht zu

    KleinerVampir

    Wie man schon am Erscheinungsbild meiner Rezension sehen kann, unterscheidet sie sich von meinen anderen Rezensionen. Ich muß ehrlich zugeben: "Ich föhn dich zu" habe ich nach 1/3 abgebrochen, es war einfach nicht mehr auszuhalten. Erwartet habe ich von diesem Buch ein lustiges Zusammenspiel aus der Beschreibung des Lebens eines Lehramts-Referendars gepaart mit Schülerstreichen und witzigen Schul-Anekdoten. Leider kann das Buch keine dieser Erwartungen auch nur ansatzweise erfüllen. Ein langatmiges Gejammere, wie schlecht es doch ist, Referendar zu sein, wie dumm und flach die Schüler (wohlgemerkt: der Autor beschreibt die Situation an einem Berliner Gymnasium!) und wie unkollegial und blöd die Kollegen sind. Kein Schülerstreich, keine humorvolle Geschichten über den Alltag an der Schule. Einfach nur gähnende Langeweile und nichtssagendes Geblubber! Brauchen wir das? Ich frage mich bewusst: Hat sich der Erzähler den Lehrerberuf nicht selbst ausgesucht? Fazit: ein absoluter Flop.....

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    Nine_im_Wahn

    16. September 2013 um 15:44

    In diesem Buch erzählt Stephan Serin von seiner Zeit als Referendar an einer Berliner Schule, seinem Kampf mit bildungsfernen Schülern und wie er versuchte sich um alles zu drücken. Denn genau so erschien es mir meist. Er schrieb davon, wie er um bestimmte Sachen herumkommen könnte und man hatte eigentlich den Eindruck – der will doch gar kein Lehrer sein! Da frage ich mich, warum um Herrgottsnamen er das überhaupt anstrebt. Das Buch von Stephan Serin hat mich überhaupt nicht vom Hocker gehauen... Nicht eine Sekunde lang. Man kann seinem Schreibstil zwar gut folgen und er hat eine angenehme Erzählweise, aber der gesamte Inhalt macht das zunichte. Er bevorzugt Schüler, die er fördern muss, die Namen der "Streber" merkt er sich einfach mal nicht und würde denen gerne mal ein paar schlechte Noten reindrücken und selbst versucht er so jung wie möglich zu erscheinen, um mit seinen coolen Schülern befreundet zu sein. Der Witz blieb mir auch komplett verborgen. Okay, ein oder zwei Stellen waren recht amüsant und ich musste lächeln, aber ich kann mich schon jetzt nicht mehr an genaue Szenen erinnern. Das spricht nicht unbedingt für dieses Buch. Der Sinn der kleinen Gesprächsfetzen aus dem Lehrerzimmer und mit seiner Freundin an jedem Kapitelende ist mir auch vollends verborgen geblieben. Sollten die lustig sein?? Fazit: Ein weiteres witzloses Buch über den Schulalltag eines völlig überforderten Lehrers, der lieber gar kein Lehrer wäre.

    Mehr
  • Es ist fragwürdig

    Föhn mich nicht zu

    dieFlo

    10. April 2013 um 07:49

    Ich bin ein wenig ratlos, was ich euch über das Buch sagen soll. Es stellt Referendare in ein noch schlechteres Licht, denn sie sind nun mal unsicher und es ist kein schönes Gefühl, aber noch schlimmer ist für mich, dass es den Schüler als absolut faul und dumm hinstellt. Ich weiß, wovon ich rede und bitte, es gibt an jeder Schule auch mal ein schwarzes Schaf - aber nur dumme, kaum deutsch sprechende Schüler? Ich wohne ja nicht in Berlin,... aber brauchen wir dieses Buch? Es war ja vielleicht als witzig angedacht und am Anfang habe ich noch daran geglaubt, je weiter ich aber fortschritt, desto mehr Zweifel kamen und ja ich gebe zu, es ist das erste Buch, wo ich erstens froh war, dass es nicht mehr Seiten hat und zweitens ein paar Stellen echt überfliegen musste.

    Mehr
  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    VioSch

    31. March 2012 um 13:47

    Referendare, jeder kennt sie und jeder weiß wie sein können. Ängstlich und unsicher das haben die meisten im Kopf - Referendare sind der beste Beweis das man als Lehrer "heranwachsen" muss. Auch dieses Buch beweist es. Stephan Serin nimmt uns mit in ein Gymnasium welches in Berlin-Mitte liegt, in deutsche Klassenzimmer wo mehr Ausländer sind und die Schüler kaum einen vollständigen, fehlerfreien Satz in Deutsch aussprechen können, Lehrer die ihre eigenen Ticks haben und sich auf ihre Art mehr oder weniger mit ihrer Situation und der der Schule abgefunden hatten und in die wohl grausamste Zeit des Lehrerberufes - dem Referendariat. Der Autor erzählt mit eigenem Humor und leichten Sarkasmus wie er das Referendariat mit all seinen Hürden überlebt. Denn von Schüler und Schülerinnen die nur dort sitzen, weil sie wohl annähernd Deutsch können und Senatoren die scheinbar nicht wollen, dass, der von Schülern bezeichnete, "Bonsai" sein Referendariat überlebt umgeben, ist es nicht immer leicht, außerdem auch noch für seine Freundin weiterhin da zu sein, während man für Prüfungen büffeln und neue Pläne schmieden muss wie man seinen Klassen wenigstens etwas beibringt, scheint immer wieder eine zu hohe Hürde zu sein. Ich empfinde das Buch für eine gute Unterhaltung und ich liebe diese ironische Selbstzeichnung des Autors und wie das Leben in Berlin-Mitte überzogen(?) dargestellt wird. Daher sollte man diese Art von Humor auch mögen und sich nicht durch das Buch durchquälen nur um ein bisschen Referendarleben kennenzulernen. Es kommt trotz all der Ironie nahe an das Leben heran, so empfinde ich es, und hatte mit Hilfe des Buches auch einen kleinen Einblick in das Leben von Referndaren und Lehrern. Wie der Zufall es wollte erfuhr meine Klasse, nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, das wir bald eine Referandarin als Lehrerin haben werden, und was will ich sagen... Sie tat mir jetzt schon leid.

    Mehr
  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    fcbfrosch

    05. February 2012 um 19:14

    Inhalt (Klappentext) «Hast du U-Bahn?»«Hab Bus!»«Binisch auch Bus.»In der ersten Zeit stellte ich mir oft die Frage, welche Gespräche man hörte, wenn man nicht wie ich auf einem Gymnasium unterrichtete. Äußerungen in der Pause waren das eine, in den Unterrichtsstunden machte ich jedoch keine anderen Erfahrungen.«Cemal! Erläutere mir doch bitte mal, wie der Humanismus dazu beitrug, dass die Europäer damals unbekannte Regionen und Kontinente entdeckten!» «Kolumbus.» «Cemal, bitte antworte im ganzen Satz!» «Wegen Kolumbus.» «Das ist noch kein ganzer Satz.» «Doch!» «Nein, da liegst du falsch.» Über diese Streitfrage in der Klasse abzustimmen, hätte Cemal zu einem Kantersieg verholfen, weshalb ich auf solche plebiszitären Elemente verzichtete und lieber fortfuhr, ihn zu triezen … Meine Bewertung: Der Bericht eines Gymnasiallehrers in Berlin Mitte über seine tagtäglichen Erfahrungen – das klingt auf jeden Fall nach Unterhaltung. Noch dazu handelt es sich um die Berichte eines angehenden Lehrers, der sich erst im Referendariat befindet. Neben den Schwierigkeiten eines gestandenen Pädagogen sieht er sich zugleich konfrontiert mit dem Einfinden in einer Rolle, welche vor allem lange Nächte voller Unterrichtsvorbereitung, Stress und dem Durchsetzen seiner Autorität in einer Schülerschaft verspricht, die größtenteils von Migrationserfahrenen erster oder weiterer Generationen besetzt ist. Wie man sich vorstellen kann, sind die Lehrbedingungen also nicht die besten – bestimmt aber auch nicht die Schwierigsten, wenn man bedenkt, dass es sich immerhin noch um ein Gymnasium handelt. Über all diese ersten Erfahrungen und Probleme, die auf den Autor während seines Referendariats zukamen, berichtet er in diesem Buch auf sehr ironische und witzige Weise. Er schneidet nicht nur an, was er im Klassenzimmer alles zu hören und sehen bekommt, sondern auch, was die arbeitsintensive Zeit als Referendar im privaten Bereich mit sich bringt – Kontakt zu Freunden oder die Ausgestaltung seiner Liebesbeziehung. Und natürlich wird auch das Verhalten erfahrener Lehrer, die schon “abgehärtet” sind, thematisiert, zum Beispiel in Bezug zur Bereitschaft für Hospitation oder bei dem Umgang mit “Problemschülern”. So viel Humor, wie in diesem Buch auch stecken mag – ich kann mir gut vorstellen, dass zu den wirklichen Zuständen in Großstadt-Schulen nicht viel Fantasie aufgewendet werden muss. Und das ist doch sehr erschreckend. Der Schreibstil von Serin ist sehr angenehm und schnell lesbar – ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Es steckt sehr viel Ironie und Humor in den Zeilen, sollte man zumindest hoffen. Man bekommt einen guten Überblick über die “Niederungen deutscher Klassenzimmer” und das auf eine sehr unterhaltsame Art. Jedes Kapitel wird abgerundet durch einen typischen Dialog – sei es mit der Freundin, Schülern, Lehrerkollegen oder anderen Referendaren. Auch finden sich zur Auflockerung einige Illustrationen. Allerdings muss ich als Kritik anbringen, dass Serin sich selbst doch ziemlich durch den Kakao zieht und sich stellenweise als Person karikiert, die manchmal unverständlich und besonders oft als Lachnummer agiert. Man merkt dem Buch an, dass es eigentlich nur zur Unterhaltung dient. Leider verschenkt er damit das Potential, was das Thema bietet, nämlich wie es um unsere Bildungs- und Migrationspolitik bestellt ist. Ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit und etwas weniger lächerliche Übertreibungen hätten dem Buch gut getan. Mein Fazit: Für einen entspannten Lesesonntag eignet sich das Buch auf jeden Fall. Auf lustige Art wird über die eigentlich angsteinflößenden Zustände an einer – sicher einer von vielen – Schule berichtet. Wer selbst Referendar ist oder mal war, wird sich an vielen Stellen selbst wiederentdecken. Wer ein Referendariat anstrebt, sollte durch das Buch gewarnt sein. Wie viel Witz auch immer enthalten war, an der ein oder anderen Stelle fand ich es doch ein bisschen zu albern. Gleichzeitig hätte ein bisschen Schärfe und Kritik an diesen Zuständen nicht geschadet. So bleibt es ein oberflächliches, aber sehr unterhaltsames Leseerlebnis.

    Mehr
  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    michella propella

    03. December 2011 um 12:54

    so richtig verstehen wird man das buch vielleicht nur als referendar - in der gleichen ausnahmesituation. denn dann weiß man auch wann herr serin seinen speziellen humor auspackt, wann er übertreibt, überspitzt, polemisiert oder einfach auch ein bisschen flunkert. dass seine anzüglichen beispiele und witze teils ihren humor verlieren oder auch gefährlich oberflächlich werden, mag man dem autor ankreiden, schlussendlich stellt es doch aber nur EINE facette der lehrerausbildung dar und führt mit leichter sprache anschaulich vor augen, wie absurd dies manchmal sein kann. fazit: bitte nicht allzu ernst nehmen oder überbewerten!

    Mehr
  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    mabuerele

    Ein Referendar erzählt aus dem Schulalltag. Tut mir leid, aber ich kann das Buch nicht weiterempfehlen. Den Anfang fand ich ja noch begrenzt lustig, von Seite zu Seite wurde es aber zunehmend peinlich. Natürlich kann man die Vorgänge in der Schule mit spitzer Feder karikieren, aber bitte nicht so!

    • 3

    michella propella

    03. December 2011 um 12:46
  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    erdbeerliebe.

    21. November 2011 um 15:33

    "Die Leiden eines (jungen) Referendars" trifft es schon ganz gut. Stephan Serin nimmt Berliner Klassenzimmer geziehlt und überspitzt ironisch aufs Korn. Auch wenn mich die Sprache der noch jüngeren Menschen als ihm faszinierten und erschracken zugleich, mochte ich doch seine Art von leeren Französischräumen und psychologisch feinfühligen Lehrern zu berichten sehr. Keine Lektüre für jedermann, wie ich anhand der teilweise doch recht schlechten Rezensionen unter mir sehe, aber doch für sarkastisch humorige wie mich. Empfehlenswert!

    Mehr
  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    Arethelya

    27. May 2011 um 08:12

    "Cemal! Erläutere mir bitte, wie der Humanismus dazu beitrug, dass die Europäer damals unbekannte Regionen und Kontinente entdeckten." "Kolumbus." "Cemal, antworte bitte im ganzen Satz!" "Wegen Kolumbus." "Das ist kein ganzer Satz, Cemal." "Doch!" "Nein, da liegst du falsch." Über diese Streitfrage in der Klasse abzustimmen, hätte Cemal zu einem Kantersieg verholfen, weshalb ich auf solche plebiszitären Elemente verzichtete und lieber fortfuhr, ihn zu triezen. Rowohlt Taschenbuch Verlag, 4. Aufl. Sept. 2010, S. 27f. Ein junger Referendar an einem Berliner Gymnasium, der seinen Lehralltag zu gestalten versucht. Mit Witz, Ironie und Intelligenz nimmt er sowohl Schüler, Lehrer, Direktoren, Seminarleiter und das ganze Schulsystem Hopps. Leider konnte mich das Buch nicht gänzlich überzeugen, auch wenn ich starke vier Sterne gegeben habe. Viele Situationen sind wirklich intelligent und witzig beschrieben (man kann immer wieder über die Paranoia und Dummheit von Serin lachen), wirken aber an einigen Stellen viel zu stark überspitzt, als dass sie real sein können. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Lehrer einem Schüler, der bei einer Frage nach Luthers Tod mit 1789 antwortet, eine drei gibt, nur weil er Angst vor dem entsprechenden Schüler hat. Andererseits gab es viele Momente, bei denen ich dachte, dass es durchaus real sein könnte. Seine Angst vor den einzelnen Lehrproben, die rudimentären Sprachkenntnisse der jetzigen Schüler, die Alteingesessenheit einiger Lehrer und die Maroden die alle Parteien sonst noch besitzen. Ich habe das Buch meinem Vater, einem Gymnasiallehrer in Geschichte, zu lesen gegeben und er konnte wirklich darüber lachen, da er sehr viele Situationen wiedererkannt hat. Vielleicht ist das Buch nicht direkt etwas für Referendaren, sondern für Lehrer mit ein paar Jahren Berufserfahrung. Dennoch hat es mir recht gut gefallen, denn Serin besitzt einen wirklich tollen Schreibstil, wodurch das Buch schnell gelesen ist. Sehr ironisch und sehr intelligent. Man merkt anhand seiner Beschreibungen, dass sein Allgemeinwissen und seine Sprachkenntnis viel entwickelter sind, als er sich in dem Buch selbst darstellt. Einziges, was mich wirklich genervt hat, war sein ständiger Verweis darauf, dass er DDR-Kind ist und dementsprechend bestimmte Dinge nicht kann oder darauf Wert legt. Ich hatte es schon nach den ersten beiden Beispielen verstanden. Und vielleicht war sein angebliches Technikunverständnis auch etwas übertrieben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Referendar im Jahr 2006, der gerade mal etwas über 20 ist, keine Ahnung von einem VHS-Player hat. Bedingt empfehlenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    horrorbiene

    23. February 2011 um 11:09

    Ich habe mich riesig gefreut, als ich das Buch geschenkt bekam und habe auch sofort angefangen zu lesen. Da ich mich selbst gerade im Referendariat befinde, habe ich mir von diesem Buch einiges erhofft. Neben Geschichten, die mir zeigen, dass andere auch nicht mehr wissen als ich und es anderswo ebenso schwierig ist den Spagat zwischen Schule und Seminar hinzubekommen und nebenbei noch guten Unterricht zu planen und umzusetzen, habe ich mir vor allem erhofft durch Ironie und einiges an Humor bestens unterhalten zu werden. Der Klappentext hat einiges zur Vorfreude beigetragen. Doch schon bald stellte sich heraus, dass das Buch alles andere als lustig ist. Die Dinge, die Stephan Serin in seinem Buch beschreibt sind dermaßen unrealistisch, dass ich schnell versucht habe, das Buch unter dem Aspekt Satire zu betrachten. Doch ich finde auch eine Satire ist dieses Buch beim besten Willen nicht. Wer solch ein Buch schreibt ist schlichtweg unreif. Am besten belege ich dies mit einem Beispiel: Herr Serin war als Schüler ein Schleimer, Streber und Einzelgänger und stand daher bei seinen Mitschülern nicht hoch im Kurs. Die logische Konsequenz für ihn ist daher in der Schule die Streber vor diesem Schicksal zu bewahren, indem er ihnen am liebsten schlechte Noten für gute Leistungen geben wollte mit der Begründung durch diese Enttäuschung etwas für das Leben zu lernen. Da er jedoch bestenfalls eine 2 aus einer 1 machen konnte, hat er einfach die Noten für das Sozialverhalten drastisch herabgesetzt. Begründung: Er sei nicht im Stande sich an den schlechten Standart der Klasse anzupassen. Ich finde, wer bereits solche Ideen formuliert ist gänzlich falsch im Lehrerberuf. Solche Szenen gibt es zu Hauf in Föhn mich nicht zu. Eine Szene ist unrealistischer als die andere. Und Satire ist dies eben nicht. Was möchte Herr Serin damit ausdrücken, dass er ein Berliner Gymnasium darstellt wie eine Haupt- oder Förderschule? Sicher sind Lehrer mitunter „interessante“ Persönlichkeiten, doch so wie sie in diesem Buch dargestellt sind, kann und darf es sie nirgends geben. Spätestens jedoch als Danial Radcliffe zum Tag der offenen Tür kam um für den Fachbereich Englisch Werbung zu machen, hätte ich das Buch am liebsten an die Decke geworfen. Zum Glück waren es nur noch knapp 50 Seiten und in der Hoffnung noch über die Prüfung am Ende etwas zu lesen, hab ich mir den Rest auch noch angetan. Doch die Prüfung wurde auch nur ganz kurz abgehandelt ohne die Prüfungsstunden zu erleben. Zu Gute halten kann man dem Buch, dass es leicht und einfach geschrieben ist und man es daher zügig durchlesen kann. Meinen Humor hat es absolut nicht getroffen. Ich kann nur hoffen, dass Herr Serin im wirklichen Leben ein ganz anderer Lehrer ist, als er sich hier im Buch verkauft. Vielleicht hätte er als Deutsch-Lehrer ein glaubwürdigeres Buch mit Humor zu Stande gebracht. Fazit: So sehr ich mich auf dieses Buch gefreut habe, so sehr wurde ich enttäuscht. Ohne Humor schreibt Stephan Serien über eine Schule und Lehrer, die es so hoffentlich nirgendwo gibt. Ich konnte darüber nicht lachen. Ich kann dieses Buch beim besten Willen nicht weiterempfehlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    Onkeliroh

    20. January 2011 um 13:54

    Auf ca. 250 Seiten beschreibt Stefan Serin in 39 kleinen Erzählungen, sein Leben als Referendar an einem anscheinend durchschnittlichen Berliner Gymnasium. Die 39 Kapitel sind inhaltlich nur über die zeitliche Abfolge der Ereignisse miteinander verbunden und stellen immer einzelne Anekdoten aus dem Leben als angehender Lehrer da. In manchen geht es um die schrulligen Seminarleiter die mit ihren überalterten Berufserfahrungen jungen Referendaren unnütze Tipps für den Umgang mit Schülern geben, andere finden im Klassenzimmer statt und Schülern teils sehr theoretisch die Hierarchie welche unter den Schülern herrscht. Das Buch beinhaltet sehr viel leider aber teils sehr speziellen Humor, der jedoch die absurden Seiten des Deutschen Bildungswesen unterhaltsam darstellt. Untermalt wird dieses gesamte Paket durch Illustrationen die jedoch für mich einen Schuss in den Ofen darstellen, da sie zwar sehr abstrakt jedoch in meinen Augen einfach nur hässlich und unnütz sind vor dem Hintergrund dass der Autor ein Geschick für literarische Bilder hat. Darüber hinaus nehmen die Bilder teilweise die kommenden Ereignisse vorweg und geben die Geschehnisse nur sehr ungenau wieder.Zwar spricht das Buch nicht für das Bildungswesen in ganz Deutschland, sondern nur für die Teile mit hohem Migrationshintergrund, so zeigt es doch deutliche Schwächen in eben diesem auf. Leider kann das Buch nicht über seine Mängel hinwegtrösten, die vor allem im den teils monotonen Erzählungen und uninteressanten die Nebengeschichte stecken. Die Stärken des Buches befinden sich vor allem in den Konversationen der Schüler untereinander, als auch in den Unterrichtgespräche zwischen Lehrer und Schüler. Besonders hervorzuheben ist da mal die radikale Verwahrlosung der deutschen Sprache und deren Misshandlung während ebensolcher Gespräche.

    Mehr
  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. January 2011 um 12:46

    - Wie sollte ich es schaffen mir all die Schülernamen zu merken, wenn ich mir schon sonst nicht den von Frau Schmidt und Herrn Müller merken konnte? - Stephan Serin hat es nach acht Jahren Studium und zehn Monaten Wartezeit geschafft und einen Referendariatsplatz erhalten. Doch mit dem Schreiben der Senatsverwaltung kommen ihm die ersten Zweifel an seiner Entscheidung. Er fragt sich, ob er wirklich ein guter Lehrer sein kann. Und vor allen Dingen hat er Angst vor den zwei Jahren, die jeder Befragte als die schrecklichste Zeit seines Lebens bezeichnet. In seinem Buch beschreibt er alle Höhen und Tiefen dieser Zeit. Er berichtet von den kompetenten und weniger kompetenten Kollegen, den Seminarleitern, den Schülern und den Auswirkungen auf sein Privatleben. War es wirklich eine gute Idee gegenüber von der Schule eine Wohnung zu mieten? Warum lässt mich kein Kollege seinen Unterricht beobachten? Und wie mag es den Referendaren an einer Hauptschule gehen, wenn der Autor schon an einigen seiner Gymnasiasten verzweifelt? Serin beschreibt diese Aspekte äußerst humorvoll und detailliert. Viele Szenen kamen mir aus dem eigenen Alltag bekannt vor. Einige fand ich jedoch sehr abgehoben und habe sie unter sie unter künstlerischer Freiheit verzeichnet. Dies mag auch ein Makel des Werkes sein. Denn Leser, die nicht aus einem schulischen Berufsumfeld kommen, werden nicht unterscheiden können was realistisch und was überzogen ist. Damit wird dem Buch die Möglichkeit genommen, dem interessierten Leser die Welt hinter dem Schultor wirklich zu zeigen. So hat man ein wenig das Gefühl, dass zwar gezeigt wird wie die Schüler den Alltag bestimmen und mit welchen Voraussetzungen sie in den Unterricht kommen. Es wird aber nicht gezeigt wie ein Lehrer versucht an den Defiziten zu arbeiten. Stephan Serin (bzw. sein Alter ego) begibt sich auf das Niveau der Schüler und deutet damit schon im Referendariat an, dass er dieser Aufgabe vielleicht nicht gewachsen ist. Doch auch hier kann man wohl eher von künstlerischer Freiheit ausgehen. Fazit: Ein sehr lustiges Buch, dass man aber wirklich nur als Spaßlektüre verstehen sollte. Wenn man ernsthaft beginnt über verschiedene Themen zu grübeln, bleiben zu viele Fragen offen.

    Mehr
  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    Phina

    31. December 2010 um 18:31

    Einige wirklich witzige Stellen, vieles, was mir den Lehrerberuf verdeutlicht hat, einiges, was sich auch nachvollziehen lässt ... aber im Gesamten frage ich mich, ob man das Buch wirklich ernst nehmen kann. Der Autor stellt vor allem sich selbst nicht ins beste Licht, im Gegenteil. Sehr sonderbar.

  • Rezension zu "Föhn mich nicht zu" von Stephan Serin

    Föhn mich nicht zu

    atoemchen

    17. November 2010 um 19:14

    Ganz nettes Buch. Da ich selbst in einem solchen Referendariat stecke, war das Buch schon ganz nett zu lesen. Einiges kennt man auch aus dem eigenen Alltag, zumindest so ähnlich. Mich hätte am Ende doch Interessiert wo Herr Serin jetzt gelandet ist und wie seine Karriere weiterging.

  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks