Stephan Wackwitz

 3,3 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Ein unsichtbares Land, Die vergessene Mitte der Welt und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Stephan Wackwitz wurde 1952 in Stuttgart geboren und studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in München und Stuttgart. Er leitet heute das Goethe-Institut in Tiflis, Georgien, und war bereits in Frankfurt am Main, Neu Delhi, Tokio, München, Krakau, Bratislava und New York tätig. Neben zahlreichen Essays erschienen von ihm Romane, teils autobiographische Bücher und Reisebücher.

Alle Bücher von Stephan Wackwitz

Cover des Buches Die vergessene Mitte der Welt (ISBN: 9783596183654)

Die vergessene Mitte der Welt

 (4)
Erschienen am 27.06.2018
Cover des Buches Ein unsichtbares Land (ISBN: 9783596164301)

Ein unsichtbares Land

 (5)
Erschienen am 01.03.2005
Cover des Buches Die Bilder meiner Mutter (ISBN: 9783100024206)

Die Bilder meiner Mutter

 (2)
Erschienen am 23.07.2015
Cover des Buches Geheimnis der Rückkehr (ISBN: 9783103975628)

Geheimnis der Rückkehr

 (2)
Erschienen am 24.01.2024
Cover des Buches Osterweiterung (ISBN: 9783596174591)

Osterweiterung

 (3)
Erschienen am 01.10.2010
Cover des Buches Tokyo (ISBN: 9783596188239)

Tokyo

 (2)
Erschienen am 01.11.2010
Cover des Buches Fifth Avenue (ISBN: 9783100910592)

Fifth Avenue

 (1)
Erschienen am 14.07.2010

Neue Rezensionen zu Stephan Wackwitz

Cover des Buches Geheimnis der Rückkehr (ISBN: 9783103975628)
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Rezension zu "Geheimnis der Rückkehr" von Stephan Wackwitz

Rückblick eines Kultur-Expats
evaczykvor 3 Monaten

Stephan Wackwitz hat was von der Welt gesehen - nicht als Tourist, sondern als Expat in Sachen Kultur für das Goethe-Institut. Mehr als ein Vierteljahrhundert lebte er in ganz unterschiedlichen Ländern, nach dem Studium in London in Tokio und New York, in Krakau, Bratislava, Tbisli und Minsk. Vom Leben im Ausland träumte er schon als Jugendlicher, wollte raus aus der schwäbischen Enge. Wie hat die Erfahrung den Blick auf die Welt, aber auch auf das eigene Land verändert? Wie ihn verändert, geprägt, genervt? Geschrieben ist das Buch nach der Rückkehr, als sich Wackwitz in Berlin eine neue Heimat schafft. Doch ist die überhaupt auffindbar nach so vielen Ortswechseln?

In seinen Erinnerungen erfahren die Leser nur begrenzt über die Lebensumstände, wer selber Auswanderungswünsche hegt und auf Tipps und Erfahrungswerte hofft, dürtte enttäuscht werden. Denn es geht vor allem um philosophierende Selbstreflektion, groß-bildungsbürgerlichen Sprachgebrauch (trotz einer kurzen marxistischen Vergangenheit), kurz, hier finden sich mehr Selbst-Analyse und Nabelschau als Betrachtungen anderer Gesellschaften und Kulturen. Es sind persönliche und personalisierte Erlebnisse und Begegnungen, die im Vordergrund stehen. Und vielleicht ist auch die Arbeitserfahrung für Wackwitz nicht so wichtig gewesen wie die Schriftstellerei. 

Ich habe das Buch trotzdem mit Interesse gelesen. Offenbar waren wir sogar Ende der 90-er Jahre / Anfang der 2000-er für mehrere Jahre im gleichen Land - Wackwitz als Leiter des Goethe-Instituts in Krakau, ich in Warschau, in einer Zeit, in der ziemlich viel passierte mit der EU-Osterweiterung und dem Nato-Beitritt der baltischen und ostmitteleuropäischen Staaten. 

Man kann beim Lesen erkennen, dass Wackwitz von der Aufbruchstimmung in der Region fasziniert war - es ist sicher kein Zufall, dass er in den Folgejahren immer wieder in dem Teil Europas arbeitete und lebte, der einst zum sowjetischen Machtbereich gehörte. Umso mehr verwundert es allerdings, dass in großen Strecken des Buches von Osteuropa die Rede ist - eine Verortung, die in Polen, der Slowakei und den anderen westorientierten Gesellschaften der einstigen Warschauer Pakt-Staaten ungewünscht und ungeliebt war.

Es wäre interessant gewesen zu lesen, wie die Herausforderungen für Wackwitz´ Arbeit waren, gerade angesichts des Wandels weg von den so schwer erkämpften Freiheiten, wie wir sie in den letzten Jahren etwa in Polen und Ungarn gesehen haben. Doch vieles bleibt anekdotisch, auf persönliche Freundschaften zu Künstlern und Intellektuellen bezogen. Überhaupt - wie viel Alltagserfahrung sind in dieses Vierteljahrhundert Auslandsleben eingeflossen? Da ist für mich vieles vage geblieben, zu selbstverliebt in die essayistische Form, Wahrscheinlich waren meine Leseerwartungen einfach zu verschieden von den Schreiberwartungen des Autors.


Cover des Buches Geheimnis der Rückkehr (ISBN: 9783103975628)
Ariettas avatar

Rezension zu "Geheimnis der Rückkehr" von Stephan Wackwitz

Rückkehr von einer Weltreise
Ariettavor 4 Monaten

Geheimnis der Rückkehr , sieben Weltreisen.


Stephan Wackwitz 


Inhaltsangabe: Quelle Fischer Verlag 




»Geheimnis der Rückkehr« ist ein Erinnerungs- und Lebensbuch – und ein Buch über unsere Welt: Denn mehr als ein Vierteljahrhundert hat Stephan Wackwitz außerhalb von Deutschland verbracht, in London, Tokio, Krakau, Bratislava, New York, Tbilisi und Minsk: Jahrzehnte voller Begegnungen mit Menschen, Büchern und Ideen. Entsprechend besonders ist jetzt nach seiner Rückkehr der Blick auf Deutschland. Aber mindestens genauso spannend wie der äußere Lebensweg ist der innere, den Wackwitz hier nachgeht: vom pietistischen Klosterschüler in der schwäbischen Provinz zum verwirrten Jung-Marxisten der siebziger Jahre und von dort zum überzeugten Liberalen angelsächsischer Prägung und Kulturdiplomaten im Auftrag des Goethe-Instituts. Ein Höhepunkt essayistisch-autobiographischen Schreibens und ein Beispiel dafür, was man aus dem Leben machen kann – und wie.




Meine Meinung zum Autor und Buch 


Es ist mein erster Roman von Stephan Wackwitz, es handelt sich um eine Biografie, die ich häppchenweise gelesen habe. Kein Buch um es in einem Rutsch zu verschlingen. Seine Sehnsucht im Ausland zu leben wurde in seiner frühen Jugend geboren. Er entfloh seiner Heimat Stuttgart und hatte großes Glück, ein Auftrag des Goethe Instituts, das ihn anstellte . Sechsundzwanzig Jahre dauerte seine Weltreise, mutig fand ich es. Ob der Glühende belorussische Sommer , Tokio, London, oder Krakau , Bratislava, New York, Tiflis und Minks. Es war sehr spannend und interessant mit ihm all diese Länder und Städte kennen zu lernen, ja geradezu Abenteuerlich. Andere Länder Menschen Sitten und Gebräuche.


Er begegnet nicht nur Kanzler Kohl, nein wir lernen auch die Schicksale jener Menschen und Länder auch während der Nazizeit kennen. Ein politischer untermauerter Roman, der auch Fragen bei mir aufrief beim Lesen. Das Buch ist nicht so einfach und leicht zu beschreiben, aber hochinteressant.

Cover des Buches Die vergessene Mitte der Welt (ISBN: 9783100910608)
Schelmuffskys avatar

Rezension zu "Die vergessene Mitte der Welt" von Stephan Wackwitz

Entbergung einer vergessenen Weltregion
Schelmuffskyvor 10 Jahren

Ein tolles Buch, im besten Sinne essayistisch, belesen, wach in den Wahrnehmungen, assoziativ, anregend. Ich habe viel gelernt über diese von Deutschland kaum registrierte Region, in die ich aber nach Lektüre dieses Buches am liebsten sofort aufbrechen würde. Man kann nur hoffen, dass neben der Ukraine auch die anderen Länder (mit den ältesten Städten der Welt) am Schwarzen Meer und Kaukasus uns näherrücken, und Wackwitz trägt sehr sympathisch dazu bei.

Gespräche aus der Community

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Zusätzliche Informationen

Stephan Wackwitz wurde am 20. Januar 1952 in Stuttgart (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

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auf 5 Merkzettel

von 1 Leser*innen aktuell gelesen

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