Stephanie Cowell Die Frau im grünen Kleid

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Inhaltsangabe zu „Die Frau im grünen Kleid“ von Stephanie Cowell

Vom ersten Augenblick verfällt er ihrer kühlen Schönheit und weiß, dass er sie malen muss – Camille, das Mädchen aus reichem Hause. Er, Claude Monet, ist jung und seine Malerei noch unbekannt. Doch Camille lässt sich von ihm ein­fangen, auf der Leinwand und in seinem Herzen. Sie wird seine Muse, seine Lebensliebe. Sie wird ihm Schatten, Licht und Seerose. Ihre unkonventionelle Liebe wird aber schon bald auf eine harte Probe gestellt.

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  • Lesemarathon vom 3. bis 6. Oktober 2013 - wer macht mit?

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben! das LovelyBooks-Team ist derzeit in begeisterter Lesestimmung und da dachten wir uns, dass der Feiertag in der kommenden Woche (3.10., Tag der deutschen Einheit) doch die perfekte Gelegenheit für einen großen Lesemarathon bietet. Vom 03.10. bis zum 06.10.2013 wollen wir so viele Bücher verschlingen, wie wir nur können. Seid ihr dabei? Natürlich wird es auch wieder Fragen und kleine Aufgaben geben, die zwischendurch für eine zusätzliche Auflockerung sorgen. Ansonsten darf hier fleißig über gerade Gelesenes und Bücher generell geplaudert werden. Ich übernehme dabei natürlich keine Verantwortung für eventuell wachsende Wunschzettel und platzende Bücherregale ;-) Also, stellt schon mal das passende Buchfutter und natürlich den Naschkram bereit, denn in der nächsten Woche wird hier "Buchsport" gemacht! Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind, was ihr so lest, wird es auch einige Aufgaben geben, die ihr lösen könnt. Wir starten am Donnerstag, dem 03.10. um 0 Uhr und lesen bis zum Sonntag ebenfalls 0 Uhr. Dabei sind Pausen natürlich strengstens erlaubt ;) Es muss also keinesfalls durchgelesen werden. Auch wer nur an einem bestimmten Tag mitmachen kann oder nur ein paar Stunden, der ist hier herzlich willkommen. Denn vor allem geht es doch um den Spaß am gemeinsamen Lesen! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Wisst ihr schon, was ihr lesen werdet? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt, z.B. eine Seitenzahl oder eine bestimmte Anzahl von Büchern, die ihr schaffen möchtet? Warum nehmt ihr teil und wart ihr früher schon mal dabei? :) Wer Lust hast, kann ja auch mal seine Bücherregale fotografieren und hier in einem Beitrag anhängen. Ich gucke mir immer sehr gern Bücherregale von anderen an! Dann können wir einen Blick auf die Auswahl werfen. PS: Unter allen Teilnehmern werden wir auch wieder eine kleine Überraschung verlosen :-) **************************************************** 1. Phase: Vorbereitung / Aufwärmung Zur Vorbereitung auf den großen Lesemarathon müssen wir uns natürlich erstmal aufwärmen. Hierfür werde ich vorab ca. alle 2 Tage bereits kleine Fragen oder Aufgaben stellen, die ich hier liste. Wer Lust hat, kann sie einfach beantworten. Welches Buch liest du gerade und wie gefällt es dir? Würdest du noch mehr von diesem Autor lesen? Auf welches Buch seid ihr schon länger neugierig - vielleicht steht es sogar schon im Regal - aber ihr habt es noch immer nicht gelesen? Wieso eigentlich nicht? Welches Buch hat euch so sehr berührt oder begeistert, dass ihr es am liebsten ganz vielen Menschen schenken oder weiterempfehlen möchtet? Was macht dieses Buch für euch besonders? Gibt es einen Autor, von dem ihr euch unbedingt mal wieder ein neues Buch wünschen würdet? Wenn ja, welcher Autor ist es und in welchem Genre sollte er schreiben? 2. Phase: Lesemarathon Es geht los, die heiße Phase beginnt. Seid ihr auch alle gut vorbereitet? Einige haben ja ganz fleißig beim Warm-Up mitgemacht, sodass Ermüdungserscheinungen nicht so schnell auftreten sollten! Auch jetzt wollen wir natürlich nicht nur lesen, sondern auch die ein oder andere Aufgabe erfüllen und Fragen beantworten: Mit welchem Buch startet ihr in den Lesemarathon und wie lange wollt ihr jetzt erstmal lesen? Was braucht ihr - neben dem Lesestoff - noch unbedingt für einen gelungenen Lesemarathon? Gebt einem Teilnehmer hier beim Lesemarathon einen Buchtipp aus seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Dazu am besten einfach in der Bibliothek nach den ungelesenen Büchern schauen. Natürlich dürft ihr auch mehreren Teilnehmern Tipps geben und es dürfen auch Bücher sein, die ihr selbst noch gern lesen möchtet. Mit welchem Satz beginnt euer aktuelles Buch? Ändert sich eure Lesestimmung eigentlich mit den unterschiedlichen Jahreszeiten oder könnt ihr immer alles lesen? Welche sind eure persönlichen Top-Empfehlungen für Frühling, Sommer, Herbst und / oder Winter? Wie sehr achtet ihr auf Buchcover? Verleitet euch ein schönes Cover dazu, ein Buch eher zur Hand zu nehmen und näher anzuschauen? Welche Cover findet ihr aktuell besonders gelungen? Wie merkt ihr euch, auf welcher Seite ihr in eurem Buch gerade wart? Nehmt ihr ein Lesezeichen oder irgendetwas, was ihr gerade zur Hand habt? Macht ihr Eselsohren oder legt das Buch umgekehrt offen hin? Habt ihr hier schon bei einer oder mehreren Leserunden mitgemacht? Wenn ja, welche hat euch davon am besten gefallen und wieso? Wenn nicht, wieso? :-) Schreibt ihr euch Lieblingszitate aus Büchern raus oder markiert ihr sie? Verratet doch ein Zitat, das euch besonders gut gefällt! Welches Buch, an das ihr hohe Erwartungen hattet, hat euch dann enttäuscht und wieso? Wenn ihr euch für 3 Bücher entscheiden müsstet, die die einzigen wären, die ihr für den Rest eures Lebens besitzen dürftet, welche wären das? Wie oder durch wen seid ihr zum Lesen gekommen? Was fasziniert euch an Büchern? Was können nur sie im Vergleich zu zum Beispiel zu Musik, Filmen, etc.? In welchem Land könntet ihr ideale Leseferien verbringen? Lest ihr gern anderen Menschen vor oder lasst ihr euch gern vorlesen?

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    • 1362
  • Leserunde zu "Das Bild der Erinnerung" von Micaela Jary

    Das Bild der Erinnerung

    Eltragalibros

    Mit "Das Bild der Erinnerung" hat Autorin Micaela Jary eine fesselnde Geschichte über Liebe und eine schicksalhafte Verbindung in die Vergangenheit durch ein Gemälde, dessen Echtheit zweifelhaft ist, geschrieben. Mit einer Reise nach London und an Cornwalls stürmische Küste will die Kunsthistorikerin Anna diesen Zweifel ausräumen und begibt sich damit auf eine Reise, die auch sie und ihre eigene Vergangenheit zu betreffen scheint. Der Inhalt: Einem Münchner Auktionshaus wird ein Bild des berühmten impressionistischen Malers Leo Reichenstein angeboten, das 70 Jahre als verschollen galt. Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg hat Zweifel an der Echtheit des Gemäldes. Ihre Nachforschungen führen sie zur Galerie Richardson in London. Der attraktive Oliver Richardson, der die Galerie leitet, rät Anna, sich an seinen Großvater Henry zu wenden. Oliver begleitet Anna auf ihrer Reise an die wildromantische Küste Cornwalls. Doch als Anna mit Henry Richardson spricht, ist sie zutiefst irritiert. Denn die Geschichte des Bildes führt in das besetzte Berlin der Nachkriegszeit zurück und scheint eng mit ihrer eigenen Geschichte verbunden zu sein. Leseprobe Die Autorin Micaela Jary wird bei der Leserunde dabei sein! Micaela Jary wurde 1956 in Hamburg geboren. Nach einem Sprachenstudium, entschied sie sich ein Zeitungsvolontariat zu machen und arbeitete danach viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich der Liebe zur Schriftstellerei widmete. Neben Geschichte und Geografie ist Micaela Jary auch von Süd- und Ostafrika fasziniert. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Berlin und München. Gemeinsam mit dem Goldmann Verlag verlosen wir insgesamt 25 Exemplare. Bewerbt* euch bis einschließlich 11. September 2013 und erzählt uns welches Gemälde oder welches Motiv ihr gern in eure Wohnung hängen würdet. *Denkt dran, jeder Teilnehmer soll sich aktiv an der Leserunde beteiligen und am Ende auch eine Rezension zum Buch schreiben!

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  • Rezension zu "Die Frau im grünen Kleid" von Stephanie Cowell

    Die Frau im grünen Kleid

    19angelika63

    14. December 2012 um 07:27

    Frankreich, Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein gealterter Claude Monet blickt auf sein Leben zurück: Bettelarm geht er als junger Mann nach Paris, nur mit einer Staffelei und dem Traum, eine neue Art der Malerei zu etablieren, im Gepäck. Doch die Pariser Kunstszene tut seine Gemälde als „unfertig“ ab. Bis zum Rande der Erschöpfung kämpft der Maler um Anerkennung seiner Arbeit – immer an seiner Seite: Camille Doncieux, das Mädchen aus guten Hause, das einst für ihn Modell stand und ihrem Pariser Wohlstandsleben den Rücken kehrte, um mit dem Mann, in den sie sich unsterblich verliebt hatte, das schillernde Leben der Boheme zu führen. Ihr Alltag ist jedoch von Entbehrungen und den fortwährenden Fluchten Monets geprägt. Trotz Armut und Einsamkeit bleibt Camille bei ihm und unterstützt ihn bis hin zur Selbstaufgabe. Doch tief in ihrem Inneren hütet sie ein Geheimnis, das ihre große Liebe zu zerstören droht … Claude Monet geht als junger Mann gegen den Willen seiner Familie nach Paris, um das Leben eines Malers zu führen. Mit anderen Malern dieser Epoche (Bazille, Manet, Renoir, Pissarro …) lebt er auf kleinsten Raum in einem Atelier. Doch sie sind glücklich, denn sie haben alle diesen einen Traum … erfolgreiche und anerkannte Maler zu werden. Eines Tages trifft Monet seine Camille. Erst sitzt sie ihm nur Modell für sein berühmtes Gemälde „Die Frau im grünen Kleid“, doch später verliebt er sich unsterblich in sie. Camille kommt aus einer wohlhabenden Familie, verlässt diese aber für Monet. Sie bleibt bei ihm, egal was kommt und wie bitter es auch wird. Sie haben Schulden, werden aus den Wohnungen geworfen und schlafen oft genug irgendwo, wo sie gerad ein Bett finden. Doch ihre Liebe zueinander und Monet Leidenschaft zur Malerei verbindet sie. Laut Aussage der Autorin in der abschließenden Anmerkung „ … basiert der Roman auf historischen Tatsachen. Einige Ereignisse sind allerdings aus Gründen der Dramaturgie und Kontinuität leicht verändert oder fiktionalisiert worden …“ Das merkt man als Leser jedoch nicht. Was es im Einzelnen ist möchte ich hier nicht verraten. Der Roman ist wunderschön geschrieben und hat mich mit einer tiefen Traurigkeit zurück gelassen. Dieses Leben, das Monet und Camille geführt haben war kein einfaches. Doch ihre Liebe zueinander und zur Malerei ist während des ganzen Buches zu spüren. Nach dem Schluss des Buches habe ich mir einige Bilder von ihm im Internet angeschaut. Wer Bilder von Monet kennt, versteht nun einiges besser. Sieht Dinge in seinen Bildern, die er beim Malen gefühlt hat und spürt in den Bildern seine Liebe zu Camille. Für mich steht fest, dass ich irgendwann einmal in meinem Leben nach Giverny, seinem letzten Wohnsitz, möchte. Ich bin davon überzeugt, dass man dort Camilles und Monets Gegenwart spüren kann, so wie in diesem Buch. Jeden Morgen steht er auf, um zu malen. Und wenn er malt, denkt er an sie. Sie ist in jeder Blüte, in jedem Pinselstrich, sie ist in seinen Gedanken.

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  • Rezension zu "Die Frau im grünen Kleid" von Stephanie Cowell

    Die Frau im grünen Kleid

    bücherelfe

    27. October 2010 um 19:01

    Dieser auf historische Tatsachen basierende Roman entführt uns in die Welt der Impressionisten, beleuchtet das Leben von Claude Monet und seiner künstlerischen Wegbegleiter. Wer kennt sie nicht, die berühmten Seerosen-Bilder von Claude Monet? Es ist faszinierend zu lesen, wie dieser grosse Künstler seine Leidenschaft, die Malerei, entdeckt und dabei der Liebe seines Lebens begegnet. Camille-Léonie Doncieux, seiner Muse und späterer Mutter seiner Kinder. Sie ist die Frau im grünen Kleid. Camille – aus wohlhabendem Haus stammend – zahlt einen hohen Preis für ihre Wahl, einen Mann zu lieben, dessen Kunst kaum etwas einbringt. Der ihr statt eines goldenen Rings einen aus geflochtenem Gras über den Finger streift. Der sie liebt wie verrückt und der doch so besessen von seiner Malerei ist, dass sie immer die zweite Geige in seinem Leben spielen wird.  Das Leben mit Monet bedeutet Armut, Unsicherheit, Vagabundenleben; und es bedeutet Herzklopfen, Wärme, Leidenschaft. Die Szenen, in denen Claude Monet an seinen Bildern arbeitet, haben etwas Magisches. „Er hatte das Gefühl, dass die Seerosen mehr aus eigenem Antrieb denn aus seinem auf der Leinwand erschienen. Die Blüten, die Schatten und die Luft drängten sich gegen seinen Pinsel, bewegten sich von allen Seiten auf die Leinwand zu. Sie waren um ihn herum, und doch waren sie in ihm. Sie umarmten ihn und zogen ihn in ihre Welt hinein.“ Interessant sind auch die Anmerkungen am Ende der Geschichte, wo Stephanie Cowell einerseits einen kurzen Abriss über die Impressionisten bietet,  andererseits nochmals auf die im Roman erwähnten Bilder eingeht. Wer sie wann gemalt hat und wo sie heute besichtigt werden können. Stephanie Cowell schliesst mit folgenden Worten: „Und wie immer, Dank an meinen Mann Russell, der sich all meine Hoffnungen und Befürchtungen anhörte und mich für kochte. Die Figuren meines Romans lebten so eng mit uns zusammen, dass er immer erwartete, Monet malend in unserem Wohnzimmer vorzufinden, den er dann natürlich auch zum Essen eingeladen hätte“. Genauso geht es mir jetzt auch. Ich schliesse die Augen und Monet ist da. Fazit: Eines dieser Bücher, bei denen man sich wünscht, es gäbe keine letzte Seite.

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  • Rezension zu "Die Frau im grünen Kleid" von Stephanie Cowell

    Die Frau im grünen Kleid

    Claudia-Marina

    27. October 2010 um 17:36

    In jeder Seerose, die er malt sieht er sie, in jedem Blatt, in jeder Spiegelung im Wasser – seine Camille. Seine große Liebe – er vermisst sie jeden Tag mehr. Sie lebt nicht mehr. 1908 erinnert sich der alternde Maler Claude Monet an sein Leben, seine Liebe – seine Augen werden immer schlechter, doch die Bilder in seinem Kopf verblassen nicht. Er nimmt mich mit auf eine Reise in seine Vergangenheit. Er liebt, was er nicht haben kann. 1857. Claude ist siebzehn und versucht mit dem Zeichnen von Karikaturen ein wenig Geld zu verdienen. Sein Vater besitzt ein kleines Geschäft für Schiffsbedarf und wünscht sich, dass sein Sohn dieses eines Tages übernimmt. Doch Claude will malen. Er sieht sich zum Künstler berufen - es zieht ihn nach Paris. Nach dem Tod seiner Mutter hält ihn nichts mehr im kleinbürgerlichen Le Havre. Er bricht mit seinem Vater und geht nach Paris um Kunst zu studieren. Dort lebt er in ärmlichen Verhältnissen, teilt sich ein Atelier mit Frédéric Bazille und lernt Auguste Renoir, Claude Pissaro und Edouard Manet kennen. Zusammen bilden sie eine Künstlergemeinschaft, die verzweifelt versucht, auf sich und ihre Gemälde aufmerksam zu machen – der Erfolg bleibt aus. 1866 lernt Claude die junge Camille im Buchladen ihres Onkels kennen. Er verliebt sich in sie. Die Situation scheint aussichtslos, denn sie ist ein Mädchen aus reichem Hause und mit einem anderen verlobt. Er kämpft. Claude gibt nicht auf – und schließlich verlässt Camille ihre Familie um mit Claude zu leben. Sie ziehen von einer Unterkunft in die nächste – eine schäbiger als die andere – sie haben kein Geld, Claude verkauft keine Bilder. Trotzdem malt er weiter. Sie kämpft. Camille hatte sich ihr Leben mit Claude anders vorgestellt. Er ist besessen von der Kunst – sie fühlt sich vernachlässigt. Gegen diese Geliebte kann sie nicht ankommen. Mal schillernd und grell, mal zart und pastellig – so malt Stephanie Cowell die Künstlerpersönlichkeit Claude Monet. Mal ist er mir dabei sympathisch, mal erscheint er mir als Egoist. Keine Facette wird ausgelassen. Doch nur durch Camille entsteht ein ganzes Bild – für mich ist sie die eigentliche Hauptperson, auch wenn sie meistens im Hintergrund agiert. Ihre Verzweiflung beim Versuch, sich ein Leben mit und an der Seite von Claude Monet aufzubauen, ihre Angst vor dem Ausstoß aus der Gesellschaft, ihre Zwiegespaltenheit in Bezug auf ihre Familie – all diese Gefühle dominieren den Roman. Camille ist auf jeder Seite, in jedem Wort, in jedem Buchstaben.

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  • Rezension zu "Die Frau im grünen Kleid" von Stephanie Cowell

    Die Frau im grünen Kleid

    michael_lehmann-pape

    13. October 2010 um 16:06

    Lebenslange Liebe Claude Monet ist einer jener französischer Maler des 19. Jahrhunderts, der zeitgleich mit Renoir, Cezanne, Pissaro und anderen neue Wege im Rausch der Farben suchte und fand. Wie vielfach im Blick auf große Kunst lagen ihm die Lorbeeren jedoch nicht von Beginn an zu Füßen. Als unfertig wurden seine Gemälde beurteilt von einem Zeitgeschmack, der immer noch dem Realismus sich zugeneigt zeigte. Der Stil, Emotionen durch Farben auszudrücken und dabei landschaftliche und personale Motive anders zu gestalten als es das Auge fotografisch sehen würde, brauchte Zeit, um sich durchzusetzen. Zeit, die Monet bitter zu überstehen hatte und das nicht nur im finanziellen Bereich. Der eigentliche Schicksalsschlag seines Lebens, das ist das Kernthema des Buches von Stephanie Cowell. Camille Doncieux, die als junges Mädchen für Monet bereits Modell gesessen hatte, aus gutem Hause stammend, wird die Liebe seines Lebens. Trotz der Standesunterschiede, trotzdem sie ein Leben des Wohlstandes zu verlassen hat, wendet sie sich dem bitterarmen jungen Maler zu, der nur ein wenig Farbe und Leinwand sein eigen nennt, als er Paris betritt. Einiges hat Camille zu ertragen. Nicht nur die materielle Not, auch Monet selbst ist ein schwieriger Charakter, entweicht oft für geraume Zeit dem gewohnten Umfeld, neigt nicht zur Angliederung an die Gesellschaft anderer Menschen, Einsamkeit ist ebenfalls ein Wegbegleiter der jungen Frau, die sich für Monet sprichwörtlich aufopfert. Mit nur 29 Jahren stirbt Camille an einer kurten, scheren Krankheit. Dieser Tod, den Stephanie Cowell ohne Plattitüden zu beschreiben versteht, trifft Monet tief. Sein restliches Leben lang wird dieser Schmerz sein Wegbegleiter sind, wie schon der Beginn des Buches aufzeigt, in dem Cowell den gealterten Monet vorstellt, der beginnt, sein Leben Revue passieren zu lassen. Ein Schmerz des Verlustes, der nicht nur den Menschen, sondern auch den Künstler Monet prägt, wie im weiteren Verlauf des Buches deutlich wird. In vielen seiner Bilder nach dem Tod Camilles kennt Monet nur ein wirkliches Ziel, die Schönheit Camilles und die Schönheit der verlorenen Liebe in Farben auszudrücken. Die historischen Tatsachen des Lebens von Claude Monet und seiner Liebe und Verbindung zu Camille greift Stephanie Cowell stilsicher auf und begleitet den Maler Schritt für Schritt durch sein Leben. Angenehmerweise ist das Buch in keiner Form rosaroten Gefühlen zugeneigt, sondern korrespondiert in der eher zurückhaltenden und dennoch bildreichen Sprache wunderbar passend zum Maler Monet. Eine Geschichte, die durchaus ihren Kern und roten Faden in der Liebe findet, den Blick auf die Biographie Monets im Gesamten aber nicht missen lässt und es versteht die vielfachen inneren Entwicklungen des Malers und seiner Zeit nachzuzeichnen. Durchaus empfehlenswert als romanhafte Künstlerbiographie, wenn auch mit der ein oder anderen Länge versehen. www.rezensions-seite.de

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