Stephanie Danler Sweetbitter

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Inhaltsangabe zu „Sweetbitter“ von Stephanie Danler

Eigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, wofür sie geschaffen ist. Doch dann landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant und es ist wie der Eintritt in ein neues Universum, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Oder die Ignoranz gegenüber der Einzigartigkeit einer Auster.
Sweetbitter ist ein großer Roman über den Genuss und die Obsession – darüber, dass man manchmal besessen sein muss, um wirklich genießen zu können.

Schreckliche Handlung, dürftiger Schreibstil. Für mich der Flop des Jahres!

— Talathiel

Sweet Bitter passt wirklich - an sich eine interessante Geschichte über das Leben voller Höhen und Tiefen, die mich aber nicht überzeugte.

— HensLens

Ein wahrer Genuss.

— NeriFee

Die Poesie der Gerichte und das Flair des Restaurants verschwindet im Drogen- und Alkoholrausch des Personals. Echt schade.

— Josetta

Ein Trip zurück in die eigenen 20er

— LittlePopugai

Die bittere Wahrheit hinter dem süßen Schein

— tardy

Die vielen schlechten Meinungen kann ich nicht teilen. Das Buch ist intensiv, voller Atmosphäre und eine Coming-of-Age-Geschichte.

— eulenmatz

Ich musste mich mit unter ganz schön quälen, um das Buch nicht einfach für immer zur Seite zu legen. Leider ist es sehr langatmig.

— Cleo15

Seit langem habe ich kein so schlechtes Buch mehr gelesen. Ich würde ja sagen, das Ende war schlecht, aber der Mittelteil war nicht besser!

— Emotionen

Kaum Handlung, dafür Drogen, Alkohol und Genuss

— Jashrin

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  • Ein Satz mit x, das war wohl nix!

    Sweetbitter

    Talathiel

    17. November 2017 um 15:48

    Eigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, wofür sie geschaffen ist. Doch dann landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant und es ist wie der Eintritt in ein neues Universum, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Oder die Ignoranz gegenüber der Einzigartigkeit einer Auster. Sweetbitter ist ein großer Roman über den Genuss und die Obsession – darüber, dass man manchmal besessen sein muss, um wirklich genießen zu können. (Klappentext)Was sich im Klappentext so wundervoll anhört, führt beim Lesen leider nur zu einer bitteren Enttäuschung. Mit süß hat das da nichts mehr zu tun. Ehrlich gesagt, fragte ich mich beim Lesen auf den eindeutig zu vielen Seiten, was mir die Autorin mitteilen möchte. Nicht nur, dass ich am liebsten das Buch nach den ersten Seiten abgebrochen hätte, und dennoch habe ich durchgehalten. Leider wurde es nicht besser. Hier lohnt sich durchquälen einfach nicht. Der Schreibstil, der um es nett zu formulieren, ist langweilig und einfach nur grauenvoll, ich vermisste auch den roten Faden der Geschichte. Dieses Buch hat gefühlt keinerlei Aussagekraft, maximal die, wie man sich auf gut 400 Seiten so dermaßen schrecklich langweilen kann. Manchmal hatte man das Gefühl, dass ein Handlungsstrang einfach mittendrin abbricht ohne erkennbaren Grund. Die Protagonistin bleibt bis zum Ende hin einfach nur blass und man kann sie gefühlt durch jede x-beliebige Person austauschen, wie eigentlich alle Figuren in diesem Buch. Als Leser baut man einfach zu überhaupt keiner Figur irgendeine Bindung auf. Zudem hatte ich größte Schwierigkeiten dem zu folgen, wer nun wer ist.Was dieses Buch wohl ausmachen soll, sind Geschmäcker, also der Geschmack von Wein, Austern etc. Ganz ehrlich, da hätte ich lieber ein Wörterbuch gelesen, als diese in meinen Augen sinnlose Aneinanderreihung von Wörtern.Ich kann hier leider keine Empfehlung geben, denn leider ist die Handlung, wenn es denn so eine gibt, einfach nur schrecklich und kaum nachvollziehbar und zudem ist der Schreibstil auch ziemlich dürftig. Für mich der Flop des Jahres!

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  • Genuss pur

    Sweetbitter

    NeriFee

    05. November 2017 um 14:51

    Sweetbitter. Ich wollte es unbedingt lesen. Und obwohl ich schon ein Weilchen durch bin, brauchte ich etwas Zeit, bevor ich mich an die Rezension setzen konnte. Die Thematik ist eine - wie ich finde - gar nicht so spektakuläre. So oder so ähnlich stelle ich mir das Leben eines Zugezogenen in New York vor. Immer viel Hektik, Lärm, und vor allem wird es nie langweilig. Das verspricht auch dieses Buch. Und neben dem aufregenden Schauplatz, bietet es jede Menge Genuss. Nicht nur für Feinschmecker.KlappentextEigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, wofür sie geschaffen ist. Doch dann landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant und es ist wie der Eintritt in ein neues Universum, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Oder die Ignoranz gegenüber der Einzigartigkeit einer Auster. Ich habe es bereits in vielen Rezensionen gelesen, bevor ich selbst das Buch las und kann bestätigen, man wächst mit dieser Geschichte. Fühlt sich erwachsener. Reifer. Und vor allem wirkt die Story wie ein Rausch. Schon nach den ersten Seiten war ich eingetaucht in die Welt der Protagonistin. In die Welt des nie müde werdenden New York und in die Welt des Restaurants, um das sich alles dreht.Die Charaktere sind authentisch. Der Schreibstil ist mitreissend und klug, aber dennoch nicht schwerfällig. Der Autorin ist ein besonderes Buch gelungen, das insbesondre mit seiner rasanten und schwungvollen Handlung überzeugt. In jedem Fall bleibt man als Leser hungrig zurück. Und das ist im positiven Sinne zu sehen.  Ich mochte Sweetbitter sofort und kann es nur empfehlen.Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Aufbau-Verlag.

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  • Sweetbitter

    Sweetbitter

    Aleida

    03. November 2017 um 20:38

    Sweetbitter Tess kommt nach New York und beginnt in einem Nobel-Restaurant zu arbeiten. Schon bald bestimmt ihre Arbeit dort ihr gesamtes Leben.Meinung:Dieses Buch ließ mich irgendwie zwiegespalten zurück. Stellenweise gefiel es mir recht gut, mit anderen Teilen konnte ich wiederum gar nichts anfangen. Gerade zu Beginn hat mir die Handlung sehr gut gefallen. Der Einstieg in die Arbeit im Restaurant, die Beschreibung der Speisen, die Abläufe in den einzelen Bereichen wie Küche oder Service, die Beobachtung der Gäste und das Verhältnis der Mitarbeiter untereinander. Alles war toll und ausführlich beschrieben. Direkt greifbar und sehr lebendig. Man fühlte sich regelrecht hineinversetzt in das Restaurant und konnte mit Tess alles miterleben. Da die Autorin selbst in Restaurants gearbeitet hat, konnte sich sicherlich vieles aus eigener Erfahrung beisteuern.Allerdings geht es anschließend vorwiegend nur noch um Partys, zu denen sich die Mitarbeiter nach der Arbeit treffen, um abzuschalten. Für mich reihen sich hier irgendwie zusammenhanglos verschiedene Episoden aneinander. Drogen und Alkohol werden bedenkenlos konsumiert. Tess fängt eine "Beziehung" mit einem Barkeeper an. Allerdings ist es ein ständiges Hin und Her, da er wohl auch mit einer anderen Kellnerin etwas hat/hatte. So richtig klar wurde mir das leider auch nicht. Diese Abschnitte haben mir irgendwie die Leselust an diesem Buch genommen, da ich damit gar nichts anfangen konnte. Tess lässt sich durch dieses Leben treiben, besonders sympathisch wirkt sich dadurch leider nicht. Man fragt sich, wie lange sie so weiter machen will oder warum sie nicht etwas in ihrem Leben ändert. Daher vergebe ich für dieses Buch 2,5 Sterne.

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  • Der Hunger ist mir beim lesen ordentlich vergangen..

    Sweetbitter

    SteffiSteff

    14. October 2017 um 18:26

    Worum geht’s: Tess flüchtet vor ihrem Kleinstadtleben nach New York und landet als Kellnerin in einem edlen Restaurant. Dort taucht sie in eine ganz neue Welt ein: neue Geschmäcker, neue Gerüche, neue Leute. Titel und Cover: Ich finde den Titel und das Cover gut getroffen. Die Gestaltung des Covers ist sehr modern gehalten und die Neon-Pfirsichfarbenen Akzente stechen sofort ins Auge. Die George Washington Bridge und der Hummer deuten schon auf den Inhalt und die Szenerie. Der Titel Sweetbitter weist ebenfalls schon auf die Kochszene hin und erinnert auch an das Zusammenspiel der süßen und bitteren Seiten des Lebens, die die Protagonistin erlebt. Charaktere und Story: Zu Anfang war mir die Protagonistin Tess noch sehr sympathisch; eine junge Frau, die das Abenteuer in der Großstadt sucht. Doch mit der Zeit gerät sie immer mehr in eine Sucht nach außergewöhnlichen Geschmackserlebnissen, Alkohol und Drogen. Es geht von einem Exzess zum nächsten und die Geschichte dreht sich irgendwie im Kreis bis sie eine Beziehung (wenn man das so nennen kann) mit dem Barmann Jake beginnt. Ehrlich gesagt verstehe ich wirklich nicht wieso Tess ihn überhaupt so anziehend findet, da er als recht schmuddelig und unhöflich beschrieben wird. Jake bringt sie wenigstens vom Alkohol und den Drogen weg. Dafür entsteht eine verworrene Dreiecksbeziehung zwischen Tess, Jake und der Chefkellnerin Simone, die schon seit der Kindheit eine enge und verdrehte Verbindung zu Jake hat. Am Schluss geht sowohl der Job als auch die Beziehung zu Jake in die Brüche (obwohl ich immer noch nicht verstehe warum). Es gibt natürlich noch viel mehr Mitarbeiter des Restaurants, die konnte ich aber bis zum Ende nicht wirklich auseinanderhalten. Fazit: Nach diesem Buch habe ich wirklich keine Lust mehr nach New York zu reisen und die Lust dort in einem Restaurant etwas zu essen ist mir gründlich vergangen. Nach den Schilderungen von Fruchtfliegen-Plagen, verstopften Abflüssen und so weiter kann ich die Kritik der New York Times (“Sweetbitter wird eine Menge Leute hungrig machen“) wirklich nicht verstehen. Zusammengefasst geht es in dem Buch eigentlich nur um Drogen, Alkohol, Arbeit, Essen und Sex und diese Themen drehen sich immer wieder im Kreis, weshalb die Geschichte auch einige Längen hat. Dennoch ist der Schreibstil von Stephanie Danler sehr angenehm und der Text lässt sich sehr flüssig lesen. Deshalb gibt es noch zwei Sterne von mir, trotz der wirklich schlechten Geschichte.

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  • Poetisches Sahnehäubchen mit deutlich saurem Stich

    Sweetbitter

    Josetta

    20. September 2017 um 12:38

    Das Buch begleitet die Hauptprotagonistin Tess ein Jahr lang bei ihrer Arbeit in einem renommierten New Yorker Sternerestaurant.Tess, aufgewachsen in der Provinz, beginnt einen neuen Lebensabschnitt in der amerikanischen Metropole. Mit wenigen Dollars auf dem Konto und ohne konkrete berufliche Pläne steht sie eines Tages im Büro von Howard, dem Personalplaner des Hauses und ergattert sich mehr oder weniger zufällig einen Job als Hilfskellnerin. Fortan darf sie Servietten falten, Tücher verteilen, putzen und die ersten niederen Hilfskellner-Tätigkeiten verrichten…Mich faszinierten die bildhaften Vergleiche der Autorin. Es ist Poesie, wenn sie mit herrlichen Worten Feigen mit schweren Brüsten vergleicht oder ein Weinaroma beschreibt. Man kann die prallen, saftstrotzenden Trauben fast auf der Zunge schmecken. Dieser Part im Buch hat mir sehr gut gefallen. Leider entpuppte sich die restliche Geschichte ziemlich genussfrei. Ich wollte Tess begleiten, wie ein Voyeur hinter die Kulissen blicken: Exzentrische Gäste, souveränes Management, Höhen und Tiefen des Restaurantalltags. Eigentlich hat Stephanie Danler diese Aufgabe erfüllt. Naja, teilweise. Sie widmete sich verstärkt den unzähligen Drogen- und Alkoholorgien, sexuellen Affären, dem berühmten Morgen danach. Das Personal des Sternerestaurants war entweder betrunken, im Drogenrausch oder verkatert, durch Schlafmangel gezeichnet. Ich verlor den Überblick, konnte kaum einen Namen zuordnen, musste manchmal sogar beim Geschlecht passen, z.B. Sasha, Mann oder Frau? Die Szenen, wirr, konfus und ohne roten Faden aneinander gereiht. Das spiegelt sich auch im Liebesleben von Tess wieder. Nachdem Jack, der verruchte Barkeeper endlich angebissen hat, muss sie ihn mit ihrer Vorgesetzten Simone teilen. Beide verbindet ein geheimnisvolles Band der Vergangenheit, welches nie wirklich gelüftet wird. Unglaubwürdig wie der Rest der Geschichte. Fazit: Beim Zuklappen von Sweetbitter verlasse ich das Nobelrestaurant ohne zurückzublicken. Nicht einer ist mir wirklich ans Herz gewachsen, ihre Zukunft ist mir egal. Die 365 Tage der Hilfskellnerin Tess bereits verblasst. Ich widme mich neuen literarischen Gaumenfreuden. Lediglich Feigen und Austern betrachte ich in Zukunft mit einem anderen Blick.    

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  • Es geht um exquisiten Geschmack, über Geschmack lässt sich streiten, meiner war es nicht!

    Sweetbitter

    Emotionen

    30. August 2017 um 19:11

    "Sweetbitter" war für mich das erste Buch, das ich von Stephanie Danler gelesen habe. Für die nächste Zeit wird es auch das letzte bleiben. Das Buch wurde zwar im Lovelybooks Literatursalon als anspruchsvolle Lektüre angepriesen, jedoch konnte ich das leider nicht nachvollziehen. Mir hat das Buch gar nicht gefallen.HandlungTess, deren Namen man - sofern man ihn nicht auf dem Klappentext gelesen hat - erst mitten im Buch erfährt, versucht ihrer provinziellen Herkunft zu entkommen und zieht nach New York. Dort beginnt als Kellnerin in einem Nobelrestaurant zu kellnern. So viel habe ich vom Klappentext verstanden und ohne den wäre die Grundhandlung des Buches meiner Meinung nach gar nicht zu verstehen. Die Handlung ist wirr und immer wieder gibt es Brüche und Sprünge. Die Handlung hat für mich keinen Zusammenhang und darüber hinaus ist sie nicht einmal besonders interessant. Anstatt einen wirklichen Einblick in die Haute Cuisine zu erhalten, darf man den Eskapaden von Tess und ihrem Team folgen. Seien es Affären oder Drogenorgien, es fehlt einem an nichts. Diese Nichtigkeit mag jemand anderer vielleicht als Kunst empfinden, ich tue es jedoch nicht und kann mit ihr leider nicht viel anfangen. Bei einem Buch lege ich einen großen Wert auf einen mitreißenden Plot und der erscheint mir hier nicht gegeben.CharaktereMit Tess wurde ich leider nicht warm. Aber wie soll man auch eine Bindung zu jemanden aufbauen, deren Namen man gar nicht kennt? Für mich hatten die Figuren im Buch keine Tiefe, vor allem Tess nicht. Da sie die Protagonistin ist, versucht man natürlich, sich mit ihr am stärksten zu identifizieren, aber für mich blieb sie das ganze Buch über sehr blass. Ich konnte ihre Handlungen nicht nachvollziehen und obwohl sie ja mit allerhand Substanzen herum experimentiert halte ich sie für eine sehr passive Person. Sie lässt sich meiner Meinung nach viel zu sehr von ihren Kollegen beeinflussen, anstatt ihren eigenen Kopf einzuschalten. Die Kollegen sind entweder seltsam, nervig oder unfreundlich. Die Faszination, die Tess für Jake empfindet, kann ich nachvollziehen, vor allem, da er sich ihr gegenüber nicht einmal besonders freundlich verhält. Vielleicht schafft das Buch es ja gerade die Kälte dieser Sparte der Arbeitswelt dazustellen, aber für mich war das leider nichts. Freunde fürs Leben habe ich in diesen Charakteren nicht gefunden und ich bin auch sehr froh, dass sie mir in weiteren Büchern nicht mehr über den Weg laufen werden.SchreibstilChaotisch. Das ist das erste Wort, dass mir einfällt, wenn mich jemand nach dem Schreibstil der Autorin fragt. Für einen Impressionisten ist das Buch wahrscheinlich ein Fest, für einen Kontrollfreak eine Katastrophe und für mich verwirrend und überaus anstrengend zu lesen. Die Autorin springt ständig hin und her und eine zusammenhängende Handlung ist für mich nicht wirklich ersichtlich. Mir fehlen wichtige Zusammenhänge und Erklärungen. Anstatt einem spannenden Plot wird der Leser mit Orgien und Nebensächlichkeiten zugespamt - die immer wieder von vorne beginnen und einfach kein Ende nehmen. Mir hat ein roter Faden gefehlt, der sich durch das Buch zieht. Bei den meisten Büchern hat man ja eine ungefähre Vorstellung, auf was man zusteuert. Bei diesem Buch konnte alles geschehen - und es geschah meistens nichts. Außer ein paar Zickereien unter Kolleginnen passierte nicht viel und es gab keine Ereignisse, die Emotionen hervorgerufen hätte, im positiven wie im negativen Sinne. Die Passivität der Personen übertrug sich auf den Leser.FazitNachdem das Buch im Literatursalon angekündigt wurde, hatte ich mich auf eine anspruchsvolle Lektüre gefreut. Dass diese auch sehr unterhaltsam sein kann, habe ich bereits bei anderem Buch aus dem Literatursalon gesehen, dass ich bereits angelesen habe. Vielleicht war das Buch einfach nicht mein Stil, aber ich war leider sehr enttäuscht davon. Ich musste mich mehr oder weniger zwingen, das Buch zu Ende zu lesen. Weder die Handlung noch die Charaktere noch der Schreibstil konnten mich überzeugen, daher vergebe ich die Mindestbewertung von einem Stern. Ich kann das Buch nicht weiterempfehlen, wer es aber dennoch lesen möchte, der möge sich die Rezension sehr genau anschauen und die Leseprobe lesen, bevor er sich das Buch kauft. In dem Buch geht es um exquisiten Geschmack und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber diese Haute Cuisine war nicht mein Geschmack.

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  • Ein Rausch

    Sweetbitter

    LittlePopugai

    24. August 2017 um 10:58

    Beim Stöbern durch die Buchhandlung bin ich auf das Buch aufmerksam geworden, weil es als Empfehlung von meiner Lieblingsverkäuferin markiert war. Da ich von ihr noch nur schlecht beraten war, griff ich zu. Und auch wieder hatte sie Recht. Ich bin wirklich in dem Buch versunken. Die Story ist zwar eher flach und auch nicht wirklich aufregend, aber trozdem hat mich das Buch gefesselt und auf einen Trip in die eigenen 20er mitgenommen.

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  • Sweetbitter

    Sweetbitter

    tardy

    24. August 2017 um 09:50

    Die junge Tess will nach dem College der langweiligen Kleinstadt entfliehen und zieht nach New York. Um überleben zu können, muss sie einen Job als Kellnerin annehmen,  denn New York ist teuer. Obwohl die Arbeit in dem Sternerestaurant knochenhart ist, gefällt es ihr und sie möchte ein akzeptierter Teil der Belegschaft sein. Der Weg dahin führt leider nur über Drogen und Alkohol.Stephanie Danlers Buch "Sweetbitter" war ein großer Erfolg in den USA. Hier scheint es die Leserschaft zu spalten. Als leidenschaftliche Genießerin wollte ich das Buch natürlich auch lesen, versprach es doch großen Genuss, tiefe Einsicht in die Sternegastronomie, man verspürt angeblich großen Hunger bei der Lektüre. Hätte ich nur das erwartet, dann wäre ich tief enttäuscht worden. Denn das Buch ist ganz anders. Ob die Kritiker auf dem Umschlag es wirklich gelesen haben, ich wage es fast zu bezweifeln. Das Buch zeigt zwar die Sternegastronomie, aber vor allem die bittere Wahrheit hinter dem süßen Schein. Das Arbeiten dort ist ein echter Knochenjob, die Arbeitszeiten sind Unzeiten. Man schuftet, wenn die anderen frei haben und schlafen. Am Ende des Abends ist man regelmäßig so aufgedreht, dass nur noch Alkohol, Drogen und Sex helfen, einigermaßen Ruhe zu finden. Um endlich schlafen zu können, damit man am nächsten Tag wieder fit ist für ein neues Spiel. Die Autorin beschreibt dieses Leben sehr detailliert und mit einer schonungslosen Härte, die zeigt, wie es hinter der schönen Fassade wirklich aussieht. Der enorme Leistungsdruck, die hohen Anforderungen, der Wunsch dazu zu gehören, all diese Dinge führen dazu, dass man diesem Teufelskreis kaum mehr entfliehen kann. Durch die knappe, prägnante Sprache und die ständigen Perspektivenwechsel wird das obsessive Verhalten der Protagonisten deutlich. Auch wenn es hier als Fiktion verkauft wird, einen wahren Kern gibt es leider, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Vermisst habe ich etwas die versprochenen kulinarischen Genüsse, die gingen in der aufwühlenden Erzählung unter. Das Buch wird mich trotzdem nicht mehr so schnell loslassen.

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  • Genuss pur

    Sweetbitter

    19angelika63

    14. August 2017 um 15:09

    Klappentext„Sagen wir es so: Ich wurde geboren, als ich auf der anderen Seite der George Washington Bridge ankam.“So lernen wir die unvergessliche Tess kennen, die auf der Flucht vor ihrer provinziellen Herkunft nach New York kommt, um endlich jemand zu werden, um endlich ihren Platz auf der Welt zu finden.Wie so viele beschließt Tess, erst einmal einen Job als Kellnerin anzunehmen, um etwas Geld zu verdienen. Doch das Restaurant, in dem sie anheuert, ist alles andere als gewöhnlich. Es ist der große Tempel des Genusses, in dem nichts der Willkür überlassen wird – ein Paralleluniversum mit ganz eigenen Regeln und Gesetzen, Affären und Allianzen, Intrigen und Freundschaften, Exzessen und Freuden. Tess kann nur überleben, wenn sie schnell lernt. Und die Lektion, die sie hier bekommt, wird ihr Leben verändern.Tess ist eine junge Frau, entflieht nach dem College der Provinz in der sie aufgewachsen ist. Sie möchte das Leben spüren, erfahren wo ihr Platz im Leben ist. Sie strandet in New York und muss schnell feststellen, dass das Leben dort teuer ist. Sie nimmt erst einmal einen Job als Kellnerin an. Das Restaurant in dem sie arbeitet ist ein Edelrestaurant, die Menschen die dorthin kommen Persönlichkeiten. Die Arbeit ist hart, dennoch hat Tess eine gewisse Freude daran und sie lernt sich schnell in die Abläufe ein. Schnell freundet sie sich mit ihren Kollegen an, sofern man dies Freundschaft nennen kann. „BEI GESCHMACK, sagt der Chef, geht es immer um Ausgewogenheit. Das Saure, das Salzige, das Süße, das Bittere. Deine Zunge verfügt jetzt über die entsprechenden Codes. Ein Zeugnis von Geschmack, ein eindeutiger Hinweis darauf, wie du der Welt begegnest, ist die Fähigkeit, das Bittere zu schätzen, ja, danach ebenso zu gieren wie nach dem Süßen.“ (Seite 25)Dieses Buch spaltet die Leserschaft. Vielen finden, dass zu leichtfertig über Alkohol, Drogen und Sex gesprochen wird. Ich habe dies als nicht so schlimm empfunden, weil ich versucht habe den Kontext dahinter zu sehen.Jobs in der Gastronomie sind echte Knochenjobs. Nicht nur, dass die Arbeitszeiten einfach unmenschlich sind, haben es Frauen noch einmal um ein vielfaches schwerer dort zu bestehen. Sie werden oftmals, wie auch im Buch, sexuell genötigt/ belästigt. Um nicht den Job zu verlieren schweigen viele.Hinzu kommt bei Tess noch, dass sie dazu gehören möchte. Folgedessen macht sie bei diesen Exzessen mit. Das will ich nun wirklich nicht schön reden oder gutheißen, aber sie hat niemanden in New York außer den Menschen die im Lokal arbeiten und sie möchte nicht in eine Außenseiterposition rutschen. Tess sucht noch nach ihrem Platz im Leben und die Liebe.Auch Danler weißt in Nebensätzen und kleinen Botschaften auf die Folgen des Missbrauchs von Alkohol und Drogen hin.Aber in diesem Buch geht es nicht nur um Alkohol, Drogen und Sex. Es geht auch um den Genuss, um gutes Essen und Weine. Ich persönliche liebe auch gutes Essen und Weine, dass in einer entsprechend Lokalität …. phantastisch. Für mich ist diese Art des Genusses eine Entschleunigung vom Alltag. Ich setze mich mit einer Speise auseinander, versuche Geschmack und Bestandteile zu differenzieren. Daher war dieses Buch für mich auch ein Erlebnis. Ich konnte mal „hinter“ die Kulissen schauen und erfahren wie die täglichen Abläufe in einem guten Restaurant sind.Zusammengefasst:SWEET ... die Sehnsüchte, das Leben und die Liebe ... BITTER die Abstürze und Exzesse ... was für ein Wahnsinnsbuch!!!

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    • 2
  • Süß und bitter kann das Leben sein

    Sweetbitter

    eulenmatz

    08. August 2017 um 13:29

    INHALT: Eigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, wofür sie geschaffen ist. Doch dann landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant und es ist wie der Eintritt in ein neues Universum, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Oder die Ignoranz gegenüber der Einzigartigkeit einer Auster. Sweetbitter ist ein großer Roman über den Genuss und die Obsession – darüber, dass man manchmal besessen sein muss, um wirklich genießen zu können. MEINUNG: Ich habe mich auf das Buch sehr gefreut, denn ich mag gutes Essen und alle kulinarischen Genüsse, die darum tummeln und ich mag New York, wo ich auch schon einmal gewesen bin. Als das Buch erschienen ist, ist es tatsächlich gefühlt wie eine Bombe eingeschlagen, allerdings wie eine ziemlich schlechte. Ich war erschrocken über die vielen wirklich sehr schlechten Bemerkungen. Natürlich tendiere ich auch dazu, mich davon beeinflussen zu lassen und so lag das Buch erstmal ein wenig bei mir rum, bis ich mich jetzt endlich dazu entschließen konnte es endlich zu lesen. Der Roman wird aus der Sicht von Tess erzählt, die ich zunächst fast als namenslos wahrgenommen hatte, weil ihr Name so selten in dem Buch fällt. Tess ist 22 Jahre alt, mit dem Studium fertig und möchte nun in der großen Stadt New York Kellnerin werden. Für mich ist das ein ganz normaler Schritt in diesem Alter. Häufig weiß man auch nach dem Studium noch nicht, was man eigentlich möchte und was das richtige für einen ist. Tess landet zunächst als Hilfskellnerin in einen New Yorker Edelrestaurant. Der Start ist nicht leicht für sie und schnell stellt sich raus, dass die Gastronomie ein echter Knochenjob ist, bei dem man genau dann arbeitet, wenn andere häufig schon im Bett liegen. Tess schließt dort schnell auch, wenn auch relativ lose, Freundschaften. Es gibt relativ viele Personen, so dass ich zunächst Probleme hatte diese immer genau einzuordnen, aber die Autorin liefert einem eigentlich genug Erkennungsmerkmale. Nach Feierabend verschlägt es die zumeist jungen Leute häufig noch in eine Bar, wo auch Alkohol in Massen und auch Drogen konsumiert werden. Ich will das noch nicht mal alles schön heißen, aber auch das sind Sachen, die für mich in diesem Alter dazu gehören (obwohl ich von Drogen nichts halte). Die Gastronomie ist ein Berufsfeld, wo man ständig unter Anspannung und Stress steht. Der Konsum von diversen Genussmitteln ist wohl auch Teil davon, um mal runterzukommen. Die Autorin schildert das alles sehr realistisch, auch was die Konsequenzen angeht. Wenn man dann durchhängt und einen Kater hat, muss man nächsten trotzdem wieder seinen Job machen. Auch Tess muss das lernen. Die Autorin unterbricht den normalen Romanverlauf immer wieder mit gedichtartigen, fragmentarischen Gesprächsfetzen aus dem Restaurant und anfänglich auch mit Beschreibungen von Geschmacksrichtungen. Kulinarisch gesehen wird oft auf Wein, dessen Geschmack und Herkunft eingegangen. Die Schilderungen des Restaurantablaufs sind sehr ausführlich und auch augenöffnend. Man bekommt einen sehr guten Eindruck, wie hart das Personal dort arbeiten muss. Tess‘ Geschichte erstreckt sich ungefähr über den Zeitraum von einem Jahr. Das Buch ist dazu in die bekannten Jahreszeiten, Frühling, Sommer, Herbst und Winter eingeteilt. Mir hat gut gefallen, dass Tess in der Zeit auch gewissen Ehrgeiz entwickelt und von der Hilfskellnerin zu einer richtigen Kellnerin werden möchte. Ein bisschen problematisch fand ich ihre für mich fast an Besessenheit grenzende Bewunderung für Simone, die sagen wir mal Oberkellnerin im Restaurant. Gleichzeitig ist Tess in Jake verliebt, der aber auch mit Simone relativ eng ist. Das führt bei Tess zu regelmäßiger Eifersucht und eskaliert dann schließlich auch. Jake ist aber ungefähr so der typische Mann, von dem man sich gerne mal angezogen fühlt, der aber am Ende nicht gut für sie ist. Selbst Simone warnt sie vor ihm. Am Ende greift Tess zu einem Mittel, um endlich die Position als Kellnerin zu bekommen, welches ich von ihr nicht gedacht hätte. Vermutlich hat sie da verstanden wie das Gefüge tickt und was dafür tun muss. Tess war mir rückblickend eigentlich schon sympathisch und ich konnte in vielen Momentan auch mich selbst in diesem Alter wiederfinden. Mir hat gut gefallen, dass sie sich entwickelt hat, dass sie gelernt hat auch Konsequenzen zu tragen und dass sie trotz wohl schwieriger Kindheit (welche immer nur mal angedeutet wird), doch relativ normal ist. Da habe ich schon viel schlimmere Bücher gelesen, in denen die Protagonistin völlig planlos durchs Leben gewandelt ist und sich diese Leere mit Drogen, Alkohol und zwanglosem Sex aufgefüllt und am Ende sich auch nicht wirklich entwickelt hat. FAZIT: Ich kann mich den vielen schlechten Meinungen zu dem Buch nicht anschließen. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die versucht ihren Platz zu finden und erwachsen zu werden. Die Einblicke in die Abläufe eines renommierten Restaurants sind interessant und öffnen einem als Gast auch mal die Augen, was hier geleistet wird. Die kulinarischen Eindrücke hätte ruhig noch etwas umfangreicher sein können. Es beschränkt sich hier sehr auf Spirituosen, besonders Wein. Vielleicht sollte man an das Buch nicht mit falschen Erwartungen ran gehen. Eine gewisse Handlungsarmut lässt sich nicht absprechen, aber ansonsten hat mir das Buch gut gefallen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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  • Sehr anstrengend

    Sweetbitter

    Cleo15

    01. July 2017 um 14:28

    Durch den Literatursalon bin ich auf dieses Buch gestoßen. Es wurde bisher schlecht bewertet, doch ich dachte mir, ich gebe ihm mal eine Chance. Gerade weil die Autorin Stephanie Danler einen Master in Creative Writing hat. Leider muss ich mich der überwiegenden Meinung anschließen.Inhalt:Eigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, wofür sie geschaffen ist. Doch dann landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant und es ist wie der Eintritt in ein neues Universum, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Oder die Ignoranz gegenüber der Einzigartigkeit einer Auster.Das Buch ist in vier Kapitel- die vier Jahreszeiten- unterteilt, so dass man gut die Zeit im Blick hat, die vergeht.Charaktere:Tess fand ich am Anfang ganz symphatisch. Aber nach etwa einem viertel begann die Sache mit dem Alkohol und den Drogen. Und das wurde immer schlimmer. Ich hatte das Gefühl, es gab keine Seite mehr, auf der nicht irgendwie mal thematisiert wurde, dass jemand vollkommen high ist. Das hat mich abgestoßen, auch gegenüber ihrem Charakter. Sie hat sich über die Geschichte entwickelt und viel fürs Leben dazugelernt, aber das hat es in meinen Augen nicht mehr besser gemacht.Es gibt noch einen riesigen Stoß an anderen Charakteren. Ich konnte bis zum Schluss nicht alle auseinanderhalten. Witzigerweise wusste ich von manchen zum Schluss noch nicht einmal, welches Geschlecht sie denn nun haben, so verwirrt war ich. Für mich war es definitiv zu viel.Schreibstil:Stephanie Danler kann schreiben, dass würde ich ihr nie absprechen. Das erste Kapitel hat mir auch noch ganz gut gefallen. Tess wurde vorgestellt, ihr Leben, ihr Weg. Es war nicht aufregend, nicht spannend aber für den Moment auch nicht langweilig. Doch dann begann ein Schema, dass sich ständig wiederholten, nur durch Längen unterbrochen, die es mir wirklich schwer machten, weiterzulesen. Arbeiten, betrinken und Drogen nehmen, feststellen, dass das Leben nicht so läuft wie gewünscht und wieder arbeiten. Ein endloser Kreislauf bis zum Schluss. Zwischendrin mogelt sich noch eine Liebesgeschichte ein, die in meinen Augen aber keine war, weil es für mich einfach nicht so rüber gekommen ist. Wer da nun am Ende wen geliebt hat oder nicht, habe ich auch nicht so richtig verstanden. Wahrscheinlich war ich zu dem Zeitpunkt schon zu abgestumpft, um der Handlung noch richtig folgen zu können.Fazit:Ich gebe dem Buch zwei Sterne, weil es sich eigentlich flüssig lesen lässt. Nur ist es leider sehr eintönig, ohne Spannungskurve oder gar Spitzen. Weiterempfehlen würde ich es eher nicht.

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  • Bleibt zu flach

    Sweetbitter

    raven1711

    30. June 2017 um 10:13

    Rezension Stephanie Danler - Sweetbitter Klappentext:Eigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, wofür sie geschaffen ist. Doch dann landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant und es ist wie der Eintritt in ein neues Universum, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Oder die Ignoranz gegenüber der Einzigartigkeit einer Auster.Sweetbitter ist ein großer Roman über den Genuss und die Obsession – darüber, dass man manchmal besessen sein muss, um wirklich genießen zu können.Meinung:Tess kam eigentlich nicht nach New York, um Kellnerin zu werden, doch die Faszination für ihren neuen Job hat sich schnell eingeholt. Das eingespielte Miteinander, die Koordination der Arbeitsläufe, der Prozess des Kochens, Servierens und das ganze Drumherum fasziniert die junge Frau und sie merkt, dass sie mehr wissen will. Nicht nur über ihre Kollegen, sondern auch um die Geschmäcker und Genüsse um sie herum. Angeleitet durch ihre Vorgesetze eröffnet sich Tess eine ganz neue Welt, voller Obsessionen und eigener Regeln.Tess ist ein schwierig zu greifender Charakter. Auf der einen Seite erfährt man so viel über ihre Gefühle und Gefühlslagen, wie es ihr geht, was sie umtreibt und beschäftigt. Andererseits aber gibt die Autorin so wenig von ihr Preis, ihre Vergangenheit wird angedeutet, bleibt aber weitestgehend im Dunkeln und man hat das Gefühl, nicht richtig an sie heran zu kommen. Auch die Nebencharaktere gestalten sich schwierig, sind launisch und flatterhaft, tauchen auf und ab und durchwirbeln die Geschichte wie Feen, die nicht gefangen werden möchten.Die Handlung ist grundsätzlich schnell erzählt, denn wirklich viel passiert hier im Buch nicht. Die Schauplätze bleiben meist auf das Restaurant, Tess Wohnung oder die Stammkneipe gerichtet. Stephanie Danler stellt hier eindeutig die Genüsse und das Leben in einem Restaurant in den Vordergrund. Es ist faszinierend zu lesen, wie sich die Hierarchien in einem Restaurant zusammensetzen und die anschaulichen Beschreibungen der Gerichte, Lebensmittel und Getränke ist ein Fest für die Sinne, denn man kann förmlich die einzelnen Zutaten auf der Zunge spüren. Aber neben all der sprachlichen Eleganz fehlt es einfach zu sehr an Spannung im Buch und auch der immense Gebrauch von Drogen hat mich eher verstört als in Begeisterungsstürme ausbrechen lassen. Gerade der Umgang mit den Drogen wirkt hier so selbstverständlich und ohne Nebenwirkungen, was für ein wenig Kopfschütteln bei mir gesorgt hat und Tess nicht unbedingt sympathischer hat werden lassen. Fazit:Sweetbitter ist ein interessantes Buch, das einen umfassenden Einblick in die Welt eines gut gehenden Restaurants gewährt, leider aber bei seinen Figuren und in der Handlung insgesamt zu flach bleibt.Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • In vollen Zügen, mit absolutem Genuß

    Sweetbitter

    andrea_strickliesel

    28. June 2017 um 08:39

    Tess stammt aus der Provinz und beschließt, nach dem Abschluss ihres College nach New York abzuhauen. Ihr Eigenes, langweiliges Leben und den Vater hinter sich zu lassen. Sie will sich auf die eigenen Füße stellen, etwas Neues für sich. Eigentlich, hat sie keinen Plan was sie dort, in dieser riesigen Stadt, eigentlich werden will. Zur Überbrückung stellt sie sich in einem schicken Edelrestaurant vor. Sie bekommt eine Stelle als Hilfskellnerin, darf Teller schleppen und Getränke aus dem Keller holen. Damit hat sie den Einstieg in eine völlig fremde Welt. Eine Welt voller Gerüche, Geschmäcker und wilden Partys nach der Arbeit. Sie lernt die unterschiedlichsten Menschen, Weine und Speisen kennen. Süßes, Bitteres, Salziges… alles ist so intensiv, so spannend. Die Kollegen nehmen sie nur vorsichtig in ihrer Mitte auf, nehmen sie aber trotzdem zu ihren Afterworkpartys mit. Alkohol-, Drogenexzessen und Affären spielen während dieser Ausflüge eine große Rolle. Ein Leben in vollen Zügen und Genüssen… Stephanie Danler schreibt sehr schnell und unterhaltsam. Sie weiß, von was sie schreibt, denn sie hat selber in einem New Yorker Edelrestaurant gearbeitet, bekam selber einen Einblick in die Welt der Gastronomie. Ihren Roman hatte sie damals schon geschrieben und einem ihrer Gäste, einem Verleger, angeboten. Die schnelle kurze Sprache und die flotte Wechsel auf die Darsteller, machen das Buch etwas verwirrend, aber auch interessant. Tess, ihre Hauptfigur hat Spaß an diesem wilden Leben, und scheint damit einen Blick auf die junge Generation freizugeben. Einer Generation, die nicht weiß was sie will, aber das was sie hat, in vollen Zügen genießt. Mir persönlich hat dieses Buch Spaß gemacht, war nie langweilig und hat mir Appetit gemacht. Das Buch verdeutlichte aber auch, in welchen Situationen unsere Jugend steckt, ziellos, zügellos, gelangweilt und doch motiviert, Neues zu entdecken. 

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  • Genuss- und Geschmackserlebnisse literarisch verarbeitet - leider mit zu wenig Substanz

    Sweetbitter

    smayrhofer

    27. June 2017 um 11:43

    Tess will endlich mehr vom Leben erfahren und zieht aus einer provinziellen Kleinstadt nach New York. Um ihre Miete und ihren Lebensunterhalt zu verdienen, heuert sie in einem feinen Restaurant als Hilfskellnerin an. Schon bald taucht sie in eine ganz andere Welt ein; ein Paralleluniversum, in dem Genuss in jeder Hinsicht an erster Stelle steht…„Sweetbitter“ ist irgendwie der passende Name für diesen Roman, denn er lässt mich mit zwiespältigen Gefühlen zurück. Das Buch ist mit der Orientierung an die vier Jahreszeiten durchaus interessant aufgebaut, man kann die Hitze- und Kälteperioden gut nachvollziehen. Leider gilt das für die Handlung – wenn man überhaupt davon sprechen kann - nicht unbedingt. Es geht eigentlich gar nicht richtig voran, denn außer den gut gelungenen Beschreibungen von kulinarischen Genuss- und Geschmackserlebnissen geht es vor allen Dingen um die immer wiederkehrenden Sex-, Drogen- und Alkoholexzesse im New Yorker Nachtleben. Das sind zwar in gewisser Weise auch Genusserlebnisse, aber bringen die Geschichte nicht richtig weiter. Den durchaus interessanten Charakteren fehlt die Tiefe, obwohl es sich offensichtlich um vielschichtige Persönlichkeiten handelt (z.B. die erfahrene Kellnerin Simone). Diese Gelegenheit zur Vertiefung verpasst die Autorin leider. Die ganze Geschichte wird aus der Perspektive von Tess geschrieben, die von ihren Kollegen aber nur „die Neue“ oder „Fluff“ genannt wird. Der im New Yorker Restaurantgewerbe offensichtlich übliche rüde Umgangston zieht sich durch das ganze Buch und wirkt teilweise befremdend. Aber offensichtlich weiß die Autorin, wovon sie schreibt, denn sie hat selbst in diesem Metier gearbeitet und kennt sich mit der Arbeit einer New Yorker Kellnerin sowie mit den Beziehungen zwischen Kollegen, Chefs und Untergebenen bestens aus. Das kann man ihr zugutehalten, macht die Sache für den Leser aber nicht unbedingt erträglicher. „Sweetbitter“ punktet vor allen Dingen dann, wenn es um dezidierte Beschreibungen der kulinarischen Genüsse bzw. die dabei entstehenden Gefühle geht. In diesen Momenten ist man als Leser regelrecht mittendrin. Für ein mehr als 400 Seiten starkes Buch ist das meines Erachtens aber zu wenig, und deshalb gibt’s auch nur 3 Sterne.

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  • Leider enttäuschend

    Sweetbitter

    Maddinliest

    25. June 2017 um 23:13

    Tess flieht aus ihrer kleinbürgerlichen Heimat und sucht wie so viele ihr Heil in einer glamourösen und verlockenden Großstadt, nämlich New York. Mehr aus einer Verlegenheit um einen Job und somit um einen guten Start in ihrem neuen Leben nimmt sie die Anstellung in einem angesehen Restaurant an. Sie beginnt hier als Neuanfängerin und somit im untersten Glied der Hierachiekette. Mit der Zeit muss sie sich ihren Platz in dieser eigenen Welt suchen und um die Anerkennung ihrer Kollegen kämpfen.Ich bin mit hohen Erwartungen in dieses Buch gestartet, da es im Ausland viele gute Bewertungen erhalten hat und es mit der Kombination aus Gourmetküche und New York einen großen Reiz auf mich ausgelöst hat. Zudem finde ich die Covergestaltung sehr gelungen. Desto größer war für mich die Enttäuschung, als sich die anfänglich noch völlig offene Story zu einer Aneinanderkettung ausschweifender Partys und Exzesse entwickelte. Ich wartete leider vergeblich auf den Ansatz einer tiefergehenden Handlung und musste mich so tapfer durch das Buch kämpfen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Autorin Stephanie Danler mit ihrem Buch die sicherlich das besondere und exzessive Leben in einer solchen Weltstadt charakterisieren wollte, aber da ich zu keiner Zeit einen Zugang zu den aus meiner Sicht sehr blassen Protagonisten finden konnte, bekam ich auch keinen Bezug zum Buch. Die Schreibweise der Autorin ist dabei durchaus erfrischend anders und konnte mich zu Beginn des Buches noch wirklich begeistern, aber im Verlaufe des Buches lies dies leider immer mehr nach.Das Buch ist sehr speziell und bei den bisherigen Bewertungen kann man feststellen, dass es stark polarisiert. Mich hat es leider auf die negative Seite verschlagen, so dass ich "Sweetbitter" nicht wirklich weiterempfehlen kann und nur mit zwei von fünf Sternen bewerte.

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