Stephanie Danler Sweetbitter

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Inhaltsangabe zu „Sweetbitter“ von Stephanie Danler

Eigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, wofür sie geschaffen ist. Doch dann landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant und es ist wie der Eintritt in ein neues Universum, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Oder die Ignoranz gegenüber der Einzigartigkeit einer Auster. Sweetbitter ist ein großer Roman über den Genuss und die Obsession – darüber, dass man manchmal besessen sein muss, um wirklich genießen zu können.

Ein brillantes Lesevernügen, dass uns in die Welt des NYer Servicepersonals zieht. Volles Leben, coming of age mit sex, drugs & service!

— Nil
Nil

Oberflächlich. Eine Handlung bestehend aus Alkohol, Drogen, Sex und ein bisschen Gastro. Eine nichtssagende Protagonistin. Der Jahres-Flop!

— PrinzessinAurora
PrinzessinAurora

Exzess auf allen Ebenen.

— erinrosewell
erinrosewell

Ein sehr verwirrendes Buch.

— RAMOBA79
RAMOBA79

Was war, bzw. ist das? Vier Jahreszeiten und irgendwie immer das Gleiche...

— Judiko
Judiko

Eine Milieustudie aus der New Yorker Gastronomie- und Hipsterszene. Polarisierende Handlungs und Charaktere, aber toller Schreibstil!

— banshee
banshee

Der Blick hinter die Türen und Bars eines Restaurants. Scharfe Beobachtungen, ungewöhnliche Erzählart, nicht das, was man sich erwartet.

— LimitLess
LimitLess

Viel zu oberflächlich und zu viel Geschwafel - hatte mir mehr versprochen :(

— Linker_Mops
Linker_Mops

Kein Buch für mich. Ich hatte eine völlig andere Erwartung.

— Sikal
Sikal

Enttäuschend!

— twentytwo
twentytwo

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Der Brief

Die Leseprobe war vielversprechend, der Rest hat mich leider etwas enttäuscht.

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  • Grandioser Roman! Unbedingt lesen.

    Sweetbitter
    Nil

    Nil

    23. May 2017 um 21:08

    Endlich mal wieder ein Roman der aus den Zwängen der Form entrinnt und einen ungeschönten und persönlichen Einblick in die Servicewelt New Yorker Restaurants ermöglicht. Ja, der Roman polarisiert. Da sind die lobenden Stimmen, die Stephanie Danler, als neue amerikanische frische Stimme feiern und den Roman als DEN Roman des Jahres 2016 preisen (Im den USA bereits in 2016 erschienen). Und da sind auch die zerreißenden Stimmen, die es als noch eine irrelevante Coming of age Geschichte mit unzusammenhängenden Abschnitten und zu viel Drogen in die Ecke schmeißen. Ich persönlich fand de Roman sehr gut. Es ist in der Tat eine coming of age Geschichte einer jungen Frau, die ihr Glück als Hilfskellnerin in New York versucht. Aber eben nicht nur. Der Roman gibt uns einen Einblick in die Hierarchie und den Kosmos eines Restaurants und wie man dort miteinander umgeht. Klar, alles rein fiktiv, aber die Autorin hat selbst Jahr als Kellnerin, Beverage Managerin usw. gearbeitet. Man merkt beim Lesen, dass die weiß wovon sie schreibt. Überzeugend ist auch die sprachliche Ausarbeitung. Kreativ und so wenig abgedroschen ist ihre Wortwahl. Stephanie Danler kreiert Bilder im Kopf, die diesen Hype um sie rechtfertigen. Die Sprache macht den Roman zu dem was er ist: ein gutes Stück Literatur und das, eine Behauptung, zeitlos. Hier zwei gute Zitate: S. 229; "[...] jede ästhetisch Entscheidung geht immer mit einer ethischen einher." S. 220 "[...] und die kommenden zehn Minuten lagen ihnen weit mehr am Herzen als die nächsten zehn Jahre." Allerdings muss ich gestehen, dass ich keine Erwartungen an diesen Roman hatte und einfach eintauchen konnte. Das mag mit vielen Vorabinformationen anders sein. Fazit: Wer New York feiert und gute Literatur bevorzugt, ist hier genau richtig.  Trotz coming of age auch für alle höheren Semester toll zu lesen! Eher was für sprachafine Leser als chronologische Geschichtenversteher.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareen anushka Arietta Arizona ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettin CaroasCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dion erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized Nane_M naninka Nil parden Petris Pocci Sandra_Halbe schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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  • Leserunde zu "Sweetbitter" von Stephanie Danler

    Sweetbitter
    aba

    aba

    "Essen wird zu einer Wissenschaft, definiert durch Sprache. Nie wieder wirst du einfach Nahrung zu dir nehmen." New York Fans und Liebhaber der guten Küche aufgepasst! Was für eine Mischung! New Yorker Flair und Sinnlichkeit für die Geschmacksnerven. US-amerikanische Autorin Stephanie Danlers Debütroman "Sweetbitter" ist die faszinierende Geschichte der jungen Tess, die ohne Geld und ohne Freunde nach New York kommt, fest entschlossen, die aufregendste Stadt der Welt zu erobern. Ein Leben in Armut in Brooklyn, aber eine Arbeit inmitten von Luxus in Manhattan: Tess entdeckt innerhalb kurzer Zeit neue Welten und erlebt ungeahnte Abenteuer.Seid ihr bereit für eine erlebnisreiche Geschichte in New York? Liebt ihr anspruchsvolle Literatur? Dann dürft ihr diese Leserunde zu Stephanie Danlers Debütroman auf keinen Fall verpassen!Wir freuen uns sehr, euch mit "Sweetbitter" einen weiteren Titel im  LovelyBooks Literatursalons vorstellen zu dürfen, in dem euch literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben erwarten.Zum InhaltEigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, wofür sie geschaffen ist. Doch dann landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant und es ist wie der Eintritt in ein neues Universum, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Oder die Ignoranz gegenüber der Einzigartigkeit einer Auster.Sweetbitter ist ein großer Roman über den Genuss und die Obsession – darüber, dass man manchmal besessen sein muss, um wirklich genießen zu können.Hier geht es zur Leseprobe!Zur AutorinStephanie Danler fing im Alter von 15 Jahren an, in Restaurants zu arbeiten. Als sie 2006 nach New York kam, um dort kreatives Schreiben zu studieren, begann sie im edlen Union Square Café zu kellnern. Sie verliebte sie sich in die Arbeit, das Essen, die Leute und die Stadt. Inspiriert durch ihre Erfahrungen aus dieser Zeit, schrieb sie ihr Debüt "Sweetbitter". Stephanie Danler lebt in Brooklyn, New York.Seid ihr bereit für eine sinnliche literarische Erfahrung? Zusammen mit Aufbau verlosen wir 30 Exemplare von "Sweetbitter" unter allen, die sich über diesen aufregenden Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 09.04. und löst folgende Aufgabe:Im LovelyBooks-Büro wird gerne und viel gegessen! Macht uns passend zu "Sweetbitter" den Mund wässrig mit euren Foodie-Fotos! Postet einfach ein Foto von eurem liebsten Essen!ACHTUNG! 10 der 30 Exemplare von "Sweetbitter" verlosen wir als exklusive "Sweetbitter"-Box unter allen, die ihr Foto bei Twitter, Facebook oder Instagram mit dem Hashtag #sweetbitter posten und den Link zum Beitrag in den Bewerbungsbeitrag packen!Wir freuen uns auf eure Fotos und wünschen euch viel Glück! Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde ein weiteres Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier. * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 1213
  • "Sweetbitter" von Stephanie Danler

    Sweetbitter
    erinrosewell

    erinrosewell

    22. May 2017 um 09:37

    Autorin: Stephanie DanlerTitel: SweetbitterGattung: Roman, Erzählung, BerichtErschienen: 2017Gelesene Ausgabe: Aufbau, 2017ISBN: 978-3-351-03672-0Gelesen auf: Deutsch (Englisch)Gelesen im: Mai 2017   Zum Buch:Ein Buch, dessen Hype etwas ausuferte ist Stephnie Danlers "Sweetbitter". Zahlreiche Prominenten, denen man die Fähigkeit zu lesen kaum zugetraut hätte, ließen sich freundestrahlend mit dem pinknen Accessoire abbilden. Zeitschriften druckten Interview um Interview mit der charmanten jungen Autorin. Und doch spaltet wohl ein Buch dieses Frühjahr so sehr die (deutsche) Lesegemeinde.Die Geschichte erzählt von einer zweiundzwanzig jährigen Kellnerin, die frisch nach New York kommt und in einem noblem Restaurant anheuert. Durch kulinarische Einschübe erzählt es im vereinfachten Stream of Conciousness Prinzip von dem Einblick in die Arbeitswelt in der Gastronomie.Danler bewahrt dabei immer eine kühle Distanz zu  den Figuren, die es teilweise schwer macht mit ihnen zu sympathisieren. Der deutsche Klappentext führt leider ein wenig in die Irre, denn es wird tatsächlich nur der Mikrokosmos Arbeit beschrieben mit dem oft turbulenten Leben der Mitarbeiter, die ihre Freizeit oft gemeinsam mit Drogenkonsum und Sex verbringen. Oft fühlte ich mich an Helen Hegemann erinnert. Allerdings ist Danler sprachlich präziser und spiegelt oft die Handlung wieder. Wahnsinnig hilfreich um den Prozess ihres Schreibens zu verstehen, fand ich das Interview mit ihr im Paris Review.Mir persönlich hat das Buch wahnsinnig gut gefallen. Danler hat mit diesem ungewöhnlichen Buch gezeigt, dass sie schreiben kann. Im nächsten kann sie vielleicht noch beweisen, dass sie auch eine Handlung konstruieren und Personen mehr Tiefe geben kann.   Eine der LieblingsstellenZitat: "Die Folgen meines Sturzes wurden sichtbar. Auf meiner linken Hüfte, meinem unteren Rücken, meiner Wange - da, wo mich der Vorspeisenteller getroffen hatte, blubberten die Blutergüsse an die Oberfläche. Erst später nahmen sie Farbe an. Meine Haut war die einer überreifen Nektarine, in der das Fruchtfleisch unter der Oberfläche hin- und herschwabbelte. Biss man hinein, explodierte das ganze Ding."[1]   Stil und Sprache: Pulsierend. Temporeich.Zitat: "Die Sardinen sind der Wahnsinn heute. Es stimmt Chef hat ihn eine Schwuchtel genannt. Die Personalabteilung wird ausrasten. Warst du schon in der Ssäm-Bar? Nein, der beste Chinese ist in Flushing. Am Mittwoch bin ich auf der Bühne. Scott dreht richtig auf. Ich war besessen von Tschechow. Ich bin grad total besessen von Campari."[2] Schlüssigkeit der Handlung: Eher ein Einblick hinter die Kulissen, Handlung ist nicht so wichtig. Das hat mir gefallen: Der ungewöhnliche Einblick in eine sonst verschlossene Welt.Das hat mir nicht gefallen: Kühle Distanz zu den Figuren. In One Sentence: Exzess auf allen Ebenen.Sterne: 4 [1] S.161[2] S.55

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    • 3
  • Essen und Drogen...

    Sweetbitter
    RAMOBA79

    RAMOBA79

    21. May 2017 um 10:52

    Inhalt:Eigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, wofür sie geschaffen ist. Doch dann landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant und es ist wie der Eintritt in ein neues Universum, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Oder die Ignoranz gegenüber der Einzigartigkeit einer Auster.Das Buch ist flüssig geschrieben. Deshalb gibt es von mir den einen Stern. Ansonsten kann ich dem nichts positives zugestehen. Zu lesen wie jemand von zu Haus fortgeht, dann im Restaurant anfängt. Sich quasi jeden Abend volldröhnt, ist nix für mich. Ein hauch "Romantik" sollte auch mitspielen, hat meiner Meinung nicht geklappt. War gar nicht meins und das Geld kann man sinnvoller investieren.

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  • Was war, bzw. ist das?

    Sweetbitter
    Judiko

    Judiko

    21. May 2017 um 07:16

    Was ist, bzw. war das? Gerade eben habe ich das Buch beendet und mir genau das gedacht. Eigentlich habe ich mir diese Frage aber, schon ziemlich schnell, zu Anfang des Buches, gestellt und nur tapfer durchgehalten. Beginne ich aber erstmal damit, was ich mir von diesem Buch erhofft habe.  Nachdem dieses Buch in Amerika sehr gehypt wurde und diese Welle dann auch hier her schwappte, war ich voller Vorfreude auf dieses Buch. Selbst die New York Times schrieb „ Sweetbitter wird eine Menge Leute hungrig machen“… …mit dieser Erwartung, auf ein sehr beliebtes Buch, tauchte ich ab, in die Geschichte. Ich dachte, Sex, Drugs & Rock ‘n Roll… Eine junge Frau geht nach New York, kämpft ums Überleben, bekommt einen Kellner Job, in einem  angesehenen Lokal, lernt dort das New Yorker Leben kennen und lieben. Vielleicht verliebt sie sich und untermauert wird das Ganze mit leckeren Gerichten aus der Küche. Im Groben war es das auch, ABER… …ES WAR SO LANGWEILIG! Wir begleiten Tess über vier Jahreszeiten durch das New Yorker Alltagsleben, vor allem aber Nachtleben. Kulinarisch werden einem zu den bestimmten Jahreszeiten, Gerichte aus der Saison serviert. Tess, (als Leser erfährt man übrigens , nach über der Hälfte erst , wie sie heißt) kämpft sich tatsächlich durch. Vor allem nachts wenn die „Geregelten“ schlafen. >>Die Geregelten, sind Menschen, die täglich arbeiteten, von neun bis siebzehn Uhr, Sie lebten im Einklang mit der Natur, wachten und schliefen mit der Sonne, Essenszeiten, Geschäftszeiten – die Welt richtete sich nach ihren Tagesablauf. Die besten Märkte, Top Konzerte, Straßenfeste, ja die schönsten Feiern überhaupt waren an Samstagen und Sonntagen. Die Geregelten füllten Kinos, Vernissagen und Töpferkurse. Sie schauten Fernsehserien genau dann, wenn sie ausgestrahlt wurden. Sie hatten ganze Abende totzuschlagen. Sie schauten den Super Bowl und die Oscars, sie reservierten Tische zum Abendessen, dann aßen sie zu normalen Zeiten. Die ganze Stadt war ausgestattet mit Komparsen für den Film, in dem sie die Hauptrolle spielten. << (Auszug aus dem Buch) Tess und alle anderen aus dem Lokal gehören nicht dazu. Sie waren die Gastro-Leute – so gierig, wenn die Geregelten ins Bett gingen. sie lassen es dann immer ordentlich krachen. Ziehen eine Line nach der anderen, besaufen sich und haben Sex. An sich könnte es eine gute Geschichte sein, würde sich dieser Ablauf nicht ständig wiederholen. Arbeiten, Feierabend, sich zu dröhnen, Rausch ausschlafen und wieder arbeiten… Dazu kommt der Schreibstil, der mir leider auch nicht zusagte. Zu abgehackt und manchmal wusste ich nicht mal, von wem die Rede war. Fairness halber muss ich aber sagen, dass es zum Ende hin etwas besser wurde, aber für mich nicht ausreichend, für eine bessere Bewertung. Meine Antwort auf die Pressestimme der New York Times… …wahrscheinlich war ich zu satt oder es war einfach nicht mein Geschmack. Wie Stephanie Danler selbst sagt, in dieser Geschichte, „ Es gibt Leute, die Muscheln lieben und die, die sie eben nicht mögen.“ – So ist das nämlich mit dem Geschmack! Ich danke dem Aufbau Verlag, für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar, so konnte ich meine Neugierde beruhigen und  mir zumindest selbst ein Bild machen. Den Hype um dieses Buch kann ich aber jetzt nicht mehr nachvollziehen.

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  • Sweetbitter: Der Titel ist Programm

    Sweetbitter
    banshee

    banshee

    20. May 2017 um 15:30

    Der Titel des Romans "Sweetbitter" ist auf jeden Fall passend gewählt, weil das Buch sehr polarisierend wirkt und sowohl auf Ablehung als auch auf Begeisterung stößt, wie in der lovelybooks-Leserunde deutlich geworden ist. Mir persönlich hat das Buch recht gut gefallen, aber ich kann auch die Kritikpunkte verstehen, die andere Leser an dem Roman auszusetzen haben.Für mich ist der größte, negative Aspekt, dass es über weite Stellen sehr stark um die Drogenexzesse und Abstürze der Charaktere geht und dabei der Fokus auf die Welt der Gastronomie verloren geht. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir erhofft, dass es in "Sweetbitter" vor allem um kulinarische Themen geht, doch diese vermisse ich besonders in der zweiten Hälfte des Romans zu sehr. Da verspricht der Klappentext leider etwas falsches.Jedoch gewinnt das Buch eindeutig durch den tollen Schreibstil der Autorin. Vor allem die authentischen Dialoge sind sehr gelungen, sodass man den Eindruck hat, einen realistischen Einblick in das Leben der Protagonisten Tess zu bekommen. Teilweise muss man dadurch zwar einige Passage zweimal lesen, bevor klar ist, wer was gesagt hat, weil die Sätze eher kurz und abgehackt sind, aber meiner Meinung nach gewinnt das Buch dadurch an Authentizität. Diese Nähe zum Realismus kann stellenweise aber auch schockierend wirken, da Tess auch in Sachen Drogen und Sex kein Blatt vor den Mund nimmt und die Beschreibungen ihrer nächtlichen Exzesse nicht geschönt werden. Das mag auf die Leser auch polarisierend wirken.Im Kontrast dazu stehen aber sehr ästhetische Passagen, die sich vor allem in der ersten Hälfte von "Sweetbitter" finden, wenn es um Geschmäcker, Aromen und die Wahrnehmung der Welt mit allen Sinnen geht. Da bekommt der Roman fast schon einen philosophischen Charakter. Deswegen ist er in literarischer Hinsicht für mich auf jeden Fall ein sehr lesenswertes Buch, auch wenn es Kritikpunkte an ihm geben mag, wie etwa unsympathische Charaktere, krasse Handlung oder ein fehlender Spannungsbogen. So hat "Sweetbitter" eben sowohl eine bittere, für einige Leser abstoßende Seite, als auch eine ansprechende, "süße". Für mich überwiegt letzteres, auch wenn ich wie gesagt aufgrund des Klappentextes einen etwas anderen Fokus im Roman erwartet hätte.

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    • 2
  • Rezension zu "Sweetbitter"

    Sweetbitter
    Linker_Mops

    Linker_Mops

    20. May 2017 um 09:42

    Ich hatte dieses Buch auf der Buchmesse in Leipzig entdeckt und konnte es dank des Gewinns hier auf LB auch kurze Zeit später mein Eigen nennen. Der Klappentext hat mich angesprochen: Tess, die aus ihrem Provinzkaff flieht, landet in New York und nimmt einen Job in einem gehobenen Restaurant an. So weit, so gut und auch richtig.Doch im Klappentext heißt es weiter "Ein Tempel des Genusses, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. [...] darüber, dass man manchmal besessen sein muss, um wirklich genießen zu können." Dadurch hatte ich die Erwartung, dass es wirklich mehr um Essen, gehobene Küche und Eskapaden von Gästen geht. Hier wurde ich m.E.n. aber enttäuscht. Ja, die Autorin erzählt von Tess, die als Hilfskellnerin anfängt und gewährt auch einen Einblick hinter die Kulissen eines Restaurants. Aber das stand für mich nicht im Vordergrund der Geschichte. Es war einfach eine Aneinanderreihung von oberflächlichen Erzählungen über Tess Alltag, der dann hauptsächlich aus Drogen, Alkohol, Sex und Streit mit ihren Arbeitskolleg*innen bestand. Für mich blieb es stets eine oberflächliche Erzählung ohne einen großen erkennbaren Handlungsstrang bis zum zweiten Drittel des Buches. Das Buch hatte auch schöne Stellen. Manche Beschreibungen - wie z.B. am Anfang über die versch. Geschmacksrichtungen - waren stilistisch wirklich sehr gut. Und das Ende hat auch nochmal eine kleine Entwicklung gemacht, wo ich doch eine Geschichte / einen Handlungsstrang erkennen konnte. Aber insgesamt hat das Buch mich nicht überzeugt. Es war nicht so, dass ich Stellen überflogen habe. Der Schreibstil war schon so angenehm, dass man es gut lesen konnte. Aber insgesamt blieb mir die Geschichte zu oberflächlich, es gab Passagen, wo für mich nur rumschwadroniert/philosophiert wurde und mir hat der Fokus auf die gehobene Gastronomie gefehlt. Ich weiß nicht, ob die Autorin einen Coming of Age-Roman vor Augen hatte, als sie dies schrieb. Wenn ja, dann ist ihr das relativ gut gelungen, aber dann sollte sie dringend den Verlag wechseln, der solche mißverständlichen Klappentexte formuliert. Vielleicht ist es im engl. Original aber anders.Es war kein totaler Reinfall, aber mehr als zwei Sterne kann ich dafür leider nicht vergeben.

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  • LovelyBooks Literarische Weltreise 2017

    Reise um die Welt
    Ginevra

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine literarische Weltreise im Jahr 2017? Dann lasst uns gemeinsam durch 21 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der LIterarischen Weltreise 2016:  https://www.lovelybooks.de/autor/Lily-King/Euphoria-1117239512-w/leserunde/1210564360/ Dann wünsche ich uns allen... Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise! TeilnehmerInnen: ambermoonArgentumverde Arietta Aleida ban-aislingeach Bellis-Perennis Beust black_horse britta70 buchjunkie Buchraettin Buecherwurm Caroas carathis ChattysBuecherBlog Code-between-lines Cornelia_RuoffCorsicana CosmoKramer danielamariaursula Elke elmidi faanie fasersprosse Fjordi Florenca Fornika Gela_HK Gelinde Ginevra Gruenente gst Gwendolina haberland86 Hamburgerin hannelore259 Harlequin histeriker Hortensia13 Igela Igelchen Isador Jari jeanne1302 lehmasLeonoraVonToffieFee leselea lesebiene27 lieberlesen21 Jisbon JuliB kingofmusic kleinechaotin krimielse LibriHolly Luiline marpije miss_mesmerized monerlnaninka Nelebooks  niknak Nisnis paevalill Pagina86 papaverorosso parden peedee Petris PMelittaM postbote saku Schlehenfee schokoloko29 seschat Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi TanyBee TraubenbaerValabe vanessabln vielleser18 wandablue waschbaerin Wedma Wermoewe Wichellawidder1987 WollyYolande

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    • 954
  • Nicht ganz so sweet …

    Sweetbitter
    Sikal

    Sikal

    19. May 2017 um 10:53

    … sondern eher bitter mutet der viel beworbene Roman von Stephanie Danler. Wenn es nach der NYT ginge, müsste der Roman viele Leute hungrig machen … Dem kann ich mich leider nicht anschließen. Die junge Tess bricht alle Brücken hinter sich ab, um in New York das große Glück zu finden. Sie hat Courage, sucht sich mit ihren bescheidenen Mitteln eine Unterkunft und überzeugt bei einem Vorstellungsgespräch mit ihrer unbekümmerten Art. Als Hilfskellnerin in einem Top-Restaurant lernt sie jeden Tag etwas Neues, isst das erste Mal Austern, weiß um der Eigenheiten der illustren Gäste und fühlt sich von zwei Kollegen besonders angezogen: Simone und Jake. Während Simone sie mit ihrem Wissen und ihrer Überlegenheit beeindruckt, findet sie Jake einfach nur süß. Doch welches Geheimnis verbindet die beiden? Der Roman ist in Jahreszeiten aufgebaut und diese kann man auch sehr positiv wahrnehmen, man spürt die Hitze, riecht die Äpfel und erlebt die Kälte, bis im Frühling alles mit einem Neustart finalisiert wird. Soweit so gut – doch leider kippt die Atmosphäre relativ rasch vom genussvollen Entdecken, dem sich Tess anfangs hingibt in Alkohol-, Drogen- und Sexexzesse. Grundsätzlich wäre der Wandel ja egal, spiegelt er doch Tess Zerrissenheit und ihre Abhängigkeiten wider. Doch diese ausufernde Sprache über Details aus den Gegebenheiten hätte ich so nicht gebraucht. Allzu deutlich verfasstes exzessives Verhalten in jeglicher Hinsicht mag für viele Leser akzeptabel sein – mein Lesegenuss war dadurch enorm gestört. Immerhin wurden zig Seiten dafür verwendet. Schade eigentlich, denn die Geschichte selbst hat Potential. Dass dieses Buch polarisiert, wurde in der Leserunde deutlich. Hier gehen die Meinungen ziemlich auseinander, doch das ist ja gut so. Nur, weil es für mich kein Buch war, heißt ja nicht, dass das Buch schlecht ist – hier möge sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ich hätte mir viele kulinarische Ergüsse gewünscht, untermalt vielleicht mit der Entwicklung einer jungen Frau, der Klappentext suggeriert etwas ganz anderes. Obwohl mich der Schluss letztendlich versöhnte…

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  • Sweetbitter

    Sweetbitter
    twentytwo

    twentytwo

    17. May 2017 um 16:41

    Eine junge Frau flüchtet aus der Provinz in das sagenumwobene New York. Als sie dort, entgegen aller Erwartung, einen Job in einem angesagten Szenerestaurant findet, fühlt sie sich endlich angekommen. Dieses Gefühl hält allerdings nicht lange an und ihre Verunsicherung, wie sie mit dem neuen Leben zurecht kommen soll wächst. Mehr oder weniger willenlos, läßt sie sich treiben und in einen rauschhaften Sog hineinziehen. Zwischen Genuss, Verlangen und Betäubung, landet sie letztendlich ziemlich brutal auf dem Boden der Tatsachen ohne es zu schaffen daraus die richtige Konsequenz zu ziehen.FazitIn kurzen Episoden, die sich ausschließlich um den exzessiven Konsum von Drogen, Sex und Alkohol drehen, wird eine bizarre Welt beschrieben, die einen bitteren Nachgeschmack hinterläßt.

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  • Eine Enttäuschung

    Sweetbitter
    scarlett59

    scarlett59

    15. May 2017 um 21:34

    Zum Inhalt der Klappentext:(Warum ich dieses Mal keine eigene Zusammenfassung geschrieben habe, erklärt sich später.) Eigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden. Sie wollte ihrer provinziellen Herkunft entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, wofür sie geschaffen ist. Doch dann landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant und es ist wie der Eintritt in ein neues Universum, in dem ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen, in dem der falsche Wein im falschen Moment zum Verhängnis werden kann. Oder die Ignoranz gegenüber der Einzigartigkeit einer Auster. Sweetbitter ist ein großer Roman über den Genuss und die Obsession - darüber, dass man manchmal besessen sein muss, um wirklich genießen zu können.Meine Meinung (Achtung Spoiler): Der Klappentext zusammen mit der recht massiven Werbestrategie (wie z.B.">Sweetbitter< wird eine Menge Leute hungrig machen." The New York Times oder "Eine rohe, schnörkellose, beißende, wilde Liebesgeschichte." People Magazine) und auch das (deutsche) Cover haben mich auf das Buch neugierig gemacht, denn ein Blick hinter die Kulissen eines Edel-Restaurants und kulinarische Köstlichkeiten an sich interessieren mich. Aber um es vorweg zu nehmen, ich wurde enttäuscht! Das Universum des „edlen New Yorker Restaurants“ besteht im Wesentlichen aus zu viel Alkohol, Drogen und unpersönlichem Sex. Durch die Vielzahl der Angestellten in dem Restaurant fällt es schwer, den Überblick zu behalten, wer in welcher Funktion tätig ist und mit wem verbandelt ist. Insofern empfand ich das Buch anstrengend zu lesen, zumal auch zwischendurch abrupte Wechsel der Erzählstile stattfanden. Das Restaurant bildet zwar die Kulisse für alles, genauso gut könnte die Handlung aber auch in einem Hotel oder Kaufhaus spielen. Die interessanten kulinarischen Exkurse waren einfach zu wenige, um der Beschreibung gerecht zu werden. So ist mir auch nur eine Stelle als erwähnenswert hängengeblieben, an der ich doch sehr grinsen musste:„… Ich stellte mir vor, wie ich eine Flasche Wein kaufte. Nicht, weil sie preiswert war oder weil sie in der Nähe de Kasse stand. Nicht wegen des Tieres auf dem Etikett, sondern aufgrund meiner ureigenen Geschmacksvorlieben. Diese Vorstellung war ebenso lachhaft …“

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    • 2
  • Guter Einblick in die Gastronomie-Szene

    Sweetbitter
    Corsicana

    Corsicana

    15. May 2017 um 13:57

    Achtung: Der Klappentext der Deutschen Ausgabe führt etwas in die Irre und kann zu Enttäuschungen führen. Es geht nämlich viel weniger um Genuss und Kulinarisches als dort angedeutet -  sondern mehr um einen Einblick in das tägliche (Nacht) Leben der Mitarbeiter in der Gastronomie.Also: Kein kulinarischer Roman. Aber: Ein New York Roman (wird doch immer gern gelesen).  Und ein Coming-of-Age-Roman (ebenfalls beliebt). Wenn man das weiß, kann man als Leser sicherlich mehr mit dem Roman anfangen. Allerdings bleibt es für viele sicherlich trotzdem unverständlich, warum der Roman in den USA so gehypt wird. Vielleicht ist es für Amerikaner schon kulinarisch, wenn kurz über Austern und Wein geschrieben wird?Egal. Zum Buch:Eine junge Frau, Anfang zwanzig, kommt aus der Provinz nach New York. Hier soll endlich ihr Leben beginnen. Sie mietet ein Zimmer zur Untermiete in Brooklyn und findet mehr durch Zufall eine Stelle als Hilfskellnerin in einem der besten Restaurants New Yorks.Sie lernt, Austern nach ihrer Herkunft zu unterscheiden. Und die verschiedenen Weine der Welt voneinander zu unterscheiden. Und sie lernt vieles an Gemüse und Salat kennen. Und die Geschmacksrichtungen. Der Name ist Programm: Vieles ist Bitter, manches ist Sweet.Vor allem aber sucht  die Protagonistin nach ihrem Platz im Leben. Nach Freunden und einer Familie. Und nach der Liebe.Da in der Gastronomie hart und vor allem meist abends gearbeitet wird, unternimmt sie viel mit ihren Kollegen. Und natürlich verliebt sie sich in einen Kollegen. Während sich ein anderer Kollege in sie zu verlieben scheint. Aber welche Chance hat die Liebe in solch einer Situation...Die Nächte werden lang, der Alkohol fließt in Strömen und Drogen werden auch gerne konsumiert. So taumelt die junge Frau mit ständigem Schlafmangel, ständigen Kopfschmerzen vom Rausch der letzten Nacht und vielen Aufputschmitteln durch den Tag. Und nachts geht das Ganze wieder von vorne los.Dieses ausufernde Feiern, kombiniert mit viel Arbeit hat mich persönlich in diesem Roman angesprochen. Hat es mich doch an meine eigene Zeit Anfang zwanzig erinnert, als ich als Reiseleiterin gearbeitet habe. Und viel mit Gastro-Leuten gefeiert habe.Wer also einmal wissen möchte, wie es hinter den Kulissen der Gastronomie aussieht - der wird hier viel erfahren.Ansonsten sehe ich das Buch als klassischen Coming-of-Age-Roman. Die Protagonistin macht viele (auch ernüchternde) ErfahrungenDas Buch lässt sich gut und flüssig lesen, obwohl Sprache und Stil manchmal seltsame Blüten treiben. Für mich ergaben die Gedichtform und die anderen Sprachexperimente zwischendurch wenig Sinn.Ich weiß auch immer noch nicht, ob das Buch noch mehr zu sagen hat. Man könnte viel hineininterpretieren. Vieles wirkte so, als sollte es mit Macht zum Interpretieren anregen - statt mehr zu erzählen. Für mich war manchmal zu vieles nur angerissen. Und wurde nicht wieder aufgenommen.Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und dort ging es sehr lebhaft zu. Von kompletter Ablehnung aufgrund von zu viel Drogen, zu viel Alkohol und zu viel Sex bis hin zum großen Lob für die poetische Sprache war alles dabei.Alleine wegen der Leserunde und der Diskussion dort hat es sich gelohnt, das Buch zu lesen,

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  • Hält nicht das, was die Beschreibung verspricht

    Sweetbitter
    S_Elena

    S_Elena

    14. May 2017 um 20:58

    Erwartet hatte ich einen Roman über eine meiner Lieblingsstädten inklusive einer kulinarischen Reise ... Bekommen habe ich einen verwirrenden Stil, der von langweilig bis grauenvoll parierte. Zu den Charakteren und auch der Hauptperson Tess konnte ich keine Beziehung aufbauen - insbesondere auch dem ich-Stil von Tess geschuldet, die anfangs die Leute nur "Mann mit Zopf" oder ähnliches nannte ...Ich musste mich durch dieses grauenvolle Buch quälen und die Hoffnung, dass es irgendwann doch noch gut wird und dem Versprechen auf dem Einband nachkommt, wurde leider enttäuscht.Einen Stern gibt es für das schöne Cover. Absoluter Reinfall.

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  • Absolut bitter

    Sweetbitter
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    13. May 2017 um 19:44

    Dieses Buch hat mich so wütend gemacht, wie noch keines je zuvor. Die Texte vom Buchrücken und der Buchklappe versprechen so viel – und nichts davon wird gehalten. Die Protagonistin bleibt das halbe Buch über erst einmal namenslos. Das liest sich schon mal extrem unangenehm. Die Kapitel sind kurz und regelrecht vernebelt – so recht erschließt sich weder Sinn noch Zusammenhang.Ein großer Teil der Story besteht aus saufen, Drogenkonsum und sinnlosem und vor allem gefühlslosem Sex – alle mit allen, anschließend weiß die Hälfte der Figuren nicht mehr, mit wem sie wann in welcher Kiste waren und dann wird auch einfach mal alles ausprobiert. Kurz mal eine erotische gleichgeschlechtliche Einlage? Bitteschön. War es toll oder lassen wir das lieber wieder? Ach, warte wir den nächsten Drogenabsturz ab und entscheiden dann.Einerseits wird mit Geld nur um sich geworfen, andererseits hat keiner Geld für das Lebensnotwendige und alle schnorren sich irgendwie irgendwo durch. Von Obsessionen merke ich wenig, ich lese immer nur einen Exzess nach dem anderen. Und das wird sehr schnell langweilig. Poesie? Hunger nach mehr? Wer, bitte? Ich sehe nichts davon.Das Buch macht mich, wie schon erwähnt, sehr wütend. Hier werdnem eine Stadt und eine Branche in ein Licht gerückt, das nicht nur maßlos übertrieben, sondern auch noch extrem ekelhaft ist. Dazu eine junge Frau, die ihrem alten Leben entfliehen möchte und sich in den Falschen verliebt, das aber einfach nicht einsehen will, egal wer ihr das sagt, dafür aber in den Drogensumpf springt und niemals hinterfragt, ob das alles nicht noch übler ist, als das, wovon sie weggelaufen ist. Da bleibt es nicht aus, dass man als Leser nicht eine der Figuren ins Herz schließt und sich selbst möglichst weit von der Story distanziert. Das wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass in den Dialogen sehr oft unklar ist, wer gerade mit wem spricht. Das ständige Nachlesen unterbricht den ohnehin zähen Lesefluss extrem.Die Ergüsse über Wein, Reben und Geschmacksnoten, Austern diverser Sorten und Kakerlaken – sie haben mich weder interessiert noch gefesselt. Alles wurde in einen Topf geworfen, wild umgerührt und in ein Buch gepresst. Sinn macht nichts davon. Und ich bin stocksauer, dass man mir damit kostbare Lese- und Lebenszeit gestohlen hat. Auch ist mir unverständlich, wieso ein Verlag ein solches Buch annimmt, druckt und noch so euphorisch bewirbt. Einen Gefallen hat sich damit jedenfalls niemand getan.Dass dieses Buch nur den unumgänglichen Pflichtstern von mir bekommt, ist inzwischen wohl klargeworden.

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