Stephanie Gleißner

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Einen solchen Himmel im Kopf

Einen solchen Himmel im Kopf

 (5)
Erschienen am 23.07.2012

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Rezension zu "Einen solchen Himmel im Kopf" von Stephanie Gleißner

Einen solchen Himmel im Kopf
Claudia-Marinavor 3 Jahren

Nach Jahren in der Großstadt kommt Annemut zurück in ihr bayerisches Heimatdorf. Sie hat sich ihr Wiederheimkehren in den schillerndsten Farben ausgemalt, alle schauen sie an, die junge Frau aus der Großstadt, mit großen Augen staunen sie über diesen Lebenswandel – und dann kommt alles anders. Oder eben auch nicht. Denn im Hinterland verändert sich nichts, da sitzen noch immer die Alten auf der Bank vor der Kirche und die Männer in der Dorfkneipe. Niemand nimmt Notiz von Annemut, und selbst ihre einst beste Freundin Johanna ist dazu übergegangen, sie zu siezen.

Die gemeinsame Vergangenheit scheint wie ausgelöscht. Damals, als beide noch in die gleiche Klasse gingen, waren sie unzertrennlich und haben sogar gemeinsam in Johannas kleinem Gartenhaus gewohnt. Sie, die schüchterne Annemut und die unnahbare Johanna. Die Aussätzige – Annemut leidet an Schuppenflechte – und die Heilige. Bis eines Nachts die Dorfpension Malinkowski – eine eher zwielichtige Absteige – in Flammen aufgeht und Johanna beschließt, ihr Leben zu ändern. Und Annemut aus diesem zu verbannen.

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Rezension zu "Einen solchen Himmel im Kopf" von Stephanie Gleißner

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Monika58097vor 6 Jahren

Annemut und Johanna, zwei junge Mädchen, anderes als die anderen. Sie wohnen im Hinterland. Hinterland, das kann irgendein Dorf, irgendein Vorort sein, ganz beliebig. Fast jeder wird das beschriebene Hinterland vielleicht schon einmal kennengelernt haben. Alte Männer und Frauen, die auf Bänken im Hinterland sitzen und nichts anderes zu tun haben als über andere Männer und Frauen und deren Kinder zu tratschen. Annemut und Johanna sind unzertrennlich. Sie sind beste Freundinnen. Johanna, die sich nichts gefallen ließ, die Heiligenbildchen in ein Heft klebte.
Nach Jahren kommt Annemut zurück ins Hinterland. Sie besucht ihre Eltern. Bevor es soweit ist, stellt sie sich immer wieder ihren ersten Gang durchs Hinterland vor. Wie werden die Alten jetzt gucken, reagieren?
Und was ist aus Johanna geworden? Annemut trifft sie in der örtlichen Krankenkasse. Dort arbeitet Johanna jetzt brav hinter einem Schreibtisch. Und sie tut so, als würde sie ihre einstmals beste Freundin nicht kennen. Annemut versucht immer wieder zu verstehen, wieso Johanna jetzt so ist wie sie ist. Sie denkt zurück an die Sommer ihrer gemeinsamen Jugend. An die Nächte im Gartenhaus, an die Fahrten mit dem Zug zur Disko. Und an den Morgen, als sie beide zusahen, wie die berühmt-berüchtigte Pension Malinowski niederbrannte. Was ist aus Johanna geworden? Doch auch beschäftigt sie sehr die Frage, was aus ihr selbst geworden ist.
Ein aussergewöhnlicher Roman. Die Autorin versteht es mit ihrer sehr eindringlichen Sprache, die Personen lebendig werden zu lassen. Man sieht die Alten tratschend auf den Bänken. Man spürt die Jugend und den Trotz der Mädchen. Die Freundschaft der beiden, die Enttäuschungen, der Bruch. Es ist ein ganz besonderes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

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