Stephanie Jana , Ursula Kollritsch Das Jahr des Rehs

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Inhaltsangabe zu „Das Jahr des Rehs“ von Stephanie Jana

Schreib, Freundin, wie ist das Leben? Nach siebzehn Jahren Funkstille schreibt Bella Becker ihre erste E-Mail an Sabine Born. Früher unzertrennlich, hatten sich die Freundinnen aus den Augen verloren. Bine fühlt sich ihrer alten Freundin sofort verbunden, auch wenn die beiden Frauen unterschiedlicher kaum sein könnten: Journalistin Bella wohnt mit ihrem Sohn und ihrem notorisch abwesenden Lebensgefährten in Berlin. Bine ist Architektin und mit Mann und Kindern im hessischen Heimatort hängengeblieben. Das Einzige, was aus ihrer Vorstadt-Normalität hervorragt, ist ein überdimensionales Lichter-Reh im Garten. Zwischen Bella und Bine entspinnt sich ein reger E-Mail-Austausch, über ein Jahr hinweg, durch kleine und große Krisen, sonnige Tage und durchtanzte Nächte. Mail für Mail, die mal poetisch und nachdenklich, mal herzerfrischend komisch sind, finden die beiden Freundinnen wieder zueinander.

Schöne Idee

— Amber144
Amber144

Ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen. Ich fand es in vielerlei Hinsicht einfach gut. Schöne Idee schön umgesetzt.

— AenHen
AenHen

Flüssig geschriebene, berührende Geschichte.

— Thesulu
Thesulu

Ein wunderschönes Buch über eine wiederentdeckte Freundschaft.

— Ekcnew
Ekcnew

Das war mal ein toller Schmöker. Schade, dass er nicht noch länger ging.

— Readi
Readi

Leichte Leselektüre für zwischendurch - das Leben, die Liebe und, wie sollte es anders sein, die Männer, abgehandelt im E-Mail-Format.

— Schwertlilie79
Schwertlilie79

Konnte meine Erwartungen nicht erfüllen.

— Tamaru
Tamaru

Ganz okay, konnte meine Erwartungen allerdings überhaupt nicht erfüllen... 2,5/5 Sterne

— milkshakee
milkshakee

Herzerwärmende Freundinnenlektüre mit Musik, Berlin vs Kleinstadtleben und der Frage nach dem richtigen Mann ☺️ Mit poetischen Ausflügen :)

— Cappukeks
Cappukeks

Ein schönes Wohlfühlbuch trotz kleiner Schwächen :-)

— Lesemaus_im_Schafspelz
Lesemaus_im_Schafspelz

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  • Schöne Idee

    Das Jahr des Rehs
    Amber144

    Amber144

    31. March 2017 um 09:14

    Eine sehr schöne Idee ein Jahr zweier Frauen zu verfolgen und was sich in einem Jahr alles verändern kann. Es ist schön, dies mal vor Augen geführt zu bekommen und es bringt einen dazu selbst ein Jahr Revue passieren zu lassen und was man alles erlebt hat.

  • Ein Jahr in E-Mails

    Das Jahr des Rehs
    misery3103

    misery3103

    27. November 2016 um 08:16

    Bella und Bine waren beste Freundinnen und haben sich nach der Schule aus den Augen verloren. Als Bella per E-Mail wieder Kontakt aufnimmt, beginnt ein Jahr voller schriftlicher Unterhaltungen, in dem sie sich alles Verpasste erzählen.Ich mag Bücher, die anders sind, weshalb ich mich auf dieses Buch gefreut habe. Es beginnt auch so anders und anfangs fand ich es toll, die Geschiche zweier Leben nur aus versendeten E-Mails zu lesen. Zu lesen, wie sich das Leben der beiden Freundinnen nach dem Abitur und der Trennung entwickelt hat. Bellas Leben als Journalistin in Berlin und Bines Leben als Architektin im heimatlichen Engbach könnten nicht unterschiedlicher sein ... und sind in Liebes- und Familiendingen doch so ähnlich.Leider langweilte mich das Buch nach der Hälfte, vielleicht auch, weil die Geschichte rund um die E-Mails fehlte. Dabei ist das Buch gut geschrieben, die Mails sind lustig und es ist wirklich so, als würde man den echten Schriftverkehr zweier alter Freundinnen lesen. Trotzdem hatte ich irgendwie mehr erwartet und war bald nicht mehr richtig bei der Sache.

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  • Ich will auch ein Reh. Ein grünes. Mit Flügeln in gold.

    Das Jahr des Rehs
    AenHen

    AenHen

    02. August 2016 um 14:19

    (Isa)Bella kramt auf dem Dachboden herum, zufällig findet sie ein Stück Vergangenheit und damit auch den Anstoß, ihre Freundin (Sa)Bine ausfindig zu machen. Das gelingt recht leicht, denn die hat sich nach dem Studium wieder im alten Heimatort der beiden niedergelassen. Es entspinnt sich ein regelmäßiger Mailkontakt mit den beiden, der schnell die alte Vertrautheit wieder aufleben lässt. Man bringt sich auf den neuesten Stand, tauscht aktuelles und vergangenes aus – und steht sich dann treu wie eh und je zur Seite als es im Leben der einen tüchtig rumst und nichts mehr ist wie es vor Kurzem noch war, und Hilfe einer wirklich guten Freundin und Ratgeberin bitter nötig ist. So begleitet man die beiden über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren und erlebt einen tiefen Fall, mehrere kleine Gewitter und am Ende hat sich in beider Leben entscheidendes geändert. Das ist sicher nicht verursacht durch das Auftauchen der alten neuen Freundin, aber es für beide eine Umbruchphase (…40…) im Leben und ist ganz wundervoll begleitet worden, mit Freude, mit Lachen, mit Weinen und letztendlich stehen bei beiden die Zeichen für eine zufriedene, vielleicht sogar glückliche Zukunft nicht schlecht. Ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen. Ich fand es in vielerlei Hinsicht einfach gut. Es hat mich sprachlich angesprochen, ich fand die Idee sehr schön gedacht und auch ebenso schön umgesetzt, den Briefwechsel von zwei Autorinnen schreiben zu lassen, und wenn es stimmt, wie im Nachwort angegeben wird, dass vorher kein Rahmen abgesteckt wurde, und die Mail der anderen tatsächlich auch Überraschungen über die Neuigkeiten im Leben der anderen bereit hielt, umso besser, das ist ja ein richtig spannendes Projekt! Zum Reh: ich finde die Idee großartig! Das Reh begleitet Bine die gesamte Zeit über, spiegelt ihre Stimmungen und die Jahreszeiten und setzt ein „Zeichen“. Ich will auch eins, leider hab ich weder Vorgarten, noch Dachterrasse. Aber ich würde wagemutig knallgrünes Fell und goldene Flügel mischen.

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  • Nicht spannend

    Das Jahr des Rehs
    Sonntag16

    Sonntag16

    17. June 2016 um 11:42

    Das Cover hat mir sehr gut gefallen und auch die Idee, dass zwei Frauen sich wie in einer Brieffreundschaft E-Mails schreiben. Da es in dem Sinne keinen Fließtext gibt, sondern einzelne Mails aneinandergereiht werden, ist das Buch eher mühselig zu lesen. Auch fehlt ein bisschen die Spannung. Die einzelnen Mails stehen immer für sich, sodass auch nicht richtig Spannung erzeugt werden kann und es keinen Spannungsbogen und eigentlich auch keine Handlung gibt. Zudem hat mir das Ende auch nicht gefallen, da die E-Mails einfach an einem Punkt aufhören. Die schriftstellerische Leistung halte ich hier deshalb für fraglich. Nichts desto trotz ist die Idee für dieses Buch interessant. Inhaltlich geht es um zwei vierzig jährige Frauen, die früher einmal eng miteinander befreundet waren und zufällig per Mail ihre Freundschaft wiederaufleben lassen und sich von ihren alltäglichen Sorgen und Gedanken schreiben. Leider wirkt diese Freundschaft sehr idyllisch und nicht ganz realistisch. Es handelt sich auch um keine wahre, sondern eine inszenierte Mail-Freundschaft, die zwar authentisch wirkt, jedoch hätte ich es besser gefunden, wenn es sich um „echte“ Mails von „echten“ Personen gehandelt hätte. Thematisch sprechen die beiden Frauen in ihren Mails folgende Punkte an: Familie, die eigene Rolle, Selbstverwirklichung, Sinnkrise, eigene Wünsche und Bedürfnisse, alltägliche Sorgen, Ehe, Partnerschaft und Trennung. Im Grunde dreht sich in den Mails jede Frau um sich selbst. Das finde ich etwas schade, da das Buch sich somit sehr eingrenzt. Andererseits spiegelt es den Geist der Zeit wieder, in dem sich jeder hauptsächlich mit sich als Zentrum beschäftigt und politische, wirtschaftliche, soziale etc. Gegebenheiten den einzelnen nicht besonders in seinem Alltag tangieren. Im Endeffekt läuft das Buch darauf hinaus, dass die beiden Frauen eine Art Mit-life-crises durchmachen. Dabei vergessen sie, dass jedes Lebensalter Herausforderungen mit sich bringt und es ein Leben ohne Irritationen und Veränderungen nicht gibt. Des öfteren driften die beiden Frauen in ihren Mails in philosophische Gedanken ab, die jedoch eher Schwärmereien und Träumereien gleichen und an der Oberfläche bleiben. Auch der Titel des Buches ist nicht gerade treffend. Das Plastikreh aus dem Garten der einen Frau wird zum Synonym, ja wofür eigentlich?, gemacht. Für das Anders sein, das Ausbrechen, für die Herausforderungen von Frauen mittleren Alters? Man könnte denken die Autorinnen hätten ohne Plan drauf los geschrieben, ohne feste Richtung und Thema und da sich dieser nicht vorhandene rote Faden durch das ganze Buch zieht, musst ein Titel her. Demnach wurde der Titel eher gezwungener Maßen aus dem Buch herausgebrochen, als dass er sich aus der Geschichte ergibt. Alles in allem ein weniger gelungenes Buch, das sich mehr oder weniger ausschließlich an Frauen mittleren Alters richtet. Deshalb zwei von 5 Sternen.

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  • Ein wunderschönes Buch über eine wiederentdeckte Freundschaft

    Das Jahr des Rehs
    Ekcnew

    Ekcnew

    02. June 2016 um 11:52

    Das Cover und der Buchtitel haben dazu geführt, dass ich dieses Buch zunächst gar nicht beachtet habe. Das Cover finde ich eher unscheinbar und mit dem Buchtitel konnte ich nicht so wirklich was anfangen. Zufällig bin ich über Rezensionen zu diesem Buch gestolpert und dann bin ich neugierig auf die Geschichte geworden und kann sagen: Es ist ein wunderschönes Buch über eine wiederentdeckte Freundschaft. Bine und Bella waren früher Freundinnen, sie lebten gemeinsam in einer hessischen Kleinstadt (oder war es eher ein großes Dorf?). Das Leben geht seinen Weg und die beiden haben sich aus den Augen verloren. Nach 17 Jahren schreibt Bella einfach eine Mail an Bine. Die beiden sind / werden 40 Jahre alt und das nehmen das zum Anlass, einfach mal Revue passieren zu lassen, wie das jeweilige Leben sich entwickelt hat und was die jeweilige für Vorstellungen und Träume hatte. Natürlich tut sich auch reichlich etwas an der aktuellen Lebenssituation der beiden. Das besondere an diesem Roman ist die Erzählweise. Der Leser liest ausschließlich den E-Mail Kontakt der beiden. Wenn es zu persönlichen Treffen der beiden gekommen ist, wird in den E-Mails darüber berichtet und der Leser hat ein vollständiges Bild. Sehr interessant finde ich auch die Entstehung dieses Romans. Jede Mitautorin ist über ein Jahr lang in die Rolle einer Protagonistin geschlüpft und haben per Mail diesen Roman entstehen lassen. Super gute Idee - die Umsetzung ist gelungen!

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  • Aus dem Leben gegriffen

    Das Jahr des Rehs
    winter-chill

    winter-chill

    02. April 2016 um 21:23

    Zwei Frauen, ein Jahr und viele E-Mails: 17 Jahre lang haben die ehemals besten Freundinnen Bella und Bine nichts voneinander gehört. Bella lebt als freie Journalistin mit ihrem Sohn in Berlin, Bine ist Architektin und samt Mann und Kindern in der hessischen Heimat geblieben. Kurz vor Bines 40. Geburtstag nimmt sich Bella ein Herz und sendet eine Mail an ihre Jugendfreundin. Und Bine antwortet. Sofort ist die alte Vertrautheit wieder da. Über ein Jahr begleitet der Leser nun den E-Mail-Verkehr zwischen den beiden Frauen. Sie berichten sich von ihrem Alltag, ihren Problemen und Ängsten, aber auch von schönen Erlebnissen. Sie durchstehen gemeinsam Höhen und Tiefen, lachen und weinen zusammen. Mir hat dieser E-Mail-Roman ziemlich gut gefallen. Obwohl es in den Mails doch recht viel um alltägliches geht und hauptsächlich typische Probleme von Frauen in der Midlife-Crisis angesprochen werden, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Zu sehr haben mich die beiden sympathischen und charismatischen Protagonistinnen gefangen genommen. Und auch der wirklich ansprechende, poetische und warmherzige Schreibstil haben dazu beigetragen, dass ich mich kaum von dem Buch lösen konnte. Die Handlung war an sich ganz gut, allerdings hat mir da aber ein bisschen der letzte Funke gefehlt. Etwas mehr Abwechslung im Geschehen wäre vielleicht gut gewesen, gerade zum Schluss tritt die Geschichte dann doch ein bisschen auf der Stelle. Richtig toll fand ich dann aber wieder die Entstehungsgeschichte des Romans, die man im Anhang erfährt: So sind die beiden Autorinnen Stephanie Jana und Ursula Kollritsch tatsächlich ein Jahr lang in die Rollen der Freundinnen Bine und Bella geschlüpft und haben sich aus deren Perspektive E-Mails geschrieben. Und zwar ohne dass sie die Erlebnisse vorher abgesprochen haben. So entstand die Handlung sozusagen improvisiert. Ein Experiment, das meiner Meinung nach in der Summe auf jeden Fall geglückt ist. Herausgekommen ist ein gefühlvoller Briefroman – ehrlich, traurig, lustig, aus dem Leben gegriffen.

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  • Hat mir sehr gut gefallen

    Das Jahr des Rehs
    Readi

    Readi

    17. January 2016 um 12:21

    Eigentlich bin ich ja so gar kein Fan von Brief-Wechsel oder Email-Verkehr-Büchern (obwohl es da auch Ausnahmen gibt ;-)) aber dieses Buch in Mail-Form hat mir außerordentlich gut gefallen. Wie schön! Die Charaktere waren mir von Anfang an sehr sympatisch und ich musste mich zügeln, dieses Buch nicht in eins durchzulesen, sondern auch mal innezuhalten und genauer nachzudenken und zu spüren. Auf der einen Seite Bella in Berlin, Mutter eines Sohnes und schon seit Jahren in einer "Fernbeziehung" zum russischen Andrej. Auf der anderen Seite Bine, Architektin in Hessen, verheiratet, zwei Kinder und sich fragend, ob das Leben, so wie sie es "gewählt" hat, so okay war/ist. Waren sie früher durch dick und dünn zusammen gegangen, hat man sich irgendwann aus den Augen verloren. Eine Jede ging ihrem eigenen Konzept vom Leben nach, aber vergessen hat man sich trotzdem nicht und dann und wann einen Gedanken an die andere verschwendet. Dann finden sich die alten Freundinnen Bella und Bina nach Jahren wieder, weil die eine der anderen eine mail schreibt. Kaum haben die beiden sich "wieder gefunden", ist auch alles wieder so wie früher. Die Vertrautheit in den Mails, die kleinen und großen Probleme zu teilen, alles schön zu lesen und immer sehr gut nachvollziehbar. Es ist eben genau wie im richtigen Leben. Oft hat man sich gewünscht, dass man selbst auch so eine Freundin hat, mit der man alles teilt und gedacht "da solltest du doch xyz versuchen, ausfindig zu machen" ;-) Ein Buch, das zum Nachdenken über das bisherige Leben, getroffene Entscheidungen und evt. "verlorene" Freundschaften und mögliche Versuche, diese wieder aufleben zu lassen, anregt. Eine tolle Lektüre für Abende auf dem Balkon! Das Cover fand ich Anfangs nicht ganz so gelungen, aber je öfter ich mir das Buch anschaue und in der Hand halte, desto schöner finde ich es. Auch die Information zum Schluss des Buches, wie es zu der Entstehung kam und die Playlist zum Buch sind eine Idee, die mir so sehr gut gefallen haben!

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  • Ein netter Roman für zwischendurch, aber kein Highlight.

    Das Jahr des Rehs
    Schwertlilie79

    Schwertlilie79

    Die Journalistin Bella, inzwischen wohnhaft im bunten, lebhaften Berlin nimmt nach 17 Jahren Funkstille per E-Mail Kontakt mit ihrer damaligen Schulfreundin Bine, Architektin, hängengeblieben im doch etwas engen Engbach bei Frankfurt auf. Zur Freude beider fühlen sie sich trotz der zahlreichen, vergangenen Jahre eng verbunden. Zwischen den sympathischen, authentischen Frauen beginnt ein reger Mailverkehr. Es geht um kleine Alltagsgeschichten, die zum Lachen verführen (ich sage nur „Schlüssel“), aber auch um Träume, Sehnsüchte und - wie sollte es anders sein - die Liebe & die Männer. Die Frauen hinterfragen sich in ihren Gedankengängen gegenseitig, was mir sehr gut gefallen hat. Ganz nebenbei hat das Buch es geschafft, in mir die Sehnsucht nach einer Reise nach Berlin und Boston zu wecken. Begeistert haben mich auch Bellas zahlreiche Wortspiele sowie die Vielzahl an fast schon poetischen E-Mails. Eingestreut in den Mailverkehr sind auch kleine Gedichte und mehr oder weniger bekannte Zitate. Meine Lieblingszitate möchte ich hier selbstverständlich niemandem vorenthalten: „Je besser ich die Männer kenne, desto lieber mag ich Hunde.“ (Madame de Staël) ;-) und „Glück ist alles, was die Seele durcheinander wirbelt.“ (Arthur Schnitzler) Ein gutes Motto für das neue Jahr, nicht wahr? :-) Tatsächlich werden die Leben der beiden Frauen auf die unterschiedlichste Art und Weise durcheinander gewirbelt - mehr möchte ich hier aber nicht verraten. Obwohl ich Bücher mag, in denen es per E-Mail hin und her geht (z.B. „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer) fand ich es an manchen Stellen irgendwie schade, die Geschichte nur aus „zweiter Hand“, also nicht direkt in dem betreffenden Moment, zu hören, obwohl das natürlich die Natur eines solchen Romans ist... An manchen Stellen empfand ich den Mailverkehr etwas zäh, z.B. wenn Bine etwas von Bella erfahren möchte, Bella Bine aber gefühlte tausend Mal auf später vertröstet. Etwas irritiert hat mich auch der plötzliche Zeitsprung gegen Ende des Buches - das kam einfach zu plötzlich. Mein Fazit: Ein netter Roman für zwischendurch, aber kein Highlight. Von mir gibt es daher dreieinhalb Sterne.

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    • 3
  • das jahr des rehs

    Das Jahr des Rehs
    Kleine8310

    Kleine8310

    04. January 2016 um 20:37

    "Das Jahr des Rehs" ist ein Roman der Autorinnen Stephanie Jana und Ursula Kollritsch. In dieser Geschichte geht es um die Protagonistinnen Sabine Born und Bella Becker. Die beiden Freundinnen hatten siebzehn Jahre lang keinen Kontakt, bis Bella eines Tages beschließt sich mit einer E-Mail bei Sabine zu melden. Die beiden Frauen merken sehr schnell, dass sie sich immer noch sehr verbunden fühlen, so als hätte es in ihrer Freundschaft gar keine Pause gegeben. Und das trotz der Tatsache, dass die beiden gar nicht unterschiedlicher seien könnten. Bella arbeitet als Journalistin in Berlin und ist Mutter eines Sohnes. Ihr Lebensgefährte ist öfter ab- als anwesend. Bine ist hingegen in der hessischen Heimat geblieben, zusammen mit Mann und Kindern und ihrem Job als Architektin. Nach und nach und das nur über den regen Austausch von E-Mails finden die beiden Frauen wieder zum Zustand ihrer damaligen, innigen Freundschaft zurück ... Dieses Buch erzählt von der wiedergewonnenen Freundschaft dieser zwei so unterschiedlichen Frauen in Form von E-Mails, ca über den Zeitraum von einem Jahr. Als Leser erfährt man so sehr viel über das Leben beider Frauen, was die Geschichte abwechslungsreich und interessant macht. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, aber es kommen vorallem die Emotionen, bei den Sorgen und Nöten der Freundinnen sehr gut rüber. Mich hat dieses Buch gut unterhalten und es war eine kurzweilige und mal etwas andere Lektüre, die ich jedem empfehlen kann, der ein Buch mit Freundschaft, Liebe, Alltagssorgen und über unterschiedliche Entwicklungen lesen möchte! "Das Jahr des Rehs" ist ein schöner, kurzweiliger Roman, der mir ein paar tolle Lesestunden beschert hat, bei dem mir aber auch manchmal der Tiefgang fehlte. 

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  • Freunde fürs Leben

    Das Jahr des Rehs
    Leuchtturmwaerterin

    Leuchtturmwaerterin

    Klappentext: Nach siebzehn Jahren Funkstille schreibt Bella Becker ihre erste E-Mail an Sabine Born. Früher unzertrennlich, hatten sich die Freundinnen aus den Augen verloren. Bine fühlt sich ihrer alten Freundin sofort verbunden, auch wenn die beiden Frauen unterschiedlicher kaum sein könnten: Journalistin Bella wohnt mit ihrem Sohn und ihrem notorisch abwesenden Lebensgefährten in Berlin. Bine ist Architektin und mit Mann und Kindern im hessischen Heimatort hängengeblieben. Das Einzige, was aus ihrer Vorstadt-Normalität hervorragt, ist ein überdimensionales Lichter-Reh im Garten. Zwischen Bella und Bine entspinnt sich ein reger E-Mail-Austausch, über ein Jahr hinweg, durch kleine und große Krisen, sonnige Tage und durchtanzte Nächte. Mail für Mail, die mal poetisch und nachdenklich, mal herzerfrischend komisch sind, finden die beiden Freundinnen wieder zueinander. Meine Leseeindrücke: Bereits das Cover hat mich in seinen Bann gezogen. Yggdrasil mit seinen tiefen Wurzeln, die sich zum Herz formen. Dazu die wunderschönen hervorgehobenen Vögel. Ich mag solche Bücher. Die stechen gleich ins Auge. Allerdings kam mir erst viel, viel später der Geistesblitz, was es mit dem Titel auf sich hat. Ein richtiger Aha-Effekt und ein Running Gag im Buch. =) Und dann die ersten Seiten. Grandios, ich liebe die Idee mit den Emails. Noch besser fand ich es, dass die Autorinnen sich keineswegs abgesprochen haben, sondern tatsächlich Mails so hin und her geschickt haben (kann man in den Anmerkungen am Ende des Buches lesen). Es macht große Freude mit den beiden Freundinnen die Sorgen, Ängste und Nöte, aber auch die Freuden zu teilen. Irgendwie habe ich richtig das Gefühl, die beiden zu vermissen, jetzt wo das Buch zu Ende ist. Ich habe teilweise herzlichst gelacht. Vor allem, als es um PUR ging. Ja, auch ich habe PUR damals gehört und ja, auch mir ist es mittlerweile irgendwie peinlich, aber wenn ich einen Song der Band höre, kann ich bis heute den kompletten Text mitsingen. Die Idee mit dem Soundtrack zum Buch finde ich wunderbar. Habe mir eine Buch-Tracklist angelegt und sie beim Lesen immer wieder hoch und runter gehört. Gerade höre ich von Pharrell Williams „Happy“. Ich finde ja diesen Song kann man jeden Tag mehrmals hören und man fühlt sich immer wieder super! Die Sprache/der Schreibstil gefällt mir unheimlich gut. Teilweise sehr poetisch und trifft oft mitten ins Herz. Einfach wunderbar! Man möchte mehr davon. =) Das Pfannkuchenrezept von S. 87 wurde bereits mehrfach getestet und für gut befunden. Schnell, einfach und immer wieder lecker! Definitiv ein Pluspunkt, weil man so einfach diese kleine Info in die Tat umsetzen kann. *lach* Ich habe es mir extra aufgeschrieben und direkt dabei geschrieben, dass ich die Butter auf keinen Fall vergessen darf darüber zu packen. =) Ich bin fasziniert von der Vorstellung, dass eine Freundschaft auch nach so vielen Jahren Pause wieder so sein kann, als wäre diese Pause nie vorhanden gewesen.  Der Humor der beiden Freundinnen ist grandios. Ich muss so manches Mal wirklich laut lachen, dann macht es mich sentimental und lässt mich an meine Mädels denken, mit denen ich früher immer um die Häuser in Gießen gezogen bin. Die Zeit war unbeschreiblich toll und ich vermisse sie unglaublich, aber ich bewahre sie im Herzen und das tut so unglaublich gut. Ach ja, das gute frisch gebackene Bauernbrot aus dem mittelhessischen Hinterland sollte noch erwähnt werden. Da kommen bei mir Heimatgefühle auf. In diesem Sinne: Danke für die wunderbaren Stunden, die ich mit Bine und Bella verbringen durfte. Ich werde sie schmerzlich vermissen und weiß genau, dieses Buch bekommt meine beste Freundin zum Geburtstag geschenkt. =)

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    • 16
  • Das Jahr des Rehs

    Das Jahr des Rehs
    Tamaru

    Tamaru

    23. November 2015 um 16:15

    Von diesem Buch hab ich ehrlich gesagt mehr erwartet. Zwei ehemals beste Freundinnen finden sich nach 17 Jahren durch Zufall im Internet wieder und beginnen sich Emails zu schreiben. Jeder erzählt ein bißchen aus seinem Leben aber eine richtige Geschichte wird es nicht. Es gibt zwar auch ein paar Telefonate und Treffen aber die werden in den Mails nur kurz erwähnt, da bleibt man als Leser außen vor. Und das hat es mir schwergemacht eine Beziehung oder Sympathie für eine von den beiden zu empfinden. Ich konnte einfach nicht in die Geschichte eintauchen und mich mitziehen lassen. ich war eher gelangweilt als gut unterhalten, leider nicht mein Fall.

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  • Rezension zu "Das Jahr des Rehs"

    Das Jahr des Rehs
    Flickercat

    Flickercat

    14. November 2015 um 20:00

    Bine und Bella – zwei Freundinnen, die sich vor 17 Jahren aus den Augen verloren haben und nun ihre Freundschaft durch regen Mailverkehr quer durch Deutschland wieder aufleben lassen, als hätte es nie eine Funkstille gegeben. Was machen sie heute? Wie sieht ihre Bilanz nach 40 Lebensjahren aus? Und was tun mit den Männern und all den Problemen, die sie verursachen? Kann man sich selbst noch einmal neu erfinden, Altes loslassen, sich gegenseitig motivieren und unterstützen? Diese moderne Form eines Briefromans lässt den Leser den Austausch zwischen den beiden alten Freundinnen miterleben, als blicke er durch ein Fenster in zwei fremde Leben. Zwei Frauen auf dem Selbstfindungstrip, die sich über Alltägliches austauschen und ihre Lebensentwürfe im Dialog miteinander zunehmend hinterfragen… Die Idee finde ich schön. Das Gesamtpaket ist sehr ansprechend: Nettes Cover, eine kurze Erklärung der beiden Autorinnen zur Entstehungsgeschichte des Buches, eine sorgfältig kommentierte Playlist mit allen erwähnten Liedern… Auch die Art und Sprache der Mails selbst hat auf mich sehr authentisch gewirkt. Letzteres ist aber auch der Punkt, mit dem ich mich vor allem am Anfang schwer getan habe – ich fand es einfach langweilig. Immer wieder versuchen die beiden, poetisch oder philosophisch zu sein, was mich nicht so überzeugen konnte; von viel „Bine-Trine“ über belanglose „Insider“ bis hin zu Mänteln, die zerknirscht über den Lehnen hängen... Und das einzige, was lange Zeit überhaupt passiert ist, waren Affären mit irgendwelchen Typen, von denen man sich nur durch die Mailtexte ein oberflächliches Bild machen konnte. Zu sämtlichen Nebencharakteren, die die Welt der Protagonistinnen so durcheinanderwirbeln, konnte man so kaum eine tiefere Leserverbindung aufbauen oder gar „mitfiebern“. Mein Ding war das nicht so. Zum Ende hin entwickelt sich eine zunehmend tatendurstige, positiv-nachdenkliche Grundstimmung, die mir dann wiederum ganz gut gefallen hat. Insgesamt kann ich mir vorstellen, dass das Buch vielen Leser(innen) zusagen könnte, mir war es unterm Strich allerdings zu langweilig und hat mich vom Stil her nicht wirklich angesprochen. Vielleicht bin ich als unverheirateter und noch etwas jüngerer Mensch aber auch nicht in der eigentlichen Zielgruppe und andere ziehen noch mehr aus dem Gebotenen, wer weiß. ;-) Tipp: Vor dem Kauf vielleicht erstmal reinlesen und schauen, ob die Art, wie Bella und Bine sich schreiben, zusagt.

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  • Freundschaft

    Das Jahr des Rehs
    Isabell47

    Isabell47

    30. August 2015 um 08:44

    Nach 17 Jahren Funkstille schreibt Bella ihrer besten Freundin von damals eine E-mail und dies ist der Beginn des Wiederauflebens ihrer Freundschaft. Während die eine als Journalistin und alleinerziehende Mutter ihr Leben in Berlin meistert, ist die andere verheiratet mit einem Lehrer, Mutter zweier Kinder, Architektin und in dem Dorf der Kindheit wohnengeblieben. Während des eifrigen E-mail-verkehrs beschreiben sie ihr eigenes Leben, ihre Sorgen, Ängste, Gedanken, Gefühle,..... Durch das Alter der Autorinnnen und das ihrer Protagonistinnnen habe ich auch gleich eine emotionale Bindung zu ihren Liedern bekommen und auch der Name von Mascha Kaleko war mir bekannt, da es von jemanden, den ich kannte, auch die Lieblingsdichterin war. Lachen musste ich über die erwähnte Gruppe Pur, denn auch ich war mit Freundinnen auf den Konzerten und heute hat die CDs jeder wohl nur tief vergraben im Schrank stehen. Das Leben plätschert für Bella und Bine nicht so dahin, sondern es ereignet sich einiges in dieser Zeit, in der sie sich mailen und einiges kommt auf den Prüfstand. Manches hat mich heiter, anderes nachdenklich gestimmt. Alles in allem ein schöner Roman, den ich jedoch aufgrund des Covers und des Titels nie in die Hand genommen hätte. Ein Buch, das man gut der besten Freundin schenken kann und sich am besten eignet, wenn man auch dem Alter der Protagonistinnnen in etwas entspricht, weil man dann auch den Bezug zu den Liedern bekommt, die ein heimliches Highlight des Buches darstellen. Eine klare Leseempfehlung für Frauen um die Vierzig und deren Freundinnnen!

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  • kurzweilig und sehr schön

    Das Jahr des Rehs
    Manja82

    Manja82

    03. August 2015 um 16:39

    Kurzbeschreibung Nach siebzehn Jahren Funkstille schreibt Bella Becker ihre erste E-Mail an Sabine Born. Früher unzertrennlich, hatten sich die Freundinnen aus den Augen verloren. Bine fühlt sich ihrer alten Freundin sofort verbunden, auch wenn die beiden Frauen unterschiedlicher kaum sein könnten: Journalistin Bella wohnt mit ihrem Sohn und ihrem notorisch abwesenden Lebensgefährten in Berlin. Bine ist Architektin und mit Mann und Kindern im hessischen Heimatort hängengeblieben. Das Einzige, was aus ihrer Vorstadt-Normalität hervorragt, ist ein überdimensionales Lichter-Reh im Garten. Zwischen Bella und Bine entspinnt sich ein reger E-Mail-Verkehr, über ein Jahr hinweg, durch kleine und große Krisen, sonnige Tage und durchtanzte Nächte. Mail für Mail, die mal poetisch und nachdenklich, mal herzerfrischend komisch sind, finden die beiden Freundinnen wieder zueinander. (Quelle: List Taschenbuch) Meine Meinung Einst waren Bella und Sabine die besten Freundinnen. Sie haben sich alles anvertraut und die Chemie stimmte einfach zwischen ihnen. Dann aber schlief die Freundschaft ein und jede ging ihren eigenen Weg. Nach nun schon 17 Jahren schreibt Bella die erste E-Mail an Bine und sofort ist die alte Vertrautheit wieder zurück. Die Freundschaft der beiden Frauen lebt wieder auf und ihr Kontakt wird wieder regelmäßig. Und trotz ihrer unterschiedlichen Leben haben sie noch immer viele Gemeinsamkeiten. Doch bleibt der Kontakt dieses Mal bestehen oder verlieren sie sich wieder aus den Augen? Der Roman „Das Jahr des Rehs“ stammt von den beiden Autorinnen Stephanie Jana und Ursula Kollritsch. Es ist das Debütwerk der Autorinnen und ich war sehr neugierig auf die darin enthaltene Geschichte. Die beiden Protagonistinnen Bella und Sabine, Bine genannt, haben mir gut gefallen. Sie sind beide charismatisch und sympathisch. Jede hat ihre ganz eigene Art und Weise und so sind sie doch auch sehr unterschiedlich. Bella wohnt in Berlin. Dort lebt sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Sohn. Sie ist ziemlich ruhelos, geht sehr gerne auf Reisen. Sabine, Bine genannt. Ist im hessischen Engbach geblieben. Sie ist Architektin und hat einen Mann und Kinder. In ihrem Garten steht ein überdimensionales Reh, was sie zum Stadtgespräch macht. Die Zahl der Charaktere ist hier sehr überschaubar, so dass den Autorinnen auch viel Raum bleibt sie gut vorzustellen. Der Schreibstil der Autorinnen ist gut zu lesen. Sie schreiben flüssig, ja richtig poetisch und zum Teil schon schonungslos ehrlich. So wirkt alles glaubhaft und auch nachvollziehbar authentisch. Die Handlung wird hier anhand eines E-Mail Verkehrs geschildert. Sie wirkt so aus dem Leben gegriffen und man findet sich als Leser schon auch in den Figuren wieder. Die Gedanken und Gefühle der Protagonisten sind sehr gut herausgearbeitet und als Leser kann man sie verstehen. Doch auch wenn mir die Handlung soweit sehr gut gefallen hat, irgendwie fehlte mir der letzte Funke, das I-Tüpfelchen, dieser Wow-Effekt, der den Roman zu etwas besonderen macht. Vielleicht liegt es daran das es eben alles so alltäglich ist, so normal, ich weiß es nicht ganz genau. Ein wenig fehlte mir aber auch schon die Abwechslung im Geschehen. Fazit Kurz gesagt ist „Das Jahr des Rehs“ von Stephanie Jana und Ursula Kollritsch ein sehr gutes Debüt der beiden Autorinnen. Die gut beschriebenen Charaktere, der teils poetische Stil und eine Handlung, die aus dem Leben gegriffen scheint und in der sich der Leser wiederfinden kann haben mir hier kurzweilige unterhaltsame Lesestunden beschert. Durchaus lesenswert!

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  • Freundschaft, die auch Jahre der Trennung überstehen kann

    Das Jahr des Rehs
    Kuhni77

    Kuhni77

    31. July 2015 um 09:27

    Journalistin Bella wohnt mit ihrem Sohn und ihrem notorisch abwesenden Lebensgefährten in Berlin. Bine ist Architektin und mit Mann und Kindern im hessischen Heimatort hängengeblieben. Das Einzige, was aus ihrer Vorstadt-Normalität hervorragt, ist ein überdimensionales Lichter-Reh im Garten, das in diesem 1 Jahr der Brieffreundschaft auch eine große Rolle spielen wird.   Bella und Sabine, waren früher unzertrennlich und die besten Freundinnen, bis sie sich vor 17 Jahren aus den Augen verloren haben. 17 Jahre Funkstille! 17 Jahre die man von der Freundin „verpasst“ hat!  17 Jahre die man sich auseinandergelebt hat! 17 Jahre die man an die Freundin gedacht hat und immer überlegt hat, was sie doch gerade macht und wie es ihr geht!   Als Bella eine Email Adresse ihrer Freundin im Internet findet, überlegt sie nicht lange und schreibt einfach drauf los. Ob Sabine ihr wohl zurück schreibt und ob es überhaupt DIE Sabine ist? Aber Bella hat Glück. Ihre Freundin Bine ist ihr direkt wieder verbunden und es folgt ein reger Email Austausch. Ein ganzes Jahr voller Krisen, durchtanzten Nächten, stürmischen und sonnigen Tagen. Mit jeder Mail in diesem einen Jahr, finden beide Freundinnen wieder zueinander.   Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich mag diese Email-Romane sehr gerne und daher musste ich auch unbedingt dieses Buch lesen. Man merkt in dem Buch sehr gut, das wahre Freundschaft auch einmal eine sehr lange Trennung überstehen kann. Bella und Bine sind auch über die Jahre miteinander verbunden, auch wenn sie so vieles nicht miteinander erleben konnten. Die Emails sind mal traurig, witzig oder auch poetisch. Eine tolle Mischung und immer wieder spürt man diese Verbundenheit der 2 Frauen. Als hätte es diese 17 Jahre nie gegeben. Ein wunderschönes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

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