Stephanie Karraß , Chris Tomas Nächster Halt: Steppe (DuMont Reiseabenteuer)

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Inhaltsangabe zu „Nächster Halt: Steppe (DuMont Reiseabenteuer)“ von Stephanie Karraß

Mit zwei Rucksäcken, Neugier und Abenteuerlust reisen Stephanie Karraß und Chris Tomas von Astana nach Peking – zehntausend Kilometer mit Bus und Bahn, von der Einsamkeit der Steppe bis in Chinas quirlige Hauptstadt. Unterwegs treffen sie die Bauleiterin des ersten Solarparks in Kasachstan und begegnen jungen Uiguren, die von ihrem Leben in China erzählen. Sie erfahren vom Klosteralltag tibetischer Mönche und werden in kasachische Hochzeitstraditionen eingeweiht. Sie staunen über Astanas futuristische Hochglanzarchitektur, erkunden den einstigen Gulag der Sowjetunion und bereisen ein Stück der alten Seidenstraße, die heilige Pilgerstätte Turkistan und das verruchte Shymkent.

Land und Leute unterhaltsam und informativ. Ein Reisetagebuch mit kleinen" Längen" produziert Reiseträume. Fernweh-Stimmung!

— Bücherfüllhorn-Blog
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  • Land und Leute unterhaltsam und informativ. Ein Reisetagebuch mit kleinen Längen.

    Nächster Halt: Steppe (DuMont Reiseabenteuer)
    Bücherfüllhorn-Blog

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    05. June 2017 um 22:00

    An diesem Reisebericht hat mir vor allem der Teil in Kasachstan gefallen. Ein außergewöhnliches Land und vor allem touristisch erst in den „Startlöchern“. Ich habe auch den Eindruck, dass sich die zwei Autorinnen  dort wohler gefühlt haben, da sie noch sehr individuell reisen konnten. Auch wenn man in Kauf nehmen muss, dass sich im Hostel 25 Personen zwei Toiletten teilen (bei Magenverstimmungen nicht so ganz optimal), die Busfahrpläne ihre eigene Logik haben und die Hitze einen in der Sonne brutzelt. Dies alles steht im Gegensatz zu der enormen Hilfsbereitschaft in Kasaschstan. Ein Erlebnis sind die Fahrten in der „Platzkart“-Klasse, von denen ich im Reiseführer von Tina Übel (link) schon gelesen hatte. Generell bin ich immer wieder erstaunt, wie viel Leute man kennen lernt und die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Kasachstan ist  so ganz anders als der touristische Overkill in China mit seinen Menschenmassen und seinen „durchorganisierten Sehenswürdigkeiten“ wie der Fahrt zum Tean Shan. Diese Erfahrungen las ich aber auch besonders gern.   Alles in allem: Nicht die Sehenswürdigkeiten stehen in diesem Reisebericht im Fokus, sondern der Alltag der Menschen, das Land und die Leute. Der Reisebericht in Tagebuchform hat kleine Längen, ist aber unterhaltsam und informativ geschrieben. Fernweh-Stimmung garantiert. Was will man mehr?

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  • ‚Was willst du denn in den beiden Ländern sehen?‘ - ‚Die Steppe natürlich!‘

    Nächster Halt: Steppe (DuMont Reiseabenteuer)
    sabatayn76

    sabatayn76

    15. February 2017 um 23:10

    Stephanie Karrass und Chris Tomas reisten zwei Monate lang durch Kasachstan und China: von Astana und Karaghandy über Balchasch, Taraz, Schymkent und Almaty bis nach Ürümqi, Hami, Dunhuang, Labrang, Xi‘an und Peking. In ihrem Buch ‚Nächster Halt: Steppe‘ erzählen sie von Geschichte, Politik, Alltag, Architektur, Religion, Archäologie, Geologie, Geografie, Mentalität, Bewohnern, Nahrungsmitteln, Legenden, Kunst und Landschaft der beiden Länder sowie von den Unterschieden zwischen Kasachstan und China. Dabei werden nicht nur positive Aspekte der beiden Länder erwähnt, sondern Karrass und Tomas thematisieren auch negative Seiten der Länder und ihrer Reise, wie z.B. Umweltverschmutzung, Terrorgefahr, Kinderarbeit, Zwangsehe sowie Krankheit, Streitereien, Konflikte, Enttäuschungen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wobei ich den Kasachstan-Teil etwas gelungener fand, denn hier erfährt man sehr viel über die Menschen und über dieses recht unbekannte Reiseland, und die Autorinnen äußern sich vorwiegend positiv über das Land, obwohl sie auch Probleme und Schwierigkeiten nicht verschweigen. Der China-Teil war in meinen Augen insgesamt negativer und kritischer, was vielleicht daran liegt, dass es durch die lange Zweisamkeit mehr Konflikte zwischen den beiden Autorinnen gab, was aber sicherlich auch durch das (vor allem im Vergleich zu Kasachstan) geringere Freiheitsgefühl aufgrund der zahlreichen Sicherheitskontrollen und des Massentourismus begründet war. Die beiden Autorinnen schreiben abwechselnd von ihren Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen, so dass der Leser Einblicke in beide Perspektiven erhält. Karrass und Tomas haben mich mit ihrem Buch mit nach Kasachstan und China genommen, mir vor allem Kasachstan nahe gebracht und meine Neugier auf das Land geweckt. Durch ihre detaillierten und lebendigen Beschreibungen haben sie es möglich gemacht, dass ich das Gefühl hatte, ihre Erlebnisse live mitzuverfolgen. Dabei wurde ich zudem perfekt unterhalten und habe viele Informationen zu Land und Leuten erhalten, so dass ich das Buch sehr empfehlen kann.

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