Alice - Follow the White

von Stephanie Kempin 
4,0 Sterne bei66 Bewertungen
Alice - Follow the White
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Positiv (49):
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Wundervoll skurriles Setting mit viel Humor und einem ernsten Thema, versteckt hinter einer gelungenen Adaption.

Kritisch (6):
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Ein einziges Durcheinander und man bleibt mit zu vielen Fragen zurück.

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Inhaltsangabe zu "Alice - Follow the White"

Alles beginnt mit Bettys Beerdigung, wegen der der Unterricht an Miss Yorks Schule ausfallen muss: Auf einmal stört Zoey die Zeremonie, schießt mehrfach auf den Sarg und verschwindet, als wäre nichts gewesen. Doch wenig später steht Betty aus ihrem Sarg auf und macht sich auf die Suche nach ihrer postmortalen Mörderin. Sie findet Zoey und macht mit ihr kurzen Prozess. Ihre besten Freundinnen Alice und Chloe finden Betty, während sie sich noch über die Leiche beugt. Eigentlich müssten sie Betty verpfeifen, doch schnell beschließen die drei Freundinnen, gemeinsam Hals über Kopf zu flüchten.
Fragen über Fragen bleiben jedoch zurück, wie zum Beispiel, warum Zoey nicht mit echter Munition geschossen hat, die auch Untote zur Strecke bringen kann. Warum ist Betty noch relativ normal, zumindest für eine Untote? Was hat es mit Alice' Spiegelsicht auf sich? Und wohin will sie das verdammt mürrische, weiße Kaninchen mit der Armbrust und dem Welten-Chronografen führen?
Eine rasante Achterbahnfahrt hinein in den Kaninchenbau und durch die Welt zwischen den Märchen, der realen Fiktion, jeder Menge Popkultur und der raffinierten Idee, dass es auch so hätte erzählt werden können, wenn die Erzähler vor ein paar hundert Jahren ein bisschen mehr schwarzen Humor gehabt hätten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959620505
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:328 Seiten
Verlag:Papierverzierer Verlag
Erscheinungsdatum:23.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Gwynnys avatar
    Gwynnyvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Wundervoll skurriles Setting mit viel Humor und einem ernsten Thema, versteckt hinter einer gelungenen Adaption.
    Stephanie Kempin nimmt Bekanntes, würzt es und serviert anschließend diese neue und gelungene Story

    Tja, und da standen wir nun. Ich traute ihm nicht richtig über den Weg, weil er mein Eis zerbrechen lassen konnte, Alice traute ihm anscheinend nicht, weil ihr Häschen – Entschuldigung, der Spion – im Auftrag ihrer Majestät ihm nicht traute … und Chloe war todesbedingt sprachlos.
    Aus „Alice – Follow The White“ von Stephanie Kempin

    FAKTEN
    Das Buch „Alice – Follow The White“ von Stephanie Kempin ist erstmals im März 2017 im Papierverzierer Verlag erschienen. Derzeit handelt es sich um einen abgeschlossenen Einzelband. Das Buch ist als Print und eBook erhältlich.

    KURZMEINUNG
    Wundervoll skurriles Setting mit viel Humor und einem ernsten Thema, versteckt hinter einer gelungenen Adaption.

    KLAPPENTEXT
    Alles beginnt mit Bettys Beerdigung, wegen der der Unterricht an Miss Yorks Schule ausfallen muss: Auf einmal stört Zoey die Zeremonie, schießt mehrfach auf den Sarg und verschwindet, als wäre nichts gewesen. Doch wenig später steht Betty aus ihrem Sarg auf und macht sich auf die Suche nach ihrer postmortalen Mörderin. Sie findet Zoey und macht mit ihr kurzen Prozess. Ihre besten Freundinnen Alice und Chloe finden Betty, während sie sich noch über die Leiche beugt. Eigentlich müssten sie Betty verpfeifen, doch schnell beschließen die drei Freundinnen, gemeinsam Hals über Kopf zu flüchten.
    Fragen über Fragen bleiben jedoch zurück, wie zum Beispiel, warum Zoey nicht mit echter Munition geschossen hat, die auch Untote zur Strecke bringen kann. Warum ist Betty noch relativ normal, zumindest für eine Untote? Was hat es mit Alice' Spiegelsicht auf sich? Und wohin will sie das verdammt mürrische, weiße Kaninchen mit der Armbrust und dem Welten-Chronografen führen?
    Eine rasante Achterbahnfahrt hinein in den Kaninchenbau und durch die Welt zwischen den Märchen, der realen Fiktion, jeder Menge Popkultur und der raffinierten Idee, dass es auch so hätte erzählt werden können, wenn die Erzähler vor ein paar hundert Jahren ein bisschen mehr schwarzen Humor gehabt hätten.

    SCHREIBSTIL & CHARAKTERE
    Wie so oft bei Büchern aus dem Papierverzierer Verlag, habe ich mich von den ersten Zeilen an wohlgefühlt bei diesem Buch. Diese ist zwar sehr prägnant und ansprechend – aber das Buch als Ganzes kann noch viel mehr, als auf den ersten Blick zu vermuten ist.
    Wer kennt nicht Alice im Wunderland – egal ob in der Verfilmung mit Johnny Depp, oder als wundervollen Zeichentrick-Disney-Klassiker. Vielleicht habt ihr sogar das Original von Lewis Carrol gelesen? Hier kommt jedenfalls etwas ganz anders – gekonnt angelehnt an den Literaturklassiker, stellt Stephanie Kempin hier ihr ganz eigenes Szenario vor.
    Das weiße Kaninchen, welches sich ständig in Zeitnot befindet, das Motto „Ab mit dem Kopf“ und eben auch die verrückten, abstrusen und seltsamen Kreaturen – sie alle sind hier zu finden. Alt bekannt und doch wie neu. Diese Adaption ist wirklich gelungen, unterhaltsam und tiefgründig. Mit der Neuerung von Untoten eine sehr charmante, witzige und spannende Mischung!
    Mir gefällt auch besonders gut, was zwischen den Zeilen steht. Denn dieses Buch ist durchaus gesellschaftskritisch und birgt die Behandlung von Themen, wie sie aktueller nicht sein könnten. Doch gekonnt unter dem Deckmantel der Fantasie versteckt. Wer sie sehen will, wird sie finden. Allen anderen ist ein absolut unterhaltsames und unkritisches Lesevergnügen vergönnt. Das zeugt, wie ich finde, von großem Talent und einem kritischen Blick auf die Außenwelt.
    Ich liebe die Charaktere – jeden einzelnen. Die Autorin beweist hier ein Händchen für ein gelungenes Charaktergefüge: Es treffen sich eigentümliche Typen und wundervoll absonderliche Mädchen. Die Story lebt durch sie und macht einfach nur Spaß. Ich liebe Betty – aber Chloe hat es mir besonders angetan. Sie ist herrlich versnobt und doch ein Mädel der Tat. Und dann natürlich Ethan – ein Kaninchen wie es nerviger und liebenswürdiger nicht sein könnte. Es ist einfach herrlich.
    Obwohl in sich abgeschlossen, verlangt es mich nach einem weiteren Band. Es gibt da für mich noch ein paar ungeklärte Fragen – vor allem, was unsere liebe Alice anbelangt …

    MEIN FAZIT
    Papierverzierer Unterhaltung, wie man sie kennt und sich wünscht. Wundervoll skurril, eigen und bezaubernd, lehnt diese Adaption an den Literaturklassiker an. Stephanie Kempin nimmt Bekanntes, würzt es und serviert anschließend diese neue und gelungene Story, die deutlich Lust auf mehr macht!

    MEINE BEWERTUNG
    Hier gibt es 5 von 5 Zahnrädchen
    ©Teja Ciolczyk, 16.04.2018

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    Archers avatar
    Archervor einem Jahr
    Roadtrip ins Spiegel-Dämmerland

    Alice und ihre Freundinnen Chloe und Betty sind Mutare - Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die deshalb auch in Internaten weggesperrt werden. Eines Tages stirbt Betty und während der Beerdigung schießt eine Schülerin des Internats auf ihren Sarg. Dummerweise steigt Betty wieder aus dem Grab auf, untot und hungrig und die drei Freundinnen beschließen zu fliehen. Betty ist nicht die erste Untote, die zurückkommt, aber so ziemlich die Erste, die ihren Verstand behalten hat. Auf der Flucht bekommen sie Hilfe von einem weißen Kaninchen und gelangen ins Spiegel-Dämmerland, wo sie sich auf einen Roadtrip begeben. Sie müssen erkennen, dass die Untotenseuche nicht nur in ihrer Welt überhand genommen hat.

    Der Anfang war cool, zumindest bis dahin, wo die drei Freundinnen ihre Flucht antreten. Dann wurde es wirklich langweilig. Ist ja schön, dass sie erst noch rumwandern müssen, um in den Palast von Kaninchens Chefin zu gelangen, aber der Stress mit den Untoten hätte gern auch spannend sein können. Allgemein fand ich das Buch viel zu langatmig, die Dialoge oftmals unnötig und in die Länge gezogen, und meine anfängliche Begeisterung für die Geschichte wandelte sich herzhaften Gähnen und dem schnellen Einschlafen während des Lesens. Wirklich interessant waren nur der Anfang und die Idee, der Rest war entweder an den falschen Stellen zu zäh und ausgiebig oder an den richtigen Stellen zu kurz und husch-husch. Man hätte aus der Sache was machen können, aber so blieb es leider beim Versuch.

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    kleeblatt2012s avatar
    kleeblatt2012vor einem Jahr
    ein märchenhaft-untoter Roadtrip


    Während Bettys Beerdigung schießt Zoey auf deren Sarg und verschwindet sofort. Alice und Chloe, Bettys beste Freundinnen, sind erschüttert und gehen dem ganzen nach. Bei einem nächtlichen Ausflug stoßen sie jedoch nicht nur auf Zoey, sondern auch auf Betty, die gerade genüsslich Zoeys Gehirn verspeist. Und so haben Alice und Chloe Gewissheit: Betty ist eine Untote. Aber sie verhält sich nicht so. Der Hunger auf Hirn ist zwar da, doch kann sie ihn zügeln. Und isst lieber Kekse. 
    Als plötzlich ein weißes Kaninchen auftaucht und Alice auffordert, ihm zu folgen, da sie einen Schlüssel besitzt, um die Seuche aufzuhalten, müssen die drei Freundinnen zusammenarbeiten und sich gegen alle Gefahren wappnen. 


    Was sich wie ein Mischung aus "Alice im Wunderland" und "The Walking Dead" anhört, ist ein wahres Abenteuer und ein rasanter Roadtrip ins Land des Skurrilen. 
    Die Autorin zieht sämtliche Register und vermixt die modernen Zombies mit purer Fantasie. Und dabei kommt eine sehr außergewöhnliche Story raus, die einfach nur Spaß macht.


    Alice, Chloe und Betty sind beste Freundinnen. Nach Bettys Tod scheint alles trostlos. Bis Alice und Chloe herausfinden, dass Betty eigentlich noch lebt. Na ja, lebt ist zu viel gesagt. Sie atmet nicht, sie schläft nicht und hat Hunger auf Hirn. Aber sonst ist sie eigentlich noch die Alte. 
    Als ein weißes Kaninchen namens Ethan Bond im Auftrag seiner Majestät, der Königin des Spiegel-Landes, auftaucht und Alice auffordert, mitzukommen, da sie den Schlüssel zur Rettung der Menschen und der Bewohner des Spiegel-Landes in Händen hält, beginnt für die drei Freundinnen ein Abenteuer, dass ihren ganzen Mut abverlangt. Und so manchmal zweifeln alle an ihrem Verstand, denn im Spiegel-Land lauern nicht nur die Untoten, sondern noch andere komische Gestalten.


    Im Buch begegnet man einigen bekannten Figuren. Allen voran Alice und dem weißen Kaninchen, welche uns ja aus "Alice im Wunderland" bekannt sind. Doch auch andere Märchen werden einbezogen wie z. B. Cinderella oder Rotkäppchen.


    Ich hatte zu Anfang etwas Mühe, in die Geschichte zu kommen, da erst nach und nach aufgedeckt wird, in welcher Welt Alice und ihre Freundinnen leben. Vor allem die besonderen Fähigkeiten jedes einzelnen kommen erst nach und nach ans Licht. Aber gerade weil die Story so durchgeknallt und rasant ist, hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht, zusammen mit Alice, Chloe und Betty sowie dem weißen Kaninchen Ethan Bond und dem charmanten Meisterdieb Garreth durch das Spiegel-Land zu ziehen, um das Heilmittel zu finden. 


    Natürlich gibt es auch einen Gegenspieler in Gestalt der Königin des Dämmer-Landes, die vergleichbar ist mit der Herzkönigin aus "Alice im Wunderland".
    Und wenn die Autorin sich auch an den vielen Figuren bedient hat, hat sie doch eigene Charaktere geschaffen.
    Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und macht einfach nur Spaß. Humorvolle Stellen wechseln sich mit ernsten ab. Und doch hat man nicht das Gefühl, dass man sich in einem Endzeit-Szenario befindet, weil die "märchenhaften" Elemente doch überwiegen. 


    Abwechselnd lässt die Autorin uns aus Alice und Bettys Sicht an den Geschehnissen teilhaben, wobei Betty so eine Art Tagebuch führt und dabei natürlich auch noch Einblick ins "Untot"-Sein gibt. Alice Sicht wird aus dritter Form erzählt, trotzdem bekommt man auch mit, was Alice fühlt und denkt.
    Alle Figuren erhalten so eine Tiefe, obwohl man gerade bei Chloe ein bisschen das Gefühl der Distanz bekommt, da sie irgendwie so nebenbei mitläuft. 
    Ihre Aufgabe ist es, gut aussehen und auf die Manieren der anderen zu achten. Ihre Fähigkeit hilft war den Freunden auch weiter, aber trotzdem finde ich, dass sie eigentlich keine so große Rolle gebraucht hätte, wie ihr zugedacht ist.


    Da die Charaktere kaum zur Ruhe kommen, was wohl an der Bedrohung der Zombies und ich der Dämmer-Königin liegt, hatte ich trotzdem nicht das Gefühl, durch die Geschichte zu fliegen. Es blieb immer ein bisschen Zeit, alles zu erklären oder klären zu lassen. Da ich aber das Buch kaum aus der Hand legen konnte, war ich doch schnell durch. Aber eben mit richtig guter Unterhaltung.


    Das Ende kommt ein bisschen plötzlich und ist auch sehr offen, so dass mit einem zweiten Teil gerechnet werden kann, den ich auf alle Fälle lesen werde.


    Fazit:
    Ein Roadtrip der märchenhaft-untoten Art.

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    Tessa_Joness avatar
    Tessa_Jonesvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolle Charaktere in einer märchenhaften Geschichte
    Tolle Charaktere in einer märchenhaften Geschichte

    Inhalt

    Auf Bettys Beerdigung auf dem Friedhof von Miss Yorks Schule schießt Mitschülerin Zoey plötzlich auf den Sarg und verschwindet danach. Betty erwacht kurze Zeit später in ihrem Sarg als Untote und rächt sich an Zoey, in dem sie kurzerhand ihr Gehirn isst. Ihre beiden Freundinnen Alice und Chloe erwischen sie in genau diesem Moment. Es bleibt nur eines: Nämlich zu fliehen. Unterwegs treffen sie ein sprechendes weißes Kaninchen, dass ständig unter Zeitdruck ist und folgen diesem schließlich in den Kaninchenbau, wo sie in einer anderen Welt voller seltsamer Wesen und Pflanzen landen.
    Doch Fragen gibt es noch viele: Warum hat Zoey, die Mitschülerin, mit normaler Munition auf eine Untote geschossen? Warum ist Betty noch relaiv normal, obwohl sie nun eine Untote ist? Hängt das damit zusammen, dass sie, genau wie Chloe und Alice, eine Mutare ist, ein Mensch mit besonderen Fähigkeiten? Es gilt, diese Fragen zu beantworten und ein Gegenmittel gegen die Untoten, gegen diese Seuche, zu finden.

    Eigene Meinung

    Was für eine verrückte Idee, die altbekannte "Alice im Wunderland"-Geschichte auf diese Weise neu zu erzählen! Ich hatte großen Spaß dabei, in Alice' Welt abzutauchen. Die Geschichte ist spannend und humorvoll erzählt. Es gibt einige Stellen, an denen ich auflachen musste, auch weil es teilweise ein ganz spezieller schwarzer Humor ist, den die Autorin als Sprachmittel gewählt hat.

    Die Kapitel werden zum einen aus Alice' Sicht in der dritten Person erzählt und wechseln sich mit Bettys Tagebucheinträgen ab, in der Betty in der Ich-Form zu Wort kommt.

    Ganz besonders toll finde ich die Charaktere der Geschichte. Alle handeln immer passend zu ihren Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeit. Diese Art von Unlogik gibt es also nicht, was sehr schön zu lesen ist. Zudem sind die Ideen, wie die Fähigkeiten zum Einsatz kommen, schön in die Geschichte eingebaut. Auch die Nebencharaktere, die die Freundinnen unterwegs treffen, passen nicht nur gut zu der Geschichte, sondern sind ebenso gut ausgearbeitet wie die Hauptcharaktere.

    Schon die ersten Worte zeigen, dass es sich hier um eine etwas andere Geschichte handelt:

    "Ich habe meine Schwester gegessen. So, jetzt ist es raus. Die große Beichte, die Leiche in meinem Keller. Jetzt dürfen alle schreiend weglaufen - oder sich die Zeit nehmen und noch ein wenig zuhören. Zum Beispiel, um zu erfahren, wie das in Wahrheit passiert ist. Oder warum.“

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen.

    Fazit

    Diese Geschichte kann ich jedem empfehlen, der Alice' Geschichte mit den altbekannten Charakteren zusammen mit einer spannenden Untoten-Story lesen möchte, die immer wieder mit schwarzem Humor gespickt ist. Ich hatte dabei meinen Spaß, auch weil die Charaktere gut ausgearbeitet waren.

    Ich bedanke mich beim papierverzierer-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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    Y
    yelanahvor einem Jahr
    Alice und Zombies?? Klar!!


    Und wieder durfte ich ein Buch aus dem Papierverziererverlag lesen. 
    Eine weitere Adaption der beliebten Alice Geschichte. 
    Anfangs war ich skeptisch, denn Zombies mag ich jetzt nicht so doll. Jedoch als ich diesen Roman gelesen habe, muss ich sagen, ich mag Zombies immer noch nicht, aber es passt wunderbar in die Geschichte rein. 
    Ich lasse mit Absicht eine Inhaltsangabe weg, denn jeder sollte sich vom Klappentext begeistern lassen und für sich entscheiden, ob er das Buch lesen mag oder nicht. 
    Ich für meinen Teil, fand es sehr gut und möchte es jedem, der den Papierverzierer Verlag mag oder einfach nur kennen lernen möchte, ans Herz legen. 

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    Janna_KeJasBlogs avatar
    Janna_KeJasBlogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch konnte mich nicht ganz überzeugen, aber die kuriosen Charaktere, allen voran das weiße Kaninchen, waren fein unterhaltsam.
    "Ich habe meine Schwester gegessen" [Prolog, erster Satz]

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

    Der wohl bekannteste Titel um Alice ist „Alice im Wunderland“ – um die Originalgeschichte von Lewis Carroll sind vielerlei Adaptionen zu finden. Die wundersame und anziehende Welt findet bis heute Anklang – so auch bei mir. Bei diesem Buch ist durch Cover und Titel sehr schnell klar, das es sich auch hier um einen Bezug zu Carrolls Geschichte handelt. Und ebendies zog auf der Leipziger Buchmesse meine Aufmerksamkeit auf sich. Während ich das Buch betrachtete und mir den Klappentext durchlas, stellte mir keine andere das Buch genauer vor als die Autorin selbst. Natürlich ließ ich mir das Buch gerne von Stephanie Kempin schmackhaft machen – eine Signatur habe ich mir natürlich auch erhascht.

    So war ich nun sehr neugierig auf das Buch, auf die verschiedenen Elemente welche die Autorin erwähnte, sowie durch den humorvollem Klappentext. Drei bekannte und doch kuriose Welten warteten auf mich.

    „Weiße Schatten, Dinge, die nicht da sein sollten, die es nicht geben sollte, nur noch Schatten ihrer selbst, wenn sie aus den Gräbern kommen!“

    Betty, Alice und Chloe sind Mutare und leben deshalb abgeschottet in einem Internat. Betty, die Jägerin, kontrolliert das Element Eis. Alice versteckt sich vor ihrer Seher-Fähigkeit, der Spiegelsicht. Chloe ist eine Astrale und kann auf Befehl sterben und wieder erwachen. Diese Fähigkeit ist zur Zeit eine der gefährlichsten, denn die Verwechslung mit einem wahren Toten ist schnell gegeben – von Nachteil wenn aktuell das ARO (diese wachen über die Mutare) dafür sorge tragen muss das Tote auch tot bleiben.

    Seit geraumer Zeit stehen die Verstorbenen auf und hungern nach dem Fleisch der Lebenden – doch Betty hebt sich von ihnen ab. Sie verhält sich nach ihrer Wiederauferstehung normal. Naja. Fast. Das Gehirn einer Internatsschülerin ist nun nicht mehr vollständig erhalten. Alice und Chloe finden sie und bevor Betty dem ARO in die Hände fällt, beschließen die Drei kurzerhand zu fliehen.

    Von einer Welt in die Nächste. Völlig unerwartet landen die drei Ausreißerinnen im Spiegel-Dämmer-Land. Niemand geringeres als das weiße Kaninchen selbst führt sie dorthin. Dies auch recht zügig, denn wir haben ja keine Zeit!
    Auch weitere bekannte Elemente aus der Originalgeschichte lässt die Autorin mit einfließen, diese jedoch nur am Rande erwähnt und nicht als Teil der Geschichte. Die rote Königin und der Bedarf nach rollenden Köpfe, die Teeparty und ebenso unbekanntere Szenen. Eine Welt die erschaffen wird aus bestehenden Elemente, ohne sich jedoch wirklich daran zu bedienen.
    Doch der Kaninchenbau geht tiefer, hinein ins Märenland. Eine weitere Welt eröffnet sich ihnen und uns bekannte Gesichter streifen den Weg der Mädchen. Die Hütte von Rotkäppchen, das Schloss des Froschkönigs und der Prinz auf der Suche nach der Schuhbesitzerin.

    Jede Welt ist ein kleines Abenteuer für sich und lädt zu einer skurrilen Geschichte ein. Die Autorin baut viele verschiedene bekannte Grundsteine anderer Geschichte ein und fügt sie zu einer neuen Geschichte zusammen.

    Ich begleitete die drei Mädchen auf ihrem Abenteuer und fühlte mich mit den Charakteren der Geschichte wohl – kein spitzer aber feiner Schlagabtausch unter ihnen und Welten in die mich gerne hineingelesen habe. Bei einer solchen Vielzahl an Welten kann aber auch leicht der Kopf verloren gehen und dies ist der Autorin an manchen Stellen selbst passiert. Nicht immer störte es mich, wenn es jedoch so herausstechend ist wie im folgenden Beispiel, hemmt dies den Lesefluss leider.

    — Kleiner Spoiler —
    Ohne den Ausgang der Geschichte zu verraten

    Auf der Suche nach Antworten zur Seuche (dem plötzlichem Auftauchen der Untoten) müssen die Mädchen ins Märenland. Auch die Spiegelkönigen sucht Antworten und ist deshalb dorthin gereist. Ebenso wie Alice,kann die Königin mit den Spiegeln kommunizieren und als sie sich verirrte nahm sie eben über solch einen Spiegel zu Alice und ihren Freunden Kontakt auf. Die Königen hat in einem Schloss Unterschlupf gefunden, ist im Besitz eines Spiegels – nimmt jedoch zu Alice Kontakt auf, damit Alice ihren Spiegel befragen kann wo sie sich befindet?! Warum fragt die Königin nicht die Schlossbewohner oder ihren eigenen Spiegel? Laut Geschichte ist der Spiegel der Königin zerbrochen – nun ja, der neue scheint ja auch gut zu funktionieren, denn mit Alice kann sie hervorragend darüber kommunizieren – ich war ernsthaft irritiert! Es mag nur ein kleiner Part sein, nicht tief bedeutend, aber eben so auffallend das es mich immer wieder hin und her blättern ließ, da ich zunächst dachte, ich hätte etwas überlesen. Nein, hatte ich (leider) nicht.
    Diese und weitere solche Momente, im kleineren, begegneten mir ab und wann beim Lesen – leider nahm es mir etwas vom Lesefluss …

    — Spoiler Ende —

    Und ja, hätte ich zuvor gewusst das es sich um ein Jugendbuch handelt, wäre ich mit anderen Erwartungen heran gegangen. Eine Welt der Untoten, der skurril-kuriosen Persönlichkeiten wird beschrieben, stehen aber dennoch nicht im Fokus. Es geht um die Flucht der Mädchen und die offenen Fragen die sie mitnehmen. Ein wenig Wortwitz, ein interessanter Mix und für mich leider zu wenig Kuriositäten und Untote. Aber so ist das mit den Erwartungen:

    „[…] Wenn du dir vorher zu genau überlegst, was du finden willst, dann übersiehst du sehr wahrscheinlich alles andere. Dann gehst du am Ende vielleicht mit dem nach Hause, was du finden wolltest und lässt tausend andere Dinge liegen, die du dringender gebraucht hättest. weil du in deinem engen Kopf beschlossen hast, dass du diese Dinge nicht suchst.“

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    Sabriiina_Ks avatar
    Sabriiina_Kvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine gute Adaption mit leichten Schwächen
    Was haben Zombies mit Alice im Wunderland zu tun? Findet es heraus!

    Bei dieser Alice im Wunderland Adaption war ich zunächst ein bisschen skeptisch, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Denn Zombies sind eigentlich gar nicht so mein Ding. Bei diesem Buch konnte mich vor allem das tolle Cover mit den Spielkarten, der Armbrust und dem weißen Kaninchen dazu bringen, mich doch man an die Materie heranzuwagen. Denn irgendwie war ich dann doch sehr neugierig wie man wohl das Zombie – Thema in die Alice im Wunderland Geschichte integriert hat.

    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir bei diesem Buch mal wieder sehr leicht. Man lernte nach und nach die Protagonistinnen Betty, Alice und Cloe kennen und stieg dann so langsam in die Handlung ein. Der Schreibstil der Autorin war locker und leicht und ließ sich gut lesen, sodass ich mich gut auf die Geschichte einlassen konnte.
    Das Buch ist aus zwei unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Zum einen aus der Sicht von Alice und zum anderen in Form von Tagebucheinträgen aus der Sicht von Betty. Diese Aufteilung fand ich an sich eine tolle Idee, hatte aber für mich persönlich auch kleine Schwachpunkte. Es kam im Laufe der Geschichte nämlich immer wieder zu Doppelungen in den beiden Sichtweisen, es wurden ähnliche Fragen gestellt und dadurch zog es sich an einigen Stellen einfach. Doch diese langatmigen Stellen hielten sich zum Glück in Grenzen, sodass mein Lesefluss nicht sonderlich erschwert wurde. Ich als Skeptiker in Bezug auf Zombiegeschichten fand besonders Bettys Sichtweise und Gedankengänge sehr hilfreich, da ich sie dadurch einfach besser nachvollziehen konnte.
    Von den Protagonistinnen war ich auch insgesamt sehr überrascht, da sie mir alle irgendwie gleich gut gefallen haben. Ich könnte jetzt nicht sagen, dass ich die eine lieber mag als die andere. Wenn ich mich entscheiden müsste fände ich glaube ich Cloe am besten, einfach weil mir ihre direkte freche Art sehr gut gefällt.
    Die Kombination der drei Charaktere fand ich in dieser Geschichte wirklich gut gelungen, da sie sich gut ergänzten und miteinander harmonisiert haben. Besonders die lustigen Sprüche zwischendurch fand ich echt super, da sie diese Freundschaft nochmal authentischer gestaltet haben. Es gab in der Geschichte natürlich auch den einen oder anderen Nebencharakter, die für mich beim Lesen aber irgendwie nicht so präsent wurden. Ich hatte da manchmal den Eindruck, dass sie einfach gezielt eingesetzt wurden um die Story voranzubringen. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefe bei der Gestaltung der Nebencharaktere gewünscht.
    Von der Handlung her hat mir die Geschichte, die ja zunächst eher seicht begann ziemlich gut gefallen. Im Großen und Ganzen geht es in der Geschichte darum, dass die drei Freundinnen auf der Suche nach einem Heilmittel für die „Zombiekrankheit“ sind. Die Suche der Mädchen findet dabei vor allem in zwei großen Settings statt, nämlich das Spiegel-Dämmer-Land und das Märenland. Diese zwei Orte, die sich doch schon deutlich von der Realität unterschieden haben, wurden sehr ausführlich und detailliert beschrieben. Normalerweise finde ich so längere Beschreibungen eher störend, aber hier fand ich sie wirklich angemessen. Denn durch die genaue Beschreibung waren mir die Handlungsorte beim Lesen die ganze Zeit über bildlich im Kopf und ich konnte mich noch besser auf die Handlung konzentrieren. Die Story hat beim Eintritt ins Spiegel-Dämmer-Land nämlich immer mehr an Fahrt aufgenommen. Die Spannung wurde dabei leider nicht durchgängig gehalten, sondern kam immer eher phasenweise auf. Das fand ich ziemlich schade, da ich es liebe, wenn die Spannung konstant sehr hoch ist.

    Mein persönliches Fazit:
    Eine wirklich gelungene Adaption, die mich trotz eher untypischem Thema (oder vielleicht gerade deswegen) von sich weitestgehend überzeugen konnte. Die Idee mit den Zombies und der Suche nach dem Heilmittel wurde wirklich sehr gut mit der Alice im Wunderland Geschichte verknüpft, sodass für mich daraus eine runde Sache geworden ist.

    Da dieses Buch mich trotz kleinerer Schwächen von sich überzeugt hat vergebe ich 4 von 5 möglichen Büchern!


    Mehr Infos zum Buch findet ihr hier!


    Diese und weitere Rezensionen gibt es wie immer auch auf meinem Blog:
    http://komm-mit-ins-buecherwunderland.blogspot.de/
    und auf meiner FB-Seite zum Blog:
    https://www.facebook.com/Komm-mit-ins-B%C3%BCcherwunderland-1203991562958598/ 

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    Franzis-Lesewelts avatar
    Franzis-Leseweltvor einem Jahr
    Nicht so meines

    Klappentext
    Alles beginnt mit Bettys Beerdigung, wegen der der Unterricht an Miss Yorks Schule ausfallen muss: Auf einmal stört Zoey die Zeremonie, schießt mehrfach auf den Sarg und verschwindet, als wäre nichts gewesen. Doch wenig später steht Betty aus ihrem Sarg auf und macht sich auf die Suche nach ihrer postmortalen Mörderin. Sie findet Zoey und macht mit ihr kurzen Prozess. Ihre besten Freundinnen Alice und Chloe finden Betty, während sie sich noch über die Leiche beugt. Eigentlich müssten sie Betty verpfeifen, doch schnell beschließen die drei Freundinnen, gemeinsam Hals über Kopf zu flüchten.
    Fragen über Fragen bleiben jedoch zurück, wie zum Beispiel, warum Zoey nicht mit echter Munition geschossen hat, die auch Untote zur Strecke bringen kann. Warum ist Betty noch relativ normal, zumindest für eine Untote? Was hat es mit Alice' Spiegelsicht auf sich? Und wohin will sie das verdammt mürrische, weiße Kaninchen mit der Armbrust und dem Welten-Chronografen führen?
    Eine rasante Achterbahnfahrt hinein in den Kaninchenbau und durch die Welt zwischen den Märchen, der realen Fiktion, jeder Menge Popkultur und der raffinierten Idee, dass es auch so hätte erzählt werden können, wenn die Erzähler vor ein paar hundert Jahren ein bisschen mehr schwarzen Humor gehabt hätten.
    * Meine Meinung Auch hier wieder eine absolut andere variante von Alice im Wunderland.  Nur leider muss ich sagen das ich diese nicht ganz so toll fand. Das Problem ich kann euch nciht mal genau sagen warum.
    Der Charakter der Alice war klasse daran liegt es auch nicht, aber der Schreibstil der Autorin war schon nciht so meines. Daher wird diese Rezension eher Kurz. Bitte bedenkt hier auch wie bei jeder anderen rezension das ist Meine PERSÖHNLICHE Meinung. Vielleicht liebt ihr dieses Stil ja. *
    Die Autorin:Stephanie Kempin, geboren 1987, hat sich schon immer gerne in Büchern vergraben. Als bekennender Bücherwurm war es nach der Schule nur logisch, Literaturwissenschaft zu studieren. Während dieser Zeit wurden auch ihre ersten Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlicht. Anschließend ging es als Lektorin und als freie Mitarbeiterin in einer Marketingagentur weiter, etwas später kamen Übersetzungen dazu. Wenn sie sich nicht gerade auf Cons und Messen herumtreibt, ist sie häufig auf Konzerten oder Festivals zu finden, bei denen die meisten Besucher fröhliches Schwarz tragen. Weil Musik ihre wichtigste Inspirationsquelle ist, bekommt jede Geschichte einen eigenen Soundtrack, der dann so lange beim Schreiben läuft, bis auch ihre zwei Wellensittiche die Melodien mitpfeifen können. Momentan versucht sie das Rätsel zu lösen, wieso eigentlich immer ihre anderen Romane schneller fertig sind, als die lange geplante Geistergeschichte.

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    Nichmeinschulds avatar
    Nichmeinschuldvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Märchen für Erwachsene :-)
    Märchenhaft witzig - Action

    Bei diesem Roman handelt es sich um eine märchenhafte Erzählung, die mit vielen Details aus verschiedenen bekannten Geschichten gespickt ist.
    Der Schreibstil ist mit locker, lustig und frech gut zu beschreiben. Dadurch wird man von der innigen Dynamik der drei Freundinnen richtig mitgerissen und ich musste nicht nur einmal schmunzeln... Die vielen kleinen Seitenhiebe untereinander, machen sie sehr sympathisch und authentisch!
    Der Verlauf ist recht flüssig geschrieben. Manche Stellen sind etwas wirr und man weiß nicht gleich was die Zusammenhänge sind. Was ich aber keineswegs als negativ empfunden habe. Vielmehr bringt es einen noch mehr in die Situation der Protagonisten, die selbst versuchen alle Informationen zusammen zu basteln.
    Mir persönlich waren manche Stellen etwas zu langatmig. Ich denke jedoch das ist individuelles Empfinden.
    Tolle Geschichte, toll geschrieben. Klare Empfehlung für alle die märchenhaftes, witziges und Action mögen!

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    An-chans avatar
    An-chanvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Alice mal etwas anders mit einigen guten Ideen, aber leider stellenweise sehr zäh und Bettys Tagebucheinträge hätte man sich sparen können.
    Alice - Follow the white

    "Alice - Follow the white" ist eine etwas andere "Alice im Wunderland"-Interpretation, die vorwiegend Elemente aus der bekannten Geschichte einpflegt, aber auch viele Märchengestalten auftauchen lässt.
    Die Handlung beginnt in der "realen" Welt in einer unbekannten Zeitepoche zu Beginn der Elektrizität. Die drei Protagonistinnen Alice, Betty und Chloe - alle mit besonderen Fähigkeiten und daher an Miss Yorks Schule - gelangen kurz nach Beginn durch den Kaninchenbau hinter Ethan, dem "Spionage-Hasen" hinterher, in das Spiegel-Dämmer-Land, was der Alice-im-Wunderland-Welt entspricht. Es geht darum, das Heilmittel für die "Zombie-Krankheit" zu finden, an der auch Betty erkrankt ist. Auf ihrem Weg gesellt sich der Meisterdieb Garreth zu ihnen und sie gelangen nach etwa der Hälfte des Buches in das Märenland, wo die verschiedenen Märchenelemente untergebracht werden.
    Das klingt alles recht verworren? War es leider auch.

    Der Beginn des Buches konnte noch überzeugen. Der Einstieg mit dem Tagebucheintrag von Betty, in dem sie berichtet, dass sie Zoeys Gehirn gegessen hat, war unterhaltsam und machte neugierig auf die Handlung. Auch die Flucht ins "Wunderland" und die ungewöhnlichen Gestalten dort sowie das Rästelraten, was es mit der Krankheit auf sich hat und wo das Heilmittel zu finden sein könnte, waren spannend und witzig. Der überaus sarkastische Humor der Story war gut integriert und machte Spaß zu lesen.
    Doch sobald es ins Märenland ging, verlor die Handlung für mich sehr an Spannung und Überzeugungskraft. Das Märenland war eigentlich unnötig und der wichtigste Part der Handlung - wie das Heilmittel gefunden wird - wurde praktisch ausgelassen, da Alice nicht dabei war. Dazu muss erwähnt werden, dass "Alice - Follow the white" abwechselnd aus der 3. Person "Alice" und den Tagebucheinträgen von Betty geschrieben ist. Wenn Alice also nicht dabei ist, erfährt man die Handlung nur als Tagebucheintrag. Und leider gefielen mir Bettys Tagebucheinträge überwiegend gar nicht. Sie waren zäh, voller Wiederholungen und Fragen wurden gefühlt 100mal aufgeworfen, aber fast nie beantwortet. Ich habe Bettys Kapitel zum Ende hin nur noch überflogen und trotzdem nicht das Gefühl gehabt, etwas zu verpassen.
    Auch sonst wurden Fragen ständig aufgeworfen, sowohl Alice als auch Betty haben ständig darüber schwadroniert, was los ist, was dies soll, was jenes soll. Dadurch ging der Handlungsfluss total verloren. Fragen stellen ist in Ordnung, aber nicht in diesem Ausmaß! Und dann sollten bitte auch irgendwann auf alle Fragen antworten gefunden werden. Stattdessen wurde sehr vieles einfach in den Raum geworfen - was es damit genau auf sich hatte, blieb aber bis zu Ende schleierhaft.

    Es erschien leider einfach so, als hätte die Autorin zum Ende hin die Motivation verloren und es nur noch schnell zuende schreiben wollen. Sehr schade, denn der Beginn war wirklich klasse!

    Auch die Charaktere hatten Potential. Besonders Chloe mochte ich mit ihrer frechen, vorlauten Art. Sie war für mich die "wahre" Protagonistin. Alice bleibt dagegen blass und hatte überhaupt nichts an sich, was sie interessant gemacht hätte. Ihre Fähigkeit hat sie ihr Leben lang verdrängt und dann kommt sie plötzlich trotzdem total schnell damit klar? Unglaubwürdig. Betty gefiel mir - von ihren zähen Tagebuchtexten abgesehen - auch besser als Alice. Sie ist ein Mädchen der Taten und kommt mit ihrem neuen Dasein erstaunlich gut zurecht. Die Nebencharaktere hatten leider kaum Ecken und Kanten und waren vorwiegend Mittel zum Zweck.

    Was noch positiv hervorzuheben ist, ist der bildhafte Schreibstil, der sich sehr flüssig liest.

    Fazit: Interessanter Einstieg in eine etwas andere Alice-Geschichte, die leider ab der Hälfte stetig an Spannung verliert.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Liebe Rezensentinnen und Rezensenten,

    du bist ein Fan von Grimm'schen Märchen, Hans Christian Andersen und anderen Märchenerzählern?

    Du bist ein Fan von "ZOMBIES WEINEN NICHT" (Rusty Fischer), die Eiskönigin, Alice im Wunderland und Schneewittchen?

    Und du hast Lust, noch mehr aus der Märchenwelt zu entdecken? Dann pass gut auf: Bewirb dich jetzt für unsere Leserunde zu unserer zauberhaften ALICE - Geschichte.

    ALICE - FOLLOW THE WHITE von Stephanie Kempin freut sich auf begeisterte Bewerber.

    Das Buch wird ab dem 27. Februar 2017 auf allen gängigen Plattformen als E-Book erhältlich sein.

    Klappentext: Alles beginnt mit Bettys Beerdigung, wegen der der Unterricht an Miss Yorks Schule ausfallen muss: Auf einmal stört Zoey die Zeremonie, schießt mehrfach auf den Sarg und verschwindet, als wäre nichts gewesen. Doch wenig später steht Betty aus ihrem Sarg auf und macht sich auf die Suche nach ihrer postmortalen Mörderin. Sie findet Zoey und macht mit ihr kurzen Prozess. Ihre besten Freundinnen Alice und Chloe finden Betty, während sie sich noch über die Leiche beugt. Eigentlich müssten sie Betty verpfeifen, doch schnell beschließen die drei Freundinnen, gemeinsam Hals über Kopf zu flüchten.
    Fragen über Fragen bleiben jedoch zurück, wie zum Beispiel, warum Zoey nicht mit echter Munition geschossen hat, die auch Untote zur Strecke bringen kann. Warum ist Betty noch relativ normal, zumindest für eine Untote? Was hat es mit Alice' Spiegelsicht auf sich? Und wohin will sie das verdammt mürrische, weiße Kaninchen mit der Armbrust und dem Welten-Chronografen führen?
    Eine rasante Achterbahnfahrt hinein in den Kaninchenbau und durch die Welt zwischen den Märchen, der realen Fiktion, jeder Menge Popkultur und der raffinierten Idee, dass es auch so hätte erzählt werden können, wenn die Erzähler vor ein paar hundert Jahren ein bisschen mehr schwarzen Humor gehabt hätten.

    News über Stephanie Kempin:

    Sie ist 1987 geboren, hat sich schon immer gerne in Büchern vergraben. Als bekennender Bücherwurm war es nach der Schule nur logisch, Literaturwissenschaft zu studieren. Nach ersten Kurzgeschichten und Gedichten ging es als Lektorin und freie Mitarbeiterin einer Marketingagentur weiter, später als Übersetzerin.

    So übersetzte sie auch Rusty Fischers Roman ZOMBIES WEINEN NICHT. Wenn sie sich nicht gerade auf Cons und Messen herumtreibt, ist sie häufig auf Konzerten oder Festivals zu finden, bei denen die meisten Besucher fröhliches Schwarz tragen. Weil Musik ihre wichtigste Inspirationsquelle ist, bekommt jede Geschichte einen eigenen Soundtrack, der dann so lange beim Schreiben läuft, bis auch ihre zwei Wellensittiche die Melodien mitpfeifen können.

    Bitte beantwortet uns für die Bewerbung noch folgende Fragen:

    Was erwartet ihr von einer Alice Adaption und wo veröffentlicht ihr eure Rezensionen?

    Wir verlosen 20 E-Books.

    Wir freuen uns auf euch!

    P.S.: Falls ihr Blogger seid, meldet euch bei uns unter support@papierverzierer.de, um so regelmäßig über Rezensionsexemplare, News und allerlei Aktionen informiert zu sein.

    P.P.S.: Wir haben sogar noch eine Sonderaktion für alle, auch die, die nicht bei der Leserunde letzten Endes gewonnen haben: Wer seine Rezensionen innerhalb von 4-6 Wochen nach Start der Leserunde hier bei Lovelybooks einstellt, hüpft automatisch in den Lostopf für ein Goodiepaket, das wir unter allen verlosen werden. Für jeden Link einer Plattform, auf dem eure Rezension erscheint, hüpft ihr einmal in den Lostopf. Teilen erwünscht. Im Paket mit inbegriffen sind gleich mehrere Schätze. *g* Eins können wir euch verraten: Es wird euch überraschen.

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