Stephanie Lam Das Haus der Lügen

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Inhaltsangabe zu „Das Haus der Lügen“ von Stephanie Lam

1924: Der 19-jährige Robert Carver verbringt den Sommer bei seinem Cousin Alec Bray im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen südenglischen Küstenstädtchens Helmstone. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf ... Vierzig Jahre später mietet sich die 18-jährige Rosie Churchill in dem mittlerweile etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Castaway House ein. Sie ahnt nicht, dass die alte Villa ein Geheimnis verbirgt, das auch ihr eigenes Leben völlig verändern wird ...

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  • Eine ruhige aber nicht minder spannende Geschichte.

    Das Haus der Lügen
    Suhani

    Suhani

    23. August 2016 um 22:20

    Ich muss sagen, das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dies ist keine reißerische Geschichte, mit viel Familientwist, sonder eine ruhige, ohne viel Aufhebens, aber für mich nicht weniger spannend. Wer hier also ein Buch in Richtung Thriller erwartet, der liegt hier falsch. Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt und beide aus der Ich-Perspektive des jeweiligen Protagonisten. Da wäre einmal Robert Carver im Jahr 1924. Sich von einer Krankheit erholend, immer noch leicht kränkelnd zieht er in die Villa seines Cousins Alec Bray. Dort lernt er auch die Frau von Alec kennen, die eine totale „Kratzbürste“ ist und sch Robert nur abfällig gegenüber verhält. Auch das Personal lernt er kennen, obwohl dieses sehr zurückhaltend und teilweise schon ängstlich ist. Mit der Zeit lernt Robert auch die Bewohner rund ums Castaway House kennen, so auch Doktor Feather und insbesondere seine Tochter Lizzie. Durch viele Andeutungen, praktisch von jedem eine andere, merkt Robert bald, das irgendwie alle Bewohner des Castaway House Geheimnisse hat und will diese auf den Grund gehen. Im Laufe seiner Nachforschungen ändert sich bald das Verhältnis zu Mrs. Bray, mehr als für ihn gut ist. Auch mit Lizzie wird die anfängliche Freundschaft immer enger und bald sitzt er zwischen zwei Stühlen. Und immer mehr Geheimnisse werden von Robert aufgedeckt …. Die andere Ebene spielt im Jahr 1965. Dort wird die Geschichte von Rosie Churchill erzählt. Zu Anfang ist sie nur eine Bewohnerin in der schon arg baufälligen Villa Castaway House. Sie verdient sich mehr schlecht als recht ihren Unterhalt erst in einem kleinen Kiosk und später in einem kleinen Hotel in der Nachbarschaft. Gleich zu Anfang der Geschichte hat sie eine Bleistiftskizze von ihrer Freundin, die oben n der Villa wohnt bekommen, die mit den Initialen „R. C.“ unterzeichnet ist. Die gleichen Initialen wie ihre eigenen. Außerdem findet sie noch durch Zufall einen Satz, der unter das Fensterbrett eingeritzt ist. „Robert Carver ist unschuldig“ Gehörte die Zeichnung Robert Carver? Was hat der Satz unter dem Fensterbrett zu bedeuten? Dann taucht auch noch ein alter verwirrter Mann auf, der vor Jahren sein Gedächtnis verlor, aber unbedingt zum Castaway House muss – er weiß nur nicht mehr warum. Und weil sich Rosie um den Mann kümmert, ihm hilft und im Suterang unterbringt, lässt er auch nur sie an ihn ran und bittet Rosie ihm zu helfen, damit er sich wieder erinnern kann. Und auch Rosie erfährt von Geheimnissen rund ums Castaway House, die weit in der Vergangenheit liegen, aber auch in ihrer Zeit gibt es Geheimnisse in der Villa – und nicht zuletzt welche, die auch mit ihr selbst zutun haben … Ich hab noch nie mit Geschichten Probleme gehabt, die auf zwei Ebenen erzählt worden sind und so war es für mich interessant was im jeweiligen Jahr passierte, wobei ich die im Jahre 1924 interessanter und spannender fand, weil einfach mehr los war, mehrere Facetten hatte. Aber auch das Jahr 1965 hatte seine Reize, am meisten durch den verwirrten Mann, der Dockie genannt wurde, weil er bei den Docks gefunden worden ist, als er sein Gedächtnis verloren hatte. Dockie war für mich von Anfang an ein Bindeglied zwischen 1924 und 1965, nur wie und warum, das musste erst noch herausgefunden werden und das hat es ausgemacht, das ich im Hinterhopf immer am miträtseln war. Im Laufe der Geschichte „dröseln“ sich immer mehr Zusammenhänge auf und einige Wendungen hätte ich so nicht erwartet, andere hatte ich auch schon geahnt. Die ganz schlechten Kritiken, die dieses Buch hat, kann ich auch irgendwie nicht nachvollziehen, dass die Geschichte am Ende alles aufgeklärt hat. Was Rosie angeht, das ist zwar am Ende nicht in klaren Worten noch einmal extra erwähnt worden, aber doch war klar, wie das Verhältnis zu Dockie in der Familie war. Für mich gab es keine Ungereimtheiten und durch die nur immer bruchstückweise gestreuten Auflösungen der Geheimnisse blieb die Geschichte für mich auch immer spannend genug, so das ich immer wieder in den Ebenen weiter lesen wollte. Dazu alles in einem leicht und flüssigen Schreibstil, der auch die Umgebung bildlich darstellte, so das mein Kopfkino ohne Störungen lief. Mein Fazit: Eine ruhige aber nicht minder spannende Geschichte. Für mich ein gelungender Debütroman, bei dem ich die ganze Zeit im Hinterkopf mitgerätselt habe. Ein Buch das mich unterhalten hat!

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  • Das Haus der Lügen

    Das Haus der Lügen
    Diary-of-a-Booklover

    Diary-of-a-Booklover

    21. August 2016 um 15:13

    www.diary-of-a-booklover.tumblr.com Autor/in: Stephanie LamVerlag: Page & TurnerSeitenzahl: 480 SeitenGenre: Roman Schon als ich Castaway House das erste Mal sah, wusste ich, dass es eines Tages mir gehören würde. […] Natürlich wusste ich schon damals, dass es bis dahin noch eine Weile dauern würde. Aber für etwas Wertvolles nimmt man das in Kauf. Die schönsten Dinge sind die, auf die man warten muss.Ich blickte ein letztes Mal zu Castaway House hinauf und leistete einen Schwur.- S. 7 Inhalt in einem Satz:Castaway House, eine alte Villa auf den Klippen eines englischen Küstenstädtchens, wird im Jahr 1924 zum Schauplatz schrecklicher Ereignisse, deren Geheimnissen die junge Mieterin Rosie erst über 40 Jahre später durch eine Reihe unglücklicher Zufälle auf die Schliche kommt. “Ich denke…” Sie hielt inne. “Sie sollten vorsichtig sein.” “ Was meinen Sie damit? Ist das eine Drohung?” Ich lächelte.Sie schüttelte knapp den Kopf, als wollte sie ein Insekt verscheuchen. […] “In diesem Haus geht Böses vor. Und wenn sie nicht aufpassen, wird es sie einholen, genauso wie Sally.”- S. 85 Meine Meinung:Das düstere Cover und der vielversprechende Klappentext machten mich auf Das Haus der Lügen neugierig. Ich versprach mir davon eine schauderhafte Geschichte, die fast ein bisschen nach einem Thriller klang, bekam aber etwas völlig anderes (jedoch nicht weniger Überzeugendes). Denn bei diesem Buch handelt es sich viel mehr um einen Familiengeheimnis-Roman, der deutlich ruhiger verläuft, als ich es erwartet habe. Wir begleiten auf zwei Zeitebenen den beiden Protagonisten Robert und Rosie, deren Leben jeweils in Castaway House auf den Kopf gestellt wird. Roberts Geschichte spielt im Jahr 1924, als er nach langer Krankheit seinen Cousin Alec besucht, der mit seiner Frau Clara das prächtige Anwesen  bewohnt. 41 Jahre später wurde das Haus längst in Mietwohnungen unterteilt und Rosie, die vor Familienproblemen davonläuft und dort Unterschlupf findet, entdeckt eine alte Inschrift, die jemand in ein Fensterbrett hineingeritzt hat: “Robert Carver ist unschuldig.” Zudem lernt sie einen alten Obdachlosen namens Dockie kennen, der sein Gedächtnis verloren hat, jedoch weiß, dass Castaway House einst in seiner Lebensgeschichte eine wichtige Rolle gespielt hat. Doch als seine Erinnerung nach und nach wiederkehrt, wünschte er fast, sich nie erinnert zu haben… Ich muss zugeben, dass ich anfangs große Probleme hatte, in die Geschichte hineinzufinden, da sie tatsächlich völlig anders war, als ich es erwartet hätte. Deshalb habe ich das Buch mehrmals über Wochen hinweg abgebrochen und erst nach einigen Anläufen weitergelesen. Denn die Handlung bleibt zunächst relativ ruhig und langatmig. Wir begleiten Robert und Rosie in ihrem Alltag, ohne dass so richtig herauskommt, worauf die Geschichte hinarbeitet, sodass ich mich lange Zeit fragte, inwiefern die verschiedenen Ereignisse überhaupt relevant für den Handlungsverlauf waren. Erst ab ca. der Hälfte konnte mich Das Haus der Lügen etwas mehr fesseln. Auch die erste Hälfte ist aber keinesfalls schlecht, denn Stephanie Lam überzeugt mit ihren autentischen, interessant ausgearbeiteten Charakteren und dem geheimnisvollen Schauplatz. Sie spielt geschickt mit den Beziehungen zwischen den Personen, die Castaway House bewohnen, und baut auch die eine oder andere Liebesgeschichte ein. Außerdem werden natürlich zahlreiche Fragen aufgeworfen: Vor wem läuft Rosie davon? Was hat es mit Clara Brays Boshaftigkeit auf sich? Und vor allem fragt man sich permanent, wie alles schlussendlich zusammenhängen wird. Gegen Ende konnte ich mich immer mehr in die Geschichte vertiefen und die letzten Kapitel bishin zu der perfekt durchdachten Auflösung haben mir sehr gefallen. Nachdem ich Das Haus der Lügen nun schon vor einigen Tagen beendet habe, muss ich sagen, dass mir das Buch auch im Nachhinein noch durch den Kopf geht und einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Zum Glück konnten mich meine anfänglichen Zweifel doch noch großteils in Luft auflösen. :) “Ich erinnere mich an all das hier, Rosie. Diese schwarzweißen Steinfliesen, ich habe sie schon einmal gesehen. Der Schnörkel am Treppengeländer. […]Die Wahrheit ist, dass ich mich nicht länger erinnern will. Die Wahrheit ist, dass ich mir wünsche, sie würde in tausend Teile zerbersten.”- S. 286 Fazit:Ein Buch, das völlig anders ist, als erwartet, aber dennoch durch die ungewöhnliche Geschichte überzeugt und den Leser in seinen Bann ziehen kann, wenn er sich erst darauf einlässt. Bewertung: 📖 📖 📖 📖 (4/5) Vielen herzlichen Dank an das Bloggerportal und an Page & Turner für das Rezensionsexemplar! :)

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  • Die Geschichte wirkt nicht ganz ausgereift

    Das Haus der Lügen
    Morrigan

    Morrigan

    27. April 2016 um 09:55

    Der 19jährige Robert Carver besucht 1924 aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit seinen Cousin Alec Bray in Castaway House am Meer. Dort lernt er die Nachbarstochter Lizzie kennen und auch mit Mrs. Bray verbindet ihn etwas. Doch schon bald ist sein unbekümmerter Urlaub am Meer vorbei und dunkle Zeiten beginnen. 40 Jahre später wurde das einst herrschaftliche Castaway House in Wohnungen aufgeteilt. Die 18jährige Rosie ist eine der Mieterinnen. Plötzlich taucht dort ein alter, ziemlich verwahrloster Mann auf. Er hat sein Gedächtnis verloren und Rosie nimmt sich seiner an. Nach und nach erinnert er sich an seine Vergangenheit und ein lang gehütetes Geheimnis kommt ans Licht.    Das Cover und der Titel versprechen einen spannenden Roman über ein Familiengeheimnis. Leider konnte das Buch dieses Versprechen nicht halten. Die Geschichte verlief ziemlich langsam und zäh und mir war lange nicht klar, wo die Autorin hin möchte und auch die Zusammenhänge waren nicht erkennbar. Ich brauchte daher ziemlich lange, bis ich in die Geschichte gefunden habe und auch dann konnte sie mich nicht wirklich fesseln.  Die Story spielt auf zwei Zeitebenen, einmal 1924 als Castaway House noch als Privathaus genutzt wurde. Hier fand ich die Beschreibungen von Herrschaften und Personal sehr gelungen und dieser Teil hat mir gut gefallen. Man begleitet Robert Carver der den auf Grund seiner angeschlagenen Gesundheit den Sommer bei seinem Cousin am Meer verbringt. Der andere Teil spielt 1965 und Castaway House wurde in Wohnungen aufgeteilt. Hier ist die 18jährige Rosie die Protagonistin und sie ist überstürzt von zu Hause ausgezogen und schlägt sich nun alleine durch. Ich fand die Charaktere alle sehr oberflächlich und eine Beziehung konnte ich zu keinem aufbauen. Im Verlauf der Geschichte verlieben sich die beiden Protagonisten, aber diese Liebe hat bei beiden keine Zukunft und bleibt recht gefühlsarm. Mir hätte die Geschichte besser gefallen, wenn sie sich auf den Teil in den 1920ern beschränkt hätte. Auch vom Schluss war ich ziemlich enttäuscht. Die offenen Fäden werden zwar zusammengeführt, jedoch nicht wirklich miteinander verknüpft.  Fazit: Langatmig und gefühllos. Die Geschichte wirkt nicht ganz ausgereift. 3 von 5 Sternen

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  • langweilig

    Das Haus der Lügen
    Lee-Lou

    Lee-Lou

    23. November 2015 um 12:36

    Klappentext: 1924: Der 19-jährige Robert Carver verbringt den Sommer bei seinem Cousin Alec Bray im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen Küstenstädtchens Helmstone. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf ... 1965: Die 18-jährige Rosie Churchill mietet sich in dem etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Castaway House ein. Sie ahnt nicht, dass die alte Villa ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das auch ihr eigenes Leben betrifft. Persönliche Meinung: Wie man es sich sicher denken kann, spielt alles auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen. Dabei wird der Teil um 1924 und der Teil um 1965 aus Sicht von Robert bzw. Rosie erzählt. Die Zeitsprünge gibt es immer nach einem Kapitel, was das inhaltliche Verstehen ziemlich erschwert. Der Schreibstil ist zwar schön flüssig, doch man liest, liest, liest und liest und hat trotzdem den Eindruck, als hätte sich die Geschichte nicht von der Stelle bewegt, was das alles dann auch wieder anstrengend macht. Deshalb breche ich diese Geschichte nach 100 Seiten leider ab.

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  • Mein Leseeindruck

    Das Haus der Lügen
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    20. October 2015 um 18:53

    Okay, ich gebe es zu: Ich habe mich wieder mal vom Cover blenden lassen - obwohl das bei diesen düsteren Farben kaum möglich ist. Aber auch der Klappentext klang so spannend, dass ich schon fast einen Thriller vermutet hatte. Der aufmerksame Leser dieser Rezension wird nun bereits festgestellt haben, dass ein "ABER" nun folgen wird. Und richtig: Dieses Buch konnte mich einfach nicht überzeugen. Aber mal der Reihe nach: In diesem Debüt beschreibt die Autorin eine spannende und geheimnisvolle Familiengeschichte. Ein Geheimnis jagt das Andere.  Auch die Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben, so dass man sich schnell ein Bild machen und Handlungen nachvollziehen kann. Durch die Beschreibungen werden auch die einzelnen Charakteren deutlich und man entwickelt Gefühle. Misstrauen, Ärger, aber auch Freude durchlaufen die Gefühlswelt des Lesers. Auch die beiden Handlungsstränge (1924 und 1965) sind deutlich gekennzeichnet und verlaufen zum Schluss hin, ineinander. Soweit der Teil, der mich begeistert hat. Nun jedoch kommen die Punkte, der mich wenig begeistern konnten. Am Anfang hatte ich grosse Probleme mich in die Geschichte einzubinden, was wohl damit zusammen hängt, dass mir die Bedeutung bzw. Funktion des Hauses nicht klar war. Meiner Meinung nach, fängt das Buch auch erst ab Kapitel 2 so richtig an.  Für mich war es dann ein ewiges Auf und Ab an Spannung. Kaum hatte ich in der Geschichte wieder Fuß gefasst, wurde es auch schon wieder langatmig. Erst im letzten Drittel des Buches kam wirkliche Spannung auf, die nun auch bis zum Schluss ging. Aber trotz der Langatmigkeit, hatte die Story auch etwas fesselndes, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Fazit: Ist es nun ein Roman? Oder der Versuch eines Thrillers? Oder ein Roman mit einem Kick an Thrill? Ich weiß es nicht. Deshalb fällt es mir auch schwer, dieses Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen. Eine Leseempfehlung möchte ich nicht aussprechen, da mir die Geschichte einfach zu viele Länge hatten. Als Debüt war es okay, mit viel Luft nach oben. Jedoch werde ich die Autorin im Auge behalten, da ich großes Potential vermute. Und wie sagt man: Aller Anfang ist schwer.

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  • Dunkle Geheimnisse

    Das Haus der Lügen
    RosaEmma

    RosaEmma

    Außergewöhnliches Erstlingswerk Stephanie Lams Erstlingswerk ist ein außergewöhnlicher historischer Roman, dessen mysteriöse und fesselnde Geschichte sich in zwei Handlungssträngen entfaltet. Dieser Erzählstil gefällt mir sehr, denn ich mag es, wenn Vergangenheit und Gegenwart abwechselnd in Bezug zueinander gestellt werden. Dies ist Stephanie Lam bestens gelungen. Die von ihr erdachten Charaktere sind bis ins Detail ausgereift und beinahe lebensecht. Darüber hinaus hat die Autorin die spezielle Atmosphäre der unterschiedlichen Epochen - 1924 und 1965 - so brillant eingefangen, dass man als Leser ganz leicht zwischen den Zeiten wechseln kann und immer wieder in eine neue Geschichte eintaucht, bis alles zu einem stimmigen Ganzen zusammenfliesst. Alles in allem ist Das Haus der Lügen sehr packend und unterhaltsam mit einigen überraschenden Wendungen, die dazu verleiten, das Buch in einem Zug zu lesen. Spuren der Vergangenheit Die erste Geschichte des Romans spielt 1965 in der Küstenstadt Helmstone. Die 18-jährige Rosie Churchill, die überstürzt ihr Elternhaus verlassen hat, mietet sich in der einstmals glamourösen, aber mittlerweile heruntergekommenen Villa am Meer -  Castaway House - ein, wo sie sich ein Zimmer mit Val und Susan teilt. Da das Geld knapp ist und sie ihre Miete kaum zahlen kann, hilft sie Mrs. Hale, der Tochter des Dorfarztes, in deren kleiner Pension. Sie freundet sich mit Johnny und seiner Freundin Star, der Enkelin der mysteriösen Hausbesitzerin, an, die noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat. Nur langsam gewöhnt sich Rosie an ihre neue Umgebung - die Anrufe ihrer Mutter ignoriert sie, was niemand nachvollziehen kann. Da trifft sie den alten, verwirrten Dockie, ebenfalls Mieter in Castaway House, der nach Spuren seiner Vergangenheit sucht. Er war vor Jahren bewusstlos an den Docks gefunden worden ohne jegliche Erinnerung daran, wer er ist bzw. wie er dort hingelangte. Daher rührt auch sein Name Dockie. Er trägt immer ein sehr altes Foto bei sich, das Rosie seltsamerweise zu kennen glaubt. Als sie dann noch unter dem Fensterbrett ihres Zimmers die rätselhafte Einritzung Robert Carver ist unschuldig entdeckt, ist sie entschlossen, Dockie zu helfen, sein Erinnerungsvermögen zu reaktivieren. Doch überall stösst sie auf eine Mauer des Schweigens und ein Geheimnis, dessen Aufdeckung auch ihr Leben verändern wird... Fatale Liebe Schauplatz der zweiten Geschichte ist ebenfalls Helmstone im Jahre 1924. Der 19-jährige Robert Carver fährt zu seinem Cousin Alec Bray und seiner Frau Clara, um dort in Castaway House, deren imposante Villa auf den Klippen, den Sommer zu verbringen und sein Asthma auszukurieren. Doch der Empfang ist alles andere als herzlich: Alec, ein Bonvivant, der nicht mit Geld umgehen kann, vergisst, Robert am Bahnhof abzuholen und seine Frau Clara, von deren Existenz Robert bis dahin gar nichts wußte, teilt ihm unverblümt mit, dass sie ihn für einen Schmarotzer hält. Robert ist außer sich über die unverschämte Bemerkung, doch er genießt die Sommerzeit, zumal seine Gesundheit sich deutlich verbessert. Doch die Spannungen zwischen Alec und Clara werden immer größer, und ihre Auseinandersetzungen, bei denen Robert oftmals anwesend ist, häufen sich. Als Clara Castaway House immer öfter fernbleibt, ist Robert überzeugt, dass sie Alec betrügt, und so verfolgt er sie, um sie in flagranti zu erwischen. Doch zu seiner großen Überraschung entdeckt er, dass sich hinter Claras schroffer Fassade ein völlig anderer Mensch verbirgt, der ihm sogar sehr ähnlich ist. Robert fühlt sich gegen seinen Willen mehr und mehr zu ihr hingezogen, auch wenn er weiß, dass seine Liebe niemals eine Zukunft haben wird. Auch Robert ist Clara nicht gleichgültig, und so kommt es zu einer verhängnisvollen Affäre, die für alle dramatisch endet...  Brillante Charaktere im Spiegel der Zeit Dieser Roman lebt von den brillant gezeichneten Charakteren. Meines Erachtens sind Robert und Clara am besten gelungen. Ihre tragische Liebesgeschichte ist unkonventionell und sehr anrührend, aber niemals kitschig. Auch Alec als reicher Taugenichts ist sehr gut porträtiert, ebenso Rosie, deren kopflose Flucht aus dem Elternhaus einen schmerzlichen Hintergrund hat. Die mysteriöse Figur des alten Dockie, der zwischen Verwirrtheit und Erinnerung schwankt, ist in ihrer Widersprüchlichkeit besonders ansprechend. Dem Leser ergeht es wie Rosie: Er möchte unbedingt das Geheimnis um Dockies Identität entschlüsseln und begibt sich mit auf Spurensuche. Was er am Ende dann herausfindet, ist mehr als überraschend und lässt die exzellent konzipierte Geschichte in einem völlig anderen Licht erscheinen.

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    • 2
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    17. October 2015 um 08:28
  • Nichts ist so wie es scheint...

    Das Haus der Lügen
    VanessasBibliothek

    VanessasBibliothek

    25. July 2015 um 12:55

    Die Story ist schon etwas klischeehaft, aber solide. Nach der Mitte wird es spannender.  Interessant sind die 2 verschiedenen Storylines im Jahr 1924 und 1965 und wie die zusammen hängen könnten. Und Lügen über Lügen... Das Buch hat einen leichten Schreibstil, was es nicht noch erschwert weiter zu lesen, denn wie gesagt es wird erst ab Mitte spannender. Ein paar gut gesetzte Cliffhanger lassen den Leser weiterlesen. Und das sich Robert in die Frau seines Cousin verliebt ist auch nicht ohne. So viel lässt sich auch gar nicht sagen, um auch nicht zu viel vorweg zu nehmen. Zu 100% warm wird man mit beiden Charakteren nicht, kann aber auch wirklich daran liegen, dass es einfach zu langatmig ist. Aber das letzte Drittel entschädigt einiges. Fazit Das Buch nimmt nach der Mitte erst an Fahrt zu und ist dann auch gut flüssig zu lesen. Nur muss man auch bis dahin durchhalten können.

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  • Das Haus der Lügen

    Das Haus der Lügen
    Rena1986

    Rena1986

    14. July 2015 um 18:46

    "Das Haus der Lügen" braucht relativ lange bis es in Fahrt kommt, dennoch stellt sich später heraus, dass jedes noch so kleine langweilige Detail eigentlich zur Auflösung des Buches beiträgt. Dieser Roman ist in zwei Zeitebenen unterteilt und fängt an im Jahre 1965 als die 18-jährige Rosie Churchill von zu Hause flüchtet und sich ein Zimmer im etwas in die Tage gekommenen Castaway Haus mietet. Sie schmeißt die Schule, mag keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter (zu ihrem Stiefvater schon mal gar nicht) und geht "für die Hand in den Mund" als Hilfe in einem benachbarten Hotel arbeiten. Irgendwann taucht plötzlich ein alter muffiger betrunkener Mann im Castway Haus auf und behauptet, dass er schon mal hier gewesen sei und das er aus einem ganz wichtigen Grund von Dublin her gekommen ist. Warum, dass kann er leider nicht mehr sagen, weil er Jahre zuvor das Gedächtnis verloren hat. Nicht mal seinen richtigen Namen kennt er, denn alle nennen ihn nur Dockie, weil man ihn schon vor vielen Jahren in den Docks aufgefunden hatte. Rosie kümmert sich, wenn auch aus unerklärlichem Pflichtgefühl, um den alten Mann und deckt dabei nach und nach sein Geheimnis auf. Immer mal wieder hat Dockie seine hellen Momente in denen er Teile seine Geheimnisses lüftet und mach taucht dabei immer wieder ab in das Jahr 1924.  Die zweite Zweitebene beginnt damit, das Robert Carver 1924 die Einladung seines Cousins Alec annimmt im Sommerhaus der Familie an der Küste den Sommer zu verbringen. Er kommt nach Castaway Haus, welches zu dieser Zeit noch das Sommerhaus der Familie Bray ist, und muss feststellen, dass die Einladung seines Cousins nicht jedes Familienmitglied billigt. Vor allem Clara, die Frau seine Cousins zeigt ihre Abneigung gegen den Gast und auch Alecs Vater, Roberts Onkel, scheint nicht besonders begeistert zu sein. Robert und Alec könnten unterschiedlicher nicht sein. Robert stammt eher aus dem, nenne wir es mal gut bürgerlichem Teil der Familie, leidet unter seinem Asthma und ist schon von Natur aus eher der ruhigere Typ. Alec hingegen hatte das Privileg im wohlhabenderen Teil der Familie aufwachsen zu dürfen und ist der typische junge Mann, dessen Beruf Sohn ist.  Fazit: Warum nur 4 Sterne? Ganz einfach, nachdem das Buch fast die ersten 300 Seiten vor sich hin dümpelt und am Ende alles ganz schnell zusammen geführt wird, fehlt mir trotzdem noch etwas. Trotz der wirklich schlüssigen Auflösung weckt gerade der Satz " Sie ahnt nicht, dass sie alte Villa ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das auch ihr eigenes Leben betrifft..." aus dem Klappentext den Wunsch zu Erfahren was nach dem großen Showdown passiert ist. Ich finde, die Handlung im Jahre 1924 wurden so sehr schlüssig aufgeklärt und beendet, die Handlungen 40 Jahre später lassen noch viel Platz für eigene Interpretationen.   

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  • eine harmonische und gleichzeitig tragische Familiengeschichte,

    Das Haus der Lügen
    Kendra

    Kendra

    06. July 2015 um 15:08

    „Das Haus der Lügen“ von Stephanie Lam ist eine harmonische und gleichzeitig tragische Familiengeschichte, die den Bewohnern des Castaway Houses widerfahren ist. Der Leser nimmt nicht nur Teil in der Gegenwart des Jahres: 1965 indem wir die junge Rosie in ihrem alltäglichen Leben begleiten dürfen und so zusammen mit ihr auf einige versteckte Hinweise und Rätsel stoßen, die den damaligen Besitzern der mittlerweile etwas heruntergekommenen Villa wiederfahren sind. Nach und nach werden wir nicht nur in dieser Gegenwart mit den vergangenen Puzzleteilen in die Vergangenheit gezogen, sondern wir erleben auch direkte Rückblicke des Jahres 1924 aus der Sichtweise von Robert Carver, als das Castaway House noch in voller Blüte stand , samt ihren glamourösen Besitzern.  Denn der jungenhafte und spritzige Alec Bray und seine exzentrische und schillernde Frau Clara Bray sind schon ein ganz spezielles Paar, die nicht nur den Neid in ihren Nachbarn hervorrufen, sondern auch leichtes Mitleid bei den Lesern (in diesem Fall bei mir) Denn obwohl sie von außen hin alles haben , scheinen sie beide nicht wirklich zufrieden sein zu können. Bald schon erfahren wir, dass nicht alles so ist ,wie es auf den ersten Blick zu sein scheint…..Zusammen mit Alec´s Cousin Robert Carver , der bei ihnen den Sommer verbringt,  kommen wir den Geheimnissen und Abgründe auf die Spur, die sich unter der Oberfläche verbergen…..Bald schon ist von dem unbeschwertem Sommer nicht mehr viel übrig, als sich die Situation zuspitzt, die letztendlich in einen dramatischen Höhepunkt endet… Nach und nach erfahren wir was genau geschehen ist, und zusammen mit Rosie können wir die Bruchstücke, die nach und nach ans Licht kommen aufdecken. Und so erfahren wir auch was es mit dem seltsamen Dotty zu tun hat, der aufgrund eines Gedächtnisverlustes ziemlich verschroben zu sein scheint…., doch hat er wirklich Antworten auf die Vergangenheit? Und was hat es mit dem seltsamen Satz den Rosie entdeckte: „Robert Carver ist unschuldig“, auf sich? Obwohl das Buch relativ ruhig und bedacht geschrieben wurde, fand ich es von der Atmosphäre einfach toll herübergebracht.  Hier fühlte man sich wirklich diesem speziellen Sommer näher gebracht  und reiste praktisch gedanklich zurück in die Zeit von 1924.  Das Ende überzeugte mit einem tollen tragischen Höhepunkt, der bereits die ganze Zeit wie ein drohendes Gewitter über das Buch lag, man fragte sich: wann kommt es endlich zur Explosion? Auch wenn die Geschichte in 2 Teile aufgeteilt wurde: 1924/1965 empfand ich 1924 als den eigentlichen Spannungsbogen. Natürlich hat die Geschichte rund um Rosie durchaus ins Buch gepasst, dennoch empfand ich sie und ihre Freundin Star als Randfiguren, die mich nicht wirklich in den Bann schlagen konnten. Hier hatten es mir eher die damaligen Persönlichkeiten angetan, wie z.b. der ruhige und bescheidene Robert, der dennoch dem Glanz des glamourösen Lebens nicht abgeneigt ist und stückchenweise ihren Lastern erliegt…., auch die exzentrische und oft übellaunige aber durchaus charmante Clara hatte ihre Reize für den Leser, so überzeugten die Charaktere mit ihren reichlichen Facetten. Ein Buch dass wie ein warmer Sommertag , sich erst recht bescheiden aufwärmt um dann immer hitziger zu werden, bis die Wolken am Horizont auftauchen, die letztendlich zu einem gewaltigen Schlag führen… 

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  • Das Haus der Lügen

    Das Haus der Lügen
    maggy17

    maggy17

    26. June 2015 um 19:29

    Eine Alte Villa an der Südküste Englands - und im jedem Zimmer schlummert ein dunkles Geheimnis... **Klappentext** 1924: Der 19-jährige Robert Caver verbringt den Sommer bei seinem Cousin Alec Bray in Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen Küstenstädtchens Helmstone. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf... 1965: Die 18-jährige Rosie Churchill mietet sich in dem etwas heruntergekommenen, aber immer noch imposanten Castaway House ein. Sie ahnt nicht, dass die alte Villa ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das auch ihr eigenes Leben betrifft. **Meine Meinung** Leider verspricht der Klappentext mehr als das Buch halten kann. Durch die ersten 150 Seiten musste ich mich ein wenig quälen, habe das Buch dabei mehrmals beiseite gelegt, und kam deshalb nur schwer in das Geschehen hinein. Doch nachdem ich diese "Hürde" gemeistert hatte, kam doch noch ein wenig Spannung auf. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, ist aber leider ein wenig oberflächlich. Die Story des Buches ist gut, ich hätte mir allerdings an einigen Stellen mehr Tiefe gewünscht. Daher vergebe ich 3 von 5 Punkten. 

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  • sehr ruhig - aber deswegen nicht minder spannend! *4,5 Sterne*

    Das Haus der Lügen
    Marakkaram

    Marakkaram

    Ich hatte mich bereits gefragt, wie um alles in der Welt sie Dr. Feathers` endlose Monologe ertrug, ohne dabei den Wunsch zu verspüren, ihm mit dem Schürhaken eins überzuziehen. Aber bei genauerer Betrachtung gelangte ich zu einem anderen Schluss: Sollte jemals so etwas wie Leben in ihr existiert haben, hatte der Doktor es wohl längst erstickt. 1924: Der junge Robert nimmt die Einladung seines Cousins Alex an, die Sommerfrische zur Erholung auf dem Familiensitz Castaway House zu verbringen. Dort angekommen schlägt ihm von der Frau des Hauses pure Abneigung entgegen. Und unter den Dienstmädchen wird geflüstert, in Castaway House gehe das Böse um... 1965: Vor einer unglücklichen Liebe geflüchtet, zieht die junge Rosie in ein Zimmer ins Castaway House. Dort wohnt auch Star, mit der sie sich auf Anhieb versteht. Rosie ist fasziniert von dieser unkonventionellen Frau, merkt aber auch schnell, dass sie sich selten an Verabredungen hält und scheinbar eine ganze Menge Geheimnisse hat. Aber in die alte Zeichnung von einem gewissen R.C., die Star ihr geschenkt hat, war sie sofort verliebt. Ausserdem ist unter ihrer Fensterbank der Satz "Robert Carver ist unschuldig" eingeritzt. Ist er der Zeichner - der geheimnisvolle R.C.? Und was hat es überhaupt mit dieser Botschaft auf sich? Ob der alte Dockie Licht ins Dunkel bringen könnte? Er wurde irgendwann ohne Erinnerungen an den Docks aufgelesen, aber ahnt, dass ihn irgendwas mit Castaway House verbindet. * * * Dieses Buch war ein gelungener Spontankauf. Ich habe es in der Buchhandlung liegen sehen und es sprach mich irgendwie sofort an. Wenn es um düstere Familiengeheimnisse und alte Häuser geht, hat man mich ja sowieso meist sofort am Haken... Also, der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Er beginnt 1965 mit Rosie, wechselt dann aber kontinuierlich zwischen 1924 (Robert) und 1965 (Rosie) hin und her. Dabei sind die Kapitel immer ausreichend lang um tief genug in die jeweilige Geschichte eintauchen zu können. Und das ist auch gut so, denn es gibt schon eine Handvoll Personen und man muss die Gruppen und Zusammenhänge und eventuellen Überschneidungen erst einmal erfassen. Ist man dann aber drin, fällt einem immer mehr auf und man spekuliert ohne Ende vor sich hin - so erging es mir jedenfalls. Obwohl die Geschichte unheimlich ruhig beginnt und eigentlich auch das ganze Buch über ruhig bleibt, baut sich doch schleichend ein kontinuierlicher Spannungsbogen auf, so dass ich das Buch irgendwie gar nicht weglegen wollte. Ich muss aber dazu sagen, dass ich viel und relativ schnell lese, dementsprechend habe ich es das erste Mal nach ca. 180 Seiten aus der Hand gelegt - manch einer mag sich vielleicht doch etwas durch die ersten leisen Seiten quälen. Aber ich habe das Kennenlernen, die Beschreibungen und vor allem auch die Umstände und das Lebensgefühl dieser Zeiten genossen. Stephanie Lam hat nämlich einen großartig erzählenden Schreibstil -unaufgeregt und flüssig- der den Leser tief eintauchen lässt. Insbesondere bei einem Wechsel aus dem Jahr 1924 hatte ich immer das Gefühl man würde mich von ganz weit weg wiederholen und ich wäre jedes Mal gerne noch länger geblieben. Dieser Teil war einfach atmosphärisch sehr gelungen; sie hat die damalige Gesellschaft perfekt eingefangen. Und auch wenn Robert noch ein absolutes Greenhorn ist und man tatsächlich nach 200 Seiten eine ungefähre Ahnung bekommt, worauf es hinausläuft, ist das nur ein klitzekleiner Faden im riesigen weiten Meer, denn hier ist nichts so wie es scheint. Fazit: Mir hat das Debüt von Stephanie Lam richtig gut gefallen. Klar erfindet ihre Geschichte jetzt auch das Rad nicht neu, aber sie ist toll erzählt. Ich habe mir ein altes Haus mit düsterer Familiengeschichte gewünscht und bekommen. Das Buch lag allerdings in der Krimi Ecke, wo es meiner Meinung nach nicht wirklich hingehört.

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    • 2
  • Ziemlich langatmig

    Das Haus der Lügen
    leseratte69

    leseratte69

    30. May 2015 um 15:11

    Klappentext 1924: Der 19-jährige Robert Carver will den Sommer bei seinem reichen Cousin Alec Bray und dessen hübscher Frau Clara verbringen, die im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen Küstenstädtchens Helmstone, wohnen. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit, und als er sich in Lizzie, die Tochter der Nachbarn, verliebt, glaubt er sich endgültig im Glück. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf, denn die Brays hüten ein böses Familiengeheimnis ... 1965: Die 18-jährige Rosie Churchill ist von zu Hause ausgezogen und mietet sich für ein Jahr in dem etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Anwesen Castaway House ein. Eines Tages entdeckt sie, dass ins Fensterbrett ihres Zimmers der Satz »Robert Carver ist unschuldig« eingeritzt ist. Doch sie ahnt noch nicht, dass sich hinter diesem Satz ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das nicht nur die Vergangenheit von Castaway House, sondern auch ihr eigenes Leben betrifft Über die Autorin Stephanie Lam wuchs als Kind einer Engländerin und eines Chinesen in London auf und lebt heute in Brighton in einem Haus am Meer. Sie unterrichtet hauptberuflich Englisch am Tinsley House Immigration Removal Centre. "Das Haus der Lügen" ist ihr erster Roman. Meine Meinung Story Ich hab selten bei einem Buch so Probleme gehabt eine Rezension zu verfassen, wie bei diesem. Die Story hat ziemlich lange gebraucht bis sie in Fahrt gekommen ist, aber das Ende hat mich dann doch gepackt und für die ersten 300 Seiten entschädigt. Die Handlung ist in zwei Handlungsstränge eingeteilt. Eine handelt 1924 und es geht um den Lungenkranken Robert Carver, der den Sommer bei seinem Couusin Alec und dessen Frau Clara auf Castaway House, am Meer verbringt. Die Handlung fand ich zu Beginn ziemlich zäh und in die Länge gezogen. Robert merkt schnell das die Ehe zwischen den beiden nicht gut läuft und verliebt sich Hals über Kopf in Clara, obwohl er so gut wie verlobt mit Lizzi ist. Zudem sind auf mysteriöse Weise Dienstmädchen verschwunden. Die Zweite Story handelt 1965 von Rosie Churchill die nun in dem zum Mietshaus umgewandelten Anwesen Castaway House lebt. Ihre Story fand ich schon interessanter. Sie kommt einem Geheimnis, eben um dieses Robert Carver auf die Spur. und ahnt dabei nicht, das sie tiefer damit verstrickt ist als sie denkt. Leider muss man erst über 350 Seiten Lesen, bevor man den eigentlichen Sinn, den das Buch dem Leser vermitteln will, begreift. Die Handlung dümpelt so vor sich hin, aber wiederum hat das Buch auch etwas Fesselndes an sich, dass ich aber nicht genau benennen kann. Auf jedenfall bin ich froh das ich doch bis zum Schluss durchgehalten habe, denn am Ende war alles Schlüssig und hat sich aufgeklärt. Schreibstil Die Autorin hat einen leicht zu lesenden Schreibstil, der klare abzugrenzen zu den verschiedenen Handlungssträngen aufweist. Dennoch war es an vielen Stellen einfach zu ausschweifend geschildert und es fehlte die ersten zwei drittel eindeutig der Spannungsbogen, was ich mir eigentlich bei dem Titel erhofft hatte. Charakter Ich konnte mich weder auf Robert, oder auf Rosie so richtig einlassen. Sie blieben mir die ganze Zeit fremd. Ich fand sie zwar sympathisch, mehr aber auch nicht. Die Autorin hat zwar einen ziemlich ausschweifenden Schreibstil, der aber leider nicht auf die Charaktere bezogen ist, so das man ein klares Bild von ihnen vor Augen gehabt hätte. Auch die Nebencharakter waren blass und nicht wirklich präsent. Mein Fazit Ich hab lange hin und her überlegt, aber konnte mich nicht zwischen zwei und drei Sternen  entscheiden. Zwei wären vielleicht ungerecht. Aber da es dann doch ein schlüssiges Ende gab und ich das Buch auch nicht abbrechen konnte, weil es mich doch auf seine Art irgendwie gefesselt hat, vergebe ich doch drei von fünf Sternen.

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  • Jeder hat so seine Geheimnisse

    Das Haus der Lügen
    harakiri

    harakiri

    11. May 2015 um 11:16

    Selten hat ein Titel so gut zur Handlung gepasst, wie in diesem Buch. Die Handlung spielt in zwei Jahrgängen: 1924 und 1965. 1924 verbringt der junge Robert Carver den Sommer in Castaway House, bei seinem Cousin. Er will sich dort von einer schweren Krankheit erholen. Doch nichts ist, wie es scheint und als er sich in die Frau seines Cousins verliebt, eskaliert die Lage. 1965: Rosie Churchill zieht wegen ihres Stiefvaters von zu Hause aus und mietet sich ein Zimmer in Castaway House. Durch einen Zufall lernt sie Dockie kennen, den Obdachlosen, der sein Gedächtnis verloren hat. Was hat es mit dem Foto auf sich, das Dockie mit sich herumschleppt? Und was bedeutet die Gravur „Robert Carver ist unschuldig“ auf der Unterseite des Fenstersimses in Rosies Zimmer? Rosie macht sich auf, die Wahrheit zu erfahren – die gar nicht weit von ihr und ihren Familiengeheimnissen entfernt scheint. Man muss schon sehr gut aufpassen, um in dem Buch den Anschluss nicht zu verlieren. Beide Handlungsebenen werden in der ICH-Form geschrieben und die vielen Namen und Handlungen muss man erst einmal verdauen. Hat man sich aber dann eingelesen, dann entfaltet das Buch schon seinen eigenen Zauber. Allerdings hat das bei mir rund die Hälfte des Buches gedauert. Am Anfang ist recht viel Geplänkel und es passiert nicht allzu viel. Erst als Dockie auftaucht, der mir sehr sympathisch war, nimmt die Handlung Fahrt auf und findet dann auch ein schlüssiges Ende. Alec selbst, und auch Robert, bleiben etwas oberflächlich und blass, von ihnen nimmt man nicht viel mit. Aber Rosie, die sehr verwirrt ist durch ihre Liebe zu Star, geht schon eher in die Tiefe. Außerdem darf man nicht vergessen, dass ja auch diese Handlung in der Vergangenheit spielt und dort noch einiges weniger freizügig war als heutzutage. Fazit: Etwas verwirrende Familiengeschichte(n), die etwas braucht, bis sie in Fahrt kommt und bei der jeder ein Geheimnis hat. 

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