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hexe2408

vor 3 Monaten

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„Ein Millionär für mich“ ist zwar der zweite Band der „Gefährliche Hingabe“-Reihe, beide Bücher kann man jedoch völlig unabhängig voneinander lesen, da es nicht um die gleichen Figuren geht und die Handlung dementsprechend auch nicht fortgesetzt wird.

 

Elena igelt sich am liebsten in ihren sicheren vier Wänden ein. Dort kann sie niemand verletzen, enttäuschen oder ihr zu nah kommen. Doch um ihre kleine Schwester aus den Fängen des BDSM-Clubs zu befreien, wagt sie sich hinaus in die Welt der Lust, Fesseln und Machtspielchen. Was sie im Triskel erwartet, ist jedoch etwas ganz anderes, als sie vermutet hatte. So harmonisch und friedlich, wie es auf den ersten Blick scheint, ist es allerdings nicht. Schnell gerät Elena in einen Strudel von Ereignissen, die für alle Beteiligten lebensgefährlich sind.

 

Der Schreibstil von Stephanie Madea ist flüssig, mitreißend und durchweg spannend. Durch eine abwechslungsreiche Mischung aus turbulenten, abenteuerlichen, gefährlichen Szenen und den eher stillen Momenten, in denen sich die Figuren zaghaft näher kommen, wird es nie langweilig. Hin und wieder gibt es auch sehr leidenschaftliche, erotische Passagen, in denen die Protagonisten ihre Mauern sinken lassen und sich einander hingeben. Doch die Erotik steht nicht unbedingt im Vordergrund, auch wenn man es bei dem im Klappentext genannten Setting des BDSM Clubs vermuten könnte. Die Entwicklungen zwischen Elena und Dylan, sowie die greifbaren Gefahren stehen mehr im Mittelpunkt der Handlung.

Im Verlauf der Ereignisse bekommt man allerdings auch einen Einblick in den Aufbau des Clubs, den Arbeitsverhältnissen und wie viel Kraft Dylan in sein Projekt gesteckt hat, um dort anzukommen, wo er heute steht. Ihm ist das Glück nicht in die Hände gefallen, was ihn deutlich sympathischer macht, als wenn er ein geborener, hochnäsiger Millionär wäre. Dylan lässt sich nicht so gern in die Karten schauen, hat seine Geheimnisse, die teilweise sehr düster zu sein scheinen und beide Protagonisten in große Gefahr bringen, doch er hat auch sehr liebevolle, einfühlsame Seiten, die er ab und an durchblitzen lässt.

Sowohl bei Elena, als auch bei Dylan hat man das Gefühl, sie verstecken sich und ihr wahres Wesen hinter großen Mauern. Die Lücken sind nur sehr klein und man muss ein gutes Gespür haben, wenn man diese nutzen und zu dem anderen vordringen will. Besonders Elena ist oft sehr verschlossen und in sich gekehrt. Trotzdem habe ich sie als sehr liebenswerte Figur empfunden, der man gern helfend die Hand reicht.

 

Durch die Perspektivwechsel ist es möglich, verschiedene Charaktere näher kennen zu lernen. Die Ich-Perspektive beleuchtet Elenas aufgewühlte Gedanken- und Gefühlswelt sehr intensiv. Die Nähe von Dylan bringt sie aus dem Konzept und obwohl sie es gar nicht möchte, bewegt er irgendwas in ihr, was sie nicht verhindern kann. Bevor sie wirklich weiß, was passiert, steckt sie mitten in gefährlichen, temporeichen Verfolgungen und weiß eigentlich nie so richtig, wem sie trauen darf.

Dylans Charakter lernt man zwar nicht durch eine Ich-Perspektive kennen, aber in seinen Abschnitten hat man trotzdem die Chance, ihn besser kennen zu lernen. Seine Vergangenheit, seine Entwicklung und seine jetzigen Vermutungen, die er teilweise vor Elena geheim hält, werden dem Leser präsentiert. Dadurch hat man einen Wissensvorsprung, der dabei hilft, die Geschehnisse ganz anders einzuordnen.

Neben den beiden Protagonisten dürfen wir auch die Ermittler noch begleiten, die die gesamte Handlung noch mal von einer anderen Seite betrachten und aufrollen. Immer wieder vermischen sich die Handlungsstränge und erben so ein schlüssiges Gesamtbild.

 

Besonders gut hat mir der Wechsel der Stimmung gefallen. Es gibt kleine Phasen, in denen die Charaktere zur Ruhe kommen und sie sich auf sich und den jeweils anderen fixieren können. Es wird sehr persönlich und emotional. Im krassen Gegensatz dazu stehen die Passagen, in denen Flucht, Angst und Verzweiflung im Vordergrund stehen. Obwohl man zwischendurch das Gefühl bekommt, die Handlung kommt etwas zur Ruhe, ist es durchweg temporeich, fesselnd und spannend, denn so richtig friedlich ist es nie.

 

Eine spannende, temporeiche Geschichte mit einem sehr angenehmen, gefühlvollen, mitreißenden Schreibstil und sympathischen, teilweise geheimnisvollen Figuren.

 

Vielen Dank an die Autorin für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Autor: Stephanie Madea
Buch: Ein Millionär für mich (Gefährliche Hingabe 2)

Stephanie_Madea

vor 3 Monaten

Danke, für deine ausführliche und mitreißende Rezension! Ich freue mich total, dass ich dich begeistern und entführen konnte. :) :*

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