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Naala

vor 3 Jahren

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Bei diesem Buch hatte ich nicht viel mehr als eine leichte Liebesgeschichte erwartet, wurde aber doch ein wenig überrascht.

Anna wird von ihrem Vater nach Paris auf eine amerikanische Schule geschickt, damit sie "Erfahrungen" im Ausland sammelt. Anna hat aber gar keine Lust darauf, da sie ihre beste Freundin Bridge zurück lassen muss und ihren neuen Schwarm Toph aus dem Kino, indem sie einen Job hat. Zwischen Toph und ihr fing es gerade zu knistern an.
An ihrem ersten Abend lernt sie in Paris allerdings gleich Meredith kennen, die sie am nöchsten Tag ihrer Clique vorstellt. Dabei trifft sie schon beim Verlassen von Meredith Zimmer an diesem Abend auf Ètienne St. Clair, der auch zu dieser Clique gehört und der es ihr viel leichter macht sich doch noch in Paris einzuleben. Aber leider ist Ètienne schon mit Ellie zusammen. Obwohl das Anna ja nicht stören dürfte, da sie ja Toph hat, oder?

Also, der Beginn des Buches hat mich trotz des locker leichten Schreibstils nicht gerade umgehauen. Ich fand Anna etwas zickig. Aber als sie dann auf Ètienne, Meredith und die anderen trifft merkt man, dass sie hauptsächlich unsicher ist.
Später gefällt mir Anna immer besser. Auch Ètienne ist toll beschrieben. Was ich besonders mochte ist, dass er obwohl er als ach so gut aussehend beschrieben wurde auch etliche kleine "Macken" hat. Das macht ihn sympatisch und nicht zu einem dieser absoluten Supertypen aus anderen romantischen Büchern.
Anna und Ètienne zusammen sind echt klasse. Es ist schön mal ein Buch zu lesen bei dem sich die Geschichte zwischen den beiden Hauptcharakteren langsam entwickelt und man nicht nach 2 Tagen auf einmal unsterblich verliebt ist. Die Geschichte ist sehr realitätsnah geschildert und trotzdem zum Träumen schön. Das tolle an Anna und Ètienne ist ihre Freundschaft zueinander.
Die Nebencharakter sind bis auf Meredith alle toll beschhrieben und sind auch sehr realitätsnah geschildert . Sie sind eine tolle Clique, die aber auch ihre Schwierigkeiten hat. Meredith wird am Anfang sher ausführlich beschrieben, bleibt aber leider das restliche Buch sehr blass.
Was mir nicht so gut gefallen hat war die Geschichte um Ètiennes Mutter. Ohne zu viel zu verraten: Ihr passiert etwas, dass Ètienne sehr belastet was ja durchaus sein kann, nur dann wird die Geschcihte irgendwie so am Rande abgehandelt und dann ist alles wieder ok. Auch die Beziehung zu seinem Vater wird in einem Schritt mehr oder weniger behoben. Das ging mir alles etwas zu schnell und einfach. Allerdings lag in diesem Buch auch nicht der Focus auf diesen Beziehungen zu den Eltern.

Schöner, leichter Jugendroman, der das toll Gefühl einer großen Liebe mit realistischen Hindernissen beschreibt.

Autor: Stephanie Perkins
Buch: Herzklopfen auf Französisch
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