Die Inseltierärztin hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Stephanie Petersen erzählt nicht nur von ihrem Alltag als Tierärztin auf Sylt, sondern gewährt auch persönliche Einblicke in ihren Lebensweg und die Geschichte ihrer Familie.
Besonders gefallen hat mir der warmherzige und authentische Schreibstil. Die Autorin berichtet von bewegenden, lustigen und manchmal auch traurigen Begegnungen mit ihren tierischen Patienten und deren Menschen. Dabei werden die schwierigen Seiten des Berufs nicht ausgeblendet, sondern selbstverständlich in die Erzählungen eingebunden – so wie sie eben zum Leben dazugehören.
Neben den vielen berührenden Tiergeschichten erfährt man ganz nebenbei, wie Stephanie Petersen zu ihrem Beruf gekommen ist und wie ihr Weg sie auf die Insel geführt hat. Auch ihre Familiengeschichte fließt immer wieder in die Erzählung ein. Das geschieht so natürlich und unaufgeregt, als würde man einer guten Bekannten zuhören, die aus ihrem Leben erzählt.
Gerade diese Mischung aus persönlichen Erinnerungen, Inselleben und Tierarztalltag macht das Buch für mich so besonders. Die Autorin wirkt durch ihre Offenheit und Herzlichkeit sehr sympathisch. Sie hat mich als Leserin nicht nur abgeholt, sondern auf ihre Reise mitgenommen.
Ein wunderbares Buch für alle, die Tiere lieben, sich für das Leben auf Sylt interessieren oder einfach gern Geschichten lesen, die das Herz berühren und noch eine Weile nachklingen.
Eine persönliche Anmerkung noch: Ich hatte während eines Urlaubs auf Sylt selbst einmal Kontakt zur Praxis. Die herzliche Atmosphäre und der wertschätzende Umgang mit Mensch und Tier entsprachen genau dem Eindruck, den die Autorin in ihrem Buch vermittelt. Das hat die Geschichten für mich noch einmal besonders authentisch gemacht.


