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StephaniePolák

vor 2 Monaten

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Liebe Lovelybookers!

Mein neues Buch „Wie ich plötzlich reich wurde und dachte, alles wird cool“ ist kürzlich im Südpol Verlag erschienen. 

Nun startet unsere Leserunde. Wer möchte das Buch gemeinsam mit mir, der Autorin, und hoffentlich anderen netten Leuten, lesen und anschließend rezensieren? Gerne auch Leser und Leserinnen mit Kindern im entsprechenden Alter. Empfohlenes Lesealter ab 11 Jahre. 


Zum Inhalt: 

Macht Geld cool? Und glücklich?

Theo kriegt die Krise: Seit Tante Britta ihren Job verloren hat, wohnt er mit ihr und seiner Mutter zusammen und jetzt planen die beiden ernsthaft, Theos Zimmer zur Hälfte in ein Kosmetikstudio umzuwandeln! Geht‘s noch?! Dass Theos Schwarm Kim mit Danny zusammen ist, toppt das Ganze. Klar, der gehört eben zu den Coolen. Ob sich das ändern würde, wenn Theo reich wäre? Und dann hat Tante Britta die Chance 500.000 Euro in einer TV-Show zu gewinnen …


Zur Autorin: 

Stephanie Polák lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Berlin. Sie arbeitete viele Jahre bei Film und Fernsehen, unter anderem als Musikredakteurin bei MTV und in der Produktion von internationalen Kinofilmen im Studio Babelsberg. Irgendwann begann sie, ihre eigenen Geschichten zu erfinden. Etwas anderes möchte sie nie wieder tun. Weitere Infos: www.stephanie-polak.de


Bewerbung:

Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen wollt, beantwortet bitte folgende Frage:


Was würdet ihr mit 500.000 Euro anstellen?


Die Bewerbungsfrist endet am 15.11.2017.

Die Leserunde wird von mir, der Autorin, geleitet und ich nehme auch aktiv daran teil - das heißt, wir können gemeinsam über den Inhalt plaudern und ihr dürft mich auch gerne mit Fragen löchern. 

Ich bin gespannt auf eure Antworten und freue mich auf den Austausch mit euch!

Autor: Stephanie Polák
Buch: Wie ich plötzlich reich wurde und dachte, alles wird cool

StephaniePolák

vor 2 Monaten

Textprobe
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Kapitel 1

„Das ist ja wohl ein schlechter Scherz!“ Fassungslos sehe ich meine Mutter an. Ich möchte ihr meine Zimmertür vor der Nase zuknallen, aber das geht leider nicht. Im Türrahmen steht ein riesiger weißer Schminktisch mit Spiegel und hässlichen Holzverzierungen.
„Aber Schnuppelchen“, sagt sie und versucht mir über den Schminktisch hinweg die Schulter zu streicheln. Schnell weiche ich ein Stück zurück.
„Nenn mich nicht so! Ich bin 14 und nicht vier! Und das hier …“, ich gebe dem Schminktisch einen Tritt, „hat in meinem Zimmer nichts zu suchen!“
„Theo“, versucht Mom es erneut. „Die Zeiten sind schlecht, da müssen wir alle ein wenig zusammenrücken.“
„Die Zeiten waren schon immer schlecht. Solange ich mich erinnern kann. Das hast du mir auch erzählt, als ich neun war und Britta bei uns eingezogen ist.“ Mit den Fingern male ich Gänsefüßchen in die Luft. „Nur für ein paar Wochen.“ Fakt ist, dass meine Tante Britta bis heute bei uns wohnt. Auf der Ausziehcouch im Wohnzimmer – und das schon über vier Jahre, seit sie ihren Job verloren hat.
Meine Mutter, die bis eben noch im Flur stand, quetscht sich nun an dem Schminktisch-Monster vorbei in mein Zimmer und lässt sich auf mein Bett fallen.
„Du weißt doch, dass es damals nicht leicht war. Dein Vater hatte sich aus dem Staub gemacht, und ich musste den ganzen Tag arbeiten. Da war ich froh, dass Britta sich ein wenig um dich kümmern konnte. Und ihr versteht euch doch gut, oder?“
Ich seufze tief. Klar, ich mag meine Tante, aber sie ist kein Ersatz für einen Vater. Und als Junge in einem reinen Weiberhaushalt aufzuwachsen, kann übelst nerven. So wie jetzt, wenn Mutter und Tante auf die total bescheuerte Idee kommen, ein Kosmetikstudio in unserer Wohnung zu eröffnen – genauer gesagt in meinem Zimmer!
„Na ja, seit ich nur noch halbtags bei Regina arbeiten kann, muss ich eben sehen, wie ich uns über die Runden kriege. Ich habe schon mit einigen Kundinnen gesprochen. Die wären bereit, auch zu uns nach Hause zu kommen. Augenbrauen zupfen, schminken, Frisuren stecken, Pediküre – das können wir alles hier machen. Britta überlegt sogar, ob sie einen Kurs zur Nageldesignerin macht, das würden wir dann auch noch anbieten. Wär doch toll, oder?“
Mom schaut mich hoffnungsvoll an, aber ich kann diese Begeisterung nicht teilen.
„Und wie soll das dann ablaufen? Wie soll ich hier meine Hausaufgaben machen, wenn du einen Meter neben mir alten Frauen die Hornhaut vom Fuß hobelst?“ Alleine bei der Vorstellung krieg ich die Krise.
„Schau mal.“ Meine Mutter erhebt sich wieder und schreitet eine imaginäre Linie in meinem Zimmer entlang. Mit den Armen fuchtelt sie in der Luft herum. „Wir trennen hier einen kleinen Bereich ab. Deinen Bücherschrank schieben wir einfach ein bisschen mehr in den Raum rein, dann ist Platz für den Schminktisch und unser ganzes Zubehör. Da kommt noch ein Vorhang hin, und schwupp, ist von unserem kleinen Kosmetikstudio nichts mehr zu sehen. Warte, ich zeige dir mal den Stoff, den ich dafür gekauft habe.“ Wieder schiebt sie sich an dem Schminktisch vorbei und läuft ins Wohnzimmer. Keine fünf Sekunden später ist sie zurück. Mir fallen beinah die Augen aus dem Kopf, als ich den Fetzen sehe, den sie stolz in die Höhe hält.
„Ich hatte mir das so gedacht.“ Sie faltet den Stoff auseinander, greift mit jeder Hand ein Ende und zieht die Arme so hoch und so weit auseinander, wie es nur geht.
Ich schüttele den Kopf. Das sieht Mom natürlich nicht, weil sie hinter diesem Stofffetzen steht, und so plappert sie munter weiter: „Wir machen oben an der Decke eine Leiste dran und dann kann man den Vorhang ganz praktisch beiseite schieben. Den Stoff nähe ich nachher noch um, ich borge mir Frau Kowalskis Nähmaschine und dann …“ Endlich lässt sie die Arme samt Stoff wieder fallen und sieht mein entsetztes Gesicht. „Theo? Was ist? Gefällt es dir nicht?“
„Mom“, schnaube ich, „der Stoff ist gelb!“
„Ja, den habe ich extra für dich ausgesucht. Britta wollte einen rosafarbenen Stoff kaufen. Wegen dem Ambiente, du weißt schon, aber da habe ich gesagt, das können wir dir nicht antun und so haben wir gelb genommen. Wenn wir die Wand hier noch blau streichen und eine Zimmerpalme hinstellen, bekommt die Ecke so richtiges Karibikflair. Ist doch schön, oder?“
„Nein!“, ist alles, was ich über die Lippen bringe.
Meine Mutter sieht mich verständnislos an. „Aber gelb ist doch deine Lieblingsfarbe.“
„Siehst du hier irgendwo …“, ich breite die Arme aus und drehe mich einmal um mich selbst, „siehst du hier auch nur einen einzigen Flecken gelb außer meinem Biobuch?“
Mom schaut sich um und schüttelt niedergeschlagen den Kopf.
„Gelb war vielleicht meine Lieblingsfarbe, als ich fünf war!“ Damit schiebe ich mich an ihr und dem monströsen Tisch vorbei und verlasse das Zimmer, das mal meins gewesen ist und jetzt zu einem Beautytempel umgebaut werden soll. Ich will nur noch weg hier. Obwohl Mom mir irgendwas hinterher ruft, schnappe ich mir meine Jacke und den Schlüssel und haue ab.
Klar, dass genau jetzt Britta nach Hause kommt. Ein Stockwerk tiefer treffen wir aufeinander.
„Hey, wohin geht’s?“, fragt sie fröhlich, aber ich funkele sie nur böse an.
„Weg!“ Ich will mich an ihr vorbeidrängeln, doch sie hält mich auf.
„Was für ’ne Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?“
„Eine große gelbe und dann noch eine verschnörkelte weiße mit Namen Schminktisch“, schleudere ich ihr entgegen. Britta bleibt der Mund offen stehen und ich schiebe mich endlich an ihr vorbei. Erst als ich einen Absatz weiter unten bin, findet sie ihre Stimme wieder und ruft mir hinterher: „Jetzt warte doch mal, Theo! Wir können doch darüber reden. Wir …“
Ich halte kurz an und schaue noch einmal nach oben. Erst jetzt sehe ich, dass Britta eine große rosa-weiß gestreifte Tüte in der Hand trägt, auf der groß Kosmetikzubehör Fries steht. Das gibt mir den Rest. Überflüssiges Tussizeug!
„Vielleicht habt ihr es vergessen, aber ich bin ein Junge und steh auf BMX-Räder und Basketball! Ich will mit Lockenstäben, Nagellack und Hornhauthobeln nichts zu tun haben!“ Damit renne ich weiter die Treppen hinunter und lasse Britta einfach stehen.

angel1843

vor 2 Monaten

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Hört sich witzig an. Ich versuch mein Glück und hüpf in den Lostopf. :)

Hm, was ich mit 500 000€ machen würde?! Erst mal mein Bafög zurück zahlen. Dann etwas für die Wohnung anschaffen. Ein kleiner Urlaub. Und den Rest würde ich gut anlegen für später.

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vanessabln

vor 1 Monat

Rezensionen

So, hier ist dann auch meine Rezension (kommt auch noch auf Amazon). Hat mich gefreut, dabei zu sein, und ich hoffe, mein Sohn nimmt das Buch noch alleine zur Hand. Spätestens wenn es vielleicht mal um die erste Liebe geht... :-)

https://www.lovelybooks.de/autor/Stephanie-Pol%C3%A1k/Wie-ich-pl%C3%B6tzlich-reich-wurde-und-dachte-alles-wird-cool-1458106868-w/rezension/1513951160/

connychaos

vor 1 Monat

Wie gefällt euch das Cover?

Das Cover ist schon witzig, spricht vor allem Jungs an, meint meine Tochter.
Man fragt sich, weshalb der Junge auf einer Luftmatratze zwischen den Hochhäusern liegt. Das Cover macht schon neugierig auf die Geschichte.

connychaos

vor 1 Monat

1. Leseabschnitt (1.-6. Kapitel)
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Die Geschichte liest sich sehr gut. Sehr frisch und humorvoll. In Theo können wir uns gut hineinversetzen. Die Nöte der Mutter kann ich aber auch gut nachvollziehen.
Ein ernstes Thema, sehr humorvoll mit viel Situationskomik erzählt.

connychaos

vor 1 Monat

2. Leseabschnitt (7.-12. Kapitel)
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Die Geschichte liest sich wirklich gut, wir fiebern richtig mit, ob Britta gewinnt und haben uns so gefreut.
Anstelle des Figaro Wegs hätten sie vielleicht in der Platte weiterhin wohnen sollen, eine größere Wohnung oder eine kleine Wohnung nur für Britta und dann den Laden extra...

connychaos

vor 1 Monat

3. Leseabschnitt (13.-17. Kapitel)
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Wie gewonnen, so zerronnen. Aber es hat am Ende doch sein Gutes.

connychaos

vor 1 Monat

Rezensionen

https://www.lovelybooks.de/autor/Stephanie-Polák/Wie-ich-plötzlich-reich-wurde-und-dachte-alles-wird-cool-1458106868-w/rezension/1515570736/

Und auf Amazon und Bücher.de

StephaniePolák

vor 1 Monat

Plauderecke

Hallo in die Runde, bitte entschuldigt, dass ich mich auf die letzten Beiträge nicht gemeldet habe. Hier geht es drunter und drüber gerade - Weihnachtsvorbereitungen und meine Oma, die im Krankenhaus liegt. Ich lese aber alles und freue mich über eure Rezensionen! Ich wünsche euch, dass die letzten Tage vor Weihnachten entspannt verlaufen! Ganz liebe Grüße, Stephanie

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