Stephanie Quitterer

 4.7 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Hausbesuche.

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Hausbesuche

Hausbesuche

 (27)
Erschienen am 21.03.2016

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Daniliesings avatar

Rezension zu "Hausbesuche" von Stephanie Quitterer

Wenn es plötzlich an der Tür klingelt ...
Daniliesingvor 10 Monaten

Das Leben in der Großstadt kann ganz schön anonym sein.
In "Hausbesuche" begibt sich Stephanie Quitterer deshalb in ein spannendes Experiment. Sie möchte mehr über die Menschen in ihrer Nachbarschaft erfahren und so backt sie bis zum Ende ihrer Elternzeit jeden Tag einen Kuchen, klingelt an irgendeiner Tür und hofft hereingelassen zu werden.

Das ganze Unternehmen beschreibt sie mit viel Humor und Ehrlichkeit, sodass man selbst schon bald Lust bekommt, auch einfach mal bei den unbekannten Nachbarn zu klingeln und fremde Wohnungen sowie Menschen kennen lernen zu dürfen.

Ein Buch voller interessanter Menschen und Begegnungen, das Mut macht, sich aus seiner eigenen Komfortzone zu wagen und zeigt, wie unbegründet unsere Vorurteile gegenüber unseren Mitmenschen oft sind.

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ShalimaMoons avatar

Rezension zu "Hausbesuche" von Stephanie Quitterer

Hausbesuche // shalimasfilmweltenkritik.wordpress.com
ShalimaMoonvor 2 Jahren

Beim Stöbern auf dem Blog meiner lieben Inkunabel-Mädels fiel mir Carmens Beitrag über „Hausbesuche – Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte“ ins Auge und konnte nichts anders, als es mir sofort selbst zuzulegen.

Stephanie Quitterer ist Regieassistentin in Berlin und nach der Geburt ihrer Tochter in Elternzeit. Diese will sie nutzen, um endlich einmal ihre Nachbarschaft näher kennenzulernen. Also backt sie Kuchen und alle anderen wichtigen Sachen für einen Kaffeeklatsch ein und klingelt einfach bei ihren Nachbarn.

 Jetzt einmal Hand aufs Herz an alle Menschen, die in der Großstadt wohnen: Wie viele eurer Nachbarn kennt ihr denn wirklich? Also nicht nur vom aneinander vorbeidrängeln im Treppenhaus, sondern wirklich mit Namen? Selbst in der Kleinstadt kennt man nicht immer seine Nachbarn. Nur auf dem Dorf scheint noch jeder von jedem alles zu wissen. Aber wann genau ist es denn aus der Mode gekommen, sich beim Einzug bei seinen Nachbarn vorzustellen? Ähnliche Fragen stellte sich auch Stephanie Quitterer, die Autorin von Hausbesuche. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann Tom und ihrer neugeborenen Tochter Marie in Berlin. Doch in ihrem Viertel scheint sie das Feindbild zu sein, schließlich ist sie Mutter. Auch sie trägt viele Vorurteile und Ängste mit sich herum, aber auch einen großen Traum. Sie wüsste gerne, was auf der anderen Seite der geschlossenen Türen in der Nachbarschaft ist. Wie gut, dass sie in ihrer Elternzeit endlich einmal Zeit hat (und ihr Partner Tom Musiker ist und von zu Hause arbeitet und daher auch auf Marie aufpassen kann). Doch zunächst muss noch der innere Schweinehund überwunden werden. Denn die Angst vor der Reaktion der Nachbarn ist allgegenwärtig. Doch eines Tages nimmt Stephanie all ihren Mut zusammen und klingelt an den ersten Wohnungen. Ihre Erfahrungen, ihre Kuchenrezepte und ihre Statistiken sind in ihrem Buch Hausbesuche zusammengefasst.
Hausbesuche ist ein Buch, das sich herrlich leicht und locker an zwei Tagen verschlingen lässt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und teilweise herrlich selbstironisch. Am Anfang jedes Kapitels gibt es ein Kuchenrezept, das vor allem für Backanfänger geschrieben ist – Frau Quitterer ist auch noch Backneuling – und mit nützlichen Tipps, was man nicht machen sollte beim backen, versehen. Darauf folgt dann wieder eine neue Begegnung, die der Autorin nachträglich im Kopf blieb und ihre Gedanken zu ihrem Viertel, den Abbau ihrer Vorurteile und ihre aufkeimende Weltoffenheit. So wird in jedem Kapitel nicht nur stupide ein Treffen beschrieben, sondern das Buch trumpft auch mit einem Funken sozialkritischer Philosophie. Diese ist aber in keinem Fall aufdringlich oder dominiert in irgendeiner Weise. Es sind lediglich die Gedanken, die bei so einem Projekt einen durch den Kopf schwirren können. Am Ende jedes Kapitels gibt es eine kleine Statistik über die besuchten Nachbarn, sei es wie sie ihren Kaffee trinken, oder welche Ausreden am häufigsten benutzt wurden, um Stephanie nicht herein zu lassen.
Das Buch macht einfach nur Spaß zu lesen und regt dabei zum nachdenken an. Schon wünscht man sich, die Türklingel würde klingeln und ein Nachbar würde sich selbst zum Kaffeeklatsch einladen. Oder man ertappt sich dabei, wie man in der Küche steht und überlegt, was man selbst für so ein projekt mitnehmen und backen würde. Gegen Ende des Buches nehmen leider die tatsächlich beschriebenen Begegnungen immer mehr ab und wird immer mehr Stephanies eigene Wandlung beschrieben. Das ist etwas schade, denn man brennt auf noch mehr „Abenteuer“ aus der Nachbarschaftsfront, andererseits ist auch diese Entwicklung interessant zu beobachten. Am Ende des Buches bleibt eine Menge positiver Input gepaart mit einer Leere – wie nach jedem guten Buch/Film/Serie – und große Lust in die Welt hinauszurennen und die eigenen Nachbarn kennenzulernen. Aber wer hat schon so viel Mut, wie Stephanie Quitterer?

„Hausbesuche“ wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür!

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gsimaks avatar

Rezension zu "Hausbesuche" von Stephanie Quitterer

Und so klappts bestimmt auch mit den Nachbarn!
gsimakvor 2 Jahren

Meine MeinungUnd so klappts bestimmt auch mit den Nachbarn!Als ich bei einer anderen Bloggerin von diesem Buch gelesen habe, wurde ich neugierig. Erstmal dachte ich, es handelt sich hier um einen Roman. Aber ne .... es ist ein Erfahrungsbericht!!! Das ist ja ein Ding. Auf humorvolle Weise erzählt uns die Autorin, wie  sie der Langeweile ihres Mutterschaftsurlaub ein Schnippchen schlägt. Die gebürtige Bayerin hat eine zündende Idee. Sie nimmt sich vor, 200 Tage lang jeden Tag einen Kuchen zu backen und bei fremden Nachbarn zu klingeln. Und dad in Berlin! So nach dem Motto: Ich möchte mehr über unsere Straße erfahren. Darf ich zu ihnen rein? Kaffee und Kuchen hab ich dabei! Eigentlich ist die Stephanie zu schüchtern, um bei Fremden zu klingeln. Ihr Freund glaubt anfangs nicht daran, dass sie es schafft. Doch die Schauspielerin im Mutterschaftsurlaub nimmt sich selber bei der Hand und auf gehts! Klingelingeling ... hier kommt die Kuchenfrau!Ich habe dieses Buch im Fitnesscenter gelesen. Habe meinen Pfunden den Kampf angesagt. War mir stellenweise nicht mehr sicher, ob ich das richtige Buch gewählt habe. Die Rezepte im Buch lesen sich superköstlich. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Entschuldige liebe Stehanie ... manchmal habe ich die Rezepte übersprungen. (Auf dem Crosstrainer als seelische Grausamkeit empfunden!)Ich habe die Hausbesuche sehr gerne mitgemacht. Im Osten Berlins durfte ich in die Wohnungen gucken und die skurrilsten Menschen kennen lernen. FazitWas hier auf den ersten Blick wie ein seichter Frauenroman anmutet, entpuppt sich beim Lesen schnell als eine warmherzige Geschichte. Der Wortwitz der Autorun schmiert einem nicht nur Sahne um den Mund. Nein, ein Dauerlächeln kommt da schon eher hin. Sie zeigt uns sämtliche Schicksale, die sich in fremden Wohnungen abspielen. Sie führt einen Blog, in dem sie ihre Erfahrungen festhält.Wenn ich Abends spazieren gehe, denke ich mir immer: >>Was spielt sich hinter diesem Fenster ab?  Welche Menschen wohnen in diesem Haus?<< Danke Stephanie. Jetzt hast du meine Phantasie noch mehr beflügelt!Ein Szene im Buch hat mich sehr berührt. Da weint Stephanie mit einer Frau zusammen. Ich gleich mit! Beim Lesen hatte ich oft den Gedanken, dass es mehr Frauen wie Stephanie geben sollte. Es gehört wahnsinnig viel Mut dazu, einfach an fremden Türen zu klingeln. Man weiß ja schließlich nie, wer sich dahinter verbirgt. Diese Geschichte zeigt uns, wie sehr sich Menschen nach Kontakten sehnen. Danke Stephanie Quiterer. (Nicht böse sein ... ich esse im Moment keinen Kuchen ... seufz!)Mein Dank geht an den KNAUS-VERLAG

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