Stephanie Von Hayek

 3,4 Sterne bei 7 Bewertungen

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Cover des Buches Als die Tage ihr Licht verloren (ISBN: 9783963980725)

Als die Tage ihr Licht verloren

 (7)
Erschienen am 01.03.2019

Neue Rezensionen zu Stephanie Von Hayek

Cover des Buches Als die Tage ihr Licht verloren (ISBN: 9783963980725)
Buchfresserchen1s avatar

Rezension zu "Als die Tage ihr Licht verloren" von Stephanie Von Hayek

Sehr passender Titel
Buchfresserchen1vor 5 Monaten

Linda und Gitta sind junge Frauen im Berlin der 30 er Jahre.

Das Buch begleitet sie und ihre Familie durch die Anfänge der NS Zeit und den Anfang des zweiten Weltkriegs.

Beide Frauen trauen sich zu sagen was sie denken. Das kommt nicht überall gut an.


Das Cover des Hörbuchs ist typisch für einen historischen Roman. Die Protagonistinnen in der damals typischen Kleidung.Kein wirklicher Eyecatcher.


Linda war mir sehr sympathisch. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck. Aber es ist in der Zeit gefährlich immer seine Meinung zu sagen.

Gitta, ihre Schwester wirkt ruhiger und introvertierter. Aber auch sie mochte ich.

Lene hingegen fand ich von Beginn an sehr unsympathisch. Sie wirkte immer neidisch und besserwisserisch, obwohl sie vom Intellekt her den Hofmannschwestern nicht das Wasser reichen konnte.

Schade das deren Mutter sie nicht bei Zeit in die Schranken wies, sondern ihr oft beipflichtete.


Erschreckend fand ich das Thema Rassenhygiene, das im Buch angesprochen wird. Wie man Menschen mit Beeinträchtigung betrachtete und auch mit psychisch Kranken umging fand ich haarsträubend.


Auch dieses Gefühl noch nicht einmal in der eigenen Wohnung frei reden zu können, ohne Angst davor denunziert zu werden, fand ich krass.


Begeistert hat mich der private Widerstand. Klar konnten die sich nicht in großem Maße organisieren, da man in den Zeiten leider nie wissen konnte wem man wirklich glauben konnte. Aber das es ihn trotz der Gefahren, die den Menschen auch bewusst waren gab, finde ich schon klasse.


Ich fand der Roman hat die Schwierigkeiten der NS Zeit gut rüber gebracht.

Cover des Buches Als die Tage ihr Licht verloren (ISBN: 9783963980725)
Gimagemellis avatar

Rezension zu "Als die Tage ihr Licht verloren" von Stephanie Von Hayek

Entäuschend
Gimagemellivor 3 Jahren

Also so etwas habe ich auch noch nicht erlebt, so ein Schreibstil und dann ohne Ende!

Total abgehackter Schreibstil, hier und da musste ich überlegen ob ich etwas überlesen habe. So unzusammenhängend hat die Autorin geschrieben.

Der Schluss ist der "Knaller" ! Ich bin richtig sauer weil man sitzt als Leser da und denkt HÄ?! Das Buch ist urplötzlich zu Ende, nur weil ein paar der Figuren ein Aha-Erlebnis hatten und auf einmal anders denken. Ja super, Glückwunsch aber HALLO, was passiert danach? Wie geht es mit der Familie weiter ....  Wie wäre es mal mit einem Epilog?!

Seufz, ich denke gerne nach dem Lesen über das Buch noch nach. Lasse die Geschichte gerne noch durch meine Gedanken ziehen, beschäftige mich noch damit bevor ich was Neues beginne. Aber das hier hat mich jetzt richtig geärgert, die Geschichte taucht in meinem Kopf wieder auf und ich überlege wie es weitergeht und dann fällt mir ein, es ist fertig! einfach so aus heiterem Himmel!

Keine Trilogie oder so, nö Frau Autorin hat fertig. Na Danke aber auch! Von der werde ich nix mehr lesen. Da würde man gerne sein Geld zurückverlangen! 

Cover des Buches Als die Tage ihr Licht verloren (ISBN: 9783963980725)
MiGus avatar

Rezension zu "Als die Tage ihr Licht verloren" von Stephanie Von Hayek

Über das abrupte Ende erstaunt ...
MiGuvor 5 Jahren

Inhalt:
Berlin zwischen 1930 und 1940. Linda und Gitte wachsen in einer gut bürgerlichen Familie auf und genießen ihre Jugend.
Als Linda später Erich heiratet und dieser nicht aus dem Krieg zurückkehrt, fällt sie in eine tiefe Melancholie und wird in eine Heilanstalt eingewiesen.
Dies könnte ihr Todesurteil bedeuten, doch dann hat der Bus während einer Umverlegung einen Unfall und Linda gelingt die Flucht.

Meinung
Stephanie von Hayek beschreibt in ihrem Debütroman eine dramatische und tragische Geschichte, die zwischen 1930 und 1940 spielt.
In sehr leisen Tönen erzählt die Handlung von Liebe und Neid und Krieg.
Vor allem der damalige Umgang mit psychisch Erkrankten spielt hierbei eine große Rolle und wird mit starker Deutlichkeit beschrieben.
Allerdings dreht es sich bei diesem Roman nicht nur hauptsächlich um die beiden Schwestern, die gerne mal „Die Hoffmann-Mädchen“ genannt werden.
 Auch viele Nebenfiguren, die alle ihr Schicksal erzählen und deren Geschichten miteinander verwoben werden, bekommen hier ihren Platz.
Ab der Hälfte des Romans schlich sich bis zum Ende eine düstere und beklemmende Atmosphäre ein, die überwiegend auch sehr melancholisch ist und nachdenklich stimmte.
Lindas seelische Qualen werden ziemlich intensiv dargestellt und der Umgang mit psychischen Erkrankungen zu dieser Zeit, sorgen für spannende und beängstigende Augenblicke.
Trotzdem bleibt es eine ruhige wenn auch sehr eindringliche Erzählung.
Die Beschreibung der Charaktere empfand ich als ausreichend.
Mit einigen konnte ich sympathisieren, mit anderen wiederum nicht, dennoch wirkten sie meiner Meinung nach authentisch genug.
Besonders Linda, die um ihren Mann trauert, konnte mich im Nachhinein überzeugen.
Ich würde eigentlich gerne mehr auf die einzelnen Nebenfiguren eingehen, allerdings würde ich dann von der Geschichte schon zu viel verraten.
Die Sprecherin Doris Wolter besitzt meiner Meinung nach die perfekte Stimme für diesen Roman und wertet ihn deutlich mit auf.
Sie verfügt über einen ruhigen Erzählton, der sich den verschiedenen Szenen anpasst und somit sogar die wenigen spannenden Momente steigern kann.
Weinerliche Dialoge gelingen ihr genauso gut wie unterhaltsame und ehrfürchtige Gespräche. Oft hatte ich das Gefühl, sogar ironische Untertöne leicht heraushören zu können und konnte mir dabei bildlich vorstellen, wie sie beim Vorlesen lächelt oder mit den Augen rollt.

Fazit
„Als die Tage ihr Licht verloren“ ist eine melancholische Familiengeschichte, die von den dunklen Jahren und Liebe und Sehnsüchten erzählt.
Ich empfand sie als düster und hoffnungsvoll zugleich, war jedoch über das abrupte Ende erstaunt, das zwar irgendwie schlüssig war, dennoch zu viele offene Fragen hinterließ.
So bekam die Geschichte leider zum Schluss den etwas bitteren Beigeschmack, dass sie nicht ganz abgeschlossen war.

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