Stephanie Waibel Akwaaba

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Inhaltsangabe zu „Akwaaba“ von Stephanie Waibel

Es war immer ihr Traum, Ärztin zu werden. Doch schon im zweiten Berufsjahr ist Stephanie Waibel völlig ausgebrannt. Als dann noch ein Kind bei der Geburt unter ihren Händen stirbt, geht die junge Ärztin auf der Suche nach einem Ausweg nach Afrika. In der ungewohnten Umgebung von Ghana gestaltet sich ihr Arbeitsalltag plötzlich ganz anders. Waibel gewinnt eine völlig neue Sicht auf ihre eigene Existenz und beginnt, sich mit ihrem Leben und ihrer Familiengeschichte intensiv auseinanderzusetzen.

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  • Rezension zu "Akwaaba" von Stephanie Waibel

    Akwaaba

    Gospelsinger

    02. January 2011 um 14:25

    Im Winter überkommt mich regelmäßig die Sehnsucht nach Ghana. Erst recht bei diesem fürchterlich grauen und kalten Wetter. Mit diesem Buch konnte ich wenigstens virtuell meine Sehnsucht befriedigen. Denn die Autorin besuchte teilweise die gleichen Orte, an denen ich auch war. So waren auch die Erlebnisse zum Teil ähnlich. Die Voraussetzungen waren allerdings ganz anders. Die Autorin hat als Ärztin gearbeitet und in einem privilegierten Stadtteil gewohnt. Ich habe in einer afrikanischen Familie gelebt, als einzige Weiße in einem ärmlichen Stadtteil ohne fließend Wasser. Die Autorin hatte überwiegend Kontakt zum Volk der Twi, ich zum Volk der Ewe. Die Autorin war auf der Flucht vor dem deutschen Gesundheitswesen und sich selbst, ich hatte das Gefühl, zu mir selbst zu kommen. Völlig gleich sind aber unsere Ansichten über das Land. Stephanie Weibel romantisiert und beschönigt nicht, sondern zeigt auch die Schattenseiten des Landes und seiner Menschen auf. Zum Beispiel den menschenverachtenden Umgang mit Frauen, die entwicklungshemmende Lethargie der afrikanischen Männer und der Rassismus der Afrikaner gegen Weiße, die überwiegend als Finanzquelle gesehen werden. In Zeiten der Political Correctness ist dieser Realismus mutig. Das Buch gibt einen kompetenten Einblick in die ghanaische Gesellschaft. Dabei ist das Land so plastisch geschildert, dass ich fast den besonderen Duft des Marktes in Accra riechen und die Wärme spüren konnte. Ich wünsche diesem empfehlenswerten und warmherzigen Buch viele Leser.

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