Stephanie zu Guttenberg Schaut nicht weg!

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Inhaltsangabe zu „Schaut nicht weg!“ von Stephanie zu Guttenberg

Sexuelle Gewalt gegen Kinder - das Thema, das unsere Gesellschaft erschüttert. Achtmal muss sich ein Kind an einen Erwachsenen wenden, bevor ihm geglaubt wird. Direkte körperliche Gewalt, Kinderpornografie, die sich blitzschnell verbreitet - dies ist ein himmelschreiendes Problem. Stephanie zu Guttenberg gibt nicht nur den Opfern eine Stimme. Sie fordert mit deutlichen Worten uns alle auf, nicht wegzuschauen und wo immer der Verdacht auftaucht, mit Zivilcourage zu handeln. Ihr persönliches Engagement kommt aus der Überzeugung: Wir alle können etwas tun. Wir sind nicht ausgeliefert, sondern können handeln. Ein mitreißendes und optimistisches Buch einer Frau, die die Welt nicht so lassen will, wie sie ist. Ein persönliches Zeugnis. Und ein Aufruf zum Handeln.

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  • Rezension zu "Schaut nicht weg!" von Stephanie zu Guttenberg

    Schaut nicht weg!
    Sarlascht

    Sarlascht

    08. June 2012 um 12:36

    Klappentext: Sexuelle Gewalt gegen Kinder – das Thema, das unsere Gesellschaft erschüttert. Achtmal muss sich ein Kind an einen Erwachsenen wenden, bevor ihm geglaubt wird. Direkte körperliche Gewalt, Kinderpornografie, die sich blitzschnell verbreitet – dies ist ein himmelschreiendes Problem. Stephanie zu Guttenberg gibt nicht nur den Opfern eine Stimme. Sie fordert mit deutlichen Worten uns alle auf, nicht wegzuschauen und wo immer der Verdacht auftaucht, mit Zivilcourage zu handeln. Ihr persönliches Engagement kommt aus der Überzeugung: Wir alle können etwas tun. Wir sind nicht ausgeliefert, sondern können handeln. Ein mitreißendes und optimistisches Buch einer Frau, die die Welt nicht so lassen will, wie sie ist. Ein persönliches Zeugnis. Und ein Aufruf zum Handeln. . Meine Meinung: Das Buch lässtsich in zwei Hauptbereiche gliedert - . 1.) Hier werden die Formen des sexuellen Missbrauch näher erläutert, Folgen, aber auch Spätfolgen genauer beschrieben und Tipps gegeben, wie man sich verhalten sollte, falls man vermutet, dass ein Missbrauch vorliegt. . 2.) In diesem Teil widmet sich Frau zu Guttenberg Themen wie: sexueller Missbrauch in Schulen und neuen Medien. . Gesagt sei, bis zur Hälfte handelt es sich wirklich um ein gutes und informatives Buch. Es ist jetzt nicht gerade viel Neues dabei, aber wenn sich jemand noch nie mit dem Thema Missbrauch auseinandergesetzt hat, bekommt man hiermit einen guten Überblick. Sicherlich, diese ganzen Informationen kann man genauso gut auf Webseiten wie gegen-missbrauch.de erhalten, aber warum unbedingt im Internet lesen, wenn es auch eine Buchform gibt. Kritikpunkt allerdings bei diesem Teil: Die gebotenen Informationen sind wirklich nur sehr oberflächlich, alles wird angerissen, kein Thema wirklich komplett beleuchtet, weitere Literatur wäre deswegen beinahe Pflicht. . Im zweiten Teil fällt das Buch für mich stark ab. Gut, die Erläuterung von Missbrauch in Schulen und kirchlichen Einrichtungen ist interessant, passt aber für mich nicht ins Konzept. „Schaut nicht weg“ soll doch eigentlich zur Prävention sein, da passt es nicht wirklich hinein, wenn man kurz einen Schlenker in diese beiden Institution macht. Frau zu Guttenberg scheint einfach auf den Zug aufgesprungen zu sein, der in den Medien am meisten Präsenz hatte. Die Ausführungen sind nicht uninteressant, wie gesagt, aber sie passen einfach nicht dazu. . Etwas gestört hat mich der Teil über Missbrauch in den neuen Medien. Für meinen Geschmack geht Frau zu Guttenberg zu naiv ans Thema heran. Sie ist dafür, dass Verhalten der Kinder im Netz komplett kontrollieren zu wollen, aber genau deswegen ist das Internet doch so verlockend, weil sich die Kinder eben der Kontrolle der Eltern entziehen können. Sie spricht zwar an, dass zwischen Kindern und Eltern unbedingt eine Vertrauensbasis herrschen sollte, aber trotzdem rückt sie nicht von ihrem Kontrollwahn ab. Sie spricht sich für Medienkompetenz aus, fraglich ist nur, woher die Kinder diese bekommen sollen, wenn man sie bis ins kleinste Detail überwacht. . In einigen Kritiken habe ich irgendwas gelesen, dass das Buch doch starke politische Einflüsse innehat, weil der Mann der Autorin eben Politiker ist. Ehrlich gesagt, konnte ich davon nichts erkennen. Unterschwellige Botschaften, wie manche sie herauslesen, waren für mich nicht ersichtlich – vermutlich, weil mein politisches Interesse eher nicht vorhanden ist, oder es einfach keine gibt. . Fazit: Die Informationen sind nicht unbedingt die neusten, lassen sich alle zumeist im Internet nachlesen, trotzdem ist das Buch für einen Einstieg zum Thema sexueller Missbrauch durchaus geeignet, wenn man sich auch lieber den zweiten Teil sparen sollte.

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