Stephen Baxter Die letzte Arche

(22)

Lovelybooks Bewertung

  • 26 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(3)
(14)
(4)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Die letzte Arche“ von Stephen Baxter

Wenn die Erde untergeht, bleibt nur ein Ausweg: das Weltall Die Erde wurde überflutet, und nur wenige Tausend Menschen haben die Katastrophe überlebt. In einem eigens dafür konstruierten Raumschiff soll sich eine Gruppe von Auserwählten auf die Suche nach einem neuen Planeten machen. Der Start gelingt, und die neue Heimat rückt immer näher – bis die ersten Probleme auftauchen. Und für die Reisenden auf der Arche geht es um alles oder nichts… (Quelle:'E-Buch Text/06.05.2011')
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die letzte Flut" von Stephen Baxter

    Die letzte Flut
    rallus

    rallus

    Die letzte Flut beschreibt in Episoden die Jahre von 2016 bis 2052. Mittelpunkt sind 4 Personen die 5 Jahre in Barcelona Gefangene von Terroristen waren und bis 2052, wenn die Wasser steigen in losem Kontakt sind, soweit es die Lage zuläßt. Stephen Baxter ist kein großer Romancier, seine Bücher sind Versuche wissenschaftliche Themen in Romanform zu verbreiten. Seine Charaktere sind etwas hölzern, auch die Interaktionen, Emotionen, Beziehungen untereinander geraten sehr einfach skizziert. Seine Stärke sind die wissenschaftlichen Erklärungen und die Umsetzungen in das Buch. Hier ist es eine weltweite Flut, gespeist aus unterirdischen Reservoirs unter dem Erdmantel, die plötzlich aufbrechen. In dem Buchdeckel enthalten sind 4 Weltkarten, nach einer Steigung von 5, 100, 400 sowie 1000 Meter. Erschreckend ist, dass über 60% der Weltbevölkerung nach 100 Metern regelrecht abgesoffen sind. Da helfen keine Staudämme oder Sandsäcke mehr. Die Zivilisation zerfließt buchstäblich. Lily und Piers leben mit einem Multimillionär zusammen, der anfängt in den Anden eine große Stadt aufzubauen. Sein Ziel ist eine gewaltige Arche, denn auch die Anden sind gefährdet. Doch wer soll alles gerettet werden und wer nicht? Baxter hat schon eine sehr kalte analytische Art zu schreiben, hier übertreibt er meiner Meinung nach aber und versorgt uns mit zu wenigen wissenschaftlichen Informationen. Der Roman leidet an einer nicht vorhandenen Struktur und der grob zusammen gehauenen Gemeinschaft der erretteten Geiseln. Manches Mal baut er Spannung auf und versetzt uns plötzlich 2 Jahre in die Zukunft. Lesenswert und flüssig zu lesen ist der Roman aber auf jeden Fall, auch wenn mir der Ablauf der Katastrophe doch manches Mal zu "zivilisiert" gerät. Knapp die 4 Sterne verfehlt.

    Mehr
    • 4
  • Rezension zu "Die letzte Arche" von Stephen Baxter

    Die letzte Arche
    Neonsonne

    Neonsonne

    15. May 2012 um 09:32

    *Das neue Wasserzeitalter, das Hydrozän...* . Eine gewaltige Flut hat die Erde größtenteils unbewohnbar gemacht. Ganze Kontinente ertrinken und so bietet der Planet immer weniger Lebensraum für die Menschen. Mit der Flut und immer weniger festen Boden unter den Füßen kommt der Ausnahmezustand. Aufstände der Rebellen und Flüchtlinge die versuchen zu überleben. . Eine Gruppe Auserwählte soll sich in einem eigens gebauten Raumschiff, der Arche, auf den Weg machen um in einem anderen Sonnensystem einen geeigneten Planeten zu finden, die Erde II, um die menschliche Existenz zu sichern, Projekt Nimrod. Die auserwählten Kandidaten werden viele Jahre zuvor schon als Kinder auf den Start ins All vorbereitet, geformt zu einer perfekten Crew. Die Abreise gelingt, doch auf die Crew warten große Schwierigkeiten und schwere Entscheidungen.. . Das Buch beginnt im Jahr 2025 und endet 2081. Die Theorie eine Warp-Blase zu entwickeln, um in dieser dann mit der Arche durch die Zeit in ein anderes Sonnensystem zu reisen, wird zur Praxis. Ich musste mich durch die ersten 200 Seiten kämpfen und hatte das Gefühl nicht vorwärts zu kommen. Teilweise habe ich ganze Abschnitte übersprungen. Die Ausbildung der Kandidaten langweilte mich. Wahrscheinlich war ich einfach mit dem wissenschaftlichen Gequassel überfordert. Ich war drauf und dran es abzubrechen. Aber der Gedanke es könnte doch noch ein Weltraumabenteuer auf mich warten, ließ mich durchhalten, Gott sei Dank! Denn 7 Tage vor dem Start der Arche nimmt das Buch eine Wendung und die Ereignisse überschlagen sich. Also durchhalten, es lohnt sich! . An Bord der Arche muss die Besatzung jahrelang auf engstem Raum miteinander auskommen, was sich nach einiger Zeit nicht so leicht bewerkstelligen lässt. Es gibt technische, sowie menschliche Probleme. Nichts und niemand darf das Projekt sabotieren. In den Weiten des Alls sind sie jahrzehntelang auf sich allein gestellt und kommen ihrem Ziel immer näher. Teilweise hat man ein ziemlich bedrückendes Gefühl. Ich konnte micht richtig gut in die Besatzung hineinversetzen. Wir alle zusammen sind ein kleines Licht in der Einsamkeit des Universums.. . Allein die Vorstellung der Mensch könnte hundert Lichtjahre entfernt einen neuen fremdartigen Planeten besiedeln, völlig anders als unsere Erde, ist ziemlich aufregend. Das Buch lässt uns an diesem Erlebnis teilhaben und hat mich als Leser mehr als begeistert. Der Schluß lässt auf einen Nachfolger hoffen und schreit förmlich danach, eine interstellare Zukunft zu veröffentlichen. Ein tolles Buch, in dem Spannung, traurige Verluste, Ungewissheit und Aggressionen miteinander vereint sind. Ich bin traurig dass die Reise für mich nun vorbei ist. Trotz meiner Startschwierigkeiten vergebe ich 5 Sterne.. . Lieblingsstelle: *Wir haben nichts gesehen, keine Anzeichen von orbitalen Infrastrukturen in der Umgebung der Planeten, keine Hinweise darauf, dass sich jemand in die Evolution der Sterne eingemischt hat. Und keine Spur von organisierten Daten im Funkrausch. Es ist eine große, leere Galaxis. Leer bis auf uns. Und das ist UNHEIMLICH!*

    Mehr
  • Rezension zu "Die letzte Arche" von Stephen Baxter

    Die letzte Arche
    Babscha

    Babscha

    25. June 2011 um 00:55

    Die Story: Langsam, aber unaufhörlich beginnen in der zweiten Dekade unseres Jahrhunderts die Meeresspiegel zu steigen. Erst als der Pegelstand mehrere Hundert Meter beträgt und bereits große Teile des kontinentalen Festlandes sowie ungezählte Menschenleben weltweit verloren sind, gestehen Wissenschaftler und Politiker machtlos ein, dass sich die Entwicklung noch ungezählte Jahre fortsetzen und die Erde vollständig in eine Wasserwelt verwandeln wird. In der über Jahrzehnte hinweg immer mehr zusammenbrechenden Weltordnung mit einer verzweifelten Massenflucht der Überlebenden in immer höhere Bergregionen können in den verbliebenen Staaten die Machthaber sich nur noch begrenzt und mittels massiver militärischer Präsenz der immer weiter nachrückenden Massen erwehren. In einem streng geheimen Projekt und in Kooperation mit einer Handvoll „Superreicher“ beginnt in Anbetracht der unabwendbaren Apokalypse die amerikanische Regierung mit dem Bau einer Weltraumarche, mittels der eine Handvoll in einem strikten Ausleseverfahren festgelegte junge Menschen ihre genetische Information in die Weiten des Alls tragen und auf einem möglichen erdähnlichen Planeten das Erbe der Menschheit bewahren soll. Was zunächst in geordneten Bahnen beginnt, gerät zunehmend außer Kontrolle. Als die Arche endlich unfertig, überstürzt und unter chaotischen Bedingungen zu ihrer großen Reise aufbricht, besteht die Mannschaft nur zu einem Bruchteil aus den ursprünglich geplanten Personen. Und welche Schwierigkeiten, Enttäuschungen und Zerreißproben sie auf ihrem jahrzehntelangen Weg erwarten, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand. Bewertung: Während Baxter in seinem ersten Arche-Band „Die letzte Flut“ (den man zum besseren Verständnis der Personen und Zusammenhänge vorher gelesen haben sollte) die Geschichte aus dem Blickwinkel der unmittelbar von der Flut betroffenen Menschen erzählt, steigt der vorliegende Folgeband bei einem Pegelstand von bereits einigen Kilometern ein und beleuchtet das dramatische Geschehen aus der Perspektive der sich in den Rocky Mountains verschanzenden amerikanischen Wissenschaftlerelite sowie einiger der bereits aus dem Vorgänger bekannten Hauptprotagonisten. Überraschend einfühlsam, facettenreich und spannend beschreibt der Autor die unter akuter Zeitnot voran schreitenden Bauarbeiten und die die innersten Überlebensinstinkte aktivierenden, geradezu gnadenlosen Ausleseprozesse der kleinen Crew von nur achtzig Personen, bei denen niemand sicher sein kann, nicht von heute auf morgen wieder aus dem Projekt eliminiert zu werden. Wenn nach etwa einem Drittel des Buches die Arche endlich abhebt, ist der mit wissenschaftlichem Hintergrund beschlagene Autor erkennbar in seinem Element, nämlich in den unergründlichen Weiten des Alls, in denen er die Elemente technischer SF sehr ausgewogen mit der Rahmenhandlung und der Beschreibung der endlosen zermürbenden Strapazen und deren Auswirkung auf die einzelnen Crewmitglieder und ihr schwieriges generationsübergreifendes Zusammenleben verknüpft. Und was besonders erstaunt: Baxter schafft es entgegen früherer Werke hier tatsächlich, zumindest einigen Protagonisten ein Gesicht, eine Menschlichkeit zu verleihen, die bewirkt, dass der Leser sich bei den vielen im Handlungsverlauf zu treffenden ultimativen Entscheidungen emotional pro oder contra engagiert. Die eigentliche Geschichte wird auch hier -notwendiger Weise- in dynamischen, teils Jahre umfassenden Zeitsprüngen erzählt, und ist, ohne Einzelheiten verraten zu wollen, mit einer ganzen Reihe interessanter, unerwarteter und schicksalhafter Entwicklungen und Wendungen gespickt, die trotz der Länge des Buches den Spannungsbogen ganz oben halten und mit einem clever gemachten open end sogar jederzeit eine Fortführung ermöglichen. Fazit: Ein visionär geschriebenes, spannendes Buch, das sowohl für SF-Liebhaber wie auch Fans dystopischer Endzeitliteratur trotz der bedrückenden Grundthematik großen Lesespaß bereit hält. Verdiente Höchstnote von 5 Sternen bzw. 10/10 Punkten.

    Mehr
  • Rezension zu "Die letzte Arche" von Stephen Baxter

    Die letzte Arche
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    24. May 2011 um 23:22

    Die Flut steigt und steigt. Inzwischen ist fast die gesamte Erde vom Wasser bedeckt. Nur noch die allerhöchsten Berge ragen heraus, aber im Verlauf des Buches verschwinden auch sie unter der Wasseroberfläche. Die noch übrig gebliebenen Menschen leben mehr schlecht als recht auf Flößen. Aber den schon im ersten Band Privilegierten steht eine andere Möglichkeit offen: Die Arche, ein Raumschiff. Jahrelang laufen die Ausbildung und das Auswahlverfahren, denn es gibt nur 80 Plätze, und nicht alle, die dafür ausgebildet wurden, können auch mitfliegen. Erst recht nicht, weil gute Beziehungen und rohe Gewalt im Zweifelsfall immer mehr wert sind als Sachkenntnis. So ist dann beim Abflug eine ganz andere Zusammensetzung von Menschen an Bord als geplant, aber diese müssen sich wohl oder übel zusammenraufen, denn auf dem langen Flug im engen Raumschiff wird jede Hand gebraucht und man hat keine Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen. 30 Jahre dauert der Flug, und es ist interessant zu sehen, wie die Besatzungsmitglieder sich entwickeln. Ich fand die Fortsetzung besser als den ersten Teil, weil der Autor sich diesmal mehr Zeit für die einzelnen Charaktere nimmt und sie einem deshalb näher kommen. Allerdings sind die Zeitsprünge immer noch irritierend und ein wenig nervig.

    Mehr
  • Rezension zu "Die letzte Arche" von Stephen Baxter

    Die letzte Arche
    MonaMayfair

    MonaMayfair

    30. April 2011 um 20:29

    text auf der rückseite: nach der flut – die letzte chance der menschheit die zukunft: eine gewaltige flut hat die erde unbewohnbar gemacht. die wenigen überlebenden versuchen verzweifelt, die zivilisation aufrechtzuerhalten. doch es wird immer deutlicher, dass es für die menschheit nur einen ausweg gibt: die suche nach einer zweiten heimat in den weiten des alls… ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ und ich meine: hammer, hammer, hammer…! hierbei handelt es sich um die fortsetzung von “die letzte flut”.. und während ich dort nur vier von fünf möglichen pegelständen vergab aufgrund des ein bisschen unübersichtlichen hin und hers, vergebe ich für “die letzte arche” volle fünf von fünf möglichen warp-antrieben.. obwohl sich im laufe der geschichte die handlung auf vier schauplätze aufsplittet, wusste ich stets, wo sich die geschichte gerade befand.. und auch wenn ich eins ums andere mal total überrascht ob den wendungen war, bin ich begeistert! zwischendrin fragte ich mich beim lesen, wie das alles noch enden solle.. ich hatte keine ahnung, was ich mir für ein ende gewünscht hätte.. für keinen der einzelen erzählstränge.. aber der autor hat das so super hinbekommen – ich bin einfach begeistert.. die personen wachsem einen ans herz – kennt man sie teilweise ja noch aus dem ersten teil, wo sie bereits gegen die ansteigenden fluten ankämpften.. also nochmals -> höchstpunktzahl.. und schade, dass es keinen weiteren teil zu geben scheint die zeit beim lesen verging wie im flug und ich bedaure wirklich, dass ich mit dem buch schon durch bin..!!!!! daaaaaaaaaaaaaaaaaanke stephen baxter!

    Mehr