Stephen Baxter Ring

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Inhaltsangabe zu „Ring“ von Stephen Baxter

Hardcore Science-Fiction mit philosophischem Hintergrund

— paulsbooks
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    Ring
    paulsbooks

    paulsbooks

    28. September 2016 um 15:30

    Stephen Baxter ist ja für seinen Hard-SF-Stil (Verknüpfung von Fiktion mit komplexen physikalischen Konzepten und Phänomenen) bekannt. Dies bedeutet, seine Bücher sind nicht für jedermann etwas. Auch gibt es Leute, die der Meinung sind, seine Charaktere seien schwach gezeichnet und dienen nur als "Transportmittel" für Baxters Überzeugungen.Dies kann ich nicht bestätigen.Die wirklich ungewöhnlichen Vorgänge in dieser Dystopie (man begreift erst spät, dass es eine ist) haben nicht zuletzt zusammen mit einer meiner Ansicht nach besonders guten Idee dafür gesorgt, dass ich mir das Buch als etwas Besonderes gemerkt habe. Eine KI namens Lieserl, die die Vorgänge in unserer Sonne für eine endlos lange Zeit beobachten soll, die übermächtige Rasse der Xeelee sowie die mysteriösen "Photino-Vögel" sind nichts, wasn man anderswo nicht auch finden würde. Aber dass man als Leser mitten in einen Handlungsstrang nach dem anderen geworfen wird und in die Perspektiven menschlicher (und nicht mehr ganz menschlicher) Wesen eintauchen darf, die Überraschung von Seilspinnerin (im Original "Spinner-of-Rope"), einer sogenannten "Primitiven" auf einem Generationenschiff, miterleben darf, als ihr Weltbild komplett zusammenbricht und zum Schluss einen Hauch der Verzweiflung spüren darf, die selbst die Xeelee erfasst, das habe ich so noch nirgendwo anders gelesen.Ich gebe deshalb nur vier Sterne, weil der Roman äußerst lang ist und man manchmal trotz aller Spannung etwas gutmütig sein muss, um beim Lesen durchzuhalten. Auch erfordert es Kraft, dem physikalischen Hintergrund zu folgen (dies ist allerdings genau etwas für mich, dessen Steckenpferd auch Astrophysik ist). Jeder, der offen für ungewöhnliche, teilweise sogar spirituell-philosophische, SF ist, möge bei diesem - mittlerweile - Klassiker zuschlagen.

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