Stephen Collins

 5 Sterne bei 12 Bewertungen

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Der gigantische Bart, der böse war

Der gigantische Bart, der böse war

 (11)
Erschienen am 20.02.2014
The Gigantic Beard That Was Evil

The Gigantic Beard That Was Evil

 (1)
Erschienen am 07.10.2014
The Greater Right of the Wrong

The Greater Right of the Wrong

 (0)
Erschienen am 18.11.2013

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Mone80s avatar

Rezension zu "Der gigantische Bart, der böse war" von Stephen Collins

Der gigantische Bart, der böse war
Mone80vor 5 Jahren

Inhalt:

Dave lebt ein sehr gewöhnliches und routiniertes Leben. Alles folgt dem gleichen Ablauf, jede Veränderung bringt die Angst mit sich. Er geht jeden Tag zur Arbeit, erstellt jeden Tag Graphiken, hört jeden Tag den gleichen Song...
Dave wohnt in einem kleinen Land mit dem Namen "Hier". Alles in "Hier" ist geordnet und eintönig. Aber es gibt auch noch etwas, was den Bewohnern von "Hier" Albträume bereitet, ihnen Angst macht. Es ist "Dort" und befindet sich hinter den Klippen. Es ist nicht zu begreifen, nicht zu fassen und wer "Dort" mal bereist hat, ist nie wieder zurückgekommen.
Doch eines Tages wächst Dave ein gigantischer Bart und erschüttert das Land "Hier" und Daves Leben gerät aus den Fugen...

Meine Meinung:

Erst ein mal gibt es ein großes "Wow" zu dem Buch. Als das Buch gestern zu mir ins Haus geflattert kam, war ich richtiggehend beeindruckt von der Aufmachung, der Größe und dem Gewicht des Buches. Ich hatte mir irgendwie keine Gedanken gemacht, was mich erwartet.
Dann habe ich erstmal so ein wenig rumgeblättert und ein erneutes Staunen überkam mich. Es fühlt sich richtig gut an. Die Seiten sind stärker und ganz glatt, was zum rauen Schutzumschlag und dem Hardcover einen schönen haptischen Kontrast bildet.

Jetzt konnte ich mich aber nicht mehr zurücknehmen und ich musste es lesen. Die Geschichte ist sehr schön und ergreifend. Sie macht nachdenklich, lässt einen auch mal schlucken. Emotionen werden freigesetzt und all das wird mit Bleistiftzeichnungen, die teilweise die Worte übernehmen, untermalt.

"Hier" ist ein scheinbar perfekter Ort. Alles hat seine Ordnung und alles ist stark reglementiert. Das Leben folgt einem Rhythmus. Aber es gibt etwas, dass macht den Leuten die in "Hier" leben Angst. Es ist nicht greifbar und man weiß es auch nicht wirklich zu benennen. Es ist "Dort" und über "Dort" gibt es viel zu berichten, aber man weiß es doch nicht so genau.
Dave unterscheidet sich aber schon von Anfang an von den anderen Bewohnern von "Hier". Wenigstens war das meine Empfindung. Auch, wenn er integriert ist, die gleiche Ordnung, den gleichen starken Rhythmus hat, die gleichen Ängste zu bewältigen hat, hebt er sich ein wenig von seinen Mitmenschen ab.
Mit dem wachsen des Bartes kommt dann eine Veränderung und auch Bewegung in die Geschichte. Die Eintönigkeit, die erst herrschte und die "Hier" ausmacht, wird auf den Kopf gestellt.
Man kann in die Geschichte so einiges interpretieren und wenn man den Blick öffnet, wird man vielleicht das ein oder andere entdecken, was nicht sofort ersichtlich ist. Vielleicht kommt ein anderer Leser auf andere Gedanken. Es ist eine Geschichte, die so viele Möglichkeiten hergibt und man macht sich unweigerlich seine Gedanken, um Dave, die Leute von "Hier", was "Dort" ist.
"Der gigantische Bart, der böse war" ist meine erste Graphic Novel und es ist definitiv schon mal das Buch-Highlight im Monat Mai.

Fazit:
Ein gigantisches Buch mit einer gigantischen Geschichte.

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Grandvilles avatar

Rezension zu "Der gigantische Bart, der böse war" von Stephen Collins

Dave, sein Bart und was dann geschah
Grandvillevor 5 Jahren

Dave lebt auf einer Insel Namens "Hier". In "Hier" hat alles seine Ordnung, jeder seine Aufgabe und alle sind glücklich. Auch Dave. Er mag seine Routine, er mag die Ordnung. Jedoch gibt es eine klitzekleine Kleinigkeit, die das Glück in "Hier" stört: "Dort". " ist am Horizont, jeder der dorthin aufgebrochen ist, ist nicht zurückgekommen. "Dort" macht den Leuten Angst. Auch Dave. Doch eines Morgens, der eigentlich ein ganz normaler Morgen ist, ist alles anders.

Meine erste Graphic Novel und sie hat mir richtig gut gefallen. Das Cover hat mich aus irgendeinem Grund an Zeichnungen von Edward Gorey erinnert. Im Inneren sind sie ein wenig anders. Einfach und direkt gehalten in schwarz-weiß. Bleistift, würde ich meinen. Der Text ist knapp, aber aussagekräftig. Gut gefallen hat mir, wie die Geschichte erzählt wird. Der Text auf mehrere Bildausschnitte verteilt, beobachtend, beschreibend, etwas humorvoll. Auch die Bilder werden mal in großen, mal in kleinen, mal in mehreren Fenstern dargestellt. Collins hat eine gute Story-Idee gehabt. Einzig der Schluss, lässt mich ein wenig unbefriedigt zurück. Mir fehlt da etwas... ich kann noch nicht mal genau sagen, was.

Die auf dem Cover erwähnten Orwell, Kafka und Godzilla liegen nahe, allerdings kann man das Buch auch bedenkenlos lesen, wenn man die genannten nicht kennt. Also ist das Buch auch etwas für Jugendliche, ab 16 würde ich meinen. Ob man für die "Botschaft" des Buches die Herren nun unbedingt braucht, ist eine andere Frage. Aber auch ohne große Kenntnis erkennt man die Fragen, die dieses Buch stellt.

Ich fühle mich gut unterhalten und ermutigt, mal wieder eine Graphic Novel zu lesen.

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TochterAlices avatar

Rezension zu "Der gigantische Bart, der böse war" von Stephen Collins

Von der Einsamkeit im "Hier" zur Einsamkeit ins "Dort"
TochterAlicevor 5 Jahren

Dave lebt im "Hier", einem Territorium, in dem alles seine Ordnung und seine Richtigkeit hat - solange man nichts zu sehr hinterfragt.... denn hinter allem schwebt die Angst vor dem "Dort", einem anderen Territorium auf der anderen Seite des Meeres...

Obwohl Dave das Leben "Hier" genießt, ist er einsam, er verbingt die Tage weitgehend für sich in dieser geordneten, ja gleichgeschalteten Welt. Denn Gedanken und Ängste, die nicht gleichgeschaltet sind, kann man niemandem mitteilen. So wird auch Daves Frage danach, was eigentlich das Ziel seiner Arbeit ist, im Kern unterbunden - zuviel wissen soll man auch nicht...

Aber eines Tages wächst Dave - quasi aus dem Nichts - ein Bart: ein Bart, der zunächst sein Gesicht, dann seinen Körper und dann große Teile des "Hier" überwuchert und dessen Wuchs einfach nicht zu stoppen ist. Dave wird zum Außenseiter, zur Wurzel des Bösen, bis man dem Problem auf eine ganz eigene Art begegnet...

Ein wunderschönes, kluges, philosophisches, beängstigendes und schlichtweg beeindruckendes Werk hat der Zeichner und Autor Stephen Collins hier geschaffen - eines, das es verdient, Graphic-Novel-Geschichte zu schreiben.  Die Zeichnungen, die ganze Aufmachung des Buches ist außergewöhnlich und - aus meiner Sicht - nachhaltig. Ich werde dieses Buch und seine Botschaft so schnell nicht vergessen.

Dieses Buch verdient eine breite Leser- und Genießerschaft, es sollte jungen Leuten, alten Leuten, politisch wie auch unpolitisch denkenden Menschen, solchen, die offen sind genauso wie denen, die sich vor Vorurteilen nicht retten können, zugänglich gemacht werden - also eigentlich fast jedem. Es beinhaltet eine klare, gut gezeichnete Geschichte, aber eine mit Windungen, bei denen der Leser mitdenken und mitentwickeln sollte. Hut ab vor diesem tollen Werk, das ich sicher noch oft zur Hand nehmen werde!

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Gespräche aus der Community

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katja78s avatar

Mit dieser atemberaubenden Graphic Novel verneigt sich Stephen Collins vor drei großen Namen: Orwell, Kafka und Godzilla. Ein Buch, das sich auf ebenso überraschende wie berührende Weise damit auseinandersetzt, wie Vorurteile und Ängste geschürt und genutzt werden – und wie man sie vielleicht überwinden kann.


Bewerbt euch zur Leserunde, denn wir sind gespannt auf eure Meinungen!



Stephen Collins erzählt mit feinem, rabenschwarzem Humor die Geschichte von Dave, der in einem Land namens HIER lebt, wo die Menschen ein überreglementiertes,
monotones Leben führen. Großes Unbehagen bereitet den Einwohnern von HIER das Meer vor ihren Küsten; wahren Horror empfinden sie angesichts der Vorstellung dessen, was jenseits des Meeres liegt: ein Land namens DORT. Als sich Dave in seiner von Regeln und Ängsten dominierten Welt eines Tages die Sinnfrage stellt, wächst ihm ein gigantischer Bart; ein unerhörtes Ereignis, infolge dessen erst Daves Leben und dann das ganze Land aus den Fugen gerät.


Zum Autor

Stephen Collins wurde 1980 im Süden Londons geboren. Für seine Cartoons und Illustrationen
wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Jonathan Cape / Observer Graphic Short Story Prize. Stephen Collins’ Comics erscheinen im Guardian Weekend und anderen internationalen Magazinen. Er lebt mit seiner Frau in Hertfordshire.


Wir suchen nun 5 Leser, die Lust haben, dieses Buch in Print gemeinsam in der Leserunde zu lesen und anschließend zu rezensieren. Blogger bewerben sich bitte mit ihrer Blogadresse.

Beantwortet mir einfach folgende Frage:

Was erwartet ihr von diesem Buch?

Schaut auch hier mal rein:  Atrium Gesamtprogramm

Viel Glück

Eure Katja

*** Wichtig ***Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind.
Nehmt doch einfach euer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber.
Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/

SABOs avatar
Letzter Beitrag von  SABOvor 5 Jahren
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