Stephen Collins Der gigantische Bart, der böse war

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Inhaltsangabe zu „Der gigantische Bart, der böse war“ von Stephen Collins

Mit dieser atemberaubenden Graphic Novel verneigt sich Stephen Collins vor drei großen Namen: Orwell, Kafka und Godzilla. Ein Buch, das sich auf ebenso überraschende wie berührende Weise damit auseinandersetzt, wie Vorurteile und Ängste geschürt und genutzt werden û und wie man sie vielleicht überwinden kann. Stephen Collins erzählt mit feinem, rabenschwarzem Humor die Geschichte von Dave, der in einem Land namens HIER lebt, wo die Menschen ein überreglementiertes, monotones Leben führen. Großes Unbehagen bereitet den Einwohnern von HIER das Meer vor ihren Küsten; wahren Horror empfinden sie angesichts der Vorstellung dessen, was jenseits des Meeres liegt: ein Land namens DORT. Als sich Dave in seiner von Regeln und Ängsten dominierten Welt eines Tages die Sinnfrage stellt, wächst ihm ein gigantischer Bart; ein unerhörtes Ereignis, infolge dessen erst Daves Leben und dann das ganze Land aus den Fugen gerät.

Ein beeindruckendes Buch, nicht nur vom Umfang, sondern auch vom Inhalt. Geniale Zeichnungen und eine Geschichte die nachdenklich macht.

— Mone80
Mone80

Ein gigantisches Buch über einen gigantischen Bart, das den Leser das Fürchten, aber auch den Genuss eines Kunstwerks lehrt!

— TochterAlice
TochterAlice

Eindrucksvolle poetische Geschichte mit viel Interpretationsspielraum zeichnerisch großartig umgesetzt. Text & Bilder ergänzen sich genial

— thursdaynext
thursdaynext

Minimalistische Zeichnungen, mit einer genialen Geschichte.. wie ein Bart die Wet verändert.

— Buchraettin
Buchraettin

Stephen Collins hat das Grauen restauriert, es ist zum Fürchten gut!!

— SABO
SABO

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  • Der gigantische Bart, der böse war

    Der gigantische Bart, der böse war
    Mone80

    Mone80

    24. May 2014 um 13:53

    Inhalt: Dave lebt ein sehr gewöhnliches und routiniertes Leben. Alles folgt dem gleichen Ablauf, jede Veränderung bringt die Angst mit sich. Er geht jeden Tag zur Arbeit, erstellt jeden Tag Graphiken, hört jeden Tag den gleichen Song... Dave wohnt in einem kleinen Land mit dem Namen "Hier". Alles in "Hier" ist geordnet und eintönig. Aber es gibt auch noch etwas, was den Bewohnern von "Hier" Albträume bereitet, ihnen Angst macht. Es ist "Dort" und befindet sich hinter den Klippen. Es ist nicht zu begreifen, nicht zu fassen und wer "Dort" mal bereist hat, ist nie wieder zurückgekommen. Doch eines Tages wächst Dave ein gigantischer Bart und erschüttert das Land "Hier" und Daves Leben gerät aus den Fugen... Meine Meinung: Erst ein mal gibt es ein großes "Wow" zu dem Buch. Als das Buch gestern zu mir ins Haus geflattert kam, war ich richtiggehend beeindruckt von der Aufmachung, der Größe und dem Gewicht des Buches. Ich hatte mir irgendwie keine Gedanken gemacht, was mich erwartet. Dann habe ich erstmal so ein wenig rumgeblättert und ein erneutes Staunen überkam mich. Es fühlt sich richtig gut an. Die Seiten sind stärker und ganz glatt, was zum rauen Schutzumschlag und dem Hardcover einen schönen haptischen Kontrast bildet. Jetzt konnte ich mich aber nicht mehr zurücknehmen und ich musste es lesen. Die Geschichte ist sehr schön und ergreifend. Sie macht nachdenklich, lässt einen auch mal schlucken. Emotionen werden freigesetzt und all das wird mit Bleistiftzeichnungen, die teilweise die Worte übernehmen, untermalt. "Hier" ist ein scheinbar perfekter Ort. Alles hat seine Ordnung und alles ist stark reglementiert. Das Leben folgt einem Rhythmus. Aber es gibt etwas, dass macht den Leuten die in "Hier" leben Angst. Es ist nicht greifbar und man weiß es auch nicht wirklich zu benennen. Es ist "Dort" und über "Dort" gibt es viel zu berichten, aber man weiß es doch nicht so genau. Dave unterscheidet sich aber schon von Anfang an von den anderen Bewohnern von "Hier". Wenigstens war das meine Empfindung. Auch, wenn er integriert ist, die gleiche Ordnung, den gleichen starken Rhythmus hat, die gleichen Ängste zu bewältigen hat, hebt er sich ein wenig von seinen Mitmenschen ab. Mit dem wachsen des Bartes kommt dann eine Veränderung und auch Bewegung in die Geschichte. Die Eintönigkeit, die erst herrschte und die "Hier" ausmacht, wird auf den Kopf gestellt. Man kann in die Geschichte so einiges interpretieren und wenn man den Blick öffnet, wird man vielleicht das ein oder andere entdecken, was nicht sofort ersichtlich ist. Vielleicht kommt ein anderer Leser auf andere Gedanken. Es ist eine Geschichte, die so viele Möglichkeiten hergibt und man macht sich unweigerlich seine Gedanken, um Dave, die Leute von "Hier", was "Dort" ist. "Der gigantische Bart, der böse war" ist meine erste Graphic Novel und es ist definitiv schon mal das Buch-Highlight im Monat Mai. Fazit: Ein gigantisches Buch mit einer gigantischen Geschichte.

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  • Leserunde zu "Antoinette kehrt zurück" von Olivia Vieweg

    Antoinette kehrt zurück
    doceten

    doceten

    Erste Graphic Novel-Leserunde bei Lovelybooks Eine Buchmessen-Woche ist immer für Überraschungen gut und auch wir haben eine tolle Premiere für euch: die erste Leserunde zu einer Graphic Novel auf LovelyBooks.de! Gemeinsam mit dem neu gegründeten Verlag Egmont Graphic Novel möchten wir alle Freunde von liebevoll gezeichneten und anspruchsvollen Stories dazu einladen und vergeben unter allen Bewerbern 20 Leseexemplare von → "Antoinette kehrt zurück". Bewerbungsschluss ist der 19. März 2014. Besonders freue ich mich darüber, dass die Autorin und Zeichnerin → Olivia Vieweg die Leserunde begleiten und euch Fragen rund ums Comic-Zeichnen beantworten wird. Bis dahin riskiert doch mal einen Blick in ihren → Blog. Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr zeitnah aktiv über das Buch diskutieren und anschließend eine Rezension dazu abgeben möchtet. Bunte Seiten, düsteres Thema: Eine Graphic Novel über Mobbing Antoinette hat geschworen, niemals nach Deutschland zurückzukehren. Sie lebt in Los Angeles und arbeitet als Creative Director in einer Werbefirma, beobachtet aber täglich durch ihre Webcam ihr Heimatdorf. Doch sie muss zurückkommen und sich ihrer Vergangenheit stellen, sie muss noch einmal das Mobbing durchleben, dass sie aus ihrer Heimat vertrieben hat…  Leseproben findet ihr auf den Seiten von → Egmont Graphic Novel. Olivia Vieweg, die als eine der vielversprechendsten Comic-Künstlerinnen Deutschlands gilt, hat mit Antoinette kehrt zurück das Comic-Stipendium 2012 gewonnen, nun endlich erscheint ihre Geschichte auch in Buchform.

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    • 449
  • „Der gigantische Bart der böse war“ Edle Graphic Novel

    Der gigantische Bart, der böse war
    thursdaynext

    thursdaynext

    „The gigantic beard that was evil” – so der englische Titel Eine hochwertig verlegte, Leineneinband, aufgerauhtes Umschlagcover, haptisch lockende, Graphic Novel von Stephen Collins. Text und Bilder ergänzen sich, wirken kunstvoll, graphisch aufgeräumt, kontrastreich schlicht. Fangen den Blick des Betrachters und laden zum Verweilen ein, trotz aller zeichnerischen Komplexitätsreduktion, die durch den ebenfalls schlichten Text komplettiert wird. Die versprochene Hommage an Kafka, Orwell und Godzilla ist geglückt. Die Welt des Protagonisten Dave, in eindrücklich reduzierten schwarz/weißen Bleistiftzeichnungen ist aufgeräumt, alles ist geordnet. Die Entropie scheint im Lande HIER besiegt zu sein. Doch DORT, in und hinter der See lauert es, das BÖSE, das CHAOS, die UNORDNUNG. Und auch in Dave, dessen Lieblingssong Eternal Flame von den Bangles ist, der jeden Tag wie Millionen andere aus HIER einer sinnfreien, zweckentfremdeten Beschäftigung nachgeht und gerne seine Straße zeichnet ist das Chaos angesiedelt. Es lauert auf eine Gelegenheit, lässt sich, allen Bemühungen zum Trotz nicht unterdrücken. Alle Überwachung, alle Regeln alle Ordnung sprengend, gleich einem Befreiungsschlag bricht es plötzlich hervor, direkt aus Dave, aus seinen Poren, aus seinen irritierenden Träumen, genährt von seiner unterdrückten, uneingestandenen Sehnsucht. Sämtliche Routine vermochte es nicht aufzuhalten, den menschlichen Drang nach der Sinnfrage............. Und so war nichts ungewöhnliches an dem Morgen an dem sich alles änderte. Zuerst für Dave, später für das gesamte Land HIER ....... Surreal poetisch, packend, hintergründig witzig und subtextlastig wie nicht anders zu erwarten bei den obengenannten drei Großen. Eine großartige Story Idee, gesellschaftskritisch, untergründig, anspielungsreich mit viel Interpretationsfreiraum. Cover und skurriler Titel sprachen mich direkt an. Dazu der Autor im Interview: „The title ‘The Gigantic Beard That Was Evil’ was a joke title at first – I was just amusing myself with the clumsiest title I could think of, something Mitchell and Webb’s ‘Lazy Writers’ might come up with. But both my editor and agent jumped at it, saying it sounded great, so it sort of stuck. There’s just too much information in that title, which is kind of why I liked it.” Quelle: http://forbiddenplanet.co.uk/blog/wp-content/uploads/2013/04/gigantic-beard-that-was-evil-stephen-collins-cape-03.jpg Fazit: Ein Regalschmuckstück für Sammler und Freunde skurriler Black Stories mit Tiefgang. Ab und an hätte ich mir ein wenig Farbe gewünscht, aber das ist nörgeln auf hohem Niveau. 5 Sterne

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    • 3
  • Leserunde zu "Der gigantische Bart, der böse war" von Stephen Collins

    Der gigantische Bart, der böse war
    katja78

    katja78

    Mit dieser atemberaubenden Graphic Novel verneigt sich Stephen Collins vor drei großen Namen: Orwell, Kafka und Godzilla. Ein Buch, das sich auf ebenso überraschende wie berührende Weise damit auseinandersetzt, wie Vorurteile und Ängste geschürt und genutzt werden – und wie man sie vielleicht überwinden kann. Bewerbt euch zur Leserunde, denn wir sind gespannt auf eure Meinungen! Stephen Collins erzählt mit feinem, rabenschwarzem Humor die Geschichte von Dave, der in einem Land namens HIER lebt, wo die Menschen ein überreglementiertes, monotones Leben führen. Großes Unbehagen bereitet den Einwohnern von HIER das Meer vor ihren Küsten; wahren Horror empfinden sie angesichts der Vorstellung dessen, was jenseits des Meeres liegt: ein Land namens DORT. Als sich Dave in seiner von Regeln und Ängsten dominierten Welt eines Tages die Sinnfrage stellt, wächst ihm ein gigantischer Bart; ein unerhörtes Ereignis, infolge dessen erst Daves Leben und dann das ganze Land aus den Fugen gerät. Zum Autor Stephen Collins wurde 1980 im Süden Londons geboren. Für seine Cartoons und Illustrationen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Jonathan Cape / Observer Graphic Short Story Prize. Stephen Collins’ Comics erscheinen im Guardian Weekend und anderen internationalen Magazinen. Er lebt mit seiner Frau in Hertfordshire. Wir suchen nun 5 Leser, die Lust haben, dieses Buch in Print gemeinsam in der Leserunde zu lesen und anschließend zu rezensieren. Blogger bewerben sich bitte mit ihrer Blogadresse. Beantwortet mir einfach folgende Frage: Was erwartet ihr von diesem Buch? Schaut auch hier mal rein:  Atrium Gesamtprogramm Viel Glück Eure Katja *** Wichtig ***Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind. Nehmt doch einfach euer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber. Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/

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    • 93
  • Dave, sein Bart und was dann geschah

    Der gigantische Bart, der böse war
    Grandville

    Grandville

    01. March 2014 um 19:01

    Dave lebt auf einer Insel Namens "Hier". In "Hier" hat alles seine Ordnung, jeder seine Aufgabe und alle sind glücklich. Auch Dave. Er mag seine Routine, er mag die Ordnung. Jedoch gibt es eine klitzekleine Kleinigkeit, die das Glück in "Hier" stört: "Dort". " ist am Horizont, jeder der dorthin aufgebrochen ist, ist nicht zurückgekommen. "Dort" macht den Leuten Angst. Auch Dave. Doch eines Morgens, der eigentlich ein ganz normaler Morgen ist, ist alles anders. Meine erste Graphic Novel und sie hat mir richtig gut gefallen. Das Cover hat mich aus irgendeinem Grund an Zeichnungen von Edward Gorey erinnert. Im Inneren sind sie ein wenig anders. Einfach und direkt gehalten in schwarz-weiß. Bleistift, würde ich meinen. Der Text ist knapp, aber aussagekräftig. Gut gefallen hat mir, wie die Geschichte erzählt wird. Der Text auf mehrere Bildausschnitte verteilt, beobachtend, beschreibend, etwas humorvoll. Auch die Bilder werden mal in großen, mal in kleinen, mal in mehreren Fenstern dargestellt. Collins hat eine gute Story-Idee gehabt. Einzig der Schluss, lässt mich ein wenig unbefriedigt zurück. Mir fehlt da etwas... ich kann noch nicht mal genau sagen, was. Die auf dem Cover erwähnten Orwell, Kafka und Godzilla liegen nahe, allerdings kann man das Buch auch bedenkenlos lesen, wenn man die genannten nicht kennt. Also ist das Buch auch etwas für Jugendliche, ab 16 würde ich meinen. Ob man für die "Botschaft" des Buches die Herren nun unbedingt braucht, ist eine andere Frage. Aber auch ohne große Kenntnis erkennt man die Fragen, die dieses Buch stellt. Ich fühle mich gut unterhalten und ermutigt, mal wieder eine Graphic Novel zu lesen.

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  • Von der Einsamkeit im "Hier" zur Einsamkeit ins "Dort"

    Der gigantische Bart, der böse war
    TochterAlice

    TochterAlice

    28. February 2014 um 11:13

    Dave lebt im "Hier", einem Territorium, in dem alles seine Ordnung und seine Richtigkeit hat - solange man nichts zu sehr hinterfragt.... denn hinter allem schwebt die Angst vor dem "Dort", einem anderen Territorium auf der anderen Seite des Meeres... Obwohl Dave das Leben "Hier" genießt, ist er einsam, er verbingt die Tage weitgehend für sich in dieser geordneten, ja gleichgeschalteten Welt. Denn Gedanken und Ängste, die nicht gleichgeschaltet sind, kann man niemandem mitteilen. So wird auch Daves Frage danach, was eigentlich das Ziel seiner Arbeit ist, im Kern unterbunden - zuviel wissen soll man auch nicht... Aber eines Tages wächst Dave - quasi aus dem Nichts - ein Bart: ein Bart, der zunächst sein Gesicht, dann seinen Körper und dann große Teile des "Hier" überwuchert und dessen Wuchs einfach nicht zu stoppen ist. Dave wird zum Außenseiter, zur Wurzel des Bösen, bis man dem Problem auf eine ganz eigene Art begegnet... Ein wunderschönes, kluges, philosophisches, beängstigendes und schlichtweg beeindruckendes Werk hat der Zeichner und Autor Stephen Collins hier geschaffen - eines, das es verdient, Graphic-Novel-Geschichte zu schreiben.  Die Zeichnungen, die ganze Aufmachung des Buches ist außergewöhnlich und - aus meiner Sicht - nachhaltig. Ich werde dieses Buch und seine Botschaft so schnell nicht vergessen. Dieses Buch verdient eine breite Leser- und Genießerschaft, es sollte jungen Leuten, alten Leuten, politisch wie auch unpolitisch denkenden Menschen, solchen, die offen sind genauso wie denen, die sich vor Vorurteilen nicht retten können, zugänglich gemacht werden - also eigentlich fast jedem. Es beinhaltet eine klare, gut gezeichnete Geschichte, aber eine mit Windungen, bei denen der Leser mitdenken und mitentwickeln sollte. Hut ab vor diesem tollen Werk, das ich sicher noch oft zur Hand nehmen werde!

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  • Stephen Collins - "Der gigantische Bart, der böse war" - Atrium Verlag

    Der gigantische Bart, der böse war
    SABO

    SABO

    23. February 2014 um 00:13

    Stephen Collins - "Der gigantische Bart, der böse war" Das Buch kam heute an und nach gründlicher Bewunderung, schlug ich es auf und bestaunte das edle Werk, eine wahrlich kafkaeske Bespinnung einer Graphic Novel. Bleistiftschraffur vom Feinsten, beklemmende Bilder, das Grauen sitzt im Nebenraum und schlüpft langsam durch die Tür.. Dave lebt in einer geordneten Welt namens "Hier", jedes Haus, jede Strasse sieht gleich aus, die Architektur hat ein biometrisches Muster hinterlassen, ein Bild, das sich nie verändert..und gerade das gefällt Dave, die Symmetrie der Tage gibt ihm Sicherheit, die tägliche Fahrt zur Arbeit, das Büro, die Statisken, die Beschäftigung mit Zahlen beruhigt ihn und lenkt ihn von einer unbestimmten Angst ab. Am Feierabend sitzt er an seinem Tisch, schaut aus dem Fenster und zeichnet das Strassengeschehen, dazu hört er in einer Endlosschleife ein Lied von den Bangles, "Eternal Flame". Dave ist kahlköpfig und trägt eine Perücke, nur die buschigen Augenbrauen an seinem Kopf sind echt, doch eines Tages wächst ihm in rasanter Geschwindigkeit ein langer schnittfester Bart,mit katastrophalem Ausmaß, am nächsten Tag sprengt der wollige Pelz seinen Fensterrahmen, viele Leute stehen draussen, um das grausige Schauspiel zu beobachten, letztendlich wollen sie ihn loswerden. Eine Armee von Friseuren rückt an um die dichten Zotteln im Zaun zu halten, bald haben alle Häuser ein Fell.. Daves Transformation bringt das ganze System durcheinander, die vielgefürchtete Unordnung bricht langsam aus. In wenigen Stunden hatte ich dieses großartige Debüt durchgelesen, eine grandiose Geschichte, in der sich Franz Kafka wohlgefühlt hätte.. Stephen Collins hat das Grauen restauriert, es ist zum Fürchten gut! Vielen Dank an LovelyBooks und den Atrium Verlag, 5 Sterne!

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