Stephen Desberg

 4,1 Sterne bei 12 Bewertungen

Lebenslauf von Stephen Desberg

Stephen Desberg arbeitet an mehreren klassischen Serien des Verlags Dupuis, bis er sich auf den Kindercomic »Billy the Cat« konzentriert. Er begeistert sich für Schwarzafrika und reist sehr gerne, was sich auch in weiteren Projekten, die er für Dupuis und Casterman realisiert. 1993 beginnt er an einer Serie über die Antillen und Piraterie im 17. Jahrhundert. Sein erstes Projekt mit Marini ist der Western »Stern der Wüste« (deutsch bei Ehapa), bevor er mit Marini das historische Mantel- und Degenepos »Der Skorpion« umsetzt, das auch in Frankreich noch nicht abgeschlossen ist.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches 421 Band 2 (ISBN: 9783899087635)

421 Band 2

Neu erschienen am 12.10.2021 als Hardcover bei Salleck Publications.
Cover des Buches I.R.$./I.R.S. / Der Sturz der Engel (ISBN: 9783948057275)

I.R.$./I.R.S. / Der Sturz der Engel

Erscheint am 01.11.2021 als Hardcover bei Finix Comics e.V..
Cover des Buches Der Skorpion Gesamtausgabe 3 (ISBN: 9783551743381)

Der Skorpion Gesamtausgabe 3

Erscheint am 28.12.2021 als Hardcover bei Carlsen.
Cover des Buches Der Skorpion 13: Tamose, der Ägypter (ISBN: 9783551743404)

Der Skorpion 13: Tamose, der Ägypter

 (1)
Neu erschienen am 03.08.2021 als Taschenbuch bei Carlsen.

Alle Bücher von Stephen Desberg

Cover des Buches Der Skorpion Gesamtausgabe 1 (ISBN: 9783551743367)

Der Skorpion Gesamtausgabe 1

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Erschienen am 24.12.2019
Cover des Buches Der Skorpion Gesamtausgabe 2 (ISBN: 9783551743374)

Der Skorpion Gesamtausgabe 2

 (2)
Erschienen am 26.05.2020
Cover des Buches Die Unsterblichen / Der zweite Reiter (ISBN: 9783937898124)

Die Unsterblichen / Der zweite Reiter

 (1)
Erschienen am 01.06.2008
Cover des Buches Der Skorpion 13: Tamose, der Ägypter (ISBN: 9783551743404)

Der Skorpion 13: Tamose, der Ägypter

 (1)
Erschienen am 03.08.2021
Cover des Buches Tosca (ISBN: 9783932578861)

Tosca

 (1)
Erschienen am 01.07.2006
Cover des Buches H.ELL. Band 1 (ISBN: 9783958395572)

H.ELL. Band 1

 (1)
Erschienen am 01.08.2017
Cover des Buches Alphatiere (ISBN: 9783946337997)

Alphatiere

 (1)
Erschienen am 03.09.2019
Cover des Buches Miss October (ISBN: 9783943808209)

Miss October

 (1)
Erschienen am 01.10.2013

Neue Rezensionen zu Stephen Desberg

Cover des Buches Der Skorpion Gesamtausgabe 2 (ISBN: 9783551743374)Belladonnas avatar

Rezension zu "Der Skorpion Gesamtausgabe 2" von Stephen Desberg

Abenteuerlich wie "Indiane Jones", episch wie "Die drei Musketiere" und verführerisch wie "Zorro"
Belladonnavor einem Jahr

Beschreibung

Dem machiavellistischen Adlerkardinal ist es durch die heilige Reliquie, das Petruskreuz, gelungen auf den Papststuhl zu gelangen. Doch der Skorpion hält das Kreuz für eine Fälschung und macht sich gefolgt von Trebaldis Mönchskriegern auf die Suche nach dem wahrhaftigen Petruskreuz, um den neuen Papst als Betrüger und Mörder zu entlarven und den Tod seiner Mutter endlich zu rächen.

Seine Erkundungen führten den Skorpion mit seinem treuen Begleiter Husar sowie der ägyptischen Giftmischerin Méjaï und Ansea Latal auf eine gefährliche Reise nach Konstantinopel und Kappadokien, wo ihn neue Abenteuer erwarten.

Meine Meinung

Die zweite Gesamtausgabe der frankobelgischen Mantel- und Degen-Comic Serie »Der Skorpion« von Stéphen Desberg und Enrico Marini ist ganz frisch am 26. Mai 2020 in einem hochwertigen Hardcover-Format vom Carlsen Verlag neu herausgebracht worden und enthält die von 2005 bis 2009 als Softcover veröffentlichte Einzeltitel: »Das heilige Tal«, »Der Schatz der Templer«, »Im Namen des Vaters« und »Der Schatten des Engels«.

Zum Abschluss der ersten Gesamtausgabe führte die Suche nach Hinweisen zum Verbleib des wahren Petruskreuz den Skorpion mit seinen Begleiter*innen in das orientalische Konstantinopel, dort begeht Ansea Latal Verrat, sodass er und Méjaï als Gefangene enden. Der Auftakt in diesem Buch beginnt zunächst mit einer Rückblende in das 13. Jahrhundert, welche die Belagerung von Akkon und einen Auszug der Schlacht der Templer um die letzte bedeutsame Bastion des Königreiches Jerusalem abbildet, bevor wir erfahren was mit unserem Titelhelden und der schönen Ägypterin passiert und wie sie ihren Folterknechten entkommen.

Stéphen Desberg und Enrico Marinis Geschichte über den verwegenen Skorpion verknüpft auch in dieser zweiten Gesamtausgabe eine spannende fiktive Storyline mit historischen Hintergründen zu den Templern und dem Vatikan. Außerdem erfahren die Leser*innen in diesen Bänden mehr über die geheimnisvolle Herkunft des geschickten Degenkämpfers.

Die Dynamik zwischen den Charakteren entwickelt sich durch das gekonnte Spiel mit Stereotypen von Band zu Band weiter und macht durch die Kombination verschiedener Interessen-Bündnisse, die für eindrucksvolle Plot-Twists sorgen, einfach Spaß. Besonders gelungen finde ich die selbstbewussten Damen an der Seite des Skorpions, bei denen man sich nie so ganz sicher sein kann, auf welcher Seite sie gerade kämpfen. Für ausreichend Amore sorgt die aufgeladene Spannung zwischen Armando und Méjaï die zu einer ausgewachsenen Liebelei heranreift.

Ausgewogenheit zu der temporeichen Geschichte schafft Husar, der treue Sidekick des Skorpions, auf den man einfach immer bauen kann, auch wenn dieser nun eine Räuberin an die Seite gestellt bekommt.

Marini versteht es mit seiner schwungvollen Stiftführung Landschaften, Architektur und vor allen Dingen Charaktere in Bewegung abzubilden und diese mit lebendigen Farben zu aquarellieren. Durch das fantastische Artwork des Illustrators gelingt es direkt in die erdachte Welt einzutauchen, dabei folgt man den Weggefährten in eine orientalische Welt, sieht den Derwischen beim hypnotischen Tanz zu und bekommt Gelegenheit bei actionreichen Verfolgungsjagden und westernmäßigen Kämpfen mit den Mönchskriegern mitzufiebern.

Fazit

Ein filmreifes Mantel- und Degen-Abenteuer das mit den wundervoll aquarellierten Bildern Marinis und einem reizvollen Mix aus Action und einprägsamen Protagonisten besticht.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 31.05.2020

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Cover des Buches Der Skorpion Gesamtausgabe 1 (ISBN: 9783551743367)Belladonnas avatar

Rezension zu "Der Skorpion Gesamtausgabe 1" von Stephen Desberg

Spannung, Humor und amouröse Verstrickungen
Belladonnavor einem Jahr

Beschreibung

Der Reliquienhändler Armando Catalano führt mit seinem Handlanger Husar eigentlich ein angenehmes Leben als Schatzjäger, dem die Frauen reihenweise zu Füßen liegen. Doch als ihn der Hass des Kardinals Trebaldi erreicht und dieser ihm nach seinem Leben trachtet, holt ihn seine Vergangenheit ein.

Armandos Mutter wurde von der Kirche als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen verbrannt und er selbst trägt als teuflischer Nachkomme ein Mal in Form eines Skorpions auf der Schulter. Um das Schicksal seiner Mutter zu rächen, schwört Armando der Kirche Vergeltung und stößt bei seiner Recherche auf eine Information, die belegt, dass sein Vater in den höchsten Rängen des Vatikans zu finden ist. Während der Skorpion der Wahrheit näher kommt, schmiedet Trebaldi ein Komplott um den Papst zu stürzen und sich an die Spitze der Macht zu setzen.

Meine Meinung

Die erste Gesamtausgabe der frankobelgischen Mantel- und Degen-Comic Serie »Der Skorpion« von Stéphen Desberg und Enrico Marini wurde im Dezember 2019 in einem hochwertigen Hardcover-Format vom Carlsen Verlag neu herausgebracht und enthält die ersten vier von 2001 bis 2004 als Softcover veröffentlichte Einzeltitel: »Das Teufelsmal«, »Das Geheimnis des Papstes«, »Das Petruskreuz« und »Der Dämon im Vatikan«.


Stéphen Desberg und Enrico Marini präsentieren in ihrem abenteuerlichen Epos das mit historischen Einflüssen besticht, eine ziemlich gelungene Mixtur, die sich am einfachsten als Mischung aus »Indiana Jones«, »Zorro« und »Die drei Musketiere« beschreiben lässt.

Der attraktive Titelheld Armando Catalano ist aufgrund seines Males als »Der Skorpion« bekannt, durch seine Tätigkeit als Reliquienhändler auch in der gehobenen Gesellschaft ein gern gesehener Gast und wird von hübschen Frauen umschwärmt, als wäre er der süßeste Honig. Davon lässt sich der Haudegen zumeist wenig beeindrucken, doch die Giftmischerin Méjaï, welche mit seinem Mord beauftragt wurde und die feurige Rothaarige, Ansea Latal, scheinen wenig beeindruckt und wecken damit sein Interesse.

Im Fokus der actionreichen Geschichte stehen aber vielmehr neun mächtige Familien, die seit Jahrhunderten die Fäden des Geschehens in ihren Händen halten und für die maßgebliche Politik verantwortlich sind. Der Adlerkardinal mit seiner machiavellistische Gesinnung gehört einer dieser Familien an und schmiedet ein Mordkomplott gegen den Papst, um sich die gesamte Macht zu sichern. Mithilfe seiner mörderischen Mönchskrieger und der Auftragskillerin Méjaï trachtet er dem Skorpion nach seinem Leben. Warum das so ist, bleibt vorerst allerdings im Dunkeln.

Enrico Marini überzeugt mit detailverliebten Hintergründen und einer kräftigen Aquarell-Kolorierung, die das Rom des 18. Jahrhunderts brillant in Szene setzen. Die Charakterillustrationen suchen ihresgleichen, denn Marini versteht es die Figuren durch viele Bewegungsabbildungen lebendig werden zu lassen. Der verwegene Skorpion und die Damen des Abenteuers versprühen einen ästhetischen Sexappeal, dem man sich nicht entziehen kann, während die Schurken mit hervorstechenden Gesichtszügen oder gar Masken eine subtile Abneigung heraufbeschwören. Die künstleriche Gesamtumsetzung hat mich vollkommen überzeugt und im Zusammenspiel mit der fesselnden Geschichte für ein furioses Kopfkino gesorgt.

Stéphen Desberg und Enrico Marini haben aus Fiktion und einem Hauch Geschichte einen fesselnden Comic über die Macht hinter Religon und Kirche ersponnen und diese mit Intrigen, Verrat, und Moralphilosophie gewürzt. Leser*innen denen verschwörerische Abenteuergeschichten mit historischen Einflüssen am Herzen liegen, werden bei diesem Mantel- und Degen-Epos auf ihre Kosten kommen. Allerdings sei gesagt, dass die Kirche und die Templer zwar eine Rolle in diesem Comic einnehmen, die restliche Handlung jedoch frei erdacht ist. Etwas Schade finde ich, dass dieser Gesamtausgabe nur zwei Skizzenseiten und kein zusätzliches Material zu den Hintergründen beigefügt wurde.

Fazit

Spannung, Humor und amouröse Verstrickungen sorgen vor einem historischen Hintergrund des 18. Jahrhunderts für knisternde Popcorn-Unterhaltung.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 31.05.2020

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Cover des Buches H.ELL. Band 1 (ISBN: 9783958395572)Flaventuss avatar

Rezension zu "H.ELL. Band 1" von Stephen Desberg

Optik top, Geschichte flop
Flaventusvor 3 Jahren

H.ELL ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass ein Comic mit über jeglichen Zweifel erhabenen Zeichnungen noch kein Garant für eine gut erzählte Geschichte ist. Geheimnisse erhöhen zwar hin und wieder die Spannung, allerdings sollte dennoch das ein oder andere Detail erzählt werden.

 

Erzählung flop

Die Geschichte fängt interessant an, in dem mehrere Erzählstränge gleichzeitig in verschiedenen Panels auf einer Seite erzählt werden. Gleichzeitig wird ein Geheimnis um den Protagonisten aufgebaut, so dass der Leser direkt ins Comic gezogen wird.

Dieses schnelle Anfangstempo lässt allerdings ebenso schnell nach und die Geschichte wird zunehmend verwirrender erzählt, ohne jedoch die aufkommenden Fragen in Gänze erklären zu können. Dieser Comic ist zwar der Auftakt einer Serie, soll aber in sich abgeschlossen sein, was es allerdings in meinen Augen nur in Grenzen kann.

 

Grafik top

Wie eingangs erwähnt ist die optische Aufmachung famos. Im Aquarellstil mit hohem Realismusgrad wird die Story grafisch umgesetzt, so dass es oftmals mehr Spaß macht, die Illustrationen gänzlich von der Story losgelöst zu betrachten.

Vor allem den Charakteren wird durch die grafische Umsetzung mehr Leben eingehaucht, als dieses sich in der Geschichte wiederfinden ließe. Es ist sehr bedauerlich, dass hier Illustration und Erzählung derart voneinander entfernt liegen.

 

Fazit

Optisch hat mir H.ELL voll und ganz zugesagt. Und das auf allen Ebenen. Farbgebung und Realismusgrad sind wirklich einmalig gut gelungen. Leider kann dieser Qualität die Erzählung nicht folgen. Diese bleibt meist geheimnisumwittert und lässt vieles unerzählt. Und zwar dergestalt, dass es mit Sicherheit nicht im Folgeteil aufgeklärt wird.

Wem die Story nicht so wichtig ist, kann also gerne zugreifen und sich an der famosen Optik erfreuen.


Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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