Der Sterne Tennisbälle

von Stephen Fry 
4,3 Sterne bei137 Bewertungen
Der Sterne Tennisbälle
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Positiv (122):
leseflusss avatar

Mein erster Fry! Unvergesslich gut.

Kritisch (5):
Ullarullas avatar

Der Anfang war sehr gut! Die Rachepläne und das Ende nur leider einfach Scheiße.

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Inhaltsangabe zu "Der Sterne Tennisbälle"

Ned hat alles, wovon andere Jungs mit 18 nur träumen: gute Noten, eine sportliche
Figur, den richtigen Akzent, eine schöne Freundin. Doch ein missgünstiges Trio spielt
ihm einen üblen Streich. Als Ned spurlos verschwindet, erfahren seine Widersacher,
dass sie nicht ihres Glückes Schmiede, sondern nur »der Sterne Tennisbälle« sind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746627489
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:19.09.2011
Das aktuelle Hörbuch ist bei Der Audio Verlag, DAV erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor 22 Tagen
    Die Rache wird grausam sein

    Stephen Fry (Jahrgang 1957) ist ein sehr vielseitiger Mensch. Hin und wieder erscheint  er schon mal in einer Nebenrolle, bei Sherlock Holmes als Bruder desselbigen und hüpft  unbekleidet umher.

    Dann ist er auch mal Moderator oder journalistisch unterwegs, betätigt sich als Dichter, Hörbuch-S precher oder er führt selbst Regie. Komisch sein kann er allemal.

    Der Sterne Tennisbälle ist allerdings alles andere als komisch. Seicht beginnt die Geschichte  von Ned Maddstone. Sohn eines Abgeordneten im  englischen Parlament.  Seine Freundin liebt ihn abgöttisch, er ist ein Musterschüler, er konnte segeln, war  Schulsprecher und Mannschaftskapitän. Ein kleiner Überflieger würde man heute sagen.
    Und er sah auch noch gut aus.

    Aber seine Mitschüler hassen ihn. Allen voran Rufus und Ashley. Dann gesellt sich noch Gordon,  Portias Vetter dazu und das Trio ist perfekt. Sie spinnen eine Intrige, die Ned in ein eine  andere Welt katapultiert. Er findet sich in einer Irrenanstalt wieder und kann erst
    nach vielen langen Jahren fliehen. Seine Rache wird grausam sein.

    Stephen Fry schreibt schräg und messerscharf formuliert. Er hat aus einem Roman von  Alexandre Dumas eine phantasievolle, bitterböse und unterhaltsame Story erschaffen.  Mir hat es gefallen. 4 Sterne allerdings, da es in der ersten Hälfte etwas langsam  in die Gänge kam. Danach liest man es in einem Rutsch. 

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    thelexxxs avatar
    thelexxxvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Sterne Tennisbälle" von Stephen Fry

    Ned Maddstone lebt auf der Sonnenseite des Lebens: Er ist ein sportlicher, gutaussehender und noch dazu kluger Schüler einer ehrwürdigen englischen Schule und der Freund eines wunderschönen Mädchens. Nicht einmal die Tatsache, dass Maddstones Vater auch noch ein einflussreicher Politiker ist, lassen den Jungen mit der goldenen Zukunft arrogant oder unsympathisch werden. Er ist einer dieser Typen, denen alles gegeben wurde und noch dazu alles gelingt, ohne dass sie ihre freundliche und zuvorkommende Naivität verlieren.
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    Und natürlich, so jemand hat Neider. Um auch dem Musterknaben mal einen Denkzettel zu verpassen, schmuggeln ihm drei vermeintliche Freunde ein Tütchen Marihuana in die Jackentasche, während Ned gerade in romantische Zweisamkeit und die Planung einer gemeinsamen Zukunft mit seiner Freundin vertieft ist.
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    Als die drei Freunde daraufhin Ned bei der Polizei anschwärzen und schadenfreudig dabei zu sehen, wie dieser kompromisslos und hart von den Behörden aufgegriffen und festgenommen wird, erahnen sie nicht einmal, was sie ihrem Freund damit angetan haben. Denn neben dem bisschen Gras, was vermutlich einige Peinlichkeiten und ein paar Stunden gemeinnützige Arbeit nach sich gezogen hätte, wird in Neds anderer Jackentasche ein Schreiben gefunden, das erheblich brisanter ist, vor allem für den leitenden Ermittler.
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    Während die drei verwunderten Verschwörer erste Zweifel beschleichen, wird Ned nicht etwa wieder auf freien Fuß gelassen, sondern verschwindet, benebelt von Drogen und unter falschem Namen, in den Zellen einer abgelegenen Irrenanstalt auf einem schottischen Eiland. Doch die Freunde, die beschlossen haben, niemandem von ihrem missratenen Streich zu erzählen, schweigen weiterhin - und so laufen alle Suchaktionen nach dem vermissten Goldjungen ins Leere. Maddstones Geschichte verliert mit der Zeit an Brisanz und gerät bald in Vergessenheit - selbst bei Maddstones großer Liebe, die inzwischen mit einem der Saboteure verheiratet ist.
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    18 Jahre später gelingt dem Insassen einer geschlossenen Nervenheilanstalt spektakulär die Flucht und ein gnadenloser Rachefeldzug beginnt.
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    Wer sich hier nun zurecht an Alexandre Dumas' Epos um Edmond Dàntes erinnert fühlt, ist alles andere als auf dem Holzweg. Das britische Multitalent Stephen Fry hat mit der "Der Sterne Tennisbälle" jedoch nicht nur eine große Hommage an den "Graf von Monte Christo" verfasst, sondern ein völlig eigenständiges, packendes und rund um begeisterndes Buch geschrieben, das nicht nur durch seinen Sarkasmus und seine grandiosen Dialoge zu unterhalten weiß, sondern gleichermaßen geschickt mit den Gefühlen des Lesers spielt; man wird ohnmächtig und mitfühlend, man wird rasend, rachsüchtig und gnadenlos, man genießt die Vendetta Maddstones förmlich, wurde ihm doch ein ganzes Leben gestohlen.
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    Nochmal: Fry ist es nicht nur gelungen, ein Meisterwerk durch die Jahrhunderte zu retten, und einer neuen Generation, in ihrem zeitlichen Kontext, näherzubringen, sondern auch, ein großartiges und mitreißendes Buch zu schreiben, dessen Nähe zum Klassiker keineswegs unerwähnt bleiben muss, schmälert sie doch nicht im geringsten seine herausragende Leistung. Eine wunderbare Geschichte über Neid, Angst, Freundschaft, Moral und Selbstbestimmung.
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    "Wir sind nur der Sterne Tennisbälle, Ned, aufgespielt, gewechselt, wie es ihnen passt."
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    Auch nachzulesen auf: http://buchpiraten.blogspot.de

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    DieKirsches avatar
    DieKirschevor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Sterne Tennisbälle" von Stephen Fry

    Dieses Buch hat mich regelrecht gefesselt. Die Geschichte ist nicht neu, doch die Umsetzung hat mich vollends überzeugt. Angelehnt an das Vorbild "Der Graf von Monte Christo" erzählt Fry die Geschichte von Ned, den das gleiche Schicksal ereilt, auch wenn er viele Jahr später lebt. Mir hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht, die vielen, vielen Parallelen zu entdecken und immer wieder war ich fasziniert, wie Fry seine Geschichte sinnvoll vorantreibt, ohne den Bezug zur Vorlage zu verlieren. Auch andere Werke wie etwas Shakespeares "Othello" werden erwähnt, so dass auch hier Bezüge zu vermuten sind, die ich allerdings aufgrund meiner eher geringeren Belesenheit in diesem Bereich noch nicht erkannt habe. Ich habe mir vorgenommen, dieses schnell nachzuholen.

    Fry zeichnet in einer sehr eigenen und bilderreichen Sprache sehr lebendige Personen, die man sofort vor Augen hat und deren Handeln man wie ein Zuschauer verfolgt. Durch Perspektivwechsel und innere Monologe erfährt man viel über den Charakter der einzelnen Akteure, ohne das dies aufdringlich wirkt. Ned war mir anfangs sehr sympathisch und auch auf seinem schweren weiteren Weg (Entführung und jahrelange, grundlose Wegsperrung in einer Irrenanstalt) bewundert man ihn für seine Stärke und kann seine Rachegelüste voll nachvollziehen. Wie er diese Rache dann auslebt, macht ihn für mich teilweise schon fast unmenschlich. Gleichzeitig ist diese Wandlung innerhalb der Geschichte sehr sinnvoll und verständlich. Auch zeigt sich hier ein Charakterwachstum, da die Rache nur so schlimm ausfällt, wie sie sein muss und nicht schlimmer als nötig. Daher ist es weniger so, dass man Ned zum Schluss nicht mehr mag, sondern, dass an Mitleid mit dem Jungen hat, dessen Leben geklaut wurde und welches er nie wieder so zurückbekommen wird.

    Fry kannte ich vorher als Autor noch nicht. Doch die fantastischen Dialoge werden mich jetzt sicher nochmal zu einem Buch von ihm greifen lassen. Dieses Buch besticht daneben noch mit einer einfach kurios zufallhaften Handlung, die zwar unrealistische ist, aber nicht so wirkt. So muss gute Belletristik sein!

    FAZIT:
    Eine gelungene Adaption des "Grafen von Monte Christo", welche mit ihrem spannenden aber glaubwürdigen Ende überzeugt. Geniale Dialoge und eine recht zynische Darstellung der Gesellschaft runden das Lesevergnügen ab. Wirklich ein Lesevergnügen

    WERTUNG:
    5 Punkte
    Grandios!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Sterne Tennisbälle" von Stephen Fry

    Der Sterne Tennisbälle erinnert mich an die Geschichte des Grafen von Montecristo. Von der ersten Seite an hat mich der Roman gefesselt. Humor, Spannung und Gefühl kommen nicht zu kurz und die Rache von Ned ist Bittersüss :-)

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    rkuehnes avatar
    rkuehnevor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Sterne Tennisbälle" von Stephen Fry

    Hochgelobt kommt es daher, von allen Seiten und in fast allen Rezensionen werden die Lorbeeren über „Der Sterne Tennisbälle“ ausgeschüttet. Das macht es ein wenig schwierig, neutral zu bleiben, weil an zu hohen Erwartungen sind schon so manche zerbrochen. Ich tat mich mit dem Buch in den ersten hundert Seiten wahrlich schwer, dann wurde es aber durchaus unterhaltsam, interessant und stellenweise auch ganz witzig. Der Erzählstil ist recht angenehm, wenn auch Fry kein begnadeter Erzähler wie Auster oder Irving ist, es ist also noch Luft nach oben. Letztendlich ist die Geschichte vom perfiden Racheplan des Ned Maddstone eine nette Sommerlektüre, an manchen Stellen etwas zu hollywoodesk und wird bei mir wohl nicht allzulang in Erinnerung bleiben, so lang sie in Erinnerung bleibt, dann aber in recht guter.

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    librivor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Sterne Tennisbälle" von Stephen Fry

    Das neue Jahr und die guten Vorsätze :) SUB-Abbau ist immer ganz oben auf der Liste. Also such ich mir Mitte Januar die erste Leiche aus und beginne zu lesen.
    Und war gefesselt, begeistert und amüsiert. Ein tolles Buch - ein wirklicher Lesegenuss. Interessante Ideen, gute Umsetzung, schöne Sprache.

    Kommentare: 2
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    pinketuerklinkes avatar
    pinketuerklinkevor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Sterne Tennisbälle" von Stephen Fry

    Ned Maddstone hat das Glück mit goldenen Löffeln gegessen. Er hat gute Noten, ein hübsches Gesicht, einen in der Politik erfolgreichen Vater und eine geistreiche Freundin. Es findet sich ein Trio vermeintlicher Freunde zusammen, die seine hoffnungsvolle Zukunft aus purem Neid zerstören. Ned verschwindet für Jahre spurlos. Doch irgendwann müssen alle Beteiligten die Konsequenzen ihres missgünstigen Verhaltens spüren. Denn Ned hat sich einen perfiden Racheplan ausgedacht, den er ohne Rücksicht durchzieht.
    Stephen Fry hat einen urkomischen, abgedrehten Roman verfasst, der nur so vor Phantasie strotzt.
    Die Sprünge in der Erzählperspektive und die überraschenden Wendungen halten die Spannung konstant auf hohem Niveau. Fry's Roman ist bis ins kleinste Detail durchdacht und weist keine Ungereimtheiten auf.
    Der Wortwitz des Autor ist erfrischend und äußerst amüsant zu lesen. Ohne zu viel vom Inhalt zu verraten, kann ich sagen, dass es sehr viel Spass macht, Ned bei seinem Racheplan zu begleiten.
    Stephen Fry zeigt, wie schwer es erfolgreiche Menschen haben, wahre Freunde zu finden. Und welche Auswirkungen ein dummer Jugendstreich aus Neid auf die gesamte Zukunft eines Menschen haben kann. Auch wenn einem realen Menschen so etwas wie in "Der Sterne Tennisbälle" wohl kaum passieren wird.
    Ein Buch zum Lieben!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Sterne Tennisbälle" von Stephen Fry

    Eines meiner Lieblingsbücher 2009! Ein Buch, das von einem schlimmen Schicksal eines jungen Mannes erzählt. Was ihm alles passiert ist, hätte nicht sein müssen, wären da nicht einige neidvolle falsche Freunde gewesen... Was hier der Neid angerichtet hat erschreckt und gleichzeitig werden die aufkommenden Rachegelüste allesamt befriedigt (man schwankt nur hin und her, ob man das nun gut finden soll oder nicht) und der Leser bleibt nach Ende des Buches dennoch irgendwie traurig zurück.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Sterne Tennisbälle" von Stephen Fry

    Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom "Grafen von Monte Christo"? Zwar habe ich das Original nie gelesen, aber die Verfilmung war immer spannend mitzuverfolgen.
    Stephen Fry schafft es mit vielen versteckten Hinweisen auf das Original, die Transformation der "alten" Geschichte in die Gegenwart. Eine wirklich ungemein spannende Sache die er da zaubert, mit viel Bitterkeit und Grausamen, welches einen zum Nachdenken anregt.
    Also: Wer keine Lust hat das Original zu lesen, ran an dieses Buch!!!

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    Severin Bookss avatar
    Severin Booksvor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Sterne Tennisbälle" von Stephen Fry

    Eine wunderschön-leidenschaftlich-wahnsinnige Neuinterpretation des "Grafen von MonteKristo" im 20. Jahrhundert.

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