Stephen Graham Jones

 3,5 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor*in von The Only Good Indians, Die Nacht der Schaufensterpuppen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

STEPHEN GRAHAM JONES ist der NYT-Bestsellerautor von fast dreißig Romanen und Kurzgeschichtensammlungen, zuletzt The Only Good Indians, Night of the Mannequins und My Heart is a Chainsaw, alle drei ausgezeichnet mit dem Bram Stoker Award als Bester Roman bzw. als Beste Novelle. Er erhielt ein NEA-Stipendium und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Ray Bradbury Award der Los Angeles Times, der Bram Stoker Award, der Shirley Jackson Award, der Jesse Jones Award for Best Work of Fiction des Texas Institute of Letters, der Independent Publishers Award for Multicultural Fiction und der Alex Award der American Library Association. Stephen ist Professor für Englisch an der Universität von Boulder, Colorado. Sam J. Miller, Nebula-Award-Gewinner und Autor von Blackfish City: »Stephen Graham Jones ist einer unserer Größten. Seine Prosa ist sowohl spritzig als auch melodisch, hartgesottene Poesie verschwört sich mit herzzerreißend lebendigen Charakteren.«

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches THE BUFALLO HUNTER HUNTER (ISBN: 9783946330622)

THE BUFALLO HUNTER HUNTER

Neu erschienen am 19.03.2026 als eBook (Download) bei Buchheim Verlag.

Alle Bücher von Stephen Graham Jones

Cover des Buches Die Nacht der Schaufensterpuppen (ISBN: 9783946330240)

Die Nacht der Schaufensterpuppen

(5)
Erschienen am 22.12.2022
Cover des Buches Kartographie des Inneren (ISBN: 9783946330301)

Kartographie des Inneren

(2)
Erschienen am 22.12.2022
Cover des Buches THE BUFALLO HUNTER HUNTER (ISBN: 9783946330622)

THE BUFALLO HUNTER HUNTER

(0)
Erschienen am 19.03.2026
Cover des Buches The Only Good Indians (ISBN: 9781789095296)

The Only Good Indians

(9)
Erschienen am 21.07.2020
Cover des Buches My Heart Is a Chainsaw (ISBN: 9781982137632)

My Heart Is a Chainsaw

(4)
Erschienen am 31.08.2021
Cover des Buches I Was a Teenage Slasher (ISBN: 9781835410288)

I Was a Teenage Slasher

(4)
Erschienen am 16.07.2024
Cover des Buches The Buffalo Hunter Hunter (ISBN: 9781668075081)

The Buffalo Hunter Hunter

(3)
Erschienen am 18.03.2025
Cover des Buches Don't Fear the Reaper (ISBN: 9781803361741)

Don't Fear the Reaper

(3)
Erschienen am 01.02.2023

Neue Rezensionen zu Stephen Graham Jones

Cover des Buches I Was a Teenage Slasher (ISBN: 9781835410288)
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Rezension zu "I Was a Teenage Slasher" von Stephen Graham Jones

Nora3112
I was a Teenage Slasher

„I was a Teenage Slasher“ von Stephen Graham Jones

Inhaltsangabe:

Lamesa, Texas, Juli 1989.
Eine kleine Stadt im Westen von Texas, die von Öl und Baumwolle lebt – und ein Ort, an dem jeder über jeden Bescheid weiß.
 Außer über den siebzehnjährigen Tolly Driver und seine beste Freundin Amber. Sie sind nicht in der Marching Band, sie sind auch in keinem anderen Klub – sie zählen einfach nicht. Amber ist die einzige indigene Schülerin und Tolly nur aufgrund des Todes seines Vaters überhaupt auf dem Radar.

Es ist der Sommer vor ihrem Abschlussjahr.
 Es ist der Sommer, in dem sich für Tolly, für Amber – für ganz Lamesa, Texas – alles verändert: Die Leichen werden sich stapeln und für ein paar unerträglich heiße Tage werden Tolly und Amber berühmt sein … und endlich wird jeder ihre Namen kennen.

Eigene Meinung:

Mit „I Was a Teenage Slasher“ legt Stephen Graham Jones einen Roman vor, der auf den ersten Blick klassische Slasher-Erwartungen bedient und sie im selben Atemzug konsequent unterläuft. Angesiedelt im texanischen Lamesa im Sommer 1989 erzählt das Buch von Außenseitertum, sozialer Unsichtbarkeit und eruptiver Gewalt. Dass der Roman Teil der renommierten Reihe „CEMETERY DANCE GERMANY“ ist, signiert vorliegt und mit Illustrationen von Vincent Sammy ergänzt wird, unterstreicht seinen Sammler- und Liebhaberwert.

Im Zentrum stehen Tolly Driver und seine beste Freundin Amber, zwei Jugendliche, die am Rand der sozialen Ordnung existieren. Jones zeichnet ein präzises Bild einer Kleinstadt, in der Herkunft, Zugehörigkeit und Sichtbarkeit über Lebenswege entscheiden. Besonders hervorzuheben ist Ambers Rolle als einzige indigene Schülerin: Identität, strukturelle Ausgrenzung und stille Gewalt sind keine Nebenthemen, sondern integraler Bestandteil der Erzählung.

Der Clou des Romans liegt in der Erzählperspektive: Jones lässt den Mörder selbst sprechen. Damit wird das Slasher-Genre nicht nur zitiert, sondern seziert. Gewalt ist präsent, explizit und stellenweise schockierend, aber nie Selbstzweck. Sie dient als Spiegel gesellschaftlicher Mechanismen, die Menschen systematisch an den Rand drängen.

„I Was a Teenage Slasher“ ist kein gefälliger Horrorroman, sondern ein kluger, unbequemer und zugleich enorm unterhaltsamer Text. Stephen Graham Jones beweist, dass er das Genre nicht nur beherrscht, sondern weiterdenkt. Besonders beeindruckend ist die Verbindung aus persönlicher Erfahrung, sozialem Kommentar und genretypischer „Exzesshaftigkeit“. Ein Buch, das Spaß macht und dennoch lange nachwirkt.

Fazit:

Dieser Roman ist Slasher, Sozialstudie und Coming-of-Age-Erzählung in einem. Er zeigt, wie Horror genutzt werden kann, um über Ungerechtigkeit, Ausgrenzung und Sichtbarkeit zu sprechen, ohne an Spannung zu verlieren. Für Leser, die mehr wollen als bloße Schockeffekte, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

Cover des Buches I Was a Teenage Slasher (ISBN: 9781835410288)
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Rezension zu "I Was a Teenage Slasher" von Stephen Graham Jones

Janko-Unchained
Stephen Graham Jones - I WAS A TEENAGE SLASHER

Stephen Graham Jones - I WAS A TEENAGE SLASHER

(Buchheim Verlag)

 

- unkonventionelle, anspruchsvolle und gedankenprononcierte Betrachtungen eines Teenage Slashers -

 

Fans des Native American Gothic Schriftstellers Stephen Graham Jones lieben seinen Hang zum (Slasher-)Kino der 80er und 90er Jahre. Seine Protagonisten sind in der Regel Teenager oder Heranwachsende mit indigenem Hintergrund, die einen Elternteil verloren haben, ihren Platz in der Welt erst noch finden müssen, diesen jedoch als beschwerlichen, blutigen, wenn nicht gar tödlichen Weg zu beschreiten haben. Jones, der am 22.01.1972 in Midland, Texas geboren wurde und heute mit seiner Frau, seinem Sohn und seiner Tochter in Boulder, Colorado lebt, ist selbst registriertes Stammesmitglied der Blackfeet Indian Reservation of Montana. In seinen Rez Gothic Romanen lässt er gerne das jugendlich Frische und coole Feeling der ersten Autofahrten, der hemmungslosen Partys, der gefährlichen Mutproben und dem ersten Rummachen im Autokino aufkommen. Dabei baut Jones lebensnahe Handlungen und eine authentische Kommunikation in seinen unkonventionellen und ideenreich bebilderten Signature-Schreibstil ein, der sich schon mal in lyrisch-vertrackten Ergüssen ergeht, nicht immer unmittelbar verständlich erscheint, letztlich jedoch ganz großes, atmosphärisches Kino ist. Seine metaphorisch verschachtelte Erzählkunst ist durchaus anspruchsvoll, erfordert eine hohe Konzentration und sehr viel Aufmerksamkeit vom Leser, ist aber ein absoluter Zugewinn auf sämtlichen mitreißenden, perfiden und brutalen Kanälen. Das Ganze garniert Jones hin und wieder mit einem intellektuellen, wie emotionalen Schuss schwarzen Humor, nicht ohne dabei einer gewissen Ironie zu entbehren. Die kongenialen, teils verstörenden Illustrationen von Vincent Sammy unterstreichen diese Effekte ungemein. 2024 im Original unter gleichnamigen Titel veröffentlicht, macht der Bestsellerautor von über 35 Romanen und über 350 Kurzgeschichten, auch vor dem Surrealen und Übernatürlichen nicht halt. "I WAS A TEENAGE SLASHER" ist jedoch kein Slasher im herkömmlichen Sinne, eher eine Art gedankenverlorene, introspektive, aber auch konversationsbezogene Rückschau.

 

14. Juli 1989, Lamesa, Texas, irgendwo in der weitläufigen Ebene, zwischen Getreidesilos, Wassertürmen, Ölförderpumpen und Baumwollfeldern. Der 17 Jahre alte Mittelstufenschüler Tolly Driver und seine beste Freundin Amber Dennison sind Außenseiter auf der Party von Deek Masterson. Während sich Tolly mit hartem Alkohol zuschüttet und sich bis auf die Knochen blamiert, hält sich Amber in einem andern Teil des Anwesens der Mastersons auf. Tolly torkelt indes auffallend herum und nervt sämtliche Gäste. Als es einigen Partybesuchern allmählich zu bunt wird, fesseln sie ihn an einer Liege am Pool, nötigen ihn dazu ein Glas Rum mit Erdnüssen zu sich zu nehmen und überlassen ihn seinem Schicksal. Ein beinahe tödliches Unterfangen für den jugendlichen Allergiker, der bei dieser infamen Aktion um ein Haar den Löffel abgibt. Doch plötzlich ist die Party außer Rand und Band, denn ein jenseitiger Ruf nach Rache erklingt. Die Slasher-DNA überträgt sich auf Tolly und es wird Tote geben.

 

17 Jahre nach den blutigen Vorkommnissen in Lamesa, verfasst Tolly Driver eine Art Hommage auf seine beste Freundin Amber Dennison, in Form einer lyrischen Aufarbeitung seiner Vergangenheit und seiner Taten. Hierzu notiert er seine damaligen Eindrücke als Teenager und als Slasher, seziert dabei schon mal triviale Banalitäten und ergeht sich in regelrecht ausufernden, philosophischen Betrachtungen. Das Ganze erinnert entfernt an die Schreibqualitäten des deutschen Sprachjongleurs Jörg Juretzka, doch im Falle von Stephen Graham Jones haben diese gedankenprononcierten Betrachtungen weit mehr Tiefe und beinahe autofiktionale Züge an sich. Fans der Indian Lake Trilogie werden "I WAS A TEENAGE SLASHER" mit Sicherheit Fall lieben! Allerdings nimmt Stephen Graham Jones im letzten Drittel seiner 384 Seiten umfassenden, emotionalen und empathischen Erzählung für meinen Geschmack zu viel Fahrt raus, wodurch Tempo und Niveau zwischenzeitlich unnötig stark absinken. Unbedarften Lesern sollte in jedem Fall mit auf den Weg geben werden, dass Stephen Graham Jones zu lesen immer eine anspruchsvolle und philosophisch komplexe Auseinandersetzung mit seinen Texten darstellt, auf die man sich bewusst einlassen muss, wenn man es denn kann.

 

(Janko)

 

http://stephengrahamjones.com

https://www.instagram.com/stephengrahamjones/

 

Brutalität/Gewalt: 55/100

Spannung: 68/100

Action: 64/100

Unterhaltung: 82/100

Anspruch: 85/100

Atmosphäre: 79/100

Emotion: 63/100

Humor: 23/100

Sex/Obszönität: 08/100

 

https://www.lackoflies.com - Wertung: 82/100

https://www.lackoflies.com - Altersempfehlung: ab 18 Jahren (aufgrund des anspruchsvollen Kontexts und der expliziten Gewaltdarstellungen)

 

Stephen Graham Jones - I WAS A TEENAGE SLASHER

Buchheim Verlag

Slasher Horror / Native American Gothic

Buchreihe: CEMETERY DANCE GERMANY - Band 30

ISBN: Privatdruck ohne ISBN

384 Seiten

Gebundene Ausgabe mit Lesebändchen; Amerikanisches Buchformat 23,5 x 16,5 cm

Originaltitel: I WAS A TEENAGE SLASHER (2024)

Aus dem Amerikanischen von Gerrit Wustmann

signiert von Stephen Graham Jones und Illustrator Vincent Sammy

Illustrator(en): Vincent Sammy

Limitierung: 999 Stück (handnummeriert)

Erscheinungstermin: 19.12.2025

Vorbestellbar zum Subskriptionspreis von EUR 39,99 Euro [DE] inkl. MwSt. / ab Erscheinungstermin: EUR 44,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

 

"I WAS A TEENAGE SLASHER" beim Buchheim Verlag: https://www.buchheim-verlag.de/stephen-graham-i-was-a-teenage-slasher.html

 

Leseprobe: https://www.buchheim-verlag.de/media/bss/productattachment/leseprobe-buchheim-jones-teenage-slasher.pdf

Cover des Buches Don't Fear the Reaper (ISBN: 9781803361741)
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Rezension zu "Don't Fear the Reaper" von Stephen Graham Jones

Janko-Unchained
Stephen Graham Jones - Don't Fear The Reaper

Stephen Graham Jones - Don't Fear The Reaper

(Buchheim Verlag)

 

- anspruchsvoller, brutaler und unorthodoxer Slasher -

 

(German & English Version)

 

German Version (for the English Version scroll down further):

 

Die komplexen Werke des US-amerikanischen Schriftstellers Stephen Graham Jones sind durchweg anspruchsvolle Kost. Der Autor indigener Abstammung pflegt einen eigenwilligen, niveauvollen und gedankenüberlagerten Schreibstil. Es ist eine Art metaphorisch untermalte Sinnsprache, deren Weg bereits das Ziel markiert und die nicht immer leicht zu verstehen oder auf Anhieb in Gänze zu erfassen ist. Jones dramatisiert auf solch ehrliche und tiefgreifende Weise, dass der Leser emotional regelrecht in einen Strudel aus Mitleid, Entsetzen und Beklemmung hineingerissen wird. Nicht zuletzt deswegen sollte der zweite Band der Indian Lake Trilogie "Don't Fear The Reaper", der Ende 2023 in der Cemetery Dance Germany Reihe des Buchheim Verlags erschien und ein Jahr zuvor im amerikanischen Original unter gleichem Titel publiziert wurde, auf gar keinen Fall als Standalone gelesen werden. Für das uneingeschränkte Verständnis kausaler Zusammenhänge ist es unerlässlich, sich zuvor den ersten Teil der Reihe "My Heart Is A Chainsaw" zu Gemüte zu führen. Stephen Graham Jones Texte sind bis ins kleinste Detail durchdacht und setzen sich tief in den Gehirnwindungen seiner Leserschaft fest. Das 496 Seiten umsäumende "Don't Fear The Reaper", welches selbstredend die cineastische Slasher- und Horror-Thematik des ersten Teiles weiterführt, ist ein facettenreiches und vielschichtiges Horror Opus geworden, dessen, in Metaphoriken eingebettete Gedankengänge, das heraufziehende Unheil tief schwarz einfärben und den Leser immer wieder zum aufmerksamen Lesen anspornen.

 

12. Dezember 2019, Proofrock, Idaho. Die Teenagerin Jennifer "Jade" Daniels, aus dem ersten Teil der Indian Lake Reihe "My Heart Is A Chainsaw", ist mittlerweile zu einer jungen Frau herangewachsen. Rehabilitiert, doch noch immer traumatisiert, kehrt die 22-jährige Halbindianerin, nach einem vierjährigen Gefängnisaufenthalt in Boise, Idaho, in ihre Heimatstadt zurück. Auch Jennifers Freundin Letha Mondragon-Tompkins hatte so einiges durchmachen müssen. Arg gebeutelt vom Unabhängigkeitstagsmassaker und dessen vielseitigen Folgen, hatte sich Letha in den letzten vier Jahren mit dem Verlust des Vaters, ihrer Gesichts- und Kieferrekonstruktion, Physio- und Psychotherapie, Schwangerschaft, Tabletten nehmen und Tabletten absetzen auseinandersetzen müssen. Just zu dieser Zeit packt der Serienmörder Dark Mill South, bei der sogenannten "Wiedervereinigungstour" mit seinen Opfern, die Gelegenheit eines Jahrhundert-Whiteouts beim Schopf und tritt in Proofrock, Idaho die Flucht vor den schwer bewaffneten Beamten an, die ihn begleiten und bewachen sollen. Der 198 cm Hüne, der einen spitzen und enorm scharfen Haken am Stumpf seines rechten Armes trägt, wollte die größte Massenexekution der US-amerikanischen Geschichte von 1862 (auch bekannt als Sioux-Aufstand) rächen, bei der 38 Stammesangehörige der Dakota gehängt wurden. Dark Mill Souths Ziel war es, völlig wahllos 38 Menschen in Wyoming, Montana, North und South Dakota, bis rüber nach Colorado zu Tode zu quälen, um einen Ausgleich für die 38 gehängten Seelen der Dakota zu schaffen, wobei er diese Zahl bis zu seiner Festnahme in Idaho, sehr zu seinem Leidwesen, nicht ganz erreichte. Wie ein Phantom, wie ein unsichtbarer Slasher auf der Flucht vor der Staatsgewalt schlägt, schlitzt, hackt, sticht und schneidet sich der Stammesangehörige der Ojibwe aus Minnesota durch Proofrocks Adoleszenten, um endlich die ausgleichende Anzahl an Opfern von 38 zu erreichen. Hierbei schlägt der flüchtige Serienmörder an den verschiedensten Schauplätzen Proofrocks zu und erhält dabei "Unterstützung" von unerwarteter Seite. In der Sporthalle der Henderson High, im hiesigen Seniorenheim "Pleasant Valley Assisted Living", im abgebrannten Terra Nova, in der Polizeistation, in der Videothek und natürlich auf dem zugefrorenen Massengrab des Indian Lakes, dem Zuhause der Seehexe Stacey Graves. Die wenigen Polizeibeamten Proofrocks restlos überfordert, werden abermals, zumeist junge Bewohner des fiktiven Örtchens, Leidtragende eines Massakers. Also setzen Jennifer Daniels, Deputy Sheriff Banner Tompkins und seine Frau Letha Mondragon-Tompkins alles daran, den ins Rollen geratenen Gewaltexzess, durch Dark Mill Souths Abschlacht-Tour, bei klirrender Kälte, nachhaltig einzudämmen. Die beiden jungen Frauen Jennifer Daniels und Letha Mondragon-Tompkins wissen sich durchaus zur Wehr zu setzen, was  Dark Mill South als bittere Realität anerkennen muss. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, die Leichen und sämtliche ihrer Teile. 

 

"Don't Fear The Reaper" ist ein anspruchsvoller, brutaler und unorthodoxer Slasher, der noch einen ordentlichen Tacken vitaler, authentischer und extremer wirkt, als sein Vorgänger. Die Story entfaltet ihren ganz eigenen Sound, ist mitreißend verfasst, mit makabrem Humor unterfüttert und verdammt blutig. So echt und lebensnah beschrieben, als wäre man dabei. Stephen Graham Jones versetzt sich auf empathische Weise in seine Protagonisten. Er skizziert und seziert jeden einzelnen seiner Charaktere individuell. Während er sie leiden lässt, spürt man als Leser die Kälte, die bedrohliche Stimmung, die akute Gefahr und die Aufregung der Akteure, die in das winterliche Ambiente Idahos eingebunden ist. Die detaillierten, ansprechenden bis bedrohlichen, dabei stets realistisch gehaltenen und enorm ausdrucksstarken Illustrationen von Vincent Chong unterstützen diese Stimmungsbilder meisterhaft. Für mich ist Chong ohnehin einer der besten Künstler der CDG-Reihe. Mit einem zarten Hauch aus Übersinnlichkeit entwickelt "Don't Fear The Reaper" seinen ganz eigenen "cozy" Slasher-Flair, den man jedes Mal aufs Neue erlebt, sobald man das Buch zur Hand nimmt. Wie bereits beim Vorgänger wird die eigentliche Geschichte immer wieder von Berichten über Dark Mill South, die Geschehnisse, die zum Unabhängigkeitstagsmassaker führten, Jades Gerichtsverhandlung, die ältere Geschichte Pleasant Valleys, sowie diverser Abhandlungen und Diskussionen über Slasher umgarnt. "Don't Fear The Reaper" ist ein etwas anderes, vielschichtiges und herausforderndes Lesevergnügen, das mir sofort ans Herz gewachsen ist und für mich persönlich gaaanz großes Kino bedeutet!

 

(Janko für LACK OF LIES)

 

http://stephengrahamjones.com

https://www.facebook.com/StephenGjones224

https://www.instagram.com/stephengrahamjones/

 

Brutalität/Gewalt: 85/100

Spannung: 84/100

Action: 77/100

Unterhaltung: 90/100

Anspruch: 78/100

Atmosphäre: 84/100

Emotion: 72/100

Humor: 15/100

Sex/Obszönität: 06/100

 

https://www.lackoflies.com - Wertung: 86/100

 

https://www.lackoflies.com - Altersempfehlung: ab 20 Jahren (aufgrund expliziter Gewaltdarstellungen und des Verständnisses kausaler Zusammenhänge)

 

Stephen Graham Jones - Don't Fear The Reaper

Buchheim Verlag

Horror-Slasher

Buchreihe: CEMETERY DANCE GERMANY - Band 22

Indian Lasker Trilogie - Band 2

ISBN: Privatdruck ohne ISBN

496 Seiten

hochwertiges Hardcover mit Lesebändchen; Amerikanisches Buchformat 23,5 x 16,5 cm

Originaltitel: Don't Fear the Reaper (2022)

Aus dem Amerikanischen von Christian Jentzsch

Illustrator: Vincent Chong

Limitierung: 999 Stück (handnummeriert)

Erscheinungstermin: 15.12.2023

EUR 44,99 Euro / Vorbestellbar zum Subskriptionspreis von 39,99 € [DE] inkl. MwSt.

 

"Don't Fear The Reaper" beim Buchheim Verlag: https://www.buchheim-verlag.de/stephen-graham-jones-dont-fear-the-reaper.html

 

Leseprobe: https://www.buchheim-verlag.de/media/bss/productattachment/leseprobe-buchheim-stephen-graham-jones-dont-fear-the-reaper.pdf

 

Verlag: https://www.buchheim-verlag.de/

 

English Version:

 

The complex works of the American writer Stephen Graham Jones are consistently sophisticated fare. The author of indigenous descent cultivates an idiosyncratic, sophisticated and overlaid with thoughts writing style. It is a kind of metaphorically underlined language of meaning, whose path already marks the destination and which is not always easy to understand or to grasp in its entirety straight away. Jones dramatizes in such an honest and profound way that the reader is emotionally drawn into a whirlpool of pity, horror and anxiety. Not least for this reason, the second volume of the Indian Lake trilogy "Don't Fear The Reaper", which was published at the end of 2023 in the Cemetery Dance Germany series by Buchheim Verlag and was published in the American original under the same title a year earlier, should definitely not be  read as standalone. In order to fully understand causal relationships, it is essential to first read the first part of the series "My Heart Is A Chainsaw". Stephen Graham Jones' texts are thought through down to the smallest detail and are deeply embedded in the minds of his readers. The 496-page "Don't Fear The Reaper", which of course continues the cinematic slasher and horror theme of the first part, has become a multi-faceted and multi-layered horror opus, whose train of thoughts, embedded in metaphors, colors the approaching disaster deep black and continually encourage the reader to read carefully.

 

December 12th, 2019, Proofrock, Idaho. The teenager Jennifer "Jade" Daniels, from the first part of the Indian Lake series "My Heart Is A Chainsaw", has now grown into a young woman. Rehabilitated but still traumatized, the 22-year-old half-Indian returns to her hometown after a four-year prison stay in Boise, Idaho. Jennifer's friend Letha Mondragon-Tompkins also had to go through a lot. Severely harassed by the Independence Day massacre and its versatile consequences, Letha had to deal with the loss of her father, her facial and jaw reconstruction, physical and psychotherapy, pregnancy, taking and stopping pills over the last four years. Just at this time, the serial killer Dark Mill South, on the so-called "reunification tour" with his victims, seizes the opportunity of a once-in-a-century whiteout and flees from the heavily armed officers who are supposed to accompany and guard him in Proofrock, Idaho . The 198 cm giant, who wears a pointed and extremely sharp hook on the stump of his right arm, wanted to avenge the largest mass execution in US history in 1862 (also known as the Sioux Uprising), in which 38 Dakota tribesmen were hanged. Dark Mill South's goal was to indiscriminately torture 38 people to death in Wyoming, Montana, North and South Dakota, all the way across to Colorado, to balance for the 38 hanged souls of the Dakota, bringing that number up until his own Arrest in Idaho, much to his chagrin, didn't quite happen. Like a phantom, like an invisible slasher on the run from state power, the Ojibwe tribesman from Minnesota punches, slashes, hacks, stabs and cuts his way through Proofrock's adolescents in order to finally reach the equal number of victims of 38. The fugitive serial killer strikes at a variety of locations in Proofrock and receives "support" from unexpected quarters. In the sports hall of Henderson High, in the local retirement home "Pleasant Valley Assisted Living", in the burnt down Terra Nova, in the police station, in the video store and of course on the frozen mass grave of Indian Lake, the home of the sea witch Stacey Graves. The few police officers in Proofrock are completely overwhelmed and mostly young residents of the fictional town are once again the victims of a massacre, . So Jennifer Daniels, Deputy Sheriff Banner Tompkins and his wife Letha Mondragon-Tompkins do everything they can to sustainably contain the excessive violence that has begun to roll through Dark Mill South's slaughter tour in the bitter cold. The two young women Jennifer Daniels and Letha Mondragon-Tompkins certainly know how to defend themselves, which Dark Mill South has to recognize as a bitter reality. But suddenly events, the corpses and all their parts start to rollover.

 

"Don't Fear The Reaper" is a demanding, brutal and unorthodox slasher that seems a lot more vital, authentic and extreme than its predecessor. The story develops its very own sound, is written in a captivating way, is filled with macabre humor and is damned bloody. Described so realistically and true to life, it's as if you were there. Stephen Graham Jones empathically empathizes with his protagonists. He sketches and dissects each of his characters individually. While he makes them suffer, the reader feels the cold, the threatening atmosphere, the acute danger and the excitement of the actors, which is integrated into the wintry ambience of Idaho. The detailed, appealing to threatening, yet always realistic and extremely expressive illustrations by Vincent Chong support these atmospheric images masterfully. For me, Chong is one of the best artists in the CDG series anyway. With a delicate touch of supernaturalism, "Don't Fear The Reaper" develops its very own "cozy" slasher flair that you experience anew every time you pick up the book. As with its predecessor, the actual story is repeatedly ensnared by reports about Dark Mill South, the events that led to the Independence Day Massacre, Jade's trial, the older history of Pleasant Valley, as well as various treatises and discussions about slashers. "Don't Fear The Reaper" is a slightly different, multi-layered and challenging reading experience that immediately grew on me and means huge cinema for me personally!


(Janko for LACK OF LIES)

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