Stephen Greenblatt Will in der Welt

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Inhaltsangabe zu „Will in der Welt“ von Stephen Greenblatt

Eine brillante Lebensbeschreibung des berühmtesten Dichters der abendländischen Literatur aus der Feder eines der besten Shakespeare-Kenner der Gegenwart: Mit enormer Geschichtskenntnis und bemerkenswertem Scharfsinn entwirft Stephen Greenblatt ein überzeugendes Bild des großen Shakespeare in seiner Zeit.

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  • Rezension zu "Will in der Welt" von Stephen Greenblatt

    Will in der Welt

    Kaivai

    09. October 2007 um 18:37

    "Will in der Welt" heißt dies Buch. Es könnte auch heißen:" Will in der Welt als Wille und Vorstellung". Die Vorstellungen die William Shakespeares Stücke dieser Welt beschert haben, erreicht kein Mensch, der je fürs Theater geschrieben hat und wird auch keiner je erreichen. "Will in the world" heißt dies Buch in Englisch. "Wille in der Welt" und genau dies ist es was Shakespeares Kunst der Welt gegeben hat. Daß der Mensch einen Willen hat und daß allein schon im Wollen eines Menschen Würde versteckt ist, war vor Wills Werk ein Unding. Herrschend war die Moral. Shakespeare hat die Moral aus allen Ecken und Winkeln beleuchtet und ihr seinen Willen und seine Vorstellungen vorgestellt und erst seitdem zählt der Mensch in der Kunst mehr als die Moral. Der Mensch, der auch dann seine Würde behält, wenn sein Wille moralisch nicht mehr faßbar ist. Das hat auch etwas mit Shakespeares Versagen zu tun. Er zog nach London und ließ seine Familie in Stratford zurück. Mit 11 starb sein Sohn Hamnet. Ein Sohn, der seinen Vater nur selten gesehen hat. Nach Hamnets Tod schrieb Shakespeare "Hamlet" und in diesem Stück entwickelt er genau das was auch seine folgenden Stücke prägt. Der Held ist in seinem Willen nicht mehr faßbar. Es existiert keine leitende Moral, nur noch Wille und Vorstellung und das Individuum, das beides in sich trägt. Für uns ist das nichts neues. Aber in der Zeit in der Shakespeare lebte, von 1564 bis 1616, war es umwerfend. Umwerfend ist auch diese Biographie. Stephen Greenblatt stürzt sich in die Lebensgeschichte eines Menschen, der außer seinem Werk nur begrenzt historische Spuren hinterlassen hat. Der Autor zeigt aber, daß sich auch so genug beschreiben läßt und ein sattes Buch dabei herauskommt. Er zeigt vor allem, daß Will in einer Welt lebte, in der Hinrichtungen in ihrer grausamsten Art öffentlich und alltäglich waren, in der sein König Jakob I., der Sohn Maria Stuarts, mit schauderndem Vergnügen an Hexenfolterungen teilnahm, also in einer Welt die roh und brutal war, nicht nur, aber vor allem. Er zeigt, daß Will trotz all der Gewalt, sein Leben vernünftig führt. Vernunft heißt hier: das Wilde, das ihn vielgestaltig umgibt und das ein Ausdruck ist für die Unfähigkeit seiner Mitmenschen ihre Gefühle zu reflektieren, wird bei ihm zu Will.de und er wird zum Meister der reflektierten Gefühle und zum Menschen mit Bewußtsein, zum Dompteur im rasenden Gefühlsgehege. Vernünftig war sein Leben durch und durch. Am Ende wollte Shakespeare: "nur das, was er auf die gewöhnlichste und natürlichste Weise haben konnte: die Freude, nahe bei seiner Tochter, ihrem Mann und ihrem Kind zu leben. Ihm war klar, daß diese Freude eine seltsame, leicht melancholische Dimension hatte, daß sie eng mit Entsagung verflochten war - das ist ein Kernthema seiner letzten Stücke, Perikles, Das Wintermärchen und Der Sturm. Die Seltsamkeit dieser Freude aber verbirgt sich in den Grenzen des Alltags. Und der Alltag ist der Ort an dem er seine Tage beschließen wollte".

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