Stephen Hawking Das Universum in der Nußschale

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Inhaltsangabe zu „Das Universum in der Nußschale“ von Stephen Hawking

Trotz des populärwissenschaftlichen Ansatzes bleibt mir doch einiges aus der höheren Welt der Physik unverständlich - aber: interessant!

— parden

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  • Leben wir auf einer Bran?

    Das Universum in der Nußschale

    parden

    LEBEN WIR AUF EINER BRAN? Wie, die Frage ist unverständlich? Branen können sehr weit ausgedehnt und groß sein. Manche Branen könnten sogar so groß sein wie unsere Welt, so vermuten manche Wissenschaftler. Wie kommt es also, dass man sich das nicht vorstellen kann? Und nein, anschaulich können das (bislang) nicht nur Laien nicht, sondern auch die Wissenschaftler selbst. Verständlicher scheint es auch nicht zu werden, wenn die Vermutung hinzukommt, dass Strings die Branen untereinander verbinden. Oh Gott, ich könnte in eine Nussschale eingesperrt sein und mich für einen König von unermesslichem Gebiete halten, wenn nur meine bösen Träume nicht wären. Dieses Zitat von Shakespeare setzt Stephen Hawking seinem Buch voraus. Um sich dann in seinem zweiten populärwissenschaftlichen Werk den physikalischen Grundlagen zum Verständnis der Welt zu widmen. Wie kam es, dass in einer bestimmten Phase der kosmischen Entwicklung Milliarden Sterne »angingen«, wie tickt das Uhrwerk, das sie dazu veranlaßte? Warum glüht der Himmel nicht, obwohl doch das ganze Universum glüht - oder stimmt das gar nicht? Warum bewegt sich das Universum von uns fort? Warum haben Raum und Zeit einen Anfang und sind nicht ewig? Warum ist die Welt nicht fest umrissen und endgültig? Warum sind wir eigentlich hier und nicht woanders? Gibt es im All andere Wesen, und wenn ja, wer sind sie, und wo sind sie? Die Suche nach der Formel, die das Universum erklärt, nach der »Theorie für alles« ist der heilige Gral der Physik. Die brillantesten Köpfe der Kosmologie befassen sich mit dieser Frage. Zu ihnen gehört unzweifelhaft Stephen Hawking. Er behandelt verschiedene Vorschläge dafür wie zum Beispiel die String-Theorie und Super-Gravitation. Er zeigt, dass nicht jeder Raum, sondern auch jede Zeit eine Form annimmt. Er pokert mit Newton und Einstein, befasst sich mit der Frage, ob Zeitreisen möglich sind, sowie mit anderen kühnen Spekulationen und bietet einen einzigartigen Einblick in die Welt der modernen Astrophysik und Kosmologie. So weit der Klappentext zum Buch - doch all diese komplexen Sachverhalte als Hörbuch?! Nun, ich fand, es sei einen Versuch wert. Gleich zu Beginn fiel mir angenehm auf, dass es sich hier gleich um drei Sprecher handelte, die sich abschnittsweise abwechselten, so dass es mir als Hörer dadurch leichter fiel, den Überblick zu behalten. Dazu gab es nach eher langsam vorgetragenen Sätzen jeweils eine kurze Einspielung von Musik, wodurch sich das Gesagte setzen konnte. Ein angenehmer Vortrag in kleineren Dosen, also wohldurchdacht. Sehr hilfreich war auch, dass am Ende eines Themenkomplexes dieser noch einmal in den wesentlichen Punkten kurz zusammengefasst wurde. Dennoch will ich hier nicht so tun, als hätte ich das Hörbuch wie sonst üblich einfach so runtergespult und dann als im Kern verstanden verinnerlicht. Tatsächlich habe ich sämtliche Abschnitte mehrfacht gehört, war spätestens nach zwanzig Minuten nicht mehr aufnahmefähig und musste mir wie in einer Vorlesung Notizen machen, um die wesentlichsten Punkte zu behalten. Lohnt sich das also? Nun, für mich persönlich kann ich sagen: ja. Stephen Hawking hat wirklich ein Talent, höchst komplexe Sachverhalte so darzulegen, dass ein interessierter Laie zumindest einen Einblick in die Materie erhält und die Zusammenhänge zu begreifen beginnt. Relativitätstheorie und Quantentheorie sind nun keine kompletten böhmischen Dörfer mehr für mich, ich weiß jetzt um Schrödingers Katze und das Großvaterparadoxon, habe eine Ahnung von der Unwahrscheinlichkeit von Zeitreisen und habe von der String-Theorie und der M-Theorie zumindest einmal etwas gehört. Die Weltformel gibt es noch nicht, aber niemand scheint dichter dran zu sein als eben dieser Stephen Hawking. Der Herrgott würfelt nicht! (Albert Einstein) Dabei stehe ich dazu, auch nach mehrfachem Hören nicht alles verstanden zu haben. Aber auch wenn Wissenschaftler sicher mehr verstehen als ich - alles begreifen auch sie nicht. Und das wird wohl noch für absehbare Zeit so bleiben. Ich staune einfach bei dem Gedanken daran, dass ein Blick in den Sternenhimmel immer ein Blick in die Vergangenheit ist, weil das Licht, das wir sehen, bereits vor sehr langer Zeit geleuchtet hat. Und als jemand, der die Wörter liebt, erschauere ich bei der Darlegung, dass schwarze Löcher mit Worten nicht zu beschreiben oder gar zu erklären sind, dass dies nur die Mathematik vermag. Und verneige mich vor der Vorstellungskraft mancher Menschen, die bei der Stringtheorie neben den bekannten drei Raumdimensionen und der Zeitdimension von sechs weiteren, nicht näher benannten Dimensionen ausgehen - nicht wahrnehmbar, weil sie aufgerollt seien. Über diese Vorstellungskraft verfüge ich jedenfalls nicht, auch nicht nach diesem überaus interessanten Hörbuch. Für mich ein hochspannender, wenn auch anstrengender und konzentrationsfordernder Hörgenuss, der einen guten Einblick in jenen Bereich der Physik bietet, der versucht, Erklärungsmodelle für die Welt zu finden. Großes Interesse hätte ich allerdings daran, jetzt auch das Buch dazu kennenzulernen, denn beim Hörbuch fehlen zumindest die zahlreichen Illustrationen, die die Lektüre noch um einiges anschaulicher machen. Ich werde wohl danach Ausschau halten! © Parden

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