Stephen Hawking , Markus Pössel Das Universum in der Nussschale

(22)

Lovelybooks Bewertung

  • 31 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 0 Rezensionen
(9)
(11)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Universum in der Nussschale“ von Stephen Hawking

Jeder 750. Erdenbürger, so die Statistik, kaufte sich Eine kurze Geschichte der Zeit, den legendären Bestseller von Stephen Hawking. Mehr als zehn Jahre hat der Autor den Bitten standgehalten, ein weiteres populärwissenschaftliches Buch zu schreiben, in dem er den neuesten Stand der Forschung auch dem Laien verständlich macht. Jetzt ist es da, und anders als sein Vorgänger erscheint es gleich in einer großformatigen illustrierten Ausgabe, was sowohl Verständnis als auch Lesevergnügen fördert.
Das Universum in der Nußschale ist kein Nachfolgewerk, kein zweiter Teil, und es orientiert sich nicht einmal am logischen Aufbau des erfolgreichen Erstlingswerks. Hawking beginnt in den ersten beiden Kapiteln mit den Grundlagen, und in seiner Forschungsdisziplin heißt das: Relativitätstheorie und Quantentheorie. Die folgenden vier Kapitel bauen nicht logisch aufeinander auf, sondern behandeln jeweils eigene Aspekte: Wie haben wir uns unser Universum in Größe, Ausdehnung und Geschichte vorzustellen? (Danach werden Sie auch die gern zitierte Quintessenz verstehen, dass die Geschichte unseres Universums einer kleinen, abgeflachten runden Nuss entspricht). Sind Zeitreisen möglich? Wird unser Leben in der Zukunft so aussehen wie in einer Star-Trek-Folge? Und das (zugegeben sehr anspruchsvolle) Schlusskapitel: Was ist eine "Branwelt"?
Bei aller Fundiertheit und Glaubwürdigkeit schafft es Hawking, einen eigenen Stil zu bewahren. Und einen ganz eigenen Witz. Da plaudert er von seinem Poker-Spiel mit Newton, Einstein und Data an Bord der Enterprise (belegt mit einem Foto!). Oder er erlaubt sich als abschließenden Satz zum Thema "Sind Zeitreisen physikalisch möglich?" einen Hinweis auf gängige Verschwörungstheorien: "Womöglich fragen Sie sich, ob dieses Kapitel nicht zum großen staatlichen Vertuschungsmanöver in Sachen Zeitreisen gehört. Vielleicht haben Sie recht."
Neben dem sprachlichen Stil lebt das Buch von der opulenten Illustrierung, die von einfachen Diagrammen bis zur gewagten freien Interpretation des Textes reicht: Mir persönlich helfen kleine grüne Männchen am Seitenrand nicht beim Verständnis, aber lustig sind sie doch. Zur soliden Aufmachung gehört ein Anhang mit einem umfangreichen Glossar (von "Absoluter Nullpunkt" über "Spins" und "Strings" bis zur "Zeitschleife"), Empfehlungen zum Weiterlesen und einem Register.
Was das nun alles mit einer Nuss-Schale zu tun hat? Vielleicht ist das auch ein Hinweis darauf, dass sich das Verständnis dieses Buches nicht ganz ohne ein wenig Arbeit erschließt. Aber es lohnt sich. Benutzen Sie Ihren Geist als Nussknacker! --Heike Reher

Hier wird Physik greifbar und verständlich!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Weltformel im Reader's Digest -Format

    Stephen Hawkings kurze Geschichte der Zeit

    BrittaRoeder

    Die Erforschung der Zeit und des Ursprungs aller Dinge fasziniert die Menschen von je her wie kaum ein anderes naturwissenschaftliches Thema. Alleine deshalb schon ist Hawkings 'Kurze Geschichte der Zeit' ein interessanter Titel, denn er bewegt sich inhaltlich genau dorthin, wo die Grenzen zwischen Naturwissenschaft und Philosophie fließend werden. Sein Anliegen, so erklärt Hawkings im Vorwort, sei es gewesen, einem breiten Publikum "die Faszinaton und das Staunen' zu vermitteln", das er selbst empfindet. So verzichtet er bewusst auf eine allzu wissenschaftliche Terminologie. In diesem Sachbuch soll nun der 'Normalo', dem Begriffe der Astrophysik bisher nur in Sitcoms wie ‚Big Bang Theory‘ oder in Science Fiction-Verfilmungen untergekommen sind, einen relativ allgemeinverständlich formulierten Überblick über einige der wichtigsten Theorien erhalten. Jedoch ist ‚Eine kurze Geschichte der Zeit‘ kein reines Sachbuch, sondern vielmehr eine zwanglos anmutende Sammlung unterschiedlichster Beiträge. Neben Hawkings kommen auch Familienmitglieder, Kollegen, Freunde und Weggefährten zu Wort. Biographische Notizen, persönliche Anekdoten, teilweise auch sehr persönliche Statements sind mit wissenschaftlichen Kurzbeiträgen gemischt worden. Das Buch beginnt mit der Kindheit Hawkings und seinem wissenschaftlichen Werdegang. Seine schwere ALS-Erkrankung wird dabei weder zur biographischen Randnotiz herabgewürdigt noch allzu dramatisch inszeniert. Doch dieses Mischen von privaten und wissenschaftlichen Informationen, mit dem die Herausgeber ohne Frage die vermeintliche Schwere des Grundthemas auflockern wollten, bekommt dem Werk nicht gut. Es entsteht dabei stellenweise der Effekt, dass man den Eindruck gewinnt, weder eine tiefgründige wissenschaftliche Darstellung noch eine seriöse Biographie zu lesen. Trotz dieser Schwäche vermittelt das Buch jedoch eine angemessene Ahnung, ein Grundverständnis, für die Bedeutung der Forschung, die Hawkings und seine Kollegen betreiben und für die philosophische Dimension, die hinter ihren Ergebnissen steckt.   Wird Hawkings nun seinem eigenen Anspruch eine gut allgemeinverständliche Darstellung zu geben gerecht? Eindeutig Jein. Natürlich kann ein einzelnes populärwissenschaftliches Sachbüchlein niemals der Komplexität eines solchen Themas gerecht werden. Insgesamt kratzen alle Beiträge nur an der Oberfläche, dessen was wirklich zu sagen wäre. Doch wie will man anders vorgehen, bei einem Thema, dem sonst kaum jemand folgen könnte? Mir als Normalo kam bei der Lektüre sowieso immer mehr der Verdacht, dass der vage Charakter, mit dem hier manche Betrachtung abgeschlossen wird, auch nicht konkreter wäre, wenn man sie mir wissenschaftlich präziser ausformuliert und vorgerechnet hätte. Vieles an der Astro-Physik scheint extrem spekulativ zu sein. Wäre der Autor dieses Buches nicht Stephen Hawkings, der wie ein Popstar gefeierte Physiker, so würde sich dieses Sachbuch auch garantiert nicht so gut verkaufen. Aber zum Glück gibt es Ikonen wie ihn, die alleine durch ihre Präsenz den Menschen ein Thema vorhalten, das eindeutig größer ist als sie selbst.

    Mehr
    • 5
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks