Stephen Hunter

 4.3 Sterne bei 44 Bewertungen
Autor von Shooter, Nachtsicht und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Dirty White Boys

 (3)
Neu erschienen am 27.09.2018 als Taschenbuch bei Festa Verlag.

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Shooter

Shooter

 (10)
Erschienen am 01.05.2014
Der 47. Samurai

Der 47. Samurai

 (5)
Erschienen am 16.03.2017
Dirty White Boys

Dirty White Boys

 (3)
Erschienen am 27.09.2018
Die Gejagten.

Die Gejagten.

 (2)
Erschienen am 01.01.2000
Nachtsicht

Nachtsicht

 (9)
Erschienen am 08.12.2014
Einsame Jäger

Einsame Jäger

 (7)
Erschienen am 20.04.2016

Neue Rezensionen zu Stephen Hunter

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Rezension zu "Dirty White Boys" von Stephen Hunter

Dirty White Boys – Katz- und Mausspiel
ThrillingBooksvor 2 Monaten

Autor: Stephen Hunter | Titel: Dirty White Boys
Verlag: Festa | Seiten: 592
Preis: eBook 4,99 € | print 14,99 €

Klappentext
Drei bis an die Zähne bewaffnete Sträflinge bahnen sich ihren Weg in eine Welt, die auf etwas Derartiges nicht vorbereitet ist.

Lamar ist eine böse, tödliche Bestie … Odell ist sein schwachsinniger Cousin, ein Riese ohne jegliche Gefühle … Und Richard ist ein elendiger Feigling … 
Die drei ziehen eine Schneise des Terrors durch Amerika. Bis sich Sergeant Pewtie an ihre Fersen heftet. 
Pewtie wurde vor Jahren von Lamar fast getötet. Nun treffen die beiden erneut aufeinander. Aber dieses Mal wird nur einer überleben …

Für viele ist Stephen Hunter der beste lebende Thriller-Autor.

Stephen King: »Ich liebe die Romane von Stephen Hunter.«

Literary Guild: »Brillant, ergreifend und sehr brutal.«

Michael Drewniok, Krimi-Couch.de: »Ein Hochgeschwindigkeits-Pageturner, ein höllisch spannender, famos geschriebener Reißer ohne Kompromisse, ein Tiefschlag für den feinsinnigen (oder dünnblütigen) Leser, ein Stromstoß für den deutschen Krimifreund.«

Inhalt
Lamar, Odell und Richard sind ein Trio im Knast, wie es seltsamer nicht sein könnte. Lamar ist der absolute Anführer, gerissen und stahlharte Muskeln. Odell ist ein Riesenbaby, er kann nicht richtig sprechen, ist aber extrem stark und wird von Lamar „gesteuert“. Richard ist einfach nur ein Mitläufer, der Lamar als Vaterfigur sieht. Diese Drei wagen eine halsbrecherische Flucht aus dem Knast und versuchen den Cops zu entkommen…

Cover
Das Cover lässt auf einen schnellen, spannenden Roman auf der Straße schließen. Die Handschelle und das Auto passen zur Story und sehen schon schick aus. Mir gefällt es gut, vor allem da es nur stilisiert ist.

Bewertung
Stephen Hunter hat den Roman „Dirty White Boys“  1994 geschrieben, er wurde bereits einmal unter dem Titel „Die Gejagten“  im Jahr 2000 von Blanvalet veröffentlicht. 
Von Festa kam dieses Jahr eine Neu-Veröffentlichung unter dem Originaltitel „Dirty White Boys“ in den Handel. Mich hat an dem Buch bereits der Klappentext gereizt, der auf einen atemlosen Roman schließen lässt in dem es auch schon mal richtig zu Sache gehen kann wenn die Flüchtigen auf die Cops treffen.

Der Roman beginnt mit der Flucht des Trios und den ersten Toten. Soweit, sogut, der Ausbruch ist mehr oder weniger Standard. Ich hätte nach dem Ausbruch wesentlich mehr Action und „Speed“ in der Story erwartet, und nicht eine Geschichte, die in großen Teilen vor sich hinplätschert und zu einem großen Teil über die Psyche und das Seelenleben der Protagonisten erzählt. Hunter entwickelt hier klasse Figuren, die man allesamt im Buch sehr gut kennen lernt, und ebenso genau verstehen kann warum sie wie handeln. Die Story um Bud Pewtie und Holly nimmt für mich zum Beispiel einen viel zu großen Raum im ganzen Buch ein. Durch den Klappentext wo zum Beispiel von „einer Schneise des Terrors“ gesprochen wird, wird bei mir eine bestimmte Erwartungshaltung ausgelöst, die Hunter nicht erfüllen kann. Für mich ist der Roman solide, in den Actionszenen auch echt klasse zu lesen, aber er hat einfach zu viele Längen als das man ihn in einem Rutsch durchlesen kann.

In den Szenen zwischen Lamar und Bud zeigt Hunter sein Können, und wie die Story hätte sein können. Die Shoot-Outs sind klasse beschrieben, man kann sich richtig gut vorstellen was dort abgeht, wie sich die Figuren verhalten, und niemals übertrieben brutal oder „over the top“ sind die Begegnungen zwischen den beiden.

Im Großen und Ganzen ist der Roman gut, wenn man mit den sehr ausgedehnten Längen in denen quasi „nichts passiert“ kein Problem hat, aber man hätte den Roman auch stauchen können um einen besseren Lesefluss zu erzeugen.  Lesen sollten ihn alle, die gerne durchdachte Figuren mit gelegentlichen Gewaltspitzen in den Szenen möchten.

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A

Rezension zu "Dirty White Boys" von Stephen Hunter

Sehr zu empfehlen...
Alex_Duerkvor 2 Monaten

Meine Meinung

Wir bekommen gleich zu Beginn eine ganze Bandbreite an Charakteren vorgestellt, darunter natürlich Lamar, Odell und Richard. Aber auch scheinbare Nebencharaktere nehmen hier einen großen Stellenwert ein und das merkt man, der Autor hat ihnen genauso viel Zeit gewidmet wie den Hauptcharakteren. Der Autor hat bei jeder einzelnen Person sehr viel Zeit und Herzblut investiert und die Ausarbeitung ist ihm somit sehr gut gelungen. Lamar als schonungsloser, mörderischer Verbrecher wurde auch genauso dargestellt. Sein Cousin Odell ist ein Riese, etwas zurückgeblieben und absolut auf Lamar angewiesen. Man sollte ihn jedoch nicht unterschätzen, er hat eine unglaubliche Kraft und keinerlei Mitgefühl für seine Opfer. Und zu guter Letzt – Richard. Ihr werdet schon noch rausfinden wie dieser absolute Feigling in die Gruppe hinein passt. Zugegebener maßen war er mein „Lieblingsverbrecher“, warum genau kann ich euch jetzt leider nicht sagen. Vielleicht weil er so unschuldig war – oder wohl eher unschuldig scheint.
Gehen wir rüber zu den „guten“ Charakteren, den Cops. Hier geht es hauptsächlich um Sergeant Bud Pewtie. Ein Mann den ich leider nicht sympathisch fand, was wahrscheinlich mehr an seiner privater Lebensweise liegt, hier verrate ich mal nicht Zuviel, nur soviel: Er ist kein Unschuldslamm. Wie oben schon erwähnt hat der Autor auch bei den ganzen Nebencharakteren (und davon gibt es viele auch wenn nicht viele überleben…) sehr viel Mühe gegeben, was ich sehr gut finde.

Nun zu der Geschichte selbst. Es startet sehr früh mit einer guten Prise Action und zieht sich auch genauso durch. Die Storyline ist gut durchdacht, zwischendurch gibt es immer mal wieder eine Überraschung die einen gut bei Laune hält. Die Charaktere hätte ich nicht besser gestalten können und durch den lockeren Schreibstil liest sich die Geschichte gerade so weg. Ich hatte oft Mitgefühl, nicht nur für die Opfer der dreiköpfigen Mordsbande.

Zu guter Letzt, lasst uns über das Ende sprechen. Oh Gott das Ende, meine lieben Freunde. Das ganze Buch über war die Action vorhanden wie eine gute Welle – mal bäumte sie sich auf, flachte danach aber wieder ab um einem die Luft zum durchatmen zu geben. Doch das Ende war eine riesige Monsterwelle! Mit einem super Cliffhänger (nein, es waren mehrere Cliffhänger) die aber alle recht fix aufgeklärt werden, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Jedoch muss ich auch sagen das die letzten Seiten, wenn ich so darüber nachdenke, sehr „schnell“ geschrieben wirken. Mich hätte das Schicksal des ein oder anderen Protagonisten im Detail sehr interessiert – wen genau ich meine Verrate ich nun nicht, Spoiler und so. Aber lest es ruhig selbst, vielleicht wisst ihr dann was ich meine. Aber nichts desto trotz war das Ende grandios und hat mich nicht enttäuscht.

Die Charaktere und auch die Umgebung sind wunderbar beschrieben, nicht zu langweilig und so lebendig, dass ich ein richtiges Kopfkino hatte.
Die Kapitel wechseln zwischen den Szenarien der Verbrecher und denen der Cops, was dem Leser eine schöne Abwechselung bietet, aber auch innerhalb der Kapitel kann es zum Wechsel zwischen „Gut“ und „Böse“ kommen. Das kann unter Umständen verwirren, aber ich finde man erkennt es recht schnell.
Es gibt auch Absätze, in denen wir in die Gedankenwelt der Protagonisten und Antagonisten eintauchen, beispielsweise in die von Odell, Richard oder unserem Sergeant Bud. Auch der Charakterfokus wechselt innerhalb der Kapitel, mal spüren wir die Angst von Richard, mal die Wut von Lamar, die Angespanntheit von Sergeant Bud Pewtie oder die von Lieutenant C.D. Henderson. Gerade bei den Dirty White Boys bekommt man hier den Vergleich der Extremen. Das macht die Charaktere noch viel Authentischer und der Leser hat es leichter, sich in sie einzufühlen.
Auch machen alle Charaktere eine gewisse Wandlung durch und entwickeln sich weiter, die einen zum guten, die anderen zum schlechten (kommt auch drauf an wem man die Sympathie zuschreibt – den Cops oder den Verbrechern?) Und gerade wenn ich dachte Protagonist A oder B könnten mich nicht mehr überraschen, dann taten sie es doch. Wirklich ein guter Aufbau der Charaktere, sehr passend zur Story und ungemein „speziell“ – auf eine gute Weise.

Fazit

Ein Buch das man guten Gewissens in die Action Reihe des Festa Verlags einordnen kann. Ein flüssiger Schreibstil, gute, authentische Charaktere und eine Geschichte zum mitfiebern haben dieses Buch zu einem sehr guten Buch gemacht! Keine Null-Acht-Fünfzehn Charaktere, alle haben ihre Überraschungen genau wie die Geschichte. Gut plazierte Cliffhänger halten die Spannung an den richtigen Stellen, aber auch die etwas leichteren Passagen im Buch waren gut platziert und auf keinen Fall langweilig. Einzig und allein das Ende hat mich im Hinblick auf die Charaktere etwas enttäuscht zurück gelassen. Bei dem ein oder anderen hätte ich mir ein intensiveren Einblick in sein Leben gewünscht, wie es nun weiter geht. Dennoch finde ich das Buch alles in allem grandios und diese Kleinigkeit am Ende stößt vielleicht auch nur mir so auf. Wenn ihr auf ein gutes Actionbuch mit knallharten Jungs auf beiden Seiten steht, empfehle ich Dirty White Boys bedingungslos!

* Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmal bei dem Festa Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, es zu lesen und zu rezensieren!


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glencoe1692s avatar

Rezension zu "Der 47. Samurai" von Stephen Hunter

Kein typischer Swagger, aber dennoch lesenwert
glencoe1692vor 2 Jahren

Nach einer gefühlten Ewigkeit (knapp ein Jahr) kam endlich wieder eine Übersetzung aus der Swagger-Reihe auf den deutschen Markt. Der deutschsprachige Leser wird ja nur sehr spärlich mit Übersetzungen von Stephen Hunter bedacht.
Logisch, dass ich mich als Fan der Bob-Lee-Swagger-Reihe sofort darauf gestürzt habe.
Gleich vorab, ich war nicht enttäuscht, habe aber nicht das vorgefunden, was ich aus von den Vorgängern kannte und daher hier auch erwartet hatte.
Swagger wird von der Vergangenheit seines Vaters eingeholt. Er meint, ein Vermächtnis erfüllen zu müssen, indem er ein vom Vater als "Kriegssouvenir" von Iwojima mitgebrachtes Samuraischwert aufspüren und dem Sohn des ursprünglichen Besitzers zurück geben muß. Nicht wissend, dass es sich nicht nur um ein profanes Stück Kriegsbeute handelt. Das wird ihm erst viel später bewußt, als die Familie des neuen Besitzers kurz nach Überbabe (fast) völlig ausgelöscht wird. Alle Zeichen deuten auf die Yakuza, nur die japanischen Behörden wollen das nicht wissen.
Swagger wurde nach einem Rückfall in seine Vergangenheit als Säufer des Landes  verwiesen, was ihn aber nicht hinderte, sich intensiv auf seine Rückkehr ins Land der aufgehenden Sonne vorzubereiten.
Wie? Ganz einfach, er schottet sich von Familie und Umwelt ab, ernährt sich nur noch von japanischem Fastfood, schaut sich sämtliche verfügbaren Samuraifilme an und liest alles, was zum Thema Samurai und Yakuza im Amiland aufzutreiben ist.
Mit falschen Papieren reist die "persona non grata" Swagger wieder nach Japan, nimmt Verbindung mit einem Experten auf und läßt sich innerhalb von 3 Tagen (!) zu einem nahezu perfekten Schwertkämpfer ausbilden, der dann den Kampf mit den japanischen Größen dieser Kunst aufnehmen und in der Yakuza mal richtig aufräumen wird. Danke Mr. Hunter, haarsträubender geht's kaum noch.
Etliche Kapitel sind nun für den unbedarften Leser, der über japanische Traditionen nicht viel mehr weiß, als er in  8 Bänden "Tokio Killer" von Barry Eisler erfahren hatte, völlig überladen mit Begriffen aus der Welt der Schwertschmiedemeister, aus Traditionen der Samurai und japanischer Geschichte des Mittelalters.

Entsteht hier zunächst noch der Eindruck, Hunter hätte mit unendlicher Akribi recherchiert, dann wird mit dieser Annahme aber spätestens in seiner Danksagung aufgeräumt.  Laut derer hat er es nicht viel anders gemacht als Swagger in seinem Buch: er hat sich alle verfügbaren Filme angesehen, sich eine Stunde medizinisch über die Auswirkungen von Schwertstreichen auf den menschlichen Körper beraten lassen und 14 Tage in Japan aufgehalten, um einige Örtlichkeiten kennen zu lernen.
Für den Leser, der nichts davon besser kennt, war das Ergebnis soweit okay, wenn manchmal auch haarsträubend.
Aber da man ja keine tiefgreifenden Kenntnisse hat, war das okay. Die  Mythen Yakuza und Samurai haben neue Nahrung erhalten, die schon lange vermuteten japanischen Parallelwelten wurden bestätigt. Was davon tatsächlich stimmt, bleibt weiter im Verborgenen.
Der Schreibstil ist so, wie man ihn von Hunter kennt. Auch an den Übersetzungen gibt es nichts  zu deuteln.
Kleinere Abweichungen in Geschichte und Örtlichkeiten von Schilderungen in früheren Romanen fallen nur deshalb auf, weil Hunter sie in seiner Danksagung selbst einräumt. Für den Leser sind die  Abstände zwischen den Büchern zu groß, als dass er sich diese Feinheiten gemerkt hätte.
Fazit: Wer hier einen typischen "Gunny Swagger" erwartet, wird ggf. enttäuscht. Wer sich bereits intensiv mit Ehre und Tradition der Samurai befaßt hat, wohl ebenfalls.
Ansonsten ist es ein typischer "Hunter", lesenwert, aber kein Highlight. An die ersten 3 in Deutsch verlegten Bände kommt er nicht heran.

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