Stephen J. Matlock

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Cover des Buches Stars in the Texas Sky (ISBN:9781477458785)

Stars in the Texas Sky

 (1)
Erschienen am 25.07.2012

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Rezension zu "Stars in the Texas Sky" von Stephen J. Matlock

Zwei Jungen, zwei Hautfarben, eine Freundschaft
Schlehenfeevor einem Jahr

Im ländlichen Texas der frühen 1950er Jahre hat alles seine Ordnung: brave Hausfrauen, hart arbeitende Männer, wohlerzogene Kinder und strikte Rassentrennung. Man scheut die Veränderung. Sollten Schwarze sich über ihren gewohnten Rang erheben, wird ihnen sofort ihr Platz in der Gesellschaft gezeigt. In dieser Gesellschaft ist der 13jährige Henry Valentine aufgewachsen. Als Schülerlotse sorgt er ebenfalls schon für Recht und Ordnung in seinem Heimatort Windmill. Eines Tages fordert ihn ein schwarzer Junge beim Baseball heraus, es endet in einer Prügelei. Doch irgendwie muss Henry fortwährend daran denken, dass Benjamin trotz seines Baseball-Talents niemals eine Chance bekommen wird, seinen vorgezeichneten Platz in der texanischen Gesellschaft zu verlassen. Henry und Benjamin treffen immer öfter aufeinander, aus der anfänglichen Fehde wird Freundschaft. Nicht nur über Baseball können sie bei ihren heimlichen Treffen sprechen, sondern auch über Themen, über die Henry niemals mit seinen eigenen Eltern sprechen könnte. Doch eine Freundschaft zwischen einem Weißen und einem Schwarzen, das darf nicht sein in Windmill....

„Stars in the Texas sky“ ist als Jugendbuch deklariert, doch auch ich als Erwachsene habe es sehr gerne gelesen. Der Autor beschreibt das geordnete Leben und Denken der Fünfziger Jahre sehr anschaulich und auch die Segregation, die Rassentrennung im Süden der USA wurde mir eindringlich vor Augen geführt.
Sehr gut gefiel mir, wie die Freundschaft zwischen Benjamin und Henry angebahnt wurde. Es passierte nicht selbstverständlich auf „Knopfdruck“. Henry grübelt sehr viel über Benjamins Stellung als Schwarzer nach und durch die Begegnungen und Gespräche mit ihm und der alten Miss Ellen, die das „gute Gewissen“ der Handlung darstellt, werden dem Jungen die Augen über die Zustände in seinem Heimatort geöffnet. Ich empfand es als sehr realistisch, dass sich Henry auch als Weißer zunehmend von der Gesinnung der Erwachsenen eingeengt fühlt. Die beiden Protagonisten waren mir sehr sympathisch.

Parallel zur Handlung um die beiden Jungen geht es um einen korrupten Kongressabgeordneten, der im Zuge der weiteren Handlung als Sündenbock fungiert. Dies gefiel mir nicht mehr so gut, da der Autor es so darstellte, als sei er der Anstifter, obwohl das rassistische Gedankengut doch in fast allen Bewohnern bis hin zum Sheriff verbreitet ist. So entwickelt sich alles bis zu einem Showdown, der zu einem recht offenen Ende führt. Das Ende kam mir fast zu schnell, denn ihm geht eine längere Phase voraus, in dem Henry sehr viel grübelt und von Selbstmitleid geplagt wird.

Alles in allem fand ich „Stars in the Texas sky“ sehr gut und die Atmosphäre der damaligen Zeit und Gesellschaft empfand ich als authentisch beschrieben.

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