Stephen Kelman Pigeon English

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Inhaltsangabe zu „Pigeon English“ von Stephen Kelman

Stephen Kelmans furioser Debütroman beginnt, wo Politik und Medien die Worte versagen. Er erzählt von Menschen, die sich von der Gesellschaft im Stich gelassen fühlen und dies nicht länger hinnehmen wollen. Auch Harry Opoku ist einer von denen im Abseits. Wenn Harry mit seiner Taube spricht, wenn er der Schnellste seiner Klasse ist und immer neue Farben im Haribo-Sortiment entdeckt, dann scheint alles ganz harmlos. Dann wird ein Nachbarsjunge auf offener Straße erstochen, und keinen kümmert's. Harry aber beginnt seine abstrusen Ermittlungen. Eine Geschichte voll unschuldiger Erfahrung, die der rauen Realität alles entgegenhält. »Pigeon English ist ein durch und durch aufklärerisches Buch - ohne zu moralisieren. Es geht einem zu Herzen - ohne sich in Kitsch und Pathos zu verlieren. Es hilft zu verstehen, wo die meisten Debatten kläglich versagen. Nicht zuletzt aber und vor allem ist dies ein wunderbarer Roman.« NZZ

Für mich leider nur mittelmäßig. Die Sprache bzw. mMn komische Übersetzung hat mich oft gestört.

— katha_strophe
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  • Rezension zu "Pigeon English" von Stephen Kelman

    Pigeon English
    WildRose

    WildRose

    27. December 2012 um 20:14

    Mit recht hohen Erwartungen habe ich diesen Roman begonnen. Ich bin froh darüber, das Buch gelesen zu haben. Stephen Kelman verleiht einem elfjährigen Jungen eine Stimme, was er auf völlig realistische, lebendige und unsentimentale Art schafft. Ich fand die Geschichte rund um Harrison oftmals sehr berührend; sie hat mich zum Nachdenken angeregt, mich aber auch traurig gestimmt. Die Umgangssprache in dem Roman ist oft rüde, aber leider ist es ja in Wirklichkeit genauso. Stephen Kelman zeigt die Probleme auf, die es in England und auch anderswo gibt, und für die dringend eine Lösung gefunden werden muss. Er beschönigt nichts. Seine Schilderungen wirken dabei aber absolut glaubhaft. Wer "Ghetto Kids" und "No und ich" mochte, dem wird auch "Pigeon English" gefallen.

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  • Rezension zu "Pigeon English" von Stephen Kelman

    Pigeon English
    Aronic

    Aronic

    06. January 2012 um 15:52

    Pigeon English (Stephen Kelman) Pigeon English erzählt die Geschichte von Harri, einem Migranten aus Ghana und seinem jetzigen Leben in England in einem der sog. Problemstadtteile. In Harris Nachbarschaft geschieht ein Mord an einem etwa gleichaltrigen Jugendlichen, den Harri gedenkt mit Hilfe seines Freundes aufzuklären. Die Geschichte wird durchgehend aus der Sicht von Harri, einem 11jährigen Jungen, also auch in der Ich-Form erzählt (ausgenommen die kurzen Monologe der Taube). Dementsprechend ist die Sprache (Pigeon English) sehr einfach und umgangssprachlich, was aber beim Lesen nicht als störend empfunden wird, sondern eher authentisch wirkt. Das alltägliche, mitunter auch gewalttätige, Leben im Ghetto, mit den Straßengangs, wird hier sehr lakonisch, eben von einem 11jährigen, erzählt, für den es der normale Alltag ist, der es nicht anders kennen gelernt hat, seit er aus Ghana eingewandert ist. Kann ich nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Pigeon English" von Stephen Kelman

    Pigeon English
    *Arienette*

    *Arienette*

    26. August 2011 um 19:58

    Der Debütroman von Stephen Kelman handelt von dem 11-jährigen Mirgranten Harri aus Ghana, der nun in einem sozial schwachen Stadtviertel Londons in einem Hochhaus lebt. Der junge Ich-Erzähler Harri erzählt von seinem nicht leichten Leben in dem Viertel, wo Gewalt, Drogen und Bandenkriege an der Tagesordnung sind. Gleich zu Beginn wird Harris Nachbar und Freund ermordet, der Mörder entkommt und Harri sucht diesen auf eigene Faust und mit seinen Möglichkeiten - die, die einem Elfjährigen zur Verfügung stehen. Freund Dean hilft ihm dabei. Harris Sprache ist Pidgin english - der Leser muss sich an Wörter gewöhnen wie "messern", "ablutschen", "Hässletten" und "Ichschwör". Auch Harri bleibt von dem sozialen Brennpunkt nicht verschont, seine Zukunft könnte durchaus in einer kriminellen Laufbahn enden. Seine Probleme sind unterschiedlicher Art, zum einen muss er sich in seiner Umwelt behaupten; daheim muss er der "Mann im Hause" sein, da sein Vater in Ghana geblieben ist und hinzu kommen die ganz normalen pubertären Probleme eines Elfjährigen. Rückblicke in die Zeit in Ghana, wo die Familie noch zusammen war und Werte noch galten, stehen dem gegenüber. Harri zeichnet sie als "heile Welt". Hier hadert er zuweilen mit dem Gelernten und seiner Umgebung. Hier will ich eine Stelle zitieren: " Mamma sagt, Überwachungskameras sind bloß eine weitere Möglichkeit für Gott, dich zu beobachten. Wenn Gott in einem anderen Teil der Erde zu tun hat, um zum Beispiel ein Erdbeben oder eine Überschwemmung zu machen, können seine Kameras dich trotzdem sehen. Auf diese Weise verpasst er nichts. Ich: "Aber ich dachte, Gott kann gleichzeitig überall alles sehen." Mamma: " Kann er auch. Die Kameras sind nur eine zusätzliche Hilfe. Für Orte, wo der Teufel besonders stark ist. Damit du dich dort sicherer fühlst." Auweia, der Teufel muss hier verdammt mächtig sein, denn überall hängen Kameras! (S. 129)" Erwähnenswert sind die im Buch abgedruckten Schilder, die Harri staunen lassen und auch die Listen ("Anzeichen von schlechtem Gewissen" z.B.), die doch noch seine recht kindliche Sichtweise verdeutlichen. Lässt man sich auf diesen etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil ein, so hat man eine recht interessante Leseerfahrung, die auch zum Nachdenken anregt. Nicht zu vergessen ist der zweite Ich-Erzähler: eine Taube, die ihre Gedanken ab und zu einwirft - im Roman kursiv abgesetzt. Tauben gehören zu Harris Lieblingstieren. Zudem berührt der Roman, ist dabei aber nicht kitschig.

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  • Rezension zu "Pigeon English" von Stephen Kelman

    Pigeon English
    Alice_im_Buecherland

    Alice_im_Buecherland

    22. July 2011 um 14:30

    Wie fühlt sich ein 11 jähriger ghanaischer Flüchtlingsjunge in einem Londoner Sozialbau-Ghetto, wo er sich mit rivalisierenden, gewaltbereiten Jugendgangs auseinandersetzen und seinen Platz finden muß? Eine Zuflucht bietet ihm nur seine geteilte Familie, sein Glaube an Himmel und Hölle und seine ausgeprägte Fantasie. Dieser Roman beschönigt wirklich nichts, weder die sehr harte, ordinäre Sprache der Jugendlichen, noch deren menschenverachtendes, zum Teil kriminelles Verhalten. Ein hartes, aber sehr starkes Buch!

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  • Rezension zu "Pigeon English" von Stephen Kelman

    Pigeon English
    Träumerin

    Träumerin

    29. March 2011 um 10:55

    Harri ist mit seiner Mutter und älteren Schwester gerade aus Ghana angekommen und zusammen leben sie in einem der unzähligen Hochhäuser des Sozialbaus von London. Dort gibt es viele Kinder und Jugendliche, einige davon besprayen Wände, klauen, dealen und morden. Auch Harrison könnte einer von ihnen werden, doch er weiß, dass nicht alles cool ist, was diese Gangs machen. Und als ein ziemlich netter Junge auf der Straße erstochen wurde und es kaum einen kümmert, beginnt Harri zu ermitteln. Ein Roman der die brutale Realität dieser Welt aufzeigt und das interessanteste daran (zumindest für mich): es aus Kinderaugen zu erleben. Harri sieht so einiges, was den Erwachsenen nicht auffällt und hat bereits früh begriffen, wann er verloren hat und wann nicht. Ein Buch, das einem Mut macht, seinen Weg zu gehen, auch wenn es der Weg des größten Widerstandes ist!

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  • Rezension zu "Pigeon English" von Stephen Kelman

    Pigeon English
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. February 2011 um 11:10

    “Pigeon English” beginnt mit den Folgen einer Messerstecherei und endet mit – nun ja – den folgen einer Messerstecherei. Ein Junge ist “gemessert” worden. Harri Opoku beschließt herauszufinden, wer den Jungen umgebracht hat, weil sich niemand sonst darum kümmert. Harri ist elf Jahre alt. Er lebt mit seiner Mutter und Schwester in einem Londoner Sozialbau und beobachtet auf seine kindlich-erwachsene Art das Leben. Nun, nach dieser kurzen Einleitung muss ich schon gestehen, dass mir das Buch weder gefallen noch nicht gefallen hat. Es ist mir egal geworden, denn es hat bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Trotzdem war “Pigeon English” oft lustig: “Ein Erdbeben passiert nur in Teilen der Welt, wo die Felsen kitzlig sind.” Das Buch ist nicht schlecht, aber meiner Meinung nach ist es auch nicht gut. Ich denke, ich habe inzwischen viel zu viele Bücher mit ähnlichem Thema gelesen – Jugendliche, die im Sozialbau wohnen, mit allem und jedem kämpfen, fluchen, nicht zur Schule gehen wollen. Und dann ist da mittendrin noch ein Kind, das ganz schlau für sein Alter ist und die Welt um sich herum beobachtet. Es gibt ein paar Lebensweisheiten, vielleicht eine Katastrophe oder einen Mord. Es kann sein, dass mir das Buch gefallen hätte, wenn ich es zu einer anderen Zeit gelesen hätte. Da ich es aber fast direkt nach “Little Bee” und “Rimbaud und die Dinge des Herzen” gelesen habe, konnte ich “Pigeon English” nichts abgewinnen. Ich muss gestehen, dass mir der Anfang gut gefallen hat und ich schon beinahe gedacht habe, Harri ins Herz schließen zu können. Aber welch eine Enttäuschung! Es ist nichts passiert. Außer, dass ich genervt das Buch beendet habe. Schade. Das ganze cool-sein-pigeon-english-reden-fluchen-schlagen-messerei hat mich nicht wirklich beeindruckt. “Ichschwör!”

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