Stephen King 22-11-1963

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Inhaltsangabe zu „22-11-1963“ von Stephen King

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    22-11-1963
    °bluemoon°

    °bluemoon°

    28. February 2014 um 21:54

    Das Buch 22.11.63 (deutscher Titel) handelt vom sogenannten "Rabbit hole", das einen Sprung ins Jahr 1958 ermöglicht. Im Jahr 2011 wird Jake Epping, ein kürzlich von seiner alkoholsüchtigen Ehfrau geschiedener Englischlehrer, durch seinen Bekannten Al Templeton darüber informiert, dass dieser in seinem Dinner ein Loch in der Zeit gefunden hat. Zu Beginn will Jake dies natürlich nicht glauben, doch er probiert es aus - und landet im Jahr 1958, am 09. September. Anfangs ist er verständlicherweise geschockt. Doch als Al ihn darum bittet, die Ermordung von John F. Kennedy zu verhindern (er selbst ist tödlich krank), kommt Jake erstmal eine eigene Idee.... Ein Bekannter von ihm hat in der Kindheit etwas schreckliches durchgemacht. Der Vater hat die ganze Familie bis auf den jüngsten Sohn mit einem Hammer grausam ermordet. Jake setzt es sich in den Kopf, diesen Familienmord zu verhindern, um dann wieder ins Jahr 2011 zu kommen und sich zu vergewissern, dass seine Tat dann auch tatsächlich geklappt hat - denn gewisse Zweifel hat er immer noch. Gesagt, getan. Der Protagonist muss knapp drei Monate in der Vergangenheit verbringen, um den Mord Ende Oktober verhindern zu können. Diese gefallen ihm eigentlich ganz gut und er fühlt sich sehr wohl in dieser Zeit. Wie er nur leider feststellen muss, hat die Vergangenheit scheinbar etwas dagegen, verändert zu werden und so ist nicht nur Mr. Epping, sondern auch der Leser, sehr gespannt, ob die Mission überhaupt gelingt.... denn von einem Hindernis geht es immer weiter zum nächsten. Mehr oder weniger hat Jake seine Idee in die Tat umsetzen können und sieht in der Gegenwart die Auswirkungen seines Handelns. Al versteht es daraufhin geschickt, Jake zu überreden, JFK's Mord zu verhindern. Zu dumm nur, dass jeder Besuch im "Rabbit hole" eine Art Reset-Knopf ist - man landet immer zur gleichen Zeit am 09.09.1958. So muss Jake wieder den Mord an der Familie Dunning verhindern und dann hat er fünf Jahre, die er erstmal in der Vergangenheit zu "ver"leben hat - denn seine Lebenszeit geht immer weiter, auch wenn im Jahr 2011 pro Besuch nur zwei Minuten vergehen. Die Hauptperson erlebt in der Vergangenheit gutes wie schlechtes. Immer wieder muss er erfahren, dass es unnatürliche Wiederholungen in der Zeit gibt, und er hat natürlich Bedenken wegen des "butterfly-Effekts". Wie wird seine eigene Zeit sein, wenn er seine Tat wirklich umsetzen kann? Und kann er sie überhaupt umsetzen? Der Mord an einer Familie war (trotz der Brutalität) eine Kleinigkeit im Verlauf der Zeit, verglichen mit den Änderungen in der ganzen Welt, sollte der Präsident weiterleben.... dementsprechend versucht die Vergangenheit um so mehr, die Veränderung zu verhindern. Und als sich Jake dann auch noch verliebt, ist natürlich gar nichts mehr sicher.... Ein wirklich tolles Buch! Zeitreisen interessieren mich schon lange und hier werden diese auch wieder toll umgesetzt und Fragen gestellt, die wir uns wohl nie beantworten werden können. Die Geschichte ist wirklich super geschrieben und die Spannung ist enorm. Natürlich hat sie in den fünf Jahren in der Vergangenheit auch mal nachgelassen (verständlicherweise), trotzdem waren auch diese gut geschrieben. All die Eindrücke in der Vergangenheit, die geschichtlichen Aspekte, die Hintergründe zu Lee Harvey Oswald, Jakes persönliches Leben in der Vergangenheit, die Auswirkungen auf 2011 - einfach klasse. Und das Ende ist ganz unerwartet und heftig. Mit dem Englisch kam ich auch sehr gut klar, die nachgesuchten Wörter kann ich an einer Hand zählen. Und wie immer ist die Originalsprache einfach authentischer zu lesen. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und es hat sich eigentlich mehr als 5 Sterne verdient.

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