Colorado Kid

von Stephen King 
3,0 Sterne bei151 Bewertungen
Colorado Kid
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (46):
chumas avatar

Eine klassische King-Geschichte, die von Wenig lebt und damit viel Wirkung erzielt. Gelungen.

Kritisch (48):
Fake_Illusions avatar

Das langweiligste Buch, dass ich je von King gelesen habe. :(

Alle 151 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Colorado Kid"

Auf einer Insel vor der Küste des US-Bundesstaates Maine wird eine männliche Leiche gefunden, die nicht identifiziert werden kann. Ein paar hartnäckige Lokaljournalisten recherchieren den Fall, aber je mehr Spuren sie verfolgen, desto geheimnisvoller wird das Ganze. Handelt es sich um ein schier unmögliches Verbrechen? Oder sogar um etwas noch Befremdlicheres-...?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453433960
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:159 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:04.05.2009

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne21
  • 4 Sterne25
  • 3 Sterne57
  • 2 Sterne34
  • 1 Stern14
  • Sortieren:
    TamiraSs avatar
    TamiraSvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wie fast alles von Stephen King ist auch Colorado Kid gut zu lesen, lässt einen jedoch am Ende mit einem hungerähnlichen Gefühl zurück.
    Weil die Realität meist die schlechteren Geschichten schreibt

    Es handelt sich bei Colorado Kid um eine Novelle, wie wir sie schon häufig in Kings Kurzgeschichtensammlungen gefunden haben und dort, um ehrlich zu sein, häufig bessere (Beispielsweise: Der Nebel). Mit knapp 160 Seiten ist es ein sehr kurzes Lesevergnügen, wobei aber zu sagen ist, dass King sich einfach immer gut lesen lässt und man schnell Zugang zu seinen Charakteren findet - auch wenn wir sie nur gute zwei Stunden lang begleiten.

     

    Wie folgen in dieser Geschichte den Recherchen zweier älterer Journalisten um einen Toten, der vor vielen Jahren am hiesigen Strand gefunden wurde. Die Geschichte seines Todes ist geheimnisvoll und mehr oder weniger verrückt.

     

    Die Novelle wird von den beiden Journalisten ihrer jungen Kollegin erzählt, die sich auf einer Insel in Neuengland befindet, um dort ein Praktikum bei der hiesigen, sehr kleinen Zeitung zu machen.

    Wir haben hier also vorrangig wörtliche Rede und die Ichperspektive eines der Journalisten, aus denen die Geschichte erzählt wird.

    Aufgrund der Kürze wird man sehr abrupt in das Geschehen geworfen, doch hier kommt Kings Talent zu Tage: Man findet trotzdem sehr schnell Zugang zur Geschichte und die vielen Geheimnisse um den Toten lassen einen gespannt weiterlesen. Man kann über King sagen, was man will: Er ist einfach ein guter Erzähler und schafft es mit jeder noch so winzigen Idee, den Leser zu fesseln, auch wenn ab und an nicht wirklich zufrieden gestellt wird.

    Die Spannung steigert sich stetig und man fiebert regelrecht dem Ende entgegen, merkt dann jedoch, dass das Buch nur noch 10 Seiten hat. Und da kommt dann das Ärgernis, das wohl die meisten mit der Story haben werden, denn sie könnte tatsächlich zu 100% der Realität entspringen und wir alle wissen, dass die Realität meist keine vollständigen Geschichten schreibt: Sie lässt einen sehr unbefriedigt zurück.

     

    Sollte man jedoch kein Problem damit haben, dass nicht einige, sondern viele lose Enden nicht zusammen geführt werden und gern viel der eigenen Phantasie überlassen, hat man hier eine kleine Novelle, die Spaß machen kann. Um jedoch ehrlich zu sein: Recht viel mehr auch nicht.

     

    Für Stephen-King-Neulinge ist das Buch sehr schlecht geeignet, denn man muss wohl King schon sehr gern mögen, um ihn mit dieser Geschichte durchkommen zu lassen.

     

    Daher bleibt mir nicht viel übrig, als dem Roman 3 Sterne zu geben, da es sich wie gewohnt gut lesen lässt, jedoch kein Meilenstein in Kings Werk ist. Wenn man die Geschichte nicht gelesen hat, hat man nicht außerordentlich viel verpasst und ist zudem um einige Fragen ärmer.

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 4 Jahren
    Kein typischer King!

    Inhalt: Am Strand von Maine wird eine Leiche gefunden. Als sie endlich identifiziert werden kann, erscheint die Situation höchst mysteriös: Wie kam der Mann von Colorado, wo er wenige Stunden vor seinem Tod noch gesehen wurde, nach Maine? Scheinbar unmöglich …

    Cover: Das Cover finde ich okay… Es sieht irgendwie ganz nett aus mit dem Sonnenuntergang und dem Meer und dem Bootssteg im Vordergrund. Aber: Das ist nicht Maine. Und da das Buch auf einer Insel in Maine spielt, hätte ich es schöner gefunden, auch ein typisches Maine-Bild zu nehmen und das ist es einfach nicht.

    Schreibstil: Gegen den Schreibstil von Stephen King gibt es absolut nichts zu sagen, wobei man sagen muss, dass Colorado King sehr von den anderen Büchern von King abweicht. Damit meine ich, dass es null spannend ist. Nichtsdestotrotz schreibt King einfach sehr anschaulich, sodass man sich direkt in die Situation hinein denken kann. Auch mag ich seine Charaktere einfach immer total, ich kann mir die beiden alten Herren, die sich immer mal wieder miteinander zanken, während sie die Geschichte von Colorado Kid erzählen, einfach sehr gut bildlich vorstellen. Und auch seine Landschaftsbeschreibungen von Maine sind einfach so toll, dass man direkt hin möchte.

    Die Story: Die Story an sich ist extrem fad, besonders das Ende, wobei ich hier natürlich nur schlecht etwas dazu sagen kann, ohne zu spoilern. Es geht um Colorado Kid, ein aus Colorado stammender Mann, der tot an einem Strand in Maine gefunden wird, obwohl er erst wenige Stunden vorher in Colorado war. Zwar ist es zeitlich möglich, dass er von Colorado nach Maine gekommen ist, jedoch stellt sich die Frage nach dem wann, wieso und weshalb. Tja und die Auflösung dessen ist für mich eben nicht zufriedenstellend.

    Fazit: In einem Nachwort erklärt Stephen King warum das Buch so ist, wie es ist. Und irgendwie habe ich nun ein schlechtes Gewissen, wenig Punkte zu vergeben. Aber nur weil der Autor sich etwas bei dem Ganzen gedacht hat, heißt das ja nicht, dass einem als Leser das gefallen muss. Und egal, wie oft Stephen King seine Gründe erklärt, ich bin irgendwie enttäuscht. Deshalb vergebe ich zwei Punkte für Colorado Kid und die Warnung für alle, die einen typischen King erwarten: Den bekommt ihr hier nicht.

    Kommentare: 1
    11
    Teilen
    Birnchens avatar
    Birnchenvor 4 Jahren
    Rezension zu "Colorado Kid"

    Inhalt

    Auf einer Insel vor der Küste des US-Bundesstaates Maine wird eine männliche Leiche gefunden, die nicht identifiziert werden kann. Ein paar hartnäckige Lokaljournalisten recherchieren den Fall, aber je mehr Spuren sie verfolgen, desto geheimnisvoller wird das Ganze. Handelt es sich um ein schier unmögliches Verbrechen? Oder sogar um etwas noch Befremdlicheres ...?


    Schreibstil

    Der Schreibstil von Stephen King hat mir wie immer sehr gut gefallen. Viel mehr gibt es nicht dazu zu sagen. :-)


    Meinung

    Dieses Buch ist nicht mit anderen Werken von Stephen King zu vergleichen. Es ist ein kurzweiliger Kriminalroman und kein Thriller oder auch Horror.

    Die Lokaljournalisten Vince und Dave erzählen ihrer Praktikantin Stephanie die Geschichte von Colorado Kid (so verläuft das ganze Buch). Er wurde tot an der Küste des US-Bundesstaates Maine gefunden. Vince und Dave haben in diesem Fall recherchiert - immer mehr unerklärliche Fragen tauchten auf! Der Fall konnte bis heute nicht gelöst werden.

    Über die Charaktere erfährt man zu wenig, auf so wenig Seiten auch gar nicht anders machbar - dennoch hätte ich mir etwas mehr gewünscht.

    Es ist alles sehr nett geschrieben und lässt sich wirklich schnell lesen. Ich glaube und habe auch schon gehört, dass diese Kurzgeschichte in Verbindung mit dem "dunklen Turm" stehen soll. Das motiviert mich dazu, die Reihe endlich weiter zu verfolgen - der erste Band war soweit sehr gut.

    Ich bin gespannt darauf herauszufinden, ob da wirklich eine Verbindung besteht.


    Ganz ganz knappe 4 Sterne von mir.


    Kommentare: 4
    2
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Colorado Kid" von Stephen King

    Inhalt:

    Auf einer Insel vor der Küste des US-Bundesstaates Maine wird eine männliche Leiche gefunden, die nicht identifiziert werden kann. Ein paar hartnäckige Lokaljournalisten recherchieren den Fall, aber je mehr Spuren sie verfolgen, desto geheimnisvoller wird das Ganze. Handelt es sich um ein schier unmögliches Verbrechen? Oder sogar um etwas noch Befremdlicheres …?

    Meine Meinung:

    Zum Cover will ich gar nichts sagen, da ich die alte Ausgabe vom Ullstein-Verlag habe, die nicht mehr erhältlich ist, und somit ein anderes Cover habe.

    Die Handlung ist einfach gehalten: Die zwei Lokaljournalisten erzählen ihrer momentanen Praktikantin die Geschichte vom Colorado Kid. Dabei wechseln sie sich immer mal wieder ab. Nervig war zum einen die Sprache. Die Männer wiederholen sich dauernd und das obwohl zweitens die Geschichte gar nicht so interessant ist. Das einzig besondere daran ist ja, dass Colorado Kid in einer unglaublich schnellen Zeit von Colorado nach Maine gekommen ist, wo er dann tot aufgefunden wurde. Allerdings ist der Sinn der Geschichte trotzdem sehr schön: Dass es manchmal einfach kein befriedigendes Ende, wo alle Fragen geklärt sind, gibt.

    Die Charaktere sind recht gut gezeichnet und sympathisch, allerdings lernt man sie einfach nicht gut genug in der kurzen Zeitspanne der 160 Seiten kennen, sodass ich jetzt schon stark überlegen muss, wie die Hauptpersonen überhaupt heißen! (Vince, Dave und Stephanie). ;-)

    FAZIT: Leider ist für mich „Colorado Kid“ eine schwache Novelle von meinem Lieblingsautor Stephen King, die einzig durch den Sinn überzeugt.

    3 von 5 ☺

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Colorado Kid" von Stephen King

    VORSICHT: SPOILER ENTHALTEN

    Am Strand von Maine wird eine Leiche gefunden. Als sie endlich identifiziert werden kann, erscheint die Situation höchst mysteriös: Wie kam der Mann von Colorado, wo er wenige Stunden vor seinem Tod noch gesehen wurde, nach Maine? Scheinbar unmöglich...

    Ich bin kein Fan von Stephen Kings Büchern, das muss ich gleich vorweg schon einmal anmerken. Es ist auch nicht mein erstes Buch von ihm. Ich habe "Colorado Kid" nur gelesen, weil die TV-Serie "Haven", die seit letzten Mittwoch auch im deutschen Fernsehn läuft, auf dem Buch basiert. Ich mag die Serie total und wollte nun sehen, was das Buch hergibt.

    Ich habe mir gleich schon gedacht, dass "basieren" ein wenig übertrieben ist, denn nur wenige Tatsachen des Buches finden sich in der Serie wieder. Kurzum: liest man das Buch nur, weil man sich erhofft, dass die Mysterien der Serie sich hier etwas aufklären, so verschwendet man lediglich wertvolle Lesezeit. Der Zusammenhang zwischen Buch und Serie ist soweit, dass man sich das Buch sparen kann.

    Generell ist Stephen Kings Schreibweise recht interessant und flüssig und er regt durch seine Sprache den Leser zum Mitdenken an, was ja nichts Schlechtes ist. Aber, nun kommt das große ABER, es ist einfach stinklangweilig!!!! In diesem Buch passiert gar nichts. Wirklich gar nichts, außer, dass erzählt wird. Dafür, dass es eine Mysterie-Erzählung sein soll, ist sie mir einfach zu unspannend. Man bekommt etwas hingeworfen und das Ende...na ja, ich will ja nicht zu viel verraten, aber ähnlich wie in der Serie ist alles recht offen. Das Nachwort des Autors erklärt auch weshalb.

    Wer Stephen King mag, wird sicher seine Freude daran haben. Wer es aufgrund der Serie "Haven" liest, sollte es einfach lassen.

    Ich gebe nur einen Stern, da ich hier nicht mal einen Unterhaltungswert hatte.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Kitties avatar
    Kittievor 7 Jahren
    Rezension zu "Colorado Kid" von Stephen King

    Ich kann mich kurz fassen, denn es ist auch ein kurzes Buch (164 Seiten) und so prall fand ich es auch nicht - leider.

    Am Strand von Maine wird eine Leiche gefunden. Wer er ist kann erst viel später geklärt werden und was auch noch merkwürdig ist: wie kam der Mann von Colorado, wo er wohl noch lebend gesesehen wurde, nach Maine?

    Nun ja... Stephen King versuchte sich mal an einem Krimi, denn diese Geschichte ist in den USA in einer Krimireihe des Hard-Case-Crime Verlags erschienen. Dieser Verlag bringt jedes Jahr kurze Krimigeschichten von diversen Autoren raus.

    Ist ja alles schön und gut, aber bitte Stephen King tu mir und vielleicht auch vielen Anderen den Gefallen und bleib beim Horrorgeschichten schreiben. Das liegt dir viel mehr. Ich hatte kaum Erwartungen an dieses Buch - eben nur das es ein neues Buch von King ist, welcher mein Lieblingsuator ist, aber ansonsten hatte ich keine Erwartungen.

    Mir gefiel die Geschichte überhaupt nicht. Ich hab nichts gegen Krimis (heute: Thriller), aber diese hier war einfach nur langweilig und ich war froh, dass dieses Buch nicht über 500 Seiten geht.

    Dieses Buch ist vielleicht für zwischendurch, wenn man einfach schnell mal was einfaches lesen will, gut geeignet. Ansonsten würde ich eher von abraten ausser natürlich den King-Fans, die lesen wohl sowieso alles vom ihm - denke ich mal.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Siiris avatar
    Siirivor 7 Jahren
    Rezension zu "Colorado Kid" von Stephen King

    Inhalt:
    Die angehende Journalistin Stephanie McCann absolviert ein Praktikum beim Weekly Islander, einem kleinen Blatt auf der beschaulichen Insel Moose-Lookit Island. Die gesamte Besetzung der Redaktion besteht aus dem 90-jährigen Vince Teague und dem 65-jährigen Dave Bowie. Die beiden etwas kauzigen, aber freundlichen Journalisten halten viel von ihrer Praktikantin und weihen sie deshalb in eine überaus rätselhafte Begebenheit aus dem Jahre 1980 ein, das Rätsel um Colorado Kid, das sie jahrelang erfolglos aufzuklären versuchten…
    Am Strand von Maine, im Frühjahr 1980: zwei junge Leute finden auf dem Weg zu ihrer Highschool eine Leiche am Hammock Beach. Es handelt sich um einen ungefähr 40-jährigen Mann, der anscheinend erstickt ist. Davon bekommt auch Vince Teague Wind, der sich sofort an den Fundort begibt. Die Recherchen ergeben, dass der Mann aus Colorado stammt, was ihm den Namen „Colorado Kid“ einbringt. Wurde der Mann ermordet? Welche Motive stecken dahinter? Was wollte der Mann an der Küste Neuenglands? Und wie konnte er innerhalb kürzester Zeit von seinem Büro, in dem er vormittags noch gesehen wurde, an den Ort seines Todes gelangen, wo er abends noch in einem Imbiss gesichtet wurde?

    Meine Meinung:
    Dieses Buch hat mich trotz – oder gerade wegen – seines ungelösten Rätsels fasziniert und beschäftigt. Stephen King baut hier anhand einer rätselhaften Begebenheit der frühen 1980er Jahre eine sehr mysteriöse Stimmung auf, die mich förmlich zum Weiterlesen zwang.

    Die Charaktere und der Handlungsort werden mithilfe einer scheinbar alltäglichen Szene eingeführt: Die Journalisten Vince und Dave treffen sich in einem Restaurant mit einem Redakteur eines größeren Blattes, das Boston Globe, zu einer Besprechung. Der Journalist hofft, den beiden Kollegen einige Geschichten über ungelöste Rätsel zu entlocken, da er einen Artikel über dieses Thema plant. Vince und Dave nennen dem Journalisten allerdings nur belanglose, bereits bekannte Begebenheiten, so dass er unverrichteter Dinge wieder abziehen muss. Eine besonders interessante und mysteriöse Geschichte behalten sie jedoch für sich: die Geschichte von „Colorado Kid“. Genau genommen ist diese Geschichte gar keine Geschichte, da sie kein befriedigendes Ende, keine Lösung bietet. Deshalb – und weil es ihre eigene Geschichte ist, die für keinen anderen bestimmt ist – behalten Vince und Dave das Rätsel um Colorado Kid für sich. Kurz danach entschließen sie sich jedoch, es ihrer sehr intelligenten Praktikantin Stephanie weiterzugeben.

    Das Buch ist in kurze Kapitel eingeteilt, die nur mit Ziffern überschrieben sind. Die Story um Colorado Kid, dem geheimnisvollen Toten am Strand von Maine, wird in Dialogform von den beiden Protagonisten Vince Teague und Dave Bowie an ihre Praktikantin Stephanie weitergegeben. Während die Polizei den Fall „Colorado Kid“ bald als erledigt betrachtet, stellen die beiden Journalisten – fasziniert von dem Geheimnis, dass den Toten umgibt – sehr genaue Nachforschungen über den Toten und die Todesumstände an. Sie begeben sich auf die Suche nach den Spuren des Mannes, finden vieles über seine Identität und seine Lebensumstände heraus; die Todesumstände jedoch bleiben im Dunkeln. Mit großer Neugier verfolgte ich die Erzählungen von Vince und Dave, wartete gespannt darauf, weitere Einzelheiten über Colorado Kid zu erfahren, die vielleicht etwas Licht ins Dunkel bringen. Doch stattdessen wird die Erzählung immer rätselhafter…

    Trotz der Kürze baut Stephen King in dem Roman eine dichte, sehr geheimnisvolle Atmosphäre auf. Dies liegt zum einen an der liebevollen Beschreibung des Handlungsortes, des beschaulichen Moose-Lookit Island. Zum anderen lebt das Buch von der ungewöhnlich engen, freundschaftlichen Beziehung zwischen der jungen Praktikantin Stephanie und ihren beiden „Chefs“, Vince und Dave. Die Charaktere werden trotz der Kürze des Buches gut ausgearbeitet und insbesondere durch die gelungenen Dialoge, die mich oft zum Schmunzeln brachte, wurden mir die Drei sehr sympathisch und ich hatte nach einer Weile das Gefühl, sie schon lange zu kennen.

    Der Roman überlässt, was Colorado Kid angeht, vieles der eigenen Fantasie und der Interpretation des Lesers. Es ließ mich nachdenklich, zunächst sogar etwas ratlos zurück. Jedoch vermute ich, dass er mich noch längere Zeit beschäftigen wird.

    Fazit: Ein Roman, der sich sehr von den anderen Werken Stephen Kings abhebt, kein wirkliches Ende hat – und dennoch sehr kunstvoll und virtuos Spannung aufbaut und Atmosphäre erzeugt. Ein Roman über die Faszination ungelöster Geheimnisse. Empfehlenswert für alle Leser, die Geschichten ohne wirkliche Auflösung, dafür aber mit viel Interpretationsspielraum, etwas abgewinnen können. Wer das jedoch nicht kann, wird an dem Buch nicht viel Freude haben.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Elmar Hubers avatar
    Elmar Hubervor 8 Jahren
    Rezension zu "Colorado Kid" von Stephen King

    - Langsam kam ich zu der Überzeugung, dass die Zigarettenschachtel eine Botschft war: „Ich komme aus Colorado, Sucht mich dort.“ -

    INHALT:
    Eine unbekannte Leiche wird eines Morgens in einem kleinen Städtchen in Maine entdeckt. Der Mann scheint in einer unmöglich kurzen Zeitspanne den Weg von Denver, Colorado nach Maine zurückgelegt zu haben. Je mehr Tatsachen entdeckt werden, desto rätselhafter wird der Fall.

    MEINUNG:
    Die Rahmenhandlung beginnt mit einem nicht weiter zu beachtenden Reporter, der für eine alljährliche Zeitungsserie Marke: „Die unerklärlichen Mysterien von Neu England“ recherchiert. Von den eigentlichen Haupfiguren des Romans, einem Provinzredaktuer im Rentenalter samt Freund und Praktikantin wird er mit den allseits bekannten und ewig wiedergekäuten lokalen Schauermärchen abgespeist. Das Problem dieser „unerklärlichen“ Geschichten ist, nach Meinung der Protagonisten, dass dazu eben stets eine „zwingende“ Erklärung angeboten wird. So wurden die Mitglieder des Kirchenpicknicks bestimmt aus Rache über die Zurückweisung der Gemeindesekretärin durch den Pastor vergiftet und die geheimnisvollen Küstenlichter waren möglicherweise doch Wolkenreflektionen.
    Ins Schwärmen gekommen erzählen die beiden schlitzohrigen Alten ihrer jungen Zuhörerin vom tatsächlich ungeklärten Fall des „Colorado Kid“. Dabei handelt es sich um eine männliche Leiche, die 25 Jahre zuvor von zwei Jugendlichen auf dem Schulweg entdeckt wurde. An einer Mülltonne sitzend, erstickt an einem Stück Fleisch. Die hartnäckigen Nachforschungen zweier Reporter und eines Gerichtsmediziners ergaben, dass der Mann den Weg von seinem letzten bekannten Aufenthaltsorts in Denver, Colorado, bis zur ersten Sichtung in einem Restaurant am selben Abend in Maine (ca. 3.500 km Strecke) in einer unmöglich kurzen Zeit zurückgelegt haben muß. Natürlich werden alle denkbaren Wege, wie z.B: ein wartendes Auto zum Flughafen, ein wartendes Flugzeug, usw. bemüht. Dennoch scheint die Reise unmöglich in der gegebenen Zeit zu bewerkstelligen.

    An sich ein Thema, aus dem man einen ansprechenden Mystery-Thriller hätte basteln können. King verbleibt allerdings durch ständige Unterbrechung der Erzählhandlung bei den Erzählenden in der Gegenwart, statt sich vollständig auf die Vergangenheitshandlung mit dem toten Fremden einzulassen. Mit Konzentration auf die beharrlich recherchierenden Journalisten wäre ein ungewöhnlicher Thriller möglich gewesen, bei dem es schließlich wirklich unbedeutend wäre, ob der Fall des „Colorado Kid“ geklärt wird oder nicht. So bleibt eine halbgare Novelle, die sich in der Rahmenhandlung aufhält ohne vom Fleck zu kommen.
    Den Versuch, die Ansichten seiner Figuren, nämlich dass die allseits bekannten unerklärlichen Geschichten allzu leicht zu erklären sind, in der Storykonstruktion widerzuspiegeln, halte ich für löblich. Leider krankt die Geschichte eben genau daran, dass keine Auflösung angeboten wird. Der Rest der Story ist zu unbefriedigend, um wirklich zu begeistern.
    Da die Geschichte von King ist, wird auch unnötigerweise noch eine Prise Mystizismus verabreicht. Diese besteht aus mehreren, einzeln betrachtet belanglosen Handlungen, die der Fremde vor seinem Tot noch begangen hat. Zusammengenommen sollen diese Kleinigkeiten nahelegen, dass der Fremde von seinem bevorstehenden Tod wußte.

    Insgesamt wirkt die Story, als sollte die Figur des „Colorado Kid“ in einem anderen Roman eine Fußnote sein und King spendierte aus lauter Begeisterung über sich selbst aber doch eine Novelle. Besser wäre die Geschichte in einer Novellensammlung ähnlich „Frühling, Sommer, Herbst und Tod“ aufgehoben, wo sie nicht gänzlich allein (be)stehen muß.
    In den USA ist die Novelle tatsächlich als Beitrag zur Reihe der „Hard Case Crimes“ erschienen, innerhalb derer verschiedene Autoren je eine Kriminovelle im Stil der klassischen Schwarze-Serie-Krimis beisteuern.
    Anscheinend hat sich Ullstein wenig von dem Buch versprochen. Es ist relativ lieblos gleich als Taschenbuch mit einem zusammenhanglosen 08/15-Cover erschienen.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    MargitMs avatar
    MargitMvor 8 Jahren
    Rezension zu "Colorado Kid" von Stephen King

    Bei Colorado Kid handelt es sich um eine Kriminalgeschichte, kein Thriller oder Horror wie man es sonst von Stephen King gewöhnt ist.Das gesamte Buch basiert nur auf einer Unterhaltung zwischen drei Personen. Es zeichnet einen Autoren doch aus wenn er wandelbar ist und nicht immer dieselben Geschichten schreibt, bzw umschreibt.
    Ich findes es mutig von King solch eine Geschichte raus zubringen, die rein gar nichts mit Psycho oder Horror o.a. zu tun hat.
    Es bringt uns in eine andere Welt als der übliche "Weltuntergang"Mysteriös, wie das Buch auf der Rückseite beschrieben wird, kann ich an dieser Geschichte jedoch nichts finden.

    Kommentieren0
    17
    Teilen
    Nicole_Rensmanns avatar
    Nicole_Rensmannvor 9 Jahren
    Rezension zu "Colorado Kid" von Stephen King

    … für Kingfans. Zumindest für den Fan, der wirklich jedes Werk von Stephen King gelesen hat und ein bisschen Lust hat zu spekulieren. "Colorado Kid" ist eine kleine Geschichte über einen ungeklärten Todesfall, erzählt von zwei alten Journalisten, die Stephanie – eine Volontärin – etwas beibringen möchten. Mehr nicht. Es gibt keine große Spannung, keine Erklärung am Ende des Buches, keine Auflösung des Falls, der sich um Colorado Kid dreht, ein Toter am Strand von Maine und dessen Spur die beiden Alten in jüngeren Jahren verfolgten. Klar ist aber, dass diese Story – und das betont King wiederholt – nichts für eine große Zeitung ist, sondern nur für die Kleinstadt-Presse sein darf und damit sagt er genau das aus, was ich eingangs erwähnte: Colardo Kid ist nichts für Jeden. Denn irgendwas scheint mit Colorado Kid zu sein, er kommt nicht von hier, da bin ich mir sicher, er stammt nicht allein aus der Zeit, die King in der Novelle beschreibt. Ein Zeitreisender, der irgendwas mit dem Dunklen Turm zu tun haben muss … nur was… das verschweigt Stephen King. Noch.

    Kommentieren0
    14
    Teilen

    Ähnliche Bücher für noch mehr Lesestunden

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks