Das Leben und das Schreiben

von Stephen King 
4,4 Sterne bei285 Bewertungen
Das Leben und das Schreiben
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Sonne63s avatar

Ein tolles Buch. Der Autor öffnet sich sehr und gibt Dinge aus seinem Leben preis, die man nicht für möglich gehalten hätte.

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absolut interessant gewesen

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Inhaltsangabe zu "Das Leben und das Schreiben"

„Ich schreibe so lange, wie der Leser davon überzeugt ist, in den Händen eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein.“ Stephen King

Während der Genesung nach einem schweren Unfall schreibt Stephen King seine Memoiren – Leben und Schreiben sind eins. Ein unverzichtbarer Ratgeber für alle angehenden Schriftsteller und eine Fundgrube für alle, die mehr über den König des Horror-Genres erfahren wollen. Ein kluges und gleichzeitig packendes Buch über gelebte Literatur.

»Eine Konfession.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453435742
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:333 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:08.02.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    Sonne63s avatar
    Sonne63vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch. Der Autor öffnet sich sehr und gibt Dinge aus seinem Leben preis, die man nicht für möglich gehalten hätte.
    Memoiren und Ratgeber in einem

    Inhalt (Klappentext):
    „Ich schreibe so lange, wie der Leser davon überzeugt ist, in den Händen eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein.“ Stephen King.
    Während der Genesung nach einem schweren Unfall schreibt Stephen King seine Memoiren – Leben und Schreiben sind eins. Ein unverzichtbarer Ratgeber für alle angehenden Schriftsteller und eine Fundgrube für alle, die mehr über den König des Horror-Genres erfahren wollen. Ein kluges und gleichzeitig packendes Buch über gelebte Literatur.


    Meinung:
    Ein wundervolles Buch. Man erfährt unheimlich viel über den berühmten Autor. Bücher faszinierten ihn seit Kindheitstagen. Sie begleiteten ihn sein Leben lang. Schnell war für ihn klar, dass sein Glück im Schreiben lag. Doch bis zum erfolgreichen, gut verdienenden Autor war es ein mühsamer Weg. Er schreibt in diesem Buch sehr offen über seine Kindheit, seine Hochs und Tiefs, seine Alkoholprobleme, seine Rückschläge und seine neuen Versuche, doch noch jemanden für seine Schreiberei zu interessieren. Hätten Sie gedacht, dass „Carrie“ zuerst im Papierkorb landete? Er fand es nicht gut, doch seine Frau fischte es heraus und motivierte ihn, weiter daran zu arbeiten. Und sie behielt recht. Sein erster wirklich großer Erfolg.
    Im zweiten Teil des Buches zeigt er auf, was einen guten Schriftsteller ausmacht. Er ist der Meinung, das Schreiben sei einem in die Wiege gelegt oder nicht. Doch nicht jeder, der schreibt (und es auch kann), wird von Erfolg gekrönt. Oft sind kleine Fehler, deren sich der Autor gar nicht bewusst ist, die Ursache dafür. Und manchmal gibt ein Autor auch zu früh auf. Stetige Weiteentwicklung ist das Motto. Auch ein Stephen King wurde erst mit der Zeit zu dem, was er heute für den Leser darstellt.
    Im dritten Teil erzählt er von seinem schweren Unfall am 19. Juni 1999, als ihn ein Kleinbus anfuhr, vom langen Weg der Genesung. Beinahe wäre es für ihn böse ausgegangen.

    Fazit:
    Ein wirklich tolles, sehr facettenreiches Buch, bei dem Stephen King sich dem Leser sehr öffnet. Und am Ende weiß man: Auch im Leben eines Stephen Kings ist nicht alles Gold was glänzt. Doch die Kunst ist, Fehler einzugestehen, aus ihnen zu lernen und sich dessen bewusst werden, für was man im Leben alles dankbar sein kann. Für dieses Buch zolle ich Stephen King große Hochachtung.

    Kommentare: 4
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    Cleo15s avatar
    Cleo15vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Er kann´s einfach.
    Er kann´s einfach

    Stephen King- den Namen kennt wohl jeder, auch die, die mit Mystery nicht wirklich etwas anfangen können. Und wer will, kann auch vieles über sein Leben erfahren- ein kurzer Klick auf Wikipedia reicht. Eine Autobiagrafie von ihm bräuchte man also eigentlich nicht noch lesen, außer man liebt seinen Schreibstil und ließt prinzipiell alles von ihm. Tatsächlich gehöre ich nicht zu den Leuten. Ich bin von einer anderen Richtung her auf dieses Buch gestoßen- nämlich von der "Ich- möchte- Schreiben- lernen- Richtung". Genau das soll "Das Leben und das Schreiben" vermitteln. Stephen King verrät seine großen Geheimnisse, seine Gedanken hinter seinen Geschichten und auf welche Weise er alles auf Papier bringt. Und dazu gibt es seine Vergangeheit. Eigentlich gehören diese beiden Themen in meinen Augen nicht unbedingt zusammen, doch während man Rückblicke über sein Leben ließt, kann man auch viel lernen. Über das Schreiben genauso wie über das Durchhaltevermögen, was man aufbringen muss, um ein Buch zu veröffentlichen.

    Das Buch ließt sich nicht wie ein Sachbuch, obwohl es auch Themen wie Grammatik eingehend behandelt. Es ist eher ein Roman, den man gut und gerne nach Feierabend auf der Couch genießen kann.
    Das Sachbuch hat mir einige interessante Impressionen vermittelt, z.B. immer im Aktiv schreiben und lernen, Adverbien zu hassen. Trotzdem habe ich am Ende nicht das Gefühl gehabt, einen richtigen Schreibratgeber gelsen zu haben, weil das Buch im Prinzip keiner ist. Und darin liegt wahrscheinlich auch sein Geheimnis. Viel Lesen und schreiben- denn Übung macht den Meister und aus jedem gelesenen Buch kann man Erfahrung schöpfen.

    Fazit:
    Ich vergebe 5 Sterne an die Autobiografie mit Tipps zum Schreiben von Stephen King.

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    addicted_to_books13s avatar
    addicted_to_books13vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Das Leben ist kein Stützgerüst für die Kunst, es ist anders herum.
    Wie alles begann...

    Inhalt: 
    Stephen King gibt einen tiefen Einblick in sein Leben, was ihm zu dem gemacht hat was er heute ist. Und lässt alle angehende Schriftsteller an seinen Wissen teilhaben, wie man sich den Weg dahin ebnen kann. 


    Cover:
    Das Cover ist etwas Comicartig und sehr einfach. Was es aber für mich völlig ausreichend macht, denn es ist kein Roman sondern eher eine Mischung aus einer Biografie und Lehrbuch. 


    Schreibstil: 
    Ich kann nur sagen: Typisch Stephen King . Für mich ist der Schreibstil von ihm immer etwas durch einander, da ich finde das er sehr weit ausholt und drum herum erzählt. Es lässt sich trotzdem gut und flüssig lesen und man hat das Gefühl er spricht wirklich direkt zu einem. 


    Meine Meinung: 
    Ich muss vorerst erwähnen das ich gern mal ein Stephen King Buch lese, aber er nicht mein Top Nr.1 ist. Doch was dieses Buch bei mir geschafft hat, ist das ich ihn als Person nochinteressanter als vorher finde. Man bekommt einen sehr guten Einblick wie hart sein Weg war und wie dreckig es ihn früher wirklich ging. Und er gibt sehr gut detaillierte Tipps und Hilfsbrücken für angehende Autoren. Wer sich also mit den Gedanken befasst ein Buch zu schreiben oder eingefleischter Stephen King Fan ist, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Ich finde sogar jeder Autor sollte mal so ein Buch über sich verfassen. 


    Lieblingszitate: 
    "Die Geschichte war vier Seiten lang und mühsam mit Bleistift geschrieben."
    "Wenn ich noch zwei mehr verkaufte, konnte ich mir sogar eine große Tüte Popcorn und eine Cola leisten."

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    kleine_welles avatar
    kleine_wellevor einem Jahr
    Sehr inspirierend

    Dieses Buch ist nicht nur eine Biographie über Stephen King. Er beschreibt da auch wie er schreibt und was seiner Meinung nach dazugehört um ein guter Schriftsteller zu werden. Das Handwerkszeug jedes Schriftstellers steht im Vordergrund: die Sprache.

    Was soll ich zum Cover mehr sagen, als das es glänzt? Sehr toll gemacht. ;)
    Der Beginn ist eine Art Lebenslauf von ihm. Ja, er nennt es selber so, denn er beschreibt seine Kindheitserinnerungen nicht in einen langen, fließenden Text, sondern diese werden als Anekdoten in kurzen Kapiteln vorgestellt. Und das geschieht wie gewohnt in seinem lockeren und witzigen Stil, sodass man sich nicht nur direkt angesprochen fühlt sondern auch als wäre man ein guter Kumpel von ihm. Dafür sorgen dann auch die Einschübe in Klammern, die immer mal dazwischen gestreut werden. Einfach sehr gut zu lesen.
    Wobei man manchmal fast vergessen könnte, dass es das wahre Leben des Stephen King ist, denn mir kam es ab und zu so vor, als würde ich einen Roman lesen.
    Und trotzdem war ich fasziniert davon, wie viele Einblicke er in sein privates Leben zulässt und was ihn zum Schreiben gebracht hat. Denn darum geht es hauptsächlich, seinen Weg zum Schriftsteller. Und obwohl er schreibt, man soll nicht zu viel in das Buch hineininterpretieren, habe ich unwillkürlich versucht Verbindungen zu seinen Romanen in seinem Leben zu finden.
    Z.B. habe ich mich gefragt, ob er viele Kinder in der Außenseiterrolle schreibt, wegen seiner eigenen Kindheit. Aber vielleicht geht das wirklich zu weit.
    Ich habe mir bei der Lektüre nochmal richtig vor Augen geführt, wie viel Arbeit nicht nur in einem Roman von ihm steckt, sondern wie lang und hart sein Weg hin zum Meister des Horrors war.
    Und mit dieser Ehrlichkeit hatte er mich total in seinen Bann geschlagen. Denn auch ein Stephen King setzt sich nicht einfach so hin und schreibt ein Buch in einem hinunter, es steckt jede Menge Arbeit darin.
    Und dann im nächsten Teil, geht es über das Schreiben.
    Und ab diesem Abschnitt ist das Buch wirklich eine tolle Hilfe für angehende Autoren. Zuerst schreibt er auch einige Kapitel zum Handwerkszeug und ich meine das wirklich so, denn er redet hier über die Sprache und der Vergleich hat mich direkt gepackt.
    Zusätzlich sind noch einige kurze Beispiele abgedruckt und man kann hautnah miterleben, wie Stephen King an seine Text rangeht.
    Denn es steht natürlich im Vordergrund die Mittel, wie er selber schreibt und was er von guten Texten hält. Und obwohl das recht subjektiv klingt, habe ich bei vielen Autoren in Interviews oder in Gesprächen mitbekommen, dass diese viele Dinge genauso machen oder sehen. Und dann denke ich mir, muss doch was an den Tipps von ihm dran sein, oder?
    Manche Sachen habe ich nicht immer genauso gesehen, aber trotzdem habe ich das mit viel Interesse und Vergnügen gelesen.
    Am Ende wird es dann nochmal sehr persönlich.
    Die letzten Seiten sind dann anderen Büchern gewidmet. Bücher von Stephen Kings Leseliste oder auch die Bücher, die er in diesem Werk erwähnt hat. Diese Seiten werde ich dann noch durcharbeiten und mir den einen oder anderen Tipp rausschreiben. ;)

    Mein Fazit: Das ist keine reine Biographie, denn neben den biographischen Elementen ist das Hauptthema eigentlich das Schreiben. Aber trotzdem ist das Buch nicht langweilig und man kann sich wirklich einige Tipps hinter die Ohren schreiben. Mir hat das Buch auf jeden Fall Lust gemacht wieder was zu schreiben. 

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    Ann-KathrinSpeckmanns avatar
    Ann-KathrinSpeckmannvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht so fantastische, wie viele sagen, aber ganz interessant.
    Gemischt

    Das Schreiben und das Leben von Stephen King



    Verlag: Heyne, 2011
    Preis: 9,99 €/ 10,99 € (ebook/ Taschenbuch)
    Seitenzahl: 384
    ISBN: 978-3-453-43574-2


    Inhalt: 

    Der Titel ist gleichzeitig eine sehr gute Inhaltsangabe. Stephen King verrät in diesem Buch einige Anekdoten aus seinem Leben, die ihn zu Schriftsteller gemacht haben. Der zweite Teil des Buches enthält einen Schreibratgeber.



    Meine Meinung:
    Dieses Buch wurde mir sehr oft empfohlen, es hat gute Kritiken bekommen und da ich selbst schreibe, hat es mich gleich doppelt interessiert. Ich mag Stephen Kings Schreibstil, auch wenn seine Themen nur selten meinen Geschmack treffen. Deswegen wollte ich die Chance nutzen, etwas von ihm zu lernen. Das Buch lässt mich mit sehr unterschiedlichen Eindrücken zurück. Es besteht aus drei Teilen, auf die ich zuerst eingehen werde, bevor ich mich einigen allgemeinen Themen zuwende.


    Teil 1: Das Leben
    Der erste Teil besteht aus vielen (meist sehr kurzen) Kapiteln, in denen King Momentaufnahmen aus seinem Leben zeigt. Ich habe beim Lesen deutlich gemerkt, dass er die Szenen ganz bewusst ausgewählt und in Szene gesetzt hat. Das ist vollkommen okay und hat Spaß gemacht. Es sollte aber niemand das Buch in die Hand nehmen, weil er glaubt Stephen Kind danach zu kennen. Irgendwie hat er es trotz einiger sehr persönlicher Informationen geschafft, einen deutliche Distanz zu wahren. Aber wie gesagt: Ich finde das nicht schlimmer. Der Schreibstil ist flüssig und klar, sodass das Lesen Spaß macht.


    Teil 2: Das Schreiben
    Der Anfang gefällt mir gut. King bezeichnet das Schreiben als eine Art Telepathie. Ich mag den Vergleich und denke, dass man sich ihn beim Schreiben immer mal wieder vor Augen halten sollte. Nach der Einführung kommen für mich viele Sachen, die ich nicht mehr ganz so schön finde. Das erste, was mich stört, sind die nicht vorhandenen Überschriften. In Romanen ist mir vollkommen egal, ob über dem Kapitel eine Zahl, ein Wort oder ein kreativer Name steht. In einem Sachbuch finde ich gute Überschriften dagegen sehr wichtig. Denn in einen guten Ratgeber schaue ich immer wieder rein. Ich möchte etwas nachschlagen oder mir einzelne Kapitel mehrfach durchlesen. Aber ohne richtige Überschriften, ist es schwer die interessanten Stellen wiederzufinden.


    Die Hinweise an sich waren allesamt altbekannt. Natürlich habe ich kein Wundermittel erwartet, aber vielleicht etwas tiefergehende Hinweise. Die Buchhinweise sind am Ende länger als manch ein Kapitel. Außerdem sollte man sich beim Lesen einer Sache bewusst sein: King schreibt klipp und klar, was er denkt. Teilweise klingt es so, als wäre es anders gar nicht möglich, einen guten Roman zu schreiben. Teilweise sehe ich das anders. Schon allein, weil ich schon von anderen erfolgreichen Autoren gehört habe, die andere Strategien verwenden. Es hängt eben alles vom Autor, seinen Erfahrungen und dem Genre ab. Aber dennoch bin ich mir sicher, dass jeder eine Kleinigkeit aus dem Buch mitnehmen und ausprobieren kann.


    Teil 3: Der Autounfall
    Hinten angehängt befinden sich einige Kapitel, die eigentlich in den ersten Abschnitt gehören. King ist während seiner Arbeit an diesem Buch von einem Auto angefahren worden. Danach musste er sich zahlreichen OPs unterziehen. In dem Buch beschreibt er, wie sich das angefühlt hat und wie er danach wieder zum Schreiben gekommen ist. Das liest sich beinahe wie ein Horror-Roman. Mir ist jedenfalls ein wenig schlecht geworden.
    Ich finde es toll, dass King darüber geschrieben hat. Allerdings stört mich ein wenig das wie. Aber dazu komme ich im nächsten Abschnitt.


    Allgemeine Anmerkungen:


    Schreibstil:
    Obwohl ich Kings Stil normalerweise liebe, ist er mir diesmal an einigen Stellen auf den Senkel gegangen. Meistens lag das an Stolperfallen, wie eingeschobenen Nebensätzen und in Klammern verpackte Einwürfe. Als ich relativ weit hinten gelesen habe, dass King sich durch den zweiten und dritten Teil des Buches durchquälen musste, habe ich ihm sofort geglaubt. So klingt es nämlich leider an vielen Stellen. Außerdem haben die unzähligen Buchnahmen genervt. Richtig schlimm wurde es, wenn auch noch die Originaltitel dabeistanden. Es hätte gereicht, wenn diese erst Register aufgetaucht wären. Ebenfalls sehr nervig waren die Fußnoten, die immer erst am Ende des Kapitels aufgetaucht sind und ein Zurückblättern erzwungen haben. Das ist mit dem Tolino (oder Kindle) doppelt nervig.


    Die einzelnen kleinen Geschichten haben jedoch trotzdem gerade durch Kings Stil ihren Charme. Sie wirken teilweise wie Mini-Thriller. King hat immer versucht Spannung reinzubringen und ihm ging es scheinbar nie, um ein positives Ende. So ist er auch im 2. Teil vorgegangen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass er auf Teufel komm raus provozieren wollte. Das ist einerseits gut: Er hat klipp und klar seine Meinung dargestellt und seine Vorgehensweise beschrieben. Er setzt sich dafür ein und steht dahinter. Das gefällt mir tausend mal besser, als wenn er mir 22 Möglichkeiten aufzählt, die er aber selbst nicht nutzt. Andererseits geht das aber auch an einigen Stellen zu weit. Es ist eben ein Sachbuch und kein Horror-Roman.


    Struktur:
    Leider habe ich auch hier negative Anmerkungen. Von einer Struktur habe ich nämlich nichts gemerkt. Es waren anscheinend zwei Abschnitte geplant. Der erste hat von selbst ganz gut funktioniert, da King meistens chronologisch vorgegangen ist. Ab dem zweiten Abschnitt sah das anders aus. Hier ging irgendwie das eine oder andere durcheinander. Ich hatte vor allem bei der Einführung das Gefühl, dass er damals noch nicht wusste, was und wie genau er schreiben will. King betont, dass er so gut wie nie plottet und bei Horror-Romanen ist das vielleicht eine gute Vorgehensweise. Aber bei einem Sachbuch ist das eher unpraktisch. Auch der dritte Teil hätte deutlich besser eingebaut werden können. Stattdessen hat King ihn einfach ans Ende gehangen. Danach folgt dann nochmal ein längeres Beispiel für die Überarbeitung. Warum steht das nicht im Kapitel über die Überarbeitung?


    Bleibt etwas in mir zurück?
    King schreibt in dem Buch, dass es sein Ziel sei, dass die Leser nach der Lektüre etwas im Kopf behalten. Sie sollen noch eine Weile drüber nachdenken, diskutieren, etwas für ihr eigenes Leben mitnehmen. Das sehe ich genauso. Und ich muss sagen, dass King das trotz aller Kritikpunkte geschafft hat. Ich habe einige Bilder und Anregungen im Kopf behalten. Ich habe mir zwei, drei Dinge gemerkt, die ich unbedingt ausprobieren möchte und ich habe Motivation gefunden.


    Insgesamt:
    Es gibt sehr viel, was mich an diesem Buch stört. Aber der letzte Punkt ist der wichtigste. Deswegen habe ich sehr lange überlegt, ob es drei oder vier Katzen werden (halbe Katzen mag ich nicht). Ich denke, dass man im Zweifel, die positivere Alternative wählen sollte. Deshalb gibt es 4 von 5 Katzen. Es schwingt jedoch die Hoffnung mit, dass wenigstens der deutsche Verlag (also Heyne) bei einer Neuauflage die Kleinigkeiten ändert, die in seiner Macht stehen.

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    Daniela8s avatar
    Daniela8vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbares Buch. Ich finde es sehr authentisch geschrieben und konnte es bis zum Ende nicht aus der Hand legen.
    Auch für Nicht-Stephen-King-Leser...

    Ich habe seit meinem 17. Lebensjahr kein Buch mehr von Stephen King gelesen. Und betrachte es im Nachhinein auch eher als eine Phase, dass ich mir Horrorfilme angeschaut und solche Bücher gelesen habe. Es war mehr der Reiz des Verbotenen der mich anzog, als dass ich mich für solche Themen wirklich interessiere.  


    Dieses Buch jedoch ist anders. Ich habe einige Bücher gelesen über das Schreiben, und dieses gefällt mir besonders. In einer sehr authentischen Sprache erzählt Stephen King von seinem Leben und von seinem Schreiben. Beschönigt nichts und verläuft sich nicht in ausufernden Schilderungen seiner Sicht auf die Welt. Er erzählt die Dinge so wie sie für ihn sind. Nicht mehr und nicht weniger. 


    Ich war die ganze Zeit sehr motiviert weiterzulesen und habe durch die Lektüre wertvolle Impulse für mein eigenes Schreiben bekommen. Vielen Dank dafür, Stephen King.  

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    harald2066s avatar
    harald2066vor einem Jahr
    Kurzmeinung: (Nicht nur) Schreibhilfen, die schlüssig sind und in einer Sprache erklärt werden, die jeder nachvollziehen kann.
    Gute Einblicke in den Geist eines Schreibgenies

    Wer glaubt, in diesem Buch ausschließlich einen trockenen Schreibratgeber serviert zu bekommen, wird angenehm enttäuscht. Stephen King erzählt aus seinem Leben in einer ungemein unterhaltsamen Art. Es gab viele Passagen, in denen ich laut lachen musste. Langweile? Fehlanzeige. Selbst sein eigenes Leben, sein Schaffen, versteht dieser Schreibkünstler in einer Form darzustellen, die schon neugierig macht auf den zweiten Teil: Das Schreiben.
    Jeder Hinweis auf Schreibstil und Schreibhilfen wird logisch und beispielhaft mit Auszügen aus bekannter Literatur untermauert. Stephen behauptet nicht, dass allein "sein Stil" das Absolute darstellt ... nein, er empfiehlt jedem Anfänger, seinen eigenen Stil zu erfinden und ihn konsequent zu perfektionieren. Nur darauf bauen seine nachvollziehbaren Empfehlungen auf. 
    Dieses Buch schafft spielerisch den Spagat zwischen Lehrbuch und humorvoller Biografie. Absolut empfehlenswert, nicht nur für Autoren.

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    KirstenRs avatar
    KirstenRvor einem Jahr
    Motivation, Inspiration... Frustrattion

    Ich liebe Stephen King. Mein erstes Buch war "Friedhof der Kuscheltiere", danach kam in rascher Folge alles, was auf dem deutschen Markt zu lesen war. Bis ich irgendwann bei "Stark - The Dark Half" plötzlich genug von Horror und Gemetzel hatte und ewig lange pausiert habe. Nach "Die Arena" war ich wieder angefixt und musste mir unbedingt auch "Das Leben und das Schreiben" zulegen. Als selber Schreibende ist Stephen KIng für mich Motivation, Inspiration und Frustration zugleich. Ich bewundere seine Fähigkeit, mit wenigen, einfachen Worten eine unglaubliche Atmosphäre zu schaffen und dabei noch oft mit einem feinsinnig-ironischen Humor und einem Augenzwinkern zu erzählen. Für mich ist er wahrhaft ein Meister des Wortes.
    Wie er dazu wurde, das erfährt man im ersten, biographischen Teil des Buches. Und wenn er von seiner Kindheit und Jugend erzählt, hat man schon wieder den Eindruck, man befinde sich mitten in einer Stephen-King-Geschichte. (Allerdings ohne den Horror.) Im zweiten Teil lässt er den ambitionierten Leser und Schreibbegeisterten dann einen lehrreichen Blick in seinen Handwerkskasten als Autor werfen und man erfährt am Beispiel einer Kurzgeschichte, dass auch ein Meister wie King seine Mansuskripte überarbeiten muss, und wie das geht. 
    Für jeden, der selbst schreibt, ist dieses Werk sicher mindestens interessant, wenn nicht ein Muss, auch wenn man kein Fan des Horror-Genres ist. Für King-Fans ohnehin Pflichtlektüre. 

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    DerUnfertigeRomans avatar
    DerUnfertigeRomanvor 2 Jahren
    Ich will!

    "Es" war meine erste Begegnung mit dem Meister des subtilen Horrors. Sowohl als Buch, als auch als Film, habe ich ihn per se "gehasst". Der Film "Misery" hat das nur bestätigt.


    Selbst in seiner Autobiographie hätte ich... ach lassen wir das. Bei der Schilderung seines Unfalls wurde mir Schlecht, obwohl er einen nicht zu verkneifenden Lacher eingebaut hat.


    Doch hilft das Buch angehenden AutorInnen? Unbedingt! Es vermittelt die Eigenschaft, die Voraussetzung, über die ein Autor verfügen sollte - nein, die er/sie in sich spüren sollte: Leidenschaft! In all seinen Bedeutungen. King geht es darum, wie sich die Leserschaft fesseln und in die Geschichte hineinziehen lässt. Ratschläge zur Erzähl-Perspektive, Aufbau oder Struktur sucht man hingegen vergebens. Nur Eines wird deutlich: Vom Plotten hält der Meister nichts. Mit einer kleinen Idee setzt er sich hin und lässt dann seine Figuren nach und nach die Geschichte erzählen. Dieser Satz ist wichtig, weil es die Kernaussage des Buchs ist. Nicht King erzählt/gibt vor, sondern die sich langsam mit Leben füllenden Figuren.


    Natürlich spricht er Fehler an, die er selber macht. Adjektive, Adverbien, Pronomen, zu lange Sätze, zu Viel ABLENKUNG. Das Buch ist ein Appell ans Leben. In den Geschichten und in sich Selbst. Lebe, wenn du Geschichten erzählen willst und erzähle Geschichten, wenn du sie lebst. Er wiederholt, dass er nicht wegen Geld, Ruhm oder kreischende Teenager schreibt, sondern weil in ihm Geschichten entstehen, die er erzählen möchte.


    Wer ernsthaft über das Schreiben nachdenkt, sollte dieses Buch und Sol Steins "Über das Schreiben" lesen. Über die "Schreibtipps", die einem im Internet präsentiert werden, lächelt man dann hinweg.

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    BuchBlogWelts avatar
    BuchBlogWeltvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Stephen Kings interessanteste Geschichte ist die über sich selbst. Unterhaltsam. Wissenswert. Großartig.
    Seine spannendste Geschichte handelt von sich selbst

    Das Leben und das Schreiben. Die Story.

    Der US-amerikanische Erfolgsautor Stephen King wurde am 21. September 1947 geboren. Der Jüngste ist er also nicht mehr. Als passionierter Vielschreiber hat er sich nun seine Memoiren vorgenommen. Der Autor von "Carrie", "The Shining" oder "Misery" erlangte mit seinen Geschichten Weltruhm. In seinem Buch blickt er zurück auf sein Leben und erzählt, wie der Titel so treffend sagt, über das Leben und das Schreiben.

    Nach gleich drei Vorworten ist das Buch in zwei große Abschnitte geteilt. Zunächst stellt Stephen King sein Leben dar, das untrennbar mit dem Schreiben verbunden ist. Der Leser erfährt, wie Stephen King zum Bestsellerautor wurde und wie ihn später ein tragischer Unfall aus der Bahn wirft. Mühsam muss er sich zurück kämpfen. Das packt, das berührt. 

    Im nächsten Abschnitt weiht King den Leser in das Handwerk ein. Hier geht es um die Kunst des Schreibens. Er erzählt detailliert, wie er vorgeht, wenn er ein Buch verfasst und gibt Tipps für angehende Autoren. "Werkzeugkasten" nennt er das. 

    Stephen King selbst sagt über sein Buch: "Dieses Buch ist ein Versuch, kurz und bündig darzulegen, wie ich zu dieser Kunst kam, was ich inzwischen über sie weiß und wie sie gefertigt wird."

    Hier einige interessante Punkte aus dem Werkzeugkasten des Altmeisters:

    Viel lesen und jeden Tag viel schreiben (1000 Wörter) Feste Schreibzeiten einhalten einen eigenen geschlossenen Raum zum Schreiben haben Schreibe über Themen, bei denen du Spezialist bist Eine spannende Ausgangssituation bildet den Start, aus dem sich die Figuren dann selbst entwickeln Die Frage "Was wäre wenn?" hilft dem Autor bei der Handlung Figuren sind oft die Wiedergabe von realen Personen aus dem Leben des Autors Das Werk nach der Fertigstellung ruhen lassen Dann das Buch nach einiger Zeit zum zweiten Mal lesen und überarbeiten, auch 10% kürzen Freunden das Buch zum Probelesen geben Nie den Mut verlieren

    Das Leben und das Schreiben. Die Bewertung.

    Das Buch liest sich so interessant wie die Romane von King. Der Autor gewährt den Lesern tiefe Einblicke in seine eigene Geschichte und zeigt dem interessierten Nachwuchsautor, wie er vorgeht. Verrät er Tricks? Ja, vielleicht ein paar. Aber im Wesentlichen wird deutlich, dass Stephen King ein hart arbeitender Schriftsteller ist, der neben Talent auch über Disziplin und Organisationstalent verfügt.

    Das Leben und das Schreiben. Das Fazit.

    "Stephen Kings interessanteste Geschichte ist die über sich selbst. Er geht offen mit seiner Vergangenheit um und gewährt dem interessierten Nachwuchsautoren hilfreiche Einblicke in seinen Werkzeugkasten. Ein exzellentes Buch." – BuchBlogWelt

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