Das Mädchen

von Stephen King 
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Das Mädchen
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Hut ab, wenn man mit so wenigen und einfachen Mitteln eine so beklemmende Atmosphäre schaffen kann. Als Einstieg für S. King top!

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Das Buch war überhaupt nicht nach meinem Geschmack.

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Inhaltsangabe zu "Das Mädchen"

Ich habe keine Angst.
Überhaupt keine Angst.
Der Wanderweg ist gleich dort vorn.
Es ist wirklich ganz unmöglich, sich hier zu verlaufen …

Um zehn Uhr sitzt Trisha noch im Auto ihrer Mutter. Um halb elf hat sie sich im Wald verirrt. Um elf Uhr versucht sie, sich nicht zu fürchten. Nicht daran zu denken, dass Leute, die sich verirren, vielleicht nie mehr zurückkehren. Hunger und Durst, Insekten und wilde Tiere, Einsamkeit und Dunkelheit – Trisha hat dem Grauen der Wälder wenig entgegenzusetzen. Und vor allem nicht dem, was sich aufgemacht hat, sie heimzusuchen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426508541
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.11.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 29.10.2001 bei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Seitenhains avatar
    Seitenhainvor einem Monat
    Ich grusele mich nicht vor nichts

    Der "sanfteste King aller Zeiten" kommt mit einem fantastischen 3D- Wackelcover mit tollen Baumillustrationen an jedem Kapitelanfang.



    Ich habe zwar keine Vergleichsmöglichkeit, da ich noch keinen King gelesen habe, aber ich kann dennoch versichern, dass dies hier definitiv ein Jugendbuch ist.



    Die neunjährige Trish (die manchmal mit Ausdrücken um sich wirft, die für ihr Alter recht weit sind) leidet unter geschiedenen Eltern. Schlimmer noch, ihre Mutter plant "spaßige" Familienausflüge, bei denen sie sich mit Trishs Bruder streiten kann. Einer dieser Ausflüge führt in die Wälder New Englands, wo Trish nach einer Klopause nicht mehr auf den Weg zurück findet. Eine Odyssee durch Wald, Sumpf und Wahnsinn beginnt. Auf ihrem Weg wird sie begleitet von einem imaginären Tom Gordon (was den Originaltitel "The Girl who loved Tom Gordon" erklärt), seines Zeichens Closer bei den New York Red Sox (Baseball) und ihrem Walkman. Die imaginären Gespräche halten Trish halbwegs bei Verstand und die Ausflüge ihrer Mutter waren doch zu etwas gut: Wissen darüber, was in der Wildnis essbar ist.



    Neben dem fantastischen Cover wollte ich das Buch lesen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass man 300 Seiten mit einem verirrten Mädchen füllen kann. Wenn man Stephen King ist, kann man. Wie bereits gesagt, ist es, abgesehen von manchen altklugen Ausdrücken, ein Jugendbuch. Es passiert nicht viel, und partiell erinnerte es mich stark an Blair Witch Project: Mensch in Wald bildet sich böses Wesen ein. Ich gehöre allerdings nicht zu den Menschen, die sich gruseln, wenn andere Leute sich nicht sicher sind, ob sie bedroht werden, ergo war es ein interessanter Ausflug in die Wälder, bei dem man noch einiges übers Überleben lernen kann.



    Es bleibt nur eine Frage offen: Wenn ich nach zwei Minuten merke, dass ich nicht dahin komme, wo ich hinwollte, dann gehe ich doch dahin zurück, als ich noch wusste, wo ein Weg war!?



    "Außerdem kommst du vielleicht nie in Petes Alter, sagte die beunruhigende innere Stimme. Wie konnte man bloß eine so kalte und beängstigende Stimme in sich haben? Eine solche Verräterin an der eigenen Sache? Vielleicht kommst du nie aus diesem Wald heraus."

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    K
    kleinebuecherweltvor 2 Monaten
    Das Mädchen

    Die Idee zu "Das Mädchen" finde ich sehr spannend und Stephen King hat sie auch interessant umgesetzt. Problemlos gelingt es ihm, sich in ein neunjähriges Mädchen hineinzuversetzen und mit passender Naivität und Unschuld die Erlebnisse zu schildern. Trisha wirkt in ihrem Empfinden echt und das lässt sie dem Leser so nah werden.
    Der flüssige und anschauliche Schreibstil des Autors unterstützt die Vorstellung des dunklen Walds.
    Zu Beginn und gegen Ende des Romans, mangelt es der Geschichte auch nicht an Spannung und man hängt an den Seiten. Nur leider wird es während der Mitte des Buchs etwas langatmig, weil es um nichts anderes als das Überleben Trishas im Wald geht und sich Dinge wiederholen. Aufgrund dessen konnte mich ihre Geschichte, so echt sie auch wirken mag, nicht ganz packen und ich wollte das Buch einfach nur noch beenden.
    Besonders interessant war jedoch das Einbauen des Baseballspielers Tom Gordon, von dem Trisha großer Fan ist und der ihr in ihrer Vorstellung durch den Wald hilft. Dadurch bekommt die eigentlich bekannte Geschichte, etwas Eigenes. 

    Fazit: Eine interessante Geschichte, der es nur etwas an Spannung fehlt. 

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    la_vies avatar
    la_vievor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Absolut empfehlenswert!
    Überlebenskampf im Wald

    Ich bin eigentlich kein großer Stephen King-Leser. Als mir dieses Hörbuch in die Hände gefallen ist, war ich aber vom ersten Moment an gefesselt. Ein wirklich unglaublich gutes Buch.
    Die neunjährige Tricia verläuft sich bei einem Ausflug mit ihrer Mutter und ihrem Bruder, die sich fortwährend streiten, im Wald. Trotz ihrer anfänglichen Annahme, man könne sich in diesem Wald gar nicht verlaufen und würde den Wanderweg jederzeit wiederfinden, muss sie sich irgendwann eingestehen, dass sie sich tatsächlich verlaufen hat. Sie geht nach dem ersten Schock jedoch recht sachlich und vernünftig mit der Situation um. Sie teilt sich ihren Proviant ein und für den Fall, dass man sie nicht finden würde, folgt sie einem Bachlauf, der sie sicherlich irgendwann zu Menschen führen würde. Tricia wendet das in der Schule Gelernte an und deckt sich mit essbaren Beeren und Pflanzen ein. Doch so vernünftig sie mit der Situation auch umgeht, sie weiß, dass etwas im Wald lauert, etwas Dunkles, das sie holen will.
    Tricia ist wohl das faszinierndste neunjährige Mädchen, von dem ich je gehört habe. Sie ist erstens unglaublich vernünftig. Sie weiß, welche Pflanzen essbar sind, schätzt ihre Situation immer sehr treffend ein und geht sehr logisch an die Überlegung heran, wie sie am besten wieder nach Hause kommt. Zweitens hat sie einen köstlichen Humor, den sie auch in einer derart furchtbaren Situation nicht verliert, und der sie auch nicht aufgeben lässt, wo andere das schon längst getan hätten. Zudem finde ich es außergewöhnlich realistisch, welche Situationen Stephen King beschreibt. Zum Beispiel die Tatsache, dass man als Mensch aus einem Industrieland vielleicht das Bachwasser nicht verträgt, oder dass man durch die Mangelernährung und die seelische und körperliche Belastung krank wird. Auch die psychische Komponente wird sehr schön beschrieben, Haluzinationen bleiben nicht aus. Dieses Buch beschreibt den Überlebenskampf eines kleinen Mädchens, in dem ein unglaublicher Wille und eine ordentliche Portion Humor stecken. Absolut empfehlenswert!

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    moni_lovess avatar
    moni_lovesvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: "Das Mädchen" ist wohl eines der kürzesten Bücher des Schriftstellers und doch büßt es nichts vom gewohnten Gruselfaktor ein.
    bedrückende Atmosphäre

    Hier der Link zum Blogbeitrag: https://allaboutmybooksandme.blogspot.de/2018/01/rezension-das-madchen-von-stephen-king.html

    "Das Mädchen" ist wohl eines der kürzesten Bücher des Schriftstellers und doch büßt es nichts vom gewohnten Gruselfaktor ein.

    Wie erschreckend muss es für eine 9-Jährige sein festzustellen, dass sie sich komplett verirrt hat? Unbeschreiblich! King beschreibt nur zu gut nachvollziehbar die Panik, welche immer wieder mal zum Vorschein kommt, wenn sich die kleine Trisha ihrer schier aussichtslosen Lage bewusst wird.

    Doch fest verankert ist auch ihr Überlebenswille und dieser lässt unsre kleine Protagonistin großes leisten und ertragen.Sie setzt all ihr vorhandenes Wissen ein, um nicht zu verhungern und die Nerven zu verlieren.

    Dieses rationale Denken fand ich faszinierend. Wie doch Kleinigkeiten des Alltags auf einmal einen solchen Rettungsanker bilden können. Gut geschildert sind auch die Suchaktionen, welche parallel laufen und doch ergebnislos verlaufen, weil die falsche Spur verfolgt wird oder dem kleinen Mädchen einfach keine größere Strecke zugetraut wird.All die Ängste, welche ihre Familie durchstehen muss. Allein im Wald und das seid Tagen kommt so jeder an den Rande seiner Kräfte. Wahrnehmungen verschwimmen, Schein und Realität liegen manchmal ganz nah bei einander.

    Doch was ist, wenn doch etwas in den Wäldern nur darauf lauert sie zu erwischen? Gerade diese anfängliche Ungewissheit macht mit ihrem Überlebenswillen einen unglaublichen Spannungswert aus. Man fühlt sich zwangsläufig selbst beobachtet. Die nervenaufreibende Suche nach dem Ende des Waldes hat mich auch beim zweiten Mal lesen wieder gefesselt.

    Vielleicht ein guter Band zum Einstieg in die Lektüre von Stephen King, dessen Werke ja meist um einiges umfassender sind.

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    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: „Das Mädchen“ von Stephen King macht aus wenig Geschichte recht viel, aber am Ende bleibt es eben doch wenig Geschichte.
    8 quotes why: Das Mädchen von Stephen King

    Vorwort: Ich schreibe Rezensionen, weil es mir Spaß macht, mich auch im Nachhinein noch einmal mit einem Buch zu beschäftigen und zu reflektieren. Allerdings merke ich immer mehr, dass mir das nicht mehr so gelingt, deshalb versuche ich jetzt erst einmal was Neues: Ich möchte meine favorsierten Zitate aus dem Buch aufschreiben. So lese ich aufmerksamer und genauer und ich bin gespannt, wie das mein Lesevergnügen beeinflussen wird.

    1. Und natürlich war er das – jeder Wald war voll von allem, was man nicht mochte, von allem, vor dem man sich fürchtete und das man instinktiv hasste, von allem was einen mit grausiger, unüberlegter Panik zu überwältigen versuchte. [Seite 36]

    2. Ich glaube an keinen wirklich denkenden Gott, der den Absturz jedes Vogels in Australien und jedes Käfers in Indien registriert, einen Gott, der alle unsere Sünden in seinem großen, goldenen Buch festhält und über uns zu Gericht sitzt, wenn wir gestorben sind – ich mag nicht an einen Gott glauben, der es fertigbringt, vorsätzlich böse Menschen zu erschaffen, um sie dann bewusst in einer von ihm geschaffenen Hölle braten zu lassen - , aber ich glaube, dass es irgendetwas geben muss. [Seite 85]

    3. Irgendwann – vielleicht eine halbe Stunde nachdem sie wieder aufgebrochen war, vielleicht nach einer Dreiviertelstunde – entdeckte Trisha, was Tausende (vermutlich sogar Millionen) von Männern und Frauen vor ihr entdeckt hatten: Wenn es schlimm wird, ist es zum Umkehren oft schon zu spät. [Seite 134]

    4. Es gibt einen Punkt, an dem Menschen, die auf ihre eigenen Reserven zurückgeworfen sind, zu leben aufhören und mit dem bloßen Überleben beginnen. Ein Körper, dessen frische Energiequellen versieht sind, greift auf gespeicherte Kalorien zurück. Das Denkvermögen beginnt nachzulassen. Das Gesichtsfeld verengt sich und wird zugleich extrem klar. An den Rändern werden die Dinge unscharf. Diese Scheidelinie zwischen Leben und Überleben erreichte Trisha McFarland, als ihr zweiter Nachmittag im Wald sich seinem Ende zuneigte. [Seite 140]

    5. Die Welt hatte Zähne und sie konnte damit zubeißen, wann immer sie wollte. [Seite 188]

    6. Verstand konnte zurückkommen, wenn Verstand gebraucht wurde; Phantasie konnte zurückkommen, wenn Phantasie gebraucht wurde. [Seite 219]

    7. Und was war das Geheimnis, wie man ein Spiel entschied? Man musste deutlich machen, wer der Bessere war. Man konnte verlieren ... aber man durfte sich nicht selbst besiegen. [Seite 280]

    8. Sie schlug die Augen auf und die Wälder wichen in eine ungewisse Dunkelheit zurück, die sie nie mehr ganz verlassen würde – Welcher Weg? [Seite 297]

    Fazit: Ein kleines Mädchen verirrt sich und rennt tagelang durch den Wald. Stephen King schafft es aus diesem nichtssagenden Thema, eine wirklich tolle und spannende Geschichte zu machen. Dennoch fand ich die Geschichte mit dem „Monster“ etwas aufgebauscht, aus meiner Sicht hätte das so nicht sein müssen. Auch war mir Trisha leider nicht immer ganz sympathisch. Ja, sie war ein Kinf, aber Alter schützt vor Torheit nicht und manchmal hat sie sich wirklich dumm verhalten. Daher von mir drei Punkte, aber definitiv eine Leseempfehlung.

    Kurzmeinung: „Das Mädchen“ von Stephen King macht aus wenig Geschichte recht viel, aber am Ende bleibt es eben doch wenig Geschichte.

    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

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    Lese-katze92s avatar
    Lese-katze92vor einem Jahr
    Verlasse nie den Weg


    Bislang mein einziges Buch von Stephen King, welches ich zufällig auf dem Dachboden meiner Oma gefunden habe. 


    "Das Mädchen" handelt von der kleinen Trisha,ihrer Mutter und ihrem älteren Bruder, welche zu einem Wanderausflug in die Nordamerikanischen Wälder aufbrichen. Es dauert nicht lange und Trisha verlässt den Weg. In der festen Überzeugung zurück zu Mutter und Bruder zu laufen, verirrt sie sich immer tiefer im dunklen Wald, wo Kälte und Tiere lauern und etwas auf sie wartet, worauf sie nichts auf der Welt hätte vorbereiten können.


    Dieses Buch spaltet scheinbar die Gemüter, wobei ich dieses Buch spannend fand. Wo manch andere schon längst aufgegeben hätten, läuft Trisha immer weiter, immer in der Hoffnung wieder zurück, raus aus dem Wald, zu finden. Ich habe bislang noch nichts weiter von Stephen King gelesen und bin trotzdem begeistert von diesem Buch, man fiebert mit, ob sie es schaffen wird. Es ist spannend und authentisch geschrieben und man kann sich gut in Trisha reinversetzen. 

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    MellisBuchlebens avatar
    MellisBuchlebenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: die Gedanken- und Gefühlswelt der neunjährigen Trisha konnte ich zu 100 % nachvollziehen und wollte die junge Protagonistin [...] beschützen
    Gruselig

    Trisha ist eine liebenswerte Protagonistin, die mir bereits auf den ersten Seiten ans Herz gewachsen ist. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und das lag nicht nur an der Spannung, sondern vor allem daran, dass ich Trisha nicht im Stich lassen konnte. Das kommt bei Stephen-King-Büchern zuweilen vor und war auch hier der Fall. Ich konnte die kleine Trisha einfach nicht allein lassen und wollte sie zumindest als Leserin begleiten und "beschützen". 
    Trisha verlässt nur ganz kurz den Waldweg und verläuft sich. Diese Situation ist aufgrund ihrer Alltäglichkeit extrem authentisch; ich hatte hier vor allem den Gedanken: Das kann jedem passieren! Dadurch beginnt der Horror auch schon, denn wenn alltägliche Situationen die Basis für einen Horrorroman bilden, bekomme ich Gänsehaut. Trisha begegnet dann auch noch Dingen, die allesamt Folgen des Sich-Verlaufens sind. Ich möchte hier keine einzige aufzählen, weil das schon gespoilert wäre. Horrorelemente sind zahlreich vorhanden: Ich habe mich gegruselt, geekelt und die ganze Zeit mit Trisha mitgelitten. 
    Ohne zu viel verraten zu wollen, muss ich doch noch erwähnen, dass es etwas gibt, was Trisha bei ihrer Angst allein im Wald hilft. Die Idee von Stephen King fand ich hier wieder einmal genial, denn er verknüpft etwas, was Trisha besonders gerne mag mit dem Aufbau des ganzen Buches. Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht vorwegnehmen und kann nur sagen: Entdeckt es selbst!
    Mir hat "Das Mädchen" richtig gut gefallen, denn die Gedanken- und Gefühlswelt der neunjährigen Trisha konnte ich zu 100 % nachvollziehen und wollte die junge Protagonistin die ganze Zeit beschützen.
    "Das Mädchen" erzählt von der ersten bis zur letzten Seite die authentische Geschichte eines kleinen Mädchens, das sich im Wald verläuft und dabei allerlei Gefahren trotzen muss. Dabei spielen auch viele Horrorelemente eine Rolle, die aber vor allem aufgrund ihrer Alltäglichkeit so gruselig und eklig sind und nicht unbedingt, weil es brutal geschrieben ist - denn das ist es meiner Meinung nach nicht. 
    Jeder hat andere Grenzen, was den Horror angeht und mich hat King vor allem deshalb mit diesem Buch getroffen, weil es 1. jedem passieren kann und 2. sich die aus dem Sich-Verlaufen ergebenden Folgen ebenfalls durch ihre Alltäglichkeit eine Gänsehaut bei mir hervorgerufen haben.

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    KaterinaFrancescas avatar
    KaterinaFrancescavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Spiel mit den Urängsten und Urinstinkten des Menschen.
    "Die Welt hat Zähne. Und mit denen beißt sie zu, wann immer sie will."

    "Das Mädchen" handelt von der neunjährigen Trisha, die auf einer Wanderung auf dem Appalachian Trail mit ihrer Mutter und ihrem älteren Bruder Pete, sie sich seit deren Scheidung ewig streiten, kurz austreten will und sich dabei in Meilen von Wildnis verirrt. Im Wald wird Trisha mit den ureigensten menschlichen Ängsten konfrontiert und erfährt die Macht der menschlichen Instinkte. Zwischen Halluzination und Realität musst sich Trisha durch Meilen von Wildnis durchlagen, wobei ihr der Gedanke an Tom Gordon, ihren Lieblingsspieler der Red Sox, Mut verleiht, auch wenn dieser sie oft zu verlassen droht, wenn sie das Gefühl überkommt, dass da draußen etwas lauert und nur abwartet, bis sie zusammenbricht.
    Einleitend sei festzuhalten, dass dies tatsächlich mein erster Roman von Stephen King war. Und ich wurde nicht enttäuscht. Trisha ist eine spitzfindige  Neunjährige, die im Angesicht der familiären Streitigkeiten versucht, zu vermitteln und zu beschwichtigen. Diese Spitzfindigkeit hilft ihr auch dabei, im Wald zu bestehen. Ihre Ängste sind sehr nachvollziehbar und authentisch und sprechen die Urängste des Menschen an: die unheimlichen Schatten, die das Mondlicht im Wald wirft, das Knacken der Äste. hinter dem ein gefährliches Tier vermutet wird, die Furcht, im Morast zu versinken. Das Stecken, Surren und Beißen der Insekten, die sich am menschlichen Blut laben, der Hunger, Durst und die Erschöpfung. Gleichzeitig führt der Roman vor Augen, wie hilflos "Zivilsationsmenschen" sind, wenn es gilt, in der Wildnis zu überleben. Die Sprache ist klar und teils bildhaft.
    Den einen Stern Abzug gab es vor allem wegen den vielen Baseball-Szenen. Da ich vom genuin amerikanischen Baseball wenig verstehe, kamen mir diese etwas langatmig vor, auch wenn sie unverzichtbar sind, da Tom Gordon Trishas Anker ist. Außerdem hätten einige zusätzliche Szenen mit Trishas besorgter Familie den Waldplot vielleicht etwas aufgelockert.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Das Mädchen

    „Die Welt hat Zähne. Und mit denen beißt sie zu, wann immer sie will.“

    Ein kleines, 9-jähriges Mädchen verirrt sich in den Untiefen der nordamerikanischen Wälder und kämpft sich mehrere Tage und Nächte durch die Wildnis. Ein Survival-Horror der Extraklasse!
    Der Roman ist eher ein untypischer, vor allem aber ein überraschend kurzweiliger Stephen King. Trotz allem erkennt man in der Erzählweise und dem stillen Unbehagen, das sich während der Lektüre beim Leser immer weiter ausbreitet, seine klare Handschrift darin. Man erlebt durch die geniale Schreibe des Schriftstellers, die Wildnishölle der kleinen Trisha beinahe wie am eigenen Leib mit. Sie trifft die ein oder andere falsche Entscheidung, die sie nur noch mehr in Gefahr bringt und auch gute, die ihr in manchen Situationen das Leben retten. Der Leser erfährt durch manche Einblicke noch ein weniger mehr, was zum Beispiel bei ihren Eltern los ist, die sich in einer verzweifelnden Suche zwischen Hoffen und Bangen bewegen, oder wie sich Trisha immer weiter weg von der nächsten Bevölkerung bewegt, im Glauben einer guten Intuition nachzugehen. Dadurch spannt King den Spannungsbogen nur noch mehr ins Unermessliche. Doch King wäre kein King, gäbe es da nicht noch etwas mehr. Einen kleinen Zusatz, der den sowieso schon katastrophalen Albtraum aller Kinder nur noch schrecklicher macht. Trisha bemerkt ab einem gewissen Punkt, dass sie nicht alleine durch die Wälder irrt. Ihr folgt etwas, und sie ist sich sicher, dass es nichts Gutes sein kann…
    Für mich hatte dieses Buch, als alter Stephen-King-Fan, noch einen anderen, persönlichen Bezug, der es zu etwas Besonderem macht: vor ziemlich genau 10 Jahren, an meinem 14. Geburtstag war dies mein erstes Hörbuch, von King und auch ganz allgemein. Ich konnte mich sogar noch wage an manche Stellen des Buches erinnern, was der Spannung aber kaum einen Abbruch tat. 

    Auf jeden Fall ein lesenswerter, kurzweiliger und superspannender Thriller, der einem unter die Haut geht. Eine Verfilmung davon könnte ich mir wahnsinnig gut vorstellen, vielleicht vergreift sich ja mal jemand an den Filmrechten, wer weiß?

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    Lyreens avatar
    Lyreenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mein erster King den ich die Jahre abgebrochen habe...
    Für mich war es einfach nur langweilig ...




    Mein erster King den ich abgebrochen habe O.O
    Buchinfos:
    Titel: Das Mädchen
    Autor: Stephen King
    Seiten: 304
    Buchart : TB
    Verlag: Knaur
    Bestellcode: 978-3-426-50854-1
    Erhältlich : 11 / 2012
    Kosten : € 9,99
    Alter: -
    Buchrichtung: Horror
    Vorgängerbände:-
    Folgebände: -
    Verfilmung: -
    Inhalt:
    Ich habe keine Angst.
    Überhaupt keine Angst.
    Der Wanderweg ist gleich dort vorn.
    Es ist wirklich ganz unmöglich, sich hier zu verlaufen …
    Um zehn Uhr sitzt Trisha noch im Auto ihrer Mutter. Um halb elf hat sie sich im Wald verirrt. Um elf Uhr versucht sie, sich nicht zu fürchten. Nicht daran zu denken, dass Leute, die sich verirren, vielleicht nie mehr zurückkehren. Hunger und Durst, Insekten und wilde Tiere, Einsamkeit und Dunkelheit – Trisha hat dem Grauen der Wälder wenig entgegenzusetzen. Und vor allem nicht dem, was sich aufgemacht hat, sie heimzusuchen …
    Meine Meinung:
    Ich habe das Buch abgebrochen, ich war enttäuscht davon.
    Es hat mich überhaupt nicht gefesselt und bei knapp Seite 60 habe ich es aufgegeben.
    Das Buch liegt nun lange angefangen in meinem Regal, als ich es weiter lesen wollte , habe ich bemerkt das es einfach nichts bringt.
    Die Geschichte handelt von Trisha die mit ihrer Mutter im Auto unterwegs ist, sie muß dann aufs Klo. Sie halten am Waldrand, Trisha verläuft sich und man erlebt dann mit ihr den weg im Wald.
    Ich habe dann aufgehört da ich es einfach nur flach fand und das vom King nicht kenne.
    Das Buch spaltet generell die Fans was ich mitbekommen habe ;)
    Pluspunkte: 
    -
    Minuspunkte:
    -eine flache Geschichte , für mich ohne Spannung
    Cover:
    -War der Grund warum ich das Buch gekauft hatte . 

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    Inhalt


    Die Welt hat Zähne. Und mit denen beißt sie zu, wann immer sie will. Diesmal trifft es die neunjährige Trisha. In einem Moment der Unachtsamkeit verirrt sie sich hoffnungslos im dichten Wald. Sie erlebt eine Odyssee voller Schrecken, von der ersten flatternden Unruhe im Bauch über die Stürze in der Wildnis bis hin zum Abstieg in eine Welt voller Halluzinationen. Dazu die nervenzersägenden Moskitos.

    Es gibt auch ein paar Regeln, aber das kennt ihr ja sicher schon:

    * Jeder geht bitte mit dem Buch um als wäre es das eigene. Natürlich sollt ihr es nicht mit weißen Handschuhen lesen und Gebrauchsspuren sind bei so vielen Lesern ja gar nicht zu vermeiden. Nur einfach ein bisschen darauf achten, dass keine Knicke reinkommen, nichts drüberschütten, nichts reinschreiben, keine Seiten rausreißen oder sowas.

    * Bitte schreibt hier einen Kommentar, wenn das Buch bei euch angekommen ist und wenn ihr es weitergeschickt habt. Ihr kümmert euch selbstständig um die Weitergabe der Adressen.

    * Geht das Buch verloren, teilen sich Versender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. Passiert einem ein Missgeschick und das Buch wird irgendwie schwerer beschädigt, bitte direkt an mich wenden. Es gibt für alles eine Lösung und ich reiße keinem den Kopf ab.

    * Portokosten trägt natürlich ebenfalls jeder selber. Bitte denkt daran, Büchersendungen nicht zuzukleben. Es wäre doch schade, wenn der Nächste Porto nachzahlen müsste.

    * Der Versand ins Ausland kann nur erfolgen, wenn sich der Vorgänger dazu bereit erklärt die höheren Portokosten zu tragen. Bitte klärt das vorher ab, damit es im Nachhinein nicht zu Unmut kommt.

    * Jeder hat 2 Wochen Zeit um das Buch zu lesen. Falls jemand nicht in der Zeit fertig wird, schreibt er bitte eine kurze Nachricht, damit der Nächste Bescheid weiß.

    *Es wäre schön, wenn ihr eine Rezension schreibt. Ist aber keine Pflicht.

    Ich behalte mir das Recht vor Personen ohne Angabe von Gründen wieder zu streichen oder nicht aufzunehmen.

    Teilnehmerliste (unbegrenzt):

    1. Letizia > angekommen 19.11.12 > weiter 23.11.12
    2. Moni-Que > angekommen
    3. Pandakind > angekommen > weitergeschickt
    4. Pullerente > angekommen > weitergeschickt
    5. Steinflut > angekommen > weitergeschickt
    6. Morgoth666 > angekommen
    7. Murkelchen
    8. gamaschi
    9. usw.

    Zuletzt an Wildpony für ihre Bundeswehrbücherei.

    G
    Letzter Beitrag von  gamaschivor 5 Jahren
    Das Buch ist in der BW-Bücherei angekommen.
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