Stephen King Der Affe: Story aus Blut (Story Selection 43)

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Inhaltsangabe zu „Der Affe: Story aus Blut (Story Selection 43)“ von Stephen King

Tsching-tsching-tsching, wer ist tot? Hal wusste nicht, woher der Spielzeugaffe stammte, den er als Kind auf dem Dachboden gefunden hatte. Ein unwiderstehlicher Drang ließ ihn jedenfalls am Schlüssel der Aufziehmechanik drehen. Und immer wenn der Affe die kleinen Blechzimbeln schlug – tsching-tsching-tsching –, starb jemand. Damals hatte Hal ihn in den Brunnen geworfen, um ihn ein für alle Mal los zu sein. Nur dass der Affe wohl andere Pläne hat. Jahre später taucht er wieder auf, und einen von Hals Söhnen drängt es, den Schlüssel zu drehen. Tsching-tsching-tsching ... »Der Affe« ist No. 43 der Stephen King Story Selection (aus: Blut). Sie umfasst ca. 68 Manuskriptseiten.

Mit zahlreichen Wendungen kann die Geschichte nicht dienen, aber mit einem ausgedehnten Spannungsbogen.

— Flaventus
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  • Was stimmt mit diesem Affe nicht?

    Der Affe: Story aus Blut (Story Selection 43)

    Flaventus

    05. February 2017 um 13:10

    Was stimmt mit diesem Affe nicht? Es ist doch nur ein einfacher Plüschaffe mit zwei Zimbeln. Aber irgendwas ist mit ihm, denn ansonsten hätte Hal nicht die Angst überfallen, als sein Sohn Dennis ihn aus einem Ralston-Purina-Karton* herausgezogen hatte. Es war nicht nur einfach Angst, sondern ein blankes Entsetzen, das ihn überkam, so dass er beinahe laut aufgeschriehen hätte. Es muss irgendwas an diesem Affen sein. Nur was? Darüber wird der Leser dieser Kurzgeschichte lange Zeit im Unklaren gehalten. Er weiß, dass was schlimmes passiert war, aber er kennt nicht Umstände nicht. Logisch, dass dies die Spannung hebt. Zumal King mit kurzen Sätzen und Andeutungen den Spannungsbogen immer weiter anzuheben versteht. Wie in so vielen seiner Kurzgeschichten, springt King in der Zeit zurück, um zu erzählen, was Hal und seinen Mitmenschen widerfahren ist und welche Rolle der Affe dabei spielte. Dieser unheimliche Affe, der immer wieder zu ihm zurückfindet. Jetzt aber erklärt er dem Affen endgültig den Kampf und versucht ihn auf Dauer loszuwerden. Die Charakterentwicklung wird in dieser Kurzgeschichte etwas vernachlässigt, bedient sich King seinen üblichen Klischee-Figuren, die eigentlich nicht weiter beschrieben werden müssen. Schon am Verhalten und Umgang miteinander wird klar, dass hier wieder Personen die Hauptrolle übernehmen, die aus sozial schwierigen Verhältnissen stammen. Mit zahlreichen Wendungen kann die Geschichte nicht dienen, aber mit einem ausgedehnten Spannungsbogen, der sich in einem beeindruckenden Finale entlädt. Eine Kurzgeschichte, bei der Freunde der Spannung und des Horrors bedenkenlos zugreifen können.

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