Stephen King Der Anschlag

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Inhaltsangabe zu „Der Anschlag“ von Stephen King

Stephen King schreibt die amerikanische Geschichte neu

Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.

Eine wirklich interessante Storyline. Eines seiner besten Bücher.

— LarsMielke

Unglaublich spannend. http://www.nixzulesen.de/index.php/2017/07/23/der-anschlag-stephen-king/

— toertchen

Ein echt beeindruckendes, spannendes Werk mit tollen Charakteren und einem super Schreibstil!

— libreevet

Könnte ich mehr als 5 Sterne geben, würde ich es tun!

— darueber

Wer Spannung und Nervenkitzel – gepaart mit wundervollen “Anekdoten” der 50er und 60er Jahre – liebt, wird dieses Buch verschlingen.

— deichpoesie

In einer Nacht ausgelesen...suuuper

— Gabriele246

Für alle, die King mal ohne Horrorelemente erleben wollen. Nach ES und THE GREEN MILE mein drittliebster King.

— MellisBuchleben

pures lesevergnügen in einer fantastischen fb-lesegruppe

— LeseSprotte

Ein genialer King!Episch,atmosphärisch,wunderbar erzählt mit überraschenden Wendungen + einer Vergangenheit die nicht geändert werden will!

— LadyOfTheBooks

Hervorragendes Buch mit absolutem Suchtfaktor... ein Pageturner!

— Mizzili

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  • Dieses Buch verdient mehr als 5 Sterne

    Der Anschlag

    darueber

    05. November 2017 um 18:31

    Meistens sind es tatsächlich die dicken Schinken, bei denen mir nach dem Lesen die Worte fehlen, obwohl es eigentlich so viel zu sagen gibt. Wenn Stephen King seine Finger im Spiel hat, ist die Wahrscheinlichkeit noch höher. Es ist als käme man von einer langen Reise wieder nach Hause. Wenn ich von einer langen Reise schreibe, meine ich allerdings viel eher eine vergangene Zeit. Wir tauchen zusammen mit Jake Epping in die Endfünfziger und Sechziger Jahre ein und bekommen dabei einen beeindruckenden Einblick in die Geschichte. Bevor ich das Buch gelesen habe, wollten mir viele erzählen, dass dieser Roman von Kings typischen Werken stark abweicht, doch nach Beendigung glaube ich viel eher, dass dieses Buch sehr King-typisch ist. Vielleicht werden mir die Leute, die »Es« gelesen haben, zustimmen, wenn ich sage, dass Stephen King ein Meister darin ist, Charaktere zu erschaffen und ihnen eine ganz persönliche und sehr ausführliche Geschichte zu geben. Auch in diesem Buch finden wir einen Protagonisten, dessen Persönlichkeit wunderbar ausgearbeitet ist, obwohl wir hier gar nicht allzu viel über seine Vergangenheit erfahren. Es sind eher beiläufig einfließende Sätze, die uns etwas von seiner eigenen Geschichte erzählen. Denn es geht in diesem Buch nicht um Jake Epping und seine Vergangenheit, sondern viel eher um George Amberson, der versucht das Kennedy Attentat von 1963 zu verhindern. Wir haben in diesem Buch unglaublich schlaue Dialoge, allerdings auch liebenswürdige Charaktere, einige Bösewichte und generell so ziemlich alles, was man aus den Geschichtsbüchern über diese Zeit herausziehen kann. Wenn man in diese Geschichte eintaucht, erlebt man eine so wunderbar detailgetreue Kulisse und eine Realitätsnähe, die fast schon absurd ist, wüsste man nicht, dass Stephen King diese Zeit selbst miterlebt hat. Ich habe jedes einzelne Detail über die Vergangenheit aufgesogen und konnte gar nicht genug von den Beschreibungen und Dialogen der verschiedenen Charaktere bekommen. Im Laufe des Buches reisen wir in viele verschiedene Kulissen, die alle ihre eigene Geschichte erzählen und die erst einmal überhaupt nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Alles baut auf ein wunderbares Finale auf. Wir finden hier nicht die Art Horror, für die Stephen King bekannt ist, das stimmt schon. Aber ich bin der Meinung, dass es nicht der Horror ist, der Stephen King als Autor definiert. Viel eher sind das die Werte, die während des Lesens vermittelt werden. Viel eher sind es Themen wie Freundschaft, Liebe, Drama und Humor, die einen riesigen Platz in seinen Büchern einnehmen. So auch hier. Diese Geschichte hat mich wirklich fesseln können und ich habe die letzten vierhundert Seiten an einem Tag verschlungen. Außerdem war es zum ersten Mal seit langem ein Buch, bei dem ich während des Lesens keine Bewertung im Kopf hatte oder ich überhaupt nicht an irgendwelche Kritikpunkte denken musste. Normalerweise entstehen beim Lesen von Büchern automatisch Formulierungen für Rezensionen in meinem Kopf. Dieses Buch hat mich allerdings so in seinen Bann gezogen und eine so ausführliche und komplexe Geschichte geschaffen, dass ich gar keine Zeit für so etwas hatte. Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass es sich nicht teilweise gezogen hat. Ich finde, dass das bei King meistens gegen Ende ein kleines Problem wird. Kurz vor dem Finale haut der Gute dann nämlich nochmal ein paar Seiten raus, bei denen ich mir wirklich alle Haare ausreißen könnte. Das Ende hat mich in ein kleines Loch geworfen und ich war gleichzeitig wahnsinnig glücklich damit und trotzdem unzufrieden, weil ich mir etwas anderes erhofft und für manche Charaktere gewünscht habe. Sehr zu empfehlen ist auch das wunderbar vorgelesene Hörbuch, das von David Nathan gelesen wird. Ich habe den Anfang gehört und es war der beste Einstieg, den ich mir hätte wünschen können. Insgesamt ist dieses Buch ein Meisterwerk und bekommt von mir 5 Sterne.

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  • Vergangenheit VS Zukunft!

    Der Anschlag

    pinucchia

    30. October 2017 um 08:36

    Vergangenheit VS Zukunft! Klappentext von Amazon: Stephen King schreibt die amerikanische Geschichte neu Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle. Über den Autor: Infos über den Link; https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_King Stephen Edwin King (*21. September 1947 in Portland, Main) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er schrieb auch unter Pseudonymen, 1972 als John Swithen und zwischen 1977 und 1985 als Richard Bachman. Er ist vor allem bekannt für seine Horror-Romane, die ihn zu einem der meistgelesenen und kommerziell erfolgreichsten Autoren der Gegenwart machen. Bis heute hat Stephen King als Autor über 400 Millionen Bücher verkauft, die in über 50 Sprachen übersetzt wurden. Das Buch: Ich besitze eine Taschenbuchausgabe mit 1.056 Seiten. Das Nachwort beinhaltet ganze 8 Seiten, die sehr Aufschlussreich sind, bezüglich Recherchen. Dies erklärt zu mindestens was er erfunden und was er selbst hinzugefügt hat. Dieses Buch ist in 10 Plots unterteilt: Einem „Vorwort“ mit 7 Seiten“, Teil 1 – „Entscheidender Augenblich“ mit 4 Kapiteln,  Teil 2 – „Der Vater des Hausmeisters“, mit 4 Kapiteln, Teil 3 - „In der Vergangenheit Leben“, mit 6 Kapiteln, Teil 4 - „Sadie und der General“, mit 10 Kapiteln, Teil 5 - „22. November 1963“, mit 7 Kapiteln, Teil 6 - „Der Mann mit der grünen Karte“, mit 3 Kapiteln, „Abschließende Notizen“, mit 8 Seiten, „Bürgerin des Jahrhunderts (2012)“, mit 12 Seiten, „Nachwort“, mit 8 Seiten. Am Ende des Buches, gibt’s es noch ein Bonusmaterial, mit Werkverzeichnis der im Heyne Verlag von Stephen King erschienenen Titel, diese Beinhaltet ganze 15 Seiten.   Mein Lieblingszitat: Wenn man liebt, sind Pockennarben so hübsch wie Grübchen. Japanisches Sprichwort                                      !!!Vorsicht Spoiler Alarm!!! Meine Meinung: Mich hat diese Story von vorne herein fesseln können. Aber leider blieb dies mit der Zeit, nach. In manche Kapitel, gerade zu der Zeit wo er von Sadie getrennt war, war es relativ langatmig. Natürlich ist mir bewusst, dass Jake (George) eine Bestimme Zeitspanne überbrücken musste, um in das Jahr 1963 zu gelangen, aber so grob gesagt, hat er sich fast nur versucht, sich zu Beschäftigen. Das fand ich leider nicht so interessant.  Der Schreibstil von King, ist wie immer „einzigartig“ und ein Meister seines Werkes. Die Bindung zu den einzelnen Protagonisten, war schon mit den ersten Sätzen vorhanden. Dies gelingt „King“ immer wieder. Auch Nebencharaktere haben gleich bei mir einem Platz im Herzen. Mein Fazit: Selbstverständlich ist King ein „Meister“ seines Werkes, aber leider hätte ich mir von der Story her ein anderes Ende gewünscht. 1056 Seiten zu lesen, um am Ende das zu erfahren, was man eigentlich schon weiß; „Das man die Vergangenheit nicht ändern kann“, fand ich sehr Deprimierend. Deswegen erhält der Anschlag von mir 3,2 Sterne, die sich ausfolgende Komponenten zusammensetzten. 5 voll Sterne für den perfekten Schreibstil, 3 Sterne für die Charaktere, 3 Sterne für die Atmosphäre, 2 Sterne für die Idee, 3 Sterne für „Hat es mich gefesselt?“ Worauf ich eigentlich „ganz“ Wild war, in dieser Story, war die Tatsache das er Sadi mit in die Zukunft nehmen wollte. Damit wurde ich leider total unzufrieden entlassen. Und diesbezüglich, hätte ich mir gern „etwas“ mehr gewünscht. Wenn man schon im ganzen Buch spekuliert über eine Tatsache „Was wäre wenn“ gewesen, hätte ich mir darüber gern eine kleine „Erklärung“ gewünscht“.  

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    • 5
  • Leserunde zu "Der Anschlag" von Stephen King

    Der Anschlag

    pinucchia

    Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Der Anschlag" von Stephen King zu lesen. Wir beginnen ab nächster Woche (oder schon sofort) und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man 3 Lose dafür. Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen!  Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. Viel Spaß uns allen :)

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    • 20
  • Was wäre wenn…. „Der Anschlag“ von Stephen King

    Der Anschlag

    deichpoesie

    17. October 2017 um 11:43

    Am 22. November 1963 hielt die Welt den Atem an, als Walter Cronkite die Öffentlichkeit über den Tod des Präsidenten der Vereinigten Staaten, John Fitzgerald Kennedy, unterrichtete. Auch wenn diese Aufnahmen (und der später veröffentlichte “Zapruder-Film”) noch immer schockierende Gesichter hinterlassen, wissen die Beobachter leider eine Tatsache mit Sicherheit: diese Geschehnisse können nicht mehr getilgt oder verhindert werden – – – oder etwa doch?   Stephen King hat sich bereits in den späten 70er Jahren mit einer Idee beschäftigt, die das Attentat auf JFK beinhaltete. In einem späteren Interview im Rahmen der Veröffentlichung von “11/22/63″ (Originaltitel) berichtete der Erfolgsschriftsteller, dass zum damaligen Zeitpunkt “die Wunden noch nicht gänzlich verheilt waren”. Er war sich jedoch sicher: Irgendwann werde ich diesen “Stoff” verarbeiten können. Zum Inhalt des Buches: Jake Epping lebt im Jahr 2011 ein normales Leben in den USA. Er ist Englischlehrer und bereits einmal geschieden worden. Trotz dieser negativen persönlichen Erfahrung kommt er in seinem Leben ausgezeichnet zurecht. Sein Freundeskreis mag vielleicht überschaubar sein (auch wenn er äußerst beliebt zu sein scheint!), doch die geknüpften Freundschaften werden gepflegt. Der wichtigste Ansprechpartner und Freund für Jake ist in den letzten Jahren ein Mann namens Al. Er ist Chef eines kleinen Imbiss-Restaurants, welches Burger und weitere Speisen zu echten “Dumping-Preisen” anbietet. Jake findet den Laden genial – und auch Al ist ein echter Freund für ihn. Diese Freundschaft wird eines Tages einer Prüfung unterzogen, die Jake in seinen kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten hätte. In einem kleinen Hinterzimmer seines Restaurants versteckt sich Al´s Geheimnis, mit welchem er diese unglaublich günstigen Preise seiner Ware erklären kann. Jake ist wie vom Donner gerührt als Al ihm offenbart, er verfüge über die Möglichkeit in die Zeit zurück zu reisen. Genauer gesagt in das Jahr 1958 – für viele Amerikaner die “gute alte Zeit”. Nach einer kleinen “Erkundungstour” hat Jake keinen Zweifel mehr, das Al ihm keine Märchen erzählt hat. Doch warum und wie dieses “Zeitportal” entstanden ist, kann auch Al nicht erklären. Er will es jedoch nutzbar machen, um den Verlauf der Geschichte verändern zu können. Gewalttaten, Ungerechtigkeiten und Mordanschläge könnte man – bei guter Vorbereitung und Recherche – womöglich verhindern. Al hat hier ein ganz besonderes Ereignis in Betracht gezogen. Das Attentat in Dallas auf JFK muss verhindert werden! Der Grund liegt nach Al´s Ansicht klar auf der Hand. Würde man JFK retten, gäbe es keine Eskalation in Vietnam. Es würde keinen Krieg bis in die späten 70er geben und keine toten Amerikaner. Auch der Anschlag auf Robert Kennedy würde nicht stattfinden und womöglich könnte John F. Kennedy seine Politik der Veränderung durchsetzen. Viele Amerikaner sahen in JFK den Präsidenten, der das Land vereinen und verändern konnte. Er bewies Durchhaltevermögen während der Kuba-Krise und zeigte sich entschlossen in Prestigefragen, wie z. B. der bemannten Reise zum Mond. Würde man den mutmaßlichen Attentäter in Dallas außer Gefecht setzen, hätte diese “gute” Politik eine echte Chance und womöglich könnte Amerika zu dem werden, was sich seine Bürger so sehr wünschten – das Land der Hoffnung und die Heimat der Mutigen. Al hat schon über einen längeren Zeitraum recherchiert und viele Vorbereitungen getroffen, um den Anschlag auf den Präsidenten zu vereiteln. Durch eine schwere Erkrankung ist Al selbst nicht mehr in der Lage, Lee Harvey Oswald (in den Augen der beiden Freunde der einzige Täter) außer Gefecht zu setzen. Daher bittet er seinen Freund Jake – nimmt er diese Herausforderung an? Was erwartet ihn im Amerika der späten 50er und frühen 60er Jahre? Wie funktioniert dieses “Portal” und was muss er beachten im Umgang mit den Menschen, die er zweifelsohne auf seinem Weg treffen wird? Al unterweist Jake in Sachen “Zeitreisen” und erklärt ihm, was er zu tun und zu lassen hat, wenn er diesen Eingang benutzt. Nach diesem “Unterricht” und einigen schlaflosen Nächten willigt Jake ein. Er tritt eine Reise mit dem Ziel an, den 22. November 1963 zu dem Tag zu machen, der ursprünglich vorgesehen war: ein normaler Herbsttag im sonnigen Texas – gekrönt vom Besuch des Präsidenten der USA in Dallas – ohne Vorkommnisse! Al warnt seinen Freund jedoch vor der Abreise: Die Vergangenheit lässt sich ungern verändern – sie kann bei dem Versuch einer Änderung des Handlungsverlaufs äußerst brutal und rücksichtslos reagieren. Jake nimmt diese Tipps dankbar an und versucht sich an ausgesuchten “Prüfungen”, um sich so auf das eigentliche “Event” optimal vorbereiten zu können. Hier entdeckt Jake schließlich am eigenen Leib, was Al mit seiner Warnung vor dieser wehrhaften Vergangenheit meint. Fazit: Stephen King hat es geschafft! Im Januar 2009 setzte er sich in seiner Heimat (Bangor, Maine) an den Schreibtisch und “opferte” dieser Geschichte fast zwei Jahre seines Lebens. Im Dezember 2010 war dieses Werk vollendet und ich darf ohne Übertreibung behaupten, dass dieser Roman zu den Besten seiner Werke zählen dürfte. King schildert in seiner detaillierten Arbeitsweise, wie sein Protagonist mit den Herausforderungen und den unterschiedlichen Lebens- und Sichtweisen der Generationen zurecht kommen muss. Ihm gelingt ein Spannungsbogen, der von Anfang bis Ende die Nerven der Leser auf Spannung hält. Ich bin ein großer Anhänger dieses Autors und habe einige seiner Werke im Regal stehen – doch dieser Roman erhält (neben “Carrie” und “ES”!) einen Ehrenplatz, da er nach langer Zeit etwas zu Papier gebracht hat, was einfach spannend und packend erzählt worden ist. Als Tipp meinerseits gebe ich den potentiellen Lesern den Rat, vielleicht “ES” noch einmal zu lesen. Es ist zweifellos kein Muss, um “Der Anschlag” lesen zu können – doch der eine oder andere “Querverweis” lässt den Leser sicherlich aufhorchen. Was die mögliche Verschwörung im Mordfall Kennedy angeht, wird sicherlich der eine oder andere Leser die Nase rümpfen. Lee Oswald? Einzeltäter? Diese Frage wurde in so vielen Büchern, Filmen und Dokumentationen behandelt. Fakt ist jedoch, dass die wenigen Beweise und Hinweise immer wieder seinen Namen aufzeigen. Zweifel am Verlauf der Ereignisse von Dallas sind zweifelsohne berechtigt – was auch Stephen Kings Ehefrau vehement unterstreicht. Sie ist eine glühende Anhängerin der JFK-Verschwörung! Auch ich sehe die Ereignisse des 22. November 1963 mit anderen Augen und kann einfach nicht glauben, dass Oswald der alleinige Täter sein soll. Doch in Bezug auf den nun vorliegenden Roman von Stephen King kann ich abschließend sagen: Dieser Thriller verdient die Bestnote! Wer Spannung und Nervenkitzel – gepaart mit wundervollen “Anekdoten” der 50er und 60er Jahre – liebt, wird dieses Werk (mit über 1.000 Seiten) in kürzester Zeit “verschlungen” haben. x Autor/in: Stephen King x Titel: Der Anschlag x Genre: Thriller x 1056 Seiten x Heyne Verlag x ISBN: 3453267540   Die Rezension habe ich am 19. Juni 2012 geschrieben.

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  • Einfach nur: Wow

    Der Anschlag

    Gabriele246

    26. September 2017 um 00:21

    In Bezug auf Stephen King bin ich immer etwas indifferent. Manche Bücher von ihm sind einfach toll, andere reizen mich gar nicht. Dieses Buch gehört definitiv zur 1. Gruppe. Obwohl es eigentlich in Richtung Fantasy geht (ich sag das jetzt mal, weil Zeitreisen vorkommen), ist es absolut logisch aufgebaut und man könnte sich wirklich vorstellen, dass alles so passiert.Das Buch ist wirklich spannend vom 1. Moment an und auch das Ende enttäuscht nicht. Trotz der vielen Sprünge in der Story finden sich keine Logikfehler, sondern jede Aktion des Protagonisten bringt wieder neue Spannung in die Geschichte. In aller Kürze: Eines der besten Bücher, die ich von Stephen King je gelesen habe.

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  • Von vorne bis hinten gute Unterhaltung

    Der Anschlag

    MellisBuchleben

    17. August 2017 um 14:44

    Besonders gut gefallen hat mir bei "Der Anschlag" nicht nur die Hintergrundidee, sondern auch der Zeitraum, den der Protagonist in der Vergangenheit verbringt.Denn es ist nicht nur ein reines In-die-Vergangenheit-Reisen und Wieder-zurück-Kommen, sondern Jake Epping kann nur ins Jahr 1958 reisen. Der Anschlag auf J. F. Kennedy fand 1963 statt, so dass er für sein Vorhaben ganze fünf Jahre in der Vergangenheit lebt. Dadurch erfährt der Leser jede Menge über diese Zeit und ich hatte tatsächlich das Gefühl, die ganze Zeit live dabei zu sein, wenn Jake Epping dieses große Vorhaben plant. Denn den Präsidenten der USA vor einem Attentat zu retten, bedarf so einiger Vorbereitung.   Doch Jake will nicht nur dieses Attentat verhindern, sondern auch andere Dinge in der Vergangenheit ändern, die sich dagegen sträubt. Von Anfang bis Ende war das Buch daher mitreißend, weil die ganze Zeit die Fragen mitschwingen, ob und wie er es schaffen wird und was die Konsequenzen des Ganzen sind. Das Buch ist aber nicht nur spannend, sondern auch traurig, lustig und unterhaltsam. Meiner Ansicht nach hat es damit alles, was ein gutes Buch braucht. Hinzu kommt der unverwechselbare Schreibstil von Stephen King, bei dem man alles ganz genau erfährt und dadurch mit den Protagonisten fühlt, mit ihnen leidet, mit ihnen dies alles erlebt."Der Anschlag" weist im Gegensatz zu einigen anderen Wälzern des Autors meines Erachtens nur ganz wenige Längen auf.Ich empfehle, sich wirklich Zeit für diesen Roman zu nehmen und sich von der Dicke nicht abschrecken zu lassen. Dass Wälzer ihre Zeit brauchen, liegt in der Natur der Sache, aber bei diesem hier lohnt sich das wirklich! Mich konnte das Buch von Anfang an unterhalten und auch das erdachte Ende ist grandios und eine tolle Idee. Ich bin begeistert. Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass der Roman keine Horrorelemente enthält, so dass auch all jene auf ihre Kosten kommen werden, die schon immer mal etwas von Stephen King lesen wollten, aber keinen Horror mögen.

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  • Ein Pageturner und ein Buch mit absolutem Suchtfaktor

    Der Anschlag

    Mizzili

    11. March 2017 um 20:33

    Dieses Buch ist mein absolutes Lieblingsbuch unter den Kingbüchern, vielleicht sogar überhauptInhalt: Jake Epping kommt durch einen Freund hinter das Geheimnis, wie er in die Vergangenheit reisen kann und "erbt" den Auftrag den Anschlag auf JFK zu verhindern. Er hat jedoch nicht mit dem Schmetterlingseffekt gerechnet - die Vergangenheit wehrt sich gegen gegen seine Versuche, die Abläufe zu verändern...Meine Bewertung: Ein solch spannungsgeladener Roman, der zusätzlich so lebhafte Charaktere hervorbringt, sucht meines Erachtens Seinesgleichen! Hier hat King sich selbst übertroffen.Die Charaktere von Jake Epping und Sadie haben mich so gefesselt und auch die Nebenhandlungen auf dem Weg seiner Zeitreise sind so voller Gefühl und Spannung, dass ich diesen Wälzer nicht weglegen konnte und nun bereits mehrfach gelesen habe. Einfach wunderschön.Lesempfehlung: Ein Muss für King-Fans und eine absolute Empfehlung für alle, die auf der Suche nach fesselnden Charakteren sind

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    • 2
  • Überraschend gesellschaftskritisch mit fantastischen Elementen

    Der Anschlag

    knuddelbacke

    17. February 2017 um 14:05

    MEINUNG Mit „Der Anschlag“ von Stephen King habe ich mir , trotz der über 1000 Seiten , ein nahezu von Anfang bis zum Ende spannendes Buch ins Bücherregal geholt. King ist mit diesem Buch gelungen wovon jeder Bücherwurm träumt: Das Buch zieht dich in seinen Bann, du fieberst mit den Figuren mit und kannst es schließlich kaum noch aus den Händen legen. Erst wenn dir die Augen zufallen klappst du es zu in freudiger Erwartung auf die nächsten freien Minuten die du wieder mit lesen verbringen kannst. Wie oftmals bei wirklich guten Geschichten dauerte es auch bei „Der Anschlag“ einige Seiten bis ich mich in die Handlung eingelesen hatte. Bedingt durch die Komplexität und den Umfang der Handlung war dies jedoch im Nachhinein nicht überraschend für mich und nach den ersten 100 Seiten wurde ich auch zusehends immer schneller dafür entschädigt. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass sich ein regelrechter Sog entwickelte und die Abende in denen ich das Buch las, immer länger wurden. Nachdem ich bereits Joyland von Stephen King gelesen hatte und feststellen musste, dass King viel mehr ist als der Meister im Horror-Genre , kann ich auch nach dem Lesen dieses Buches sagen: Ja er ist viel mehr als der Autor von Horror-Geschichten. Er ist ein Meister des Erzählens und versteht es dabei in bester Manier den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen. Während des Lesens drängte sich mir immer wieder die Frage auf „Wie würdest du reagieren, wenn du in Jakes Haut stecken würdest, und die Vergangenheit verändern könntest“?. Der „Schmetterlingseffekt“ ließ mich nicht mehr los – er beschreibt die unvermeidbaren Folgen die eine noch so winzig kleine Veränderung der Vergangenheit mit sich bringt. Auch wenn es nur theoretische Annahmen sind, durch die Erzählweise Kings sind sie einfach nah und greifbar geworden, fast so als könnten Zeitreisen wirklich stattfinden. Der nostalgische Charakter den das Buch mit sich bringt ist nicht zu leugnen, und ich würde lügen wenn ich behaupten würde , dass er mir nicht gefiel. Es wird ein unglaublich echt wirkendes Gesellschaftsbild der 1960er Jahre Amerikas gezeichnet, in denen es viele Konflikte gibt, die sich bis weit in die uns bekannte Gegenwart auswirken.Die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte ist rührend ohne aufdringlich zu wirken. Tatsächlich macht sie den Eindruck als würde sie sich „so ganz nebenbei“ ergeben. Ein brillianter Schachzug von King, denn so hinterlässt sie einen tiefen emotionalen Eindruck beim Leser, ohne von der Haupthandlung abzulenken. Mein Fazit Wer ein Horrorszenariao ala Stephen King erwartet wird enttäuscht sein,dafür bekommt der Leser allerdings einen gesellschaftskritischen Roman  mit fantastischen Elementen geboten, der einen dem Atem anhalten lässt. Ein Buch mit über 1000 Seiten, welches zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise langatmig oder gar langweilig gewesen wäre.

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  • Klasse!

    Der Anschlag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. January 2017 um 11:18

    Wenn es um Charaktere geht, dann ist Stephen King der King! Gerade bei Büchern mit vielen Seiten muss man sich ja immer ein bisschen überwinden, aber dank der Charaktere, die King einem so Nahe bringen kann wie kein anderer, vergehen die 1000 Seiten wie im Flug. Man will einfach wissen, wie es mit diesen tollen Persönlichkeiten weitergeht.Die Geschichte basiert auf einer grandiosen Idee und ist excellent aufgebaut. Ein großartiges Buch!

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  • Spannend, anrührend, aber einen Ticken zu lang.

    Der Anschlag

    Samaire

    05. January 2017 um 16:16

    Für den Lehrer Jake Epping läuft eigentlich alles relativ normal, bis ihm sein Freund Al eine unglaubliche Geschichte erzählt. In Als Restaurant befindet sich ein Übergang in die Vergangenheit. Betritt man ihn, landet man im Jahr 1958. Zuerst glaubt Jake kein einziges Wort, bis er selbst das Portal betritt und sich im Jahr 1958 wiederfindet. Er kehrt wenige Minuten später zurück und Al weiht in in seinen eigentlichen Plan ein: Jake soll das Attentat an John F. Kennedy verhindern und damit die Welt zu einem besseren Ort machen. Jake nimmt den Auftrag an und beginnt ein neues, zweites Leben 1958. Doch die Vergangenheit möchte sich nicht so einfach ändern lassen, was auch Jake schmerzhaft feststellen muss. Ich habe schon viele Bücher von King mit Freude gelesen und hatte eine gewissen Erwartungshaltung an den „Anschlag“. Ich erwartete einen Thriller, wie er sich gewaschen hat und diesen liefert King auch an vielen Stellen. Jakes Versuche seinem ehemaligen Schüler ein besseres Leben zu ermöglichen und auch die Versuche das Attentat zu verhindern, sind echte Pageturner. Was bei mir am Ende aber viel mehr Spuren hinterlassen hat, ist die Lovestory zwischen Jake und Sadie, die er in der Vergangenheit kennen und lieben lernt. Je tiefer er sich in die für damalige Verhältnisse „unzüchtige“ Beziehung stürzt, desto mehr ahnt der Leser, dass es kein Happyend geben kann. Irgendwann wird Jake zurück müssen, irgendwann wird er das Attentat verhindern müssen und Sadie hat in dem allen eigentlich keine zugewiesene Rolle. Es war unterm Strich die wundervolle Liebesgeschichte, die mich am Ball hat bleiben lassen. All die Schicksalsschläge und Widrigkeiten, die diese beiden überstehen mussten. „Der Anschlag“ hat eine enorme und ja, ich gebe es zu, auch zunächst abstoßende Länge. Die deutsche Ausgabe hat ~1000 Seiten, die erst einmal gelesen werden wollen. Der Beginn hat mich sofort bekommen, ebenso das Ende des Romans. In der Mitte, als die Observierung von Oswald beginnt, verliert das Ganze aber etwas an Spannung und ich komme nicht umhin zu sagen, dass hier auch 200 Seiten weniger nicht schlecht gewesen wären. Das ist aber auch wirklich der einzige Kritikpunkt an dieser Stelle. Auch das Ende, welches ich mir für 900 Seiten nicht vorstellen konnte, hat mich persönlich überzeugt und wie ich finde, alle Ebenen schön zusammengebracht. Ich kann „Der Anschlag“ durchaus weiterempfehlen, ziehe aber einen Punkt wegen des überlangen Mittelteils ab. Wer King schon kennt, wird sicherlich seine Freude habe, wer ihn nicht kennt, sollte dem Roman vielleicht eben weil er kein typischer Thiller ist, eine Chance geben.

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  • Wäre es die Folgen wert?

    Der Anschlag

    Krimifee86

    18. November 2016 um 13:18

    Klappentext: Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet …Cover: Mir gefällt das Cover des Romans sehr gut, denn es zeigt genau das, was in dem Roman eine wichtige Rolle spielt: Ein Präsident, ein Schuss und ja – auch eine Münze. Gut gewählt und auch von der Farbauswahl (rot und silber) sehr passend.Schreibstil: Stephen King ist einer der wenigen Autoren, die es schaffen, dass ein Buch mit über 1.000 Seiten nicht langweilig wird. Wobei ich sagen muss, dass bei „Der Anschlag“ 800 Seiten auch gereicht hätten, zum Ende hin wurde ich einfach des Themas überdrüssig. Aber wie dem auch sei, Stephen King schreibt einfach spannend. So spannend, dass auch der Alltag eines Lehrers an einer Schule in Texas spannend wird. Weil er immer kleine Geschichten und Begegnungen in diesen Alltag einfließen lässt, Dinge, die später noch eine Bedeutung haben werden. Und so ist man als Leser gezwungen, aufmerksam zu lesen, bzw. man will das auch, denn man will ja nichts verpassen.Gut gefallen haben mir auch die Charakterisierungen. Wobei… So ganz sympathisch war mir Jake leider nicht immer. Oftmals hat er für meinen Geschmack etwas zu egoistisch reagiert und sich auch bei einigen Dingen einfach zu viel Zeit gelassen. Er war mir manchmal zu wenig auf seine Mission und zu sehr auf sein Privatleben bedacht. Wie so oft haben mir die Nebencharaktere besser gefallen, insbesondere die Einwohner der texanischen Kleinstadt (mit Ausnahme von Sadie, die für mich ein echter Störfaktor in der Geschichte war).  Die Story: Mir hat die Geschichte total gut gefallen. Jake reist durch ein Portal in das Jahr 1958, um das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern. Fünf Jahre Zeit also, um dies vorzubereiten, in denen so einiges passiert. Wir begleiten Jake also durch fünf Jahre amerikanische Geschichte und insbesondere auch durch fünf Jahre seiner Vorbereitungen und seines Privatlebens. Begleiten ihn, wie er an dubiose Wettanbieter gerät, in zweifelhaften Gegenden wohnen muss und seine neue Liebe kennenlernt. Ob er es schafft, das Attentat zu verhindern, möchte ich an dieser Stelle nicht entlüften. Sagen möchte ich aber, dass ich von dem Ende enttäuscht war, bzw. von dem, was sich nach Jakes Rückkehr ins Jahr 2011 abspielt. Das war mir irgendwie zu viel und zu abstrus und es waren ungefähr 70 Seiten, die ich nicht gebraucht hätte. Da wäre mir ein offenes Ende fast schon lieber gewesen, auch wenn mich das sicher auch mit einem empörten Aufschrei zurückgelassen hätte. Fazit: Ein weiterer Stephen King, der mir gut gefallen hat und den ich gerne gelesen habe. Wegen des Endes, das mir nicht so gut gefallen hat, sowie des Hauptcharakters Jake, der mir zu wenig Held war, ziehe ich ein Pünktchen ab. Nichtsdestotrotz ein absolut empfehlenswerter Roman, der auch historisch gesehen einiges zu bieten hat.

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  • Der Anschlag — Ein Gedankenexperiment zum Kennedy-Attentat

    Der Anschlag

    SHaedrich

    14. November 2016 um 13:51

    »Wenn man liebt, sind Pockennarben so hübsch wie Grübchen«— japanisches Sprichwort (Quelle)Ein Roman, in dessen Mittelpunkt das Kenndy-Attentat 1963 steht, ein Roman zur historischen Aufarbeitung der Geschehnisse, könnte man sagen, die damals jahrelang nicht möglich war. Aber es ist ebenso ein fiktionales Buch, eines übers Zeitreisen – ein Portal, welches in die 50er Jahre katapultiert – und ein ständiges Was-wäre-wenn-Spiel mit dem Schmetterlingseffekt und einem worst case scenario am Ende.Dem gegenüber, der Autor: Stephen King. Ein Mann, der als Meister seines Fachs gilt und bis vor kurzem noch am laufenden Band Bestseller in der Horrorliteratur produzierte, welche mich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht reizt. Und so konnte ich den Mann nur als vorbildlichen Schriftsteller sehen. Bis vor kurzem. Was für einen guten Roman wichtig ist – nicht immer wird es an erster Stelle genannt – ist die Tiefe der erschaffenen Welt. Hierbei geht es vor allem darum, ob der Leser bereits auf den ersten Seiten eintauchen und die Welt akzeptieren kann. Auch geht es hierbei um die Glaubwürdigkeit; eine bedingungslose, selbst bei Fiktion oder gerade da. Man redet dann oft davon, dass dieses Buch mitreißt. Und zwar Millionen von Lesern. Wie ein Hype. Wie das Unter-der-Bettdecke-Lesen von Harry Potter Büchern. Und hierbei geht es nicht einmal vordergründig um Spannung. Vielmehr ist es die Kunst, seine Welt in Wörtern beschreiben zu können, die die Welt dahinter sichtbar machen, die das Lesen unnötig machen, dass man nur noch fühlt, manchmal sogar deutlich sieht; einem Blockbuster gleich. Und all das hat Stephen Kings Roman „Der Anschlag“ für mich. The New York Times urteilt zu recht: „Ein Feuerwerk von einem Buch.“. Kurz zum Inhalt: Der Plott handelt von einem jungen Lehrer, der für einen Freund mit Hilfe eines Zeitreiseportals das Attentat von Lee Oswald auf John Fitzgerald Kennedy am 27. November 1963 in Dallas vereiteln soll. Mehrmals beobachtet er nur, testet, und findet dort seine große Liebe. Aber natürlich macht dieser Umstand die Erfüllung seines Auftrags nicht leichter. Ja, auch eine Liebesgeschichte ist dabei, aber als guter Autor versteht es King, das ganze kaum in Pomp, Pathos oder Kitsch abgleiten zu lassen. Es ist nicht weiter als ein Nebenstrang der Handlung, der erst später wichtig, zwar klischeehaft, aber essentiell für den Schluss wird. Obwohl für diesen Roman kein Happy End nötig gewesen wäre und ein Fehlen desselben die dramatische Bedeutung des Werkes wohl nur betont oder gar gesteigert hätte. Mit ausgiebiger Recherche versucht King, ein möglichst klares und dichtes Bild von Zeit und Leuten zu vermitteln. Ein Blick in Nachwort und Quellenverzeichnis bestätigt das. Des Weiteren lässt es sich der Autor nicht nehmen, mit der Gegenüberstellung der Epochen, und unserer Zeit mit einer alternativen Zeitlinie Gesellschaftskritik auf beiden Seiten zu üben.Fazit:Ein Buch, das man wirklich genießen kann.

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  • Schmetterlingseffekt

    Der Anschlag

    coffeetimelady

    02. November 2016 um 12:21

    Dieses Buch habe ich förmlich verschlungen. Es war mein zweites von S.King, wobei das erste Buch (Es) habe ich nicht bis zum Ende gelesen...Dieses Buch allerdings war voller Tempo, mit durchdachten Akteuren und mit Bezug zur realen amerikanischen Geschichte. Was braucht der Leser mehr??? (Von mir gab es trotzdem nur 4 Sterne, da der (Achtung Spoiler!) Schmetterlingseffekt meiner Meinung nach zu heftig ausfiel!)

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  • Der Anschlag

    Der Anschlag

    Rebegger

    27. October 2016 um 20:00

    Toll geschrieben, die beste Geschichte die ich je gelesen habe. 

  • Interessante Geschichte mit deutlichen Längen

    Der Anschlag

    Flaventus

    02. September 2016 um 11:24

    Zeitreisen sind faszinierend. Was könnten wir nicht alles machen, wenn wir die Möglichkeit hätten, in der Zeit zurückzureisen? Diese Idee greift Stephen King in seinem Buch auf und fokussiert sich auf die Frage, was passiert wäre, wenn der Anschlag auf John F. Kennedy im Jahre 1963 vereitelt worden wäre. Dieses Ereignis verbinden viele US-Amerikaner mit einem Trauma. Sie sind davon überzeugt, dass ihr Land durch die Ermordung des Präsidenten in eine tiefe Krise gestürzt wurde. Genau darauf baut King auf, wenn er den Lehrer Jake Epping auf seinen todkranken Freund und Restaurantbesitzer Al Templeton treffen lässt, der ihn in ein Geheimnis einweiht. Jake hat sich nämlich immer schon gefragt, wie das Restaurant überleben konnte. Bis Al ihm ein Portal in seinem Restaurant zeigt, mit dem man ins Jahr 1958 reisen kann. Kehrt man über das Portal in das Jahr 2011 zurück, so sind dort lediglich zwei Minuten vergangen. Al hat diese Reisen genutzt, um sich mit Nachschub für sein Lokal zu versorgen Das Zeitparadoxon umschifft King, in dem er jede neue Zeitreise die Ereignisse der alten Zeitreise auslöschen lässt. Nur der Zeitreisende kann sich noch an alles erinnern. Al ist besessen davon, das Attentat auf Kennedy vereiteln zu wollen, schafft es aber aufgrund seiner Krankheit nicht, die fünf Jahre bis zum Jahr 1968 zu überbrücken. Er überzeugt Jake davon, dass er es an seiner Stelle versuchen soll. Nach einigen Zeitreise-Testläufen und die Betrachtung der jeweiligen Folgen seines Handelns, beschließt er, einen Versuch zu wagen. Wenn der Leser an dieser Stelle angelangt ist, wird er schon längst bemerkt haben, dass das eigentliche Attentat in den Hintergrund gerückt ist. Ebenso wie die Mythen, die sich um Oswald im Laufe der Zeit gebildet haben. Im Buch steht die us-amerikanische Gesellschaft der 60er im Vordergrund, die gerne glorifiziert wird. King zeigt aber recht deutlich, welche Risse diese Gesellschaft schon damals hatte und welche Probleme der Neuzeit in der Vergangenheit zu suchen sind. Wer King kennt, wird wissen, dass es viele Nebenhandlungen gibt, die zudem Bezug auf vorhandene Schauplätze aus anderen Büchern haben. So wie mancher Filmregisseur immer wieder in seinen eigenen Filmen auftaucht, versucht King die Handlungen seiner Bücher ineinandergreifen zu lassen. Die Handlungsstränge in "Der Anschlag" sind dabei nicht derart komplex, als dass man den Überblick verliert. Ebenso typisch für einen King sind die Längen, die seine Bücher aufweisen. Kann das Buch den Leser in dem ersten Drittel fesseln, verliert es danach merklich an Fahrt. Die Nebenhandlungen rücken zunehmend in den Vordergrund und man möchte dem Buch zurufen: "Komm auf den Punkt!" Erst gegen Ende nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf und kann den Leser wieder fesseln. Es sollte klar sein, dass es sich bei diesem Buch um einen Thriller handelt. Ich kann entäuschte Rezensienten nicht verstehen, die ein Horrobuch erwartet haben. Sehr wohl kann ich aber enttäuschte Leser verstehen, die sich durch die Längen des Buchs gekämpft haben und am Ende vielleicht auch deswegen enttäuscht sind, weil so manches Zeitparadoxon dann doch nicht aufgeklärt wird. Natürlich kennt der King-Leser die typischen Längen seiner Bücher, aber in diesem Buch verliert die Geschichte einfach zu viel an Fahrt. Dem Lesefluss hätte es sehr gut getan, wenn der Mittelteil deutlich gestrafft worden wäre. Ich kann das Buch nur bedingt empfehlen. King hat sicherlich deutlich bessere Bücher geschrieben. Sehr zu empfehlen ist der Dunkle Turm Zyklus, in dem es zwar ebenfalls viele Längen gibt, der Zyklus in seiner Gesamtheit dann aber doch ein unvergleichliches Lesevergnügen darstellt.

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