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Soeren

vor 5 Jahren

(8)

Zeitreisegeschichten haben mich von jeher interessiert und wenn mein Lieblingsautor Stephen King davon schreibt, dann ganz gleich noch mehr. Als Freund inbesondere seiner längeren Werke - wie "Es" - konnte ich es kaum erwarten, endlich "Der Anschlag" zu lesen. Nach wenigen Seiten zog mich die Handlung in ihren Bann. Ich litt und fieberte mit Jake Eppig und freute mich jeden Abend aufs Weiterlesen. Es ist schon ein Weilchen her, dass einem Buch das dermaßen gelang. Selbst bei den Stephen-King-Romanen gibt es nur wenige, die mich so sehr in ihren Bann gezogen haben (und das, obwohl selbst die jüngeren Werke wie "Wahn" und "Die Arena" wirklich gut geschrieben waren).
Lag es am Ausflug nach Derry (wo auch "Es" spielt) im ersten Buchdrittel, der jede Menge Erinnerungen weckte? An der überaus sympathischen Hauptfigur? Oder an der Liebesgeschichte zwischen George und Sadie, die ein Großteil des Buches ausmacht? Das alles sind Highlights, die das Leserherz höherschlagen lassen. Kurios fand ich, dass ich mir während des Lesens einerseits wünsche, dass ich bald zum Hauptthema - dem "Anschlag" - käme , es mir anderseits aber sehr gut gefiel , wenn George von seinen Erlebnissen in Jolie, Texas berichtete. Ich hätte nichts dagegen gehabt, mehr davon in weiteren Bänden zu lesen.
Das einzige Manko am Roman war der recht detaillierte Teil über Lee und Marina. Bei den vielen Einzelheiten ihrer Eheprobleme hätte sich King etwas zurückhalten können, da sie für den Verlauf der Handlung nicht ganz so relevant waren. Aber selbst hier war es kein langweiliges Schwafeln (wie in "Love"), so dass ich weit davon entfernt bin, deswegen bei der Bewertung einen Punkt abzuziehen. Der ganze Roman ist flott geschrieben und liest sich auch so. Bei "Der Anschlag" hat Stephen King (eigentlich) alles richtig gemacht.

Autor: Stephen King
Buch: Der Anschlag
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