Stephen King Die Meerenge: Story aus Blut (Story Selection 13)

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Inhaltsangabe zu „Die Meerenge: Story aus Blut (Story Selection 13)“ von Stephen King

Stella ist 95 Jahre alt und hat ihren Heimatort, eine kleine Insel, noch nie verlassen. Sie sah bisher keinen Grund dazu, gab ihr die Insel doch alles, was sie für ein glückliches Leben benötigte. Nun ist sie an ihrem Lebensabend angekommen und leidet an Krebs und Arthritis. Die seit Jahrzehnten das erste Mal wieder zugefrorene Meerenge bewegt sie zu einem ersten und letzten Abenteuer. »Die Meerenge« ist No. 13 der Stephen King Story Selection (aus: Blut). Sie umfasst ca. 38 Manuskriptseiten.

Eine sehr schön erzählte und gar nicht gruselige Kurzgeschichte.

— Flaventus
Flaventus
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  • Eine sehr schön erzählte und gar nicht gruselige Kurzgeschichte

    Die Meerenge: Story aus Blut (Story Selection 13)
    Flaventus

    Flaventus

    02. October 2016 um 09:32

    Wenn ich an Stephen King und Kurzgeschichten denke, dann kommt mir immer das Buch Vier nach Mitternacht in den Sinn, in dem vier Geschichten zusammengefasst sind, die jeweils nach Kings Meinung für ein Buch zu kurz und für eine Kurzgeschichte zu lang sind: Die vier Geschichten fassen zusammen über 1000 Seiten.Nun, "Die Meerenge" hingegen ist eine echte Kurzgeschichte, denn netto umfasst die Geschichte 22 Seiten. Alle anderen Seiten des eBooks beinhalten Impressum & Co., sowie eine Leseprobe des Buchs "Wahn" (ebenfalls von King). Diese Info finde ich relativ wichtig, weshalb ich sie explizit erwähne. Im Vergleich zu einem Booksnack ist der Umfang "sehr" groß. Wenn man bedenkt, dass dieses eBook 99 Cent kostet, stimmt meines Erachtens das Preis-Leistungsverhältnis deutlich besser.Erzählt wird die Geschichte von Stella Flanders, die Zeit ihres Lebens auf der Insel "Goat Island" lebte, ohne diese je verlassen zu haben. Warum sollte sie auch, hatte die Inselgemeinschaft ihr doch immer alles gegeben. Nun im Alter von 95 Jahren erlebt sie einen der härtesten Winter seit Jahrzehnten und saniert über die Vergangenheit.Der Erzählstil ist dabei recht interessant, denn er wechselt zwischen aktuellen Ereignisse und der Vergangenheit. Wenn Stella über die Vergangenheit nachdenkt, dann in der Form, als wenn sie es ihren Urenkel erzählen würde. Im Konjunktiv erinnert sie sich an ihre Vergangenheit und denkt darüber nach, was sie ihren Urenkeln erzählen würde und was sie wirklich tut.Zeitlich springt King bei der Erzählung, so dass man genau lesen muss, um zu erkennen, was wirklich passiert ist und was in der Gegenwart spielt. Zuerst dachte ich an ein offenes Ende, aber der Schlusssatz konkretisiert dann doch die Gedanken.Alles in Allem eine schöne Kurzgeschichte, die ich gar nicht in ein bestimmtes Genre stecken kann. Eine Horrorgeschichte ist es jedenfalls nicht. Eine kleine Anmerkung zu Schluss:Ich bin mir sicher, dass es keine Absicht war, aber der Begriff "mongoloid" galt auch zu Zeit der Entstehung der Geschichte als nicht mehr zeitgemäß und diskriminierend für Menschen mit Down-Syndrom. Einem Autor wie Stephen King (oder deren Übersetzer?) kann man das durchaus ankreiden. (Ebenso wie er in "Schwarz" eine dissoziative Identitätsstörung mit einer Schizophrenie verwechselt hat.) Einen Einfluss auf meine Bewertung der Geschichte hat dies aber nicht.Dieses Geschichte ist Teil einer Serie von Kurzgeschichten. Es gibt insgesamt 50 Kurzgeschichten, die sich in Summe zur "Stephen King Story Selection" zusammenfügen. Die Meerenge ist Nummer 13. In Deutschland ist die Geschichte erstmals mit der Erzählsammlung "Blut - Skeleton Crew" veröfentlicht worden. Diese Kurzgeschichte wurde mir freundlicherweise vom Heyne-Verlag als Rezensionsexemplar überlassen.

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