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Soeren

vor 3 Jahren

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Sowohl in Interviews als auch im Nachwort meinte Stephen King, dass er sich schon länger gefragt hat, was wohl aus Danny Torrance, dem Jungen aus "Shining" geworden ist. Mehr als dreißig Jahre nach dem genialen Horror-Buch beantwortet der Meister die Frage nun in seinem Roman "Doctor Sleep". Doch obwohl auf die damaligen Ereignisse Bezug genommen wird und einige alte Protagonisten auftauchen, ist es eine komplett eigenständige Geschichte. Nicht einmal das "Shining-"Vorwissen ist unbedingt erforderlich.

Dan, wie er sich mittlerweile nennt, geht es am Anfang des Buches nicht besonders gut. Um seine psychokinetischen Fähigkeiten zu unterdrücken, wurde er zum Alkoholiker und stolpert von einem Debakel ins nächste. In einer Kleinstadt trifft er allerdings auf Billy, der ihm nicht nur die Chance auf einen Job gibt, sondern ihn zu den Treffen der Anonymen Alkoholiker schleift. Langsam aber sicher bekommt Dan sein Leben wieder in den Griff.  Doch immer wieder nimmt eine Person namens Abra mit ihm mental Kontakt auf und hinterlässt ihm sogar Nachrichten auf einer Tafel. Im Laufe der Jahre findet Dan heraus, dass Abra ein junges Mädchen mit ähnlichen kinetischen Fähigkeiten wie er ist. Allerdings wird sie von einer unheimlichen Vereinigung namens "der wahre Knoten" verfolgt." Dan beschließt, ihr zu helfen und bringt sich damit selbst in tödliche Gefahr.

Die Geschichte beginnt im ruhigen Erzählstil und bleibt dem die meiste Zeit treu. Rasante Actionszenen gibt es so gut wie keine. Trotzdem liest sich das Buch gut und ist an keiner Stelle langweilig. Hundert Seiten weniger wären zwar kein Fehler gewesen, dennoch möchte ich mich nicht beschweren. Sämtliche Charaktere sind gut getroffen und reagieren nachvollziehbar. Die Handlung ist ungewöhnlich und interessant. Ein wirkliches Mitfiebern bleibt aufgrund des ruhigen Erzählstils allerdings aus.

Autor: Stephen King
Buch: Doctor Sleep
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