Stephen King Gerald's Game

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Inhaltsangabe zu „Gerald's Game“ von Stephen King

Gerald und Jessie Burlingame haben sich in ihr einsames Sommerhaus zurückgezogen. Gerald möchte dem eintönigen Eheleben etwas Schwung verleihen und fesselt seine Frau ans Bett. Jessie hält gar nichts von den neuen Sexspielchen ihres Mannes und versetzt ihm einen Tritt – mit für ihn tödlichen Folgen. Mit Handschellen ans Bett gefesselt, beginnt für Jessie ein quälender Albtraum: Nachts bekommt sie unheimlichen Besuch ... (Quelle:'E-Buch Text/02.10.2009')

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  • Eine Tour de Force des psychischen Horrors

    Gerald's Game
    Wortmagie

    Wortmagie

    27. February 2015 um 18:21

    Meine Beziehung zum Autor Stephen King ist ein klassischer literarischer Spätzünder. Jahrelang habe ich mich strikt geweigert, seine Bücher zu lesen, weil ich überzeugt war, jemand, der so viel so schnell schreibt, könne nicht auch noch gut schreiben. Und dann kam „ES“. Ich weiß nicht mehr, was mich letztendlich dazu bewogen hat, zu diesem Buch zu greifen; welche äußere Motivation der Anlass war. Innerlich war es für mich eine persönliche Challenge. Ich wollte mich mit meiner Angst konfrontieren, denn schon seit ich ein kleines Mädchen war, fürchte ich mich schrecklich vor Clowns. Nun, meine Angst ist durch dieses Buch nicht besser geworden (eher schlimmer – ich hatte tatsächlich Albträume davon), aber zumindest habe ich meine Vorurteile gegenüber Stephen King hinter mir gelassen. Zugegebenermaßen habe ich bisher noch nicht viele seiner Werke gelesen, weil ich für seine Art des Horrors in einer bestimmten Stimmung sein muss. „Das Spiel“ ist da keine Ausnahme, denn es führt die LeserInnen tief in die Abgründe der Psyche. Gerald Burlingame möchte mit seiner Ehefrau Jessie eine heiße Nacht voller Leidenschaft und knisternder Erotik verbringen. Deshalb fährt er mit ihr zu ihrem Haus am See – im Oktober lebt niemand mehr in den benachbarten Sommerhäusern, sie sind völlig ungestört. Er fesselt Jessie mit Handschellen ans Bett. Was Gerald über die Maßen erregend findet, ist für Jessie jedoch vor allem erniedrigend und demütigend. Sie möchte bei Geralds „Spiel“ nicht mehr mitmachen. Sie bittet ihn, die Polizeihandschellen zu lösen. Doch ihr Ehemann gibt vor, den Ernst ihrer Worte nicht zu begreifen und weigert sich. In einem wütenden Impuls tritt sie Gerald in Bauch und Leistengegend – und löst einen tödlichen Herzanfall bei ihm aus. So beginnt für Jessie die schlimmste Zeit ihres Lebens: isoliert und hilflos ans Bett gekettet, unfähig, sich mehr als ein paar Zentimeter zu bewegen. Doch das Schlimmste steht ihr noch bevor: nachts ist sie nicht allein… Aus psychologischer Sicht ist „Das Spiel“ absolut brillant. Ich habe von Anfang an vermutet, dass sich die Handlung hauptsächlich in Jessies Kopf abspielt und das entspricht auch wirklich den Tatsachen. Bedenkt man, dass Stephen King auf diese Weise über 400 Seiten gefüllt hat, ist das schon sehr beeindruckend. Eine Handlung aufzubauen, in der die Protagonistin kaum aktiv handeln kann, sondern sich fast ausschließlich mit ihren Erinnerungen und ihrer eigenen Psyche befasst, zeugt meines Erachtens nach von großer schriftstellerischer Kunst. Schon von der ersten Seite an nehmen die LeserInnen an Jessies Gedankenwelt teil. Man erlebt, wie sie von ihrem eigenen Ehemann abgestoßen ist und erkennt, dass die Liebe zwischen den beiden schon lange begraben ist. Dass sich Jessie trotzdem auf Geralds „Spiel“ mit den Handschellen einließ, ist trotz dessen durchaus nachvollziehbar: durch Geralds Erregung fühlte sie sich begehrenswert, eine Empfindung, die mit über 40 und nach 20 Jahren Ehe sicher nicht zu unterschätzen ist. Ebenso nachvollziehbar ist Jessies Reaktion auf Geralds Weigerung, die Handschellen zu lösen; de facto plante er, seine Gattin zu vergewaltigen, welche Frau wäre da nicht handgreiflich geworden? Ich gestehe, wirklich leid tat mir Geralds Tod dementsprechend nicht. So erreichen die LeserInnen schnell die Ausgangssituation des Romans: eine hilflose Jessie, die mit Handschellen ans Bett gekettet ist und sich nicht ohne weiteres selbst befreien kann. Da sie sich kaum mit etwas anderem beschäftigen kann, versinkt sie tief in ihrer Psyche. Diese ist deutlich vernarbt durch ein Trauma aus ihrer Kindheit. Man kann es wohl getrost als Ironie des Schicksals bezeichnen, dass Jessie erst das schlimmste Erlebnis ihres Lebens brauchte, um sich mit diesem Trauma auseinander zu setzen. Jahrzehntelang weigerte sie sich, sich mit ihren Erinnerungen zu konfrontieren, doch auf diesem Bett, völlig abgeschottet, kann sie ihnen nicht mehr entkommen. Interessanterweise erhält das Buch auf diese Weise eine zusätzliche Ebene: Jessie liegt nicht nur physisch in Ketten. Psychisch ist sie schon seit diesem verhängnisvollen Tag in ihrer Kindheit in ihrem Inneren gefangen. Umso vertrackter wird die Situation, als Jessie überzeugt ist, nächtlichen Besuch zu haben. Auch für mich verschwommen ab diesem Punkt die Grenzen von Realität und Halluzination, denn schon von Beginn an zweifelte ich an Jessies geistiger Gesundheit. Warum? Nun, das kann ich hier leider nicht verraten. ;) Unglücklicherweise konnte Stephen King meine Aufmerksamkeit jedoch nicht ununterbrochen fesseln, weshalb ich das Buch nicht ausnahmslos positiv bewerten kann. Die Momente, in denen Jessie nichts tut, sich weder mit ihrer Psyche auseinander setzt, noch daran arbeitet, sich zu befreien, sind reichlich langatmig beschrieben. Das ist schade, aber auch typisch King. Durch diese Seiten muss man sich als LeserIn einfach durchbeißen, denn schlussendlich wird man dafür belohnt. Natürlich bietet „Das Spiel“ darüber hinaus unglaublich viel Raum für Spekulationen. Ich habe mir sogar Bilder von Polizeihandschellen angesehen, weil mich die Frage, wie ich gehandelt hätte, nicht losließ. Eins kann ich euch verraten: ich hätte vermutlich eine andere Strategie als Jessie ausprobiert, um die verdammten Dinger loszuwerden. „Das Spiel“ ist eine Tour de Force, deren subtiler Horror fast ausschließlich psychischer Natur ist. Stephen King ließ mich schaudern, indem er mich zwang, mich mit einer Vorstellung auseinander zu setzen, die zwar unwahrscheinlich, aber nichtsdestotrotz realistisch ist. „Das Spiel“ ist durchaus lesenswert, denn es zeigt Stephen King von einer anderen Seite und verdeutlicht, dass Horror nicht immer einen brutalen Mörder oder Übernatürliches braucht. Manchmal sind eine wildgewordene Fantasie und die Abgründe der Psyche völlig ausreichend, um einen eiskalten Schauer zu verursachen.

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  • Rezension zu "Das Spiel (Gerald's Game): Roman" von Stephen King

    Gerald's Game
    Blinded_Masquerade

    Blinded_Masquerade

    24. November 2011 um 13:28

    Bevor ich beginne, muss ich anmerken, dass ich das Buch nach ca. der Hälfte abgebrochen habe und mich danach auch nicht mehr an Stephen King rangetraut habe. Vorallem das die Protagonistin meinen Namen trägt, fand ich teilweise irritierend. Im Prinzip geht es um ein Ehepaar - der Mann steht auf Sexspielchen und fesselt seine Frau ans Bett. Ist diese Anfangs noch angetan davon, verloren sie nach und nach ihren Reiz. Als sie sich das nicht mehr gefallen lassen will und ihren Mann bittet, aufzuhören, ignoriert dieser dies und sieht es sogar als Teil des Spiels an. Daraufhin versetzt Jessie ihm einen Tritt und ihr Mann erleidet einen Herzinfarkt und stirbt kurz darauf. Das Problem? Jessie befindet sich in einem abgelegenem Landhaus und ist noch dazu ans Bett gefesselt. Nach und nach fangen ihre Sinne an verrückt zu spielen und der Durst kommt auch noch hinzu. So, also es war nach Friedhof der Kuscheltiere mein erster King und ich bin wirklich enttäuscht. Er zieht alles dermaßen in die Länge, dass ich teilweise ganze Seiten überblättert habe und sie versuchte zB. immer noch an ihr Glas zu kommen. Er versucht zwar, dass gefesselt sein nicht so eintönig zu machen, indem er Jessie mehrere Persönlichkeiten gibt, aber diese nerven einfach nur. Das unnötige in die Länge ziehen, das fehlen von Spannung, hat mich das Buch dann letztendlich abbrechen lassen, obwohl ich das eigentlich niemals tue. Aber hier konnte ich mich nicht mehr zum weiterlesen bewegen, meine Mutter sagte mir zwar, dass das Buch noch gut wird, aber wie lange soll man sich denn langweilen, ehe es mal "spannend" wird - so liegt es noch immer unvollendet in meinem Bücherregal. Ist vielleicht Geschmackssache. Wer längeres Durchhaltevermögen hat, kann das Buch gerne lesen und mir das Ende verraten, für mich persönlich ist es nichts und es hat mich auch vom Lesen weiterer "Kings" abgebracht.

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