Joyland

von Stephen King 
3,9 Sterne bei650 Bewertungen
Joyland
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (453):
Svartas avatar

Buch mit Sogwirkung! Hier und da etwas offensichtlich, wie man auf falsche Fährten geführt wird. Sonst top!

Kritisch (40):
Jeyread_s avatar

Leider Abgebrochen. Nicht mein Fall.

Alle 650 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Joyland"

Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf.

Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student, der alles zu verlieren droht und doch so viel gewinnt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453437951
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:12.01.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.06.2013 bei Simon + Schuster Inc. erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor einem Monat
    Kurzmeinung: Ist bei Stephen King die Luft raus?
    Das war nichts für mich ...

    Es tut mir leid, aber das war kein Stephen King für mich. Mein erster King seit bestimmt 15 Jahren, und ich wurde enttäuscht. Zugegeben, der Roman war flüssig geschrieben, das Ende stimmig aber wo blieb der Grusel? Ich erinnere mich gerne an „Brennen muss Salem“, „Misery“, „Shining“, „Christine“ und ähnliche Highlights seiner Schriftstellerkarriere. Dieses Buch hat damit nichts gemein. Hier gibt es nur ein befriedigend von mir. 

    Kommentare: 1
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    Somayas avatar
    Somayavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Gerneeinteilung und Autor weckten falsche Erwartungen bei mir
    Falsche Erwartungen

    Der Oktober war nicht nur bei der Einmal durchs Regal-Challenge als Thriller-Monat ausgeschrieben, sondern für mich passt auch die Zeit vor Halloween perfekt zu diesem Genre, das sonst nicht unbedingt "meins" ist. Und was könnte besser in diese düstere Jahreszeit passen, als ein King, der vom Verlag als Psychothriller/Horror eingeordnet wird? So dachte ich zumindest, bevor ich mit dem Lesen begann.
    Mit den ersten Seiten tat ich mich etwas schwer, aber das war keine große Überraschung für mich. Da ich ja doch meistens eher im Jugendbuch-Bereich unterwegs bin ist der Schreibstil des Autors natürlich etwas ganz anderes. Relativ schnell hatte ich mich aber dann doch wieder eingefunden.
    Was mir allerdings weiterhin fehlte, war die erwartete Spannung. Ich weiß, dass diese bei Stephen King auch oft eher unterschwellig aufgebaut wird, das es nicht unbedingt Schlag auf Schlag gehen muss. Aber hier war für mich noch nicht einmal dies vorhanden.
    Zugegeben, es gab eine oder zwei Stellen, an denen man schon diesen subtilen Grusel spürte, aber er verflog auch ebenso schnell wieder. Und was die Sache mit dem Mörder angeht... es war mir ehrlich gesagt schlichtweg egal, um wen es sich dabei handelt. Mir fehlte einfach die Motivation zum Miträtseln. Wenn es nicht durch den Klappentext bekannt gewesen wäre, hätte ich es noch nicht einmal so empfunden, als würde es überhaupt um die Suche nach dem Mörder gehen.
    Trotz allem ließ sich die Geschichte gut lesen und war auch nicht im üblichen Sinne langweilig. Besonders im letzten Viertel kam dann auch endlich richtig Spannung auf. Diese "rettete" das Buch auch vor der 2-Sterne-Bewertung.
    Als Roman wäre es sicherlich ein gutes Buch gewesen, die Genreeinstufung weckte allerdings falsche Erwartungen bei mir.

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    MareikeUnfabulouss avatar
    MareikeUnfabulousvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Erst im Laufe der zweiten Buchhälfte, mit dem Auftauchen von Mike und Annie, entwickelte sich das Geschehen zu einem echten Hochkaräter.
    nostalgische Erzählweise und ein Ende mit viel Drama, Spannung und Emotionen

    Joyland war nach der Kurzgeschichten Sammlung "Basar der bösen Träume" mein erstes richtiges Buch von Stephen King, dem Meister des Schreckens. Ich habe das Buch gekauft, weil es mich aufgrund seines Covers und des Klappentextes überzeugen konnte. Aber auch, weil ich ein großer Fan von Vergnügungsparks bin und auf die Umsetzung der angepriesenen Story gespannt war. 


    Der Einstieg in das Buch fiel mir leichter, als ich zunächst angenommen habe. Joyland spielt in den 70er Jahren und wird rückblickend vom Hauptprotagonisten, Devin Jones, erzählt. Stephen King stach dabei vor allem mit seiner nostalgischen Art, die Geschichte zu erzählen, hervor. Das Buch machte auf ca. 200 von insgesamt 368 Seiten leider einen sehr lahmen Eindruck auf mich. Ich verspürte überhaupt keinen Lesefluss, geschweige denn einen gewissen Grad an Spannung, der mich mitfiebern und mitraten ließ. Viel mehr erschien mir "Joyland" wie eine nette Erzählung, die das Studenten- und Liebesleben von Devin Jones erzählt hat. Ich war total enttäuscht und konnte nicht glauben, dass es das gewesen sein soll. 

    Erst im Laufe der zweiten Buchhälfte, mit dem Auftauchen von Mike und Annie, entwickelte sich das Geschehen zu einem echten Hochkaräter. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und bin in den Erzählungen von Devin Jones förmlich versunken. Das Ende konnte an Drama, Spannung und Emotionen kaum übertroffen werden. 

    "Joyland" hat mir schlagartig so gut gefallen, dass ich dem Buch insgesamt vier von fünf Sternen gebe. Und doch bleibe ich bei meiner Kritik: der Spannungsbogen während der ersten Hälfte war einfach zu gering. Ach, was sag ich da? Der Spannungsbogen zunächst gar nicht vorhanden! Das fand ich schade. Meine Erwartungen waren nach all den Lobeshymnen eben ganz andere. 

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    Isabella_s avatar
    Isabella_vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Kaum Plot, flache Charaktere – man benötigt eine gefühlte Ewigkeit, um die 350 Seiten zu lesen.
    Enttäuschend

    Nachdem Der dunkle Turm ein Reinfall für mich war, beschloss ich, King eine zweite Chance zu geben. In der Bücherei suchte ich mir  Joyland aus; ich war zu vorsichtig, um mich an ein längeres Werk zu wagen, und die Prämisse klang spannend genug, dass ich das Buch mit seinen knapp 350 Seiten auslieh.

    Ziemlich schnell stellte sich ein Gefühl ein, das ich auch bei  Der dunkle Turm empfunden hatte – so einfach und angenehm zu lesen der Schreibstil auch sein mochte, konnte ich nicht den Eindruck abschütteln, auf der Stelle zu treten. An den 350 Seiten las ich acht Tage, gefühlt mindestens doppelt so lange.

    Zuallererst wurde ewig lang eine Hintergrundgeschichte zu Devin und seiner (Ex-)Freundin gegeben (an deren Namen ich mich nicht einmal mehr erinnern kann), und dann wurde beschrieben, wie er in Joyland eingeführt wurde, welche Freunde er machte und welchen ulkigen Gestalten er dort begegnete. Alles fühlte sich wie eine lang(wierig)e Einführung an.

    Rückblickend verrät der offizielle Klappentext tatsächlich fast alles, selbst Ereignisse, die erst nach der Hälfte des Buches passieren. Wenn er noch den Namen des Mörders erwähnen würde, hätte er den Plot von  Joyland präzise erfasst. Es gab nur wenige Momente, die mich ansatzweise bewegen konnten; selbst die Auflösung der Mordserie hatte ich tatsächlich erraten, etwas, das mir sonst selten passiert. Grundsätzlich war dieser Krimi-Aspekt enttäuschend – Devins Suche war für mich inkohärent und an den Haaren herbeigezogen, ebenso wie die Aufklärung im Showdown.

    Vor allem – und das trägt für mich das größte Gewicht – war die Aufdeckung der Mörder so belanglos. Ich konnte einfach nicht erschließen, warum ausgerechnet Devin sich für die umgebrachten Mädchen einsetzen sollte, warum er – als Unbeteiligter, als nur jemand Weiteres, der von den grausamen Taten gehört hatte – auf den Mörder stolpern sollte, und vor allem nach all der Zeit! Es war mir zu passiv;  Devin war mir, bis auf wenige Ausnahmen, zu passiv. Ich wurde die ganze Geschichte über nicht wirklich warm mit ihm, und das, obwohl er nichts wirklich trennt, aus allem etwas Persönliches macht. Er war mir zu normal, zu nett – ein langweiliger Gary Stu.

    Alles, das ansatzweise interessant hätte sein können, wurde schnell im Keim erstickt – die hässliche Trennung verarbeitete Devin mit extra viel Gejammer; Erin und Tom – zwei Gleichaltrige, mit denen Devin sich anfreundet, und die einzigen Charaktere, die mir sympathisch waren – werden schnell abgefertigt; Annie (eine Frau, an deren Haus Devin täglich vorbei läuft) wird zu einem Sexobjekt degradiert, weil sie ja so viel reifer und erfahrener ist als Devin und ihm  natürlich noch einiges beibringen kann. Und ja, auch Devin scheint oft nur auf Oberflächlichkeiten (Stichwort: Brüste) zu achten. Gibt ja sonst nichts zu sehen.

    Selbst ein paranormales Element – der Geist einer der ermordeten Frauen, der in Joyland gesichtet wird – wird schnellstmöglich im Keim erstickt; der Ansatz ist so vage, dass er auf mich rückblickend wie ein verzweifelter Versuch wirkt, der Geschichte noch irgendwie mehr Kohärenz zu verleihen.

    Nein,  Joyland war keineswegs so schlimm wie  Der dunkle Turm – aber in Anbetracht der Sache, dass die Veröffentlichung der beiden Werke dreißig (!) Jahre auseinanderliegt, finde ich es ganz schön erschreckend, wie ähnlich sich die Werke in ihren Schwächen sind. Als hätte sich King kein bisschen weiterentwickelt.

    Ich weiß, dass die King-Fans sehr zahlreich und enthusiastisch sind – und ich wollte es wirklich verstehen, wollte die Faszination hinter dem Autor begreifen. Aber nach  Joyland bin ich mir ziemlich sicher, dass ich vorerst keine weiteren Versuche wagen werde. Die Geschichte war mir einfach zu stereotypisch, zu flach, zu banal.

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    kayladawndmmrs avatar
    kayladawndmmrvor 7 Monaten
    Grandios

    Dieses Buch hat mich fertig gemacht. Ich fands einfach toll.

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    pinucchias avatar
    pinucchiavor 7 Monaten
    King, kann auch mal langsam machen.

    King, kann auch mal langsam machen.

    Klappentext von Amazon:

    Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf.

    Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student, der alles zu verlieren droht und doch so viel gewinnt.


    Über den Autor:

    Infos über den Link; https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_King

    Stephen Edwin King (*21. September 1947 in Portland, Main) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er schrieb auch unter Pseudonymen, 1972 als John Swithen und zwischen 1977 und 1985 als Richard Bachman. Er ist vor allem bekannt für seine Horror-Romane, die ihn zu einem der meistgelesenen und kommerziell erfolgreichsten Autoren der Gegenwart machen. Bis heute hat Stephen King als Autor über 400 Millionen Bücher verkauft, die in über 50 Sprachen übersetzt wurden.


    Das Buch:

    Ich besitze eine Taschenbuch Ausgabe mit 352 Seiten. Als Bonusmaterial gibt’s am Ende ein Verzeichnis von einige erschienene Bücher aus dem Heyne Verlag. Dieses Beinhaltet ganze 16 Seiten, und beim durchstöbern ist mir aufgefallen, dass ich schon so einiges von ihm gelesen habe.

    Das Cover erinnert mich optisch ein wenig an Las Vegas, ich hatte es erst beim Kaufen gar nicht unbedingt mit einem Vergnügungspark verknüpft, erst beim Lesen des Klappentextes kam ich in Verbindung damit, aber auch wenn ich finde die Optik nicht wirklich zum Thema passt, finde ich das Cover sehr schön.

     

    Meine Meinung:

    Begleiten wird uns im ganzen Buch Devin Jones, der auch mal Bürschen sowie Dev aber hauptsächlich Jonesy genannt wird. Ich kann dieses Buch eigentlich schon mit Das Mädchen vergleichen, King schreibt über Ereignisse die nicht wirklich spannend sind, aber es einen zum Weiterlesen treibt. Ein Paradoxon, ich weiß, aber dies ist einfach Kings Art.

    Es ist nun kein Horror, wenn man dieses erwartet denke ich wird man schon Enttäuscht, ein klein wenig Gänsehaut Feeling ist da schon dabei aber nichts womit man nun nicht umgehen könnte.

    Ich habe zum Lesen, wie bei fast jedem King Buch ein wenig Zeit in Anspruch genommen, aber für 9 Tage Lesezeit, bin ich eigentlich sehr schnell gewesen, da ich sonst die doppelte Zeit benötige. Trotz allem, hat es mich sehr gut unterhalten und ich kann es weiterempfehlen.

     

    Mein Fazit:

    Ich habe Joyland ganze 3,2 Sterne gegeben. Aber nicht, weil das Buch an sich schlecht ist, sondern, weil ein ¾ des Buches einfach nicht wirklich viel passiert. Es zieht sich für mich sehr in die Länge und man denkt sich dabei, „aber nun muß doch endlich mal was kommen“. Und deswegen habe ich mich ein wenig vertröstet gefühlt. Für meine Verhältnisse und meine Erfahrungen bezüglich King, war das ein wenig to Mutch.

    Aber zum Ende hin wird man doch ein wenig belohnt und das lesen hat sich in dieser Hinsicht dann auf jeden Fall gelohnt.

    Wer gern mal ein King von einer anderen Seite erleben möchte sollte wirklich dieses Buch lesen, diese ruhigere Story ist genau richtig für die, die es nicht so gern mit einem King Buch versuchen.

    Ich wünsche von daher, allen die es noch vor sich haben ein schönes Lesevergnügen.

     

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    Anna-Klaires avatar
    Anna-Klairevor 8 Monaten
    Packend

    In dem Roman "Joyland" von Stephen King, geht es um einen Studenten, der im Sommer einen Job in einem Freizeitpark antritt. Dort lernt er neue Leute kennen und deckt ein Geheimnis auf.

    Das ist das erste Buch, das ich von Stephen King gelesen habe und es hat mich zu 100% überzeugt. Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und ich konnte mich sehr gut hineinversetzen. Mich hat die Geschichte gepackt, sodass ich in jeder freien Minute, die ich hatte, das Buch weitergelesen habe.
    Ich empfehle es weiter.

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    papiergefluesters avatar
    papiergefluestervor 9 Monaten
    Jeder neue Sommer verändert dich ..

    Stephen King. 
    Oh ja, Stephen King. 
    Er ist bekannt dafür dass er Geschichten wie eine Maschine produziert und jede Buchhandlung Regale voll von seinen Büchern hat und die nur ihm gewidmet sind. 


    Trotz allem muss ich sagen, dass ich immer SEHR lange vor diesen Regalen stehe und überlege welches Buch ich mir von King kaufen soll, da mich seine Storys nie wirklich packen obwohl ich es mir so gerne wünsche! 
    Bei King ist es einfach so, entweder man liebt ihn oder man hasst ihn, ein dazwischen gibt es fast gar nicht aber dieses Buch hat mir wirklich das Gegenteil bewiesen. 
    Seine Geschichten sind nie was für schwache nerven und ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll, aber oft sind die Geschichten ein bisschen crazy und die Charaktere werden mit Blut übergoßen oder in irgendwelchen Höhlen zerstückelt gefunden und was weiß ich was sich dieser gute Mann so ausdenkt! 


    Aber bei Joyland ist es was ganz anderes!
    Ich fand das Buch wirklich interessant und spannend und wollte unbedingt erfahren wie es ausgeht! 
    Ich möchte jetzt auch nicht zu viel verraten sondern nur so viel, falls ihr schon einmal ein King Buch gelesen habt und euch dachtet "oh nö, gar nicht meins" dann kann ich euch verstehen weil es mir genauso ging, jedoch bei diesem Buch das absolute Gegenteil in Kraft getreten ist! 
    Also, überzeugt euch selbst denn es lohnt sich wirklich!

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    Isabella_s avatar
    Isabella_vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kaum Plot, flache Charaktere – man benötigt eine gefühlte Ewigkeit, um die 350 Seiten zu lesen.
    Enttäuschend

    Ich habe es wirklich versucht.
    Als Juliane (I AM JANE) und Jemima (Hochhorst) ankündigten, dass es einen Stephen King Novembergeben würde, war ich Feuer und Flamme und beschloss, dass es an der Zeit war, King eine zweite Chance zu geben, nachdem Der dunkle Turm ein Reinfall für mich war. In der Bücherei suchte ich mir Joyland aus; ich war zu vorsichtig, um mich an ein längeres Werk zu wagen, und die Prämisse klang spannend genug, dass ich das Buch mit seinen knapp 350 Seiten auslieh.
    Ziemlich schnell stellte sich ein Gefühl ein, das ich auch bei Der dunkle Turm empfunden hatte – so einfach und angenehm zu lesen der Schreibstil auch sein mochte, konnte ich nicht den Eindruck abschütteln, auf der Stelle zu treten. An den 350 Seiten las ich acht Tage, gefühlt mindestens doppelt so lange.
    Zuallererst wurde ewig lang eine Hintergrundgeschichte zu Devin und seiner (Ex-)Freundin gegeben (an deren Namen ich mich nicht einmal mehr erinnern kann), und dann wurde beschrieben, wie er in Joyland eingeführt wurde, welche Freunde er machte und welchen ulkigen Gestalten er dort begegnete. Alles fühlte sich wie eine lang(wierig)e Einführung an.
    Ich habe die Inhaltsangabe oben bewusst knapp gehalten – rückblickend verrät der offizielle Klappentext nämlich fast alles, selbst Ereignisse, die erst nach der Hälfte des Buches passieren. Wenn er noch den Namen des Mörders erwähnen würde, hätte er den Plot von Joyland präzise erfasst. Es gab nur wenige Momente, die mich ansatzweise bewegen konnten; selbst die Auflösung der Mordserie hatte ich tatsächlich erraten, etwas, das mir sonst selten passiert. Grundsätzlich war dieser Krimi-Aspekt enttäuschend – Devins Suche war für mich inkohärent und an den Haaren herbeigezogen, ebenso wie die Aufklärung im Showdown.
    Vor allem – und das trägt für mich das größte Gewicht – war die Aufdeckung der Mörder so belanglos. Ich konnte einfach nicht erschließen, warum ausgerechnet Devin sich für die umgebrachten Mädchen einsetzen sollte, warum er – als Unbeteiligter, als nur jemand Weiteres, der von den grausamen Taten gehört hatte – auf den Mörder stolpern sollte, und vor allem nach all der Zeit! Es war mir zu passiv; Devin war mir, bis auf wenige Ausnahmen, zu passiv. Ich wurde die ganze Geschichte über nicht wirklich warm mit ihm, und das, obwohl er nichts wirklich trennt, aus allem etwas Persönliches macht. Er war mir zu normal, zu nett – ein langweiliger Gary Stu.
    Alles, das ansatzweise interessant hätte sein können, wurde schnell im Keim erstickt – die hässliche Trennung verarbeitete Devin mit extra viel Gejammer; Erin und Tom – zwei Gleichaltrige, mit denen Devin sich anfreundet, und die einzigen Charaktere, die mir sympathisch waren – werden schnell abgefertigt; Annie (eine Frau, an deren Haus Devin täglich vorbei läuft) wird zu einem Sexobjekt degradiert, weil sie ja so viel reifer und erfahrener ist als Devin und ihm natürlich noch einiges beibringen kann. Und ja, auch Devin scheint oft nur auf Oberflächlichkeiten (Stichwort: Brüste) zu achten. Gibt ja sonst nichts zu sehen.
    Selbst ein paranormales Element – der Geist einer der ermordeten Frauen, der in Joyland gesichtet wird – wird schnellstmöglich im Keim erstickt; der Ansatz ist so vage, dass er auf mich rückblickend wie ein verzweifelter Versuch wirkt, der Geschichte noch irgendwie mehr Kohärenz zu verleihen.
    Nein, Joyland war keineswegs so schlimm wie Der dunkle Turm – aber in Anbetracht der Sache, dass die Veröffentlichung der beiden Werke dreißig (!) Jahre auseinanderliegt, finde ich es ganz schön erschreckend, wie ähnlich sich die Werke in ihren Schwächen sind. Als hätte sich King kein bisschen weiterentwickelt.
    Ich weiß, dass die King-Fans sehr zahlreich und enthusiastisch sind – und ich wollte es wirklich verstehen, wollte die Faszination hinter dem Autor begreifen. Aber nach Joyland bin ich mir ziemlich sicher, dass ich vorerst keine weiteren Versuche wagen werde. Die Geschichte war mir einfach zu stereotypisch, zu flach, zu banal.

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    AReaderLivesAThousandLivess avatar
    AReaderLivesAThousandLivesvor einem Jahr
    Joyland

    Worum es geht:


    Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf. 
    Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student, der alles zu verlieren droht und doch so viel gewinnt.


    Meine Meinung:

    Nach Stephen Kings "ES", was mich wirklich sehr begeistert hat, wollte ich mich an ein weiteres Buch des Autors heranwagen und "Joyland" hat mich da ziemlich angesprochen. Außerdem war es nicht so dick wie sein Vorgänger und nach diesem "Mörderschinken" war etwas leichteres und schnelleres durchaus ansprechend ;-)

    Zunächst muss ich sagen, dass ich anfangs etwas ganz anderes erwartet habe. Wieso weiß ich gar nicht so genau, doch irgendwie habe ich die ganze Zeit auf etwas anderes gewartet. Es kam anders und deshalb hatte ich zunächst ein paar kleine Startschwierigkeiten. Auch wenn der Schreibstil wie gewohnt sehr flüssig ist und die Geschichte sehr ausgereift und detailliert beschrieben wird. Man kann super hinein tauchen und mit der Zeit fliegen die Seiten nur so dahin. Stephen King hat es auch geschafft mich gegen Ende zu überraschen da ich nicht, wie in manch anderen Büchern, schon spätestens bei der Mitte des Buches gewusst haben, wer der "Täter" sein könnte.

    Sehr schön an der Geschichte war die Beziehung des Hauptprotagonisten zu dem Jungen. Dieser Junge war super und sehr glaubwürdig dargestellt, mit all seinen Charaktereigenschaften und gegen Ende kamen mir deshalb auch die Tränen.

    Fazit:

    Ein tolles Buch, gerne auch mal für zwischendurch. Sehr zu empfehlen.










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