Love

von Stephen King 
3,6 Sterne bei368 Bewertungen
Love
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (218):
DeansImpalas avatar

Ein tolles Buch, habe mit der Protagonistin gefühlt. Spannend, erschreckend und typisch King.

Kritisch (59):
Gordon_McBanes avatar

Von den Magic-Mushrooms, die Stephen King geschnupft hat, um dieses krude Stück Inkohärenz zusammenzuklopfen, möchte ich auch gerne kosten.

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Inhaltsangabe zu "Love"

Das Böse kommt nachts. –Das Herz stirbt zuletzt.

Liseys berühmter Mann ist tot – und sein Nachlass weckt albtraumhafte Erinnerungen und Ahnungen in ihr, die bald grausame Gewissheit werden .
In Stephen Kings vielleicht dichtestem und persönlichstem Roman geht es um die Geheimsprache der Liebe und die Allgegenwart des Wahnsinns.

Lisey ist seit zwei Jahren Witwe. Bereits lange vor seinem Tod hat ihr Mann Scott Landon – ein hochangesehener Romanautor – für sie eine Spur mit Hinweisen ausgelegt, die sie nun immer tiefer in seine von Dämonen bevölkerte Vergangenheit führt. Stück für Stück werden sorgsam verdrängte Erinnerungen in ihr wach: an eine andere Welt, die sie einst mit Scott besucht hat, tagsüber ein märchenhaftes Paradies, während nachts überall das Böse lauert. Ob Scott dort auf sie wartet, damit sie ihn ins Leben zurückholt? Plötzlich tritt ein Verrückter auf den Plan, der sich Zack McCool nennt und es auf Scotts schriftstellerischen Nachlass abgesehen hat. Und um seine Forderungen zu bekräftigen, verletzt er Lisey auf bestialische Weise .

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453432932
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:752 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:03.03.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.10.2006 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Selenatimevor 5 Monaten
    Verwirrend, fesselnd und einzigartig

    Die Rezension bezieht sich auf die Gebundene Ausgabe des Buches „LOVE“ von Stephen King.


    Die Story
    Liseys berühmter Mann ist vor zwei Jahren gestorben und nun beginnt sie seinen Nachlass zu sortieren. Er hat ihr unteranderem eine Spur an Hinweisen hinterlassen, die sie in ihre gemeinsame Vergangenheit und zu Erinnerungen, die sie längst verdrängt hat, führt.

    Das Cover
    Im Vordergrund ist in dicken, großen neongelben Buchstaben der Titel „LOVE“ geschrieben. Der Hintergrund ist Schwarz und man kann am oberen Ende des Einbandes das Gesicht eines Mannes erkennen, welches von unten mit Licht angestrahlt wird. Das Cover wirkt sehr düster und passt auch mit dem geheimnisvollen und gefährlich wirkenden Mann gut zur Story.

    Der Schreibstil
    Am Anfang ist das Buch sehr verwirrend geschrieben. Ständig werden Sätze nicht beendet, Gedanken werden eingebracht und Klammern werden sinnlos eingesetzt. Auch das Lisey oft Synonyme und Wörter aus ihrer Pärchensprache benutzt, mit denen man noch nichts anfangen kann, ist hier nicht besonders hilfreich. Außerdem spielt die Geschichte mal in der Gegenwart und mal in der Vergangenheit, aber oft bekommt man nicht mit, wann genau die Zeit wechselt, sodass der Zusammenhang erst klar wird, wenn man die Passagen nochmal liest.
    Ich wollte schon aufgeben, als ich bei Seite 100 immer noch Schwierigkeiten hatte, dem Ganzen zu folgen, aber gab dem Buch noch eine Chance. Und tatsächlich wurde es nach ca. 200 Seiten besser. Man hat sich an den Schreibstil gewöhnt und der Autor hat seine verrückte Erzählweise ein bisschen runtergeschraubt. Dieser verrückte Schreibstil hat aber gut zu dem Inhalt gepasst und ich denke, dass auch der Anfang so verwirrend sein muss, damit man die Persönlichkeit von Lisey besser nachvollziehen kann.

    Der Inhalt
    Die Geschichte war was Besonderes und wurde vor allem durch den verrückten Schreibstil glaubwürdig und interessant. Die ersten 300 Seiten waren allerdings ziemlich ereignislos und es wurde erst gegen die zweite Hälfte des Buches richtig spannend. Da hat King so ziemlich alles an schlechten Erinnerungen und verrückten Ereignissen zusammengetragen, was das Ehepaar im Buch erlebt hat.

    Die Charaktere
    Lisey ist die Witwe eines erfolgreichen Schriftstellers. Als sie seinen Nachlass sortiert, durchlebt sie immer wieder Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit. Aber vor manchen Erinnerungen scheint sie Angst zu haben, denn sie sagt sich oft, bis hier hin und nicht weiter. Zudem hat sie häufig Gedankensprünge und redet mit ihrem verstorbenen Mann/ oder er mit ihr. Dadurch kommt sie verrückt rüber und es ist schwer ihr zu folgen. Warum das so ist, wird im Laufe des Buches gut aufgeklärt.

    Fazit
    Es war mein erstes Buch von Stephen King und habe daher mehr Horror erwartet. Auch sich an diesen verwirrenden Schreibstil zu gewöhnen, hat lange gedauert. Die Story hingegen war wirklich gut und auch das Gesamtbild war stimmig. Wahrscheinlich ist es nicht das beste Buch um in Stephen Kings Bücherliste einzusteigen.

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    CarrieTuckers avatar
    CarrieTuckervor 3 Jahren
    Stephen King - Love

    Stephen King - Love

    Der Schriftsteller Scott Landon stirbt und hinterlässt seine geliebte Frau Lisey. Beim Durchgehen seiner Sachen kommen viele Erinnerungen wieder hoch.
    Zum Beispiel die Erinnerung an den fiktiven Ort Boo'ya Mond, in den ihr Mann nicht nur psychisch, sondern auch physisch eintauchen kann. Selbst Lisey war einige Male mit ihrem Mann dort. Tagsüber ist es dort wie im Paradies mit grünen Wiesen und einem Teich, der aus heilendem Wasser besteht. Doch nachts ist es dort lebensgefährtlich, weil sich dort ein Wesen namens Longboy herumtreibt, das nur eines im Kopf hat: töten.
    Als Lisey auch noch von einem Stalker belästigt wird, forscht sie immer weiter in der Vergangenheit ihres Mannes und findet heraus wie sie sich vor dem verrückten Stalker schützen kann.

    Fazit
    Ich habe zwei Anläufe für dieses Buch gebraucht. Das erste Mal habe ich es mir von einer Freundin ausgeliehen und es hat mich gar nicht gepackt. Ich denke es lag daran, dass ich etwas zu jung war für dieses Buch, denn ein paar Jahre später bekam ich es zu Weihnachten geschenkt und begann erneut es zu lesen - und es hat mich fasziniert!
    Die Idee mit Boo'ya Mond klingt zunächst etwas seltsam, aber es ist so gut umgesetzt. Man wird richtig mitgerissen und es lässt einen kaum los.
    Die Liebe zwischen Lisey und Scott ist wunderschön dargestellt und vor dem Longboy lernt man richtig das fürchten.
    Eines meiner liebsten Stephen-King-Bücher.

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    NiWas avatar
    NiWavor 3 Jahren
    Ehe-Wahnsinn

    Liseys Ehemann ist tot. Der berühmte Schriftsteller Scott Landon ist vor zwei Jahren einer Lungenentzündung erlegen und Lisey muss langsam aber sicher den Nachlass ihres Mannes aufarbeiten. Immerhin schreit die halbe Welt nach dem schriftstellerischen Vermächtnis des Autors und für Lisey ist es an der Zeit, "Adieu" zu ihrem verstorbenen Gatten zu sagen, weil er eben tot ist und nie wieder kommt. Oder etwa nicht?

    Anfangs lernt man Lisey kennen. Sie ist Mitte 50, reich, allein, Witwe. Gut 2 Jahre ist es her, dass ihr Mann gestorben ist. Jahrzehntelang war ihre Aufgabe die, der Gefährtin des berühmten Schriftstellers Scott Landon, und nun ist er tot, hat sie allein gelassen. Allein mit seinem Büro in der alten Scheune, allein mit dem großem Haus und allein mit den Geiern, die sich alle auf seine schriftstellerischen Ergüsse stürzen möchten. Lisey hat es lang genug vor sich hergeschoben und macht sich endlich mit einer ihrer Schwestern dran, Scotts Büro auszuräumen, um dessen Inhalt den Hyänen zum Fraß vorzuwerfen. Oder ist es dafür sogar schon zu spät?

    Denn ein besonders engagierter Landon-Fan droht ihr und stopft die tote Nachbarskatze in den Briefkasten, während Lisey meint, Hinweise ihres verstorbenen Mannes zu entdecken.

    Der Einstieg in die Geschichte ist sehr schwierig gestaltet. Von Beginn an hat man es mit einer besonders diffusen Pärchensprache zutun, so wie sie wohl jeder kennt, der schon einige Zeit in einer Beziehung gelebt hat. Wörter, Gesten, Gegenstände - viele Paare verständigen sich in Symbolen, die nur sie kennen, entwickeln eine eigene Sprache, die nur sie verstehen und verwenden Gesten, die nur sie gegenseitig deuten können. Stephen King lässt Lisey Resümee über ihre Ehe ziehen, sie verliert sich in Erinnerungen, denkt in dieser Paarsprache und vergisst darüber ganz die Realität, die ihr im wahrsten Sinne des Wortes mit den Fäusten droht.

    Während der ersten 300 Seiten habe ich mir gedacht, dass es wohl das schlechteste King-Buch ist, das ich jemals gelesen habe. Die diffuse Sprache, die berüchtigten Klammern (ja, die können einen ordentlich auf die Nerven gehen) und diese Komplexität hinter den einzelnen Szenen, die man nur ahnen, aber lange Zeit nicht greifen kann.

    Und dann hat der Meister sein Können gezeigt! Und ja, es war gut, so gut! Man muss eben diesen schwierigen Einstieg schaffen, der im Nachhinein betrachtet tatsächlich nötig ist, damit sich der Horror so richtig entfalten kann.

    Denn schaurig wird es allemal, und wie! Lisey erinnert sich nach und nach an die dunkle Seite ihrer Ehe, an Ereignisse, die sie verdrängt hat, und an einen Ort, an dem das Böse lauert, auch nach Scotts Tod.

    Wer noch nie ein Buch von Stephen King gelesen hat, sollte meiner Ansicht nach keinesfalls ausgerechnet damit beginnen. Es ist ein sehr persönliches Werk, wie es der Autor angeblich selbst bezeichnet, dabei hege ich trotzdem die Hoffnung, dass es nicht zu persönlich ist. Denn falls doch, dann sind Mr. und Mrs. King nicht nur wahnsinnig, sondern krank, richtig krank.

    Kommentare: 11
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    Virginys avatar
    Virginyvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Noch nie habe ich so lange an einem King gelesen, aber es hat sich gelohnt ...^^
    In guten wie in schlechten Zeiten...

    Lisey war die Frau des berühmten Schriftstellers Scott Landon, die beiden hatten eine ganz besondere Beziehung, allerdings ist Scott nun schon seit 2 Jahren tot und sie schafft es einfach nicht, sich von seinen alten Sachen zu trennen, noch immer vermißt sie ihn schmerzlich.
    Etwas Ablenkung findet sie, als Amanda, ihre ältere Schwester mal wieder einer ihrer Selbstverstümmelungsanfälle ereilt.
    Um sie zu überwachen, teilt sich Lisey das Bett mit ihr und in der Dunkelheit scheint sie zu Scott zu werden, sie verwendet seine Redewendungen und schickt sie auf eine Art Schnitzeljagd, eine Jagd, an deren Ende ein Preis auf sie wartet...
    Am nächsten Morgen will sie mit ihrer Schwester darüber reden, doch die ist völlig weggetreten und so liefert man sie in eine Anstalt ein.
    Lisey macht sich auf die Suche und findet immer neue Dinge, die sie an ihr gemeinsames Leben mit Scott erinnern, an die guten und auch die schlechten Zeiten, an Dinge, die sie geteilt haben und von denen keiner etwas weiß.

    Und dann taucht ein geheimnisvoller Mann auf, der sie erst bedroht und später quält.
    Lisey ahnt, Scott weiß, wie man ihn loswird und er will ihr dabei helfen, nur muß sie vorher alle seine Hinweise entschlüsseln...

    Noch nie habe ich so lange an einem King gelesen, nicht etwa, weil das Buch schlecht ist, nein, es ist einfach anders und ein bißchen "anstrengender", man springt zwischen den Zeiten und zwischen den Welten und nach und nach kommt man hinter Scotts Geheimnisse, die erst nur angedeutend werden.
    Ein sehr berührender Roman über Vertrauen und die Macht der Liebe, ein etwas anderes, sehr persönliches Werk von  King mit nur geringen Horrorelementen...

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    YvonneLaross avatar
    YvonneLarosvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Die experimentelle Art "P.S. Ich liebe dich." zu schreiben/sagen ...
    Die experimentelle Art "P.S. Ich liebe dich" zu schreiben/sagen ...

    Kurzmeinung

    Die experimentelle Art "P.S. Ich liebe dich." zu schreiben/sagen ...

    Bewertung in Sternen

    3 von 5 Sternen

    Inhalt

    Lieber Freund der Horror-Literatur, ob es dir mit dieser Nachricht gut oder schlecht gehen wird: der Autor ist tot.

    Seine Frau schlägt sich ganz tapfer - ich hab' vor Kurzem 736 Seiten lang mit ihr gesprochen ...

    Aber du kannst dir vielleicht denken: sie verdrängt sehr viel ...

    Um ehrlich zu sein, hat sie sich nicht mal um die Manuskripte gekümmert, die Scott, also Mr. Landon, hinterlassen hat.

    Jetzt hat Lisey also tatsächlich ganz schön viele Leute an der Backe, die scharf drauf sind.
    Ich würde dir gern etwas anderes schreiben, aber: es sind kranke Leute, SEHR kranke Leute darunter ...

    Keine Ahnung, ob es daran liegt, aber seitdem ist so Einiges in Lisey hochgekommen - ziemlich stranges Zeugs, wenn du mich fragst ...

    Scott hat echt in seiner eigenen Welt gelebt ...

    Meinung

    Wenn du mich fragst: der Typ, der für Scotts Schicksal verantwortlich ist, hat es ganz schön drauf, Fragen aufkommen zu lassen - echt fesselnd!

    Er hatte kaum angefangen zu erzählen, da ging in meinem Kopf das Spekulieren los.


    War am Anfang nicht immer einfach zu verstehen, was er da so vom Stapel lässt - irgendwie verwirrend ...


    Aber ich sag' dir: da lauerte so etwas im Untergrund, das mich nicht mehr so richtig losgelassen hat ...

    Ich wusste auch nicht so recht, was ich von seinen ständigen flahsbacks halten sollte ... Einerseits nervig - anderereits kamen die so wie in Echtzeit, so wie Erinnerungen eben in einem Menschen aufkeimen, so richtig authentisch also ... Schon faszinierend, muss ich zugeben.

    Das hatte er aber nicht nur bei den Rückblicken ... Zog sich irgendwie durch seine ganze Erzählung - ich sag' ja: faszinierend!

    Wann immer er allerdings mit seinen Anekdoten angefangen hat ... Ziemlich lange hab' ich mich da als Außenstehender vor zwei Insidern gefühlt - nicht so toll.


    Dann hat er immer den direkten Weg zur Gegenwartsform gesucht - egal um welche Zeit es ging. Auch da weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll - weder besonders gut, noch besonders schlecht, würde ich sagen.


    Es kam mir immer so vor, als würde er das alles eher seiner eigenen Frau erzählen ... Ist aber nicht negativ gemeint - hat mich eher beeindruckt.

    Und was ich da eben so geschrieben habe - mit den Insidern und so ... Vielleicht ist es ja genau richtig so, dass es seine Zeit braucht - vielleicht sogar genau so gewollt. Kam mir immer so vor, als wollte er mich eben nach und nach in die Geschichte von Scott und Lisey einführen, und das ist ihm gelungen!

    Auf der anderen Seite: nachdem ich alle Codes entschlüsselt hatte, wurde mir ein bisschen langweilig ...

    Selbst diese große Leistung, eine komplett eigene Welt aufzubauen, ist eben nicht immer des Gegenübers Sache ...


    Fazit

    Solltest du zufällig mal in der Gegend von Scott und Lisey sein und auch ein Freund von Ungewöhnlichem sein, schau' auf jeden Fall mal bei ihnen vorbei. Bye-Bye

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: "Je mühsamer ein Paket zu öffnen war, desto weniger kümmerte einen letztlich der Inhalt." Tolle Story, tolle Zitate - King wie eh und je :)
    Überraschend guter King-Roman

    "Je mühsamer ein Paket zu öffnen war, desto weniger kümmerte einen letztlich der Inhalt." - Love, Stephen King

    ___

    Klappentext:

    Das Böse kommt nachts.
    Das Herz stirbt zuletzt.

    Liseys berühmter Mann ist tot - und sein Nachlass weckt albtraumhafte Erinnerungen und Ahnungen in ihr, die bald grausame Gewissheit werden.

    ____

    Nachdem der Klappentext so unsagend und einfach langweilig war, lag das Buch lange unbeachtet im Regal - absolut unberechtigt, wie sich nach dem Lesen zeigte.

    Scott Landon - berühmter Romanautor, Liseys geliebter Mann - seit zwei Jahren tot. Doch schon vor seinem Tod versteckte er eine Spur mit Hinweisen für Lisey. Wohin sie diese Hinweise führen ?
    In Scotts grausame Vergangenheit, in eine andere Welt und zu Erinnerungen, die nach langen Verdrängen wieder erwachen.

    ___

    Meine Meinung:

    Absolut spannend !
    Mittlerweile habe ich den Roman zum zweiten Mal gelesen
    - einen Roman über die geheime Sprache der Liebe, über Wahnsinn, über eine andere Welt - am Tag das Paradies, in der Nacht angsteinflößend und böse.

    Es hat zwar einige Seiten gedauert bis es 'gefunkt' hat, aber danach hat sich die Geschichte super lesen lassen. Spannend und logisch aufgebaut, mit einigen Überraschungen und Wendungen und vor allem diesem King-Gefühl :)

    Im ersten Punkt kann ich also mein Anfangszitat bestätigen - das Paket ließ sich wirklich schwer öffnen, aber der Inhalt überzeugte, anders als im Roman-Zitat, umso mehr.

    Ich kann es nur empfehlen.

    Kommentare: 16
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Kings persönlichstes "Alterswerk".
    Boo'ya Mond statt Honeymoon

    Wieder ist es ein Reich der Gedanken- und Empfindungswelt - eine Welt gleich nebenan, die King hier in sein Werk einflicht. Kings Stärke liegt in der Gestaltung uralter Mythen und Märchen, die der Menschheit seit Urzeiten gehören, Motive, die nichts anderes sind als psychische Dimensionen, die uns alle einen. Die Faszination dieser so traumhaft-wirklich erscheinenden Welten (wir glauben, dass es sie nicht gibt, aber wir sind uns niemals wirklich sicher; mehr noch: wir gehen manchmal sogar so weit, zu glauben, dass es sie geben könnte) liegt nicht zuletzt darin, dass wir uns eine materielle und kalte Welt erschaffen haben. Wir wissen instinktiv, dass wir damit auf dem Holzweg sind in einer Zeit, da selbst die Wissenschaft zugeben muss, vor unglaublichen Rätseln zu stehen. Kurz: unser Weltbild wankt erheblich. Und das schon seit vielen Jahrzehnten. Vielleicht nehmen uns die Schilderungen, etwa von Boo'ya Mond, so gefangen, weil wir uns erinnern können, weil wir es wiedererkennen.
    Am Schönsten drückt King sein eigenes Dasein mit folgenden Worten aus:

    "Zwei Dinge haben ihm (Scott) Bodenhaftung verliehen und ihm vor dem Long Boy (persönlicher Tod) gerettet. Das Schreiben ist eines davon. Das andere hat eine Taille, um die er die Arme legen, und ein Ohr, in das er flüstern kann."

    Ein Schlüsselsatz des Romans, XI, 14:

    "Diese Erinnerung handelte davon, dass sie kurz vor Tagesanbruch im Bett ihrer Schwester Amanda aufgewacht war und festgestellt hatte, dass Vergangenheit und Gegenwart sich fast untrennbar vermischt hatten."

    So wie sich Lisey an dieser Stelle ihrer gedanklichen Reorganisation fühlt, liest sich dann auch das Buch, das nicht wenige Reminiszenzen an Autoren enthält, die King hier deutlich beeinflusst haben. Wir werden an Faulkner erinnert, wenn wir es mit den Slang-Ausdrücken zu tun bekommen (die neben der Privat-Sprache der Liebenden eine eigene Dimension bekommen). Das lineare Erzählen (das in der Literatur ohnehin längst kein Thema mehr ist) hat King hier zugunsten einer modernen Erzählweise aufgegeben. Die Unterkapitel werden kaum beendet sondern rasen förmlich ineinander. Hier zeigt sich, dass King nicht nur ein begnadeter Erzähler ist, sondern auch Techniken beherrscht, die ihm von den "Inkunks" immer abgesprochen werden und die den größten der amerikanischen Literatur (Thomas Pynchon, Don DeLillo, Philip Roth - um nur einige zu nennen) in nichts nachstehen. Ich erwähne das, weil es einen Aufschrei der literarischen Torwächter gab, als King den National Book Award zugesprochen bekam. Er bekam ihn für sein Gesamtwerk und er bekam ihn zurecht.

    Es ist meines Erachtens nicht notwendig, Thomas Pynchon oder Jorge Luis Borges und den Hinweis auf den "Magischen Realismus" zu kennen. Ebensowenig wie es erforderlich ist, etwas über Hank Williams oder den Regisseur von "Die letzte Vorstellung" Peter Bogdanovich zu wissen. Sollte sich jedoch jemand die Mühe machen, den Spuren, die King auslegt - mal offen, mal nur kurz angedeutet - zu folgen, bekommt er eine Multimediavariante an die Hand, die sehr bereichernd sein kann.

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    SchwarzeRoses avatar
    SchwarzeRosevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Schon die etwas andere Art zu schreiben!!!!
    Irreführend, aber gut

    Wer kennt nicht den Meister des Horrors. Stephen King und seine Werke lassen einen eine angenehme und leichte Gänshaut über die Haut jagen. So ging es mir auch bei "Love", wo ich mich manchmal fragte, ist sie jetzt des totalen Wahnsinns befallen. Gerne wieder.

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    winter_vanessas avatar
    winter_vanessavor 5 Jahren
    Rezension zu "Love" von Stephen King

    Love hat mich leider gar nicht mitgerissen. Ich musste mich immer wieder zum Lesen "zwingen" und daher habe ich es irgendwann aufgegeben. Ein gutes Buch sollte von den ersten Seiten an zum Weiterlesen reizen und es ist wirklich gut möglich, dass es später wahnsinnig toll wird. Nur leider werde ich das niemals erfahren.  Schade! Eigentlich lese ich King sehr gerne.

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    Thaliomees avatar
    Thaliomeevor 5 Jahren
    Erst ein zäher Anfang, später ein gutes Buch

    Ein berühmter Autor ist tot - allerdings schon 2 Jahre - und seine Witwe Lisey will seinen Nachlass endlich durchsehen. Sie erinnert sich dabei immer wieder an ihr gemeinsames Leben und an die Geschichten über seine schreckliche Kindheit. Daneben muss sie aktuelle Probleme bewältigen, wie die Katatonie ihrer Schwester oder die teils nervenden, teils drohenden Anfragen zum Nachlass ihres Mannes.

    Klingt etwas trocken und das ist es zunächst auch. Von albtraumhaften Erinnerungen oder dem ultimativen Bösen habe ich im ersten Drittel leider nichts gemerkt. Danach fängt es an spannend zu werden. Die Geschichten aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (also die mögliche Lösung der Probleme) fangen an ineinander zu greifen und ich wollte wirklich wissen wie es weiter geht. Trotzdem muss ich jetzt sagen, dass die ersten 200 (oder mehr) Seiten für mich nicht notwendig gewesen wären. Es floß reichlich Blut, aber Spannung kam einfach nicht auf.

    Ich habe das Buch in der deutschen Übersetzung gelesen und ich vermute, dass es im Original weit flüssiger geschrieben ist. Es kommen einige Formulierungen vor, die sehr holprig und merkwürdig veraltet klingen ("verschmickt"). Andere Wörter (wie "Stockrosen") haben nun mal eine Bedeutung im Deutschen, hier lässt sich auch kein Wortspiel erzwingen. Dabei geht es in diesem Buch doch so sehr um Worte, aber vielleicht ist das kein Widerspruch.

    Auch wenn ich nicht viel von King gelesen habe, möchte ich behaupten, dass dies einer seiner autobiographischeren Werke ist. Es geht um einen berühmten Schriftsteller mit einem geliebten größeren Bruder, der eine Frau mit vielen Schwestern. An der Universität kennen gelernt, lebten sie anfangs ohne viel Geld zusammen. Dazu kommt ein Alkoholproblem des Schriftstellers (im Buch) und ein Fan, der in sein Haus eindringt und seine Frau bedroht. Dies ist alles sehr nah an der Lebensgeschichte Kings, auch wenn das Buch natürlich Fiktion ist.

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