Puls

von Stephen King 
3,8 Sterne bei578 Bewertungen
Puls
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Positiv (380):
Ninas_Buecherbasars avatar

Puls zieht sich tatsächlich etwas zu sehr in die Länge, hat aber trotzdem diese typische dunkle Faszination eines jeden Buches vom King.

Kritisch (52):
zickzacks avatar

Interessante Idee, aber leider seeeehr langatmig.

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Inhaltsangabe zu "Puls"

Der Horror hat eine neue Dimension

Das Grauen kommt nicht aus Gräbern oder aus dem Weltraum. Es ist mitten unter uns und steckt in jeder Handtasche. Das Handy ist ein moderner Heilsbringer, doch in Stephen Kings „Puls“ kommen mit dem Klingelton Wahnsinn und Tod.

Clayton Riddell ist geschäftlich in Boston, hat schon Geschenke für seine Familie besorgt und möchte sich vor der Heimfahrt gerade bei einem Straßenhändler ein Eis kaufen, als die Welt untergeht. Geschäftsleute, Schüler, Busfahrer, alle Menschen, die in diesem Moment ein Handy am Ohr haben, laufen wie auf einen geheimen Befehl hin Amok, fallen übereinander her, schlachten sich gegenseitig ab, stürzen sich ins Verderben. Irgendwie können Clay, ein kleiner Mann mit Schnurrbart und ein junges Mädchen, das beinahe von ihrer Mutter umgebracht worden wäre, sich in ein Hotel retten. Sie sind völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Clay will unbedingt herausfinden, wie es um seine Frau und vor allem um seinen Sohn Johnny steht, der gerade in der Schule war, als der mörderische Irrsinn losging. Zu ihm muss Clay Kontakt aufnehmen, bevor ein anderer es per Handy tut. Die Suche nach Johnny wird zur Schreckensmission durch eine apokalyptische Welt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453565098
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:596 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:03.09.2007
Das aktuelle Hörbuch ist am 28.08.2006 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Amilyns avatar
    Amilynvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Leidet an der typischen King-Krankheit: es ist zu lang. Trotzdem toll erzählt.
    Phonies vs Normies

    Am Tag von Clay Ridells größtem Erfolg als Comicautor geht die Welt unter. Als mitten in Boston plötzlich alle Menschen durchdrehen, die mit ihren Handys telefonieren, bleibt er verschont. Doch was ist mit seiner Frau und seinem Sohn? Haben Sie auch mit ihren Handys telefoniert und dadurch einen Impuls empfangen, der sie dazu gebracht hat, willkürlich aufeinander und auf andere loszugehen? Mit einer kleinen Gruppe macht er sich auf die Suche nach ihnen und versucht, unterwegs dem Rätsel der "Handy-Verrückten" auf die Spur zu kommen.

    Die Grundidee und auch der Anfang folgen einem ganz gewöhnlichen Schema, wie es in den gängigen Zombiegeschichten schon mehr als genug zu lesen oder zu sehen war: der Protagonist ist zum Zeitpunkt des Ausbruchs von der Familie getrennt und macht sich mit einer Gruppe Zufallsbekanntschaften auf den Weg, um diese zu finden. Richtige Zombies, d. h. Untote, gibt es in Puls zwar nicht, und man muss auch nicht zielsicher den Kopf treffen, um sie zu töten, aber sei's drum. Zombie ist Zombie.

    Dass ich kaum gemerkt habe, wie klischeehaft der Roman beginnt, liegt an Stephen Kings Schreibstil, den ich einfach mag. Der missachtet sämtliche Schreibregeln und Tipps (kurze Sätze, klar und einfach ausdrücken, etc), und man liest schon mal Schachtelsätze, Einschübe, Ausklammerungen, Großbuchstaben, das ganze Programm. Mir gefällt das sehr gut, und ich mag es einfach, wie King auf die ganzen aktuellen Ratschläge pfeift und macht, was er will, weil sich auch das einfach mal gut liest.

    Die Suche (nicht aber die Sorge) nach Frau und Kind verliert Clay zwischenzeitlich aus den Augen und findet heraus, woran es gelegen haben könnte, dass die Handytelefonierer durchdrehen und was sie sonst noch so draufhaben. Auch laufen Clay und seine Gruppe nicht einfach nur weg, sondern sie handeln. Die Gefahr, die für sie aufzukommen scheint, ist nicht einfach nur das stumpfe Getötet-, bzw. Gefressenwerden, sondern es steckt noch etwas viel größeres und bedrohlicheres dahinter. In diesen Aspekten fand ich Puls wirklich sehr stark. Auch hat King am Schluss nicht die Nerven verloren und irgendeinen Schwachsinn hingeschmiert, wie er es schon ein paarmal zuvor getan hat. 

    Doch wie einige andere seiner Bücher, vor allem den neueren, leidet auch Puls unter der üblichen Krankheit: es ist einfach zu lang. Die Story gibt schon einiges her, aber nicht für über 500 Seiten, so dass es sich im Mittelteil zieht und insgesamt ein bisschen aufgebläht wirkt. Gerade am Schluss zeigt sich das sehr deutlich. Die letzten knapp 30 Seiten sind dermaßen in die Länge gezogen, dass ich mich ein wenig durchquälen musste und doch noch Angst hatte, er versaut jetzt wieder alles. Letztendlich hat das Ende mir jedoch sehr gut gefallen, hätte es aber auf einem Zehntel der Seiten effektiver gefunden.

    Der zweite Kritikpunkt geht an die Charaktere, die mir sehr fremd und vor allem gleichgültig geblieben sind. Clay hat einen von Kings Lieblingsberufen (Autor und Lehrer), die er immer wieder an seine Protagonisten verteilt, ansonsten ist er eine Figur, die mich nicht besonders berührt hat, was für King-Charaktere durchaus unüblich ist. Viel Blödsinn reden können sie auf jeden Fall alle, machte mir aber keinen wirklich sympathisch oder wenigstens unsympathisch.

    Fazit: Obwohl Grundidee und Anfang sehr genretypisch geraten sind, empfinde ich Puls als eine der besseren und besonderen Zombiegeschichten. King-unüblich ist die Charakterzeichnung sehr dürftig geraten. Gerade der Protagonist ist mit Figuren seiner anderen Romane sehr austauschbar. Trotzdem vergebe ich 4****, denn die Idee hinter dem Ganzen ist vom Autor wirklich gut ausgearbeitet und vor allem durchgezogen worden.   

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    MellisBuchlebens avatar
    MellisBuchlebenvor einem Jahr
    Gutes Horrorbuch

    Durch ein mysteriöses Signal im Mobilfunknetz werden die Menschen von einem auf den anderen Moment in zwei Gruppen geteilt: jene, die mit dem Handy telefoniert haben und verrückt wurden und jene, denen das nicht passiert ist. Im Buch werden diese Gruppen "Normies" und "Phonies" genannt. Wir begleiten im Laufe des Buches eine Gruppe von "Normies". Diese lernen sich durch das Ereignis erst kennen und wachsen als Gruppe im Laufe der Zeit zusammen. Der Leser spürt dieses Zusammenwachsen sehr deutlich, jedenfalls ging es mir so. 
    "Puls" enthält durch und durch Horror. Ich stand als Leser sofort mitten im Geschehen. Ich war etwas überrascht, dass es mit der ersten Seite bereits los ging und war ein bisschen überfordert damit. Der Horror hält bis zur letzten Seite, was ich wiederum gut fand. 
    Trotz der Action hat es für mich seine Längen gehabt und einige Seiten habe ich nur überflogen. Das Ende hat mir leider nicht gefallen. Es wird auch nicht aufgeklärt, warum es dieses Signal überhaupt gab oder was genau dahintersteckte. Das hat mir gefehlt. 
    Vielleicht habe ich das Buch zur falschen Zeit gelesen oder es lag an mir. Aber so richtig begeistern konnte es mich leider nicht. 
    Die Charaktere waren toll und ich mochte viele von ihnen sehr. Aber vielleicht hätte dem Buch ein Perspektivwechsel zur Seite des Bösen gut getan, auch wenn die "Phonies" nicht wirklich denken können. 
    Insgesamt ist es ein gutes Horrorbuch, bei dem mir aber etwas gefehlt hat, z. B. die Erläuterung für die Ursachen des Ganzen.

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    Insomnia1106s avatar
    Insomnia1106vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gutes Buch für eine nette Unterhaltung, gibt aber definitiv bessere Kings :)
    Eine etwas andere "Zombie"-Geschichte

    King erschafft auf seine typische Weise eine ganz andere und neue "Zombie"-Geschichte.

    "Jedes Mal wenn seine Gedanken sich dem Jungen zuwandten, spürte Clay in seinem Verstand eine Panikratte, die sich bereitmachte aus ihrem nicht sonderlich stabilen Käfig auszubrechen, um mit ihren scharfen kleinen Zähnen alles anzunagen, was in Reichweite war."

    Worum geht es?

    Clayton Riddell ist geschäftlich in Boston, hat schon Geschenke für seine Familie besorgt und möchte sich vor der Heimfahrt gerade bei einem Straßenhändler ein Eis kaufen, als die Welt untergeht. Geschäftsleute, Schüler, Busfahrer, alle Menschen, die in diesem Moment ein Handy am Ohr haben, laufen wie auf einen geheimen Befehl hin Amok, fallen übereinander her, schlachten sich gegenseitig ab, stürzen sich ins Verderben. Irgendwie können Clay, ein kleiner Mann mit Schnurrbart und ein junges Mädchen, das beinahe von ihrer Mutter umgebracht worden wäre, sich in ein Hotel retten. Sie sind völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Clay will unbedingt herausfinden, wie es um seine Frau und vor allem um seinen Sohn Johnny steht, der gerade in der Schule war, als der mörderische Irrsinn losging. Zu ihm muss Clay Kontakt aufnehmen, bevor ein anderer es per Handy tut. Die Suche nach Johnny wird zur Schreckensmission durch eine apokalyptische Welt.

    Für mich war es nicht gerade der beste King. Ich bin nicht wirklich in die Story hineingekommen, es war für mich teilweise zu langatmig, besonders am Anfang. Als es endlich mal losging und wir auch mehr von den "Handyverrückten" erfahren haben, war es wirklich spannend, doch leider war dies nur ein kleiner Teil und ganz schnell vorbei. Auch hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht. Alles in einem ist es ein gutes Buch welches man für eine kurze Unterhaltung einwandfrei lesen kann.

    Für Gruselfans oder Kingfans empfehle ich eindeutig andere Werke vom Autor :)

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    dominonas avatar
    dominonavor einem Jahr
    Die übliche Qualität

    In die Art der Bücher finde ich mich immer wieder schnell hinein. Das Beschriebene bannt einen und sorgt dafür, dass man dran bleibt - ich habe drei Tage gebraucht. 
    Der Gedanke, dass unsere Handys uns quasi zu Zombies machen könnten und wie einzelne Menschen dann versuchen in so einer Gesellschaft zu überleben, kann schon gruselig sein. 
    Allerdings wirkt das Buch an manchen Stellen zu schnell vorangetrieben. Die Übergange passen nicht immer und die Charaktere sind auch nicht so gut ausformuliert wie ich es gewohnt bin.

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    zickzacks avatar
    zickzackvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessante Idee, aber leider seeeehr langatmig.
    Puls von S. King

    Ein schwieriges Buch. Ich habe gute zwei Monate für das zum Lesen gebraucht. Ich habe zwischendurch noch ein anderes gelesen, dass es stellenweise so langweilig war, dass ich dabei eingeschlafen bin...

    Ich versuche die Gründe aufzuschlüsseln:
    Positiv kann ich sagen, dass mir an sich die Idee gut gefallen hat. Ein Virus (Puls) wird über die Handys übertragen und stürzt einen Teil der Welt in Schrecken und Chaos. Irgendwie ist das fast schon kritisch, denn irgendwann glaube ich selbst, dass die Handysucht die Menschen irre werden lässt. Wie oft am Tag schauen wir auf das kleine Gerät? Können wir uns noch vorstellen ohne es zu leben? Wenn man diese Fragen ehrlich beantwortet, kommt man auf ein denkwürdiges Ergebnis. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob King uns das mit diesem Werk sagen wollte, aber ich muss auf wenigstens ein paar positive Punkte kommen, damit sich die Quälerei irgendwie gelohnt hat.
    Als zweites positives möchte ich erwähnen, dass mir sein Schreibstil gefällt. Es gab ein paar Formulierungen und verrückte Ideen, die mich tatsächlich zum Schmunzeln gebracht haben, aber leide habe ich sie bei den vielen Negativen vergessen...

    Nun zu den negativen Anteilen:
    Ich konnte mit keinen der Charakter wirklich etwas anfangen. Sie waren mir nicht griffig genug, sondern haben sich wie Statisten in einem Theaterstück angefühlt. Gerade Clay Riddle als Protagonist war für mich überhaupt nicht überzeugend. Ja, er wollte seinen Sohn retten. Da ist der Konflikt, aber trotzdem hat er für mich für sein Ziel nicht enthusiastisch gekämpft. Es war auch viel zu oft im Buch in den Hintergrund gerückt und dann plötzlich schwappte es wieder hoch und Clay erinnerte sich, dass noch etwas mit seinem Sohn war.
    Außerdem nehme ich es King übel, dass er (ACHTUNG SPOILER) mir den einzigen Charakter genommen hat, den ich noch interessant fand. Sie starb so unvorbereitet und sinnlos... als Alice nicht mehr da war, sondern nur noch dieser nervige Jordan war es fast so weit, wo ich das Buch in die Ecke gepfeffert hätte. Dann kamen neue Charakter dazu (Dan, Ray und Denise) mit denen ich auch nichts anfangen konnte. (SPOILER ENDE) Aber ich habe mich über diese Stelle gequält, den Ärger heruntergeschluckt und weitergelesen...
    Neben den Charaktern war die Handlung Kacke. Es ging schon am Anfang los. Die ersten 50 Seiten wusste ich nicht, was King überhaupt von mir wollte. Ich habe sehr schlecht in die Geschichte gefunden. Da war nicht nur ein Chaos in Boston, sondern auch in meinem Kopf. Leider ist das immer wieder an kurzen Stellen aufgetreten, wo ich nur mit einem großen Fragezeichen im Gesicht die Seiten angestarrt habe und mich fragte, was King nun eigentlich will...
    Dann hatte ich das Gefühl, dass man einfach mit der Handlung auf der Stelle trat. Es passierte zu wenig und die Charakter waren die gesamte Zeit sinnlos auf Achse, außer wo sie seitenlang in dieser komischen Schule festsaßen, Jordan und den Rektor, kennenlernten. Wenn man etwas interessantes passierte, dass sie sich gegen die Phoner gewehrt haben oder wirklich in die Enge gedrückt wurden, war dieser Teil viel zu kurz.
    Ich verstehe auch ehrlich nicht, warum Clay und Tom sich nicht am Puls angesteckt haben. Haben die Phoner den Neuinfizierten ein Handy ans Ohr gedrückt oder was? So ganz wurde das nie erklärt, ob die Leute sich nur über die Handys infiziert haben oder wenn sie mit den Phonern in Kontakt kamen. Auch fand ich es komisch, dass die Phoner nicht einfach Clay und Tom umgebracht haben, sondern nur gedroht und bla bla, aber wirklich etwas gegen die Unruhestifter, die ja ihre Schwärme töteten, haben sie nichts unternommen.
    Und dann noch dieses bescheidene Ende, wie schon ein paar andere Reviewer angemerkt haben. Was sollte das? Warum war plötzlich Schluss?

    Puuh, also ich hatte gehofft, dass das Buch ab der Mitte noch spannend wird. Man kennt es ja von King, dass manche seiner Werke erst ein paar Seiten brauchen bis sie richtig Fahrt aufnehmen, aber dieses Werk hat sich bei mir sehr schwer getan. Tut mir leid, Mr. King, aber das können sie besser.
    Darum vergebe ich nur zwei Sterne (für Idee und Schreibstil).

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    tragalibross avatar
    tragalibrosvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Definitiv nicht das beste Buch von Stephen King.
    Rezension zu "Puls" von Stephen King

    Ohne Vorwarnung befällt eine mysteriöse Geisteskrankheit die Menschheit. Ein Telefonanruf lässt Leute zu gewalttätigen und blutrünstigen Verrückten mutieren. Nur wenige, die durch Zufall kein Handy bei sich haben, bleiben bei Verstand und kämpfen fortan, in einer Welt, die dem Untergang geweiht zu sein scheint, ums Überleben...

    Klingt spannend und nach super SciFi-Lektüre, ist aber leider nicht annährend das, was man von Stephen King gewohnt ist.
    "Puls" beginnt zwar vielversprechend, lässt aber dann recht schnell nach und liest sich nur noch zäh.
    Der Ausdruck und Schreibstil ist zwar wie gewohnt einfach zu lesen, trotzdem verliert die Handlung an Schwung, sodass der Mittelteil bis auf wenige Passagen eher langatmig ist.
    Die Handlung konzentriert sich auf wenige, aber recht interessante Charaktere, die sich im weiteren Verlauf des Buches weiterentwickeln und viele Veränderungen durchmachen.
    Aber, aber, aber... Mich hat das Buch nicht zu 100% überzeugen können. Gute Ansätze wechseln sich mit Seiten ab, auf denen nichts passiert, was die Geschichte besonders beeinflusst. Im Gegenteil, der Lesefluss kommt ins Straucheln und stellenweise war ich versucht, das Buch beiseite zu legen.

    Ich möchte abschließend aber hervorheben, dass mich die Idee der Geschichte begeistert hat! Menschen mit Hilfe von Handys umzuprogrammieren, sodass sie nur noch nach niederen Instinkten handeln, ist wirklich faszinierend und würde heutzutage wahrscheinlich 99% der Bevölkerung betreffen. 
    Obwohl das Buch in meinem Ranking der King-Bücher abgeschlagen auf den letzten Plätzen liegt, möchte ich drei Sterne vergeben. Die Grundlage der Handlung hat so einiges herausgerissen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr interessant & erschreckend, aber ich mochte das Ende nicht und mir fehlte etwas Hintergrund, aber dennoch sehr spannend.
    Ein sehr interessantes Thema sehr spannend erzählt....

    Titel: Puls
    Autor: Stephen King
    Reihe: -
    Verlag: Heyne
    Genre: Horror|SciFi
    Seitenanzahl: 528

    Zitat entfällt.

    Klappentext:

    Der Horror hat eine neue Dimension Das Grauen kommt nicht aus Gräbern oder aus dem Weltraum. Es ist mitten unter uns und steckt in jeder Handtasche. Das Handy ist ein moderner Heilsbringer, doch in Stephen Kings „Puls“ kommen mit dem Klingelton Wahnsinn und Tod. Clayton Riddell ist geschäftlich in Boston, hat schon Geschenke für seine Familie besorgt und möchte sich vor der Heimfahrt gerade bei einem Straßenhändler ein Eis kaufen, als die Welt untergeht. Geschäftsleute, Schüler, Busfahrer, alle Menschen, die in diesem Moment ein Handy am Ohr haben, laufen wie auf einen geheimen Befehl hin Amok, fallen übereinander her, schlachten sich gegenseitig ab, stürzen sich ins Verderben. Irgendwie können Clay, ein kleiner Mann mit Schnurrbart und ein junges Mädchen, das beinahe von ihrer Mutter umgebracht worden wäre, sich in ein Hotel retten. Sie sind völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Clay will unbedingt herausfinden, wie es um seine Frau und vor allem um seinen Sohn Johnny steht, der gerade in der Schule war, als der mörderische Irrsinn losging. Zu ihm muss Clay Kontakt aufnehmen, bevor ein anderer es per Handy tut. Die Suche nach Johnny wird zur Schreckensmission durch eine apokalyptische Welt.

    Meine Meinung:
    Ich liebe King...ich vergöttere den Mann...einfach nur ein genialer Schriftsteller.

    Das sieht man auch wieder bei "Puls"....auch wenn es nicht mein Favorit von ihm ist...so erschreckend, dass es auch in Wirklichkeit passieren könnte (um es mal ganz krass zu sagen)

    Der Leser wird unmittelbar in die Geschichte geworfen und muss atemlos miterleben, wie Menschen auf einmal ihre Freunde, Familie,Partner oder einfach Fremde angreifen, sie töten oder Schlimmeres mit ihnen anstellen.
    Es hat mich einfach schockiert, wie beildgewaltig King dieses ganze Chaos beschrieb...

    Im Mittelpunkt steht Clayton, der beruflich in der Stadt ist, will einfach nur zu seinem Kind.
    Es hat mich teils sehr mitgenommen, wie verzweifelt und voller Angst Clay war. Aber auch die Menschen, die mit ihm fliehen, fand ich überzeugend.

    Alice, die um ihre Mutter bangt, Thomas, ein ruhiger Mann und die Menschen, die während des Buches mit ihnen kommen oder auch sterben.

    Das einzigste, was mir nicht gefiel, war der Grund, wieso das alles passiert...es gab irgendwie keinen !!
    Klar, er beschreibt, was mit den Menschen passiert...es ist alles so The Walking Dead mäßig, aber es wird nie aufgeklärt, was oder wer genau dahinter steckt...das hat mich schon etwas frustriert !!

    Der Schreibstil ist gut zu lesen und eben typisch King-mäßig.

    Bewertung:

    Bis auf den irgendwie fehlenden Grund fand ich es fantastisch !!
    Von mir gibt es:

    4 von 5 Sterne




    Kommentare: 2
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    SeattleRaketes avatar
    SeattleRaketevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tolles Buch und der Film "Cell" wird geguckt ★ ★ ★ ★ ★
    Tolles Buch und der Film "Cell" wird geguckt ★ ★ ★ ★ ★


    Rezension Stephen King - Puls - 6.8.-13.8.
    Wahnsinn.. Einfach nur Wahnsinn... 
    Das ist bisher mein 3 Buch von ihm und wieder bin ich restlos begeistert. In einer Welt zu leben, wo das Telefon quasi schon zur Geburt dabei ist.. Fast unvorstellbar, dass es tatsächlich Normies geschafft haben.
    Tolles Buch und der Film "Cell" wird geguckt ★ ★ ★ ★ ★ 

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    Lee-Lous avatar
    Lee-Louvor 2 Jahren
    Nicht Kings Meisterwerk

    01. Oktober. 15:00 Uhr

    Als Clay durch Bostons Straßen läuft... glücklich, weil er es nach langer Zeit endlich geschafft hat, eins seiner Comics zu verkaufen, muss er mit ansehen, wie ein Mann seinem Hund ein Ohr abbeißt, wie alle Menschen scheinbar grundlos aufeinander losgehen und sich gegenseitig abschlachten.

    Während in der gesamten Stadt das reinste Chaos ausbricht, gelingt es Clay nur mit sehr viel Mühe und Not sich in Sicherheit zu bringen.

    Clay begreift sehr schnell, dass diese Situation durch die Handys ausgelöst wurde und das alle betroffen sind, die um 15:00 telefoniert haben.

    Der Grund, weshalb Clay nur noch an Johnny denkt. Seinen 12 Jahre kleinen Sohn - der vor wenigen Tagen erst ein Handy geschenkt bekommen hat. Deshalb setzt Clay alles daran seinen Sohn zu finden.

    Persönliche Meinung:

    Bereits auf den ersten Seiten bricht in Boston der absolute Wahnsinn aus und der Leser verfolgt, wie Clay sich durch die Stadt schlägt... wie er wenige Personen kennenlernt, die noch normal zu sein scheinen und sich in Sicherheit bringt.

    Dabei wirkt der Schreibstil so, als würde man das ganze Geschehen direkt vor Ort mitverfolgen. Es gibt recht wenige Stellen, die langatmig erscheinen, was ziemlich untypisch für King ist.

    Die vom "Puls" getroffenen Menschen (Phoner) verhalten sich fast schon wie Zombies. Diese sind jedoch nicht mit den Zombies aus z.B. The Walking Dead zu vergleichen, weil sie im Laufe der Geschichte eine Intelligenz entwickeln und versuchen Normies (die wenigen verbliebenen Menschen, die nicht vom Puls getroffen wurden) zu kontrollieren.

    Eine irgendwie wirklich interessante Thematik. Erstaunlich, dass dieser Roman bereits 2006 erschienen ist. Zu einer Zeit, als die Menschen noch nicht so "besessen" von ihren Handys waren wie heute.

    Ich habe 15 Stephen King Romane gelesen. Ausnahmslos alle wahren wirklich atemberaubend gut!! Doch Puls hat mich leider nicht so überzeugt, wie ich es eigentlich von King gewöhnt bin. 

    Die Geschichte ist wirklich sehr gut gelungen und sehr spannend... bis man die letzten 150 Seiten erreicht. Ab da hatte ich das Gefühl, dass die Luft einfach raus ist. Ich fand es überhaupt nicht mehr spannend. Ich hatte schon keine Lust mehr zu lesen, wenn ich daran dachte, dieses Buch noch beenden zu "müssen"... stattdessen habe ich mir tagelang doch lieber andere Beschäftigung gesucht. ... sehr, sehr schade.

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    NiWas avatar
    NiWavor 3 Jahren
    Ring, Ring.

    Das Ende der Welt wird mit einem Handyklingeln eingeläutet. Clay ist gerade beruflich in Boston als um ihn herum der Irrsinn ausbricht. Telefonieren wird zum Todesurteil, weil aus dem Äther der Mobiltelefonie der mörderische Wahnsinn strömt. Menschen gehen aufeinander los, zerstückeln sich gegenseitig und reissen alles nieder. Und nur wenige von ihnen kommen davon.

    Clay ist einer von ihnen. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe verschanzt er sich in einem Hotel und versucht die Ereignisse zu verarbeiten. Gerade eben wollte er sich noch ein Eis kaufen und im nächsten Augenblick bricht um ihn herum der Irrsinn los. Dass es etwas mit den Handys zutun hat, ist nicht nur ihm rasch klar.

    Selten hat man es mit einem King-Werk zutun, das gleich zu Beginn derart loslegt. Man schlägt das Buch auf, tastet sich die ersten paar Seiten voran und findet sich mitten in einem Blutbad in Boston wieder, das einem fast das Frühstück hochwürgen lässt. Stephen King rockt von Beginn an. Das Blut spritzt, Flammen züngeln und Handy-Debile verbeißen sich sogar in Hunden, sodass einem das Horrorherz aufgeht.

    Nach dem man den ersten Wahnsinn gemeinsam mit den Protagonisten einigermaßen registriert - von verarbeiten kann hier keine Rede sein - hat, machen sich ernsthafte Sorgen breit. Clays Frau und sein Junge Johnny befinden sich etliche Kilometer entfernt und Clay muss herausfinden, was aus ihnen geworden ist. Sind sie ans Handy gegangen als es geklingelt hat?

    Von Handlung und Aufbau her würde ich dieses Buch sogar als apokalyptischen Zombieroman einordnen, obwohl man die Handyverrückten eigentlich nicht als Zombies bezeichnen kann. Gemeinsam mit Clay und den übrigen Menschen geht es quer durch die Handy-Apokalypse, immer in der Hoffnung, dass sich Frau und Sohn wohlbehalten verkrochen haben.

    Stephen King greift mal wieder gesellschaftskritische Themen auf und verarbeitet sie zu einem glänzenden Schauerwerk. Man stelle sich vor, wir würden durch unsere Handys den Verstand verlieren. Man stelle sich vor, eine Terrororganisation hätte eine Möglichkeit gefunden, uns über unsere schicken Mobilteile den Terror ins Haus zu schicken. Man stelle sich vor, wir würden einfach aufhören wir selbst zu sein, so bald wir den nächstbesten Anruf annehmen und uns damit das Gehirn wegpusten. Wäre das nicht ein gruseliges Szenario?

    Leider habe ich meinem Geschmack nach zu wenig über die Hintergründe der Handy-Debilität erfahren. Die Terrorthese ist nur eine Theorie von vielen und es gibt kaum Ansatzpunkte, um zu erahnen, was sich wohl tatsächlich ereignet hat.

    Nach dem sehr rasanten Start geht es meist sehr zügig weiter. Nur wenige Zwischenetappen lassen einem als Leser Luft holen und ich wurde in Dauerspannung versetzt, die in ein relativ offenes Ende mündet, das mir so nicht ganz gefallen hat, aber auf jeden Fall gut zur Geschichte passt.

    Als Fazit kann ich nur sagen, wer Handys gegenüber schon immer skeptisch eingestellt war, sollte vielleicht nicht gerade zu diesem Buch greifen, aber wer Stephen King mal richtig rocken sehen will, darf sich hier auf ein verstörendes apokalyptisches Horrorszenario freuen, das mir so noch nicht begegnet ist.

    Kommentare: 10
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