Stephen King , Richard Bachman Qual

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Inhaltsangabe zu „Qual“ von Stephen King

Grausam, packend, anrührend – Wenn die Toten zu flüstern beginnen … Ein großer Coup soll den geistig zurückgebliebenen Blaze aller Sorgen entledigen. Er entführt das Baby einer reichen Familie. Was wird er dem Kleinen antun? Während alle Welt ihn jagt, um den Horror zu beenden, geht in Blaze eine Verwandlung vor. Das Lösegeld interessiert ihn längst nicht mehr ... Die Kindheit des jungen Blaze ist schrecklich: Die Mutter ist gestorben, und sein Vater, ein Trinker, verprügelt ihn ständig und wirft ihn so oft die Treppe hinunter, bis das Kind einen bleibenden Schaden davonträgt. Der leicht behinderte Junge kommt in ein Kinderheim, wo sich die kommenden Jahre jedoch erst recht qualvoll gestalten. Als Jugendlicher begeht er mit seinem Kumpel George harmlose Straftaten, bis dieser bei einer Stecherei umkommt. Aber George meldet sich aus dem Totenreich und flüstert Blaze ein, einen größeren Coup zu starten. Um an wirklich viel Geld zu kommen, entführt Blaze schließlich das Baby einer reichen Familie. Allein mit dem kleinen Bündel Leben, erwacht in ihm eine ungeahnte Fürsorge. Die Flucht vor dem gigantischen Polizeiaufgebot führt in eine Katastrophe ...

Ein untypischer King, aber dennoch ein stilles Meisterwerk!

— Unzertrennlich
Unzertrennlich

Eine bewegende Geschichte um einen Außenseiter in der Gesellschaft

— Insomnia1106
Insomnia1106

Toll geschrieben aber mir fehlt die Spannung.

— Ines-R
Ines-R

Solide, aber der Meister des Horrors kann es besser!

— smilee_lady1988
smilee_lady1988

Fesselnd und herzergreifend.

— CarrieTucker
CarrieTucker

Gute Charakterbeschreibungen, aber die wirkliche Geschichte konnte mich nicht fesseln

— Virginy
Virginy

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  • Tolles Frühwerk von King

    Qual
    Insomnia1106

    Insomnia1106

    23. November 2016 um 11:52

    "Qual" ist mein erstes Buch welches Stephen King unter dem Pseudonym Richard Bachman veröffentlichte. Das Buch wurde in den frühen 70er Jahren geschrieben, ist also auch ein älteres Werk.Die Geschichte rund um Blaze, einen Außenseiter in der Gesellschaft ist bewegend. Durch die Rückblenden erfahren wir mehr aus seiner Kindheit, die alles andere als rosig war. Diese Rückbliche taten einem wirklich in der Seele weh. Wir erleben seine früheren Freunde, die Arbeit, die schrecklichen Aufenthalte. Wir begleiten ihn bis wir alles über ihn wissen, und werden dann Teil der Entführung eines Babys. Das ganze endet anders als gedacht. Anfänglich war die Summe noch wichtig, aber Blaze baut eine enge Bindung zu dem entführten Baby auf.Der Klapptext verrät uns folgendes:Ein großer Coup soll den geistig zurückgebliebenen Blaze aller Sorgen entledigen. Er entführt das Baby einer reichen Familie. Was wird er dem Kleinen antun? Während alle Welt ihn jagt, um den Horror zu beenden, geht in Blaze eine Verwandlung vor. Das Lösegeld interessiert ihn längst nicht mehr ... Die Kindheit des jungen Blaze ist schrecklich: Die Mutter ist gestorben, und sein Vater, ein Trinker, verprügelt ihn ständig und wirft ihn so oft die Treppe hinunter, bis das Kind einen bleibenden Schaden davonträgt. Der leicht behinderte Junge kommt in ein Kinderheim, wo sich die kommenden Jahre jedoch erst recht qualvoll gestalten. Als Jugendlicher begeht er mit seinem Kumpel George harmlose Straftaten, bis dieser bei einer Stecherei umkommt. Aber George meldet sich aus dem Totenreich und flüstert Blaze ein, einen größeren Coup zu starten. Um an wirklich viel Geld zu kommen, entführt Blaze schließlich das Baby einer reichen Familie. Allein mit dem kleinen Bündel Leben, erwacht in ihm eine ungeahnte Fürsorge. Die Flucht vor dem gigantischen Polizeiaufgebot führt in eine Katastrophe ...Die Geschichte fande ich wirklich spitze und total spannend. Gerade die Rückblenden waren toll, so konnten wir die ganze Geschichte von Blaze erfahren, und noch mehr über seinen Charakter oder dem Durchlebten wissen. Auch die Entführung und alles was danach noch kam war absolut spannend und ich hatte das Buch in wenigen Tagen fertiggelesen.Wie immer ein tolles Buch vom Meister des Schreibens. Mehr als verdiente 5*!

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  • Rezension zu "Qual" von Richard Bachman

    Qual
    Immasolde

    Immasolde

    15. November 2013 um 18:38

    Blaze hatte keine leichte Kindheit, nachdem seine Mutter gestorben ist. Sein Vater wurde Alkoholiker und nach einem Konflikt zwischen den beiden, wirft er den jungen Blaze dreimal hintereinander die Treppe hinunter. Danach trägt Blaze, einst ein kluges und aufgewecktes Kind, eine geistige Behiderung und ein große Delle am Kopf mit sich. Nach diesem Zwischenfall und nachdem er aus dem Koma erwacht, kommt Blaze ins Hetton House, wo er groß wird. Auch dort kann er keine schöne Kindheit erleben, denn die Kinder werden oftmals von anderen Familien zu sich geholt, um bei ihnen zu arbeiten, wobei Blaze viel Pech hat und seine Familie regelrecht hasst. Auch von seinem Direktor und zugleich Mathelehrer wird er verachtet, denn aufgrund seiner Behinderung ist er nicht in der Lage zu rechnen. Sein Leben ändert sich, als er aus dem Hetton House rauskommt und George kennenlernt. Zuvor war Blaze schon in einige kriminelle Aktivitäten verwickelt, nur mir George startet seine kriminelle Karriere erst richtig. Nachdem George gestorben ist, spricht er immer noch zu Blaze und sagt ihm, er sol das Kind einer reichen Familie kidnappen und dann ein Lösegeld fordern. Die Geschichte des Kidnappings steht nicht im Vordergrund, denn auch Blaze Vergangenheit spielt eine große Rolle. Das hat meiner Meinung nach Abwechslung in die Geschichte gebracht und hat mir sehr gut gefallen. Durch diese Rückblenden in seine Vergangenheit wurde das Buch spannender, denn man wollte sowohl wissen, wie es in der Gegenwart, beim Kidnapping, weitergeht, als auch was alles in seiner Vergangenheit abgespielt ist und wie er so geworden ist, wie er jetzt ist. Die Charaktere finde ich sehr interessant. Stephen King hat ein talent dafür ausergewöhnliche und einzigartige Charaktere zu erschaffen, die man so in anderen Geschichten nicht kennenlernt. Blaze ist eigentlich sehr liebenswürdig und möchte immer nur das beste für alle, die ihm nichts tun. Er würde immer genau das tun, was man ihm sagt und hat leider kein all zu großen Sinn für Richtig und Falsch, sonst wäre er niemals in diese Szene gerutscht. Doch bei seinem Umgang mit dem Kind lernt man seine Fürsorge kennen. Der Verlauf der Geschichte ist nicht ganz so ausgefallen und an einigen Stellen auch etwas vorhersehbar, jedoch war es trotzdem eine gute Geschichte. Mir hat es Spaß gemacht sie zu lesen, auch wenn Stephen King selber sagt, dass er diese Geschichte nicht mag.

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  • keine Spannung

    Qual
    Engelchen07

    Engelchen07

    20. August 2013 um 17:20

    Der geistig behinderte Blaze und sein Freund George haben die Entführung eines Kindes geplant. Leider wird George erstochen bevor die Entführung des Kindes durchgeführt werden kann. Im Buch wird beschrieben, wie Blaze mit dem verstorbenen George redet und sich von ihm noch beeinflussen läßt. Leider wird im Buch viel mehr von der Kindheit bzw. Vergangenheit von Blaze erzählt als um das eigentlich von mir erwartete Thema der Entführung des Kindes. Deshalb fand ich diese Lektüre etwas langweilig bzw. langatmig. Ich hab mir unter dem Buch etwas spannenderes vorgestellt. Mich konnte es leider nicht überzeugen. Dennoch liest es sich sehr flüssig und man kann dem ganzen Geschehen gut folgen.

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  • Olek über "Qual"

    Qual
    Olek

    Olek

    03. August 2013 um 10:05

    Die Geschichte und meine Meinung: Blazes Leben was nicht gerade angenehm... Nach dem Tod seiner Mutter, hat ihr sein Vater geschlagen. Und das so das er einen großen Schaden davongetragen hat. Nun ist er geistig zurückgeblieben und kriminell. Zusammen mit seinem Freund George, will er das Baby einer reichen Familie klauen. Doch Georg ist schon lange tot. Er existiert nur noch in Blaze´ Kopf und redet so mit ihm. Georg unterstützt seinen dummen Freund und will damit das Große Geld machen.  Als es dann soweit ist bekommt Blaze Angst. Was soll er denn genau mit einem Baby machen? Er der Riese mit so einem kleinen Zwerg?  Obwohl George alles geplant hat, macht sich Blaze Sorgen, und das nicht unbegründet. Das FBI ist ihm dicht auf der Spur.  Nach und nach gewöhnt sich Blaze an das Leben mit dem Baby und fängt an es zu lieben... Leider ist es nicht seins und die Ermittlungen nach dem Kidnapper sind erfolgreich. Fast haben die Polizisten Blaze.  Und da wird Blaze klar: Er will garnicht mehr das Lösegerd, er will nur das Baby... Zwischenzeitig wird auch Blazes Kindheit beleuchtet. Seine Zeit im Heim, das schwierige Lernen und auch das erste Verlieben. Dann seine Zeit im Gefängnis und die erste Begegnung mit George.... Obwohl die Handlung an sich nicht gerade spannend ist, muss ich doch zugeben, dass Blazes Lebensgeschichte interessant war. Ich war teils gefesselt, teils angewidert, teils gerührt. Es kam alles zusammen. Und ich hasse es- ich hasse es zugeben zu müssen, dass ich Blaze sehr sympathisch fand und auch Mitleid mit ihm hatte. Zum Schluss habe ich sogar für den Kidnapper gefiebert!  Das war ziemlich krass...Ich war mir bewusst, dass es falsch war, aber ich konnte nicht anders. Mr. King hat Blaze in ein gnädiges Licht rücken lassen! Zusätzlich gibt es noch eine Kurzgeschichte "Erinnerung", die mir nicht ganz so gefallen hat, und die ich auch nicht bewerte. Das Cover zeigt eine verschneite Straße, die zu einem Haus führt. Vermutlich ist es das Hetton House. Fazit: ( 3.5 von 5 Punkten ) Insgesamt ein guter Roman. Ich würde sagen grausam, aber nicht gruselig... Ich hatte spannende Momente, aber auch viel Gefühl erlebt. Nichtsdestotrotz, es war eher Durchschnitt...

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  • Jede Seite ein Genuss

    Qual
    Theresi

    Theresi

    24. July 2013 um 16:57

    Spannend, fesselnd und einfach nur unglaublich gut geschrieben. Die Geschichte des geistig retardierten Blaze(r), der auch nach dem Tod seines Freundes George immer noch seine Stimme hört und sich beschließt ihren großen Plan, also die Entführung des kleinen Joe's, durch zuziehen und so das große Geld zu bekommen. Dabei bekommt man immer wieder Einblick in die Kindheit und Jugend von Blaze, wie er zu dem wurde der er in dem Moment ist, wie er Georg begegnet und wie dieser zu Tode kommt. All das macht das Buch mega spannend und man kann kaum aufhören zu lesen. Auch die Entführung und seine Versuche den kleinen zu beruhigen und ihn am Leben zu erhalten ist klasse. Letztendlich scheitert seine Tat zwar ABER genau das rundet das Buch erst ab!

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  • Kein Überflieger

    Qual
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. July 2013 um 13:00

    Inhalt: Die Kindheit des jungen Blaze ist schrecklich: Die Mutter ist gestorben und sein Vater, ein Trinker, verprügelt ihn ständig und wirft ihn oft die Treppe hinunter, bis das Kind einen bleibenden Schaden davon trägt. Der leicht behinderte Junge wird in ein Kinderheim gesteckt, wo sich die kommenden Jahre jedoch erst recht qualvoll gestalten. Als Jugendlicher begeht er mit seinem Kumpel George harmlose Straftaten, bis dieser bei einer Stecherei umkommt. Aber George meldet sich aus dem Totenreich, und flüstert Blaze ein, einen großen Coup zu starten. Um an wirklich viel Geld zu kommen, entführt Blaze schließlich das Baby einer reichen Familie. Allein mit dem kleinen Bündel Leben, erwacht in ihm eine ungeahnte Fürsorge. Die Flucht vor dem gigantischen Polizeiaufgebot führt in eine Katastrophe... Erster Satz: George war irgendwo im dunkeln. Charaktere: Blaze ist ein fast 2 Meter großer Kerl und bevor er von seinem Vater die Treppe runter geworfen worden ist, war er ein sehr aufgewecktes Kind. Seit dem  er runter geworfen worden ist, hat er eine leicht Behinderung und ist zurückgeblieben. Blaze war im Kinderheim, bis er ins Jugendgefängnis kam und danach lernte er George kennen, der ihm immer gesagt hat, er wäre dumm. Nachdem George umgekommen ist, bildet sich Blaze ein, dass George noch immer mit ihm redet und dieser hilft ihm so, die Entführung zu planen. Zu Anfang ist er nur am Geld interessiert, doch nach einiger Zeit fängt Blaze an den kleinen richtig zu mögen. Meine Meinung: Das Cover finde ich wirklich gut. Es ist dunkel und oben kann man glaube ich das Hetton House sehen. Es wirkt sehr düster und es verrät kaum was vom Buch. Ich habe die Ausgabe mit dem Cover wie oben zu sehen und das aktuelle Cover, welches man in den Läden findet, finde ich wiederum nicht so toll, weil ich dieses einfach langweilig finde. (Wer sich dieses einmal ansehen möchte, einfach auf den Heyne Link klicken) Die Idee klang sehr vielversprechend. Es ist das erste Buch, das ich gelesen habe, bei dem es um eine Kindesentführung geht. Von der Umsetzung war ich allerdings nicht ganz so begeistert. Ich finde man hätte mehr aus der Geschichte machen können. Ich fand manche Stelle einfach nur langweilig, oder hab mich nicht ganz einfinden können. Die Rückblenden in Blaze Kindheit und Jugend fand ich sehr passend, weil sie die ganze Geschichte noch abgerundet haben und es frische gemacht haben. Der Schluss war sogar etwas spannend, was mir in dem Buch eindeutig gefehlt hatte. Ich fand es sehr hervorsehrbar und das Ende fand ich war keine große Überraschung. Ich mag Stephen Kings Schreibstil. Er lässt sich zwar etwas langsamer lesen, weil er zum großteil auch noch altmodischer ist, weil er einfach aus einer anderen Generation kommt, aber auch er geht mit der Zeit. "Qual" ist dadurch, dass es erst nach ca. 30 Jahren erschienen ist, weil Stephen King ihn, wie er im Nachwort schreibt, nicht sehr gut war. Und dadurch, dass er nochmal überschrieben worden ist, ist das Buch leichter zu lesen, als z.B. Cujo oder Friedhof der Kuscheltiere. Ich konnte mich sehr gut in den Charakter Blaze hineinfühlen und er tat mir auch ziemlich leid, weil er ein so hartes leben hat und auch ziemlich leiden musste. Ich fand Blaze sehr interessant gestaltet und es hat mir Spaß gemacht, ihn kennen zu lernen. Fazit: Ein guter Bachmann, aber auch nicht der Überflieger. Ich denke, dass King mehr hätte draus machen können. Das Buch ist gut für den Zeitvertreib oder als Übergangsbuch. Man muss sagen, dass King als Bachmann schon bessere Bücher veröffentlicht hat.

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  • Rezension zu "Qual" von Richard Bachman

    Qual
    Thrill

    Thrill

    27. September 2012 um 18:40

    Qual ist ein Schubladenbuch, so zumindest steht es auf den letzten Seiten des Buches. King wollte es immer mal wieder veröffentlichen und hat dies dann doch nicht getan, weil er es zu schlecht fand. Erst jetzt hat er eine Überarbeitung gemacht und das Buch doch noch veröffentlicht. Schlecht finde ich das Buch überhaupt nicht. Es geht um Blaisdell junior oder wie von allen genannt Blaze. Blaze ist ein 2m großer Hüne der ursprünglich ein sehr aufgewecktes, intelligentes Kind war, bis er von seinem gewalttätigen Vater die Treppe hinuntergestoßen wurde. Blaze ist seitdem zurückgeblieben. In seiner Kindheit wird er von Heim - zu Pflegeeltern - zurück ins Heim und schließlich ins Jugendgefängnis gesteckt. Dann lernt er George kennen und mit George findet er seinen einzigen Freund. Gemeinsam ziehen sie diverse krumme Touren durch, bis George beim Kartenspiel umgebracht wird und Blaze plötzlich auf sich allein gestellt ist. Er beschliesst die letzte große Nummer die George geplant hat alleine durchzuziehen - er entführt ein Baby. Anfangs interessiert ihn nur das Geld, doch dann entwickeln sich in Blaze schnell Gefühle für den "Kleinen Scheißer" wie er ihn immer nennt. Plötzlich ist das Geld nicht mehr wichtig. Doch von vorneherein steht Blazes Vorhaben unter keinem guten Stern. Die Idee der Geschichte ist gut, die Figuren wie immer brilliant umgesetzt, man sieht den hühnenhaften, dümmlichen jedoch liebenswerten Blaze bildhaft vor sich. Aber leider fehlt mir in dem Buch einfach die Länge. Es hätte viel viel mehr passieren können. Die Stimme von George, Geist oder Einbildung - mehr Potenzial. Auch der Schluß - zu kurz. Leider. Ich hätte wirklich unheimlich gerne mehr von Blaze gelesen. Deswegen auch nur 3 Sterne!

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  • Rezension zu "Qual" von Richard Bachman

    Qual
    Sarah-the-1

    Sarah-the-1

    03. July 2012 um 10:11

    Dieses Buch hat mich leider nicht in der Form gepackt,wie ich es von Stephen King alias Richard Bachman erwartet hatte.Die traurige Lebensgeschichte eines Jungen,der von seinem gewalttätigen Vater in der Kindheit so brutal die Treppe heruntergestoßen wird,dass er irreparable Kopfschäden davonträgt und ab dem Zeitpunkt nie wieder "richtig tickt",seine Kinder- und Jugendzeit in einem Heim verbringt und später eine kriminelle Laufbahn einschlägt - jedoch nicht aus purer Bösartigkeit und krimineller Energie heraus,sondern lediglich deshalb,weil er Geld zum Überleben braucht und sich mit Leuten umgibt,die wissen,dass sie ihn aufgrund seiner Behinderung wie eine Marionette für ihre Zwecke be- bzw. ausnutzen können - fand ich schon sehr gut erzählt,wenn auch ohne jegliche Emotionen beschrieben - was aber die volle Absicht des Autors war,wie man am Ende in seinem eigenen Resumée erfährt. Auch die Zeitsprünge - es gab immer wieder Rückblenden in die Kindheit und Jugendzeit von Blaze - fand ich sehr passend und stimmig und niemals verwirrend. Man kann sich sehr gut in Blaze hineinversetzen und ihm auch nicht übelnehmen,dass ihm so dermaßen viele Fehler unterlaufen bei der Entführung,die unweigerlich dazu führen müssen,dass er gefasst wird.Man sympathisiert mit ihm,man hat Mitleid und wünscht ihm,dass er es trotz seiner Trotteligkeit irgendwie schafft,der Polizei ein Schnippchen zu schlagen - aber auch nicht mehr und nicht weniger. Mir fehlt in diesem Buch komplett die Spannung - irgendetwas das mich mitreißt,fesselt und mich nach Beenden die Frage hätte stellen lassen:"Wie?Das wars schon?Ich bin schon durch mit dem Buch?" Aber dieses Gefühl bleibt völllig aus.Die Geschichte ist halt nicht schlecht - aber eben auch nicht so gut,dass ich sie über den grünen Klee loben könnte.Eine nette Lektüre für den Zeitvertreib zwischendurch - meiner Meinung nach aber definitiv eins von den schlechteren Werken des Stephen King.Ich weiß einfach,dass der werte Herr es auf jeden Fall besser kann - und vergebe deshalb gut gemeinte 3 Sterne für "Qual"!

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  • Rezension zu "Qual" von Richard Bachman

    Qual
    Dragonfire

    Dragonfire

    20. June 2012 um 23:49

    ## Daten ## Autor: Stephen King als Richard Bachman Titel: Qual (im engl. "Blaze") Verlag: Heyne Seitenzahl: 383 Seiten Ausführung: Gebunde Ausgabe ISBN: 3453265831 Preis: 19,95 EUR ## Der Autor ## Wer kennt ihn nicht? Den Meister des Horrors, Stephen King. Es soll welche geben, daher stelle ich ihn kurz vor: Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Bangor / Maine und ist der wohl berühmteste Autor für Horrorliteratur und einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Seine Bücher haben eine Weltauflage von 100 Millionen weit überschritten. Er hat bis jetzt ca. 75 Bücher und über 100 Kurzgeschichten verfasst. Nach seinen ersten Erfolgsromanen veröffentlichte er auch unter dem Pseudonym "Richard Bachman" mehrere Bücher, wie z.B. "Todesmarsch" oder "Der Fluch". Auch sie wurden ein Erfolg. ## Zum Buch ## Der Roman "Blaze" (englischer Originaltitel) wurde im Jahr 1973 geschrieben. Zu diesem Zeitpunkt schrieb Stephen King unter seinem Pseudonym. "Qual" ist somit ein Roman von Richard Bachman. Das Manuskript galt lange Zeit als verschollen jedoch wurde es nie vergessen. Nach langem Suchen tauchte es wieder auf und wurde von Stephen King neu überarbeitet und mit einem Nachwort versehen. Das Ergebnis ist der Roman "Qual", der nun auch in den deutschen Buchhandlungen zu erwerben ist. Der Roman spielt auch ca. zur gleichen Zeit wie er geschrieben wurde. Das Buch an sich besteht aus zwei Teilen. Zum einen beinhaltet es die Hauptgeschichte "Qual", sowie einem Nachwort von Stephen King. Ab Seite 351 jedoch fängt eine neue Geschichte an. Es handelt sich hierbei um die Kurzgeschichte "Erinnerung" (engl. Memory), welche bereits 2006 in einer Literaturzeitschrift erschien. Sie ist die "Keimzelle" für Stephen Kings neuen Roman Duma Key (Schmerz), welcher voraussichtlich im Frühjahr 2008 erscheinen soll. Somit bekommt der Leser schon einmal einen Vorgeschmack auf den neuen Roman und ich muss sagen ich bin schon sehr gespannt. ;O) ## Das Cover ## Das Cover ist in schwarz gehalten. Man erkennt nicht sehr viel von dem Bild. Man sieht jedoch Autoreifenspuren im Schnee, die zu einem Haus führen. Es scheint Nacht zu sein. In großen strahlend gelben Buchstaben prangt der Buchtitel über den Schneespuren. Ansonsten finden wir noch den Autor "Stephen King schreibt als Richard Bachman", sowie den Verlag. ## Text auf der Rückseite ## Wenn die Toten zu flüstern beginnen Ein großer Coup soll den geistig zurückgebliebenen Blaze aller Sorgen entledigen. Er entführt das Baby einer reichen Familie. Was wird er dem Kleinen antun? Während alle Welt ihn jagt, um den Horror zu beenden, geht in Blaze eine Verwandlung vor. Das Lösegeld interessiert ihn längst nicht mehr … Grausam, packend, anrührend - Der neue Roman von Stephen King ## Inhaltsangabe ## Clayton Blaisdell Junior war ein ganz normaler intelligenter aufgeweckter Junge. Doch dann ändert sich alles. Seine Mutter stirbt und Clayton lebt alleine mit seinem Vater. Dieser ist Alkoholiker und neigt zu Gewaltausbrüchen. Eines Tages rastete sein Vater wieder aus und warf ihn mehrmals hintereinander die Treppe herunter. Clayton fiel ins Koma und auf seiner Stirn blieb eine riesige Delle zurück. Seitdem ist Clayton geistig zurückgeblieben. Er wird in ein Heim gesteckt, in dem er nur schwer Anschluss findet. Clayton ist zwar geistig ein Krüppel, jedoch wächst er zu einer enormen Größe heran und entwickelt enorme Kräfte. Sein einziger Freund in dem Heim stirbt früh und Clayton steht wieder allein da. Ab diesem Zeitpunkt fängt seine kriminelle Karriere an. Er kommt ins Gefängnis und als er wieder draußen geht die Gaunerei weiter. Zu diesem Zeitpunkt lernt er den Kleinkriminellen George kennen. Sie werden so etwas wie Freunde und George zieht mit "Blaze" wie er nur noch von allen genannt wird jede Menge kleine Gaunereien durch. Eines Tages entwickelt George einen großen Plan, der den beiden alle Sorgen abnehmen soll. Sie wollen ein Baby reicher Eltern entführen und sich mit dem hohen Lösegeld absetzen. Jedoch stirbt George bei einer Messerstecherei bevor der Plan verwirklicht werden kann. Von nun an hört Blaze Georges Stimme in seinem Kopf. Für ihn ist er noch real und er sagt ihm was er zu tun hat. Blaze entführt das Baby "Joe". Doch der Umgang mit dem Baby verändert Blaze. Auch auf George will er nicht mehr hören. Während alle nach dem Baby suchen geht in Blaze eine Verwandlung vor und alles läuft anders als angedacht … Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, denn sonst bräuchtet ihr euch das Buch ja nicht mehr zu kaufen. ;O) ## Meine Meinung ## Mit hat das Buch sehr gut gefallen. Es war etwas völlig anderes als man es von diesem Autor gewöhnt ist. Wenn man Horror, Blut und Totschlag erwartet ist man bei diesem Roman an der völlig falschen Adresse. Im Gegenteil, er ist sehr einfühlsam und tiefgehend geschrieben. Das Buch ist so zu sagen in zwei Teile aufgeteilt. Während die Hauptgeschichte von Blaze dem Gauner erzählt, der ein Baby entführt hat, erzählt eine andere Geschichte von Clayton dem Jungen. Die Story wird durch ständige Rückblenden immer wieder unterbrochen. Dies ist jedoch in keinem Fall störend, denn die Geschichte wird nicht abgebrochen. Die Rückblenden kommen fließend und man erfährt im Prinzip alles aus der Vergangenheit von Blaze. Man erfährt wie sein Leben verlaufen ist und was für Qualen er erlitten hat, auch auf Grund seiner geistigen Zurückgebliebenheit. Man kann sich durch diese Rückblenden viel besser in ihn hineinversetzen und mitfühlen. Man versteht ihn auch besser. Man erlebt die Verwandlung von Blaze dem Gauner zu Blaze dem einfühlsamen "Vater", welcher in dem Baby auf einmal mehr sieht als ein Tauschgegendstand für das Lösegeld. Was das Ende betrifft, so sagen manche, dass es vorhersehbar ist, aber dem kann ich nicht zustimmen. Sicherlich kann man einen Teil erahnen, aber auch wiederum nicht alles. Das Ende kam jedoch sehr plötzlich, so viel steht fest. Sicherlich ist dem Autor der Showdown gut gelungen, ich hätte mir jedoch noch etwas mehr gewünscht. Im Gegensatz zu andern Stephen King Büchern ist dieses Buch auch sehr kurz geraten, aber man kann auch nicht alles haben. ;OP Die Story an sich regt nicht nur zum Nachdenken an, sondern man kann an einigen Stellen sogar lachen und an anderen wiederum fast weinen. (Je nach Sentimentalitätsgrad) Alles in allem sehr gelungen. Den Titel Qual finde ich nicht sehr gelungen, da ich ehrlich gesagt nicht verstehe was er mit der Story zu tun hat. Ich finde nicht, dass es hier großartig um Qualen geht. Hier kann man höchstens vermuten, dass sich dies auf Claytons Vergangenheit bezieht, die für ihn qualvoll war. Meiner Meinung nach hätte der Verlag bei dem englischen Originaltitel "Blaze" bleiben sollen, da dieser wenigstens einen Bezug zum Buch hat und auch von den deutschen Lesern verstanden worden wäre, da es sich ja lediglich um den Namen des Hauptcharakters handelt. Aber dies ist ja bekanntlich nicht das erste Mal, dass Verlage mit dem Titel danebengreifen. ;OP Im Nachwort von Stephen King erläutert der Autor noch einmal wie es zu der Entstehung des Romans kam und teilt ein paar eigene Gedanken zu diesem Buch mit seinen Lesern. Dies fand ich ebenfalls sehr interessant, den so etwas erfährt man ja nicht alle Tage. Die Kurzgeschichte "Erinnerung" hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Sie gibt einen guten Vorgeschmack auf den neuen Roman und hat mich in jedem Fall sehr neugierig gemacht. ;O) Es geht hierin, um einen sehr reichen Mann, der durch einen Autounfall schwer verletzt wird. Er ist nicht mehr ganz er selbst und findet sein Leben nicht mehr lebenswert. Sein Psychiater versucht ihm zu helfen diese schwere Zeit zu überstehen und scheint Erfolg zu haben … ## Fazit ## Abschließend kann ich nur sagen, dass ich dieses Buch in jedem Fall weiterempfehlen kann. Man muss kein Stephen King Fan sein, damit einem dieses Buch gefällt. Meiner Meinung nach ist für jeden etwas dabei. Es tauchen keine Monster auf und das Übernatürliche beschränkt sich auf die Stimmen seines toten Freundes in Blaze`s Kopf. Aber selbst so etwas kommt in manchen Thrillern vor. Sicherlich hat Stephen King seine eigene Art zu schreiben, nämlich frei der Nase nach, aber gerade das macht seine Bücher so lebensnah bzw. echt und interessant. (Zumindest für mich) Für mich auf jeden Fall volle Punkzahl und eine klare Kaufempfehlung. ;O)

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  • Rezension zu "Qual" von Richard Bachman

    Qual
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. April 2012 um 22:57

    *Inhalt:* Das Baby einer reichen Familie wurde entführt – Täter ist der geistig etwas zurückgebliebene Blaze. Diese Entführung war lange geplant und soll ihn einiger Sorgen berauben: Mittels des Lösegelds, möchte er ein neues Leben beginnen. Doch Blaze bemerkt, dass die Entführung eines Babys schwerer ist, als gedacht. Denn während bereits nach ihm gefahndet wird, muss er lernen, das Baby zu versorgen. Wird er die Nerven dafür bewahren? Oder wird er dem Kind etwas antun? *Meinung:* Bisher hatte ich bei meinen Rezensionen von King Büchern immer eines zu bemäkeln: Es hat mir einfach oft zu lange gedauert, bis es richtig los ging. Ab der ersten Seite war mir klar, dass ich diesen Makel an "Qual" nicht finden würde. Die Inhaltsangabe des Buches klang für mich im ersten Moment unspektakulär und ich habe, zugegebener Maßen, nicht sonderlich viel erwartet – Die Entführung des Babys einer reichen Familie, die dem Entführer alle Geldsorgen nehmen soll, klang für mich nicht nach einem wirklich neuen Aufhänger. Man wird von King jedoch sofort ins eiskalte Geschehen geworfen und die Geschichte verläuft zunächst spannend. Man liest aus Neugierde weiter. Doch ab einem gewissen Punkt ist das Buch nicht nur spannend, es fesselt einen direkt. Für mich war es nicht die Entführung an sich, die das Buch so besonders machte. Es war das ganze drum herum – Denn King verwebt in die Geschichte der Jetztzeit bzw. der Entführung, die Geschichte der Vergangenheit. Von Kapitel zu Kapitel erfährt man mehr über Blaze, seine Vergangenheit und sein Schicksal. Und King schafft es, den Entführer und somit den Bösewicht der Geschichte, als sympathischen, guten Hauptcharakter dastehen zu lassen, mit dem man Mitleid empfindet. *Fazit:* Sicher nicht der gruseligste King-Roman, dafür aber packend und bewegend.

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  • Rezension zu "Qual" von Richard Bachman

    Qual
    NiliBine70

    NiliBine70

    29. January 2012 um 17:51

    Über das Buch: Das Leben von Blaze war eine einzige Tragödie und dies ist seine Geschichte. Immer wieder wird der Leser zurückgeführt in der Zeit, zu Erlebnissen, zu dem Zeitpunkt, bevor für Blaze alles den Bach runter geht, bevor sein Vater ihn so die Treppe hinunterschmeißt –mehrfach- dass der kleine Junge geistig zurückbleibt und nichts mehr so ist, wie es einmal war. Und somit auch sein späterer Lebens- und Leidensweg ein ganz anderer ist. Blaze landet nach seiner Genesung im Waisenhaus, dort lernt er die zwei Seiten der Medaille „Leben“ kennen. Er erfährt, was Freundschaft ist und er erfährt, was Bösartigkeit ist. Und was Macht bedeutet. Er lernt aber auch, dass er selbst bestimmte Fertigkeiten besitzt, die ihm Macht verleihen, die ihn für gewisse Leute unantastbar machen. So wird das Leben von Blaze beschrieben. Sehr eindrücklich. Und der Leser wird an den Punkt geführt, wo Blaze mit dem Geist seines toten Gangster-Kumpels spricht und dessen letzten Coup vorbereitet und durchführen will: Die Entführung eines Babys. Doch als er den kleinen Knirps tatsächlich entführt, wird für Blaze die Welt auf einmal eine andere und er will nicht mehr der Böse sein, er will kein Ganove mehr sein. Er entdeckt sein Herz und er entdeckt, dass seine Gespräche mit seinem Kumpel in Wahrheit Selbstgespräche sind und selbst gar nicht so dumm ist. Doch die Welt sieht die Lage natürlich ganz ganz anders… Meine Meinung: King mal gefühlvoll „Qual“ ist schon ein älteres Buch, aber trotzdem wollte es von mir gelesen werden. Und das war auch gut so! In bester King Manier muss der Leser durch die Zeit springen. Ich würde sagen, das ist wirklich was für Fans, andere, unbedarfte Leser könnten leicht verwirrt werden. Aber für mich war es wie die Heimkehr nach Hause. Ich habe mich fallen gelassen in die Geschichte um den armen Tropf Blaze, der misshandelt vom Vater geistig behindert bleibt, aber körperlich überdurchschnittlich gut sich entwickelt, zum tumben Muskelberg mutiert. Tief in sich ist Blaze ein herzensguter Kerl, wird aber auch im Verlauf seines Lebens immer wieder von kriminellen Energien missbraucht, die seine Stärke ausnutzen für ihre Zwecke. Und so ist es für Blaze ganz normal, „Dinger zu drehen“, zu stehlen und betrügen. Für ihn ist das Leben nun mal so und seine Rolle ist für ihn selbstverständlich die des ausführenden und nicht des denkenden. Bei aller Kriminalität und Ganoventum hat er auch immer wieder Glück. Er lernt Menschen kennen, die das Gute in ihm sehen und sehr rührende Situationen entstehen, die einem eine Gänsehaut bescheren und auch die Augen leicht feucht werden lassen. Nur nutzt ihm das alles nichts, weil er glaubt, zu Ehren seines getöteten Kumpels dessen letzte geniale Idee umzusetzen, indem er ein Kind entführt und von den Eltern das Geld erpressen will. Selbst bei der Gelegenheit ist das Glück auch noch auf seiner Seite. Seine Flucht geht länger, als gedacht, immer ist er –trotz fehlender Genialität- den Ordnungshütern einen Schritt voraus. Doch gelingt ihm die Flucht und vor allem, kann er seinen Wunsch erfüllen, der sich im Laufe der Zeit mit dem kleinen Baby in ihm gebildet hat? Dass er mit dem Kleinen irgendwo ein neues Leben anfängt? Ich würde es ihm wünschen, doch wer King kennt, weiß, dass es kein Happy-End in dem Sinne gibt. Denn am Ende ist klar, wem die Sympathien in dem Buch gehören. Man kann sich nicht wehren, man schließt den vermeintlich dummen, kleinkriminellen, großen, muskelbepackten Blaze in sein Herz. Wie ich schon angedeutet habe, ich würde es nicht einem King-Neuling empfehlen, der den Stil, dessen er sich gern bedient, noch nicht so kennt. Aber für Fans ist das ein echtes Kleinod. Nicht gruselig, nicht thrillig, aber rührend und doch typisch King.

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  • Rezension zu "Qual" von Richard Bachman

    Qual
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    22. January 2012 um 00:21

    Ich hatte dieses Buch innerhalb von 3 Tagen ausgelesen. Immer wieder kam mir dabei der Gedanke, wie unendlich schade und traurig es ist, dass so viele Menschen Vorurteile gegen Kings Werke haben und fälschlicherweise glauben, es ginge ausschließlich um Horrorfiguren wie Untote und Monster. Meiner Meinung hat kein Anderer das Talent den Horror in den menschlichen SEELEN wiederzugeben. Das Buch ist schön, teils beklemmend und vorallem wirklich traurig. Wer Steinbecks "Von Mäusen und Menschen" mag, wird auch dieses Buch mögen - es ist wie eine modernere Version. Sehr sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Qual" von Richard Bachman

    Qual
    vormi

    vormi

    27. November 2011 um 22:34

    Auch mir als großem Stephen King Fan gefällt mal ein Buch nicht.
    Und bei diesem ist es leider wieder soweit.
    Es war mir viel zu bedrückend und teilweise etwas wirr. Oder lag das etwa an der leichten Zurückgebliebenheit des Hauptprotagonisten Blaze?
    Wie auch immer. Sternchenabzug für eine Mischung aus Verwirrung und Bedrücktheit.

  • Rezension zu "Qual" von Richard Bachman

    Qual
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. March 2011 um 10:37

    Clayton Blaisdell Junior, genannt Blaze, ist geistig etwas zurückgeblieben. Um sich seiner Geld- und Existenzsorgen zu entledigen, entführt er das Baby einer reichen Familie. Während er gejagt wird, baut er eine besondere Beziehung zu dem Baby auf. In Rückblenden erzählt die Geschichte immer wieder, wie aus Clayton Blaze wurde und wie er dazu kam, das Baby zu entführen. Auch wenn die Geschichte über 30 Jahre in der Schublade oder im Keller lag, bevor sie überarbeitet veröffentlicht wurde, heißt es nicht, dass sie altbacken oder schlecht ist. Bachmann hat viel Wert auf die Charakterisierung der Hauptperson gelegt, aber auch Nebenpersonen werden in einer lebendigen Form vorgestellt, die die Figur vor dem geistigen Auge auferstehen lässt. Nicht umhin kommt man mit einem Vergleich zu John Steinbecks "Von Mäusen und Menschen", da die Beziehung zu sog. geistig zurückgeblienen und geistig nicht zurückgebliebenen Menschen eindringlich geschildert wird. In seiner unbeholfenen Art erschließen sich fast Sympathien zu Blaze. Wahrscheinlich nicht ganz zufällig heißt der beste Freund des erwachsenen Blaze George. Und ebenso ist die Beschreibung von Blaze als groß und stark und unbeholfen nicht unbedingt nur auf Bachmanns Mist gewachsen. Das Nachwort von Stephen King erhellt dann die Hintergründe der Story bevor dann die Kurzgeschichte "Erinnerung", eine Art Appetithäppchen auf den neuen King Roman "Wahn" (Duma Key), das Buch beschließt. Ich halte allerdings das Buch mit 19.95 für überteuert (Hardcover). Der Satz ist so großzügig, dass das ganze Buch mit Sicherheit mit einigen Seiten weniger ausgekommen wäre und auch billiger hätte sein können, ohne das man nach dem Lesen einen Augenarzt hätte aufsuchen müssen. So bleibt trotz guter Geschichte ein schaler Geschmack im sowieso gerade sehr trockenem Mund zurück.

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  • Rezension zu "Qual" von Richard Bachman

    Qual
    lenchen_196

    lenchen_196

    18. October 2010 um 16:00

    Das Baby und der Idiot Alle literarische Täuschungen haben ihren Anfang und ihr Ende. Richard Bachman ist aber eine Mystifikation ohne Ende. Nachdem Stephen King seinen literarischen Doppelgänger namens Richard Bachman "tötete", hat er ihn auch unzählige Male wieder zum Leben erweckt. Der Roman Qual (Originaltitel: Blaze) ist eine solche Belebung. Ein gewisser Blaze, ein klinischer Idiot, der über eine riesengroße physische Kraft verfügt und nun einen Babyverstand hat, entführt ein halbjähriges Kind aus einer reichen Familie. Er will davon zwei Millionen Dollars haben, kann aber selber kaum seine Schnursenkel binden, ohne dass ihm jemand dabei helfen muss. Alle Taten von Blaze leitet sein ehemaliger Kumpel, der kleine Ganove George, der vor kurzem bei einer Messerstecherei getötet wurde. George erscheint regelmäßig in Blazes Wahnvorstellungen, gibt ihm Ratschläge und sogar Befehle. Langsam beginnt Blaze, das entführte Baby wirklich zu mögen und den Kerl, der ihn in dieses Abenteuer eingezogen hat, zu hassen. Die Police des Staates Maine und FBI jagen den Entführer erbarmungslos. Jetzt kämpft er aber nicht um sein eigenes Leben, sondern um das des Babys. Diesen Roman hat Stephen King unter dem Pseudonym Richard Bachman Anfang der 70er Jahre geschrieben, noch vor dem sensationellen Erfolg seines Buches Carrie. Blaze wurde damals nicht veröffentlicht, dann ging das Manuskript verloren. Nur vor kurzem wurde es wieder gefunden ;-) Nach ein paar inhaltlichen Verschönerungen hat King das Buch drucken lassen. Das war meiner Meinung nach eine richtige Entscheidung. Qual ist nicht das beste Buch von King, aber ohne Zweifel ist es der beste und rührendste Roman von Bachman.

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