Stephen King Revival

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Inhaltsangabe zu „Revival“ von Stephen King

A dark and electrifying novel about addiction, fanaticism, and what might exist on the other side of life. In a small New England town, over half a century ago, a shadow falls over a small boy playing with his toy soldiers. Jamie Morton looks up to see a striking man, the new minister. Charles Jacobs, along with his beautiful wife, will transform the local church. The men and boys are all a bit in love with Mrs. Jacobs; the women and girls feel the same about Reverend Jacobs—including Jamie’s mother and beloved sister, Claire. With Jamie, the Reverend shares a deeper bond based on a secret obsession. When tragedy strikes the Jacobs family, this charismatic preacher curses God, mocks all religious belief, and is banished from the shocked town. Jamie has demons of his own. Wed to his guitar from the age of thirteen, he plays in bands across the country, living the nomadic lifestyle of bar-band rock and roll while fleeing from his family’s horrific loss. In his mid-thirties—addicted to heroin, stranded, desperate—Jamie meets Charles Jacobs again, with profound consequences for both men. Their bond becomes a pact beyond even the Devil’s devising, and Jamie discovers that revival has many meanings. This rich and disturbing novel spans five decades on its way to the most terrifying conclusion Stephen King has ever written. It’s a masterpiece from King, in the great American tradition of Frank Norris, Nathaniel Hawthorne, and Edgar Allan Poe.

“That is not dead which can eternal lie, And with strange aeons, even death may die”

— kriegerin

Trotz der langen Aufbauphase wird man vom Buch mitgerissen und das Ende kam mit dem versprochenen Horror und verstörende Bilder im Kopf

— Lesen_ist

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  • Wer ist dein "fifth business"?

    Revival

    kriegerin

    22. November 2014 um 10:38

    Zusammenfassung: Stephen King erzählt in Revival eine Geschichte die fünf Jahrzehnte überspannt und in einem Showdown endet, den man zu Beginn so nicht erwartet hätte. Eine dunkle, elektrisierende Erzählung über Sucht, Fanatismus und darüber, was einen auf der anderen Seite des Lebens erwarten könnte. Eine Liebeserklärung an die Musik im Allgemeinen und an den Rock'n'Roll im Besonderen. Vergesst nicht: all that shit starts with E! Meine Meinung: Stephen King ist ein großartiger Erzähler und ich lese seine geistigen Ergüsse, seit ich zehn oder elf Jahre alt bin. Angefangen habe ich mit "Friedhof der Kuscheltiere", dann habe ich mich langsam über "Cujo" und "Trucks" an "ES" und "The Green Mile" (damals schon in englisch) herangewagt. Und alles hat mir ausnahmslos gut bis sehr gut gefallen. Mit Stephen King Büchern ist das so eine Sache: entweder man liest sie, oder man liest sie nicht. Seine Art zu erzählen mag viele Fans, die auf die etwas härtere Gangart stehen, langweilen. Bei mir ist das nicht der Fall. Ich sehe seine oftmals ausschweifenden Erklärungen als grandioses Vorspiel auf dem Weg zum Höhepunkt, der sich in einem gewaltigen, explosionsartigen Orgasmus gipfelt. Oder sowas in der Art :) Jamie Morton trifft im zarten Alter von sechs Jahren auf sein "fifth business", das ich persönlich mit "Wolf im Schafspelz" übersetzen würde. Im Rückblick erzählt Jamie dem Leser seine Lebensgeschichte der vergangenen 50 Jahre. Angefangen damit, wie er sein persönliches "fifth business" kennen lernt, ihm über all die Jahre immer mal wieder mehr oder weniger zufällig begegnet, über seine Jugend, seine Familie, seinen Absturz und sein persönliches "Revival" - in diesem Fall Wendepunkt. Zu Beginn heißt es, das Leben sei wie ein Film: Die Hauptdarsteller werden von Familienmitgliedern und Freunden gemimt, die Nebendarsteller von Nachbarn, Arbeitskollegen, Lehrern und Bekannten. Die Kleindarsteller wären dann wohl die Kassiererin im Supermarkt, der freundliche Barkeeper in der Kneipe und die Leute mit denen du dreimal wöchentlich im Fitnessstudio trainierst. Und es gibt noch tausende von Komparsen: die Menschen, die wie Wasser durch einen Sieb laufen; einmal gesehen und das war's. Als da der Teenager wäre, der in der Buchhandlung durch eine Graphic-Novel blättert, an dem du dich vorbeiquetschen musst ("Entschuldigung, bitte" murmelnd) um zu den Magazinen zu gelangen. Die Frau an der Ampel neben dir, die die Gelegenheit nutzt um ihren Lippenstift frisch aufzutragen. Die Mutter, die ihrem Sprössling Eiscreme vom Gesicht putzt, oder der Verkäufer, der dir bei einem Stadionbesuch eine Tüte Erdnüsse verkauft. Aber manchmal tritt eine Person in dein Leben, die sich in keine dieser Kategorien einordnen lässt. Das ist eine Art Joker, der plötzlich aus dem Kartendeck hervorspringt und dir immer mal wieder im Leben begegnet - in unregelmäßigen Abständen, meistens dann, wenn du bis zum Hals in der Scheiße steckst. In Filmen nennt man diese Person "fifth business" oder "change agent" - also eine Figur, die eine Wende einläutet. Taucht so jemand in einem Film auf, so weiß man genau, dass der Regisseur oder Drehbuchautor ihn dort absichtlich platziert hat. Wer aber schreibt das Drehbuch für sein eigenes Leben? Bestimmung oder Zufall? In diesem Buch hofft Jamie, dass es Zufall ist. Denn er kann und will nicht glauben, dass seine Begegnung mit Charlie Jacobs vorherbestimmt war ... Auch hier ist es wieder wie bei seinem Lieblingspaar Schuhe: man schlüpft rein und weiß sofort: die passen! So ist es auch hier. Gleich zu Beginn fühlt man sich wohl bei den Mortens und in dem kleinen Örtchen in New England. Bis sich ein Schatten über den mit Spielzeug-Soldaten spielenden Jamie legt: Reverend Charles Jacobs, den mit Jamie etwas Außergewöhnliches verbindet, mehr als mit jedem anderen Gemeindemitglied: basierend auf einer heimlichen Leidenschaft - die sich dem Leser erst ab ca. der Hälfte des Buches offenbart. Mit jedem gelesenen Satz weiß man: gleich passiert etwas Furchtbares. Dieses Furchtbare geschieht zwar nicht unmittelbar, braut sich aber im Laufe der Geschichte zu einem riesigen Sturm zusammen, dass sich schließlich in einem gewaltigen Unwetter in unseren Köpfen ergießt. Sehr gut gefallen haben mir diesmal die etwas längeren Kapitel, die sich über viele, viele Seiten erstreckt haben, da immer zwei, drei - manchmal auch vier - Kapitel zu einem großen Kapitel zusammengefasst wurden. Öfter mal was Neues :) Zu den Haupt- und Nebendarstellern: Wie es oft so in Büchern mit ihren ganzen Figuren ist: entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Hier mag man so ziemlich alle von Anfang an - bis auf eine einzige Ausnahme. Jamies Leben, dass er im Alter von knapp 60 Jahren zu Papier bringt, um damit abschließen zu können, lädt den Leser ein auf eine Zeitreise durch die USA der 60er, 70er, 80er, 90er Jahre bis hin zur Gegenwart. Es geschehen viele Dinge, die man vielleicht nicht nachvollziehen kann, wenn man noch nie in Kontakt mit Drogen(-süchtigen) gekommen ist. Aber man bekommt eine vage Vorstellung davon, wie schlimm es für die Betroffenen sein muss. Und das es oft eben nicht die eigene Schuld ist, die einen dazu verleitet etwas zu tun, was man besser nicht getan hätte. Alles in allem ist REVIVAL eine wunderbare Geschichte (wenn auch mit schrecklichem Hintergrund), eine Art Liebeserklärung an das Leben und die Musik. Wie bei der Musik gibt es auch im Buch Töne, die man nicht so ganz trifft, die nicht harmonieren und aus der Reihe tanzen. Aber auch das gehört dazu - genauso wie im Leben. Wessen Leben ist schon perfekt? Und das alles wird zusammengehalten von einer geheimnisvollen Energie, die weder sicht- noch messbar ist - es jedoch schafft, den Leser magnetisch anzuziehen. Und macht bitte nicht den gleichen Fehler wie ich: googelt auf gar keinen Fall den Namen "Reverend Charles Jacobs" - euch trifft der Schlag!

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  • Revival - Stephen King

    Revival

    Lesen_ist

    15. November 2014 um 19:45

    Inhalt In a small New England town, over half a century ago, a shadow falls over a small boy playing with his toy soldiers. Jamie Morton looks up to see a striking man, the new minister. Charles Jacobs, along with his beautiful wife, will transform the local church. The men and boys are all a bit in love with Mrs. Jacobs; the women and girls feel the same about Reverend Jacobs — including Jamie’s mother and beloved sister, Claire. With Jamie, the Reverend shares a deeper bond based on a secret obsession. When tragedy strikes the Jacobs family, this charismatic preacher curses God, mocks all religious belief, and is banished from the shocked town. Jamie has demons of his own. Wed to his guitar from the age of thirteen, he plays in bands across the country, living the nomadic lifestyle of bar-band rock and roll while fleeing from his family’s horrific loss. In his mid-thirties — addicted to heroin, stranded, desperate — Jamie meets Charles Jacobs again, with profound consequences for both men. Their bond becomes a pact beyond even the Devil’s devising, and Jamie discovers that revival has many meanings. Meine Meinung Jamie Morton hat eine Box mit zweihundert Plastiksoldaten von seiner Schwester Claire an seinem 6. Geburtstag bekommen. Er spielt leidenschaftlich gerne damit, am liebsten allein, wie an einem Samstag im Oktober 1962. Von den 5 Geschwistern war Claire die Älteste, und auch das einzige Mädchen. Von ihr bekam Jamie immer die coolsten Geschenke. Conrad, Terence und Andrew waren seine Brüder. An diesem Samstag baut er mit der Erde einen Berg und beginnt seine Schlacht. Zwei Brüder spielen hinter dem Haus mit Freunden, seine Schwester spielt Musik in ihrem Zimmer mit Freundinnen, sein Vater arbeitete an einem alten Auto in der Garage mit Terry. Ein Schatten fällt über Jamie und seine Schlacht, von einem Mann, der sich vor die Sonne gestellt hat und plötzlich scheint alles um ihn herum still zu sein, nicht einmal die Vögel waren zu hören. Der Mann hockt sich hin und stellt sich als Charles Jacobs vor, der neue Pastor in Harlow. Jamie Morton erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive. Es ist von Anfang an klar, dass er die Geschichte rückblickend erzählt. Am Anfang lernen wir die Familie kennen, die äußerst sympathisch ist. Seine Eltern sind in der Kirche engagiert und erziehen ihre Kinder im Glauben der Methodisten, und dass es einen Gott gibt, sowie einen Himmel. Über mehr als 5 Jahrzehnte geht diese Erzählung, die er, nach allem was passiert ist, niederschreiben will. Es gibt Sprünge in der Zeit, teilweise auch recht große, weil es um bestimmte Ereignisse und um eine bestimmte Person geht. Charles Jacobs. Ich habe den kleinen 6-jährigen Jamie sofort ins Herz geschlossen, und obwohl er nicht immer ein Engel war im Leben, bekam er meine volle Sympathie. Er ist ein guter Mensch, der sich auch um andere Gedanken macht, so ist er erzogen worden. Er erleidet einige Schicksalsschläge, die auch den Stärksten aus der Bahn werfen würden. Stephen King hat es geschafft, dass mir Charles Jacobs beim ersten Auftritt bereits unsympathisch war und ich wusste einfach nicht warum. Er hat mir ein Gefühl vermittelt, dass mit ihm irgendwas ganz und gar nicht in Ordnung war. Er ist wie eine dunkle Sturmwolke, der über einem schwebt. Auch Jacobs erleidet einen sehr tragischen Schicksalsschlag. Es passiert immer wieder etwas, aber nichts wo ich sagen könnte, es wäre wirklich außerordentlich, gruselig, oder übermäßig spannend. Trotzdem konnte und wollte ich mit dem Lesen nicht aufhören! Jamie hat mich so in diese Geschichte hineingezogen, dass ich komplett in seiner Welt versunken war. Das Buch wurde als Horrorgeschichte angepriesen aber der Horror hat erst auf den letzten 30 Seiten sein ausgesprochen hässliches Gesicht gezeigt. Das E-Book aus dem iTunes Store hat 500 Seiten auf dem iPad, also waren es doch 470 Seiten mit einer Spannung, die sich nur sehr langsam aufbaut. Und dennoch hat mich das Buch gefesselt. Protagonist und Antagonist haben Charakter und Tiefe. Das Buch ist wie immer wunderbar geschrieben und ich habe einige Stellen markiert mit »Lebensweisheiten« die einfach zutreffend sind. »Home is where they want you to stay longer.« »Curiosity is a terrible thing, but it’s human. So Human.« Während des Lesens weiß man, dass alles sich jederzeit zum Bösen wenden kann, und wartet darauf. Man weiß, dass etwas Schlimmes, Dunkles auf einem wartet. Jamie passieren mysteriöse, teilweise erschreckende Dinge, und nicht nur ihm. Es wird unheimlich aber immer noch nicht richtig horrormäßig. Dann, 50 Seiten vor dem Ende, glaubte ich zu wissen, was der Antagonist vorhat, aber ich hatte mich gewaltig geirrt! Das, was passiert ist viel schlimmer. Die letzten Seiten sind wirklich der Horror, der versprochen wurde. Trotz der langen Aufbauphase wird man vom Buch mitgerissen. Obsession ist in meinen Augen das große Thema in dieser Geschichte. Religion spielt aber auch eine bedeutende Rolle und die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Die letzten Kapitel haben bei mir wohl auch leicht verstörende Träume verursacht. Mich hat die Geschichte mitgerissen und das Ende kam mit dem versprochenen Horror und verstörende Bilder im Kopf. Für King Fans wie ich natürlich ein »Must read«, ich kann es jedenfalls empfehlen.

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