Stephen King Revival

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Inhaltsangabe zu „Revival“ von Stephen King

A spectacularly dark and electrifying novel about addiction, religion, music and what might exist on the other side of life. In a small New England town, in the early 60s, a shadow falls over a small boy playing with his toy soldiers. Jamie Morton looks up to see a striking man, the new minister, Charles Jacobs. Soon they forge a deep bond, based on their fascination with simple experiments in electricity. Decades later, Jamie is living a nomadic lifestyle of bar-band rock and roll. Now an addict, he sees Jacobs again - a showman on stage, creating dazzling 'portraits in lightning' - and their meeting has profound consequences for both men. Their bond becomes a pact beyond even the Devil's devising, and Jamie discovers that revival has many meanings. This rich and disturbing novel spans five decades on its way to the most terrifying conclusion Stephen King has ever written. It's a masterpiece from King, in the great American tradition of Nathaniel Hawthorne and Edgar Allan Poe. (Quelle:'E-Buch Text/11.11.2014')

Mit diesem Buch hat mein Stephen King wahn angefangen. Ich habe die einzelnen Details geliebt.

— PikachuMurf
PikachuMurf

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  • Ruhig erzählte Lebensgeschichte mit leichten Gruselelementen

    Revival
    Soeren

    Soeren

    13. October 2015 um 18:21

    Wenn Stephen King ein Buch so illustren Horrorautoren wie H.P. Lovecraft, Mary Shelley, Peter Straub und Bram Stoker widmet, geht man unweigerlich davon aus, dass "Revival" ein unheimlich gruseliger und vor blutiger Szenen strozender Roman sein wird. Stattdessen bekommt man aber eine ruhig erzählte Geschichte über Kindheitserinnerungen und religiöse wie menschliche Verfehlungen zu lesen. Klar, dass da einige eingefleischte Fans enttäuscht sind. Ich hingegen genoss die Geschichte. Schon allein, weil sie zu manchen Teilen in Harlow und Castle Rock spielt und auch sonst praktisch alle typischen King-Elemente enthalten sind. In meinen Augen ist "Revival" eine tolle Geschichte, die sich (fast) über das ganze Leben des Protagonisten Jamie erstreckt, beinahe so was wie eine Familiensaga ist. Horrorelemente schleichen sich nur äußerst zaghaft ein, erst kurz vor dem Ende spitzt sich alles dramatisch zu. Aber auch damit habe ich kein Problem. Das einziges Manko liegt an der deutschen Übersetzung, in der Jamie Charles selbst über die Jahrzehnte hinweg siezt. Das wirkt schwerfällig und unrealistisch. Aber dafür kann Stephen King ja nichts. Der hat einfach nur ein tolles und äußerst lesenswertes Buch geschrieben. In seinem Nachwort hätte er allerdings gern ein wenig auf die "geheime Elektrizität" eingehen können. BTW: Ein wenig erinnert mich die Geschichte an meine Steampunk-Novelle "Erinnerungen an Morgen". In beiden Fällen lassen sich Wissenschaftler auf Experimente ein, von denen sie besser die Finger gelassen hätten.

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  • King 2015

    Revival
    Masau

    Masau

    29. September 2015 um 19:19

    Der damalige Horrormeister avanciert immer mehr zu einem tollen Geschichtenerzähler, der auch größtenteils ohne Horror in seinen Geschichten auskommt.  Am besten lässt sich das Buch mit "Der Anschlag" vergleichen, welches mich auch schon begeistert hat. Obwohl man sehr lange Zeit im Buch gar nicht weiß, worauf es hinausläuft, fesselt es einen und es macht Spaß, dem Protagonisten auf seiner Reise zu begleiten. Einziges Manko war für mich der Schluss, da die letzte Wendung in meinen Augen nicht ganz zum Rest der Geschichte gepasst hat.

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  • Rezension: Revival - Stephen King

    Revival
    readingmia

    readingmia

    24. September 2015 um 12:40

    Revival - Stephen King  Titel: Revival Autor/-in: Stephen King Verlag: Heyne Verlag Erscheinungstermin: 02. März 2015 Genre: Roman Seitenzahl: 512 Ausgabe: Gebundene Ausgabe ISBN: 978-3-453-26963-7 Preis: € 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90  Quelle Inhaltsangabe:  Revival erzählt die Geschichte des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs, deren Wege sich von den Sechzigern bis heute auf unglückselige Weise immer wieder kreuzen. Sie steuert auf ein beängstigendes, auswegloses Ende zu, wie es selbst Stephen King bislang nicht zu Papier gebracht hat, und ist gleichzeitig Abrechnung mit dem Religionsfanatismus in unserem hoch technisierten Zeitalter und Verbeugung vor den Größen des klassischen Horrors. Der kleine Jamie spielt vor dem Haus mit seinen Plastiksoldaten, da schiebt sich ein dunkler Schatten über ihn, ein Schatten, den er sein Leben lang nicht loswerden wird. Er blickt auf und sieht Charles Jacobs über sich, den jungen Methodistenprediger, der in der neuenglischen Gemeinde gerade sein Amt antritt. Im Nu gewinnt der charismatische Jacobs die Herzen der gottesfürchtigen Einwohner. Den Kindern haben es vor allem die elektrischen Spielereien angetan, mit denen er Bibelgeschichten veranschaulicht. Das alles endet, als ihn ein entsetzlicher Unfall vom Glauben abfallen lässt und er eine letzte Predigt hält, die in einer rasenden Gottverfluchung gipfelt. Von der Gemeinde verstoßen, tingelt er fortan über die Jahrmärkte, wo er elektrische Experimente vorführt, die zunehmend spektakulärer werden. Und immer schrecklichere Folgen nach sich ziehen. Über die Jahre trifft Jamie, inzwischen drogenabhängiger Musiker, wiederholt auf Jacobs, der ihn jedes Mal tiefer in seine dämonische Welt zieht. Als Jamie sich dessen klar wird, gibt es kein Zurück mehr. Das finale Experiment steht bevor. Cover: Das Cover fand ich so lala. Es hat mich nicht umgehauen war aber, auch nicht langweilig. Das Kreuz wieder spiegelt den Religiösen Teil des Buches und die Blitze deuten auf die Elektrizität hin. Es wirkt nicht nur mysteriös sondern auch irgendwie böse.   Der Autor: Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.   Meine Meinung: Ich war total gespannt auf das Buch da ich bisher noch kein einziges Stephen King buch gelesen habe und er ja toll schreiben soll deshalb, hatte ich auch sehr große Erwartungen an das Buch und ich muss sagen, dass mich das Buch sehr überrascht hat. Der Schreibstil ist ein sprachliches Meisterwerk. Er ist sehr flüssig und gut lesbar geschrieben. Eins kann man Stephen King nicht lassen, das schreiben kann er phantastisch.  Die Geschichte wird von Jamie dem Protagonistin erzählt. Ich fand es sehr spannend aus seiner Sicht zu lesen denn, so erlebt der Leser, wie er heranwächst, eine Karriere als Musiker startet und später im Drogensumpf zu ertrinken droht. An dieser Stelle kommt Charles Jacobs ins Spiel der ihm aus der Drogensucht helfen möchte. Auch er hat mir toll gefallen und war mir am Anfang sehr sympathisch. Doch so länger ich weiter las um so komischer und mysteriöser wurde er für mich. Zum Ende hin machte er mir teilweise mit seinen Experimenten sogar richtig Angst. Man bemerkte sehr wie er sich im Buch veränderte und von Gott abließ und schließlich seinen Experimenten verfiel. Dieser Charakter machte wirklich eine enorm große Entwicklung durch. Auch die neben Charaktere, welche ebenso genau beschrieben und ausgearbeitet wurden gefielen mir auch gut. Daher habe ich nichts auszusetzen. Die Handlung hat mich sehr interessiert und ich war gespannt ob meine Erwartungen erfüllt werden. Anfangs hat sich die Geschichte über Jamie und sein ganzes Leben etwas gezogen, aber trotz der langatmigen Stellen wurde Spannung aufgebaut und blieb erhalten. Ab der Hälfte des Buches fängt es dann richtig an: Der fantastische Charles Jacobs verfällt seinen Experimenten. Menschen sterben und Jamie muss ihm helfen eine geheimnisvolle, mysteriöse Macht zu wecken. Stephen King beschrieb alles genau detailliert. So konnte man sich von den Charakteren sowie den Situationen und all dem, was passiert ein genaueres Bild vor Augen schaffen. Auch die Experimente, von Charles Jacobs wurden genau beschrieben. Das Ende des Buches brachte dann ein großes Finale mit sich, bei dem der Autor dem Leser Angst machen wollte. Ich fand es super gelungen und hoffe dass ich ganz bald wieder so ein tolles Meisterwerk lesen darf.  Fazit "Revival" ist eine absolute Buchempfehlung wert. Stephen King hat es geschafft ein Meisterwerk der Einblicke in die Köpfe der Menschen zu schreiben. Dieses Buch garantiert gruselige Lesefreude! "Revival" bekommt von mir 5 von 5 Sternen!  

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  • wiederbelebt

    Revival
    derMichi

    derMichi

    04. September 2015 um 14:58

    Einem Stephen King scheinen die Ideen einfach nicht auszugehen. Sein neues Werk geht dabei gleichermaßen vertraute und neue Wege. Trotzdem oder gerade deswegen ein echter King. Im Mittelpunkt steht der als Ich-Erzähler berichtende Jamie Morton. In seiner Kindheit lebt er ein einfaches aber trotzdem meist glückliches Leben mit seiner Familie. Im Alter von neun Jahren lernt er Charles Jacobs, den neuen Prediger der örtlichen Methodistengemeinde, kennen und ist vom ersten Augenblick an fasziniert von der Ausstrahlung des Mannes, sowie den elektrischen Spielereien, mit denen er unter anderem Bibelgeschichten inszeniert. Auch die übrige Gemeinde weiß den charismatischen Pastor zu schätzen, bis eines Tages ein grausamer Unfall sein Leben verändert. Enttäuscht schwört er dem christlichen Glauben ab, hält jedoch eine letzte Predigt, in der er sich öffentlich von Gott abwendet und ihn für alles Üble in der Welt verantwortlich macht. Nach seiner darauffolgenden Entlassung hört Jamie viele Jahre lang nichts von ihm. Sehr viel später trifft er ihn wieder. Jacobs führt mittlerweile elektrische Kunststücke auf Jahrmärkten vor, während Jamie als Musiker immer tiefer in die Drogenabhängigkeit gerutscht ist. Jacobs nimmt sich seiner an, doch Jamie muss erkennen, dass weder die angebotene Hilfe noch die scheinbar harmlosen Eperimente mit der Elektrizität ohne Konsequenzen bleiben. Denn Jacobs besitzt eine ungewöhnliche Gabe, mit der er seine ganz eigenen Ziele verfolgt. Wie eingefleischten Fans längst bekannt sein dürfte, liegt Kings Stärke bei weitem nicht nur im größtmöglichen Horror. Der Altmeister des Genres baut außerdem Sätze, in denen auch die scheinbar banalste Berschreibung des Alltagsgeschehens einzigartig erfasst wird. Auch wenn das große Finale erst am Schluss enthüllt, worum es Reverend Jacobs eigentlich geht, wird der Weg dorthin kunstvoll aufgebaut. In jedem Kapitel finden sich kleine Puzzlestücke, die über Jamies Leben verteilt langsam ein rundes Bild ergeben. Die naturgemäß beschränkte Perspektive des Ich-Erzählers macht dabei immer wieder rasante Zeitsprünge zwischen Kindheit, Jugend, Erwachsenen- und Seniorenalter, anhand derer dem unvorbereiteten Leser im ersten Moment vielleicht ein wenig schwindlig wird. Bleibt man aber am Ball wird man feststellen, dass der Autor immer wieder die Kurve kriegt und sich jeder Satz sinnvoll in das Ganze einfügt. Auch wenn der wahre Grusel wie gesagt erst gegen Ende des mit fünfhundert Seiten ganz ordentlich dicken Wälzers zutage tritt, kommt praktisch nie Langeweile auf. Schon durch die verstreuten Andeutungen ahnt man, dass das, was da vor sich geht, auf Dauer nicht gut ausgehen kann. Entsprechend bittersüß ist das Ende. Es gibt Opfer, fiese Schicksalsschläge und deinen ambivalenten Gegenspieler, den man gefährlicherweise an manchen Stellen sogar verstehen will. Kings Einfallsreichtum ist einmal mehr der eigentliche Trumpf dieses Werks. Da gibt es keine Baukastensätze aus einem Workshop für literarisches Schreiben, sondern organisch gewachsene Konstruktionen, aus denen außerdem reichlich Lebenserfahrungen zu sprechen scheint. Auch wenn vielen Autoren vor der Frage graut, wieviel von ihnen denn nun eigentlich im Hauptcharakter ihres Buches steckt, gibt es hier einige Parallelen, die kein Zufall sein müssen. Am Ende ist Jamie Morton etwa im selben Alter wie King heute und teilt mit dem Autor eine Vorliebe für Gitarrenmusik. Somit ist "Revival" bei weitem nicht nur ein Tipp für Mysteryfreunde, sondern auch für Liebhaber spannender dramatischer Literatur mit Eigenständigkeitseffekt. Daumen hoch!

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  • King von einer anderen Seite!

    Revival
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. September 2015 um 17:35

    Das Cover hat mir gut gefallen obwohl es mir meistens schon reicht wenn "Stephen King" drauf steht, dann achte ich auch selten auf den Klappentext aber auch der hat mich neugierig gemacht. Ich habe vorher schon einiges über das Buch gelesen, viele waren gelangweilt und andere haben das Buch geliebt, genau deswegen bin ich froh mir eine eigene Meinung gebildet zu haben. King's Schreibstil hüllt mich immer wieder ein, er schreibt flüssig, sehr bildlich, angenehm und trotzdem mit einer gewissen Spannung. Die Charakter sind ausführlich beschrieben und vor allem der Protagonist Jamie war sehr detailreich ausgeschmückt. Faszinierend jedoch war, das man von Anfang an wusste das etwas schlimmes passieren wird und so war die Spannung elektrisierend. Auch wenn ich definitiv ein großer Fan der "alten" King Bücher bin so kann ich den neuen trotzdem etwas abgewinnen und ich finde es schaden wenn manche Leute die Bücher so schlecht machen. Man sollte offen für eine ander Art von King Horror sein ;) Die Story an sich war sehr interessant, hauptsächlich geht es um den Jungen Jamie, der an einem schicksalhaften Tag dem Prediger Charles Jacobs in seinem Garten begegnet und sich dadurch sein ganzes Leben verändert. In all den Jahren begegnen sich die beiden wieder und wieder, meistens hängen Schicksale damit zusammen. Der Titel "Revival" spiegelt sich auch in der Geschichte wieder denn genau das veranstaltet der Prediger Jacobs, unter einem anderen Namen, nachdem er sich von Gott abgewendet hat aufgrund eines schlimmen Verlustes. Jacobs veranstaltet "Revival's" bei denen zu Massen Menschen geheilt werden auch Jamie selbst erfährt es am eigenen Leib. Leider gehen die fanatischen Heilungen nicht ohne Nachwirkungen aus weshalb sich Jacobs wieder zurück zieht. Jamie und er treffen sich noch weitere Male und das letzte Treffen verändert Jamie komplett, ein sehr spannendes Ereignis, bei dem ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und wie gebannt die Seiten verschlungen habe. Fazit: Das Buch entspricht nicht dem "typischen" King-Horror, ist jedoch spannend und unterhaltsam. AUf den 500 Seiten kommen auch immer wieder Kapitel, die eher weniger spannend sind aber die Geschichte abrunden. Wer Horror erwartet ist bei diesem Buch falsch, wer aber King erleben will und einfach ein spannendes Buch haben möchte, der ist hier bestens aufgehoben!

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  • Ein anderer King

    Revival
    dieDoreen

    dieDoreen

    01. September 2015 um 22:05

    Wenn der Meister des Horrors ein Buch schreibt welches so für Diskussionen sorgt, dann muss ich es einfach lesen.Das Buch erzählt die "Lebensgeschichte" des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs. Deren Wege sich immer wieder kreuzen bis es zum letzten Treffen kommt, welches in einer Katastrophe endet.Ich bin eigentlich mehr ein Fan der älteren Bücher des Autors und erwarte bei einem King Buch Horror pur. Nun "Revival" konnte das nicht ganz so erfüllen. Die Gruselelemenete waren bis zum Schluss rar gesät, dafür blieb der Gänsehauteffekt aber konstant erhalten. Ich hatte bis zum Ende keine Ahnung wo das Buch mit mir hin möchte und auf was die ganze Geschichte hinausläuft, deshalb habe ich mich von den Erzählungen des ICH-Autors einfach mal tragen lassen und mir Jamies tragische, traurige und stellenweiße schockierende Geschichte angehört, oder besser gelesen und sie hat mir gefallen. Ich habe mich an keiner Stelle gelangweilt oder bin ins Stocken geraten, sondern habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt. Das lag zum Großteil an den wirklich sehr lebendigen Figuren. Das Ende war typisch King und hat für meinen Geschmack nicht so ganz zu der teilweiße sehr realistischen Story gepasst, aber alles in allem kann ich das Buch jedem Thrillerfan weiter empfehlen und in nächster Zeit werde ich auch öfters mal den "neuen King" lesen.In diesem Sinne bleibt nur noch eines zu sagen: "Das ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass die Zeit den Tod besiegt", H.P. Lovecraft. Was es damit auf sich hat könnt ihr in "Revival" nachlesen, aber nur auf eigene Gefahr.

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  • Kein wirklicher Horror (3,5 Steren)- Rezension zum Hörbuch

    Revival
    Kanya

    Kanya

    08. August 2015 um 20:02

    Inhalt "Revival" beschreibt die Geschichte von Jamie und dem Prediger Charles Daniel Jacobs, die sich von Jamies früher Kindheit an immer wieder begegnen. Reverant Jacobs zeigt früh ein besonderes Interesse an Elektrizität und bald schon merkt Jamie, dass sein erster erwachsener Freund mehr mit der Elektrizität machen kann, als nur Geräte zu betreiben. Immer wieder treffen und trennen sich ihre Wege und mit jedem Treffen scheint es mehr und mehr, dass Jacobs Jamie für seine verrückt klingenden Pläne gewinnen möchte. Seine wahren Absichten bleiben dabei aber auch für Jamie vorerst im Dunkeln verborgen. Meine Meinung Stephen King hat mit "Revival" eine interessante Erzählung mit Themen wie Glauben, Leid und Tod erschaffen. Die Geschichte ist als Ganzes schon sehr stimmig. Meiner Meinung nach passt diese Geschichte jedoch nicht in das Genre "Horror". Es gibt vereinzelte Stellen, die vielleicht in Richtung Horror einzuordnen wären (ich muss mich jetzt wieder zusammen nehmen um nicht zu spoilern), jedoch hat King bezüglich seines sonst legendären Grusel-Faktors hier eher nachgelassen. Die Geschichte behandelt Jamies halbes Leben und ist eher eine Erzählung nach der Art von "Forrest Gump" mit einem etwas mysteriösem Ende, für mich jedoch nicht gruselig genug um das Genre "Horror" zu rechtfertigen. Zudem wird die gesamte Geschichte aus der Ich-Perspektive als eine Art Bericht von Jamie erzählt, der den Leser mit dem Bericht warnen soll. Das als solches nimmt schon sehr viel Spannung, da man ja so schon mit einem zumindest teilweisem Happy End rechnen kann. Die Spannungskurve verläuft meiner Meinung nach anfangs eher mäßig und macht erst kurz vorm Ende einen steilen Bogen. Der Spannungshöhepunkt kommt dabei leider dann viel zu kurz. Nun wieder zum Sprecher: David Nathan zählt nun offiziell zu meinen Lieblingssprechern. Er schafft es permanent die richtige Stimmung aufzubauen. Betonungen und Pausen werden super gesetzt, sodass man fast schon von einem Ein-Mann-Hörspiel sprechen könnte. Viele Sprecher klingen einfach danach, dass sie vorlesen (was nicht sofort unbedingt schlecht sein muss) - Nathan aber schafft es das Hörbuch sehr viel lebendiger wirken zu lassen. Besonders seine Art den gesundheitlichen Zustand verschiedener Personen (ich will nicht spoilern!) in seine Sprechweise miteinzubeziehen muss an dieser Stelle sehr gelobt werden. Vielleicht liegt es an seiner Erfahrung als Synchronsprecher, jedenfalls macht er auch als Leser bei diesem Hörbuch einen wirklich guten Job! Allein für ihn muss ich "Revival" schon einen Bonuspunkt in meiner Endwertung geben - alles andere könnte ich nicht ruhigen Gewissens verantworten. Fazit "Revival" ist sicher eine gute Geschichte, der man - nicht zuletzt auch durch David Nathans Weise vorzulesen - gut auch über einen längeren Zeitraum zuhören kann. Horror-Fans würde ich "Revival" nicht ans Herz legen, da wie oben beschrieben der Gruselfaktor einfach nicht reicht. Leider muss ich sagen, dass ich andere King-Bücher eher empfehlen würde. Ich entscheide mich in meiner Endbewertung für 3 1/2 von 5 Punkten.

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  • Lässt einem die Haare zu Berge stehen

    Revival
    Ginger1986

    Ginger1986

    27. July 2015 um 14:17

     Inhalt: Der kleine Jamie Morton lebt zusammen mit seinen Eltern und seinen älteren Geschwistern in einem kleinen Ort im US-Bundesstaat Maine. Als Jamie sechs Jahre alt ist, lernt er den neuen Pastor seiner Gemeinde kennen. Charles Jacobs, der anscheinend neuen Wind in die kleine Gemeinde bringen will, ist bei allen sehr beliebt. Vorallem Jamie schliesst ihn tief ins Herz. Durch einen Schicksalsschlag in der Gemeinde ändert sich alles und Charles Jacob muss die Gemeinde verlassen. Jamie ist tieftraurig, denn er ahnt noch nicht, dass man sich immer zweimal im Leben trifft. Meine Meinung: Die Geschichte wird das gesamte Buch hindurch aus der Sicht von Jamie erzählt. Es ist in 14. Abschnitte unterteilt, die alle einen Abschnitt aus seinem Leben beschreiben. Wir begleiten also Jamie ab seinen sechsten Lebensjahr bis zum Finale. Das Buch hat sowohl dramatische Szenen als auch Horrorelemente, aber wie man es von King gewöhnt ist, blicken wir jedes mal in die menschliche Psyche und entdecken Hintergründe und Ängste der Protagonisten. Ich mag an King das er keinen rein blutigen und platten Horror bietet sonder sehr psychisch schreibt und er eine einzigartige Form von Horror bietet, die sich im Laufe seiner Bücher immer weiter ausbreitet. Der Schicksalsschlag der Pastor Jacobs trifft, hat sowohl Auswirkungen auf sein eigenes als auch auf Jamies leben. Es sind Menschen die im Laufe ihres Lebens an ihre Grenzen kommen. Brilliant geschrieben und eine unheimliche Thematik: Was ist wenn ein Mensch durch Trauer in Wahn verfällt ? Stellenweise hatte ich als Leser natürlich auch Mitgefühl für Pastor Jacobs, und hier stellt man sich die Frage, ob es nicht natürlich ist nach solch einem Schlag seinem Glauben zu verlieren? Das Thema Glaube und Wahn hat er so spannend miteinander verknüpft, dass dadurch ein brillianter und spannender Roman entsteht, der den Leser fesselt. Fazit: Ein spannender King, der einem vor lauter Elektrizität die Haare zu Berge stehen lässt.

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  • Wenigtens der Schluss war genial wie immer.

    Revival
    FAMI_Anke

    FAMI_Anke

    21. July 2015 um 13:24

    Was habe ich "Shining", "Puls" und "Die Arena" verschlungen? Wie habe ich bei "Love" und "Es" mitgefiebert? Wie unentschlossen war ich noch nach dem Ende von "Joyland"? Und wie habe ich bei "Mr.Mercedes" und "Revival" gegähnt? Ich weiß echt nich mehr, ob ich jemals einen neuen Roman von Stephen King in die Hand nehmen werde. Immer weider gebe ich ihm eine neue Chance, weil ja doch was vom alten King in dem neuen Werk stecken könnte. Aber nach "Revival" wird es wohl sicherlich nicht gleich passieren. "Die Arena" habe ich trotz den gut 1500 Seiten innerhalb von zwei Tagen gelesen. Für diesen Roman hier habe ich fast drei Monate gebraucht, obwohl es nur gut 500 Seiten sind. Doch immer wieder kam mir ein anderes Buch spannender vor. Die Story an sich, dass der Pastor Jacobs immer wieder in Jamies Leben auftaucht und jedesmal ein klein wenig verrückter, bessessener nach Strom, finde ich total genial. King schreibt so gut, dass ich regelrecht immer wieder Herzklopfen bekam, sobald der Pastor wieder auf der Bildfläche erschien und jedesmal dachte ich: Jetzt gehts los! Doch immer wieder wurde ich ein klein bisschen mehr enttäsucht, weil dann über Belanglosigkeiten geschrieben wurde und sich alles irgendwo im Nichts verlor. Und Schwupps! war Pastor Jacobs wieder verschwunden. Aber tatsächlich ging es auf den letzten 50 Seiten dann doch wirklich wieder in guter alter Stephen King-Manier los. Ich hab Herzklopfen gehabt, ich hab gezittert, am liebsten hätte ich noch schneller gelesen, als ich es kann. Und dann war auch schon wieder alles vorbei. Mit einem Schlag. Tut mir wirklich Leid, Herr Stephen King, aber 50 Seiten Spannung wiegen 450 Seiten gähnende Langeweile leider nicht auf :)

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  • Subtiles Grauen fast bis zum Schluss

    Revival
    WilmaWitch

    WilmaWitch

    04. July 2015 um 12:40

    Schon fast seit dem ersten Satz wissen wir, dass etwas Ungenanntes hinter dieser Erzählung lauert, ein Ziel, auf das wir über Jahrzehnte hinsteuern. Die Entwicklung der Charaktere mitzuerleben durch das halbe Leben macht richtig Freude, Stephen King schreibt wirklich perfekt, nicht zuviel und nicht zuwenig. Man erfährt viel über das Rockmusikerleben und wie es sich über die Jahrzehnte verändert und überhaupt die ganze Gesellschaft. Als dann kurz vor Schluss das namenlose Grauen endlich konkret erscheint, konnte es leider nicht mit meinen Erwartungen mithalten, so aus der Nähe betrachtet, war es dann gar nicht mehr so mystisch. Doch es ging dann noch ein paar Seiten weiter und die Ahnung das diffusen Unheils baute sich wieder auf und die paar Hänger-Seiten habe meinen Lesegenuss davor und danach nicht beeinträchtigt.

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  • Jenseits der Tür ist das Nihil

    Revival
    monja1995

    monja1995

    30. June 2015 um 20:03

    Klappentext: Finster, mysteriös, elektrisierend Revival erzählt die Geschichte des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs, deren Wege sich von den Sechzigern bis heute auf unglückselige Weise immer wieder kreuzen. Sie steuert auf ein beängstigendes, auswegloses Ende zu, wie es selbst Stephen King bislang nicht zu Papier gebracht hat, und ist gleichzeitig Abrechnung mit dem Religionsfanatismus in unserem hoch technisierten Zeitalter und Verbeugung vor den Größen des klassischen Horrors. Der kleine Jamie spielt vor dem Haus mit seinen Plastiksoldaten, da schiebt sich ein dunkler Schatten über ihn, ein Schatten, den er sein Leben lang nicht loswerden wird. Er blickt auf und sieht Charles Jacobs über sich, den jungen Methodistenprediger, der in der neuenglischen Gemeinde gerade sein Amt antritt. Im Nu gewinnt der charismatische Jacobs die Herzen der gottesfürchtigen Einwohner. Den Kindern haben es vor allem die elektrischen Spielereien angetan, mit denen er Bibelgeschichten veranschaulicht. Das alle endet, als ihn ein entsetzlicher Unfall vom Glauben abfallen lässt und er eine letzte Predigt hält, die in einer rasenden Gottverfluchung gipfelt. Von der Gemeinde verstoßen, tingelt er fortan über die Jahrmärkte, wo er elektrische Experimente vorführt, die zunehmend spektakulärer werden und immer schrecklichere Folgen nach sich ziehen. Über die Jahre trifft Jamie, inzwischen drogenabhängiger Musiker, wiederholt auf Jacobs, der ihn jedes Mal tiefer in seine dämonische Welt zieht. Als Jamie sich dessen klar wird, gibt es kein Zurück mehr. Das finale Experiment steht bevor. Mein Umriss: 1962, Jamie Morton lebt mit seinen Eltern und Geschwistern wohlbehütet in der Kleinstadt Harlow auf. Die Mutter kümmert sich um die Familie und der Vater versucht gerade als Ölhändler Fuß zu fassen. Als die Gemeinde einen neuen Priester sucht, stellt sich Charles Jacobs zur Verfügung. Dieser trifft auf der Straße auf Jamie, der dort mit seinen Soldaten spielt. Diese Begegnung soll beide von nun an ein Leben lang aneinander binden. Jacobs ist fasziniert von der Elektrizität und ersinnt immer mehr Spielereien, von denen die Kinder der Gemeinde begeistert sind und er sich über regen Zulauf zu seinen Jugendtreffen freuen kann. Immer ausgefeilter wird seine Technik, an der er Jamie fast uneingeschränkt teilhaben lässt. Als ein schrecklicher Unfall seine Familie von einer Sekunde auf die andere Sekunde zerstört, bricht er mit Gott und hält seine letzte Predigt vor der Gemeinde in deren Verlauf er Gott und den Glauben nicht nur in Frage stellt, sondern auch verflucht. Er verlässt Harlow und erst viele Jahre später kreuzt sich sein Weg wieder mit dem zwischenzeitlich Erwachsenen Jamie… Mein Eindruck: Mit seinen letzten Büchern hat mich Stephen King immer wieder mit seiner Wandlungsfähigkeit überrascht. War er früher eher im Bereich Horror und Gruselschocker festgefahren, so fächerte er sein Spektrum immer breiter in fast alle Richtungen. Vieles an Revival erinnert an Frankenstein, wobei King jedoch die Ergebnisse nicht so offensichtlich zur Schau trägt, sondern sie dem Leser eher Häppchenweise unblutig und weniger brutal serviert, so dass er intensiv mit dessen Fantasie spielt. King wäre jedoch nicht King, wenn er gänzlich auf Schockeffekte verzichten würde, so enttäuscht er auch in diesem Punkt nicht. Besonders intensiv bedient der Autor mit Revival das Kopfkino seiner Leser. Sehr detailverliebt beschreibt er die Menschen, die Umgebung und nicht zuletzt auch die unterschiedlichen Stimmungen der Menschen, ohne jedoch damit die eigentliche Geschichte aus den Augen zu verlieren. Ungewohnt ruhig und gemächlich steigt der Leser in die Lebensgeschichte von Jamie Morton, dessen Familie und Prediger Charles Jacobs ein. Erzählt aus der Sicht des Jungen erscheint einem diese Geschichte eher als einfache Lebensgeschichte, stünde nicht Stephen King dahinter, der bereits vor Beginn des Buches eine kurze Danksagung an die großen des Horror verfasst hatte. Lässt King in seinen früheren Büchern den Spannungslevel immer an- und absteigen, nicht ohne auf eingestreute Spannungsspitzen zu verzichten, so zieht sich hier der Anstieg des Spannungslevels stetig nach oben, sodass man sich in Erwartung eines großen Showdowns regelrecht festbeißt, der dann mit Hilfe eines Gewitters auch wirklich einsetzt und keineswegs enttäuschend, sondern eher King-typisch hart, brutal und schonungslos erfolgt. Dass King Horrorklischees bedient liegt auf der Hand. Er reiht sie aber nicht aneinander, sodass man darin gefangen ist, sondern bringt auch andere Ideen mit ein, die man so von ihm noch nicht kannte und die aus Revival wieder mal ein Buch werden ließen, das man gerne und mit viel Spannung liest. Mein Fazit: Stephen King schnürte mit Revival wieder mal ein perfektes Paket und bekommt von mir das Prädikat 100% empfehlenswert

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  • Neugier ist eine schreckliche Eigenschaft

    Revival
    Ines-R

    Ines-R

    22. June 2015 um 15:28

    Zitat: „Die Neugier ist eine schreckliche Eigenschaft, aber sie ist menschlich. So überaus menschlich.“ Klappentext: Der kleine Jamie spielt vor dem Haus mit seinen Plastiksoldaten, da schiebt sich ein dunkler Schatten über ihn, ein Schatten, den er sein Leben lang nicht loswerden wird. Er blickt auf und sieht Charles Jacobs über sich, den jungen Methodistenprediger, der in der neuenglischen Gemeinde gerade sein Amt antritt. Im Nu gewinnt der charismatische Jacobs die Herzen der gottesfürchtigen Einwohner. Den Kindern haben es vor allem die elektrischen Spielereien angetan, mit denen er Bibelgeschichten veranschaulicht. Das alles endet, als ihn ein entsetzlicher Unfall vom Glauben abfallen lässt und er eine letzte Predigt hält, die in einer rasenden Gottverfluchung gipfelt. Von der Gemeinde verstoßen, tingelt er fortan über die Jahrmärkte, wo er elektrische Experimente vorführt, die zunehmend spektakulärer werden. Und immer schrecklichere Folgen nach sich ziehen. Über die Jahre trifft Jamie, inzwischen drogenabhängiger Musiker, wiederholt auf Jacobs, der ihn jedes Mal tiefer in seine dämonische Welt zieht. Als Jamie sich dessen klar wird, gibt es kein Zurück mehr. Das finale Experiment steht bevor. Meine Meinung: Der Titel "Revival" sagt ja schon aus, worum es in dieser Geschichte geht, aber über weite Strecken denkt man nicht einmal annähernd daran. Und das fand ich schade, denn ich hatte mehr Übernatürliches, mehr Gruseliges erwartet. Stattdessen lernt man die Lebensgeschichte von Jamie kennen, die sich immer wieder mit der des Predigers Jacobs und seinen übernatürlichen Machenschaften kreuzt. Stephen King ist für mich der beste Autor, weil seine Sätze in meinem Kopf sofort zu Leben erwachen. Ich liebe es, wenn ich einen neuen Roman von ihm zu lesen beginne und sofort abtauchen kann. Genauso war es auch bei "Revival". Allerdings wurde die Handlung dann mit der Zeit immer langatmiger, so interessant die Lebensgeschichte von Jamie, seiner Familie und seinen Freunden auch ist. Ich legte das Buch vorübergehend zur Seite und las andere. Nach einigen Wochen setzte ich meine Reise mit Jamie und Jacobs dann fort, und ich muss sagen, das Buch wurde immer interessanter, allerdings noch immer nicht spannend. Das änderte sich erst auf den letzten, ungefähr 100 Seiten, wo es zu dem finalen Experiment führt. Auf einigen Seiten fand sich dann auch der richtig gute, alte Horror, den ich in neuen King-Romanen so sehr vermisse. Erwähnenswert finde ich noch Kings Widmung: "Dieses Buch ist für einiger derer, die mein Haus erbaut haben: Mary Shelley, Bram Stoker, H.P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Donald Wandrei, Fritz Leiber, August Derleth, Shirley Jackson, Robert Bloch, Peter Straub. Und für Arthur Machen, dessen Novelle "Der große Plan" mit zeit meines Lebens verfolgt hat." Mein Fazit: Von richtigem Horror fehlt jede Spur, lesenswert ist "Revival" trotzdem, denn wie King es schafft, die Höhen und Tiefen von Jamies Leben zu beschreiben, ist schon erstklassig. Und wenn man die Mitte des Buchs erreicht, wird es mit jedem Kapitel interessanter und fantastischer, bis zum Ende, das dann selbst den Horrorfan wieder versöhnt.

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  • Ach wie schön, er kann es noch =)

    Revival
    Minerva

    Minerva

    14. June 2015 um 13:52

    Ach wie schön, er kann es noch =) Wieder ein sehr lesenswerter King und direkt nach Mr. Mercedes auch wieder eine grundsolide „coming of age“-Geschichte. Erzählt wird sie aus der Sicht des Jamie Morton, der im zarten Alter von sieben Jahren seinem Pfarrer und Idol, Charles Jacobs, begegnet. Diese Begegnung bleibt nicht ohne Folgen, denn Jacobs steckt Jamie mit seiner Religiösität und seiner Neugierde für Naturwissenschaften an. Als es jedoch im Leben des Pfarrers zu einem schlimmen Schicksalsschlag kommt - Vorsicht Spoiler! - wendet dieser sich in einer hitzigen Predigt vor seiner Glaubensgemeinschaft, von Gott und dem Glauben an eine himmlische Gerechtigkeit ab. Über die Jahre entdeckt Jamie – und mit ihm der Leser – dass auch dieser Funke ihn ansteckt, das Leben und das Schicksal zu hinterfragen. Beide Personen wenden sich der düsteren Seite des Lebens zu; Jamie entdeckt die Drogen und ein unstetes Leben, Jacobs experimentiert mit Hilfe der Elektrizität an Menschen. Das Schicksal lässt beide Personen mehrfach in Ihrem Leben aufeinander treffen und am jeweiligen Leben ein paar Rädchen zu drehen. Die Frage die sich stellt ist, wer lernt letztlich von wem?! Der Jüngere vom Älteren? Oder ist es Jamie der Jacobs dazu bewegt sein früheres Schicksal komplett vergesen zu wollen? Das Ende zeigt wer letztlich überlebt und seine letzte Chance im Leben nutzt. Sehr gut und spannend wie immer geschrieben. Eine Mischung aus Salems Lot, Frankenstein und ein Stückchen Needful Things. Für King-Fans ein Muss!

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  • Stephen King wie man ihn kennt!

    Revival
    -nicole-

    -nicole-

    12. June 2015 um 17:15

    Jamie Morton ist sechs Jahre alt, als er dem Mann begegnet, der im Laufe seines Lebens noch öfter eine Rolle spielen wird. Schon die erste Begegnung mit dem jungen Priester Charles Jacobs wird Jamie nie vergessen: Er spielte gerade mit seinen Spielzeugsoldaten, als sich ein großer Schatten über ihn beugte, nichts ahnend, dass er diesen nie wieder los wird... Wenig später tritt Charles Jacobs in der kleinen Gemeinde Harlow sein Amt an. Auch die anderen Kinder sind begeistert von ihm, besonders von dessen Hang zur Elektrizität und technischen Spielereinen. Doch eines Tages ereilt Jacobs ein schrecklicher Schicksalsschlag, der ihn vom Glauben abfallen lässt. Seine letzte Kirchenrede geht in die Geschichte Harlows als die 'Furchtbare Predigt' ein. Als die Gemeinde sich von ihm abwendet, reist er fortan durchs Land und führt auf Jahrmärkten seine elektrischen Experimente vor, die mit der Zeit immer öfter ungeahnte Folgen nach sich ziehen. Als Jamie am Tiefpunkt seines Lebens steht, trifft er Jacobs wieder. Im Laufe der Zeit wird dieser ihm mit seiner "geheimen Elektrizität" immer unheimlicher. Doch das finale Experiment steht unmittelbar bevor und Jamie weiß, dass er dem nicht entkommen kann... Hier ist Stephen King wieder in Bestform. Keiner versteht es so gut wie er, das Grauen in einer ganz normalen Gegend anzusiedeln. Diese Geschichte ist eigentlich die von Jamie Morton, der hier sein Leben und seine Begegnungen mit dem Prediger Charles Jacobs schildert. Besonders beeindruckend und in irgendeiner Weise unheimlich beschreibt King die erste Begegnung zwischen den beiden Hauptfiguren. Mein Fazit: Ein gelungener King mit der richtigen Portion Grusel. Dieser Roman hat mir besser gefallen als "Mr. Mercedes". Spannend, unheimlich, mysteriös mit einer guten Portion Horror. Für Stephen King Fans ein Muss. Bis auf Kleinigkeiten sehr gut gelungen, daher bekommt "Revival" von mir mit 4,5 Sternen fast die volle Punktzahl. Ich habe dieses eBook freundlicherweise vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank!

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  • "Der Fünfte im Spiel"

    Revival
    chuma

    chuma

    Es ist ein schöner Samstag im Oktober 1962, Jamie Mortons 6. Geburtstag, als er mit seiner Armee aus Plastiksoldaten vor dem Haus spielt. Die Sonne scheint und Jamie ist ganz versunken in seine Schlacht als sich plötzlich ein dunkler Schatten auf ihn legt. Der Schatten gehört dem neuen Reverend des Ortes, der mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn zugezogen ist. Charles Jacobs ist ein junger und sympathischer Mann, der schon bald sowohl Jamie, als auch die Gemeinde für sich einnehmen kann. Das Leben nimmt seinen Lauf und Jamie freundet sich mehr und mehr mit dem Reverend an. Als dieser der Familie Morton auf eigenwillige Art und Weise hilft, wird dieses Band noch stärker geknüpft. Doch dann geschieht ein tragisches Unglück, das den Glauben von Jacobs und auch den von Jamie tief erschüttert. Leseeindruck: "Revival" konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Sowohl die Widmung, als auch die ersten anderthalb Seiten berührten mich auf diese ganz besondere Weise, die nur King auszulösen vermag. Was mich in seinem neuesten Werk erwarten würde, wusste ich nicht, denn ich hatte es vermieden, mich vor der Lektüre zu informieren. Selbst den Klappentext habe ich nicht gelesen. Ich wollte unvoreingenommen an die Geschichte gehen - die leeren Seiten in mir quasi von King selbst beschreiben lassen. Diese Herangehensweise habe ich nicht bereut und kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen. Wer einen klassischen Horrorroman erwartet, wird enttäuscht werden, vielmehr ist "Revival" die meisterhaft erzählte Lebensgeschichte von Jamie Morton, die wie unser aller Leben von Höhen, Gleichklang und Tiefen geprägt ist. Besonders ist Jamies Geschichte dennoch. Das untrennbar miteinander verwobene Schicksal von Jamie und Jacobs ist die besondere und auch unheimliche Komponente, die diese Geschichte so einzigartig macht. Jamie wächst in einer großen und lebhaften Familie auf, genießt den unbeschwerten Alltag eines Kindes, das behütet und geborgen aufwächst. Diese Kindheit beschreibt King so plastisch und eingehend, es ist als wäre man selbst Teil dieser Familie. Großartige Leistung. Nach dem tragischen Unglück, das Reverend Jacobs widerfährt, verliert nicht nur er selbst den Glauben an Gott, auch Jamie kann nicht umhin seinen Glauben in Zweifel zu ziehen. Hier entwirft King ein durchaus realistisches Gedankenspiel: Geschieht ein Unglück im Leben eines Menschen, so gibt es mehrere Arten damit umzugehen. Welchen Weg würdest du gehen und was würde diese Entscheidung dann aus dir machen? Im weiteren Verlauf der Geschichte zieht King das Erzähltempo dann an, wodurch sich nach meinem Dafürhalten der anfängliche Charme ein wenig verliert. Jamie wird erwachsen, erfährt die erste Liebe, findet seine Berufung und begegnet seinen Dämonen: Drogen bestimmen zunehmend seinen Alltag. Und dann kreuzen sich erneut die Wege von ihm und Jacobs. Inhaltlich nimmt die Story nun wieder Fahrt auf und der Leser findet sich erneut in einer spannenden und auch teilweise unglaublichen Geschichte wieder. King schafft auch in "Revival" wieder sehr gut ausgebaute Charaktere, zeigt dem Leser die Sonnenseiten des Lebens, um sie dann auf die Kehrseite aufmerksam zu machen. Er verarbeitet auch in diesem Roman das Thema Abhängigkeit und zeigt viele Facetten von Besessenheit, Glauben, Irrglauben und Manipulation auf, hält uns die menschlichen Stärken und Schwächen vor Augen. Beinahe nebenbei packt er den Leser so auf eine ganz besondere, reale Art und Weise. Fazit: "Revival" ist die besondere Lebensgeschichte eines Mannes, einzigartig und packend erzählt. Es ist eine Geschichte voller Wahrheiten, die dem Leser mal schonend und sanft und dann wieder mit voller Wucht beigebracht werden. Es ist aber auch die Geschichte des "Fünften im Spiel" (des Lebens) - des Jokers - von Schicksal und Zufall und wie entscheidend der Unterschied zwischen beidem ist. Ein einmaliges Menü, das gespickt ist mit einer Prise Horror und  Übernatürlichem. Bon Appétit!

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