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TanteGhost

vor 5 Tagen

(80)

Wenn ein Hobby zum Wahn wird, kann auch ein Mann Gottes nicht dagegen an. Und irgendwie musste er ja leben.

Inhalt:
Im Wesentlichen geht es im das Leben von Jamie. Er erzählt seine eigene Story, von Kindesbeinen an, bis ins hohe Alter. Sein Leben ist ziemlich beeinflusst von einem Gemeindepfarrer, der durch einen Schicksalsschlag Frau und Kind verliert, danach eine sehr unkirchliche Predigt hält und deswegen aus der Gemeinde verbannt wird.
Jamie verliert als Kind einen recht guten Freund, findet ihn aber wieder, als er voll auf Drogen ist. Der Pfarrer verdient mit seinem Faibel für Elektrik und Strom inzwischen Geld. Er heilt Jamie von seiner Drogensucht.
Als Jamie ihn dann ein weiteres Mal trifft, macht er einen auf Wunderheiler. Er behandelt die Leute mit Elektroschocks. Doch die Wunderheilungen haben eine Kehrseite. Die Leute scheinen danach nicht mehr richtig zu ticken.
Doch der Reverent ist von seinen Experimenten besessen. Immer weiter treibt er deine Experimente. Und am Ende soll alles darin Gipfeln, dass eine Tote, zurück geholt durch Elektrizität, vom Totenreich erzählen soll.
Er hat Jamie in der Hand. Und Jamie macht nur unfreiwillig mit.

Der erste Satz:
"In wenigstens einer Hinsicht ist unser Leben wirklich wie ein Film."

Der letzte Satz:
"Dann werde ich zur Mutter gehen."

Fazit:
Ein typischer King. Er hat wieder etwas gebraucht, bis er warm gelaufen war und zur Sache kam. Allerdings hat mir das in diesem Fall ein wenig ganz schlimm lang gedauert. Man kann sagen, dass die wirkliche Spannung erst auf den letzten 50 Seiten kam. Davor das war zwar notwendig, um alles zu verstehen, aber auch irgendwie langweilig. Das gibt einen Stern Abzug. Ich war nämlich mehrfach versucht, das Buch abzubrechen. Allein der Name des Autors hat mich bei der Stange bleiben lassen. Und die Hoffnung, dass er doch bitte gleich auf der nächsten Seite zur Höchstform auflaufen soll.
Ansonsten hat sich der Text gut lesen lassen. Keine Fachbegriffe, die einem im Weg waren. Auch die Handlung habe ich als Kopfkinofilm vor meinem geistigen Auge gesehen. Er war nicht spannend, aber er war da.
Und dann erst das Feuerwerk am Ende, als es endlich spannend wurde. Da habe ich dann von dem Buch nicht mehr lassen können. Dann musste ich unbedingt wissen, wie die Sache nun aus geht.
Die Story selber war wieder reichlich abgedreht. Ich frage mich manchmal, wo Herr King nur die Ideen dazu herholt. Ganz ehrlich, Elektroschockbehandlungen, die ein Reisender Scharlatan macht und die nach Jahren noch zu Komplikationen führen. Und dann zu solchen... Als wäre ihm das im Drogenrausch in den Sinn gekommen.

Alles in allem hat mich dieser King enttäuscht. Er schafft es nach wie vor nicht, an den "Friedhof der Kuscheltiere" anzuknüpfen.

Autor: Stephen King
Buch: Revival
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