Stephen King The Stand - Das letzte Gefecht

(662)

Lovelybooks Bewertung

  • 729 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 24 Leser
  • 62 Rezensionen
(381)
(188)
(59)
(27)
(7)

Inhaltsangabe zu „The Stand - Das letzte Gefecht“ von Stephen King

In einem entvölkerten Amerika versucht
eine Handvoll Überlebende die Zivilisation
zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische
Gestalt, die man den Dunklen Mann
nennt, eine Verkörperung des absolut Bö-
sen. In der Wüste Nevada kommt es zum
Entscheidungskampf um das Schicksal der
Menschheit.

Apokalyptisch! Unverzichtbarer Bestandteil des Gesamtwerks.

— Sidny

Ein Meisterwerk unter den Endzeitromanen

— NiWa

Großartiger Anfang, mit leichtem Hang zur Langatmigkeit, aber durchaus lesenswert.

— Buchperlenblog

DER King. Cool zu lesen, grandioses Panorama.

— KrisWind

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, manchmal ist es etwas zu detailliert, das hat dem Lesespaß aber keinen Abbruch getan : )

— Lillylovebooks

Ein düsteres Endzeit-Werk, welches mit zu Stephen Kings wichtigsten Romanen gehört und auf jeden Fall der gehaltvollste ist...

— benfi

Ein packendes Meisterwerk mit typischem King Horror. Ein sehr lesenswerter Klassiker vom Meister des Grauens.

— -nicole-

Mein zweitliebstes Buch von Stephen King. Einfach ein Meisterwerk!

— MissMinaHarker

Ein sehr gutes Buch - King halt. Aber sein Meisterwerk bleibt "ES"

— ErbsenundKarotten

Ein weiteres Meisterwerk. Ein tödliches Virus und eine Apokalypse stehen bevor. King schafft es eine atemberaubende Geschichte zu schreiben.

— Insomnia1106

Stöbern in Krimi & Thriller

Der Kreidemann

Dichter Thriller mit überraschenden Wendungen

lizlemon

Madame le Commissaire und die tote Nonne

Ein Krimi mit typisch französischem Flair, einer gehörigen Portion laissez faire und einem verzwickten Todesfall!

Hennie

Kluftinger

Kluftingers Grab .

1Goldfisch49

Ostfriesenfluch

Diesmal jagt Klaasen einen Psychopathen, der Frauen aus ihren Familien entführt. Oder sind die Frauen abgehauen? Spannend, humorvoll, SUPER

Dagmar_Urban

NACHTWILD

Vielversprechender Anfang, lässt leider nach.

MarleneMaikind

Wahrheit gegen Wahrheit

Sehr guter Schreibstil und hohe Spannung ! Ich freue mich schon jetzt, mehr von Karen Cleveland zu lesen.

Martins_Buecherbox

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • King-Klassiker

    The Stand - Das letzte Gefecht

    Sidny

    28. February 2018 um 14:54

    USA, 1990: Eine Grippe-Pandemie hat 99% der Menschheit innerhalb weniger Wochen dahingerafft. Die Überlebenden im entvölkerten Nordamerika scharen sich um zwei charismatische Führer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.Viele Worte muss man zum Inhalt dieses Buches nicht verlieren, der dürfte den meisten Interessierten bekannt sein. Ich bin schon seit früher Jugend ein Fan von Stephen Kings Büchern, aber es gibt trotzdem vereinzelte ältere Werke, die ich bisher noch nicht gelesen habe, was ich allerdings in nächster Zeit nachholen möchte. "The Stand" gehörte zu dieser Handvoll Bücher, und obwohl es schon immer in der Urfassung in meinem Regal steht, habe ich es erst jetzt gelesen. Ich muss ehrlich zugeben, dass mich zum einen allein der Umfang ein wenig abgeschreckt hat, und zum anderen die Tatsache, dass das Buch in mittlerweile drei verschiedenen Versionen erschienen ist, und man gar nicht mehr so richtig durchblickt, zu welcher Fassung man denn nun am besten greifen sollte.Die erwähnte Ausgabe in meinem Regal umfasst etwa 1000 Seiten und spielt im Jahr 1980, die neueste Fassung bringt es in der Taschenbuchausgabe auf ganze 1700 (!) Seiten, und spielt zehn Jahre später, also im Jahr 1990. Nach einigen Internet-Recherchen habe ich mich dazu entschlossen, die noch dickere, aber vollständige Version zu lesen, die im Jahr der Ersterscheinung nicht so extrem gekürzt wurde, um die Handlung zu straffen und das Buch dadurch besser zu machen, sondern alleine aus drucktechnischen Gründen. Da es King offensichtlich ein Anliegen war, die überarbeitete Urversion seines Buches zugänglich zu machen, wollte ich auch die vollständige Fassung lesen.Wenn man King-Fans nach ihrem Lieblingsbuch des Meisters befragt, wird "The Stand" neben "ES" eigentlich am häufigsten genannt, daher war ich sehr gespannt, wie es mir wohl gefallen wird. Leider muss ich zugeben, dass es mich zu Beginn nicht sonderlich vom Hocker gehauen hat, weil mir der Weg zum "letzten Gefecht" schon sehr weit vorkam, und durch die nur sparsam dosierten Perspektivwechsel zwischen den beiden rivalisierenden Gruppen nicht allzu viel Spannung aufgebaut wird. Ich habe bei King-Büchern normalerweise immer das Gefühl, dass ich etwas völlig neues, noch nie Dagewesenes lese, in diesem Fall allerdings hatte ich eher den Eindruck, eine Story vor der Nase zu haben, die ich schon diverse Male in abgewandelter Form gelesen oder gesehen habe.Daher musste ich irgendwann, so etwa in der Mitte des Buchs, einfach mal einen Schritt zurücktreten und über diesen Eindruck nachdenken - und mir in Erinnerung rufen, dass das Buch bereits im Jahr 1978 zum ersten Mal veröffentlich wurde. 1978, das heißt also ganze siebzehn Jahre vor dem Film "Outbreak - Lautlose Killer" aus dem Jahr 1995, und wahrscheinlich mindestens dreißig Jahre vor der großen Dystopie-Welle in Filmen und Büchern. Im Jahr 1978 war das Thema mit Sicherheit neu, frisch und furchterregend - und natürlich brauchte es da auch mal die ein oder andere ausführliche Erklärung - beispielsweise über die Wege, wie sich der Virus so schnell verbreiten konnte.Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits ist leider die Überarbeitung. Die erste Version spielte eine kurze Zeit in der Zukunft, und bei der ersten Veröffentlichung der überarbeiteten Fassung wollte man das beibehalten, weswegen die Handlung kurzerhand ins Jahr 1990 verlegt wurde. Leider haben sich dadurch ein paar Anachronismen eingeschlichen: Eine Überlebende hat beispielsweise panische Angst vor randalierenden und plündernden Hippies. Hippies? 1990? Da wären vielleicht Punks glaubhafter gewesen. Irgendwann macht sich jemand Gedanken, ob die Seuche wohl auch hinter dem Eisernen Vorhang zugeschlagen hat - hier konnten wohl die geschichtlichen Ereignisse Ende 1989 nicht mehr rechtzeitig vor der Veröffentlichung berücksichtigt werden.Insgesamt konnte "The Stand" für mich persönlich "ES" als Lieblings-King zwar nicht ablösen, aber letztendlich hat es mich dann trotz einiger Längen im Mittelteil überzeugt. Schon alleine durch die Überschneidungen zum "Dunklen Turm" hat sich das Lesen für mich gelohnt, auch wenn es mir persönlich besser gefallen hätte, die Handlung weiterhin im Jahr 1980 zu belassen. Irgendwann werde ich auch noch die Urfassung lesen, weil mich sehr interessiert, welche Passagen ursprünglich als verzichtbar gestrichen wurden - vielleicht stellt sich da heraus, ob weniger in dem Fall vielleicht tatsächlich mehr gewesen wäre.

    Mehr
  • Ein Meisterwerk unter den Endzeitromanen

    The Stand - Das letzte Gefecht

    NiWa

    Eine Pandemie ist über die Welt gekommen und hat die Menschheit auf wenige Überlebende reduziert. Nun heißt es, die Zivilisation zu retten, wobei sich ein Mann in der Wüste Nevadas als das absolute Böse herausstellt.„The Stand. Das letzte Gefecht“ ist ein episches Werk von Stephen King, das auf das Ende unserer Zivilisation, den Grauschattierungen zwischen Böse und Gut und dem Kampf zwischen diesen beiden Kräften eingeht.Zu Beginn steigt man in die normale Welt ein, wie sie ist, bevor die Supergrippe gewütet hat. Auf etlichen Seiten lernt man die wichtigsten Charaktere kennen, müht sich mit ihrer jeweiligen Lebenslage ab und ahnt, dass bald etwas kommen wird. Die ersten 300 Seiten waren für mich sehr zäh, weil ich keine einzige Figur als sympathisch empfunden habe. Für mich waren es Menschen auf einem Scheideweg, der nicht gerade die Sonnenseite ihres Gemüts zum Vorschein bringt. Allerdings entwickeln sich die Charaktere. Sie nehmen die Herausforderung an, und schneller als gedacht, habe ich in ihnen Freunde gesehen. King geht natürlich auf den Ausbruch der Pandemie und ihre Folgen ein. Menschen erkranken, sie mühen sich mit schweren Grippe-Symptomen ab, nur um unerwartet dahinzusiechen und eine entvölkerte Welt zu hinterlassen. Diese verlassene Welt hat King gekonnt in Szene gesetzt und damit für Gänsehaut gesorgt. Einerseits hat es seinen Reiz, alles für sich allein zu haben, andrerseits sieht man schnell, wie einsam die Welt ohne Menschen ist. Dieser Endzeit-Entwurf ist gekonnt umgesetzt und hat mich mit detaillierten Schilderungen mitten in die brütende Wüste Nevadas, die verstopften Straßen New Yorks und die Natur Nebraskas versetzt.Im Endeffekt bleibt nach der Grippe das Gefecht zwischen der bösen und guten Seite, der Kampf der Dunkelheit gegen das Licht. Die letzten Menschen spalten sich in zwei Gruppen auf, die sich jeweils zu einer Seite der Medaille hingezogen fühlt.Der Prozess der Gruppenfindung und -bildung nimmt den Großteil des Romans und der Handlung ein. Der Autor geht ins Detail. Er veranschaulicht, wie die Menschen am Leben bleiben, was die Figuren erlebt haben und warum sie so geworden sind.Dabei streut King auch sehr viele religiöse Elemente ein, die bei dieser tragenden Thematik durchaus berechtigt sind. Man spürt den amerikanischen Hintergrund und die Kraft, die diese Nation am Leben halten will.Das Ende ist abrupt gekommen und hat mich irritiert. Da liest man sich seitenweise dem letzten Kampf entgegen, schaut zu, wie die Figuren leben oder sterben, schlägt sich mit ihnen durch und hofft, dass man das Unausweichliche gut erledigen wird - nur um im Vergleich zum restlichen Roman ein rasches Finale zu lesen, das viel zu schnell abgehandelt ist. Es hat mir trotzdem gefallen, aber ich bin noch immer ganz erstaunt, wie schnell das gegangen ist.Bis auf die Figurenentwicklung am Anfang des Romans hat mir „The Stand. Das letzte Gefecht“ extrem gut gefallen. Für mich ist es ein Meisterwerk unter den Endzeitromanen, das mit soziologischen und theologischen Überlegungen spielt, sich des Mysteriösem bedient und mit der Horrorvorstellung einer ausgestorbenen Welt besticht. Lesenswert!

    Mehr
    • 10
  • M-O-N-D, und so buchstabiert sich mittelprächtig

    The Stand - Das letzte Gefecht

    Buchperlenblog

    21. November 2017 um 12:31

    M-O-N-D, und so buchstabiert sich böse! (S. 599) Inhalt Die Supergrippe Captain Trips breitet sich rasend schnell auf dem gesamten Erdball aus und löscht mehr als 99,4% der gesamten Menschheit binnen weniger Tage aus. Die wenigen Überlebenden träumen immer häufiger von wegweisenden Ereignissen, die einen von Mutter Abagail, einer sehr alten Frau in Nebraska, die anderen vom dunklen Mann, von Randall Flagg. Sie bilden zwei Lager, wobei die Rocky Mountains als Grenze fungieren und bereiten sich auf den letzten Kampf vor, Gut gegen Böse, das letzte Gefecht. Rezension Neunzehn Tage saß ich an diesem Monstrum von einem Buch. Die Arme lahm, die Finger verkrampft. Lohnte es sich? Ja. Habe ich bekommen, was ich erwartete? Nein. Von vielen wird dieses Werk Kings als sein Meisterwerk beschrieben, entsprechend ist die Erwartungshaltung eben auch bei mir gewesen. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, der Ausbruch der Seuche, das Gruppieren und schließlich der finale Kampf. Der erste Teil war ein phänomenaler Auftakt, kaum etwas macht mir mehr Angst als geheime Experimente, von denen wir nichts ahnen, bis etwas schief geht. Gerade mit der Erforschung von Viren aller Art kann man nicht vorsichtig genug umgehen. In The Stand passiert genau das und die Folgen sind verheerend. Trotzdem begleiten wir einzelne Gruppen von Überlebenden auf ihrem Weg zu ihrer Bestimmung. Da gibt es Larry – ich bin kein guter Kerl – Underwood, den taubstummen Nick Andros, die schwangere Frannie Goldsmith, und Stuart Redman, den Mann der Stunde. Während die von Mutter Abagail angezogenen auf der Seite des Guten stehen, versammelt Randall Flagg Menschen um sich, die vom Leben misshandelt wurden, missverstanden und einsam sind, wie Lloyd, der im Gefängnis beinahe zum Kannibalen wurde. Aber nicht alle auf der bösen Seite sind von Grund auf böse und nicht alle auf der Seite der Guten sind gut. Der Auftakt ist spannend, viele menschliche Schicksale werden gekonnt erzählt, mit Details ausgeschmückt und lebendig gemacht. Doch bereits im zweiten Teil bröckelt die Spannung. Menschen tun, was sie in größerer Anzahl eben tun (müssen). Sie bilden Komitees, Regierungen, Truppen zur Einhaltung von Regeln. Das ist wichtig, keine Frage, denn wenn man solches nicht tut, herrscht bald Chaos. Doch King lässt sich hier meiner Meinung nach zu lang aus, wer welchen Posten übernehmen sollte, wer was will und wer nicht. Die Handlung stagniert, gefühlt passiert 800 Seiten lang fast gar nichts. Natürlich gibt es Andeutungen, kurze Momente des Luftanhaltens. Doch nichts greifbares. Endlich, nach endlosen Seiten dann der Sichtwechsel im dritten Teil. Die Seite der Bösen, was tun sie? Wie leben Sie? Was fürchten Sie? Doch auch hier gibt es nicht solche Einblicke, wie sie mir lieb gewesen wären. Vieles bleibt im Dunkeln. Nachdem eine Gruppe von vier Auserwählten über die Berge geschickt wird, um zu tun, was immer sie tun müssen (denn sie wissen es selber nicht) kommt es endlich zum Showdown. Doch so schnell wie man umblättert, so schnell ist er wieder vorbei. Es war in seiner Spektakulärität recht unspektakulär, immerhin reden wir hier vom dunklen Mann. Ich blieb verwirrt zurück: Das war’s? Das fand ich doch sehr schade, denn unter einem Gefecht verstehe ich etwas anderes. Auch blieb mir über weite Strecken des Buches die Motivation der Menschen schleierhaft. Ja, sie folgen alle dem Ruf der alten Frau. Ja, die Frau scheint eine Verbindung zu Gott zu sein. Und Flagg ist das personifizierte Böse, Flagg ist der dunkle Mann, Flagg ist der Magier, er ist Merlin und er ist der Handlanger des Scharlachroten Königs. (Klingelt’s da?) Flagg will die Welt unterwerfen. Aber warum? Zum Spaß? Was treibt ihn an? Warum rüsten die Menschen unter ihm zum Kampf? Warum? Vielleicht habe ich es irgendwo gelesen und wieder vergessen, aber die meiste Zeit kam es mir vor wie das sinnlose Spiel eines Kindes, dass Krieg spielen will. Vermutlich ist das auch genau so von King beabsichtigt. Und was genau ist der Sinn der Rolle, die Mutter Abagail einnimmt? Vielleicht bin ich zu atheistisch erzogen, um den tieferen Sinn zwischen Gott und Teufel wahrhaftig zu verstehen. Ich verstehe, dass Menschen gerne etwas glauben wollen, dass sie jemandem folgen wollen. Aber es fühlte sich so an, als sollte ihre Rolle größer wirken, als sie tatsächlich war. Die Charaktere sind speziell und gut gezeichnet, Anekdoten aus ihren Leben bereichern die Geschichte. Doch wuchs mir kaum einer wirklich ans Herz, wie es zum Beispiel der Club der Verlierer aus ES tat. Diese Kinder liebe ich noch heute, Jahre später. Nur Tom Cullen, der leicht zurückgebliebene Mann mit dem Hang zum Fluchen, schlich sich heimlich in mein Herz und machte sich dort breit. Fazit Kein schlechtes Buch, nein. Aber weniger überragend als erwartet. Ich habe trotz seiner Fülle an manchen Stellen einfach mehr erhofft. King selbst sagt in seinem sehr interessanten Vorwort übrigens auch, dass er The Stand nicht als eines seiner besten Werke empfindet. Geschmäcker sind glücklicherweise ja auch verschieden. Zum Verständnis des weitreichenden King-Universums ist es gut, dieses Buch gelesen zu haben. In der Reihe rund um den dunklen Turm zB betreten Roland und sein Ka-Tet in Band 4 diese Welt, in der Captain Trips die Menschheit auslöschte. Solche Verbindungen machen das Lesen nochmal spannender, und je mehr man von King liest, desto mehr fällt einem auf. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, wie mich der dunkle Turm wieder einmal zu sich ruft. Bewertung im Detail Idee ★★★★★ ( 5 / 5 ) Handlung ★★★☆☆ ( 3 / 5 ) Charaktere ★★★☆☆ ( 3 / 5 ) Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 ) Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 ) = 3.8 ★★★★

    Mehr
  • Der düstere Endzeit-Meilenstein von Stephen King

    The Stand - Das letzte Gefecht

    benfi

    12. September 2017 um 17:56

    KURZBESCHREIBUNG: Es beginnt mit dem Unfall des flüchtigen Charles D. Campion samt seiner Frau und ihrem Kind, bei dem in dem kleinen Nest Arlette/Texas die komplette Tankstelle wegrasiert wurde. Nur durch die Geistesgegenwart von den ansässigen Mitbürgern konnte ein größeres Unglück verhindert werden. Das bringt den meisten jedoch nicht viel, konnte Campion nur durch einen technischem Fehler von seiner Basis in Kalifornien fliehen, nachdem sich dort bei Tests mit Viren ein dramatischer Unfall ereignet. Dieser offiziell 'Captain Trips' genannte Virus verbreitet sich leichter als eine simple Grippe und ist absolut tödlich! Das Ende der Menschheit scheint nahe, nur wenige Menschen wie zum Beispiel Stuart Redman, der bei dem Unfall an der Tankstelle zugegen war, sind gegen den Virus resistent. Nach einer Orientierungsphase machen sich die Verbliebenen auf den Weg, um sich zu sammeln, denn alle scheinen von einer alten Frau namens Abagail zu Träumen, welche die Überlebenden zu sich ruft. Aber sie träumen auch von einem schwarzen Mann, dem ebenfalls nicht wenige Menschen anziehend finden. Keiner der Überlebenden ahnt: dies ist der Beginn des Endkampfes von Gut gegen Böse!KOMMENTAR:'The Stand: Das letzte Gefecht' ist auch schon vor seiner Vervollständigung im Jahre 1990 das längste Werk vom 'Meister des Horrors' namens Stephen King gewesen und bis dato noch nicht an Seitenzahl und Wörtern überholt worden. Die jüngste deutsche Ausgabe hat sage und schreibe 1712 Seiten inne! Oft wird der Roman als Kings Meisterwerk genannt, auch wenn seine komplette Saga um den 'dunklen Turm' noch epischer angelegt ist. Allerdings sind dies auch summa summarum acht Bücher. Im vorliegenden Werk geht es unschwer zu erkennen um eine Endzeit-Story, bei der sich der Autor sehr akribisch um gefühlte endlos viele Charaktere kümmern scheint. Einigen entledigt er sich ziemlich schnell, anderen widmet er mehrere Seiten. Figuren wie zum Beispiel Stuart Redman, welcher praktisch von Beginn an Zeuge des Untergangs der Welt wird und sogar von den staatlichen Stellen als Versuchskaninchen herhalten muss, folgt er jedoch auf Schritt und Tritt. Oder dem Musiker Larry Underwood, welcher durch plötzlichen Ruhm vor Ausbruch der Epidemie in das altbekannte 'Sex & Drugs & Rock'n'Roll' Loch gerät und mit dem Anfang vom Ende praktisch wieder auf den rechten Weg gelangt - was jedoch angesichts der Ereignisse zu spät erscheint. Viele Kritiker des Buches sehen in dieser Ansammlung von persönlichen Schicksalen die Schwachstelle, da sie als überflüssig erscheinen und der eigentlichen Handlung nicht dienlich sind. Nun, darüber lässt sich gewiss (oder eben überhaupt nicht) streiten. Stephen King hat mit 'The Stand' auf jeden Fall erstmalig gezeigt, was für ein begnadeter Erzähler er doch ist und nicht nur banalen Horror abliefert! Diese kleinen Anekdoten über Protagonisten und wie sie mit der Epidemie und all ihren Auswirkungen umgehen sind sehr interessant, manchmal gar sarkastisch oder ironisch geschildert worden. Seine Figuren müssen sich den Fragen über Religion und Zivilisation, später auch über die Rechte des Menschen machen. Für meinen Teil fand ich die Gedankengänge zumeist unterhaltsam. Der rote Faden geht dabei übrigens nie verloren, mühelos kann man den Geschehnissen folgen. Allerdings tat ich mich mit diversen Visionen der Akteure manchmal schwer. Dieses Problem habe ich jedoch bei den meisten Büchern, welche Visionen als starken Antrieb zur Handlung nutzen. In der Gesamtübersicht beschreibt King hier nun das altbekannte Thema vom Kampf des Guten gegen das Böse, jedoch auf eine bis dato neue Art und Weise; schon alleine Randall Flagg, der in dem Roman die dunkle Seite verkörpert, ist eine ungewohnte Variante dessen. Kein Wunder, dass viele Autoren dieses Buch mittlerweile als Inspiration für ihre eigene Endzeit-Vorstellung nutzten. Ein dicker Wälzer, der den Leser einige Zeit beschäftigt und in eine düstere wie augenscheinlich hoffnungslose Endzeit unserer geliebten Erde aufhalten lässt...93 Sterne

    Mehr
  • Zu schnelles Ende

    The Stand - Das letzte Gefecht

    Buecher-Liebe-de

    26. June 2017 um 11:26

    Inhalt von „The Stand – Das letzte Gefecht“ Auf der Welt bricht eine Supergrippe aus, aufgrund der die große Mehrheit der Menschen qualvoll zu Tode kommt. Es gibt allerdings Ausnahmen, die immun gegen dieses Virus sind.  Sie alle haben Träume, Träume von Mutter Abagail, einer 108-jährigen netten alten Frau sowie von Randall Flagg, einem bösen Mann, den sie alle als den „dunklen Mann“ wahrnehmen. Und so machen sich die letzten Überlebenden auf den Weg, die „guten“ Menschen gehen zu Mutter Abagail und die nicht ganz so guten machen sich auf den Weg zu Randall Flagg. Beide Gruppen bauen jeweils erst einmal wieder eine Zivilisation nach ihren Vorstellungen auf. Im Laufe der Zeit passiert es aber, dass sich der ein oder andere doch etwas fehl am Platz vorkommt und die Seiten wechseln möchte, so dass es zu ersten Unruhen kommt. Umso mehr die Zeit vergeht, umso klarer wird – ein Zusammentreffen der beiden Seiten, bei dem nur das Gute oder das Böse überleben kann, wird unvermeidlich. Daher macht sich eine Gruppe von Mutter Abagail auf den Weg nach Las Vegas – auf den Weg zu dem dunklen Mann.   Meine Meinung „The Stand – Das letzte Gefecht“ hatte ich jetzt schon mehr als ein Jahr im Schrank liegen. Die 1.712 Seiten hatten eine leicht abschreckende Wirkung auf mich und ich hatte ein wenig die Befürchtung, dass die Hälfte des Buches einfach langweilig ist. Aufgebaut ist „The Stand“ in drei Teilen – der erste Teil behandelt die Zeit während der Supergrippe. Man lernt die einzelnen Charaktere kennen und erfährt, wie ihr jeweiliges Leben in der „alten Welt“ war. Im zweiten Teil dreht sich dann alles um die Zeit nach der Supergrippe und dem Aufbau der neuen Zivilisation und im dritten Teil geht dann um das letzte Gefecht. Die Geschichte konzentriert sich dabei nicht auf die Sicht einer einzelnen Person, sondern vielen verschiedenen. Am Anfang des Buches sind diese Personenwechsel etwas gewöhnungsbedürftig und ich kam anfangs zum Teil ein bisschen durcheinander. Nachdem jeder Charakter aber mehrmals „seinen Auftritt“ hatte, fiel es mir dann leichter, die Geschichten den einzelnen Personen zuzuordnen, bis es dann letztlich gar kein Problem mehr war. Ab dem zweiten Teil fließen die einzelnen Schicksale ohnehin ineinander. Meine anfängliche Befürchtung, das Buch könnte aufgrund der vielen Seiten ziemlich langweilig werden, hat sich nicht bewahrheitet. Dadurch, dass mehrere Personen im Mittelpunkt des Buches stehen, gelingt es Stephen King, dass das Buch kaum langatmig wird. Wirklich spannend wird es allerdings erst auf den letzten 150 Seiten, von denen der eigentliche „Endkampf“ auch nur einen kleinen Teil ausmacht. Da das Buch schon so dick ist, hätte ich mir gewünscht, dass das Ende noch ein bisschen spannender und vor allem auch umfangreicher ist. Fazit „The Stand – Das letzte Gefecht“ hat mit gut 1.700 Seiten einen Umfang, der nicht ohne ist. Da es aber aus der Sicht von mehreren Personen handelt, wird es kaum langweilig. Das Ende wäre meiner Meinung nach aber noch ausbaufähig gewesen, so wohl von der Länge als auch von der Spannung.

    Mehr
  • Packendes Meisterwerk mit typischem King-Horror

    The Stand - Das letzte Gefecht

    -nicole-

    19. June 2017 um 13:21

    Der Kampf zwischen Gut und Böse...Im Jahr 1990: Durch einen Unfall entweicht ein hochgefährliches Virus aus einem streng abgeriegelten Regierungslabor. Von vielen bald nur noch Captain Trips genannt, breitet es sich rasend schnell aus und entvölkert Amerika binnen kurzer Zeit. Eine Handvoll Überlebender schließen sich zusammen und versuchen gemeinsam, ein neues Leben aufzubauen. Eine Anführerin gibt ihnen die Kraft und den Mut dazu. Zu dem Zeitpunkt ahnen nur wenige von ihnen, dass sich in Las Vegas das Böse bereit macht, um der Menschheit schlimmes anzutun: Der schwarze Mann - ein Geschöpf des absolut Bösen- plant unvorstellbares. In der Wüste Nevadas kommt es schließlich zum alles entscheidenden Kampf zwischen Gut und Böse..."Während sie im Wartezimmer saßen, übertrugen sie die Krankheit, die bald im ganzen zusammenbrechenden Land als Captain Trips bekannt sein sollte, auf mehr als fünfundzwanzig Menschen, darunter eine matronenhafte Frau, die nur gekommen war, um eine Rechnung zu bezahlen, und die anschließend ihren ganzen Bridgeclub ansteckte." -Seite 109, eBookDieser Stephen King-Klassiker hat mich vor mehreren Jahren schon einmal in seinen Bann gezogen und ich hatte mir vorgenommen, dieses umfangreiche Werk mal in der aktuellsten und ungekürzten Ausgabe zu lesen. Diesen Plan habe ich nun in die Tat umgesetzt: Schon allein die Seitenanzahl ist beindruckend: 1.712. Man braucht schon etwas Zeit und Geduld, doch die Geschichte ist nicht langatmig - es wird alles sehr ausführlich beschrieben. Beginnend mit der dramatischen Geschichte, wie sich das tödliche Virus seinen Weg bahnt, lernt man nach und nach die Hauptcharaktere und deren Angehörige kennen- Man bekommt einen detaillierten Einblick in deren Leben: Pläne, Ängste, Verluste - alles wird genau beschrieben. Doch nachdem das Virus das Schlimmste angerichtet hat und die Überlebenden langsam wieder Mut schöpfen, geht die Handlung in eine neue Phase - und diese hält noch so einiges bereit..."Die Sonne wandte sich von Arnette ab; in der Stadt wurde es dunkel unter den Schwingen der Nacht. Abgesehen vom Zirpen und Flüstern kleinerer Tiere und dem Klingeln von Tony Leominsters Windklangspiel war es in der Stadt still. Still. Still." - Seite 336, eBookDieses Buch hat, wie oben beschrieben, einiges zu bieten: Interessante Schauplätze, spannende und manchmal sehr unheimliche Entwicklungen, mal erschreckend, mal anrührend und natürlich fehlt auch der übernatürliche King-Horror nicht. Die Charaktere sind klar beschrieben - ob gut oder böse, wohlwollend oder hinterhältig - alles ist dabei. Der Schreibstil ist flüssig, man fliegt fast durch die Seiten, daher sollte man sich von der Seitenanzahl keinesfalls abschrecken lassen.The Stand - das Letzte Gefecht erschien erstmals im Jahre 1978 in stark gekürzter Ausgabe. Anfang der 1990er Jahre wurde dieses Werk dann in der vollständigen Ausgabe veröffentlicht. In einem Vorwort erklärt King ausführlich, warum dieses Buch später in ungekürzter Form erschienen ist. Sehr interessant zu lesen. Die derzeit aktuellste Ausgabe ist im März 2016 erschienen und wurde neu durchgesehen. Das Cover ist im aktuellen Stephen King-Design gestaltet, was mir unheimlich gut gefällt. Das Cover ist schlicht, nicht zu überladen und mit seinem Rot und dem bekannten Schriftzug ein Hingucker. "Die Augen der Krähe schienen größer zu werden. Er bemerkte, dass sie rot gerändert waren, in der dunklen Farbe von Rubinen. Regenwasser tropfte. Die Krähe beugte sich vor und klopfte mit voller Absicht ans Glas." - Seite 1.060, eBookMein Fazit: Ein sehr umfangreiches und gelungenes Meisterwerk, dass jeder King-Fans gelesen haben sollte: Eine packende Handlung, starke Charaktere, unheimliche Entwicklungen und der typische, manchmal etwas übernatürliche King-Horror. Mit seinen 1.712 Seiten gehört es zu seinen umfassendsten Werken - jedoch wird es nie langweilig. Etwas Durchhaltevermögen braucht man aber, da alles sehr ausführlich beschrieben ist - was aber zu der ganzen Handlung sehr gut passt, denn diese hat einiges zu bieten. Ein sehr lesenswerter King-Klassiker!

    Mehr
  • Meisterwerk!

    The Stand - Das letzte Gefecht

    Insomnia1106

    21. December 2016 um 21:39

    "Am Anfang war das Ende der Welt." Ein weiteres atemberaubendes Buch vom Meister des Schreibens. "the stand" - das letzte Gefecht habe ich mir in der Gesamtfassung gekauft und bringt damit ganze 1.700 Seiten und ein wenig mehr zusammen. Auch ist das Cover in Orange sehr auffällig im Bücherregal. Worum geht es? In einem entvölkerten Amerika versucht eine Handvoll Überlebende die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den Dunklen Mann nennt, eine Verkörperung des absolut Bösen. In der Wüste Nevada kommt es zum Entscheidungskampf um das Schicksal der Menschheit. Die Geschichte ist der Wahnsinn. Zum Schreibstil muss ich langsam wohl nichts mehr sagen, es ist einfach King pur. Man muss es mögen, ich kann verstehen dass gerade die Seiten vielleicht den einen oder anderen Leser abschrecken oder dass manche die ausführlichen Details von King nicht so toll finden, doch ich bin einfach King-Fan pur. Ich gebe zu, dass es am Anfang schwierig war all die Menschen zu merken die in kürzester Zeit vorgestellt wurden. Viele verschwanden so schnell wie sie kamen, und irgendwann brauchte ich auch immer ein paar Seiten bis ich wieder wusste um wen es geht. Das hat sich jedoch fix erledigt, denn die Hauptcharaktere kristallisieren sich schnell heraus. Wir werden nach und nach durch die Geschichte geführt. Erleben das Virus, wir lernen die verschiedenen Charaktere und ihre Vorgeschichte kennen. Es passiert so viel und eigentlich möchte ich gar nicht vorwegnehmen was sonst noch so spektakuläres passiert. Der finale Kampf steht bevor und lasst euch einfach mit King auf eine atemberaubende Reise mitnehmen. Mehr als 5* verdient. Top Story, facettenreiche Charaktere und viele unerwartete Überraschungen machen das Buch zu einem einzigartigen Werk. Noch ein weiteres tolles Zitat: "Das Leben war ein kreisendes Rad, auf dem niemand lange stehen konnte. Und letzten Endes kehrte es immer wieder zur selben Stelle zurück." Lesevergnügen pur.

    Mehr
    • 2
  • Qualität hält Seitenzahl stand

    The Stand - Das letzte Gefecht

    blattzirkus

    12. November 2016 um 17:23

    Auch zu lesen auf blattzirkus. Handlung Ein tödlicher Virus entkommt aus dem Regierungslabor und verbreitet sich rasend schnell durch Amerika, um rund 95 Prozent der Bevölkerung auszulöschen. Die Überlebenden teilen sich in zwei Gruppen auf: die des bösen Randall Flagg, dem Teufel in Person, und die der liebevollen 108-jährigen Frau Abagail Freemantle, die auserwählte Hand Gottes. Abagail legt es der überlebenden Instanz ans Herz, so schnell wie möglich Randall zu vernichten, bevor dieser nach Boulder, der neu aufgebaute Stadt der Überlebenden, mit seinem Gefolge einmarschiert und das letzte Gute auf dieser Erde vernichtet. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, bei dem schon Anfang an klar ist, dass es nicht jeder überleben wird. Cover Ich bin ein Riesenfan der Heyne Bücher von Stephen King, da sie so schlicht gehalten sind und trotzdem mit den wenigen Akzenten punkten, die sie haben. Bis auf wenige Ausnahmen zieht sich die Gestaltung auch durch die ganzen Reihen, so macht das Sammeln nur noch mehr Spaß. Wie auch bei The Stand ist eine Schlüsselfigur auf dem Cover zu sehen, wie in diesem Fall der Rabe, der in dem Roman eine ganz besondere Stellung einnimmt. Erstes Umblättern Das erste Umblättern ist erstmals etwas schwerer, da es sich bei diesem Taschenbuch um einen 1712 Seiten schweren Klotz handelt. Da wurde die Handhabung erst nach Seite 300 halbwegs angenehm, da sich die Seitenverteilung halbwegs stabilisiert. Da es sich eben um ein Taschenbuch handelt, ist es noch eine wackelige Geschichte damit umzugehen. Leserillen haben sich aber bis zum Schluss nicht wiedergefunden. Dafür habe ich bemerkt, dass ca. kurz vor der Hälfte des Buches sich die Plastikbeschichtung des Umschlages beginnt abzulösen. Irgendwie logisch, wenn man ein Buch so lange liest und es in den Händen hält, aber für so ein dickes Buch hätte man sich etwas besseres überlegen können. Die Kapiteleinteilung ist schlicht mit “Kapitel 1, Kapitel 2, Kapitel 3,…” und so weiter nummeriert worden. The Stand wurde generell auch nochmals in Buch 1, Buch 2 und Buch 3 eingeteilt, was auch für den Geschichtenverlauf Sinn macht. Die Schriftgröße selbst finde ich angenehm gewählt worden und hat mich bei Stephen King Bücher noch nie gestört. Meine Meinung Irgendwie dachte ich nicht, dass ich The Stand so schnell beenden würde, wie ich es nun getan habe. Innerhalb von einem Monat, einer Woche und einen Tag. Geniale Zahlen. Wie dem auch sei, die Geschichte hier entwickelt sich sehr langsam und sehr genau. Es fühlt sich nicht so an, als würde sich Stephen King hetzen lassen und nimmt sich deshalb Zeit, sowohl die Seite des Guten als auch des Bösen zu erfassen. Ehrlich gesagt hatte er dabei mehr Wert auf die Seite des Guten als die des Bösen wert gelegt, aber die gute Seite hat mir sowieso besser gefallen. Hauptsächlich weil sie nicht von wirren, verrückten Widersachern gehandelt hat bei denen man andauernd hoffte, dass sie sich irgendwie gegenseitig erledigen würden. Auch fand ich die Sicht der “bösen” Charaktere etwas langweilig, da sie sich etwas zog. Böse habe ich auch deshalb unter Anführungszeichen gesetzt, da es in dem Buch nicht wirklich böse Charaktere außer dem Teufe selbst gibt. Alle anderen Menschen, die in The Stand als böse kategorisiert wurden, haben einen Grund, wieso sie so sind, wie sie eben sind. Wie viele Menschen sind schon grundlos von ihrer Geburt an böse? Wie man schon sieht, lässt sich mit der Frage philosophisch viel anfangen und stellt die Basis für The Stand auf, wo doch quasi sehr streng von gut und böse unterschieden wird, man aber gegen Ende doch merkt, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt. Ebenso stellt sich in dieser Geschichte die Frage, wie man handeln würde, wenn so ein Virus ausbrechen und fast die ganze Menschheit vernichten würde.Wie baut man eine Welt, die komplett in sich zusammengebrochen ist, wieder auf? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich jemals so ein Virus in unsere Welt verirren wird? Ebenso kann gesagt werden, dass Stephen King es aufgrund dieser grundsätzlichen Fragen wieder einmal geschafft hat, Menschen mit Charakter und Motiven auf die Beine zu stellen, welche nicht an den Haaren herangezogen sind und unglaubwürdig wirken. Ein wichtiger Grund für mich, wieso ich weiterhin seine Bücher lese, da mir dieser Aspekt bei Stephen King sehr gut gefällt. Ein Schwachpunkt von ihm, zumindest fällt es mir auf, ist dass er nicht besonders gut Frauen beschreibt. Vielleicht hat er sich in seinen heutigen Büchern gebessert und da The Stand 1978 herauskam, kann man es ihm vielleicht noch verzeihen. Doch hier erstmals meine Standpunkte, wieso ich glaube, dass er eher schwache Frauencharaktere in The Stand hat: Frannie Goldsmith, ein Hauptcharakter in dem Buch, ist nur dazu da, um sich über zwei Männer Sorgen zu machen., Frannie Goldsmith hat nur Gedanken für ihr Baby und ihre häusliche Situation., Die übrigen Frauencharaktere werden entweder vergewaltigt oder stehen an der Seite von Männern., Die Männer in den Büchern erledigen die schweren Aufgaben und lassen die Frauen zuhause, damit ihnen nichts passiert. Das fiel mir dann nach 1712 Seiten doch extrem auf und hat mich darüber grübeln lassen, ob es in den anderen Büchern von Stephen King (wie Shining, Friedhof der Kuscheltiere, Carrie, Puls, Love,…) auch so stark an den Tag getreten ist. Genauer fiel mir da nur Brennen muss Salem und Puls ein, bei dem Frauen keine wichtigen Rollen trugen. Bei den übrigen Büchern ist es mir entweder nicht nennenswert aufgefallen oder die Rolle der Frau war einprägsam (siehe Sie oder Love). Demnach kann ich behaupten, dass bei Stephen King Männer eine tragende Rolle spielen, in The Stand aber es ein Einzelfall war, dass mir die schwachen Frauencharaktere so extrem aufgefallen sind. Stephen King spielte auch Andeutungen von seinen anderen Romanen ein, indem er von einem Shining berichtete (Hellseherische Fähigkeit aus The Shining) oder darüber, dass Frannie eventuell mal nach Main zurückziehen wolle, vielleicht nach Castle Rock. Eine fiktive Stadt aus Kings Romanen. Obwohl The Stand einer der ersten Bücher Stephen Kings war ist es doch erstaunlich zu sehen, wie er sich sein Netz der realen und doch fiktiven Welt zusammengesponnen hat, sich daran festhält und in vielen seiner Romane Verbindungen knüpft. Fazit Schlussendlich kann gesagt sein, dass The Stand ein sehr nettes Buch zu lesen ist und jedem Stephen King Fan gefallen wird. Mich hat es zwar nach einer Zeit doch genervt, ein so langes Buch zu lesen, hauptsächlich weil meine Geduld nur eine gewisse Seitenzahl verträgt, sollte aber dennoch nicht die Qualität der Geschichte mindern. Deshalb bekommt The Stand – Das letzte Gefecht von Stephen King von mir 5 von 5 Sterne. xo Annina

    Mehr
  • " The Stand- Das letzte Gefecht" von Stephen King ⭐️⭐️⭐️⭐️

    The Stand - Das letzte Gefecht

    VerenaChinoKafuuChan

    05. November 2016 um 23:03

    Guten Abend :)Heute möchte ich euch das Buch " The Stand- Das letzte Gefecht" von Stephen King vorstellen.Hierbei handelt es sich um mein erstes Buch von ihm, dass ich je gelesen habe.Ich wünsche euch viel Spaß mit meiner Rezension.****Name: The Stand- Das letzte GefechtAutor: Stephen KingAusgabe: Taschenbuch 17,99 - € (Hier)ISBN: 978-3-453-43818-7Erschien: März 2016Verlag: Heyne VerlagSeitenanzahl: 1712Inhalt/ Klappentext:IM ANFANG WAR DAS ENDE DER WELTEin tödliches Virus entvölkert Amerika. Eine Handvoll Überlebende versucht die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den dunklen Mann nennt, eine Verkörperung des absolute Bösen.                                                                               ( Quelle: Heyne Verlag, Klappentext The Stand- Das letzte Gefecht, Stephen King) ****Meine Meinung:Als erstes muss ich sagen, dass ich die Neuauflage dieses Buches gelesen habe.Hierbei handelt es sich um ungekürzte vom Autor restaurierten Monumentalfassung.Die weiße und schwarze Schrift heben sich sehr gut vom orangen Cover ab.Der Name des Autors ist größer als die Schrift des Titels , jedoch tut dies dem Design keinen Abbruch und gefällt mir sehr gut.Der Schreibstil des Autors empfand ich am Anfang als sehr langwierig und etwas schwer.Jedoch muss ich sagen, je weiter ich in der Geschichte voran kam, umso mehr verstand ich wieso und weshalb etwas geschah.Bei diesem Buch würde ich sagen, dass es sich um "schwere Kost" handelt und der Leser erst einlesen muss.Die Charaktergestaltung hat mir sehr gut gefallen und ich kann in diesem Punkt nichts bemängeln.Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️Lg Verena/ Instagram: Chino_Kafuu_Chan

    Mehr
  • Sehr enttäuschend

    The Stand - Das letzte Gefecht

    Lee-Lou

    09. October 2016 um 19:51

    Ich weiß an dieser Stelle gar nicht richtig, wo ich anfangen soll.The Stand gehört zusammen mit "Es" oder "Shining" zu Kings bekanntesten Werken.Deshalb war ich auch wirklich gespannt darauf, was mich hier erwartet. Der Verlag war so nett und hat mir diese neue vollständige Ausgabe zur Verfügung gestellt und aufgrund der wirklich hohen Seitenzahl war für mich klar, dass ich mir diese Geschichte von David Nathan vorlesen lasse. Bereits durch Doctor Sleep konnte David Nathan mich von vorne bis hinten begeistern.Ich kenne niemanden, der es auch nur vergleichsweise schafft, dem Inhalt und den Figuren allein durch das Lesen so viel Leben zu verleihen.Auch hier war er mal wieder grandios. Einfach klasse!Obwohl ich sagen muss, dass mich die Geschichte selbst doch sehr enttäuscht hat. Die komplette Geschichte besteht aus drei Teilen.Im ersten Teil bricht das Virus aus und der Leser bekommt mit, wie die Bevölkerung quasi ausradiert wird.Ich war richtig begeistert und gefesselt. Ich wollte definitiv mehr! Doch dann kam der zweite Teil, in dem sich die Überlebenden gruppieren.800 Seiten lang passiert fast nichts. Es finden Dialoge und Diskussionen darüber statt, welche Figur welche Aufgaben übernimmt.Und genau das hat dem ganzen das Genick gebrochen.Obwohl die Geschichte vorgelesen wurde, musste ich hier pausieren und habe stattdessen 2, 3 andere Bücher eingeschoben, weil ich einfach keine Lust mehr hatte.Hätte ich dieses Buch selbst gelesen, wäre hier auf jeden Fall der Punkt erreicht, an dem ich es abgebrochen hätte. Im dritten Teil treffen ein paar Figuren (die im zweiten Teil dazu auserwählt wurden) auf den dunklen Mann.Dieses "Gefecht", auf das der Leser 1300 Seiten lang vorbereitet wird, ist so schnell vorbei, dass man fast gar nicht mitbekommt, wie alle Protagonisten aufeinander treffen. SEHR schade. Ich dachte, dass gerade KING mich mit diesem Buch vom Hocker reißen müsste. Aber er hätte sich hier locker die Hälfte an Seiten einfach sparen können.

    Mehr
  • Ein King-Klassiker, ein spannender düsterer Wälzer, Leserattenfutter!

    The Stand - Das letzte Gefecht

    Alexandra_Luchs

    02. September 2016 um 17:52

    Im Original erschien “The Stand” im Jahr 1978, die ungekürzte Fassung in deutscher Übersetzung schließlich im Jahr 1990. Damit ist “The Stand – Das letzte Gefecht” ein echter King-Klassiker, aber keineswegs veraltet. “The Stand” beschreibt die Entwicklung einer dramatischen Seuche: aus einem amerikanischen Militärlabor entkommt der Virus “Captain Trips”. Mit einer unglaublichen Ansteckungsrate von 99,4 % breitet sich der Virus rasant unter der Bevölkerung aus… und tötet. Nach der recht kurzen und sehr dramatischen Pandemie sehen sich die übriggebliebenen, immunen Teile der Bevölkerung vor dem Problem das “Danach” zu überleben. Große Teile der Technologie sind nicht mehr nutzbar, schlicht weil die Experten, welche diese Technik bedienen konnten, verstorben sind. Infrastrukturen und soziale Strukturen sind vollständig zerstört. In “The Stand” verfolgen wir die Entwicklung dieser dramatischen Seuche, anhand der Schicksale einzelner Menschen. In wechselnden Abschnitten begleiten wir dafür einzelne Überlebende und kleine Gruppen. Es ist wirklich spannend zu verfolgen, wie die Charaktere zuerst um ihr Leben bangen, ständig befürchten Captain Trips doch noch zum Opfer zu fallen, und anschließend erkennen, dass mit der Immunität das Überleben noch längst nicht sicher ist. In typischer King-Manier werden uns die Protagonisten dabei äußerst sympathisch vorgestellt: wir leiden und hoffen mit ihnen. Extrem spannend ist dabei, wie die unterschiedlichen Charakterzüge der Figuren, sich auf ihre Entwicklung auswirken. Es entstehen interessante Konstellationen und Konflikte: freundliche, hilfsbereite Figuren geraten in Bedrängnis und reagieren mit Gewalt, gewalttätige Charaktere ziehen Vorteile aus ihrem Handeln. Wie bei King üblich gibt es auch bei “The Stand” einzelne Horror- bzw. Fantasyelemente, in diesem Fall düstere Visionen und besondere, scheinbar übernatürliche Figuren, die das Schicksal der Überlebenden lenken und auf ein letztes Gefecht zusteuern. Einerseits sorgen diese Elemente beständig für die Zuspitzung der Handlung und steuern die Geschichte auf einen finalen Konflikt. Andererseits passten sie für meinen Geschmack nicht zur sonst recht sachlich-klaren, dystopischen Atmosphäre. Denn vor allem im letzten Drittel des Buches werden auch spannende Fragen von Gesellschaft und sozialem menschlichen Verhalten thematisiert: brauchen wir eine Regierung? Ab welcher Größe von Gemeinschaft? Wie sollen Recht und Ordnung gehandhabt werden? Dieses “Planspiel” hat mich extrem begeistert und war wunderbar aufgebaut. Schritt für Schritt bewegt sich die Gemeinschaft der Überlebenden weiter, wird mit immer neuen Konflikten konfrontiert und löst diese. Nach meinem Geschmack fehlten spannende Aspekte wie Eigentum und Arbeitsverteilung, ich hätte gern viel mehr davon gelesen. Dennoch stellt Stephen King zielsicher Fragen über unsere Staaten und Strukturen, die mich auch nach der Lektüre noch beschäftigten. Obwohl das Buch in der aktuellen Taschenbuchausgabe gut 1.700 Seiten stark ist, kommt keine Langeweile auf. Da wo andere Bücher sich dem Ende zuneigen, werden bei “The Stand” die Charakterbeschreibungen beendet, die Reise einzelner Figuren durch die USA zieht sich über hunderte Seiten und ist doch atemlos, kurzweilig. Wirklich gestört haben mich nur die Abschnitte um den “Mülleimermann”, eine der skurrilen, beinahe übernatürlichen Figuren. Obwohl der Ansatz diese Abschnitte auch sprachlich vom Rest zu trennen mir gut gefiel, schienen diese Teile der Geschichte nicht zum Rest zu passen. So ging es mir teils auch mit dem düsteren Kraft in der Geschichte, die zwar als wichtiger Gegenpol und Auslöser des Kampfes zwischen Gut und Böse funktioniert, aber in seiner Ausgestaltung nicht so hundertprozentig ins Bild passte. Für mich war “The Stand” eine wirklich lohnenswerte und mitreißende Lektüre. Von der Stärke des Buches sollte man sich da keineswegs abhalten lassen, es ist pures Leserattenfutter. Ich schwanke zwischen reiner Begeisterung und einigen Kritikpunkten durch für mich nicht ganz passende Elemente. Deswegen werden es “nur” 4 von 5 Leseratten, die Reise in die frühen Werke des King hat sich dennoch gelohnt. Seinen Stil und vor allem seine Denkweise dort schon so klar zu erkennen, ist wirklich beeindruckend. In gewisser Weise sind diese frühen Geschichten auch schmutziger und härter, als neuere Veröffentlichungen. Bücher in denen ich mich wirklich wohl fühle.

    Mehr
  • Das Buch des Monats August für den FISCHER Leseclub: "Am Ende aller Zeiten" von Adrian J Walker

    Am Ende aller Zeiten

    Marina_Nordbreze

    Wie weit würdest du gehen … für die, die du liebst? Es wird apokalyptisch im Buch des Monats August! Adrian J Walker erzählt in "Am Ende aller Zeiten" die Geschichte von Ed, der als typischer Mittelklasse-Mann mit vielen Problemen zu kämpfen hat. Seine Ehe läuft nicht rund, die Kinder nerven, er wird immer fauler und träger und jetzt steht auch noch der Weltuntergang bevor. Ed versucht mit allen Mitteln, seine Familie zu retten. Dafür muss er über seinen eigenen Schatten springen und laufen. 500 Meilen durch das zerstörte Großbritannien.Ob ihm das gelingt, erfahrt ihr in unserem Buch des Monats August! Mehr zum Buch:Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag in Schottland als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer, fragt er sich vor allem eins: Hat das alles irgendwann einmal ein Ende? Er ahnt nicht, dass sich die Katastrophe bereits anbahnt. Als das Ende kommt, kommt es von oben: Ein dramatischer Asteroidenschauer verwüstet die Britischen Inseln. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Ganze Städte werden ausgelöscht. Straßen, das Internet, die Zivilisation selbst gehören plötzlich der Vergangenheit an. England liegt in Schutt und Asche. Ist dies der Weltuntergang? Edgar und seine Familie werden während der Evakuierung voneinander getrennt, und ihm bleibt nur eine Wahl: Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er 500 Meilen weit laufen, durch ein zerstörtes Land und über die verbrannte Erde, von Edinburgh nach Cornwall. Zusammen mit einigen wenigen Gefährten begibt sich Edgar Hill auf einen Ultra-Marathon durch ein sterbendes Land. Doch sein Weg ist gefährlich: Im postapokalyptischen England kämpft jeder gegen jeden ums blanke Überleben.Wir vergeben gemeinsam mit FISCHER Tor 50 Exemplare von "Am Ende aller Zeiten" unter allen, die sich bis einschließlich 21. August 2016 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button für das Buch des Monats bewerben und uns verraten, warum sie gerne mitmachen möchten.* In den folgenden Wochen stellen wir euch verschiedene Aufgaben, bei denen ihr Buchlose erhalten könnt. (Alle Informationen zum System der Buchlose findet ihr hier)Bitte beachtet, dass es in dieser Challenge zudem Spezialaufgaben geben wird, die jeweils nur an einem einzigen Tag erfüllt werden können. Regelmäßiges Vorbeischauen in der Challenge lohnt sich also!Wer 10 Buchlose sammelt, gewinnt ein Buch aus den S. Fischer Verlagen aus dem Genre seiner Wahl. Zusätzlich verlosen wir unter allen, die mindestens 11 Buchlose gesammelt haben, einen Gutschein für einen Ausflug in einen Escape-Room. Damit seid ihr bestens gerüstet für stressige Zeiten – wie den Weltuntergang. Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Aktion zum Buch des Monats teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen. Ihr könnt jederzeit mit einsteigen.Die Frist für die Bearbeitung der Hauptaufgaben für das Buch des Monats August endet am Sonntag, den 25. September 2016 – d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich dieses Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Buchlos-Wertung mit einfließen. Mitglieder des FISCHER Leseclubs erhalten das Abzeichen für das jeweilige "Buch des Monats", wenn sie mindestens 5 Beiträge und eine Rezension geschrieben haben.Ihr möchtet beim FISCHER Leseclub mitmachen? Alle Infos dazu findet ihr hier.Ihr müsst aber kein Mitglied im FISCHER Leseclub sein, um an der "Buch des Monats"-Aktion teilzunehmen. Die Buchlose gelten immer nur für den jeweiligen Monat und können nicht in den nächsten Monat übertragen werden. * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme, am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Erfüllen aller Hauptaufgaben der "Buch des Monats"-Aktion bis spätestens 25. September 2016. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für ein Testleseexemplar schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas verschicken!Ein allgemeiner Hinweis: Bitte markiert eure Beiträge nur dann als Spoiler, wenn es sich wirklich um Spoiler handelt und beispielsweise nicht eure Beiträge für die einzelnen Aufgaben!

    Mehr
    • 2661
  • Einer der besten Kings aller Zeiten

    The Stand - Das letzte Gefecht

    ForeverAngel

    24. May 2016 um 15:37

    Ein- oder zweimal im Jahr brauche ich meine Dosis Stephen King. Die aktuelle Wahl fiel dabei auf 1712 Seiten starke Taschenbuchmonster The Stand - Das letzte Gefecht. Hierbei handelt es sich um eine überarbeitete Neuauflage, die ca. 400 Seiten mehr umfasst als die englischsprachige Erstveröffentlichung aus dem Jahr 1978. Wie fasst man einen solchen Roman zusammen, ohne etwas Wichtigstes auszulassen aber auch ohne zu spoilern? Vermutlich gar nicht.  Grob gesagt geht es um eine post-apokalyptische Welt; ein Amerika in dem nach einem Grippeausbruch nur noch ein paar Tausend Menschen leben. 99,4% der Weltbevölkerung sind an dem im Labor geschaffenen Virus "Captain Trips" gestorben. Unter den Überlebenden entbrennt ein Kampf ums Überleben, ein Kampf von Gut gegen Böse, das entscheidende letzte Gefecht.  Dass ein Wälzer von über 1700 Seiten seine Längen hat ist vermutlich nicht zu vermeiden und jeder King-Fan weiß, wie detailverliebt der Meister des Horrors schreibt. Doch die Geschichte zwischen den Buchdeckeln ist so dicht, so tief und so spannend, dass ich die 1700 Seiten schneller verschlungen habe als so manches 500 Seiten starke Taschenbuch. Endzeitromane, die von todbringenden Viren und einer nahezu ausgelöschten Menschheit erzählen sind beiweitem nichts Neues - aber das ist The Stand ja eigentlich auch nicht. Es ist erstaunlich, dass das Thema immer noch so schockierend ist. Der Roman erzählt zwar nicht von einer Zombieapokalypse, ist aber ebenso blutig und unheimlich und spielt mit der Furcht der Menschen vor globalen Pandemien.  An manchen Stellen wurde es mir etwas zu bunt (Stichwort: Gott und Glaube), aber trotzdem ist The Stand - Das letzte Gefecht einer der besten Kings, die ich je gelesen habe. Die Idee, die Handlung, die so echt wirkenden Figuren mit all ihren Fehlern und Hoffnungen und Ängsten. Ich mag zwar auch seine neuen, eher an Thrillern orientierten Romane, doch dieser hier zeigt sein Können in vollem Umfang und erinnert mich wieder daran, warum ich eigentlich ein Fan bin.    (c) Books and Biscuit

    Mehr
  • The Stand (Stephen King)

    The Stand - Das letzte Gefecht

    PoldisHoerspielseite

    12. May 2016 um 09:34

    Ein künstklich gezüchteter Grippevirus bricht versehentlich aus und wütet schrecklich unter der Menschheit, sodass in den USA nur noch wenige Überlebende versuchen, die Zivilisation wieder aufzubauen. Doch auch das Böse erhebt sich aus diesem ganzen Chaos und schart einige Menschen um sich, doch auch eine Gruppe von Widerständigen formiert sich...„The Stand“ ist der vierte Roman, der von Stephen King veröffentlicht wurde, zunächst in einer deutlich gekürzten Fassung. Erst Jahre später konnte der Meister des Grauens sein Werk komplett in einer Neuauflage auf den Markt bringen. Diese Version hat sich glücklicherweise als Standard durchgesetzt, auch in der Auflage von 2016 wurde auf über 1700 Seiten die komplette Geschichte erzählt. Die Seitenanzahl deutet schon darauf hin, dass King sich nicht gerade kurz gefasst hat. Vielmehr fabuliert er unglaublich detailreich und mit einem scharfen Blick für die Charaktere, nimmt jeden einzelnen völlig auseinander, kehrt langsam und genüßlich den innersten Kern heraus. Es sind keine Helden, die King hier in den Mittelpunkt stellt – im Gegenteil. Sie sind von Ängsten zerfressen, kommen auch mal vom Weg ab, treffen falsche Entscheidungen und lassen sich verführen. Das ist unglaublich intensiv beschrieben, aber auch recht anstrengend zu lesen. Da alles miteinander verknüpft ist, kommen auch Details später zu einer wichtigen Bedeutung. Und durch diese sehr ausführliche Beschreibungen ist das Tempo auch recht niedrig, wirkliche Fahrt kommt eigentlich nur im ersten Drittel und ganz zum Schluss auf. Zugegeben, eine Seiten des Romans waren für mich nur schwer verdaulich, das komplexe und ungeheuer faszinierende Werk entschädigt dabei aber für vieles.Denn neben diesen ganzen Charakterbeschreibungen erzählt King auch einen klassischen Kampf von Gut gegen Böse. Seine Charaktere stehen auf beiden Seiten, werden von zwei sehr konträren, aber ungemein charismatischen Figuren gelenkt und beeinflusst. Sicherlich steuert dabei alles auf einen Showdown hin, aber hier ist der Weg das Ziel und die eigentliche Erfüllung, die dieses Buch zu bieten hat.King typische Schreibeigenschaften finden sich in „The Stand“ sehr verdichtet vor, eine detailreiche, ausschweifende Beschreibung, ein eher langsames Tempo, mystische Gestalten, der Kampf gegen einen scheinbar übermächtigen und unheilvollen Gegner. Das wird keinen überzeugen können, der auch ansonsten nichts mit dem Autor anfangen kann, ist für mich aber eines seiner besten Werke und äußerst lesenswert.

    Mehr
  • Ein unheimlich gut durchdachtes Werk!

    The Stand - Das letzte Gefecht

    LeseBlick

    07. April 2016 um 19:58

    InhaltsangabeIn einem entvölkerten Amerika versucht eine Handvoll Überlebende die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den Dunklen Mann nennt, eine Verkörperung des absolut Bösen. In der Wüste Nevada kommt es zum Entscheidungskampf um das Schicksal der Menschheit.Meine MeinungHätte ich mir nicht selbst zur Aufgabe gemacht, Kings Werke chronologisch nach Erscheinungsjahr zu lesen, würde dieses Buch wohl noch nicht von mir gelesen sein. Aber nach „Shining“ war es nun dran und da kam es mir doch ganz recht, dass eine weitere Neuauflage erscheinen sollte mit einem Umfang von 1712 Seiten. Dieses Buch war also nicht nur an der Reihe, es forderte mich förmlich heraus.Schon das ewig lange Vorwort des Kings hat mir gefallen und konnte mich so einige Male zum Schmunzeln bringen. Und dann setzt und der King im Jahr 1989, welches übrigens mein Geburtsjahr ist, in seiner Geschichte ab und gerade den Einstieg ins Buch fand ich wirklich unheimlich spannend, obwohl ich eigentlich nicht so der Endzeitszenario-Leser bin. Wer zu dem die Seitenanzahl betrachtet, wird sich fragen, ob in diesem Buch wirklich eine kompakte Geschichte steckt oder ob es viele Informationen gibt, die für die Geschichte nicht unbedingt nötig sind und genau dies war anfänglich meine Angst.Der Auslöser, der beinahe kompletten Auslöschung der Menschheit, nennt sich „Captain Trips“ und ich finde dieser wurde grandios im Buch beschrieben und dargestellt. Sowohl die schrecklichen Merkmale, als auch die unheimlich schnelle Verbreitung auf die Menschheit, Stephen ließ einfach nichts aus und füllte durch seinen sehr detaillierten Schreibstil einfach jede Lücke. Highlight für mich in diesem Buch ist, wie er die Vielzahl von Charakteren, welche wir vorerst alle als Einzelpersonen kennenlernen, perfekt miteinander zusammenlaufen lässt. Schon hier merkte ich sehr schnell, dass ich selten ein so gut durchdachtes Buch gelesen habe. In Laufe des Lesens schafft King es uns fast jeden Charakter näher zu bringen, uns ihre Stärken und Schwächen aufzuzeigen und uns ihren Platz in der Geschichte zu erklären bzw. näher zu bringen. Wer mich am meisten begeistern konnte, erfahrt ihr weiter unten in meiner Rezension. Anfangs trat dies gar nicht so stark hervor, weil ich so einige Geschichten unheimlich gern verfolgt habe, aber gegen Ende fand ich wirklich doch meinen Lieblingscharakter in „The Stand – Das letzte Gefecht“.Neben den Geschichten der Menschen und den Folgen von „Captain Trips“ wird dem Leser schnell klar, dass es hier auch um den Kampf zwischen Gut und Böse geht. Das Gute wird verkörpert von der ältesten Frau Nebraskas, Abigail Freemantle und das Böse durch Randall Flagg, der dunkle Mann (wer die dunkle Turm Reihe kennt, wird hier Parallelen finden). Beide erschienen den Charakteren immer wieder in ihren Träumen, machten ihnen Angst oder wiesen ihnen den Weg ins letzte Gefecht. Wer hier vergeblich auf die letzten Seiten drauf los liest, wird mit Sicherheit nicht enttäuscht sein, aber mir wurde gerade gegen Ende hin klar, dass es hier weniger um die große Auflösung, das bahnbrechende Ende geht, sondern eher um die Tiefe der Geschichte. Ich habe mich gegen Ende gefragt, ob es wirklich nur 1700 Seiten waren. In Bezug auf die Geschichte, die in Erinnerung bleibt, hätten es gute 3000 Seiten hätten sein können.____________________________________________________________Weniger ein Kritikpunkt, aber schade fand ich, dass der fulminante Anfang des Buches nicht kontinuierlich aufrechterhalten wurde. „Captain Trips“ war hier einfach mein Thema und gerade der Einstieg in diesen Kampf zwischen Gut und Böse fiel mir daraufhin ein wenig schwer. Ab der zweiten Hälfte von „The Stand“ fehlte mir oftmals der Bezug zu „Captain Trips“.Mein FazitFür mich bisher nicht sein bestes, aber das meist durchdachte Werk von King des Horror. Wer solch eine Geschichte, mit so einem Tiefgang erschaffen kann, ist einfach zum Schreiben geboren und ich freue mich daher auf viele weitere Bücher, denn ich stehe noch sehr weit am Anfang meiner Liste.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks