The Stand - Das letzte Gefecht

von Stephen King 
4,4 Sterne bei684 Bewertungen
The Stand - Das letzte Gefecht
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (588):
anchsunamuns avatar

Das Buch ist mega dick, aber super geschrieben. Das Szenario erschreckend realistisch, denn es konnte wirklich passieren.

Kritisch (35):
Tomatensauceverzauberins avatar

Hörbuch abgebrochen. Vielleicht später mal wieder.

Alle 684 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "The Stand - Das letzte Gefecht"

In einem entvölkerten Amerika versucht
eine Handvoll Überlebende die Zivilisation
zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische
Gestalt, die man den Dunklen Mann
nennt, eine Verkörperung des absolut Bö-
sen. In der Wüste Nevada kommt es zum
Entscheidungskampf um das Schicksal der
Menschheit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453438187
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:1712 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:08.03.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 15.05.2012 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Sidnys avatar
    Sidnyvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Apokalyptisch! Unverzichtbarer Bestandteil des Gesamtwerks.
    King-Klassiker

    USA, 1990: Eine Grippe-Pandemie hat 99% der Menschheit innerhalb weniger Wochen dahingerafft. Die Überlebenden im entvölkerten Nordamerika scharen sich um zwei charismatische Führer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

    Viele Worte muss man zum Inhalt dieses Buches nicht verlieren, der dürfte den meisten Interessierten bekannt sein. Ich bin schon seit früher Jugend ein Fan von Stephen Kings Büchern, aber es gibt trotzdem vereinzelte ältere Werke, die ich bisher noch nicht gelesen habe, was ich allerdings in nächster Zeit nachholen möchte. "The Stand" gehörte zu dieser Handvoll Bücher, und obwohl es schon immer in der Urfassung in meinem Regal steht, habe ich es erst jetzt gelesen. Ich muss ehrlich zugeben, dass mich zum einen allein der Umfang ein wenig abgeschreckt hat, und zum anderen die Tatsache, dass das Buch in mittlerweile drei verschiedenen Versionen erschienen ist, und man gar nicht mehr so richtig durchblickt, zu welcher Fassung man denn nun am besten greifen sollte.

    Die erwähnte Ausgabe in meinem Regal umfasst etwa 1000 Seiten und spielt im Jahr 1980, die neueste Fassung bringt es in der Taschenbuchausgabe auf ganze 1700 (!) Seiten, und spielt zehn Jahre später, also im Jahr 1990. Nach einigen Internet-Recherchen habe ich mich dazu entschlossen, die noch dickere, aber vollständige Version zu lesen, die im Jahr der Ersterscheinung nicht so extrem gekürzt wurde, um die Handlung zu straffen und das Buch dadurch besser zu machen, sondern alleine aus drucktechnischen Gründen. Da es King offensichtlich ein Anliegen war, die überarbeitete Urversion seines Buches zugänglich zu machen, wollte ich auch die vollständige Fassung lesen.

    Wenn man King-Fans nach ihrem Lieblingsbuch des Meisters befragt, wird "The Stand" neben "ES" eigentlich am häufigsten genannt, daher war ich sehr gespannt, wie es mir wohl gefallen wird. Leider muss ich zugeben, dass es mich zu Beginn nicht sonderlich vom Hocker gehauen hat, weil mir der Weg zum "letzten Gefecht" schon sehr weit vorkam, und durch die nur sparsam dosierten Perspektivwechsel zwischen den beiden rivalisierenden Gruppen nicht allzu viel Spannung aufgebaut wird. Ich habe bei King-Büchern normalerweise immer das Gefühl, dass ich etwas völlig neues, noch nie Dagewesenes lese, in diesem Fall allerdings hatte ich eher den Eindruck, eine Story vor der Nase zu haben, die ich schon diverse Male in abgewandelter Form gelesen oder gesehen habe.
    Daher musste ich irgendwann, so etwa in der Mitte des Buchs, einfach mal einen Schritt zurücktreten und über diesen Eindruck nachdenken - und mir in Erinnerung rufen, dass das Buch bereits im Jahr 1978 zum ersten Mal veröffentlich wurde. 1978, das heißt also ganze siebzehn Jahre vor dem Film "Outbreak - Lautlose Killer" aus dem Jahr 1995, und wahrscheinlich mindestens dreißig Jahre vor der großen Dystopie-Welle in Filmen und Büchern. Im Jahr 1978 war das Thema mit Sicherheit neu, frisch und furchterregend - und natürlich brauchte es da auch mal die ein oder andere ausführliche Erklärung - beispielsweise über die Wege, wie sich der Virus so schnell verbreiten konnte.

    Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits ist leider die Überarbeitung. Die erste Version spielte eine kurze Zeit in der Zukunft, und bei der ersten Veröffentlichung der überarbeiteten Fassung wollte man das beibehalten, weswegen die Handlung kurzerhand ins Jahr 1990 verlegt wurde. Leider haben sich dadurch ein paar Anachronismen eingeschlichen: Eine Überlebende hat beispielsweise panische Angst vor randalierenden und plündernden Hippies. Hippies? 1990? Da wären vielleicht Punks glaubhafter gewesen. Irgendwann macht sich jemand Gedanken, ob die Seuche wohl auch hinter dem Eisernen Vorhang zugeschlagen hat - hier konnten wohl die geschichtlichen Ereignisse Ende 1989 nicht mehr rechtzeitig vor der Veröffentlichung berücksichtigt werden.

    Insgesamt konnte "The Stand" für mich persönlich "ES" als Lieblings-King zwar nicht ablösen, aber letztendlich hat es mich dann trotz einiger Längen im Mittelteil überzeugt. Schon alleine durch die Überschneidungen zum "Dunklen Turm" hat sich das Lesen für mich gelohnt, auch wenn es mir persönlich besser gefallen hätte, die Handlung weiterhin im Jahr 1980 zu belassen. Irgendwann werde ich auch noch die Urfassung lesen, weil mich sehr interessiert, welche Passagen ursprünglich als verzichtbar gestrichen wurden - vielleicht stellt sich da heraus, ob weniger in dem Fall vielleicht tatsächlich mehr gewesen wäre.

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    NiWas avatar
    NiWavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Meisterwerk unter den Endzeitromanen
    Ein Meisterwerk unter den Endzeitromanen

    Eine Pandemie ist über die Welt gekommen und hat die Menschheit auf wenige Überlebende reduziert. Nun heißt es, die Zivilisation zu retten, wobei sich ein Mann in der Wüste Nevadas als das absolute Böse herausstellt.

    „The Stand. Das letzte Gefecht“ ist ein episches Werk von Stephen King, das auf das Ende unserer Zivilisation, den Grauschattierungen zwischen Böse und Gut und dem Kampf zwischen diesen beiden Kräften eingeht.

    Zu Beginn steigt man in die normale Welt ein, wie sie ist, bevor die Supergrippe gewütet hat. Auf etlichen Seiten lernt man die wichtigsten Charaktere kennen, müht sich mit ihrer jeweiligen Lebenslage ab und ahnt, dass bald etwas kommen wird. Die ersten 300 Seiten waren für mich sehr zäh, weil ich keine einzige Figur als sympathisch empfunden habe. Für mich waren es Menschen auf einem Scheideweg, der nicht gerade die Sonnenseite ihres Gemüts zum Vorschein bringt. Allerdings entwickeln sich die Charaktere. Sie nehmen die Herausforderung an, und schneller als gedacht, habe ich in ihnen Freunde gesehen.

    King geht natürlich auf den Ausbruch der Pandemie und ihre Folgen ein. Menschen erkranken, sie mühen sich mit schweren Grippe-Symptomen ab, nur um unerwartet dahinzusiechen und eine entvölkerte Welt zu hinterlassen.

    Diese verlassene Welt hat King gekonnt in Szene gesetzt und damit für Gänsehaut gesorgt. Einerseits hat es seinen Reiz, alles für sich allein zu haben, andrerseits sieht man schnell, wie einsam die Welt ohne Menschen ist. Dieser Endzeit-Entwurf ist gekonnt umgesetzt und hat mich mit detaillierten Schilderungen mitten in die brütende Wüste Nevadas, die verstopften Straßen New Yorks und die Natur Nebraskas versetzt.

    Im Endeffekt bleibt nach der Grippe das Gefecht zwischen der bösen und guten Seite, der Kampf der Dunkelheit gegen das Licht. Die letzten Menschen spalten sich in zwei Gruppen auf, die sich jeweils zu einer Seite der Medaille hingezogen fühlt.

    Der Prozess der Gruppenfindung und -bildung nimmt den Großteil des Romans und der Handlung ein. Der Autor geht ins Detail. Er veranschaulicht, wie die Menschen am Leben bleiben, was die Figuren erlebt haben und warum sie so geworden sind.

    Dabei streut King auch sehr viele religiöse Elemente ein, die bei dieser tragenden Thematik durchaus berechtigt sind. Man spürt den amerikanischen Hintergrund und die Kraft, die diese Nation am Leben halten will.

    Das Ende ist abrupt gekommen und hat mich irritiert. Da liest man sich seitenweise dem letzten Kampf entgegen, schaut zu, wie die Figuren leben oder sterben, schlägt sich mit ihnen durch und hofft, dass man das Unausweichliche gut erledigen wird - nur um im Vergleich zum restlichen Roman ein rasches Finale zu lesen, das viel zu schnell abgehandelt ist. Es hat mir trotzdem gefallen, aber ich bin noch immer ganz erstaunt, wie schnell das gegangen ist.

    Bis auf die Figurenentwicklung am Anfang des Romans hat mir „The Stand. Das letzte Gefecht“ extrem gut gefallen. Für mich ist es ein Meisterwerk unter den Endzeitromanen, das mit soziologischen und theologischen Überlegungen spielt, sich des Mysteriösem bedient und mit der Horrorvorstellung einer ausgestorbenen Welt besticht. Lesenswert!

    Kommentare: 9
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    Buchperlenblogs avatar
    Buchperlenblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Großartiger Anfang, mit leichtem Hang zur Langatmigkeit, aber durchaus lesenswert.
    M-O-N-D, und so buchstabiert sich mittelprächtig

    M-O-N-D, und so buchstabiert sich böse! (S. 599)

    Inhalt

    Die Supergrippe Captain Trips breitet sich rasend schnell auf dem gesamten Erdball aus und löscht mehr als 99,4% der gesamten Menschheit binnen weniger Tage aus.

    Die wenigen Überlebenden träumen immer häufiger von wegweisenden Ereignissen, die einen von Mutter Abagail, einer sehr alten Frau in Nebraska, die anderen vom dunklen Mann, von Randall Flagg. Sie bilden zwei Lager, wobei die Rocky Mountains als Grenze fungieren und bereiten sich auf den letzten Kampf vor, Gut gegen Böse, das letzte Gefecht.

    Rezension

    Neunzehn Tage saß ich an diesem Monstrum von einem Buch. Die Arme lahm, die Finger verkrampft. Lohnte es sich? Ja. Habe ich bekommen, was ich erwartete? Nein.

    Von vielen wird dieses Werk Kings als sein Meisterwerk beschrieben, entsprechend ist die Erwartungshaltung eben auch bei mir gewesen. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, der Ausbruch der Seuche, das Gruppieren und schließlich der finale Kampf.

    Der erste Teil war ein phänomenaler Auftakt, kaum etwas macht mir mehr Angst als geheime Experimente, von denen wir nichts ahnen, bis etwas schief geht. Gerade mit der Erforschung von Viren aller Art kann man nicht vorsichtig genug umgehen. In The Stand passiert genau das und die Folgen sind verheerend. Trotzdem begleiten wir einzelne Gruppen von Überlebenden auf ihrem Weg zu ihrer Bestimmung. Da gibt es Larry – ich bin kein guter Kerl – Underwood, den taubstummen Nick Andros, die schwangere Frannie Goldsmith, und Stuart Redman, den Mann der Stunde.

    Während die von Mutter Abagail angezogenen auf der Seite des Guten stehen, versammelt Randall Flagg Menschen um sich, die vom Leben misshandelt wurden, missverstanden und einsam sind, wie Lloyd, der im Gefängnis beinahe zum Kannibalen wurde. Aber nicht alle auf der bösen Seite sind von Grund auf böse und nicht alle auf der Seite der Guten sind gut.

    Der Auftakt ist spannend, viele menschliche Schicksale werden gekonnt erzählt, mit Details ausgeschmückt und lebendig gemacht. Doch bereits im zweiten Teil bröckelt die Spannung. Menschen tun, was sie in größerer Anzahl eben tun (müssen). Sie bilden Komitees, Regierungen, Truppen zur Einhaltung von Regeln. Das ist wichtig, keine Frage, denn wenn man solches nicht tut, herrscht bald Chaos. Doch King lässt sich hier meiner Meinung nach zu lang aus, wer welchen Posten übernehmen sollte, wer was will und wer nicht. Die Handlung stagniert, gefühlt passiert 800 Seiten lang fast gar nichts. Natürlich gibt es Andeutungen, kurze Momente des Luftanhaltens. Doch nichts greifbares. Endlich, nach endlosen Seiten dann der Sichtwechsel im dritten Teil. Die Seite der Bösen, was tun sie? Wie leben Sie? Was fürchten Sie? Doch auch hier gibt es nicht solche Einblicke, wie sie mir lieb gewesen wären. Vieles bleibt im Dunkeln. Nachdem eine Gruppe von vier Auserwählten über die Berge geschickt wird, um zu tun, was immer sie tun müssen (denn sie wissen es selber nicht) kommt es endlich zum Showdown. Doch so schnell wie man umblättert, so schnell ist er wieder vorbei. Es war in seiner Spektakulärität recht unspektakulär, immerhin reden wir hier vom dunklen Mann. Ich blieb verwirrt zurück: Das war’s? Das fand ich doch sehr schade, denn unter einem Gefecht verstehe ich etwas anderes.

    Auch blieb mir über weite Strecken des Buches die Motivation der Menschen schleierhaft. Ja, sie folgen alle dem Ruf der alten Frau. Ja, die Frau scheint eine Verbindung zu Gott zu sein. Und Flagg ist das personifizierte Böse, Flagg ist der dunkle Mann, Flagg ist der Magier, er ist Merlin und er ist der Handlanger des Scharlachroten Königs. (Klingelt’s da?) Flagg will die Welt unterwerfen. Aber warum? Zum Spaß? Was treibt ihn an? Warum rüsten die Menschen unter ihm zum Kampf?

    Warum?

    Vielleicht habe ich es irgendwo gelesen und wieder vergessen, aber die meiste Zeit kam es mir vor wie das sinnlose Spiel eines Kindes, dass Krieg spielen will. Vermutlich ist das auch genau so von King beabsichtigt.

    Und was genau ist der Sinn der Rolle, die Mutter Abagail einnimmt? Vielleicht bin ich zu atheistisch erzogen, um den tieferen Sinn zwischen Gott und Teufel wahrhaftig zu verstehen. Ich verstehe, dass Menschen gerne etwas glauben wollen, dass sie jemandem folgen wollen. Aber es fühlte sich so an, als sollte ihre Rolle größer wirken, als sie tatsächlich war.

    Die Charaktere sind speziell und gut gezeichnet, Anekdoten aus ihren Leben bereichern die Geschichte. Doch wuchs mir kaum einer wirklich ans Herz, wie es zum Beispiel der Club der Verlierer aus ES tat. Diese Kinder liebe ich noch heute, Jahre später. Nur Tom Cullen, der leicht zurückgebliebene Mann mit dem Hang zum Fluchen, schlich sich heimlich in mein Herz und machte sich dort breit.

    Fazit

    Kein schlechtes Buch, nein. Aber weniger überragend als erwartet. Ich habe trotz seiner Fülle an manchen Stellen einfach mehr erhofft. King selbst sagt in seinem sehr interessanten Vorwort übrigens auch, dass er The Stand nicht als eines seiner besten Werke empfindet. Geschmäcker sind glücklicherweise ja auch verschieden.

    Zum Verständnis des weitreichenden King-Universums ist es gut, dieses Buch gelesen zu haben. In der Reihe rund um den dunklen Turm zB betreten Roland und sein Ka-Tet in Band 4 diese Welt, in der Captain Trips die Menschheit auslöschte. Solche Verbindungen machen das Lesen nochmal spannender, und je mehr man von King liest, desto mehr fällt einem auf. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, wie mich der dunkle Turm wieder einmal zu sich ruft.

    Bewertung im Detail

    Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Handlung ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

    Charaktere ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

    Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

    = 3.8 ★★★★

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    benfis avatar
    benfivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein düsteres Endzeit-Werk, welches mit zu Stephen Kings wichtigsten Romanen gehört und auf jeden Fall der gehaltvollste ist...
    Der düstere Endzeit-Meilenstein von Stephen King

    KURZBESCHREIBUNG:
    Es beginnt mit dem Unfall des flüchtigen Charles D. Campion samt seiner Frau und ihrem Kind, bei dem in dem kleinen Nest Arlette/Texas die komplette Tankstelle wegrasiert wurde. Nur durch die Geistesgegenwart von den ansässigen Mitbürgern konnte ein größeres Unglück verhindert werden. Das bringt den meisten jedoch nicht viel, konnte Campion nur durch einen technischem Fehler von seiner Basis in Kalifornien fliehen, nachdem sich dort bei Tests mit Viren ein dramatischer Unfall ereignet. Dieser offiziell 'Captain Trips' genannte Virus verbreitet sich leichter als eine simple Grippe und ist absolut tödlich! Das Ende der Menschheit scheint nahe, nur wenige Menschen wie zum Beispiel Stuart Redman, der bei dem Unfall an der Tankstelle zugegen war, sind gegen den Virus resistent. Nach einer Orientierungsphase machen sich die Verbliebenen auf den Weg, um sich zu sammeln, denn alle scheinen von einer alten Frau namens Abagail zu Träumen, welche die Überlebenden zu sich ruft. Aber sie träumen auch von einem schwarzen Mann, dem ebenfalls nicht wenige Menschen anziehend finden. Keiner der Überlebenden ahnt: dies ist der Beginn des Endkampfes von Gut gegen Böse!

    KOMMENTAR:
    'The Stand: Das letzte Gefecht' ist auch schon vor seiner Vervollständigung im Jahre 1990 das längste Werk vom 'Meister des Horrors' namens Stephen King gewesen und bis dato noch nicht an Seitenzahl und Wörtern überholt worden. Die jüngste deutsche Ausgabe hat sage und schreibe 1712 Seiten inne! Oft wird der Roman als Kings Meisterwerk genannt, auch wenn seine komplette Saga um den 'dunklen Turm' noch epischer angelegt ist. Allerdings sind dies auch summa summarum acht Bücher. Im vorliegenden Werk geht es unschwer zu erkennen um eine Endzeit-Story, bei der sich der Autor sehr akribisch um gefühlte endlos viele Charaktere kümmern scheint. Einigen entledigt er sich ziemlich schnell, anderen widmet er mehrere Seiten. Figuren wie zum Beispiel Stuart Redman, welcher praktisch von Beginn an Zeuge des Untergangs der Welt wird und sogar von den staatlichen Stellen als Versuchskaninchen herhalten muss, folgt er jedoch auf Schritt und Tritt. Oder dem Musiker Larry Underwood, welcher durch plötzlichen Ruhm vor Ausbruch der Epidemie in das altbekannte 'Sex & Drugs & Rock'n'Roll' Loch gerät und mit dem Anfang vom Ende praktisch wieder auf den rechten Weg gelangt - was jedoch angesichts der Ereignisse zu spät erscheint. Viele Kritiker des Buches sehen in dieser Ansammlung von persönlichen Schicksalen die Schwachstelle, da sie als überflüssig erscheinen und der eigentlichen Handlung nicht dienlich sind. Nun, darüber lässt sich gewiss (oder eben überhaupt nicht) streiten. Stephen King hat mit 'The Stand' auf jeden Fall erstmalig gezeigt, was für ein begnadeter Erzähler er doch ist und nicht nur banalen Horror abliefert! Diese kleinen Anekdoten über Protagonisten und wie sie mit der Epidemie und all ihren Auswirkungen umgehen sind sehr interessant, manchmal gar sarkastisch oder ironisch geschildert worden. Seine Figuren müssen sich den Fragen über Religion und Zivilisation, später auch über die Rechte des Menschen machen. Für meinen Teil fand ich die Gedankengänge zumeist unterhaltsam. Der rote Faden geht dabei übrigens nie verloren, mühelos kann man den Geschehnissen folgen. Allerdings tat ich mich mit diversen Visionen der Akteure manchmal schwer. Dieses Problem habe ich jedoch bei den meisten Büchern, welche Visionen als starken Antrieb zur Handlung nutzen. In der Gesamtübersicht beschreibt King hier nun das altbekannte Thema vom Kampf des Guten gegen das Böse, jedoch auf eine bis dato neue Art und Weise; schon alleine Randall Flagg, der in dem Roman die dunkle Seite verkörpert, ist eine ungewohnte Variante dessen. Kein Wunder, dass viele Autoren dieses Buch mittlerweile als Inspiration für ihre eigene Endzeit-Vorstellung nutzten. Ein dicker Wälzer, der den Leser einige Zeit beschäftigt und in eine düstere wie augenscheinlich hoffnungslose Endzeit unserer geliebten Erde aufhalten lässt...
    93 Sterne

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    Buecher-Liebe-des avatar
    Buecher-Liebe-devor einem Jahr
    Zu schnelles Ende

    Inhalt von „The Stand – Das letzte Gefecht“

    Auf der Welt bricht eine Supergrippe aus, aufgrund der die große Mehrheit der Menschen qualvoll zu Tode kommt. Es gibt allerdings Ausnahmen, die immun gegen dieses Virus sind.  Sie alle haben Träume, Träume von Mutter Abagail, einer 108-jährigen netten alten Frau sowie von Randall Flagg, einem bösen Mann, den sie alle als den „dunklen Mann“ wahrnehmen. Und so machen sich die letzten Überlebenden auf den Weg, die „guten“ Menschen gehen zu Mutter Abagail und die nicht ganz so guten machen sich auf den Weg zu Randall Flagg.

    Beide Gruppen bauen jeweils erst einmal wieder eine Zivilisation nach ihren Vorstellungen auf. Im Laufe der Zeit passiert es aber, dass sich der ein oder andere doch etwas fehl am Platz vorkommt und die Seiten wechseln möchte, so dass es zu ersten Unruhen kommt.

    Umso mehr die Zeit vergeht, umso klarer wird – ein Zusammentreffen der beiden Seiten, bei dem nur das Gute oder das Böse überleben kann, wird unvermeidlich. Daher macht sich eine Gruppe von Mutter Abagail auf den Weg nach Las Vegas – auf den Weg zu dem dunklen Mann.

     

    Meine Meinung

    „The Stand – Das letzte Gefecht“ hatte ich jetzt schon mehr als ein Jahr im Schrank liegen. Die 1.712 Seiten hatten eine leicht abschreckende Wirkung auf mich und ich hatte ein wenig die Befürchtung, dass die Hälfte des Buches einfach langweilig ist.

    Aufgebaut ist „The Stand“ in drei Teilen – der erste Teil behandelt die Zeit während der Supergrippe. Man lernt die einzelnen Charaktere kennen und erfährt, wie ihr jeweiliges Leben in der „alten Welt“ war. Im zweiten Teil dreht sich dann alles um die Zeit nach der Supergrippe und dem Aufbau der neuen Zivilisation und im dritten Teil geht dann um das letzte Gefecht.

    Die Geschichte konzentriert sich dabei nicht auf die Sicht einer einzelnen Person, sondern vielen verschiedenen. Am Anfang des Buches sind diese Personenwechsel etwas gewöhnungsbedürftig und ich kam anfangs zum Teil ein bisschen durcheinander. Nachdem jeder Charakter aber mehrmals „seinen Auftritt“ hatte, fiel es mir dann leichter, die Geschichten den einzelnen Personen zuzuordnen, bis es dann letztlich gar kein Problem mehr war. Ab dem zweiten Teil fließen die einzelnen Schicksale ohnehin ineinander.

    Meine anfängliche Befürchtung, das Buch könnte aufgrund der vielen Seiten ziemlich langweilig werden, hat sich nicht bewahrheitet. Dadurch, dass mehrere Personen im Mittelpunkt des Buches stehen, gelingt es Stephen King, dass das Buch kaum langatmig wird.

    Wirklich spannend wird es allerdings erst auf den letzten 150 Seiten, von denen der eigentliche „Endkampf“ auch nur einen kleinen Teil ausmacht. Da das Buch schon so dick ist, hätte ich mir gewünscht, dass das Ende noch ein bisschen spannender und vor allem auch umfangreicher ist.

    Fazit

    „The Stand – Das letzte Gefecht“ hat mit gut 1.700 Seiten einen Umfang, der nicht ohne ist. Da es aber aus der Sicht von mehreren Personen handelt, wird es kaum langweilig. Das Ende wäre meiner Meinung nach aber noch ausbaufähig gewesen, so wohl von der Länge als auch von der Spannung.

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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein packendes Meisterwerk mit typischem King Horror. Ein sehr lesenswerter Klassiker vom Meister des Grauens.
    Packendes Meisterwerk mit typischem King-Horror

    Der Kampf zwischen Gut und Böse...

    Im Jahr 1990: Durch einen Unfall entweicht ein hochgefährliches Virus aus einem streng abgeriegelten Regierungslabor. Von vielen bald nur noch Captain Trips genannt, breitet es sich rasend schnell aus und entvölkert Amerika binnen kurzer Zeit. Eine Handvoll Überlebender schließen sich zusammen und versuchen gemeinsam, ein neues Leben aufzubauen. Eine Anführerin gibt ihnen die Kraft und den Mut dazu. Zu dem Zeitpunkt ahnen nur wenige von ihnen, dass sich in Las Vegas das Böse bereit macht, um der Menschheit schlimmes anzutun: Der schwarze Mann - ein Geschöpf des absolut Bösen- plant unvorstellbares. In der Wüste Nevadas kommt es schließlich zum alles entscheidenden Kampf zwischen Gut und Böse...

    "Während sie im Wartezimmer saßen, übertrugen sie die Krankheit, die bald im ganzen zusammenbrechenden Land als Captain Trips bekannt sein sollte, auf mehr als fünfundzwanzig Menschen, darunter eine matronenhafte Frau, die nur gekommen war, um eine Rechnung zu bezahlen, und die anschließend ihren ganzen Bridgeclub ansteckte."
    -Seite 109, eBook

    Dieser Stephen King-Klassiker hat mich vor mehreren Jahren schon einmal in seinen Bann gezogen und ich hatte mir vorgenommen, dieses umfangreiche Werk mal in der aktuellsten und ungekürzten Ausgabe zu lesen. Diesen Plan habe ich nun in die Tat umgesetzt: Schon allein die Seitenanzahl ist beindruckend: 1.712. Man braucht schon etwas Zeit und Geduld, doch die Geschichte ist nicht langatmig - es wird alles sehr ausführlich beschrieben. Beginnend mit der dramatischen Geschichte, wie sich das tödliche Virus seinen Weg bahnt, lernt man nach und nach die Hauptcharaktere und deren Angehörige kennen- Man bekommt einen detaillierten Einblick in deren Leben: Pläne, Ängste, Verluste - alles wird genau beschrieben. Doch nachdem das Virus das Schlimmste angerichtet hat und die Überlebenden langsam wieder Mut schöpfen, geht die Handlung in eine neue Phase - und diese hält noch so einiges bereit...

    "Die Sonne wandte sich von Arnette ab; in der Stadt wurde es dunkel unter den Schwingen der Nacht. Abgesehen vom Zirpen und Flüstern kleinerer Tiere und dem Klingeln von Tony Leominsters Windklangspiel war es in der Stadt still. Still. Still." - Seite 336, eBook

    Dieses Buch hat, wie oben beschrieben, einiges zu bieten: Interessante Schauplätze, spannende und manchmal sehr unheimliche Entwicklungen, mal erschreckend, mal anrührend und natürlich fehlt auch der übernatürliche King-Horror nicht. Die Charaktere sind klar beschrieben - ob gut oder böse, wohlwollend oder hinterhältig - alles ist dabei. Der Schreibstil ist flüssig, man fliegt fast durch die Seiten, daher sollte man sich von der Seitenanzahl keinesfalls abschrecken lassen.

    The Stand - das Letzte Gefecht erschien erstmals im Jahre 1978 in stark gekürzter Ausgabe. Anfang der 1990er Jahre wurde dieses Werk dann in der vollständigen Ausgabe veröffentlicht. In einem Vorwort erklärt King ausführlich, warum dieses Buch später in ungekürzter Form erschienen ist. Sehr interessant zu lesen. Die derzeit aktuellste Ausgabe ist im März 2016 erschienen und wurde neu durchgesehen. Das Cover ist im aktuellen Stephen King-Design gestaltet, was mir unheimlich gut gefällt. Das Cover ist schlicht, nicht zu überladen und mit seinem Rot und dem bekannten Schriftzug ein Hingucker.

    "Die Augen der Krähe schienen größer zu werden. Er bemerkte, dass sie rot gerändert waren, in der dunklen Farbe von Rubinen. Regenwasser tropfte. Die Krähe beugte sich vor und klopfte mit voller Absicht ans Glas." - Seite 1.060, eBook

    Mein Fazit: Ein sehr umfangreiches und gelungenes Meisterwerk, dass jeder King-Fans gelesen haben sollte: Eine packende Handlung, starke Charaktere, unheimliche Entwicklungen und der typische, manchmal etwas übernatürliche King-Horror. Mit seinen 1.712 Seiten gehört es zu seinen umfassendsten Werken - jedoch wird es nie langweilig. Etwas Durchhaltevermögen braucht man aber, da alles sehr ausführlich beschrieben ist - was aber zu der ganzen Handlung sehr gut passt, denn diese hat einiges zu bieten. Ein sehr lesenswerter King-Klassiker!

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    Insomnia1106s avatar
    Insomnia1106vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein weiteres Meisterwerk. Ein tödliches Virus und eine Apokalypse stehen bevor. King schafft es eine atemberaubende Geschichte zu schreiben.
    Meisterwerk!

    "Am Anfang war das Ende der Welt."

    Ein weiteres atemberaubendes Buch vom Meister des Schreibens. "the stand" - das letzte Gefecht habe ich mir in der Gesamtfassung gekauft und bringt damit ganze 1.700 Seiten und ein wenig mehr zusammen. Auch ist das Cover in Orange sehr auffällig im Bücherregal.

    Worum geht es?
    In einem entvölkerten Amerika versucht eine Handvoll Überlebende die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den Dunklen Mann nennt, eine Verkörperung des absolut Bösen. In der Wüste Nevada kommt es zum Entscheidungskampf um das Schicksal der Menschheit.

    Die Geschichte ist der Wahnsinn. Zum Schreibstil muss ich langsam wohl nichts mehr sagen, es ist einfach King pur. Man muss es mögen, ich kann verstehen dass gerade die Seiten vielleicht den einen oder anderen Leser abschrecken oder dass manche die ausführlichen Details von King nicht so toll finden, doch ich bin einfach King-Fan pur. Ich gebe zu, dass es am Anfang schwierig war all die Menschen zu merken die in kürzester Zeit vorgestellt wurden. Viele verschwanden so schnell wie sie kamen, und irgendwann brauchte ich auch immer ein paar Seiten bis ich wieder wusste um wen es geht. Das hat sich jedoch fix erledigt, denn die Hauptcharaktere kristallisieren sich schnell heraus.

    Wir werden nach und nach durch die Geschichte geführt. Erleben das Virus, wir lernen die verschiedenen Charaktere und ihre Vorgeschichte kennen. Es passiert so viel und eigentlich möchte ich gar nicht vorwegnehmen was sonst noch so spektakuläres passiert. Der finale Kampf steht bevor und lasst euch einfach mit King auf eine atemberaubende Reise mitnehmen. Mehr als 5* verdient. Top Story, facettenreiche Charaktere und viele unerwartete Überraschungen machen das Buch zu einem einzigartigen Werk.

    Noch ein weiteres tolles Zitat: "Das Leben war ein kreisendes Rad, auf dem niemand lange stehen konnte. Und letzten Endes kehrte es immer wieder zur selben Stelle zurück."

    Lesevergnügen pur.

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    blattzirkusvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch, welches aufgrund seiner Länge zu nerven beginnt, gerade als es spannend wird. King Fans wird es aber nicht stören.
    Qualität hält Seitenzahl stand

    Auch zu lesen auf blattzirkus.

    Handlung

    Ein tödlicher Virus entkommt aus dem Regierungslabor und verbreitet sich rasend schnell durch Amerika, um rund 95 Prozent der Bevölkerung auszulöschen. Die Überlebenden teilen sich in zwei Gruppen auf: die des bösen Randall Flagg, dem Teufel in Person, und die der liebevollen 108-jährigen Frau Abagail Freemantle, die auserwählte Hand Gottes. Abagail legt es der überlebenden Instanz ans Herz, so schnell wie möglich Randall zu vernichten, bevor dieser nach Boulder, der neu aufgebaute Stadt der Überlebenden, mit seinem Gefolge einmarschiert und das letzte Gute auf dieser Erde vernichtet. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, bei dem schon Anfang an klar ist, dass es nicht jeder überleben wird.

    Cover

    Ich bin ein Riesenfan der Heyne Bücher von Stephen King, da sie so schlicht gehalten sind und trotzdem mit den wenigen Akzenten punkten, die sie haben. Bis auf wenige Ausnahmen zieht sich die Gestaltung auch durch die ganzen Reihen, so macht das Sammeln nur noch mehr Spaß. Wie auch bei The Stand ist eine Schlüsselfigur auf dem Cover zu sehen, wie in diesem Fall der Rabe, der in dem Roman eine ganz besondere Stellung einnimmt.

    Erstes Umblättern

    Das erste Umblättern ist erstmals etwas schwerer, da es sich bei diesem Taschenbuch um einen 1712 Seiten schweren Klotz handelt. Da wurde die Handhabung erst nach Seite 300 halbwegs angenehm, da sich die Seitenverteilung halbwegs stabilisiert. Da es sich eben um ein Taschenbuch handelt, ist es noch eine wackelige Geschichte damit umzugehen. Leserillen haben sich aber bis zum Schluss nicht wiedergefunden. Dafür habe ich bemerkt, dass ca. kurz vor der Hälfte des Buches sich die Plastikbeschichtung des Umschlages beginnt abzulösen. Irgendwie logisch, wenn man ein Buch so lange liest und es in den Händen hält, aber für so ein dickes Buch hätte man sich etwas besseres überlegen können.

    Die Kapiteleinteilung ist schlicht mit “Kapitel 1, Kapitel 2, Kapitel 3,…” und so weiter nummeriert worden. The Stand wurde generell auch nochmals in Buch 1, Buch 2 und Buch 3 eingeteilt, was auch für den Geschichtenverlauf Sinn macht. Die Schriftgröße selbst finde ich angenehm gewählt worden und hat mich bei Stephen King Bücher noch nie gestört.

    Meine Meinung

    Irgendwie dachte ich nicht, dass ich The Stand so schnell beenden würde, wie ich es nun getan habe. Innerhalb von einem Monat, einer Woche und einen Tag. Geniale Zahlen.

    Wie dem auch sei, die Geschichte hier entwickelt sich sehr langsam und sehr genau. Es fühlt sich nicht so an, als würde sich Stephen King hetzen lassen und nimmt sich deshalb Zeit, sowohl die Seite des Guten als auch des Bösen zu erfassen. Ehrlich gesagt hatte er dabei mehr Wert auf die Seite des Guten als die des Bösen wert gelegt, aber die gute Seite hat mir sowieso besser gefallen. Hauptsächlich weil sie nicht von wirren, verrückten Widersachern gehandelt hat bei denen man andauernd hoffte, dass sie sich irgendwie gegenseitig erledigen würden. Auch fand ich die Sicht der “bösen” Charaktere etwas langweilig, da sie sich etwas zog. Böse habe ich auch deshalb unter Anführungszeichen gesetzt, da es in dem Buch nicht wirklich böse Charaktere außer dem Teufe selbst gibt. Alle anderen Menschen, die in The Stand als böse kategorisiert wurden, haben einen Grund, wieso sie so sind, wie sie eben sind. Wie viele Menschen sind schon grundlos von ihrer Geburt an böse?

    Wie man schon sieht, lässt sich mit der Frage philosophisch viel anfangen und stellt die Basis für The Stand auf, wo doch quasi sehr streng von gut und böse unterschieden wird, man aber gegen Ende doch merkt, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt. Ebenso stellt sich in dieser Geschichte die Frage, wie man handeln würde, wenn so ein Virus ausbrechen und fast die ganze Menschheit vernichten würde.Wie baut man eine Welt, die komplett in sich zusammengebrochen ist, wieder auf? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich jemals so ein Virus in unsere Welt verirren wird?

    Ebenso kann gesagt werden, dass Stephen King es aufgrund dieser grundsätzlichen Fragen wieder einmal geschafft hat, Menschen mit Charakter und Motiven auf die Beine zu stellen, welche nicht an den Haaren herangezogen sind und unglaubwürdig wirken. Ein wichtiger Grund für mich, wieso ich weiterhin seine Bücher lese, da mir dieser Aspekt bei Stephen King sehr gut gefällt. Ein Schwachpunkt von ihm, zumindest fällt es mir auf, ist dass er nicht besonders gut Frauen beschreibt. Vielleicht hat er sich in seinen heutigen Büchern gebessert und da The Stand 1978 herauskam, kann man es ihm vielleicht noch verzeihen. Doch hier erstmals meine Standpunkte, wieso ich glaube, dass er eher schwache Frauencharaktere in The Stand hat:

    Frannie Goldsmith, ein Hauptcharakter in dem Buch, ist nur dazu da, um sich über zwei Männer Sorgen zu machen. Frannie Goldsmith hat nur Gedanken für ihr Baby und ihre häusliche Situation. Die übrigen Frauencharaktere werden entweder vergewaltigt oder stehen an der Seite von Männern. Die Männer in den Büchern erledigen die schweren Aufgaben und lassen die Frauen zuhause, damit ihnen nichts passiert.

    Das fiel mir dann nach 1712 Seiten doch extrem auf und hat mich darüber grübeln lassen, ob es in den anderen Büchern von Stephen King (wie Shining, Friedhof der Kuscheltiere, Carrie, Puls, Love,…) auch so stark an den Tag getreten ist. Genauer fiel mir da nur Brennen muss Salem und Puls ein, bei dem Frauen keine wichtigen Rollen trugen. Bei den übrigen Büchern ist es mir entweder nicht nennenswert aufgefallen oder die Rolle der Frau war einprägsam (siehe Sie oder Love). Demnach kann ich behaupten, dass bei Stephen King Männer eine tragende Rolle spielen, in The Stand aber es ein Einzelfall war, dass mir die schwachen Frauencharaktere so extrem aufgefallen sind.

    Stephen King spielte auch Andeutungen von seinen anderen Romanen ein, indem er von einem Shining berichtete (Hellseherische Fähigkeit aus The Shining) oder darüber, dass Frannie eventuell mal nach Main zurückziehen wolle, vielleicht nach Castle Rock. Eine fiktive Stadt aus Kings Romanen. Obwohl The Stand einer der ersten Bücher Stephen Kings war ist es doch erstaunlich zu sehen, wie er sich sein Netz der realen und doch fiktiven Welt zusammengesponnen hat, sich daran festhält und in vielen seiner Romane Verbindungen knüpft.

    Fazit

    Schlussendlich kann gesagt sein, dass The Stand ein sehr nettes Buch zu lesen ist und jedem Stephen King Fan gefallen wird. Mich hat es zwar nach einer Zeit doch genervt, ein so langes Buch zu lesen, hauptsächlich weil meine Geduld nur eine gewisse Seitenzahl verträgt, sollte aber dennoch nicht die Qualität der Geschichte mindern.

    Deshalb bekommt The Stand – Das letzte Gefecht von Stephen King von mir 5 von Sterne.

    xo Annina

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    VerenaChinoKafuuChans avatar
    VerenaChinoKafuuChanvor 2 Jahren
    " The Stand- Das letzte Gefecht" von Stephen King ⭐️⭐️⭐️⭐️


    Guten Abend :)

    Heute möchte ich euch das Buch " The Stand- Das letzte Gefecht" von Stephen King vorstellen.
    Hierbei handelt es sich um mein erstes Buch von ihm, dass ich je gelesen habe.

    Ich wünsche euch viel Spaß mit meiner Rezension.



    ****

    Name: The Stand- Das letzte Gefecht
    Autor: Stephen King
    Ausgabe: Taschenbuch 17,99 - € (Hier)
    ISBN: 978-3-453-43818-7
    Erschien: März 2016
    Verlag: Heyne Verlag
    Seitenanzahl: 1712





    Inhalt/ Klappentext:


    IM ANFANG WAR DAS ENDE DER WELT

    Ein tödliches Virus entvölkert Amerika. Eine Handvoll Überlebende versucht die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den dunklen Mann nennt, eine Verkörperung des absolute Bösen.
                                                                                   ( Quelle: Heyne Verlag, Klappentext The Stand- Das letzte Gefecht, Stephen King) 




    ****

    Meine Meinung:

    Als erstes muss ich sagen, dass ich die Neuauflage dieses Buches gelesen habe.
    Hierbei handelt es sich um ungekürzte vom Autor restaurierten Monumentalfassung.

    Die weiße und schwarze Schrift heben sich sehr gut vom orangen Cover ab.
    Der Name des Autors ist größer als die Schrift des Titels , jedoch tut dies dem Design keinen Abbruch und gefällt mir sehr gut.

    Der Schreibstil des Autors empfand ich am Anfang als sehr langwierig und etwas schwer.
    Jedoch muss ich sagen, je weiter ich in der Geschichte voran kam, umso mehr verstand ich wieso und weshalb etwas geschah.
    Bei diesem Buch würde ich sagen, dass es sich um "schwere Kost" handelt und der Leser erst einlesen muss.
    Die Charaktergestaltung hat mir sehr gut gefallen und ich kann in diesem Punkt nichts bemängeln.



    Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️


    Lg Verena/ Instagram: Chino_Kafuu_Chan

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    Lee-Lous avatar
    Lee-Louvor 2 Jahren
    Sehr enttäuschend

    Ich weiß an dieser Stelle gar nicht richtig, wo ich anfangen soll.
    The Stand gehört zusammen mit "Es" oder "Shining" zu Kings bekanntesten Werken.
    Deshalb war ich auch wirklich gespannt darauf, was mich hier erwartet.

    Der Verlag war so nett und hat mir diese neue vollständige Ausgabe zur Verfügung gestellt und aufgrund der wirklich hohen Seitenzahl war für mich klar, dass ich mir diese Geschichte von David Nathan vorlesen lasse.

    Bereits durch Doctor Sleep konnte David Nathan mich von vorne bis hinten begeistern.
    Ich kenne niemanden, der es auch nur vergleichsweise schafft, dem Inhalt und den Figuren allein durch das Lesen so viel Leben zu verleihen.
    Auch hier war er mal wieder grandios. Einfach klasse!
    Obwohl ich sagen muss, dass mich die Geschichte selbst doch sehr enttäuscht hat.

    Die komplette Geschichte besteht aus drei Teilen.
    Im ersten Teil bricht das Virus aus und der Leser bekommt mit, wie die Bevölkerung quasi ausradiert wird.
    Ich war richtig begeistert und gefesselt. Ich wollte definitiv mehr!

    Doch dann kam der zweite Teil, in dem sich die Überlebenden gruppieren.
    800 Seiten lang passiert fast nichts. Es finden Dialoge und Diskussionen darüber statt, welche Figur welche Aufgaben übernimmt.
    Und genau das hat dem ganzen das Genick gebrochen.
    Obwohl die Geschichte vorgelesen wurde, musste ich hier pausieren und habe stattdessen 2, 3 andere Bücher eingeschoben, weil ich einfach keine Lust mehr hatte.
    Hätte ich dieses Buch selbst gelesen, wäre hier auf jeden Fall der Punkt erreicht, an dem ich es abgebrochen hätte.

    Im dritten Teil treffen ein paar Figuren (die im zweiten Teil dazu auserwählt wurden) auf den dunklen Mann.
    Dieses "Gefecht", auf das der Leser 1300 Seiten lang vorbereitet wird, ist so schnell vorbei, dass man fast gar nicht mitbekommt, wie alle Protagonisten aufeinander treffen.

    SEHR schade. Ich dachte, dass gerade KING mich mit diesem Buch vom Hocker reißen müsste. Aber er hätte sich hier locker die Hälfte an Seiten einfach sparen können.

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